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Thema: Kronus - Die Pavonis Nachrichtenagentur

  1. #376
    Master of the Watch Avatar von Azrael
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    7. November 984.M41

    Nach einer weiteren Woche der zähen Kämpfe gelingt es den Truppen in der Orkfestung endlich den Orkboss einzukreisen und auszuschalten. Dabei tut sich eine Einheit der Stadtgarde aus Asharis hervor, welche dem Boss während einem der Gefechte den Weg abgeschnitten hat und ihn so ins Kreuzfeuer nehmen konnte. Damit wird der Widerstand der Wildorks innerhalb der Festung gebrochen, die restlichen Grünhäute ergreifen die Flucht oder werden von den siegreichen Truppen der Verbündeten niedergemacht. Westlich der Festung dauern die Gefechte dagegen weiterhin an, welche die mechanisierten Späher und Reiterkrieger gegen ständig nachströmende Orks führen. Es scheint sich um keinen organisierten Angriff zu handeln, sondern einfach um Orks in der Nähe, die vom Gefechtslärm wie magisch angezogen werden. Die Späher erleiden während dieser Abwehrgefechte schmerzliche Verluste vor allem auch an Kriegsmaterial. Da die Einsatzregeln klar vorgeben, dass den Wildorks keine Technologie in die Hände fallen darf, müssen sie mehrere ihrer Fahrzeuge selbst sprengen, wenn befürchtet werden muss, dass die Grünhäute sie in die Hände kriegen könnten.

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    15. November 984.M41

    Die nordvandeanische Direktion für Wirtschaft, die im Protektorat auch für landwirtschaftliche Belange zuständig ist, veröffentlicht eine Prognose zu der diesjährigen Ernte in der Seenregion und Pavonien. Anhand bereits gemeldeter Zahlen geht die Direktion in diesem Jahr von einer unterdurchschnittlichen Ernte im gesamten Norden aus, wofür ein überwiegend nasskalter Sommer verantwortlich ist. Dies und die Umstellung vieler Bauern in der Seenregion von Getreide auf den Anbau von Naturfasern, dürfte in diesem Jahr für eine erheblich tiefere Ernte sorgen. Insbesondere da die Ernte im Süden und die Fischereierträge in diesem Jahr auch nicht herausragend sind und den Rückgang daher nicht kompensieren können. Nach der Veröffentlichung des Berichts der Direktion schiessen die Preise für Nahrungsmittelkontrakte an der Terminbörse von Charaxis innerhalb eines Handelstages um 20% nach oben.

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    21. November 984.M41

    Neben den Attacken des Erzfeinds und dem auf Meridian tobenden Bürgerkrieg werden die Blood Ravens im Aurelia-Subsektor noch mit einem weiteren Problem konfrontiert. In einem unbewohnten System taucht die 'Gericht der Kadaver' aus dem Warp auf, ein Space Hulk, das seit Jahrhunderten immer wieder sporadisch im Lithesh- und Korianis-Sektor auftaucht. Die Space Marines erweisen sich aber als gut vorbereitet, wie berichtet wird, scheinen sie die Ankunft der Gericht der Kadaver vorhergesehen zu haben. Denn der Angriffskreuzer Vergeltung erwartet das Space Hulk bereits als es das Immaterium verlässt und Landetrupps der Blood Ravens unter Captain Aramus beginnen sofort mit der Enterung der Gericht der Kadaver.

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  2. #377
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    25. November 984.M41

    Das Handelsschiff aus Methusela erreicht Kronus und beginnt die neuen Kolonisten auszuladen, die auf der Makropolwelt rekrutiert wurden. Für besonderes Interesse hatte die Ankündigung gesorgt, dass eine ungewöhnlich grosse Gruppe von Ratlings angeworben werden konnte, weit über die ursprünglichen Prognosen hinaus. Es handelt sich um Familienclans, die grösstenteils in den orbitalen Werften von Methusela gearbeitet haben. Die exakte Zählung nach ihrer Ankunft am Raumhafen kommt auf 289 Individuen.

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    30. November 984.M41

    Auf Cyprus Ultima können die Verstärkungstruppen für den Adelsrat ungestört landen, da die Zollgegner keinen Versuch unternehmen das Transportschiff anzugreifen. Dies ist Teil einer informellen Übereinkunft zwischen den beiden Bürgerkriegsparteien: Die Zollgegner bringen die zerstörerische Kraft ihrer Raumschiffe nicht zum Einsatz und der Regenschaftsrat des Adels unternimmt keinen Versuch die Knights des Hauses Varlock zu verwenden, da dies den lokalen Konflikt wohl auf den Radar der imperialen Obrigkeit bringen würde. Mit den neuen Truppen beginnt der Adelsrat mit einer neuen Grossoffensive. Mit dieser soll der militärische Druck von Varlock Keep genommen werden und man will anderen Welten im Sektor zeigen, dass der Adelsrat noch immer intakte Chancen hat den Konflikt für sich zu entscheiden. Damit beginnen Ende November die Quellschlachten, die man nach den Waldgebirgen benennt, in denen das Quellgebiet vieler nach Norden fliessenden Flüsse liegt und die das Ziel der Offensive sind.

