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Thema: Der Mongolensturm - Runde 16 - 1716

  1. #1
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    Der Mongolensturm - Runde 16 - 1716

    Abgabetermin: Dienstag, der 9. Juni um 20.00 Uhr

    Allgemeines

    Die Ernte war 1715 stark unterdurchschnittlich, wurde aber durch eine außergewöhnlich ertragreiche Fischereisaison teilweise aufgefangen. Zudem stellten viele Staaten selbst Getreide zur Verfügung, wofür die Kredite von den Handelsgilden zum Teil vergünstigt wurden. In den ersten Monaten des kommenden Jahres wird sich zeigen, ob überall ausreichend Nahrungsmittel vorhanden sind. Als sicher gelten bislang Brandenburg, Schottland sowie mit gewissen Abstrichen Westfalen, Ungarn und Norwegen.

    Die europaweite Vergabe von Handelsvorrechten veränderte die Handelsströme zum Teil erheblich, blieb manchmal aber auch noch hinter den Erwartungen zurück. Man vermutet, dass gerade weniger erfahrene Kaufleute sich erst auf neue Gelegenheiten einstellen und Kontakte zu Handwerkern und Bauern knüpfen müssen, um Angebot und Nachfrage für bestimmte Waren einschätzen zu können. Dennoch lässt sich bereits jetzt für mehrere Länder vorhersagen, dass sie den Hanseaten und anderen Großhandelskaufleuten nur geringen Widerstand entgegensetzen können. Auf dem westfälischen Symposion war deshalb auch das Verhältnis von Marktkräften zu staatlichen Interventionen ein sehr bedeutendes Thema.

    Die mongolische Welt war in diesem Jahr vom Krieg auf der Arabischen Halbinsel und in den südlichen Provinzen des Fruchtbaren Halbmondes geprägt, der das mächtigste Teilreich stark herausfordert und noch immer nicht beendet worden ist. Die Vorstöße von Beduinen weit in die Satrapien Damaskus und Bagdad hinein schwächte außerdem den Orienthandel über das Rote Meer, während die Seewege nach Amerika mittlerweile wieder frei sind und nun einen deutlichen Aufschwung nahmen. Davor profitierten vor allem die im Amerikahandel tätigen Europäer und natürlich die amerikanischen Hafenstädte, Kaufleute und Plantagenbesitzer. Das Großkhanat Quito konnte sich so in diesem Jahr finanziell wieder stabilisieren, und die irische Handelsfahrt erbrachte beträchtlichen Profit für die Staatskasse.

    Ein weiterer Krieg ist im binnenländischen westafrikanischen Machtbereich des Großkhanats Quito ausgebrochen, wo außerdem auch das südostasiatische Teilreich durch umfangreiche Pfandrechte involviert ist. Die dortige Situation ist weitgehend offen, die Berberstämme der westlichen Sahara haben sich aber offenbar enger miteinander verbündet. Anders als in den Kämpfen auf der Arabischen Halbinsel spielte die religiöse Dimension hier aber anscheinend keine Rolle beim Angriff auf die mongolische Herrschaft.

  2. #2
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    Khanat Ungarn

    Das Bergwerk in den westlichen Karpaten wird planmäßig zu etwa einem Fünftel errichtet und kann bereits die Förderung in einem Teil der Stollen aufnehmen, so dass überraschend sogar bereits im ersten Jahr ein Gewinn ausgezahlt werden kann. Aus Italien kamen bislang aber noch keine Investitionen, weil man den Zehnt scheut, der vom Umsatz erhoben werden soll und damit einen möglichen Gewinn sogar zum Verlust machen könnte. Dieses Risiko ist den Handelshäusern gegenwärtig offenbar noch zu hoch, zumal die verfügbaren Mittel zu einem erheblichen Teil in Staatsanleihen angelegt werden mussten oder für die erwartete Teuerung zurückgehalten worden sind.

    Das Ausbildungsprogramm für junge ungarische Leibeigene wird weiter fortgeführt, und selbst nach dem Ende der Werbungen kommen noch immer Handwerksmeister und erfahrene Gesellen ins Land, was die Sache deutlich beschleunigt.

    Dazu trägt offenbar auch bei, dass zwar weiterhin böhmische und italienische Waren ins Land strömen, die eigentliche Privilegierung der Nachbarn aber endete. Außerdem ist die Nahrungsmittelsituation dank der zum Teil verdeckten staatlichen Ankäufe und des eher niedrigen Lebensstandards verhältnismäßig gut, was durchaus italienische Handwerker anzieht, deren Lohn in ihrer Heimat zu einem größeren Teil für Lebensmittel gebunden bliebe.

    Besonderheiten:
    Die starke militärische Tradition des Landes und die niedrigen Preise im eher armen Ungarn ermöglichen es dem Khan, seine Reiter für 10 S aufzubieten.
    Berittene Söldnerregimenter kosten für Ungarn in Krakau 10000 S weniger als angegeben.
    Ungarn erhält hohe Tribute von mehreren europäischen Staaten und einer Satrapie.


    Herrschaftsgebiet: Entspricht weitgehend dem Gebietsstand Transleithaniens von 1867 (ohne Kroatien-Slawonien und Fiume)
    Vasallen: Kroatien (außer der Küstenregion), Slawonien, Steiermark, Kärnten, Ostslowenien
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 3 300 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Buda, Cluj, Bratislava, Cisleithanien (zusammen mit Böhmen, Baiern, Schwaben und Italien)

    Hauptstadt: Buda
    Hauptresidenz: Buda (Landschloss 4)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Arpad V. (seit 1703, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Arpad IV. (1696-1703, *1657)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Ungarisches Fest mit Reiterspielen
    1703: Bau einer allgemeinbildenden Schule in Buda
    1704: Bau einer Landwirtschaftsschule in Szeged
    1705: Bau eines regionalen Flusshafens in Buda
    1706: Bau einer Gerberei in Szeged
    1707: Förderung des Brunnenbaus im ganzen Khanat
    1708: „Erforschung der Berge“ mit Italien, der Kalmarer Union und der Eidgenossenschaft
    1709: Verbesserung der Ernährungssicherheit im Khanat
    1710: Staatliches Bauprogramm für Handwerksbetriebe und zugehörige Wohnungen
    1711: Landesreise Prinzessin Erzsébets mit ihrem Gemahl Jakob von Rosegg
    1712: Beginn des auf zehn Jahre angelegten Ausbildungsprogramms für Handwerker
    1713: Exploration für ein mögliches Bergwerk in den Westkarpaten
    1714: Vorbereitung eines Montanreviers in Oberungarn
    1715: Bau eines Erzbergwerks bei Dobschau

    Besondere Gebäude:
    Seit 1703: Allgemeinbildende Schule in Buda
    Seit 1704: Landwirtschaftsschule in Szeged
    Seit 1705: Flusshafen in Buda
    Seit 1706: Gerberei in Szeged, 1713 deutlich vergrößert (nun 250 000 S)

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1701-1704: Mittlere Straße zwischen Buda und dem Ostufer des Balaton (20/120 Meilen), danach als einfache Straße fortgeführt (100/120 Meilen)

    Offene Bauprojekte: 1715-17XX Erzbergwerk bei Dobschau (bislang wurden 300 000 S von den geplanten 1 500 000 S investiert)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Khanat Italien (ohne Vasallen), seit 1713 als wechselseitige Handelsprivilegien fortgeführt, 1715 beendet
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen (mit Vasallen), 1715 beendet

    Steuereinnahmen: 410 000 S
    Tributeinnahmen: 150 000 S (Italien), 90 000 S (Satrapie Krakau-Stettin), 60 000 S (Böhmen), 60 000 S (Burgund), 30 000 S (Hessen), 30 000 S (Österreich+Tirol), 25 000 S (Brandenburg), 25 000 S (Westfalen), 15 000 S (Schwaben), 15 000 S (Pfalzgrafschaft bei Rhein)
    Gewinne des Bergwerkes: 6 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 41 200 S (für die Stützung des Getreidepreises verwendet)
    Verbliebene Einlagen der Entschädigungskasse: aufgelöst

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 13%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 50 000 S im Inland (Getreide) zu 12% Sonderzins, insgesamt also 60 000 S, im späteren Jahresverlauf dann nochmals 150 000 S für direkte Getreideankäufe zu 10% Sonderzins, also 165 000 S

    Waffentragende Bevölkerung: 5,4 (effektiv 3,9) Minghan SR (leicht erhöht), 12,9 (effektiv 3,4) Minghan LR (leicht erhöht), 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 2,1 (effektiv 2,1) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter DR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -

    Schiffe (mit dem Heimathafen Genua):
    Schiffe zu Jahresbeginn 1715: 1*150 IV, 9*50 IV
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1715: 1*200 III

    Schiffe am Jahresende 1715: 1*150 IV, 9*50 IV (in den päpstlichen Adriahäfen)
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1715: 1*200 III (im Sommer der NHG übergeben)

    Neubauten (in Italien): -

    Schiffe zu Jahresbeginn 1716: 1*150 IV, 9*50 IV (in den päpstlichen Adriahäfen)
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1716: 1*200 III (bei der NHG in der Ostsee)

    Söldner: -

    Im Felde stehende Einheiten:
    Von den Aufgeboten des Landadels stehen 1,0 Minghan LR seit Jahresbeginn 1701 in der Markgrafschaft Brandenburg und 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702 im Khanat Baiern.
    Seit 1706 stehen zudem 1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR in Italien
    Anfang 1715 wurden wie üblich 6,0 Minghan LR im Inland aufgeboten

    Verluste 1715: -

  3. #3
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    Khanat Böhmen

    Das wissenschaftliche Symposion hatte in diesem Jahr wie erhofft großen Erfolg, weil viele frühere Absolventen sich tatsächlich dazu bereiterklärten, ihre alte Studienstadt wieder aufzusuchen und dort zu sprechen. Man wählte mit den Primzahlen dann auch einen Bereich, der kaum als Konkurrenz zu Bielefeld zu wirken versprach und konnte so die wichtigsten Vertreter des Faches in Europa bei sich begrüßen. Die Universität dürfte mehrere Jahre lang davon zehren und deutlich mehr Studenten anziehen.

    Die feierliche Neueröffnung der Prager Burg bringt den Hochadel des Landes fast vollständig in der Hauptstadt zusammen, was den Einfluss des Monarchen deutlich stärkt und ihm sein Reformprogramm erleichtern dürfte. Man merkt dies beispielsweise auch an einer der Söldnereinheiten, die mittlerweile wieder von Getreuen des Khans befehligt wird.

    Die Handwerkerbank gewann in diesem Jahr große Bedeutung, was auch mit der hohen Nachfrage in Prag zu tun hatte und die heimische Wirtschaft stärkte. Da Böhmen ein Verlierer der vielen Handelsvorrechte ist, war dies von erheblichem Nutzen.

