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Thema: |DMS] Von Marmor und Pferden - Ungarn und Italien

  1. #916
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Da du dich ja für meinen SP interessiert hast, hier mal mein Entwurf dazu:

    • Zünfte-Kongress in Como - 50.000 S

      In diesem Jahr wird Khan Urus seine Aufmerksamkeit auf eine weitere Reform des Landes richten. Italien bedarf dringend struktureller Änderungen, um der finanziellen Krise, der es sich ausgesetzt sieht, Herr zu werden.
      Khan Urus lädt daher die Zünfte nach Como ein, um gemeinsam über eine Änderung des Zunftwesens zu debattieren. Diese Reform soll das wirtschaftliche Fundament des Landes auf eine moderne Basis stellen, um auch weiter an der Spitze der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit bestehen zu können. Zudem gilt es gleichzeitig den ausgebildeten Meistern eine Perspektive zu bieten, auf dass sie ihre Fertigkeiten weiter zum Wohle Italiens einsetzen, anstatt in andere Länder zu ziehen.

      Das Modell des Khans, für das moderne Zunftwesen, gestaltet sich dabei wie folgt:
      • Das Zunftwesen in den Städten bleibt nahezu unverändert. Lediglich die starren Produktionsquoten sowie die starre Preisgebung sollen mit Maß angepasst und flexibler gestaltet werden - vorallem auch, um mehr Waren für den Export zu schaffen.
      • Der ländliche Raum soll in die handwerkliche Produktion eingebunden werden, um so einerseits die Produktion zu erhöhen und andererseits der Landbevölkerung ein Einkommen in den Wintermonaten zu ermöglichen.
        • Hierbei sollen im ländlichen Raum jene Waren produziert werden, die in den Städten bisher nicht im großen Maße gefertigt werden - also weniger Luxusgüter, denn einfache Waren, Konsumgüter für die unteren Schichten

      1. Das System:
        • Sektionierung: Der ländliche Raum wird, für jede der vier Provinzen, in überschaubare Produktionsbezirke (Sektionen) aufgeteilt.
        • Rechtsgrundlage, Schaffung von "Partenariati": Moderne Körperschaften werden etabliert, diese dienen als rechtliche Einheit unter dem Dach der jeweiligen Zunft. Sie werden von einzelnen oder mehreren Zunftmeistern geführt.
        • Pacht-Auktionen im 5-Jahres-Takt: Die Sektionen können von den Partenariati für jeweils 5 Jahre gepachtet werden. In diesen Sektionen gelten die strengen Zunftregeln explizit nicht, sondern das Partenariato kann hier frei nach bestem wirtschaftlichen Ermessen agieren.
        • Reformierung des Rohstoffsbezugs: Das Vorzugsrecht der Zünfte für den Erwerb der Rohstoffe wird aufgehoben. Stattdessen können feste Lieferverträge mit Rohstofferzeugern eingegangen werden, die beiden Seiten Sicherheit bieten, oder alternativ werden Rohstoffe auf den städtischen Märkten im Auktionsverfahren vertrieben. Dies ermöglicht den Rohstofferzeugern die Teilnahme am freien Wettbewerb, während es gleichzeitig unter den Handwerksbetrieben besonders effiziente Verarbeitungsmethoden belohnt.


      2. Die Idee:
        • Durch die Flexibiltität in den Sektionen wird Innovation gefördert.
        • Durch die kurzfristigen Pachtverträge können die erfolgreichen Partenariati organisch expandieren und es entsteht ein Wettbewerb.
        • Durch die Einbindung der Landbevölkerung steht deutlich mehr und günstigere Arbeitskraft zur Verfügung. Zudem findet ein schleichender Wissenstransfer zum Land hin statt.


      3. Soziale Absicherung:
        • Die Gesellen werden als Vorarbeiter eingebunden. Sie werden als Aufseher und Ausbilder in den Sektionen eingesetzt und erhalten so eine essentielle Funktion in der neuen Zunftordnung, worüber ihr Ansehen gewahrt und gesteigert wird.
        • Die Bauern dürfen (zunächst) nur in den Wintermonaten zur Handwerksarbeit beschäftigt werden. So gewinnen sie einfach zusätzliches Einkommen in den sonst kargen Monaten.
        • Die Partenariati müssen einen festen Prozentsatz ihrer Gewinne weiterhin in die Zunftkassen einbringen. So bleibt die soziale Vorsorge der Zünfte erhalten und wird sogar ausgeweitet.


      4. Die Pachteinnahmen aus den Auktionen gehen an die Krone, ggf. noch an die Provinzräte.


      Allen beteiligten Interessensgruppen bietet dieses System Vorteile:
      Die Bauern gewinnen ein krisensicheres Wintereinkommen und Bildung.
      Die Gesellen gewinnen sozialen Aufstieg und prall gefüllte Zunftkassen für ihre Absicherung.
      Die Zunfteliten gewinnen mehr Arbeitskräfte und können freier wirtschaften.
      Die Provinzen gewinnen finanzielle Mittel für den regionalen Ausbau.


      Hinweis für die SL: In diesem SP geht es explizit nur darum, die Idee zu bewerben! Es geht noch um keine Umsetzung! Dazu würden weitere Schwerpunkte folgen, damit mit dem diesjährigen SP möglichst viel Unterstützung für die Reform generiert wird.
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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  2. #917
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    Wenn es aufgeht klingt es gut.