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    2. Dezember 984.M41

    Die Überfälle der Kroot an der Grenze der Kooperative gehen deutlich zurück, nachdem deren Streitkräfte mit frischen Truppen dazu übergegangen sind die Plünderer mit mobilen Einheiten auch tiefer in die Westöde hinein zu verfolgen. Dadurch hat sich die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich verringert, was den Xenos offensichtlich die Lust auf weitere Überfälle vergällt. Auch anderswo wird mehr Aktivität der Kroot vermeldet, die Miliz von Sreya vertreibt etwa einen grösseren Trupp Plünderer südlich des Städtebunds und die Armee von Asharis kann an der Flussstrasse eine weitere Gruppe erwischen, als die gerade versucht durch den Glancas zu schwimmen.

    Nur für Asharis:

    Achtung Spoiler:
    Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Arbites am Hafen eine beunruhigende Entdeckung gemeldet, von der bislang nur der Legislator und die Gouverneurin Kenntnis haben. Man hat vor zwei Tagen die Leiche einer Frau aus der Mündung des Glancas gezogen, die mit Laserschüssen in den Rücken getötet und im Fluss versenkt wurde. Die Arbitratoren haben sie als Interrogatorin Cassina identifiziert, irgendjemand auf Kronus hat also eine Agentin des Throns ermordet.


    Anderswo sorgt die Konzentration der Kroot auf Pavonien aber auch für etwas Entlastung. So können Ende November gleich zwei Konvois aus den Hyperionspitzen grösstenteils unbehelligt die Passage durch die Westöde unternehmen und erreichen die Union von Panrea.

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  3. #378
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    5. Dezember 984.M41

    In den Südlichen Marken beginnt die Regenzeit und gerade über der Mark Agamar regnet es über eine Woche komplett durch. Die militärischen Aktivitäten in den neu eroberten Landkreisen kommen damit weitgehend zum Stillstand, da weder die Wildorks noch die märkischen Truppen noch zu grösseren Truppenaufmärschen in der Lage sind. Die Armeeführung der Marken erklärt aber auch, dass das Operationsziel weitgehend erreicht wurde und man die zum Ziel ausgerufenen Landkreise weitgehend unter Kontrolle hat. Nur westlich der eroberten Festung sind nach wie vor kleine Gruppen von Grünhäuten unterwegs, mit denen man sich kleinere Scharmützel liefert. Hier wird man im folgenden Jahr das Augenmerk darauf richten müssen eine neue stabile Grenzverteidigung zu errichten, damit die Wildorks nicht in das Hinterland der eroberten Gebiete einsickern.

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    10. Dezember 984.M41

    Von Kronus aus werden mehrere astropathische Botschaften an die Fregatte gesandt, welche die Entdeckung der Zivilisation auf Durmalis II gemeldet hatte. Nach längerer Wartezeit erhält man von Kapitän Morard tatsächlich eine Antwort und die Presse von Kronus druckt am nächsten Tag begeistert die weiteren Informationen zu der Welt ab, welche das Schiff bei seiner Passage durch das System noch sammeln konnte. Demnach sei es eine eher karge Welt, die Natur hat sich in den vergangenen 10'000 Jahren zwar wieder erholt, aber dennoch wurde die Umwelt des Planeten durch den Angriff während der Horus Häresie nachhaltig verändert. Es existieren keine Ozeane mehr auf Durmalis II, weite Teile des Planeten bestehen aus Wäldern, Sümpfen, Steppen und Aschewüsten. Die menschliche Zivilisation scheint sich aber wieder über den ganzen Planeten ausgebreitet zu haben und anhand der erkennbaren Siedlungsstrukturen schätzt man die Weltbevölkerung auf 50 Millionen. Ausserdem hat man gewisse Hinweise in Oberflächenstrukturen entdecken können, die auf frühere ausserplanetare Besuche in den vergangenen 10 Millennien hindeuten. Aktuell war aber keine Präsenz dieser Besucher erkennbar.

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    16. Dezember 984.M41

    Auf Meridian und Aurelia toben nach wie vor heftige Kämpfe zwischen den Truppen des Erzfeinds und den imperialen Verteidigern. Ein Grossangriff auf den Gouverneurspalast kann Anfang Dezember nur mit knapper Mühe und Not abgewehrt werden, als die Vandis-Truppen bereits das Zentrum der Makropole erstürmt haben, zerschlägt ein überraschender Flankenangriff der Blood Ravens ihre Front und zwingt sie zum Rückzug. Die Berichte von Aurelia sind währenddessen widersprüchlich: Es wird behauptet, dass den Blood Ravens dort ein grosser Sieg gegen die Black Legion gelungen ist und Lord Araghast getötet wurde. Gleichzeitig ordnet aber Captain Diomedes den sofortigen Abzug der Astartes aus dem Subsektor an, da die Unterstützung des übrigen Ordens im Feroxriss Priorität habe.

