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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1171
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    27. September 1715: Nach langen, kontroversen Notenwechseln und internen Debatten ist Großkhan Batu V. (Melaka) auf Druck Yesuns I. (Dagomys) bereit, das Embargo gegen das Khanat Italien aufzuheben. Auch die Großkhanate Negübeihafen und Debul schließen sich dieser Entscheidung an. Zudem wird vereinbart, dass Schinab Khans Exilort die mittelgroße Handelsstadt Tana am Don sein soll. Angeblich hatten die Herrscher der übrigen Teilreiche Batus Wunsch abgelehnt, den abgesetzten Monarchen nach Melaka zu bringen.


    27. September 1715: Mehrere irische Handelshäuser vereinbaren mit einigen bedeutenden schottischen Fischerzünften die zeitweilige Übergabe moderner Fahrzeuge, die man für die Fischerei umgebaut hat. So soll die Saison bis ganz zuletzt genutzt werden können, um die Bevölkerung der Inseln und des Kontinents versorgen zu können.


    27. September 1715:
    Der norwegische Reichstag beschließt auf Antrag eines Adligen, der als „Kalmarloyalist“ gilt, die Aufhebung der Exportzölle für haltbaren und frischen Fisch, der in die „nordischen Brüderländer“ Schweden und Dänemark ausgeführt werden soll. Dies gilt vielen Beobachtern als großer Erfolg der Einheitspolitik König Radbods, weil Norwegen so zugunsten der anderen Reiche auf erhebliche Einnahmen verzichtet.

  2. #1172
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    28. September 1715: In Mailand tritt der italienische Kuriltai zusammen, um auf Wunsch des Khans über die aktuelle Lebensmittelsituation zu sprechen.


    29. September 1715:
    Herzog Konrad V. trifft in Biberach ein, wo die Ernte besser ausfiel als in den anderen Teilen des Landes. Das Erzengelfest wird dann auch als Dankfest der Bauern und Handwerker gefeiert.


    29. September 1715: Nachdem die deutschen Fürsten offenbar einmütig dafür stimmten, den neuen bairischen Khan Manas zum Kaiser zu wählen, ruft ihn Erzbischof Konrad von Mainz auch offiziell aus und kündigt für das kommende Jahr seine Krönung an.

  3. #1173
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    30. September 1715: Erste Untersuchungsergebnisse der burgundischen Kommission zur Ermittlung der Todesfälle innerhalb des regierenden Hauses sind verfügbar und werden zunächst der Großherzogin vorgelegt.

    Nur für das Großherzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:
    Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Morde wohl tatsächlich von Gruppen innerhalb des höfischen Adels zusammen mit den jeweiligen Familienmitgliedern geplant worden sind. Bei Herzog Karl handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Giftmord. Prinz August war aber wohl nicht in die Sache verwickelt.



    30. September 1715: Das Khanat Hellas ruft zur finanziellen Unterstützung der Armen durch Handelshäuser und Klöster auf und nimmt auch den Adel nochmals in die Pflicht. Einige der muslimischen und christlichen Klöster beginnen in der Folge damit, ihre Mittel für „milde Werke“ deutlich zu erhöhen. In Athen kaufen die Handelsgilden recht viel Fisch auf, der gerade im Hafen verfügbar ist und versprechen, ihn zum Selbstkostenpreis über die städtischen Klöster weiterzugeben.


    30. September 1715: Das Khanat Italien verwendet seine Rücklagen von etwas weniger als 100000 S, um die Nahrungsmittelpreise zu subventionieren. Dadurch wird die Teuerung tatsächlich zunächst aufgehalten.

  4. #1174
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    1.-4. Oktober 1715: Der italienische Handwerkerwettstreit in Turin wird in diesem von einer Missernte geprägten Jahr kaum frequentiert, da die meisten Familien sich keine zusätzlichen Mitarbeiter leisten wollen. So endet ein stark verkürzter Wettbewerb mit dem glanzlosen Sieg eines einheimischen Feinblechners.