    @nur simato
    Achtung Spoiler:
    2 entscheidende Punkte fallen mir aber ins Auge:

    1.) Haben Bauern im Winter tatsächlich Zeit über um sich mit Handwerk Geld zu verdienen?
    Ich glaube nicht, dass die in der Zeit bisher Däumchen drehen, gerade in Italien sind die Winter auch gar nicht so kalt.
    2.) Die Zünfte waren ja recht restriktiv um sich Konkurrenz vom Leibe zu halten. Die Handwerksprodukte vom Land sind aber natürlich ebenfalls Konkurrenz. Vielleicht passt es ja wirklich, weil die Zünfte sich nur für die Städte interessieren, aber wenn die ihre Waren bisher auch an die Landbevölkerung verkaufen oder die Waren vom Land dann in die Städte strömen könnte das den Zünften schon sehr missfallen.

    Heißt aber nicht, dass es nicht gehen kann, hat Jon schon etwas dazu gesagt?

  3. #918
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Achtung Spoiler:

    1) Tatsächlich ruht deren Arbeit im Winter überwiegend. Die können sich zwar ums Vieh kümmern, aber eben nicht um die Felder. Grundsätzlich ist meine Bauernschaft aber auch einfach nicht sonderlich ausgeprägt, sodass ich auf dem Land tatsächlich auch erwarte, viel nicht-Bauernvolk für die Handwerksarbeit gewinnen zu können.
    2) Einer der Gründe, warum England/Niederlande im Zuge der Industrialisierung die italienische Wirtschaft derart überflügeln konnten, war, dass das Zunftwesen in Italien zu starr war und man hier hauptsächlich Luxusgüter für die reiche Bevölkerung produziert hat. Einfache Massenware wurde quasi gar nicht gefertigt. Ich würde das spezialisierte Handwerk in der Stadt weiterhin für die Luxusgüter nutzen wollen, aber auf dem Land billige, einfache Waren herstellen wollen, die dann eben auch für die niederen Schichten zu konsumieren wären.
    Die Zünfte schaffen sich hier also keine eigene Konkurrenz, sondern erweitern nur ihr Geschäftsfeld - über günstige Arbeitskräfte, die gleichzeitig ihre Kunden werden. Zudem waren die Zünfte vorallem eine Art sozialer Vorsorgekasse, die über diese Maßnahme eben noch gestärkt würde, weil die Landbevölkerung weiterhin von dieser Vorsorge ausgeschlossen wäre, man aber eben viel mehr Kapital für die eigenen Kassen erwirtschaften würde.

    Jons Rückmeldung zu dem ganzen Vorhaben war bisher mehr als vage, aber tendenziell positiv. Eine echte Antwort dazu bekomme ich bestimmt erst über den SP.
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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  4. #919
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Hast du eigentlich noch irgendne Tochter oder so? Jalpa bräuchte mal langsam ne Frau
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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  5. #920
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    Ich müsste meine Dynastie mal weiterschreiben, kümmere ich mich nächste Woche drum.
    Vom Alter her müsste es aber entweder eine Schwester von Arpad und Zizy oder eine voreheliche Tochter sein.
    Arpad ist ja erst seit 6 Jahren verheiratet, ich weiß in Monarchien war das nicht zwingend ein Hinderungsgrund, aber Kleinkinder verheiraten finde ich stilistisch eher unschön.

  6. #921
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Eine Schwester wäre für mich auch in Ordnung Zizy selber ist ja bereits vergeben, oder?

    Unehelich oder minderjährig klammern wir aber aus
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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  7. #922
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    Spießer
    Ich hatte vor einiger Zeit (als dieses Treffen in Cordoba war) sehr ernsthaft überlegt einen vorehelichen Sohn Arpads namens Ibrahim oder Muhammed einzuführen.
    Ja wird dann eine kleine Schwester von Arpad und Zizy, und ja die ist schon verheiratet (mit Jakob von Rosegg).

  8. #923
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Die könnten sich dann ja bei Jalpas Aufenthalt in Ungarn kennenlernen und dann bringt er das Mäuschen nächstes oder übernächstes Jahr mit nachhause. Ich würde dann wohl einen SP auf die Hochzeit setzen, sofern gerade nichts wichtiges ansteht - da ist vorallem wichtig, wie meine Zunftreform so verläuft.
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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  9. #924
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    Die könnten sich dann ja bei Jalpas Aufenthalt in Ungarn kennenlernen und dann bringt er das Mäuschen nächstes oder übernächstes Jahr mit nachhause.
    Meiner Erfahrung nach sind Balkanfrauen (wobei Ungarn nur teilweise Balkan ist) meist alles andere als Mäuschen.
    Wir können das grundsätzlich so machen, wobei ich noch eine andere Variante für möglich hielte:

    Wie wäre es, wenn wir die Hochzeit in Triest oder Venedig stattfinden ließen und beide einen SP darauf setzen würden. Dann würde das "Mäuschen" auch von Arpad persönlich begleitet werden und vielleicht könnte man so schon mal Italien und Ungarn bei der Bevölkerung der Satrapie beliebter machen.

    Wenn ja sollte man frühzeitig nachfragen, ob man eine Hochzeit dort erlauben würde. Könnte man ja gut mit der halben Strecke (wobei die eher bei Triest als bei Venedig trifft) argumentieren.

    Du kannst das aber auch klassisch in Mailand machen, da würde ich nur wahrscheinlich keinen SP beisteuern und die Reise ist auch immer so weit, weiß nicht ob ich Arpad da wieder schicken würde.

  10. #925
    Held der Arbeiterklasse Avatar von Simato
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    Mailand wäre mir schon ganz lieb. Jalpa dürfte sich über die letzten Jahre ausreichend entfremdet haben
    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
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