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  4. #379
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    17. Dezember 984.M41

    In einer feierlichen Zeremonie in der eroberten Orkfestung (die im strömenden Regen stattfindet) wird Brigadegeneral Horatio von Ballenstedt nun auch formell zum General und Oberbefehlshaber der märkischen Truppen befördert. Den an der Offensive beteiligten verbündeten Armeeeinheiten werden bei dieser Zeremonie Dienstmedaillen für ihren Einsatz verliehen, welche der Verband der Goldschmiede von Asharis gestiftet hatte. Das Gros dieser Einheiten wird, so gut es die Witterung zulässt, in den Tagen darauf in das Territorium der Mark Agamar zurück verlegt. Die Sicherung der eroberten Landkreise obliegt vorerst den regulären märkischen Truppen und den Dschungelkämpfer-Bataillon, das zu Beginn der Offensive aus Einheiten des Leibregiments geformt wurde.

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    19. Dezember 984.M41

    Der Inselbote, die grösste Zeitung auf Murad, berichtet mit Berufung auf Quellen im Umfeld des Exekutivrats, dass in diesem (anlässlich der von der Gouverneurin angeordnete Verdoppelung der Markenabgaben) derzeit intensiv über fehlende Wertschätzung für die Inselkoalition diskutiert werde. Obwohl die Luftwaffe von Murad während der Invasion des Erzfeindes kriegsentscheidend war und die Inselkoalition um des Friedens willen ihre Stützpunkte auf dem Festland aufgab, sei die Murader Delegation während der Debatten als knausrige Störenfriede ignoriert worden. Der Inselbote spekuliert sogar darüber, ob der Exekutivrat infolge dieser diplomatischen Desavouierung Einschränkungen beim Promethiumhandel beschliessen könnte.

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    24. Dezember 984.M41

    In einer Presseerklärung informiert Gouverneurin Ricci darüber, dass sie vom Munitorum aufgefordert worden sei ein neues Regiment für das Astra Militarum aufzustellen. Anlass dafür sei der Untergang des 252/23. Kaurava-Regiments während der Kämpfe auf Meridian, das trotz seines Namens als ein von Kronus gestelltes Regiment galt. Gemäss der derzeitigen Planung des Munitorums müsse Kronus für die Imperiale Armee zwei Regimenter stellen und die für den Sektor zuständigen imperialen Beamten haben ungewöhnlich schnell auf die Geschehnisse auf Meridian reagiert. Wie die Gouverneurin erklärt, seien ausreichend Rückstellungen für den lebenden Zehnt vorhanden, deshalb werde man anders als bei den vorherigen Truppenstellungen diesmal bei den Staaten auf Kronus um keine Sonderfinanzierung bitten müssen. Die vorläufigen Pläne sehen vor, dass das neue '4. Kronus-Regiment' entweder aus mechanisierter Infanterie bestehen oder ein Panzerregiment werden soll, evtl. mit den Einheiten des ehemaligen Leibregiments als Grundstock, welche die Gouverneurin anfangs des Jahres in ihre Dienste übernommen hatte.

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  5. #380
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    3. Januar 985.M41

    In einer öffentliche Rede auf dem Sanguiniusplatz in Port Murad verkündet der Vorsitzende Exekutivrat Domus Erceg, dass die Inselkoalition die Gouverneurin beim Ausbau ihrer Planetaren Verteidigungsstreitkräfte unterstützen werde und hierzu das Marineinfanterie-Konzept aus dem Jahr 980.M41 reaktiviert. Das Lionfish-Bataillon (benannt nach einem beliebten Zierfisch in der Inselkoalition) werde 500 Mann umfassen und sein Hauptquartier in der Küstenfestung im Norden von Morriah haben, welche ursprünglich von der Inselkoalition errichtet, aber auf politischen Druck der Ostmeer-Anrainer an die Gouverneurin übergeben wurde. Erceg streicht diese Rückkehr in die Festung in seiner Rede als grossen Erfolg seiner Politik heraus, betont aber auch, dass die Inselkoalition dies im Geiste der Kooperation mit dem Rest des Planeten tue. Mit der Aufstellung der Feuerfische leiste man einen Beitrag für die Verteidigung von ganz Kronus und das trotz der neuerlichen Kosten, welche die Erhöhung der Markenbeiträge mit sich bringen.