    Der freie Bauernstand wuchs weiter an, obwohl man im Augenblick keine Mittel mehr für die Bauernkasse zur Verfügung stellt. Offenbar ist es Bohuslav gelungen, sein Reformprogramm auf eine sichere Grundlage zu stellen, so dass einige idealistische Khane meist christlicher Konfession bereit sind, dafür Verluste in Kauf zu nehmen. Dazu trägt auch bei, dass der Heilige Vater als Freund der Bauernbefreiung gilt.

    Die Österreicher, die ebenfalls in großer Zahl zur Burgeröffnung kamen, stimmen der Bitte des Khans zu und legen die Entscheidung in seine Hand. Man nimmt aber an, dass Italien davon weit mehr profitieren dürfte als Böhmen und Österreich, weil die wohlhabenden Vasallen des südeuropäischen Khanats zu weit entfernt sind und man dort mit starker Konkurrenz der Meriniden, Galicier, Hellenen und Südfranzosen rechnen muss. Khan Bohuslav könnte sich aber aus politischen Gründen dennoch dafür entscheiden.

    Die Reise nach Burgund fand in diesem Jahr hingegen nur wenige Teilnehmer, weil kaum jemand die Eröffnung der Burg verpassen wollte. Die Delegation wurde aber freundlich begrüßt und konnte sich auch sehr gut präsentieren.

    Hauptproblem dürfte in den ersten Monaten des heraufziehenden Jahres wohl die Teuerung werden, von der Böhmen besonders betroffen ist und die auch die freien Bauern in eine Existenzkrise stürzen könnte.


    Besonderheiten:
    Die vergleichsweise hohen Preise in Prag und der gute innere Zusammenhalt des Landes behindern feindliche Spionagenetzwerke in hohem Maße.
    Die traditionsreiche Universität zieht außergewöhnlich viele bedeutende Wissenschaftler an, was bei einer prachtvollen Hofhaltung zu ansehnlichen Synergieeffekten führt.
    Viele deutsche Adlige und Bürger bewundern den böhmischen Hof und die böhmische Alma Mater, so dass sie ihre Söhne gern dort studieren lassen. Amir I. führte 1695 daher ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm ein, das bei ausreichender Finanzierung zahlreiche vielversprechende Talente nach Prag holen kann.


    Herrschaftsgebiet: Böhmen, Mähren
    Vasallen: Ober- und Niederösterreich
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 710 000 (leicht gesunken)
    Regionen: Prag, Cisleithanien (zusammen mit Ungarn, Baiern, Schwaben und Italien)

    Hauptstadt: Prag (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Prag (Stadtschloss 3, wird gegenwärtig ausgebaut)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Bohuslav I. (seit 1704, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Amir I. (1685-1704, *1644)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einführung des „Bildungsplans II“ nach englischem Vorbild für alle Altersstufen
    1702: Verknüpfung von Hof und Universität zur Förderung der Hochschulbildung
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einführung einer Kollegienverwaltung für die Bursen der Prager Universität
    1705: Einrichtung zweier Botschaften in Debul und Induru
    1706: Einführung von Sonntagsschulen bei den böhmischen Kirchengemeinden
    1707: Förderung der böhmischen Braukunst durch eine bessere Wasserversorgung
    1708: Beginn der Bauernbefreiung
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Auswertung der Indienexpedition durch mehrere Universitätssymposien
    1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
    1712: Gründung eines Chausseeamtes
    1713: Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4 im venezianischen Stil
    1714: Gründung einer „königlich privilegierten Handwerkerbank“
    1715: Mathematisches Symposion in Prag


    Besondere Gebäude:
    1703: Adalberts-Kolleg in Prag (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
    1704: Ludmilla-Kolleg in Prag (an der Moldau vor den Toren der Stadt)
    1706: Kaiser-Benedikt-Kolleg in Prag (am südlichen Stadtrand nahe dem „Milchtor“)
    1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
    1713-1715: Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4


    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1712: Einfache Straße von Brünn bis zur March bei Kostice (66 Meilen)
    1712: Einfache Straße von Wien bis zur Donau bei Pressburg (66 Meilen)

    Offene Bauprojekte: -


    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1705: Botschaften beim Großkhanat Debul und der Föderation von Induru (je 15 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Ungarn, 1715 ausgelaufen
    Seit 1714: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (ab 1716 mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 890 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 640 S
    Einlagen der Bauernkasse: ausgeschöpft
    Einlagen der königlichen Handwerkerbank: 270 000 S (davon 220 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (wissenschaftlicher Fokus; mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Stipendienprogramm (Vorjahr): 30 000 S

    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Ludmilla-, Kaiser-Benedikts- und Adalbertkollegs, 30 000 S für die beiden Botschaften
    Ausgaben während des Jahres: 20 000 S (vom Adel getragen)
    Fällige Kredite: 2 705 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 3 029 600 S

    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,1 (effektiv 2,1) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter DR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan DR (Pilsen),mittlerweile wieder unter dem Kommando treuer Vasallen
    Söldner zur besonderen Verwendung: 1,0 Minghan LR (Pilsen) unter dem Befehl eines engen Vertrauten des Khans (Johann Wenzel von Mitrowitz)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  4. #4
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    Khanat Westfalen

    Das ökonomische Symposion war ein voller Erfolg und brachte bedeutende und bekannte Kaufleute aus ganz Europa zusammen, die sich austauschen oder den Hansebürgermeister einmal persönlich kennenlernen wollten. Dadurch gewinnt Westfalen in dieser Schicht an Bekanntheit und Ansehen und gilt als eine führende wissenschaftliche Nation, was junge, vielversprechende Männer aus dem Bürgertum an den Hof locken dürfte. Auffällig ist bei den Beratungen, dass die meisten Gäste den Austausch diverser Privilegien etwas kritisch beurteilen. Ein Zerfall Europas in Handelsblöcke könne die verhältnismäßig kleinen und armen Länder des Kontinents gegenüber den Mongolen und vor allem den asiatischen Reichen und Föderationen mit ihrem Reichtum und ihren großen Märkten mittel- und langfristig ins Hintertreffen geraten lassen. Es wird aber auch anerkannt, dass man so zusätzliche Gelegenheiten für einheimische Händler schaffe und diese so fördere.

    Die zerbrochene Freundschaft mit Burgund konnte beim Besuch des Alois von Alfeld ein wenig repariert werden, auch wenn die Morde bei Hofe nicht dazu beitrugen, das eher kritische Bild Gents zu verändern.

    Der Straßenbau geht weiterhin gut voran, und es gelingt auch in diesem Jahr, von den Erfolgen der Hanse in Deutschland zu profitieren.

    Dank des zeitweiligen Ausfuhrverbots und einiger diskreter Maßnahmen ist es gelungen, die Nahrungsmittelkrise im Land in Grenzen zu halten, auch wenn man dadurch mit dem Kaiser und den süd- und mitteldeutschen Reichsständen in Konflikt geriet.


    Besonderheiten:

    Dank der Erfahrungen des Khanats mit Geheimdiensten ist es den Westfalen möglich, jedes deutsche Land für 25000 S und jedes andere europäische Reich für 50000 S jährlich intensiv zu beobachten. Die Einrichtung des Geheimdienstes benötigt keinen Schwerpunkt mehr, so dass eine Infiltration jederzeit zum Jahresbeginn aufgenommen werden kann.
    Die politische und wirtschaftliche Nähe zur Hanse, zum Königreich England und zu den burgundischen Ländern lässt das Khanat von den Handelsbeziehungen zwischen diesen Mächten profitieren.


    Herrschaftsgebiet: Westfalen, Drenthe, Overjissel, südliches Niedersachsen,
    Vasallen: Nördliches Niedersachsen, Groningen, Grafschaft Kleve
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 221 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Bielefeld-Enschede, Niedersachsen-Holland (Vasallen, mit der Hanse)

    Hauptstadt: Bielefeld (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Enschede (Stadtbefestigung 1, Stadtschloss 1)
    Wichtige Festungen: Braunschweig (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Friedrich I. (seit 1704, *1687)

    Verstorbene Monarchen: Khan Heinrich I. (1698-1704, *1651)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung von Sonntagsschulen
    1702: Einrichtung von Zuchtgestüten
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einrichtung einer Geschützgießerschule in Braunschweig
    1705: Einführung des „Bildungsplans 05“ nach englisch-böhmischem Vorbild
    1706: Einrichtung eines Priesterseminars in Münster
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Stadt und Land nach dem Vorbild Burgunds
    1708: Festlegung der Fronpflichten nach englischem Vorbild
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Bau eines Flusshafens an der Weser (bei Verden)
    1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1712: Gründung der Westfalenbank für Landwirtschaft und Handwerk
    1713: Einführung des Westfalenliedes
    1714: Große 500-Jahr-Jubiläumsfeier Bielefelds
    1715: Ökonomisches Symposium in Bielefeld

    Besondere Institutionen:
    Achtung Spoiler:
    Seit 1700: Geheimdienst in Bielefeld, im Augenblick nicht aktiv


    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Geschützgießerschule in Braunschweig
    Seit 1706: Priesterseminar in Münster (ähnelt einer Schule)
    Seit 1710: Flusshafen an der Weser (bei Verden)


    Abgeschlossene Bauprojekte:
    Seit 1712: Mittlere Straße zwischen Hannover und Braunschweig (67 Mongolische Meilen)

    Offene Bauprojekte:
    Seit 1713: Mittlere Straße zwischen Hannover und Bielefeld (840 000 S von 109 Meilen bzw. 1 635 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Markgrafschaft Brandenburg
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Deutsche Hanse


    Steuereinnahmen: 990 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 2 642 S, davon wurden 2 500 S für Anwerbeversuche verwendet
    Einlagen der Westfalenbank für Bauern und Handwerker: 300 000 S (davon 300 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 11%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 265 000 S (mit Abgabebonus), davon 5 000 S für ein jährliches ökonomisches Symposium

    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Kredite: -

    Waffentragende Bevölkerung: 1,1 (effektiv 1,1) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 1,7 (effektiv 1,7) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe IV (300 Mann, seit Anfang 1715) + Stufe III (1200 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen, 1000 Mann)

    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: aufgelöst

    Schiffe zu Jahresbeginn 1715: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Schiffe am Jahresende 1715: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Neu erworbene Schiffe: 1*100 III, 10*50 III (Hanse)
    Aufgegebene Schiffe: 12*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1716: 5*100 III, 27*50 III, 10*25 III (Vasallen)

    Söldner: 2,5 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -
    Geändert von Jon Snow (26. Mai 2026 um 13:52 Uhr)

  5. #5
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    Landgrafschaft Hessen

    Die allgemeinbildende Schule in Frankfurt wird gegründet und soll Anfang 1716 ihre Pforten für die erste Schülergeneration öffnen. Dank des zunehmenden Handels in Mitteleuropa ist der Gewinn vieler Handwerker auch des Postdienstes gewachsen, während viele Bauern und die großen Handelshäuser eher mit Verlusten zu kämpfen haben.