    2. Oktober 1715: Der neue Kaiser Manas I. ruft öffentlich dazu auf, Handelshemmnisse im Reich abzubauen und gemeinsam voranzugehen. Zudem soll eine Reserve aus Mitteln der Krone aufgekauft werden, um in den am stärksten von der Teuerung betroffenen Länden helfen zu können. Diese Ankündigung erweist sich als nützlich, da gerade in den südlichen Binnenländern die Preise erheblich anstiegen und man für den Winter eine Knappheit an Lebensmitteln fürchten musste.


    2. Oktober 1715:
    Das große Gastmahl zur Eröffnung der neuen Burg wird mit einer Ausgabe von kostenlosem Getreide an die Bevölkerung verknüpft. Da der Adel sich dabei hervortun möchte, wird die Staatskasse sogar geschont. Zudem sinken in dem ostmitteleuopäischen Land die Preise wieder ein wenig.

  5. #1175
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    3.-7. Oktober 1715: Das wissenschaftliche Symposion in Prag beschäftigt sich in diesem Jahr mit den Primzahlen. Obwohl diese eher als Nischenthema gelten, sind viele ehemalige, in den Universitätsstädten Europas oder der Satrapien zu Ehren gekommene Studenten und Dozenten der Prager Universität in Böhmen erschienen, um ihrer alten Alma Mater ihre Reverenz zu erweisen.


    4. Oktober 1715: König Robert IV. von Schottland ruft – angeblich von Irland und England gedrängt – dazu auf, den Fisch vorwiegend an britische Abnehmer zu veräußern. Dadurch dürften die Gewinne niedriger ausfallen, sollten die Schotten sich daran halten. Zugleich wären aber die Inseln wohl relativ gut vor einer raschen Teuerung geschützt.


    4.-10. Oktober 1715:
    Die Handwerkermesse des Kalifats in Cordoba ist in diesem Jahr besser besucht als zuletzt, was zum Teil auf die vielen anwesenden Hanseaten und Hellenen mit ihrer hohen Nachfrage zurückgeführt wird.

  6. #1176
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    5. Oktober 1715: Hansebürgermeister Baur setzt eine Zollsenkung für Getreide-, Fisch- und Fleischexporte aus den Städten durch, die für alle Reichsstände außer Brandenburg (wo die Preise aber ohnehin sehr niedrig sind) gelten soll. Da besonders der Meeresfisch zu einem großen Teil über Hansestädte ins Land strömt, dürften die Preise damit wieder etwas zu sinken beginnen.


    5. Oktober 1715:
    Angesichts der erwarteten Nahrungsmittelknappheit fassen einige irische, hellenische und hanseatische Kaufleute die gegenwärtige Situation zusammen, um so eine bessere Planung zu ermöglichen. Kaum betroffen sind bislang Brandenburg und Schottland, wo die Preise zum Teil sogar etwas nachgaben. Dank verschiedener Maßnahmen konnte die Teuerung auch im Khanat Hellas, im Kalifat, in Galicien, sowie auf den britischen Inseln und in den nordischen Ländern noch deutlich begrenzt werden. Etwas stärker stiegen die Preise in Italien, Ungarn (dort aber von einem niedrigen Niveau aus), Westfalen, Burgund und den englischen Festlandslehen sowie im Süden Frankreichs und im Kirchenstaat. Nordfrankreich, Hessen, Baiern, die Pfalz, Schwaben, Böhmen und die Eidgenossenschaft erleben jetzt schon sehr hohe Preise, obwohl eigentlich noch keine echte Hungersnot ausgebrochen ist. Dort ist im kommenden Winter wirklich mit Engpässen zu rechnen.


    5. Oktober 1715: Auf massiven Druck Kabuls I. (Quito) erklären sich die Zheng-Gouverneure dazu bereit, ihre Söldner auf Barbados zum Jahreswechsel zu entlassen. Damit dürfte das Oberhaupt der Insel (Erzbischof Athenagoras) deutlich an Einfluss gegenüber dem Adel gewinnen.