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    6. Januar 985.M41

    Im Frühling machen sich gleich zwei Verhandlungsdelegationen auf den Weg in die Nebelklippen, wo sich das Anwesen des Navigatorenhauses Meld befindet. Die eine wird vom Regenten der Hyperionspitzen Viktor Lysander persönlich geleitet und will mit dem Novator der Melds darüber verhandeln, ob das Haus allenfalls bereit wäre eine Mission nach Durmalis II zu unterstützen und für die Reise einen Navigator (hoffentlich zu einem erschwinglichen Preis) zur Verfügung zu stellen. Die andere Delegation stammt aus der Mark Agamar und will mit den Melds klären, ob sie bereit wären eine Strasse oder gar Bahnlinie durch ihren Landkreis zuzulassen, mit dem man die Hyperionspitzen und Agamar dereinst verbinden könnte. Die Melds haben zwar bereits eine Strasse aus den Hyperionspitzen finanziert und in der Vergangenheit auch Truppenbewegungen ohne Diskussion durchgelassen, möglicherweise sehen die Navigatoren aber eine dauerhafte Verkehrsverbindung durch ihr Anwesen weniger entspannt.

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    9. Januar 985.M41

    Am 9. Januar können die Bewohner von Charaxis in Panrea die Landung des Frachtschiffes des Tyrea Kombinats beobachten, das unweit der Stadt direkt an der Bahnlinie aufsetzt. Der Frachter wurde in den Kämpfen zu seiner Säuberung von einer Chaosbrut schwer in Mitleidenschaft gezogen und soll nun generalüberholt werden. Die Staatsbahn von Panrea beginnt noch am gleichen Tag mit den Arbeiten für einen temporären Frachtbahnhof, über den die Materialien zur Reparatur schnell und effizient zur Baustelle gebracht werden sollen. Finanziert wird das Projekt grösstenteils vom Bistum, das dem Kombinat hierfür einen zinslosen Kredit zur Verfügung gestellt hat, und Gouverneurin Ricci, welche einen Teil der Kosten übernimmt.

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    Geändert von Azrael (06. Juni 2026 um 23:07 Uhr)
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  6. #381
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    10. Januar 985.M41

    In Pavonis City kauft Logis Rovman-21, der Repräsentant der Fabrikwelt Graia auf Kronus, die an seine aktuelle Residenz angrenzenden Gebäude in der Hauptstadt auf. Es wird gemunkelt, dass der Logis plane sein bisher sehr schlichtes Konsulat zu einer repräsentativen Fabrikfestung auszubauen. Dies um den steigenden Einfluss von Graia auf Kronus zu markieren, wo bislang die von Triplex Phall stammende Technokratie und die Omnissiaden von Tigrus die beiden tonangebenden Sekten des Adeptus Mechanicus sind.

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    13. Januar 985.M41

    Die Truppen des Adelsrates auf Cyprus Ultima unter dem Kommando von Fürst Dorwaal attackieren in den sogenannten Quellschlachten die Söldnerarmeen der Zollgegner auf breiter Front. Die Angriffe sind dabei recht erfolgreich und drängen die Söldner an mehreren Frontabschnitten zurück, trotz der überlegenen Luftwaffe der Zollgegner. Auch das Kontingent von Kronus wird bei dieser Offensive schwer getroffen und erleidet den Berichten zufolge wohl empfindliche Verluste. Doch die Geländegewinne fordern einen hohen Blutzoll von den Truppen des Adelsrats, vor allem bei den Kämpfen im Zentrum oberhalb der Waldgrenze. Dort müssen sie über offenes Gelände vorrücken und sind damit schutzlos den weitreichenden Angriffen der Artillerie und der Reiterkrieger ausgesetzt.

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    16. Januar 985.M41

    Wie der Hyperion Beobachter berichtet, der mit einem Reporter in der Delegation beim Anwesen der Melds vertreten ist, hätten die Navigatoren eine Veränderung der Warpströmungen in der Nähe von Kronus festgestellt. Die Ursachen und Folgen dieser Veränderung seien noch unklar, aber beim Beobachter spekuliert man, dass dies negative Folgen für den interstellaren Handelsverkehr von Kronus haben könnte, sollten die Verschiebungen im Immaterium so stark sein, dass die vermessenen Warprouten verändert werden. Als die Geschichte einige Tage später auch von der Presse im Norden aufgegriffen wird, sehen sich die Melds veranlasst sich zum Bericht offiziell zu äussern. Die Pressestelle des Raumhafens bestätigt ihn im wesentlichen, betont aber, dass man eben aufgrund der noch nicht ausreichenden Informationen derzeit keine Prognosen dazu machen könne, ob es den Handelsverkehr beeinflussen werde.