    Besonderheiten:
    Der Söldnermarkt Kassel ermöglicht es dem Khan, Truppen zu einem vergünstigten Satz unter Vertrag zu nehmen. Alle Regimenter zu Fuß kosten 10000 S weniger als angegeben.
    Die Messe Frankfurt und die nach der Exilierung vieler Loyalisten geschwächten Zünfte in den Städten des Khanats ermöglichen es dem Khan, in anderen deutschen Ländern jedes Jahr Handwerker durch finanzielle Anreize abzuwerben.
    Die Universität Marburg mit einer sehr angesehenen juristischen Fakultät kann auf Wunsch wirksame „Gefälligkeitsgutachten“ ausstellen, um die Politik des Khans zu untermauern.


    Herrschaftsgebiet: Hessen, Westthüringen, Unterfranken
    Vasallen: Ostthüringen, Sachsen-Leipzig, Nordwürttemberg (etwa die Kreise KÜN, TTB, SHA)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 920 000
    Regionen: Kassel-Frankfurt, Mitteldeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Baiern und Brandenburg)

    Hauptstadt: Marburg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Kassel (Stadtschloss 3)
    Wichtige Festungen: Frankfurt (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Landgraf Shibani I. (seit 1704, *1667)


    Verstorbene Monarchen:
    Kaiser Kebek II. (1668-1701, *1619)
    Landgraf Kebek III. (1701-1704, *1641)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes, Planung einer Kaiser-Kebek-Straße
    1702: Umwandlung des Khanats in die Landgrafschaft Hessen
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Handelsgesandtschaften in die fünf umliegenden Länder und nach Frankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Gründung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild mehrerer anderer Staaten
    1707: Einführung des Kaiser-Kebek-Tages (1. Mai) zur Stärkung der Landeseinheit
    1708: Gründung zweier Universitätskollegien in Marburg nach dem Vorbild Böhmens
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Einrichtung einer Kasse zur besseren Integration der angeworbenen Handwerker
    1711: Aufbau neuer und Stärkung bestehender Zünfte im Land
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der hessischen Häfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und die Handelsschiffe
    1714: Handelsniederlassung (Kontor) in Prag
    1715: Gründung einer allgemeinbildenden Schule in Frankfurt


    Bisherige Rechtsgutachten:
    25. 4. 1703: Feststellung, dass Italien den Landfrieden von Barcelona gebrochen habe
    30. 9. 1708: Feststellung, dass die Kalmarer Union zu bestehen aufgehört habe
    28. 5. 1713: Feststellung, dass die Vermietung von Truppen oder Schiffen ein Land in aller Regel zur Kriegspartei mache und dass Italien durch diese Praxis den Frieden gefährde
    22. 1. 1714: Feststellung, dass Burgund nicht zur Hilfeleistung für Dänemark verpflichtet sei


    Besondere Gebäude:
    Seit 1709: Kaiser-Kebek-Kolleg (Juristen) und Martin-Luther Kolleg (Theologen und Mediziner) in Marburg (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
    Seit 1711: Generaloberin-Hildegard-Kolleg für Studenten aus dem Reich
    Seit 1714: Kontor in Prag
    Seit 1715: Allgemeinbildende Schule 1 in Frankfurt


    Abgeschlossene Bauprojekte: 1702-1709: Mittlere Straße (Kaiser-Kebek-Straße) zwischen Marburg und Kassel (100 Meilen/ 1 500 000 S)

    Offene Bauprojekte: 1710-17XX Mittlere Straße (König-Heinrich-Straße) zwischen Marburg und Fulda (950 000 S von 90 Meilen/ 1 350 000 S)


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), die hessische Teilstrecke verläuft zwischen Frankfurt und Mainz (42 Meilen/ 42 000 S).


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
    Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Steuereinnahmen: 690 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: Ein falscher Schnurrbart eines auffallend feminin wirkenden Geheimrates, der sich Bruder Adelgunderich nannte
    Einnahmen des Postdienstes: 127 000 S
    Sonstige Einnahmen: -
    Einlagen der Handwerkerbank: 400 000 S (davon 400 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S
    Soldkosten: -
    Entrichtete Tribute: 30 000 S (an Ungarn)
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 42 000 S
    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Kaiser-Kebek- und des Martin-Luther-Kollegs sowie des neuen Generaloberin-Hildegard-Kollegs
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: Kredit bei der Eidgenossenschaft über 150 000 S zu 10% Zinsen, insgesamt also 165 000 S
    Kreditzinssatz: 12%


    Waffentragende Bevölkerung: 0,2 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,9 (effektiv 0,9) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
    Schiffsproduktion: -


    Geschütze: -
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Regimenter LR (Kassel) zur Banditenbekämpfung

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  6. #6
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    Khanat Baiern

    Die neue, geschmackvoll angelegte Kunstsammlung wirkt in Baiern besonders stark auf die Gäste und Mitarbeiter des Khanats, da man mit dem Illustrierten Jahreskalender, der Musik weltlicher und geistlicher Art, der Märchensammlung und dem Stift Marienhöhe bereits in diese Richtung gewirkt hat und über ungewöhnlich viele kunstsinnige Personen beiderlei Geschlechts verfügen kann. Dadurch gelingt es, besonders viele kreative Kräfte aus dem deutschsprachigen Raum und in geringerem Maße auch aus ganz Europa und einigen Satrapien des Großkhanats Dagomys anzuziehen. Auch das Stift wurde diesmal von außergewöhnlich vielen Interessentinnen mit Geldmitteln bedacht.

    Die zweite Besteigung des Großkönigs durch bairische Ordensschwestern misslang diesmal unter etwas dramatischeren Umständen, doch der Zusammenhalt der Frauen erwies sich erneut als herausragend. Der Tod einer Ordensfrau und einer Führerin wird aber von den meisten Äbtissinnen und vielen Klerikern zum Anlass genommen, das Projekt wegen des damit verbundenen Mutwillens stark anzufragen. Dabei zeigt sich aber, dass die Ideen Hildegards von Oberalteich bereits gefruchtet haben, denn die Kritik entzündet sich in nahezu allen Fällen am Ordensdienst und nicht am Geschlecht der Alpinistinnen. Eine gewisse Gleichstellung von Frau und Mann ist also auch bei den Gegnern des Projekts angekommen.

    Der gemeinschaftliche Gesang als tragendes Element der Liturgie wurde nun auch von den bairischen Bischöfen teilweise akzeptiert. Am weitesten kam der Augsburger Bischof Josef, der die oftmals nach galicischem Vorbild als „bairischen Ritus“ bezeichnete Reform auch in den Pfarrgemeinden zuließ. Die übrigen Bischöfe der Mainzer Kirchenprovinz akzeptierten die neue Art des Gottesdienstes zumindest für die bairischen Benediktinerabteien, zumal Erzbischof Konrad von Mainz der Generaloberin aus politischen Gründen entgegenkam. Eichstätt, Würzburg und Konstanz stellen es ihren Priestern aber frei, die Messe auf die „neuw Art und Weis“ zu feiern. Widerstand kommt hingegen aus dem Osten, wo der fromme, selbstbewusste Erzbischof Ansgar von Salzburg die Bischöfe von Regensburg, Freising, Passau und Brixen anwies, die Reform nicht zuzulassen und sich dabei auf die Unterstützung zahlreicher bairischer und österreichischer Adliger berufen kann.

    Wirtschaftlich setzte sich der Umbau des Landes fort, so dass die Klöster weiter an Einfluss gewannen. Allerdings hat man in diesem schwachen Erntejahr vermehrt mit Banditen zu kämpfen, die einige Wege fast unpassierbar werden ließen.

    Der verstorbene Kaiser wird im Land aufrichtig betrauert und von allen Ständen des Volkes feierlich in München beigesetzt.

    Besonderheiten:

    Das Khanat verfügt über eigene SI-Einheiten, die von den Klöstern ausgerüstet werden.
    Das bairische Kunsthandwerk gilt als außergewöhnlich vielfältig und relativ krisensicher.
    Die Bildung der Jugend erfolgt fast ausschließlich an lokalen Klosterschulen für Mädchen oder Knaben. Im Land können daher sehr viele Menschen lesen und schreiben.
    Der künstlerisch hochstehende Hof in München zieht besonders viele kreative Kräfte aus dem deutschsprachigen Raum und in geringerem Maße auch aus ganz Europa und einigen Satrapien im Westen des Großkhanats Dagomys an


    Herrschaftsgebiet: Ober- und Niederbayern, Salzburg, Schwaben, Oberpfalz, Mittelfranken
    Vasallen: Oberfranken, Südwestsachsen (Plauen-Freiberg), Osttirol (Innsbruck-Hochfilzen)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 910 000 (leicht gesunken)
    Regionen: München-Chiemsee, Mitteldeutschland (Vasallen-Nord, zusammen mit Brandenburg und Hessen), Cisleithanien (Vasallen-Süd, zusammen mit Italien, Schwaben, Böhmen und Ungarn)

    Hauptstadt: München
    Hauptresidenz: Abtei Frauenchiemsee (Klosteranlage 6)
    Wichtige Festungen: Landshut (3)


    Staatsoberhaupt (repräsentatives Wahlamt): Kaiser/Khan Manas I. (seit 1715, *1659)
    Bairische Generaloberin (Spielfigur): Mutter Hildegard von Oberalteich (seit 1707, *1638)

    Verstorbene Khane und Generaloberinnen:
    Mutter Adelburga Maria (1694-1707, *1622)
    Kaiser Benedikt I. (1692/1701-1715, *1645)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ratgeber für selbstbewusste Frauen
    1702: Reichssynode in Herrenchiemsee
    1703: Federführende Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Veröffentlichung der Märchensammlung „Zwölf Nächte“ aus dem Kloster Mallersdorf
    1705: Einführung einer bairischen Hofmusik aus sakralen und weltlichen Elementen
    1706: Gründung der „Kloster-Bothin“, einer religiös-politischen Sonntagszeitung
    1707: Feier der „Luisenwoche“, einem lebendigen Festspiel mit Spendengalacharakter
    1708: Baubeginn des „Stifts Marienhöhe“, einer luxuriösen Siedlung für wohlhabende Frauen bei München
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Erstmalige Herausgabe des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“
    1711: Chiemseer Ordenstagung zur Stärkung der weiblichen Konvente im Reich
    1712: Bau eines Gasthauses beim Stift Marienhöhe als Vorbild für Herbergen, die gezielt reisenden Frauen offenstehen sollen
    1713: Stärkung des gemeinschaftlichen Gesanges als tragendes Element der Liturgie
    1714: Besteigung des Großkönigs durch bairische Ordensschwestern
    1715: Einrichtung einer großen Kunstsammlung in München


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (mit Vasallen)
    Seit 1711: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)

    Besondere Bauwerke:
    Seit 1712: Gasthaus beim Stift Marienhöhe (100 000 S)

    Offene Bauprojekte:
    Stift Marienhöhe (3 366 000 S + 220 000 S)

