Abgabetermin: Dienstag, der 9. Juni um 20.00 Uhr
Allgemeines
Die Ernte war 1715 stark unterdurchschnittlich, wurde aber durch eine außergewöhnlich ertragreiche Fischereisaison teilweise aufgefangen. Zudem stellten viele Staaten selbst Getreide zur Verfügung, wofür die Kredite von den Handelsgilden zum Teil vergünstigt wurden. In den ersten Monaten des kommenden Jahres wird sich zeigen, ob überall ausreichend Nahrungsmittel vorhanden sind. Als sicher gelten bislang Brandenburg, Schottland sowie mit gewissen Abstrichen Westfalen, Ungarn und Norwegen.
Die europaweite Vergabe von Handelsvorrechten veränderte die Handelsströme zum Teil erheblich, blieb manchmal aber auch noch hinter den Erwartungen zurück. Man vermutet, dass gerade weniger erfahrene Kaufleute sich erst auf neue Gelegenheiten einstellen und Kontakte zu Handwerkern und Bauern knüpfen müssen, um Angebot und Nachfrage für bestimmte Waren einschätzen zu können. Dennoch lässt sich bereits jetzt für mehrere Länder vorhersagen, dass sie den Hanseaten und anderen Großhandelskaufleuten nur geringen Widerstand entgegensetzen können. Auf dem westfälischen Symposion war deshalb auch das Verhältnis von Marktkräften zu staatlichen Interventionen ein sehr bedeutendes Thema.
Die mongolische Welt war in diesem Jahr vom Krieg auf der Arabischen Halbinsel und in den südlichen Provinzen des Fruchtbaren Halbmondes geprägt, der das mächtigste Teilreich stark herausfordert und noch immer nicht beendet worden ist. Die Vorstöße von Beduinen weit in die Satrapien Damaskus und Bagdad hinein schwächte außerdem den Orienthandel über das Rote Meer, während die Seewege nach Amerika mittlerweile wieder frei sind und nun einen deutlichen Aufschwung nahmen. Davor profitierten vor allem die im Amerikahandel tätigen Europäer und natürlich die amerikanischen Hafenstädte, Kaufleute und Plantagenbesitzer. Das Großkhanat Quito konnte sich so in diesem Jahr finanziell wieder stabilisieren, und die irische Handelsfahrt erbrachte beträchtlichen Profit für die Staatskasse.
Ein weiterer Krieg ist im binnenländischen westafrikanischen Machtbereich des Großkhanats Quito ausgebrochen, wo außerdem auch das südostasiatische Teilreich durch umfangreiche Pfandrechte involviert ist. Die dortige Situation ist weitgehend offen, die Berberstämme der westlichen Sahara haben sich aber offenbar enger miteinander verbündet. Anders als in den Kämpfen auf der Arabischen Halbinsel spielte die religiöse Dimension hier aber anscheinend keine Rolle beim Angriff auf die mongolische Herrschaft.


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