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    Geändert von Azrael (06. Juni 2026 um 23:09 Uhr)
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  7. #382
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    18. Januar 985.M41

    Wie im Vorjahr wird der Norden von Kronus erneut von heftigen Winterstürmen heimgesucht, weite Teile des Landes erwachen am 18. Januar unter einer mächtigen Schneedecke. Der Aufmarsch für die geplante Operation gegen die Orks in den Demes Nordlanden dürfte daher erst in einigen Wochen wirklich beginnen, zumal sich der Landrat von Nordvandea zunächst noch zu einer Sondersitzung treffen muss, um die Kosten für den Feldzug zu bewilligen. Die mechanisierten Truppen der Kooperative sind bereits unterwegs, stecken aber aufgrund des Schnees nahe der Grenze zu Nessos fest.

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    20. Januar 985.M41

    Zu Jahresbeginn wird der Astropath in der Hauptstadt bereits wieder von vielen Ländervertretern und Privatpersonen beansprucht, die astropathische Nachrichten übermitteln wollen. So erkundigt sich etwa die Botschaft von Ariel bei Cyprus Ultima über die Verluste bei den Quellschlachten und das Bistum übermittelt eine formelle Anfrage zu Durmalis II an die Schreinwelt Eydolim. Das Büro des Astropathen gibt aber bekannt, dass man spätestens ab April die Zahl der angenommenen Nachrichten wird begrenzen müssen, da man ab dann nicht mehr auf die Unterstützung von Sarvus Dray zurückgreifen kann, den sanktionierten Psioniker in Diensten der Kooperative.

    Nur für den Städtebund:
    Achtung Spoiler:
    Die Gouverneurin hat bei der Gilde Astropathica erfolgreich für Kronus geworben und argumentiert, dass der Planet seit dem Untergang von Kaurava und aufgrund der aktuellen Situation auf Meridian sehr viel mehr astropathische Kommunikation bewältigen muss. Die Gilde hat das offenbar eingesehen und Unterstützung für den überlasteten Astropathen zugesagt. Leider noch ohne konkreter zu werden, man weiss weder wann diese Verstärkung eintreffen wird noch wie gross sie sein wird. Die Gouverneurin hofft natürlich auf einen ganzen astropathischen Chor, man wäre aber auch schon über einen oder zwei weitere Astropathen froh, welche die Arbeitslast unter sich aufteilen.


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    25. Januar 985.M41

    Im Caligari-Sektor wird die van Wynter Freihändler-Dynastie von der Inquisition zerschlagen. Die gesamte Dynastie wird nach Jahren der Ermittlungen von Truppen unter dem Befehl von Inquisitorin Helena Goslar in einer koordinierten Aktion festgenommen und zur Sektorhauptwelt gebracht. Dort werden Ende Januar der Freihändler Hermann van Wynter, sein Gefolge und die meisten seiner Kapitäne als Ketzer hingerichtet und ihr Besitz eingezogen. Obwohl die Operation zur Zerschlagung der van Wynters schon fast als mustergültig angesehen wird - die Festnahmen erfolgten im ganzen Sektor in einem Zeitraum von weniger als einer Stunde gleichzeitig - entgehen der Inquisition dennoch eine Reihe von Schiffen der Dynastie, denen es gelingt sich rechtzeitig abzusetzen und in die entlegenen Regionen des Sektors zu flüchten.

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  8. #383
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    2. Februar 985.M41

    In den Wochen nach der Meldung der Navigatoren nehmen die Warpstörungen in der Nähe von Kronus immer mehr zu und die Melds bestätigen letztendlich, dass es sich um eine Art Welle handelt, die sich durch das Immaterium zu pflügen scheint. Anfangs denkt man an eine Flotte des Erzfeindes, doch die Melds halten das für unwahrscheinlich, da sie auf das Zentrum des Sonnensystems zuhält und selbst Schiffe des Chaos es normalerweise aus Sicherheitsgründen vermeiden näher als am Mandeville-Punkt aus dem Warp zu springen. Am 2. Februar beobachten die Stationen beim Raumhafen dann einen Warpriss, der sich nahe des Gasriesen Ephyran öffnet und eine gigantische und asymmetrische Struktur von knapp 200 Kilometer Länge ausspuckt. Die Datenbanken der Navigatoren identifizieren das Gebilde als das Space Hulk 'Herold des Wahnsinns', das seit mehreren hundert Jahren im Östlichen Spiralarm sporadisch beobachtet wird. Bei seiner letzten bestätigten Sichtung 968.M41 im Candau-System war das Space Hulk die letzte Zuflucht der Gefolgschaft der goldenen Wahrheit, welche die Inquisition als Symbiontenkult identifiziert und in mehreren Systemen ausgemerzt hatte.