    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon verläuft die hessische Teilstrecke von Frankfurt bis Mainz (42 Meilen/ 42 000 S), die pfälzische Teilstrecke zwischen Mainz und Haidach (175 Meilen/ 175 000 S) und die schwäbische Teilstrecke zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen/ 47 000 S); wird von den jeweiligen Reichsständen unterhalten


    Steuereinnahmen: 370 000 S
    Gewinne der „Kloster-Bothin“: 22 000 S
    Gewinne des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: 28 000 S
    Einnahmen aus dem Gemeinen Pfennig (Kaiserreich): 320 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 15 000 S (20 000 S von den 435 000 S gingen an die Klöster, im Herbst wurden dann 400 000 S für den Ankauf von Nahrungsmitteln verwendet)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 450 000 S (mit Abgabebonus)
    Sonderzahlungen: -
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: 20 000 S an verschiedene Klöster zur Armenspeisung
    Verluste der „Kloster-Bothin“: -
    Verluste des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: -
    Fällige Kredite: -


    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 6,3 (effektiv 6,3) Regimenter SI (leicht erhöht), 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI (leicht gesunken)
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -
    Schiffe: -

    Söldner:
    0,8 Minghan SR* (Krakau/München), Sicherung der Herbergsrouten außerhalb Baierns

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  7. #7
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    Markgrafschaft Brandenburg

    Es gelingt dem jungen Markgrafen Friedrich August dank seiner klugen Vorbereitungen, alle bei Klerus, Adel und Volk aufkommenden Vorbehalte gegen die Domänenkammern im Lauf des Jahres zu überwinden. Wie erhofft kann man zudem besonders viele Absolventen der Universität Rostock in den Dienst der neuen Behörde übernehmen, meist Juristen oder (seltener) Theologen, die den Zölibat oder den Gemeindedienst scheuen. Damit kann Brandenburg als erstes Land eine vom Hofetat vollständig getrennte, professionelle Verwaltung aufbauen, die vorwiegend bürgerliche Akademiker beschäftigt. Die Domänenkammern würden aber einen eigenen Etat im Jahreszug benötigen.

    Bei der Flachsverarbeitung achtete man in diesem Jahr auf Wunsch Friedrich Augusts darauf, möglichst wenig nutzbares Land zu verschwenden. Zudem wurde die Produktion von im Inland verkauften Produkten gestärkt, da es eher um Autarkie als um Export gehen soll.

    Die Straße zwischen Berlin und Stettin wurde fertiggestellt und stärkt den Handel mit der finnischen Vasallenstadt und den mongolischen Ostseehäfen deutlich, auch wenn dies zunächst vorwiegend den Hanseaten nutzt.

    Der Einfluss des Markgrafen im Adel ist leicht gewachsen, so dass dieser Stand vielleicht bereit wäre, eine Verlegung der Residenz mitzutragen. Man hat auch die Hauptverwaltung der Domänenkammern nach Berlin vergeben, um dem Willen Friedrich Augusts Nachdruck zu verleihen. Es wäre aber wohl eine geeignete Residenz oder ein Stadtschloss dafür nötig.

    Das 50-Mann-Schiff konnte vergeben werden, während das Kriegsschiff nicht benötigt wurde. Man schlägt auch vor, in diesem Bereich erst einmal eine Pause zu machen, da mittlerweile die Unterhaltskosten für Handelshäuser immer stärker zu Buche schlagen. Immerhin verliert man im Ostseehandel zunehmend Marktanteile an die Hanseaten, wodurch die Bezahlung der moderneren, aber teureren Schiffe erschwert wird.

    Im Inland ist die Sicherheitslage wieder gewachsen, nachdem die Ordensritter und auch die Verbündeten Dänemarks zurückgekehrt sind. Es besteht aber noch immer ein erhebliches Misstrauen zwischen den Rittern und ihren früheren Gegnern und zudem eine große und vielfach spürbare Unruhe unter den „altnordischen“ Heiden des Landes. Dagegen konnte dank des raschen Handelns von Markgraf Friedrich August – der schon seit Jahren als „der Flinke“ bezeichnet wird – eine Brotteuerung vermieden werden, da man als erstes Land im Norden in größerem Stil Nahrungsmittel aufkaufte.

    Besonderheiten:

    Die Markgrafschaft hat aufgrund eines Vertrages Albrechts III., der unter Albrecht IV. im Jahr 1702 stark abgewandelt wurde, Anspruch auf Subsidien aus der Satrapie Krakau in Höhe von 90000 S zuzüglich eines Anteils der Zolleinnahmen aus dem Handel zwischen Krakau und der Region Stettin (natürlich zu Lasten von Krakau, nicht von Finnland), der abhängig vom Handelsvolumen zwischen 10000 S und 60000 S beträgt.
    Die Universität Rostock bildet besonders gute Verwaltungskräfte für den Hofdienst aus.
    Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr drei Schiffe zum Normalpreis bauen lassen; Seit Anfang 1712 abgeändert in: Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr Schiffe für insgesamt 250 Mann Gesamtgröße bauen lassen, ihre Zahl spielt keine Rolle mehr.
    Seit der Thronbesteigung Friedrich Augusts I. ist der Hof „spartanisch“ ausgerichtet und zieht daher deutlich mehr Männer mit militärischem Hintergrund an als üblich.
    Die Markgrafschaft hat seit 1715/16 mit den Domänenkammern eine eigene, vom Hofetat unabhängige Verwaltung


    Herrschaftsgebiet: Brandenburg, Mecklenburg, Schleswig, Holstein, Sachsen-Anhalt
    Vasallen: Ostsachsen (Freiberg-Görlitz)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 770 000
    Regionen: Schwerin-Berlin, Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit der Hanse und der Kalmarer Union), Mitteldeutschland (zusammen mit Baiern und Hessen)

    Hauptstadt: Berlin
    Hauptresidenz: Schwerin (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Markgraf Friedrich August I. der Flinke (seit 1711, *1680)

    Verstorbene Monarchen: Markgraf Albrecht IV. (1688-1711, *1651)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Vorbereitung einer Balleigründung des Deutschen Ordens als Wirtschaftsförderung
    1702: Diplomatische Gesandtschaft nach Krakau
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau eines Handelspostens in Narwa
    1705: Einrichtung zweier Kollegien für die Universität Rostock
    1706: Einführung eines Branntweinmonopols (seit 1708/09 verpachtet)
    1707: Einrichtung der „Sid-Kasse“ zur Unterstützung bedürftiger Familien
    1708: Ausbau des Ostseehafens zu Wismar (von Stufe 1 auf Stufe 3)
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Einführung einer Studienkasse für vielversprechende Studenten
    1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1712: „Spartanische“ Hof- und Staatsführung
    1713: Systematische Einführung des Flachsanbaus im Land
    1714: Verbesserung der Flachsverarbeitung für Textilien
    1715: Einführung markgräflicher Domänenkammern


    Besondere Gebäude:
    1705: „Heiliger-Großkhan-Putraq-Kolleg“ und „Kaiser-Kebek-Kolleg“ in Rostock
    1706: „Mutter-Adelburga-Maria-Kolleg“ in Rostock
    1707: Handelsposten (Kontor) 1 in Narwa

    Abgeschlossene Bauprojekte
    Mittlere Straße zwischen Berlin und Stettin (142 Mongolische Meilen/ 2 130 000 S)

    Offene Bauprojekte:
    1708-17XX: Handelshafen in Wismar (Vergrößerung um zwei Stufen, 850 000 S/ 3 000 000 S, 1714 schließlich auf eine Stufe Vergrößerung reduziert, 925 000 S/ 1 500 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Großfürstentum Finnland
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (ohne Vasallen)
    Seit 1715: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 im Königreich Dänemark (ohne Vasallen)


    Steuereinnahmen: 290 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Handelseinnahmen: -
    Einnahmen aus dem Branntweinmonopol: 25 000 S
    Subsidien aus der Satrapie Krakau: 110 000 S
    Einlagen der Sid-Kasse: ausgeschöpft
    Einlagen der Studienkasse: 2 500 S
    Nicht verwendete Mittel: -
    Vergebene Kredite:
    158 200 S an den deutschen Orden zu 6% Zinsen, insgesamt also 167 692 S (korrigiert)
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -


    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 180 000 S (seit 1712 „spartanische“ Ausrichtung, mit Abgabebonus)
    Aufwendungen für die Domänenkammern (Vorjahr): 100 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S Verwaltungskosten für die drei Kollegien
    Ausgaben während des Jahres:
    Fällige Kredite: 100 000 S im Inland zu 11% (vermindert, Getreide), insgesamt also 111 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 2,0) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,5) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,5 (effektiv 1,5) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II im Land (500 Mann), zusätzlich Stufe IV in Narwa (250 Mann pro Jahr)

    Geschütze: -

    Schiffe Anfang 1715: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe: 1*50 IV, zu Jahresbeginn an Kaufleute übergeben

    Schiffe zum Jahresende 1715: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe: -

    Neubauten: -

    Schiffe Anfang 1716: 1*200 IV, 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe: -

    Söldner: 0,5 Minghan LR (Kassel)
    Im Land stehende Truppen verbündeter Länder: 1,0 Minghan LR aus dem Khanat Ungarn

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  8. #8
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    Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Die Investitionen in die Zoll- und Hafenverwaltung am Rhein erweisen sich als besonders effektiv, weil man noch stärker als Hessen von einem einzelnen Fluss abhängt und diesen nunmehr besser für die Staatskasse nutzen kann. Dies sollte in den nächsten Jahren zu steigenden Einnahmen aus dem Handel führen.

    Die Bemühungen des Pfalzgrafen, das kleine Land zu einer „Handelsdrehscheibe“ zu machen, werden allgemein anerkannt. Dabei nutzt die zusätzliche Präsenz in Frankfurt und Paris, in diesem Jahr aber anscheinend sogar noch stärker der intensive Privilegienaustausch mit mehreren Nachbarstaaten. Die Stapelrechte könnten aber an Bedeutung verlieren, wenn Deutschland und Westeuropa immer stärker in konkurrierende Handelsblöcke aufgeteilt werden, wie es gegenwärtig möglich erscheint. Die Teilnehmer am Handelssymposion vertreten überdies eher die Position, dass das freie Spiel der Käfte vorteilhafter sei.

    Das Korrespondentennetzwerk kann seine Verluste etwas reduzieren, als es im Lauf des Jahres mit dem Verkauf von Handelsinformationen beginnt. Auch Klatschgeschichten werden an die pfälzischen Zeitungen und den französischen Mercure verkauft, wobei mehrfach der kaiserliche Schutzbrief als Türöffner wirkt. Man vermutet, dass in einigen Jahren sogar Gewinne möglich wären. Besonders gegenüber Hessen und Westfalen kann man dank des Vorkaufsrechtes zudem Vorteile erzielen, während die Hanseaten mit ihrer eigenen Zeitung weniger stark auf die Pfalz angewiesen sind.

    In Burgund wurde Balduin I. freundlich empfangen. Besonders die kaisertreue Fraktion war von seiner Anwesenheit erfreut, doch auch die „Königstreuen“ halten ihn offenbar für einen gerechten und verlässlichen Mann, der nichts mit den Morden zu tun hat.