  7. #1177
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    6. Oktober 1715: Die päpstliche Weinkür mit dem Ehrengast Urus Khan von Italien leidet nicht nur – wie viele andere Veranstaltungen dieses Herbstes – unter der Teuerung in den verschiedenen Ländern Europas, sondern wird auch von der Bevölkerung diesmal nur sehr zögerlich angenommen. Mehrere Kurienkardinäle aus den Großkhanaten, Hellas und Spanien lassen sich sogar ganz entschuldigen.


    6. Oktober 1715: Das englische Parlament tritt in London zusammen. Angesichts der Krise schlagen die Abgeordneten beider Kammern vor, die Zivilliste auf 850 000 S zu erhöhen, damit das Land im Winter und Frühjahr noch die Möglichkeit hat, zu reagieren und eine Stabilisierung der Brotpreise zu finanzieren. Auch die Deutschordensritter erklärten sich bereit, ihre Getreideüberschüsse zu einem angesichts der allgemeinen Teuerung sehr günstigen Preis an die Grafschaften zu veräußern, in denen ihre Balleien liegen.


    6. Oktober 1715: Ein eidgenössischer Diplomat trifft in Konstanz ein, wo die Situation noch ein wenig schlechter zu sein scheint als in den meisten Kantonen. Es wird aber rasch in der Bevölkerung bekannt, dass der Berner Suzerän dennoch die Aufhebung des Exportverbots für Getreide und andere Nahrungsmittel fordert.

  8. #1178
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    7. Oktober 1715: Ungarische Adlige beginnen offenbar mit dem Ankauf von viel Getreide in den Satrapien Südosteuropas. Obwohl sie unauffällig vorzugehen versuchen, wird es wegen der allgemeinen Aufmerksamkeit rasch bekannt, so dass die Preise dort recht deutlich zu steigen beginnen. Einige Provinzen verhängen außerdem ein zeitweiliges Exportverbot, damit sie Zeit haben, in Dagomys und der jeweiligen Satrapie um Rückendeckung zu ersuchen. Auch auf den hellenischen und päpstlichen Märkten sowie im Osten der italienischen Provinz Ligurien setzt sich die Teuerung weiter fort.


    8.-31. Oktober 1715: Angesichts der allgemeinen Verunsicherung beginnen weitere Länder, Städte und Regionen damit, eine Ausfuhr von Getreide und anderen Grundnahrungsmitteln zu erschweren oder ganz zu verbieten. Häufig nutzen sie Markt- und Gerichtsrechte, um die als „Wucherer“ verschrieenen Kaufleute zu behindern. In der Steiermark wird Baron Thomas von Spitzerberg vom Volk sogar regelrecht für seinen Einfallsreichtum verehrt, mit dem er in solchen Fällen dafür sorgt, dass „kein Körnchen das Land unverteidigt verlässt.“ Dabei sind besonders die Länder betroffen, in denen es eine gewisse Dezentralisierung gibt (wie etwa Italien, Galicien, Irland, und die Eidgenossenschaft), Vasallen recht eigenständig sind oder kaum flächendeckende staatliche Strukturen bestehen (wie etwa in Ungarn und Hellas).


    9. Oktober 1715: Das Khanat Westfalen hebt das Exportverbot für Getreide und Fisch wieder auf. Der Handel nimmt aber anscheinend nur schleppend wieder zu, wie Berichte einiger hanseatischer Kaufleute besagen.