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  9. #384
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    4. Februar 985.M41

    Das Space Hulk benötigt fast einen Tag, um komplett aus dem Warp aufzutauchen und die Länder auf Kronus wappnen sich in dieser Zeit für den befürchteten Angriff. Überall werden die Streitkräfte mobilisiert und einige der derzeit noch in der Mark Agamar verweilenden Truppen der Offensive des Vorjahrs so schnell wie möglich in ihre Heimat beordert. Und die beiden Raumschiffe werden in eine Position gebracht, bei der sie in der Lage sein sollten anfliegende Angreifer abzufangen, während gleichzeitig an Bord die Mannschaften für mögliche Enterangriffe gedrillt werden.

    Am 4. Februar beobachtet man dann, wie sich scheinbar ein Stück des Space Hulks löst und Kurs auf Kronus nimmt. Wie sich rasch herausstellt ist es ein Brokkn, ein von Orks häufig verwendetes 'Raumschiff', bei dem es sich um ein Asteroiden oder Wrackteil mit rudimentären Triebwerken handelt. Dem Brokkn folgt ein ganzer Schwarm von kleineren Schiffen, offensichtlich 'Landas', wie die Grünhäute ihre Transportflieger nennen. Die beiden Schiffe gehen auf Abfangkurs zu dem Brokkn, doch prallen erste Salven scheinbar wirkungslos am Bug des Brokkn ab, der mit einer Panzerung aus einem unbekannten Material verstärkt wurde. Beide Schiffe müssen dem Brokkn ausweichen, um nicht noch eine Kollision zu riskieren, und feuern stattdessen auf die ihm folgenden Schiffe, soweit es ihr Schusswinkel zulässt. Im imperialen Kreuzfeuer werden fünf der Landas zerstört, doch ein grosser Teil von ihnen kommt im Schatten des Brokkn an den Schiffen vorbei. Ausserdem fühlen sich zwei der Landas offenbar vom Gegenfeuer derart provoziert, dass sie aus der Formation ausscheren und kurzerhand in die Seite der Flamme von Zenith krachen.

    Der Brokkn setzt seine Reise währenddessen fort und erreicht kurz darauf Kronus. Die Orks steuern ihn in die Ruinenstadt von Pavonis und bruchlanden (ob durch Zufall oder geplant) beim nördlichen Perimeter des Raumhafens, wo eine der Hydra-Batterien durch Trümmer zerstört wird.

    Ungefähr 30 Landas steuern offenbar ein Gebiet in der Nähe von Cressinham an, die Raumüberwachung verliert sie aber nach kurzer Zeit aus den Augen.

    Bei Charaxis entwickelt sich währenddessen eine Luftschlacht, als dort eine ungefähr gleich grosse Gruppe von Landas den Anflug beginnt. Die dort in der Nähe stationierte Fliegerstaffel der Gouverneurs-PVS unternimmt einen Alarmstart und versucht möglichst viele der orkischen Transporter noch vor der Landung abzuschiessen. Mindestens drei Abschüsse werden bestätigt, doch geraten die Lightnings unerwartet ebenfalls unter Beschuss, da es sich bei einigen der Orkflieger um geplünderte Thunderhawks handelt, welche zwei imperiale Maschinen abschiessen und sie zum Rückzug zwingen.

    Zwei kleinere Gruppen von Landas werden im Norden von Nessos und westlich von Raheitta auf Deimos gemeldet. Eher durch Zufall schiesst eine Patrouille der Luftwaffe des Städtebunds über dem Shiresee zwei Landas ab, deren Orkpiloten vermutlich vom Kurs abgekommen sind.

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    4. Februar 985.M41

    Was aufgrund der Landung nahe der Hauptstadt beinahe untergeht, ist die Meldung mehrerer Zeitungen über ein Treffen einer hochrangigen Delegation der Inselkoalition mit Logis Rovman-21, das offenbar in der Nacht des 2. Februars stattgefunden hat. Domus Erceg bestätigt daraufhin, dass man in Verhandlungen mit der Fabrikwelt Graia stehe, bei denen es um einen Export von Promethium geht. Da nun mit einer gewissen Regelmässigkeit Frachtschiffe von Graia eintreffen und Nahrung aus mehreren Ländern laden würden, sei es nur recht und billig, wenn man den Promethiumbaronen die Möglichkeit gebe sich ebenfalls an dem Handel mit Graia zu beteiligen. Ob es um den von Graia finanzierten Aufbau neuer Förderanlagen gehe oder die Barone einfach ihre Produktion meistbietend verkaufen können, lässt Erceg zunächst offen. Der Exekutivrat werde vor dem Inselparlament, das Ende Februar zusammentreten werde, selbstverständlich Rechenschaft ablegen.