    Kritischer entwickelten sich leider die Brotpreise, die um den Jahreswechsel herum gerade in den Handelsstädten ein europaweit nur selten übertroffenes Niveau erreicht haben und es einfachen Leuten bereits im Januar erschweren dürften, sich ausreichend zu versorgen.


    Besonderheiten:

    Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
    Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
    Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
    Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.


    Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
    Vasallen: Erzbistum Mainz
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 850 000 (leicht gesunken)
    Regionen: Heidelberg-Mannheim, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit der Eidgenossenschaft, Schwaben und Burgund)

    Hauptstadt: Heidelberg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Heidelberg (Stadtschloss 4)
    Wichtige Festungen: Speyer (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Pfalzgraf und Reichserztruchsess Balduin I. (seit 1684, *1647)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
    1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim
    1706: Einführung eines pfalzgräflichen Korrespondentennetzwerks unter kaiserlichem Schutz
    1707: Rundreise des Pfalzgrafen durch die ländlichen Regionen
    1708: Gründung einer Landwirtschaftsbank
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft nach englischem und westfälischem Vorbild
    1711: Ritterkasse zur Unterstützung von Adelsgeschlechtern, die in Not geraten sind
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Organisation eines Bierfestes auf dem Gut der Heidelberger Adelsfamilie Wolfhausen
    1714: Förderung verschiedener Zeitungen im Land
    1715: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der Rheinhäfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und Zollbehörden

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    Ende 1707: Mittlere Straße zwischen Heidelberg und Mannheim (20 Mongolische Meilen/ 300 000 S)
    Ende 1712: Mittlere Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken (131 Mongolische Meilen/ 1 965 000 S)

    Offene Bauprojekte: -


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon reicht die pfälzische Teilstrecke von Mainz bis Haidach (175 Meilen/ 175 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen (mit Vasallen)
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
    Seit 1711: Einseitige Privilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
    Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
    Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 770 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 3 000 S
    Einnahmen des Postdienstes: 112 000 S
    Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: keine
    Rücklagen der Ritternothilfe: 6 000 S
    Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 430 000 S (davon 380 000 S verliehen)
    Einlagen der pfalzgräflichen Landwirtschaftsbank: 430 000 S (davon 430 000 S verliehen)
    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%


    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
    Verluste des Korrespondentennetzwerks: 42 000 S
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 175 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 11 000 S
    Fällige Kredite: 1 275 000 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 1 402 500 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 4,7 (effektiv 4,7) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann, 1710 um 500 Mann erhöht)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III

    Schiffe: -

    Söldner:
    1,0 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  9. #9
    Zurück im Norden
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    Herzogtum Schwaben

    Die außerordentlich gut vorbereitete Rundreise des Herzogs führt ihn in diesem Jahr in alle wichtigen Städte seines Landes, wobei man auf dem Rückweg noch Münsingen auf der Alb mit einem Besuch beehren möchte. Der Doppelschwerpunkt sorgte für eine noch bessere Verwaltungseffizienz, da der Herzog persönlich Missstände abstellen seine Präsenz zeigen konnte. Zudem wächst sein Ansehen bei den Ständen und damit auf dem Landtag wie bei der alltäglichen Regierungarbeit auch seine Durchsetzungskraft.

    Die Briefpostlinie verbucht in diesem Jahr höhere Einnahmen, und anders als einige andere Länder scheint Schwaben nicht zu stark von der Hanse übermannt zu werden, sondern die eigene Wirtschaftskraft erhalten zu können. Man vermutet inzwischen, dass dies mit der besonderen Ausrichtung der handwerklich aktiven Bauern zu tun haben könnte. Die mit Eidgenossenschaft und Pfalzgrafschaft vereinbarten Privilegien wirken sich vorteilhaft für alle Seiten aus, während man den Italienhandel kaum nutzen kann. Die Vasallen hatten sich diesem Austausch sogar von vornherein verweigert, weil sie die Konkurrenz der Handwerker aus dem Süden fürchteten. Die meisten Ständevertreter in Südschwaben bitten den Herzog daher, diese Privilegien zu überdenken.

    Die verschiedenen Dienste kooperieren weiterhin zum Nutzen des ganzen Landes und waren auch an der reibungslosen Reiseplanung dieses Jahres beteiligt. Anders als in der Pfalz blieb der Getreidepreis zum Jahreswechsel weitgehend stabil, was vielleicht mit der Freigabe des Handels im Bistum Konstanz und der verhältnismäßig guten Ernte in Oberschwaben zu tun haben könnte.


    Besonderheiten:
    Die Erfahrung der Tiroler Invasion motivierte viele Stadtbürger dazu, ihre Heimat besser zu schützen. In Schwaben haben Festungsgeschütze immer die Wirkung der nächsthöheren Technologiestufe.
    Die Universität Tübingen hat eine gegenüber dem Heiligen Stuhl sehr kritische Fakultät für Theologie. Dadurch haben die württembergischen Pfarrer ein starkes Heimatgefühl und werden in Konfliktfällen häufiger die Position des Herzogs stärken.
    Da viele schwäbische Bauern nur wenig Land besitzen und lange mit wechselnden Gesetzen zum Erbrecht umgehen mussten, arbeiten sie häufig zusätzlich im Auftrag reicher örtlicher Handwerker. Die Bauern tragen dadurch erheblich zur Handwerksproduktion bei.
    Herzog Konrad V. hat in den nächsten 13 Jahren (1714-1726) eine außergewöhnlich hohe Durchsetzungskraft bei allen Ständen des Landes


    Herrschaftsgebiet: Württemberg (ohne den hessischen Norden und den Kreis Konstanz)
    Vasallen: Südbaden, Kreis Lindau, Vorarlberg, Westtirol (St. Anton – Völs)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 910 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Stuttgart-Urach (mit Ulm), Cisleithanien (südöstliche Vasallen, zusammen mit Italien, Ungarn, Böhmen und Baiern), Südwestdeutschland (südwestliche Vasallen, zusammen mit der Eidgenossenschaft, der Pfalzgrafschaft und Burgund)


    Hauptstadt: Stuttgart
    Hauptresidenz: Urach (Stadtbefestigung 2, Burgschloss 2)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Konrad V. (seit 1713, *1675)

    Verstorbene Monarchen:
    Herzog Ulrich I. (1684-1705, *1647)
    Herzog Eberhard III. (1705-1713, *1670)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Landesreise des Herzogs durch alle Regionen Schwabens
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einführung einer Handwerkerkasse
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Einführung eines fahrenden Richterdienstes im Auftrag des Herzogs
    1707: Bau mehrerer kleiner Bibliotheken in den Landstädten des Herzogtums
    1708: „Reformation“ der Leibeigenschaft
    1709: Einführung von Sonntagsschulen nach westfälischem Vorbild
    1710: Einführung eines fahrenden „Heilerdienstes“
    1711: Kein Schwerpunkt – Stärkung der Hofverwaltung durch persönliche Anwesenheit des Königs
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Gründung eines herzoglichen Waisenhauses in Stuttgart
    1714: Rundreise des neuen Herzogs Konrad V. (Vorbereitung)
    1715: Rundreise des neuen Herzogs Konrad V. (Durchführung)


    Besondere Gebäude:
    Seit 1707: Kommunale Bibliotheken (15 000 S) in drei Kleinstädten des Herzogtums, 1708 durch weitere acht Bibliotheken (15 000 S) ergänzt, seit 1709 jährlich mit 35 000 S alimentiert (siehe Hofetat).
    Seit 1713: Herzogliches Waisenhaus in Stuttgart (50 000 S, 25% Unterhaltskosten), seit 1715 zwei Waisenhäuser in Stuttgart und Urach (100 000 S, insgesamt 20 000 S Unterhaltskosten)

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1705/06: Mittlere Straße von Urach nach Ulm (60 Mongolische Meilen)

    Offene Bauprojekte: -


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S); die schwäbische Teilstrecke verläuft zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen / 47 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)
    Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft (mit Vasallen)
    Seit 1715: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (ohne Vasallen)


    Steuereinnahmen: 640 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 8 000 S
    Einnahmen des Postdienstes 1715: 58 000 S
    Einlagen der Handwerkerkasse: 405 000 S (davon 405 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus),
    Weitere laufende Ausgaben: 40 000 S für den fahrenden Richterdienst und seine Ausbildung, 20 000 S für den wandernden Heilerdienst, 10 000 S für die effektivere Gutsverwaltung der herzoglichen Liegenschaften, 35 000 S für die kleinstädtischen Bibliotheken sowie 20 000 S für die beiden herzoglichen Waisenhäuser
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 47 000 S
    Soldkosten: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: Inlandskredit über 1 300 000 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 1 456 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 3,2 (effektiv 3,2) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter DR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (1000 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Pilsen)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  10. #10
    Zurück im Norden
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    Schweizerische Eidgenossenschaft

    Die Manufaktur für Metallurgie wird mit Hilfe italienischer und mongolischer Fachleute ohne Schwierigkeiten eingerichtet und wird sich bemühen, langfristig zu wirken und möglichst viel Wissen aus verschiedenen Weltgegenden einzubeziehen.

    Auch andere Projekte gehen reibungslos voran: Die Baumaßnahmen an der Prachtchausssee werden fortgeführt, die verschiedenen Sonderbudgets verteilt und die Privilegien mit drei Nachbarländern trotz einiger Einwände örtlicher Handelsgilden durchgesetzt. Bislang ist allerdings – vielleicht auch wegen der eher schwachen Ernte – nur ein geringer Effekt zu vermelden. Allerdings ist etwas mehr Falschgeld aus Italien ins Land gekommen, wie es scheint.

    Eine sehr kritische Entwicklung ergab sich auf dem Gebiet der Nahrungsmittelversorgung, zumal Italien und Burgund trotz der Missernte noch Getreide aus einigen westlichen und südwestlichen Kantonen importieren, da die Gewinne dort höher ausfallen.


    Besonderheiten:

    Der bedeutende Söldnermarkt des Landes untersteht der Kontrolle der Kantone. Wenn die Bundesversammlung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit ausruft, können bis zu fünf Regimenter jeder vorhandenen Waffengattung nach den üblichen Regeln rekrutiert werden.
    Die Eidgenossenschaft erkennt als letztes mitteleuropäisches Land den Großkhan als ihren Oberherrn an. Sie kann daher aus Dagomys vergünstigte Kredite abrufen.
    Als Gegenleistung für die Solddienste der Eidgenossen stellt der Söldnermarkt Kiew den Schweizern bis zu vier Minghan LR zum halben Preis zur Verfügung.

