Khanat Baiern
Fürsorge
Der Jahresbeginn des Jahres 1716 wurde von der Nahrungsmittelkrise im Süden des Reiches geprägt. Kaiser Manas I. und die Generaloberin stellten daher die Fürsorge für die von der Not am stärksten betroffenen Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns. Aus ihrer Sicht war es Aufgabe aller christlichen Stände, in Zeiten der Bedrängnis Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen und die Lasten der Krise gemeinsam zu tragen.
Zu diesem Zweck wurden mehrere Maßnahmen miteinander verbunden. Die bereits etablierte Luisenwoche sollte mit einem eigens auf die gegenwärtige Lage zugeschnittenen Festspiel erneut verstärkt der Wohltätigkeit dienen und Spenden für die Bedürftigen sammeln. Zugleich wurde die im Vorjahr begründete Kunstsammlung des Münchner Hofes zeitweise gegen freiwillige Beiträge geöffnet, deren Erlöse ebenfalls der Armenfürsorge zugutekommen sollten.
Über die Klosterbothin, den Illustrierten Jahreskalender und weitere Druckwerke ließ die Generaloberin zudem eindringlich an die die Bevölkerung appellieren. Wohlhabende Bürger, Adlige und geistliche Einrichtungen wurden aufgefordert, vorhandene Überschüsse mit den Bedürftigen zu teilen. Dabei sollte nicht allein die praktische Hilfe im Vordergrund stehen, sondern auch die Erinnerung an die christliche Pflicht zur Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
Die Verteilung der durch Spenden beschafften Lebensmittel sowie der Bestände aus dem kaiserlichen Fischkauf erfolgte nach Bedarf über die bewährten Netzwerke der Klöster. In Regionen ohne entsprechende Einrichtungen wurden vergleichbare karitative und kirchliche Strukturen mit dieser Aufgabe betraut, um eine möglichst geordnete und gerechte Versorgung der Betroffenen sicherzustellen.
Kosten: 550 000 S (dazu kommen diverse Beiträge der Reichsstände)
Weiteres:
Khan Manas I. wird dieses Jahr in Mainz gekrönt, die Feierlichkeiten richtet der Pfalzgraf aus. Das fürsorgliche Bild von Manas soll auch bei der Krönung inszeniert werden.
Die 0,8 SR* sichern die Herbergsrouten außerhalb Baierns.
1 LR wird in Pilsen angeworben für den Schutz Baierns.
Der Stift Marienhöhe wird mit 405 000 S gefördert. (3 586 000 S -> 3 991 000 S)
Den Kaufleuten aus Hessen werden Privilegien Stufe 1 , der Hanse Privilegien Stufe II gegen eine Zahlung von 50 000 S bzw 390 000 S verliehen.
Der Schweiz werden ihre Anteile am Fischkauf weitergegeben.
Finanzen:
Steuereinnahmen: 370 000 S
Kloster-Bothin: 22 000 S
Kalender: 28 000 S
Rücklagen vom Vorjahr: 15 000 S
Privilegienverkauf: 440 000 S
Gemeiner Pfennig: 320 000 S
Kreditrückzahlung: 525 000 S
Verfügbar: 1 720 000 S
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Hofhaltung: 450 000 S
Ungarn: 45 000 S
Marienhöhe: 405 000 S
0,8 Regimenter SR*: 150 000 S
0,3 BA IV: 24 000 S
1 LR (Pilsen): 75 000 S
Schwerpunkt: 550 000 S
Summe der Ausgaben: 1 699 000 S
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Neue Rücklagen: 21 000 S