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    5. Februar 985.M41

    Aus dem Brokkn am Rande des Raumhafens beginnen (konservativen Schätzungen zufolge) an die tausend Orks zu strömen. Und sie tun das überraschend schnell, wie die imperialen Verteidiger feststellen müssen, als sie das Geräusch von an die hundert Waaaghbikes hören, die den Vorstoss anführen. Gleichzeitig beginnen krude Flugmaschinen in den Himmel über der Hauptstadtregion aufzusteigen (Killakoptaz, Dakkajets und Blastajets), die von den übrigen Hydra-Stellungen unter Feuer genommen werden. Der Befehlshaber der vier am Raumhafen stationierten Kompanien Volponer hatte diese in Erwartung dieses Angriffs sofort zu den Hydras entsandt, doch sie werden vom orkischen Ansturm in kürzester Zeit aus ihren Stellungen vertrieben. Die ebenfalls aufgebotenen Cyclones müssen vor den orkischen Jets - mindestens 50 von ihnen werden gezählt - ebenfalls den Rückzug antreten. Am Nachmittag erfolgt dann der allgemeine Rückzugsbefehl für alle verbliebenen Truppen am Raumhafen, um sich in Pelcudia mit den erwarteten Verstärkungen zu sammeln. Während der Rückzugsgefechte werden sogar zwei der Navigatoren kurzzeitig in die Kämpfe verwickelt, deren Terminal von Stormboyz attackiert wird, die kurzerhand durch die Fenster krachen. Die Berichte über die Ereignisse widersprechen sich, aber am Ende der Kämpfe um das Meld-Terminal wurden 20 der Stormboyz von den Navigatoren getötet, aber auch ihre Söldnerwachen finden den Tod. Zur gleichen Zeit haben die beiden Raumschiffe eine Position im Orbit über dem Raumhafen eingenommen und beginnen mit einem Bombardement zunächst des Brokkn und dann auch der Teile des Raumhafens, die bereits von den Orks erobert wurden. Die Lage bleibt unübersichtlich für die Verteidiger, da die Jets der Orks trotz einiger Abschüsse durch die Hydras die Lufthoheit über Pelcudia errungen haben und eine Zählung der Orks daher schwierig ist. Einige Später hatten noch kurz vor Beginn des Bombardements über rot lackierte Panzer berichtet, die sich ausserhalb des Brokkn formierten und von denen wohl einige in den von den Raumschiffen ausgelösten Feuersturm gerieten.

    In Cressinham beginnt währenddessen die Evakuierung der Stadt und ihrer knapp 25'000 Bewohner. Angesichts von mindestens 50 gepanzerten Fahrzeugen und hunderter Orks, welche die Späher des Kombinats gemeldet haben, sieht man keine Chance die nicht als Festung angelegte Stadt zu verteidigen. Nur mit dem Allernötigsten beladen werden die Bürger von Cressinham aufgefordert sich in Richtung der Küste oder den Glancas zu flüchten, um den Orks zu entgehen. Die meisten von denen scheinen es aber ohnehin mehr auf die Stadt als deren Bewohner abgesehen zu haben und so fällt Cressinham fast ohne Gegenwehr in die Hände der Orks. Mit Ausnahme einiger Moschaboyz, welche beharrlich eine nach Süden flüchtende Gruppe verfolgen. Die Truppen von Asharis sind währenddessen nach Norden aufgebrochen und ein Vorauskommando hat sich bereits an der Brücke über den Glancas eingegraben.

    Der Luftraum über Charaxis ist weiter umkämpft, die Lightnings der Gouverneurin und die geplünderten Thunderhawks liefern sich den ganzen Tag über Luftkämpfe, ohne dass es einen klaren Sieger gibt. Die Lightnings erzielen zwar viele Treffer gegen die Flieger der Orks, die sich aber als robust genug erweisen, dass sie meist noch halbwegs kontrolliert bruchlanden können. Vor den Toren der Stadt entwickelt sich währenddessen die erste Panzerschlacht des Krieges, zwischen 20 Panzern der panreanischen Streitkräfte und ungefähr ebenso vielen Panzern der Grünhäute und sie unterstützender Flash Gitz. Die Orks schiessen zwar ziemlich ungenau, machen diesen Nachteil aber durch ihre Panzerung und die Durschlagskraft ihrer Waffen wieder wett. Nachdem die Panreaner die Hälfte ihrer Panzer eingebüsst haben, müssen sie die Schlacht verloren geben und sich in die Stadt zurückziehen. Die dort stationierten Einheiten - panreanische schwere Infanterie, Milizen und die Gouverneurs-Truppen aus der dortigen Kaserne - werden zur gleichen Zeit von anstürmenden Moschaboyz unter Druck gesetzt, können ihre Stellungen aber halten.

    Auf Nessos entwickelt sich ein Krieg ohne klare Fronten, da die Orks dort beginnen sich über den Norden des Landes zu verteilen. Die Frateris Milita wurde aufgeboten und hat den Befehl erhalten die Angreifer zurückzuschlagen. Doch während die privaten Waffen der religiösen Miliz bei den Moschaboyz durchaus ihre Wirkung entfalten, sind sie gegen die Panzas der Orks weitgehend chancenlos und Dort um Dorf geht in Flammen auf. Erst nach einem Tag wird klar, dass die Ausbreitung der Orks nicht so zufällig ist wie es scheint und die Hauptmasse ihrer Einheiten sich zügig auf die Kathedrale von Nessos zubewegt. Es könnte ein knappes Rennen zum Bistumssit werden zwischen den Orks und der aus Süden heranmarschierenden Einheiten aus Pavonien.