    Herrschaftsgebiet: Schweiz, Liechtenstein, Oberelsass
    Vasallen: Aostatal, Bistum Konstanz, Nordostsavoyen
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 100 000 (leicht gesunken)
    Regionen: Schweiz, Südwestdeutschland (Bistum Konstanz, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und Burgund), Südfrankreich-Savoyen (südwestliche Vasallen, zusammen mit Frankreich)


    Hauptstadt: Keine
    Bundesstadt mit mongolischem Residenten: Bern (Stadtbefestigung I)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Bundesammann Jakob Escher (seit 1711, *1651)

    Verstorbene Staatsoberhäupter:
    Bundesammann Samuel Frisching (1698-1712, *1638)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schweizerische Fest- und Wettkampfspiele (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Einrichtung des Schweizer Verwaltungsamtes (1704 zur Schule umgewidmet)
    1704: Gründung der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk in Zürich
    1705: Professionalisierung der Schweizerischen Fest- und Wettkampfspiele (künftig alle fünf Jahre geplant)
    1706: Einrichtung einer Botschaft in Dagomys
    1707: Umfassende gesamteidgenössische Bildungsreform
    1708: „Erforschung der Berge“ mit Ungarn, Italien und der Kalmarer Union
    1709: Literarisches Programm und „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
    1710: „Rösti“ – Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion
    1711: Reform der Unterrichtsmethoden in der Eidgenossenschaft
    1712: Collegium Metaphysicum zum geistigen Austausch und zur Pflege der Vernunft
    1713: Gründung einer Realschule in Zürich
    1714: Gründung eines Instituts für Metallurgie
    1715: Gründung einer Metallmanufaktur


    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Verwaltungsschule in Bern
    Seit 1709: „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
    Seit 1714: Realschule in Zürich
    Seit 1714: Institut für Metallurgie in Lugano (in der Größe einer Schule)
    Seit 1715: Metallmanufaktur in Lugano (250 000 S)

    Abgeschlossene Bauprojekte (1703-1713): Prachtchaussee zwischen Bern und Zürich (130 Mongolische Meilen/ 3 550 000 S)

    Offene Bauprojekte (1713-17XX):
    Prachtchaussee zwischen Bern und Zürich (500 000 S / 2 475 000 S)


    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1706: Botschaft beim Großkhanat Dagomys (25 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)
    Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben (mit Vasallen)
    Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 470 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 153 265 S, davon wurden 45 000 S für das zweite Söldnerminghan und der Rest für den Ankauf von Nahrungsmitteln verwendet
    Einlagen der der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk: 450 000 S (davon 380 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 8% (aus Dagomys, reduziert)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 25 000 S (Botschaft in Dagomys)
    Ausgaben während des Jahres: -

    Aufgenommene Kredite (zu 8% Zinsen aus Dagomys): 27 037 000 S (mit Zinsen 28 761 160 S)
    Vergebene Kredite (zu 10% Zinsen): 27 037 000 S (mit Zinsen 29 192 200 S)
    Gewinne aus dem Kreditgeschäft: 431 040 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 10,6 (effektiv 10,6) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote: 0,3 Minghan (effektiv 0,3) LR, 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III

    Schiffe: -

    Söldner:
    1,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt), im Herbst auf 2,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt) erhöht

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  11. #11
    Zurück im Norden
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    Deutsche Hanse

    Die Einrichtung diplomatischer Gesandtschaften gilt als kluge Idee, da die Hanse in vielen Städten Europas bereits aktiv ist und sich auch weltweit nicht zu verstecken braucht. Für Cordoba wäre eine Botschaft statt eines Konsulats sinnvoll, da es sich um die Residenz und Hauptstadt eines Landes handelt.

    Die Handelsprivilegien haben weiterhin einen guten Effekt, man weist aber darauf hin, dass selbst die Hansekaufleute mit ihren großen Fähigkeiten auf einen entsprechenden Markt, eine ausreichende Infrastruktur und verfügbares Kapital angewiesen sind. Vorrechte sind also möglicherweise nicht besonders nutzbringend, ohne dass sie gleich vergessen worden wären. Im Kalifat und in geringerem Maße auch im weltlichen Herrschaftsgebiet des Heiligen Stuhls konnte man jedenfalls reüssieren.

    Die Zurschaustellung von Waren konnte leider nicht als Teil des Schwerpunktes erfolgen, war aber dennoch von Erfolg gekrönt. Auch auf dem Symposion in Bielefeld nahm Baur breiten Raum ein. Es gilt dennoch eher als umstritten, ob es einen solchen Effekt wirklich gibt. Die Übergabe zusätzlicher Pflichten an die Kommunen bei dort eher sinkender Steuerkraft in diesem Jahr lassen eher das Gegenteil vermuten, was man auch an den etwas kleiner werdenden Geschützregimentern sieht. Man fürchtet, dass wohlhabende Familien wachsende Gewinne nicht in jedem Fall für die Gemeinschaft nutzbar machen.


    Besonderheiten:
    Der Städtebund hat zahlreiche Handelsprivilegien im mongolischen Ostseeraum und in den drei nordischen Königreichen dauerhaft vertraglich vereinbart.
    Jede Hansestadt unterhält auf eigene Kosten zwischen 0,5 und 2,5 Reg. Festungsartillerie, ab 1715 noch zwischen 0,4 und 2,5 Regimenter.
    Der Bürgermeister von Lübeck bekleidet stets einen unbetitelten mongolischen Adelsrang.
    Die Hanseflotte kämpft wegen ihrer besonderen Archivierung aktueller Konstruktionspläne in den nächsten zwölf Jahren (1713-1724) mit einem zusätzlichen Vorteil gegen Schiffe der Stufe III Schwedens, Dänemarks, Norwegens, des Deutschen Ordens, Englands, Burgunds, der Kanarischen Inseln sowie der Satrapien Nowgorod und Krakau, sofern die Planskizzen für 10000 S pro Land oder Satrapie sicher aufbewahrt werden.
    Die dauerhafte Senkung fast aller Verbrauchssteuern in den Hansestädten um 10% sorgt für eine zusätzliche Verlagerung des Kleinhandels aus den benachbarten ländlichen Regionen, zugleich aber auch für eine gewisse Finanzierungslücke in den städtischen Haushalten.


    Bundesstädte: Lübeck, Hamburg, Bremen, Köln, Duisburg, Neuss, Lüttich, Metz, Aachen, Ulm
    Vasallen: Hochstift Köln, Hzm Jülich, Friesland (NL), Amsterdam, Gotland, Aland, Helgoland
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 610 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Niedersachsen-Holland (Hamburg-Bremen-Friesland-Amsterdam-Helgoland, mit den westfälischen Vasallen) Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit Brandenburg und der Kalmarer Union), Rheinland (Köln-Duisburg-Neuss-Lüttich-Aachen-Hochstift Köln-Hzm. Jülich); Ulm ist der Region Schwaben (Stuttgart-Urach) zugeordnet, Gotland und Aland sind Teil der Region Dänische Inseln-Schonen


    Vorort (eine Art Bundeshauptstadt) und Sitz des Immerwährenden Hansetages: Lübeck (Stadtbefestigung 4)
    Wichtige Festungen: Köln (4), Ulm (5), andere Bundesstädte (3), Aland (3), Gotland (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erster Hansebürgermeister Chrysostomos Baur (seit 1707, *1662)


    Zurückgetretene Erste Hansebürgermeister:
    Olof Scholten (1697-1707, *1631)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Jahrhundertbuch der Hanse
    1702: Gründung der Hanseatischen Handelsbank
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau der „Britanic“ (800-Mann-Handelssegler III) als Prototyp der neuen Taurus-Klasse
    1705: Hansetag in Ulm zur Umwandlung des Bundes in eine Art Timokratie
    1706: Einstieg der Hanse in die burgundische Amerikagesellschaft CBCA
    1707: Einführung des Hanseblatts, einer nichtstaatlichen Wirtschaftszeitung
    1708: Neuordnung des kommunalen Feuerwehrwesens
    1709: Bau eines Kontors auf Barbados für den Südamerikahandel (noch unvollendet)
    1710: Milderung der bäuerlichen Lasten und Ablösung von Frondiensten (1711 dann zur Bauernbefreiung mit einer Neuverteilung des Bodens an Genossenschaften erweitert)
    1711: Archivarbeit in Reval und Pori
    1712: Archivierung von Konstruktionsplänen gegnerischer Schiffe
    1713: Bewerbung der verschiedenen Handelsprivilegien des Bundes
    1714: Dauerhafte Senkung einiger Verbrauchssteuern in den Hansestädten um 10%
    1715: Einrichtung diplomatischer Vertretungen


    Angestrebte Bodenbesitzverteilung 1720: Städischer Anteil 65% (vorwiegend in Form von Genossenschaften bearbeitet), Adelsland 6%, Privatbesitz freier Ackerbürger und Bauern 10%, Kirchliche Pfründen, Klosterland und Pfarrstiftungen etc. 19%

    Besondere Gebäude: -


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 in der Markgrafschaft Brandenburg (ohne Vasallen)
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Westfalen (mit Vasallen)
    Seit 1713: Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Großfürstentum Finnland
    Seit 1714: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 beim Deutschen Orden, 1715 bereits wieder ausgelaufen
    Seit 1715: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 beim Heiligen Stuhl
    Seit 1715: Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Kalifat (mit Vasallen)

    Seit 1712: Schikanen gegen das Khanat Italien und das Khanat der Kanarischen Inseln, 1713 wieder aufgehoben bzw. im kanarischen Fall durch ein Embargo ersetzt, 1714 schließlich mit dem Zusammenbruch des Khanats ausgelaufen

    Botschaften und Konsulate:
    Seit 1715: Botschaft in Cordoba (10 000 S)

    Aktuelle Planskizzen: 9/18

    Offene Bauprojekte: -

    Stimmenanteile auf dem Immerwährenden Hansetag zu Lübeck (1715/16):
    Lübeck: 6%+7%
    Hamburg: 5%+9%
    Bremen: 5%+3%
    Köln: 5%+12%
    Duisburg: 5%+9%
    Neuss: 5%+0%
    Lüttich: 5%+0%
    Metz: 5%+0%
    Aachen: 5%+0%
    Ulm: 5%+9%

    Steuereinnahmen: 2 850 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: keine (korrigiert)
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 11%
    Einlagen der Hanseatischen Handelsbank: 500 000 S (davon 500 000 S verliehen)
    Überschüsse des Hanseblattes 1715/16: 64 000 S

    Hofhaltungskosten: (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Verluste des Hanseblattes: -
    Fällige Kredite:
    Kredit über 5 350 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 5 938 500 S
    Kredit über 4 105 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 4 557 S

    Waffentragende Bevölkerung: 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI
    Städtische Festungsgeschütze III: 1,1 (Köln), 0,9 (Ulm), 0,7 (Hamburg), 0,6 (Lübeck), 0,5 (Duisburg, Bremen), 0,4 (Lüttich, Metz, Neuss, Aachen)

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (4000 Mann)

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III

    Schiffe Anfang 1715: 9*400 III, 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III, davon 9*400 III, 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, davon 9*400 III, 3*300 III, 7*50 III, 8*25 III vor der marokkanischen Küste
    Verkaufte Schiffe (zu Jahresbeginn): 2*400 III, 1*100 III, 14*50 III

    Schiffe zum Jahresende 1715: 7*400 III, 3*300 III, 4*100 III, 42*50 III, 150*25 III
    Neubauten: -

    Schiffe Anfang 1716: 7*400 III, 3*300 III, 4*100 III, 42*50 III, 150*25 III

    Söldner: 1,0 Minghan LR (Kiew) zur Sicherung der Handelswege zwischen den Kommunen.
    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

  12. #12
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    Deutscher Orden

    Dank der Hilfe des brandenburgischen Markgrafen ist es gelungen, trotz aller Probleme den diesjährigen Haushalt zu verabschieden und die nötigen Befehle an das Heer auszugeben. In Schweden gewann man wieder an Prestige und Vertrauen, weil das neue Hospital als echte Verpflichtung begriffen wird, den Orden wieder zu seinen Wurzeln zurückzuführen. Zudem hilft es dabei, Ritter und Dienstleute für die Balleien zu gewinnen, wenn ein Angehöriger geheilt worden ist und damit verbundene Gelübde erfüllt werden.