  9. #1179
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    10. Oktober 1715: Die irische Handelsflotte kehrt nach Galway zurück und hat zahlreiche aus Süd- und Mittelamerika stammende Waren an Bord. Zwar konzentrierte man sich eher auf gewinnbringende Genussmittel, da sich die Nahrungsmittelknappheit während der Zeit in amerikanischen Häfen noch nicht abzeichnete; dennoch können natürlich auch Schokolade, Zucker oder haltbar gemachtes, fremdartiges Fleisch zur Ernährung der Bevölkerung (wenn auch eher der Wohlhabenden) beitragen, was dann wieder die allgemeinen Preise senken dürfte. Für Irland selbst kommt noch der finanzielle Gewinn hinzu, der es den Kaufleuten ermöglichen könnte, Lastenträger und Seeleute unter Vertrag zu halten.


    11. Oktober 1715: Der erwartete Ankauf von Fisch im Nordseeraum durch Vertragshändler des römisch-deutschen Reiches im Nordseeraum hat begonnen. Die Preise bleiben aber zunächst auf hohem Niveau stabil, wie es scheint.


    13. Oktober 1715: Großkhan Yesun I., der noch immer mit dem Kronprinzen der Armee in Bagdad weilt, erlaubt den Satrapen der vom Hunger bedrohten Provinzen, die Ausfuhr von Getreide und anderer Grundnahrungsmittel einzuschränken. Echte Exportverbote sollen aber wenn irgend möglich vermieden werden. Zudem ermächtigt er die Hofverwaltung von Dagomys, im Lauf des Winters bereits eingelagerte Nahrungsmittel sukzessive freizugeben, um die Preise stabil zu halten und den Getreidehandel mit Europa zu schützen. Dies dürfte auch den Mittelmeerraum und Ostmitteleuropa zunächst über die schwerste Zeit bringen.

  10. #1180
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    15.-19. Oktober 1715: In Südeuropa wird zur Monatsmitte nochmals Gemüse und Obst von verschiedenen Sorten geerntet, was die Preise wieder ein wenig stabilisieren dürfte. Nach den zahlreichen staatlichen Markteingriffen bleiben die Handelsströme aber vielfach stark verändert. So fließt beispielsweise Getreide aus dem wohlhabenden Italien über Venedig oder die Satrapie Konstantinopel mittelbar nach Ungarn, in Norddeutschland wird auch weiterhin Fisch gehortet und die Binnenländer Mitteleuropas leiden unter einem stark rückläufigen Nahrungsmittelimport.


    19.-31. Oktober 1715: Mit dem allmählichen Abflauen der sommerlichen Hitze nehmen die Kämpfe am Niger wieder an Intensität zu. Die angreifenden Berber stoßen an mehreren Stellen auf den Fluss vor, werden aber von Söldnern der Großkhanate Quito und Melaka zunächst noch in Schach gehalten.


    21. Oktober 1715: Herzog Konrad V. trifft in Weingarten und Ravensburg ein, wo er mit den den Mönchen und dem Bürgertum über deren Nöte spricht. Hier ist die Hoffnung auf ein kaiserliches Eingreifen offenbar besonders stark, und eine Kirche in Ravensburg nutzt die „bairische“ Liturgie, was auf einen hohen Einfluss der Benediktinerinnen hindeutet.

  11. #1181
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    24. Oktober 1715: Auf massives Drängen der eidgenössischen Delegation hin beendet der Konstanzer Bischof Johannes das Ausfuhrverbot für Getreide. Um diese umstrittene und beim Volk äußerst unbeliebte Regelung durchsetzen zu können, legt er allen Ständen den Brief vor, den der Bundesammann ihm geschrieben hat. Besonders die darin erhobene Behauptung, es handle sich nicht um eine Missernte, wird kontrovers diskutiert und im ganzen süddeutschen Raum recht schnell bekannt. Während manche Bauern darin ein Sinnbild für die Ignoranz der Oberschicht sehen, weisen viele Kleriker darauf hin, dass Bundesammann Escher damit nur deutlich darauf verwiesen habe, dass die Teuerung größtenteils auf egoistische Maßnahmen mancher Länder zurückzuführen sei.


    27. Oktober 1715: In Hamburg trifft eine erste Ladung von Fischen ein, die von kaiserlichen Agenten aufgekauft worden sind. Dort sollen sie nun haltbar gemacht werden.