    Der Aufbau der Ballei bei Cottbus geht weiterhin gut voran, und die Zahl der verfügbaren Aufgebote erhöht sich weiter. In England und Scchweden konnte man sich hingegen auf bisherigem Niveau stabilisieren.


    Besonderheiten:
    Der Orden erhält die Überschüsse aus den Balleien in Schweden, Deutschland und England.
    Die berittenen Ordensaufgebote erfordern nur 10 S Handgeld, das an die Balleien fällt.
    Der Orden verfügt über SI, die von den Balleien unterhalten und ausgebildet wird.

    Herrschaftsgebiet: Vorpommern, Balleien in Schweden, Deutschland und England
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 60 000
    Regionen: Vorpommern (mit Stettin); die Balleien sind in ihre jeweiligen Gastländer integriert


    Hauptstadt: Keine
    Sitz des Hochmeisters: Stockholm (Balleifestung 1)
    Tagungsort des Generalkapitels: Uppsala (Balleifestung 4)
    Wichtige Festungen: Stralsund (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochmeister Thankrad von Merseburg (seit 1715, *1676)

    Ehemalige Hochmeister: Louis-Thomas von Savoyen (1699-1715, *1657, zurückgetreten)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schulförderung/ Christliches Schulwesen
    1702: Aufbau einer neuen Ballei in Wismar (Brandenburg)
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau eines Musterlandguts (mittel) auf Rügen
    1705: Bau eines Handelshafens 1 in Stralsund
    1706: Einrichtung eines Priesterseminars in der Ballei Linköping
    1707: Bau einer Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
    1708: Pfingstversammung für alle Freunde und Förderer des Ordens in Uppsala
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Aufbau einer neuen Ballei in Lyckå (Schonen-Blekinge und Småland)
    1711: Einrichtung der „Bruderschaft der Feder“, eines ordenseigenen Geheimdienstes
    1712: Aufbau einer neuen Ballei in Cottbus (Brandenburg)
    1713: Einführung eines Außenamtes zur Stärkung der „Bruderschaft der Feder“ besonders in Schonen
    1714: „Schonisches Arrangement“ zur besseren Verwaltung der eroberten Provinz
    1715: Aufbau eines Hospitals in Uppsala


    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Musterlandgut auf Rügen
    Seit 1706: Priesterseminar in der Ballei Linköping (in Kooperation mit dem Heiligen Stuhl)
    Seit 1707: Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
    Seit 1713: Handelshafen 1 in Stralsund
    Seit 1715: Hospital in Uppsala in der Größe einer Schule

    Besondere Einrichtungen:
    Seit 1711: „Bruderschaft der Feder“ (ein ordenseigener Geheimdienst); beobachtet seit 1712 mit 60 000 S jährlich Schonen und (zwischen 1712 und 1714) den Kalmarer Hof, 1715 nicht mehr weiter finanziert

    Offene Bauprojekte: -

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine

    Steuereinnahmen (mit den Balleien): 570 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Nicht verwendete Mittel: 35 000 S (Geheimdienst)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 40 000 S
    Soldkosten: -

    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite:
    Kredit in der Eidgenossenschaft über 2 572 000 S zu 10% Zinsen, insgesamt also 2 829 200 S Kredit in Brandenburg über 158 200 S zu 6% Zinsen, insgesamt also 167 692 S (korrigiert)
    Kredit im Inland über 217 680 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 243 802 S
    Sonderkredit zum Aufgebot von 2000 Rittern: 20 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 22 400 S

    Waffentragende Bevölkerung: 5,8 (effektiv 3,8) Minghan SR (leicht gewachsen), 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,9 (effektiv 2,9) Regimenter SI (leicht gewachsen)
    Vasallenaufgebote: -

    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II (500 Mann)

    Geschütze:
    1,0 Regimenter Feldartillerie II, stehen zu Jahresbeginn in Südschweden und wurden beim Angriff auf Schonen mitgeführt
    0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III, standen zu Jahresbeginn in Stralsund bereit und wurden im April und Mai nach Südschweden verlegt, stehen seit Sommer vor Malmö und Helsingborg


    Schiffe zu Jahresbeginn 1714: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
    Schiffe am Jahresende 1714: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
    Neubauten: 8*250 III
    Schiffe Anfang 1715: 1*400 III, 8*250 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II

    Söldner: -

    Im Felde stehende Einheiten: 2,0 Minghan SR in der Markgrafschaft Brandenburg

    Verluste 1715: -

  13. #13
    Zurück im Norden
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    Großherzogtum Burgund

    Die Feier zur Rangerhöhung und Krönung Luises zur Großherzogin sorgte endlich wieder für ein besseres Bild des Landes nach außen, so dass das Ansehen der Burgunder anwuchs. Bei vielen Adligen und Bürgern sind die Ereignisse zwar noch nicht vergessen, doch die aus der großen mongolischen Zeit stammenden Gerätschaften, die erlesenen Gewänder von Adel, Dynastie, Klerus und wohlhabenden Kaufleuten, die höfischen Kammerorchester und der Jubel des einfachen Volkes zeigen, dass Gent kein Hort der Barbarei, sondern der feinen Hofkultur ist. Es ist, als habe man die letzten Jahre auf dieses Fest hingearbeitet, so groß erweisen sich die verschiedenen Synergieeffekte, die man bei der Krönung nutzen kann.

    Wirtschaftlich stabilisierte sich das Land weiter und profitierte dabei erneut stark von den französischen Privilegien, dank derer man es in Paris sogar mit Iren und Hanseaten aufnehmen kann.

    Einige Hofbeamte fürchten allerdings, dass man die führenden Schichten zu stark belasten könnte. Anders als Italien zahlt man keine Zinsen für den Zwangskredit und nutzt seit 1715 auch keine Söldner mehr. Es könnte sinnvoll sein, hier etwas zu verändern.


    Besonderheiten:
    Burgund verfügt über zahlreiche technische Spielereien aus dem 16. Jh., die beeindruckende Effekte hervorrufen und gegenwärtig nicht mehr gebaut werden können. Wenn man sie mit 150000 S jährlich unterhält, stärken sie das Prestige des Hauses Burgund beträchtlich (seit 1704 fester Bestandteil der Burgunder Modewoche).
    Die Genter Residenz ist zu mongolischer Zeit ungewöhnlich prachtvoll ausgebaut worden.
    Die Kooperation von Ländern zur See gegen Piraten unter burgundischer Leitung und in der Nähe der Küsten des Landes ist zwischen 1703 und 1722 deutlich effektiver.

    Herrschaftsgebiet: Entspricht ungefähr dem Besitzstand des Hauses Burgund um 1477
    Vasallen: Erzbistum Trier, Bistum Utrecht, Bistum Verdun, Bistum Toul, Bistum Cambrai
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 010 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Flandern-Brabant-Luxemburg, Hochburgund-Lothringen, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und der Eidgenossenschaft)

    Hauptstadt: Dijon (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Gent (Residenz 6)
    Wichtige Festungen: Amiens (1), Breda (1), Dinant (1), Luxemburg (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Großherzogin Luise I. (seit 1714/1715, *1687),
    1714 Regentschaft ihrer drei jüngeren Schwestern Isabelle (1691), Johanna (1693) und Margarete (1696) bis zur Rückkehr der Monarchin aus Indien Ende des Jahres

    Verstorbene Monarchen:
    Herzog und Reichserzkämmerer Johann X. (1690-1712, *1661)
    Herzog Karl XII. (1712-1714, *1684)
    Herzog Robert III. (Januar 1714, *1698)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ständeversammlung zu Wirtschaft und Handel
    1702: Konferenz zur Bekämpfung der Piraterie im Nordseeraum und im Kanal
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Eröffnung eines Modehauses mit Modewoche in Gent
    1705: Gründung der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA), 1711 zunächst aufgelöst
    1706: Feier der Genter Modewoche mit zahlreichen internationalen Gästen
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Gent, Antwerpen, Breda und Brügge
    1708: Förderung des Uhrmacherhandwerks
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Ausarbeitung einer „Großen Hofordnung“ als Vorbild für Europa
    1711: Diplomatische Initiative zur Verbesserung des burgundischen Rufes im Ausland
    1712: Bau eines modernen Verladekrans für den Hafen von Antwerpen
    1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden
    1714: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1715: Feier zur Rangerhöhung und Krönung der Großherzogin Luise


    Besondere Gebäude:
    1704: Genter Modehaus in der Residenzstadt Gent

    Besondere technische Gerätschaften:
    1712: Moderner Verladekran in Antwerpen


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1709-1714 Dauerhafte Handelsprivilegien der Stufe I im Königreich Dänemark
    1710-1711: Handelsprivilegien der Stufe I im Kalifat von Cordoba
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Königreich Frankreich, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)


    Embargos:
    Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln, mit deren Zerfall aufgehoben


    Steuereinnahmen: 1 180 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Nicht verwendete Mittel: -
    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 240 000 S, davon 20 000 S zur Förderung der Mode und der Musik bei Hofe (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 250 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
    Ausgaben während des Jahres: -


    Fällige Kredite: 500 000 S zu 10% Zinsen aus der Eidgenossenschaft, insgesamt 550 000 S
    Fällige Kredite II: Zinsloser Zwangskredit über 5 100 000 S im Inland, davon sollen weiterhin jährlich jeweils 150 000 S zurückgezahlt werden.
    Fällige Kredite III: 250 000 S zu 10% Zinsen (vermindert) im Inland für die Getreidesubventionen, insgesamt also 275 000 S

    Waffentragende Bevölkerung: 3,7 (effektiv 1,4) Minghan SR, 1,3 (effektiv 0,9) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI (leicht gesunken)
    Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II (1500 Mann)
    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: Mitte 1704 vollständig aufgelöst und wissenschaftlich untersucht

    Schiffe Anfang 1715: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II, davon 10*100 III, 20*50 III unter französischem Kommando in Lübeck

    Schiffe am Jahresende 1715: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II

    Neubauten: -

    Schiffe Anfang 1716: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II

    Söldner: -

    Im Feld stehende Einheiten:
    2,3 Minghan SR, 0,4 Minghan LR und 0,3 Minghan LR (Vasallen) zur Banditenbekämpfung

    Verluste 1715: -

  14. #14
    Zurück im Norden
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    Königreich Frankreich

    Der neue Marktteil wurde eingerichtet und konnte dank der guten Seeverbindungen und der bereits seit zwölf Jahren bestehenden Botschaft zahlreiche südamerikanische Handelsgüter anbieten. In diesem schwierigen Jahr blieb die Nachfrage aber leider begrenzt. Die neue gesamtbritische Warenmesse dürfte ebenfalls einen negativen Einfluss ausgeübt haben.