    27. Oktober 1715: Die Mannheimer Stadtverwaltung zwingt zwei große Getreideschiffe auf dem Rhein zum Anlegen, nachdem diese das Stapelrecht missachtet hatten. Die Preise im Umland der Stadt geben daraufhin deutlich nach. Das Stapelrecht könnte sich für die Stadt dieses Jahr als besonders nutzbringend erweisen, sobald wieder mehr Nahrungsmittel auf dem Rhein nach Süden gebracht werden.

  12. #1182
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    29. Oktober 1715: Bei der Feier des Putraqstages in Rom predigt Papst Laurentius über die kluge, gottesfürchtige Herrschaft des einzigen heiligen Großkhans. Es sei nicht zuletzt der milden Lenkung der mongolischen Monarchen zu verdanken, dass die Heiligen Stätten seit über vier Jahrhunderten für alle Christen wieder frei zugänglich gewesen seien und zudem eine (nur durch gerechte Gesetze eingeschränkte) Freiheit der Religionsausübung in aller Welt möglich geworden sei. In Großkhan Putraq I. habe sich das Ideal des gerechten und weitsichtigen Herrschers verwirklich, welcher, durch seinen tiefen Glauben geführt, in der Lage gewsen sei, das mongolische Reich seiner Zeit zu neuer Blüte zu führen und es wahrlich zum Weltreich zu erheben.


    31. Oktober 1715: Die Historiker der Hanse, die sich mit der Politik Herrmann Mornewegs beschäftigen, haben die von ihnen entdeckten Dokumente über die Jahre 1294 bis 1298 in Nowgorod kopiert und ihr Manuskript nun in Druck gegeben. Man rechnet damit, dass es etwa um den Jahreswechsel herum öffentlich zugänglich sein wird.


    31. Oktober 1715: Im Großherzogtum Burgund findet ein Treffen des inneren Rates und der wichtigsten Vertreter beider Hoffraktionen statt, bei dem offenbar die Ergebnisse der von der Untersuchungskommission durchgeführten Ermittlungen vorgestellt werden sollen.

    Nur für das Großherzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:
    Beide Seiten fordern, die Ergebnisse in einer internen Sitzung dem Landtag vorzulegen. Man müsse die Dinge klar benennen, um weitere Gerüchte im Keim zu ersticken. Auch wenn die Adelsvertreter sich bewusst sind, dass einzelne Mitglieder beider Fraktionen in die Morde verstrickt waren und eine Strafe erwarten müssen, halten sie an der Überzeugung fest, Burgund könne nur auf diese Weise sein Ansehen wiederherstellen.

  13. #1183
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    1. November 1715: Zur Eröffnungsfeier der allerdings noch nicht ganz betriebsbereiten Universität in Rom am Allerheiligentag halten mehrere Kurienkardinäle, die vor ihrer kirchlichen Karriere als Theologen gearbeitet haben, eine gemeinsame Festmesse mit verschiedenen Gästen aus ganz Europa. So sollen die neu ins Land gelockten Männer möglichst schnell integriert und für ihre Aufgaben zugerüstet werden. Da viele der westeuropäischen Gelehrten sehr unterschiedlichen theologischen Denkschulen entstammen, soll im Winter außerdem ein kleines Symposion stattfinden.


    2. November 1715: Herzog Konrad V. trifft in Saulgau ein, wo erneut ein Treffen mit der Bauernschaft, dem Adel und dem Klerus stattfindet. Auch hier ist die Missernte das bestimmende Thema der Gespräche.


    5. November 1715: Im Nordseeraum beginnen die ersten schweren Herbststürme, so dass die sichere Seefahrt in der Region endet. Einige wagemutige schottische und norwegische Fischer fahren wegen der Nahrungsmittelkrise dennoch weiter auf Meer hinaus, allerdings kehrten sie in vielen Fällen nicht wieder nach Hause zurück. Im Mittelmeerraum kann noch ungefähr bis zur Monatsmitte hin ohne größere Gefahren gesegelt werden, und auch hier bemühen sich südfranzösische, sizilianische und kleinasiatische Fischer darum, so lange auszufahren wie irgend möglich.