    Hauptthema in diesem Jahr war aber natürlich der Tod König Heinrichs VIII. und der damit vollzogene Übergang der Krone auf eine andere kapetingische Seitenlinie. Zudem gehört Frankreich zu den Ländern mit einer besonders kritischen Nahrungsmittelsituation.


    Besonderheiten:
    Die französische Krone erhält jährlich 250 000 S vom Haus Burgund und 300 000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
    Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
    Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.

    Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
    Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
    Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
    Zusätzlicher Vasall von Mitte 1705 bis Anfang 1713: Barbados
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000
    Regionen: Frankreich-Kronland, Zentralfrankreich (Vasallengebiete Mitte), Südfrankreich-Savoyen (Vasallengebiete Süd, zusammen mit der Eidgenossenschaft); Barbados ist der Region Karibik-Ost zugeordnet

    Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
    Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Ludwig XI. (seit 1715, *1682)

    Verstorbene Monarchen:
    König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)
    König Heinrich VIII. (1702-1715, *1649)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
    1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
    1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Gründung einer staatlichen Wechselbank in Paris
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Paris und im Umland der Stadt
    1708: Einrichtung des „Corps des ingénieurs des ponts et chaussées“ (Chausseeamt)
    1709: Vorbereitung und Aufbruch zweier Südamerikaexpeditionen
    1710: Gründung einer Schule zur Lehrerbildung
    1711: Entsendung von Vertretern zur Revision von Urteilen, symbolische persönliche Rechtsprechung des Königs in ausgewählten Fällen
    1712: Gründung eines französischen Geheimdienstes
    1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden
    1714: Auswertung und Publikation der Ergebnisse beider Südamerikaexpeditionen
    1715: Einführung eines südamerikanischen Marktes bei der Käse- und Warenmesse

    Besondere Institutionen:
    Achtung Spoiler:
    Seit 1712: Geheimdienst in Paris, seit 1713 mit 10 000 S auf den Kanaren und mit 15 000 S in Italien aktiv, ab 1714 nur noch mit je 2 500 S in beiden Khanaten, 1715 eingestellt


    Besondere Gebäude:
    1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1708-1710: Mittlere Straße zwischen Paris und Beauvais über St. Denis und Chambly (75 Mongolische bzw. Königliche Französische Meilen)

    Offene Bauprojekte:
    1712-17XX Festung (1) der Markgrafschaft Saluzzo (411 000 S von 1 500 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Herzogtum Burgund, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)

    Embargos:
    Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln, Anfang 1714 aufgehoben


    Steuereinnahmen: 1 040 000 S
    Einnahmen aus den Lehen: 300 000 S (E) + 250 000 S (B) + 120 000 S (Südfrankreich)
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 47 600 S
    Gewinne des Mercure Galant: 31 000 S
    Weitere Einnahmen: -
    Einlagen der Wechselbank Paris: 120 000 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 3 600 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 3 960 000 S

    Waffentragende Bevölkerung: 2,3 (effektiv 2,3) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,1) Minghan LR, 1,3 (effektiv 1,3) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote (Süd- und Zentralfrankreich): 1,4 (effektiv 1,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,3 (effektiv 2,3) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit, 1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer, 1500 Mann)

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III und 0,7 Regimenter Belagerungsartillerie III, zu Jahresbeginn kamen zudem 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III (aus Italien erworben) hinzu. Diese wurden in Schonen stationiert.


    Schiffe Anfang 1715:
    Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
    Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II

    Schiffe zum Jahresende 1715:
    Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
    Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II

    Neubauten:
    Krone: -
    Südfranzösische Vasallen: 10*25 III

    Schiffe Anfang 1716:
    Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, vor der westfranzösischen Küste
    Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 1*250 III, 4*100 III, 12*50 III, 25*25 III, 1*25 II

    Söldner:
    1,5 Minghan SR* (Paris), 1,0 Minghan LR (Lüttich), jeweils zur Banditenbekämpfung eingesetzt

    Im Feld stehende Einheiten:
    1,0 Regimenter LI (Krone) und 1,0 Regimenter LI (südfranzösische Vasallen); davon standen zu Jahresbeginn 0,3 Regimenter in Lübeck, 1,7 Regimenter LI waren noch in Antwerpen; alle Truppen wurden Anfang 1715 mit einer Handgeldzahlung demobilisiert

    Verluste 1715: -
    Geändert von Jon Snow (26. Mai 2026 um 13:52 Uhr)

  15. #15
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    Königreich England

    Es erweist sich als kluge Idee, ausgerechnet in diesem Jahr, in welchem der Amerikahandel und die Fischerei einen Aufschwung nehmen, eine neue Handelsmesse an der Irischen See einzuführen. Neben den örtlichen Handwerkern profitieren besonders auch Landwirte und Fischer aus der Region, was zudem die Stuart-Seitenlinie vor Ort deutlich stärkt und an die englische Krone bindet. Deren Festlandslehen können sich die Gelegenheit zwar zunächst nicht zunutze machen, doch es wird allgemein anerkannt, dass in einem so großen Reich kaum alle Interessen jedes Jahr berücksichtigt werden können. Zudem waren zuletzt auch einige Schwerpunkte speziell für diesen Landesteil gesetzt worden.

    Die Rechtskodifikation der Frondienste wird weiter fortgeführt und erbringt in diesem Jahr so gute Ergebnisse, dass man 1717 mit dem Abschluss des Projekts rechnen kann.

    WMC, Handwerkerbank und Handelsbank konnten ebenfalls Erfolge vorweisen, zudem wurde noch etwas Geld aus dem Jahr 1714 entdeckt und gutgeschrieben.


    Besonderheiten:
    Die englische Krone erhielt die Festlandsgebiete des Angevinischen Reiches von 1154/66 auf unbeschränkte Zeit für eine Gebühr von 300000 S übertragen. Die Einnahmen aus diesem Gebiet stehen allein in der Verfügungsgewalt des Königs, dem dort nur die Landstände der einzelnen Herzogtümer und Grafschaften gegenüberstehen.
    Im englischen Landesteil besteht eine gesetzlich abgesicherte Machtteilung zwischen König und Parlament. Die Krone kann zum Schutz des Landes Aufgebote von Adligen und Bürgern des Inselreiches einberufen und erhält die Handgelder dazu zusätzlich zum Etat ausbezahlt. Für alle anderen Aufgaben hat er jeweils im Herbst ein Parlament einzuberufen, das den Haushalt der Krone für das kommende Jahr bewilligt.
    Die Universitäten Cambrigde und Oxford wetteifern untereinander um wissenschaftliche Meriten, was die allgemeine Forschung des Landes erheblich verbessert.


    Herrschaftsgebiet: England (E), Angevinisches Reich/Festlandsbesitz der Krone (A)
    Vasallen: Wales, Region Dublin
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 410 000 (E), 8 720 000 (A)
    Regionen: Südengland, Mittelengland (ungefähr das Gebiet zwischen Cheltenham und dem Humber mit Wales), Nordengland, Normandie-Maine-Bretagne, Poitou-Auvergne-Gascogne; Dublin ist der Region Irland zugeordnet

    Hauptstadt: London
    Hauptresidenz: Caen (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: Carlisle (2), Rouen (3), Poitiers (1), Bordeaux (1), Limoges (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Eduard VII. (seit 1712, *1665)

    Verstorbene Monarchen: König Eduard VI. (1668-1712, *1637)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ausarbeitung und Einführung eines Bildungsplanes für alle englischen Schulen
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und Irland
    1704: Wissenschaftliches Austauschprogramm mit Gelehrten aus dem Großkhanat Shikawo
    1705: Einrichtung der Bank of England, zunächst ohne klaren Schwerpunkt, 1706 dann mit der Förderung des Außenhandels betraut.
    1706: Wissenschaftliches Symposion beider Universitäten in London
    1707: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft
    1708: Gründung der „jüngeren“ Tafelrunde und eines Privy Council in Caen
    1709: Einführung königlicher Intendanten (A)/ vom Parlament bestellter Friedensrichter (E)
    1710: Rundreise Eduards VI. durch beide Landesteile
    1711: Einrichtung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild zahlreicher Länder
    1712: Einführung einer Kriegs- und Handelsflotte für das Gesamtreich
    1713: Gleichzeitige Tagung der Landtage in Caen und des Parlaments in London
    1714: Einrichtung eines neuen Markplatzes (Stufe 2) in Rouen
    1715: Einführung einer gesamtbritischen Handelsmesse in Dublin


    Besondere Gebäude:
    1714: Marktplatz der Stufe 2 in Rouen


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Königreich Schottland (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen (A): 1 590 000 S
    Bewilligte Mittel des Parlaments (E) für 1714: 850 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände (beide Reichsteile): -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 6 000 S + 36 600 S (von 1714 übriggeblieben)
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Bank of England: 1 600 000 S (davon 1 520 000 S verliehen)
    Einlagen der Handwerkerbank: 1 200 000 S (davon 1 150 000 S verliehen)


    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 550 000 S, davon je 25 000 S für das Privy Council und die Tafelrunde (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Entrichtete Tribute: 120 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
    Weitere feste Ausgaben: 300 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen, zudem 50 000 S jährlich für die Handelsvorrechte in Schottland
    Ausgaben während des Jahres: -

    Fällige Kredite:
    5 485 000 S aus der Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 6 033 500 S


    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1715: 851 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 476), 140 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1716: 858 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 483), 450 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.


    Waffentragende Bevölkerung E: 2,5 (effektiv 2,5) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 6,6 (effektiv 6,6) Regimenter LI
    Waffentragende Bevölkerung A: 6,1 (effektiv 6,1) Minghan SR, 1,4 (effektiv 1,4) Minghan LR, 2,7 (effektiv 2,7) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,9 (effektiv 0,9) Regimenter LI (davon 0,3 in Irland und 0,6 in Wales, erstere leicht erhöht)


    Geschützproduktion: Stufe III (2000 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (2000 Mann)
    Geschütze: -


    Schiffe Anfang 1715: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II
    Schiffe am Jahresende 1715: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1716: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 64*25 III, 7*25 II

    Söldner: 4,0 Minghan LR (Lüttich), gleichmäßig auf beide Reichshälften verteilt

    Im Feld stehende Einheiten: -

    Verluste 1715: -

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