  14. #1184
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    8. November 1715: Der zehnte Jahrestag der Seeschlacht von Khansbruck wird in einigen europäischen Ländern und auf Barbados mit kleinen Erinnerungsfeiern begangen. In den beteiligten Ländern haben sich auch einige lose Vereinigungen überlebender Veteranen gebildet, die ihre Leistungen so im allgemeinen Gedächtnis halten möchten.


    10. November 1715: Zur Enthüllung des neuen Throns von Großkhan Kabul I. in Quito sind neben den Botschaften der mongolischen Teilreiche auch die Gesandten der amerikanischen Khanate und Föderationen und fast alle Hochadligen des Reiches erschienen. Das Symbol der Macht ist sehr fein gearbeitet und mit zahlreichen verschiedenfarbigen Edelsteinen bedeckt. Da die kostbaren Armlehnen aus zwei goldenen Jaguaren im Sprung bestehen, bürgert sich rasch der Name „Jaguarthron“ für das Prunkstück und später schließlich auch für das Großkhanat selbst ein.


    14. November 1715: Dialis Zenon von Aversa und ein Hofpriester der antikisierenden Religion finden sich beim hellenischen Khan ein. Angeblich soll es um die Lehren und Glaubensvorstellungen der Gemeinschaft gehen.

    Nur für das Khanat Hellas

    Achtung Spoiler:
    Beide Priester erklären, dass es sich bei ihrer Gemeinschaft eher um eine philosophische und von traditionellen Riten geprägte Verehrung der Götter handle, weniger um eine Religion, wenn man darunter das Christentum oder den Islam verstehe. Dennoch stehe man diesen und allen anderen Glaubensrichtungen tolerant und offen gegenüber, besonders natürlich dem Islam. Der Flamen dialis werde als Oberhaupt anerkannt, könne aber keine Autorität über die Priesterschaften einzelner Götter geltend machen. Diese organisierten sich nach eigenen Regeln, wobei man manche davon (etwa die Vestalinnen oder die Priesterinnen Dianas) durchaus mit christlichen Orden vergleichen könne. Ob ein Monarch sich als der irdische Vertreter eines Gottes verstehen könne, sei offen. Der Khan dürfe sich aber der Loyalität dieser Kultgemeinschaft sicher sein.

  15. #1185
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    23. November 1715: Ein hochrangiger Diplomat des Großkhanats Dagomys übergibt in Paris ein ideell sehr wertvolles Geschenk. Es handelt sich um die „Heilige Phiole“ aus der Zeit des Merowingerkönigs Chlodwig, die später stets für die Salbung der französischen Monarchen verwendet wurde, nach der Niederlage Philipps des Tapferen aber zusammen mit anderen Teilen des Kronschatzes nach Sarai und 1367 dann nach Dagomys gelangt war. Der junge König Ludwig XI., der im kommenden Jahr gekrönt werden soll, scheint sich sehr über das Präsent zu freuen.


    27. November 1715: Herzog Konrad V. trifft im Kloster Zwiefalten ein, wo er überwintern wird. Die Region ist allerdings schlecht versorgt, so dass viele Höflinge in Oberschwaben bleiben müssen, um die Belastung für das Volk in Grenzen zu halten.


    2. Dezember 1715: In diesem Winter endet der Dienst von von Kenewyn D’Ogan, August Hermann Francke, Yamamoto Tsunetomo und Eugen von Savoyen, die für viele Jahre in verschiedenen Ländern zum Vorteil der Menschen gewirkt haben. Dies gilt auch als ein symbolischer Einschnitt in der Geschichte des 18. Jahrhunderts, obwohl die großen Höfe auch weiterhin viele bedeutende Persönlichkeiten beherbergen.

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