    Die Küstenstadt Raheitta auf Deimos kann von den Bürgern, die sich notdürftig bewaffnet haben, gegen die gelandeten Orks gehalten werden. Diese unternahmen aber ohnehin lediglich kleinere Attacken und konzentrierten ihre Bemühungen auf zwei Raffinerieanlagen am Stadtrand, die sie im Handstreich erobern. Vor der Küste treffen am Abend zwei Patrouillenschiffe der Koalitionsgendarmerie ein, die eine Kompanie ihrer Gendarmen anlanden. Das Kommando vor Ort hat Fregattenkapitän Yorke übernommen, der Held der Schlacht um Athcala. Sein Hauptquartier befindet sich auf einem Flugzeugmutterschiff, von dem aus erste Erkundungsflüge starten und die Zahl der Orks bei den Raffinerien auf ungefähr 200-300 schätzen.

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    9. Februar 985.M41

    Die Schadenskontrolle der Flamme von Zenith bestätigt mehrere Tage nach der Rammattacke der orkischen Landas, dass eine Handvoll Orkkrieger es offenbar tatsächlich den Wracks ihrer Landungsschiffe entstiegen sind und sich nun auf der Korvette festgesetzt haben. Die Enforcer können nach einem stundenlangen Gefecht 10 Flash Gitz überwältigen, verlieren dabei aber selber doppelt so viele Männer. Und der Kapitän der Flamme ist sich sicher, dass noch mindestens zwei weitere Gruppen auf seinem Schiff unterwegs sein müssen.

    Das Gelände des Raumhafens wird weiterhin bombardiert, durch die Raumschiffe aber auch eine in Pelcudia aufgestellte Artilleriekompanie, und die Verteidiger nehmen nun gezielt die Promethium-Tanklager unter Feuer, um den Orks den Zugriff auf diese zu verwehren. Die imperialen Truppen lassen sich in die an den Raumhafen angrenzenden Quartiere von Pelcudia zurückfallen, um besseren Schutz vor den orkischen Fliegern zu haben während sie eine Verteidigungslinie einrichten. Die imperialen Linien, die einen Tag zuvor noch zu kollabieren drohten, halten den Angriffen der Orks aber stand. Ausgesandte Späher berichten freilich, dass die Orks auch nicht mit voller Stärke angreifen, denn unter dem Schutz der von den Feuern ausgehenden Rauchschleiern hat sich ein erheblicher Teil der Grünhäute offenbar abgespalten und ist in Richtung Pavonis City und Maigard marschiert. Ausserdem berichten sie über einen seltsamen Lichtblitz, der fast exakt jede volle Stunde in der Nähe des Brokkn zu beobachten ist. Eine Sentinel-Kompanie, die einige Kilometer ausserhalb von Maigard Position bezogen hatte, hat als erstes Feindkontakt mit den abmarschierten Orks. Sie kann den angreifenden Grünhäuten einigen Schaden zufügen, muss sich angesichts der Übermacht dann aber über die Brücke zurückziehen, wo die örtliche Miliz und schwere Infanterie Stellung bezogen hat. In Pavonis City scheinen einige Offiziere darauf zu drängen, dass die imperialen Repräsentanten die Hauptstadt verlassen sollen. Aber vorerst kommt nur der Psioniker Sarvus Dray dieser Aufforderung nach, während die Gouverneurin sich entschlossen zeigt mit ihren Truppen die Hauptstadt zu verteidigen.

    Die Armee von Asharis überschreitet am Morgen des 8. Februar den Glancas, ein Manöver, das einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. In breit gefächerter Formation beginnt sie danach den Marsch auf Cressinham und kann auf ihrem Weg die Moschaboyz aufreiben, die der Flüchtlingsgruppe gefolgt waren. Die Streitmacht rückt aber eher langsam vor, klärt das Gelände vor sich jeweils sehr gründlich auf und hält auch die Panzertruppe hinter der Infanterie zurück. Offenbar will der Befehlshaber von Asharis den Orks nicht die Gelegenheit geben seine Truppen in den dichten Wäldern mit einem Hinterhalt zu überraschen. Ausserdem erwartet man wohl noch den Zuzug von Truppen aus der Konföderation.

    Die Luftschlacht über Charaxis tritt in eine neue Phase ein, als beide Seiten Verstärkungen erhalten. Während sich Cyclones aus den Marken den imperialen Verteidigern anschliessen, werden zeitgleich ein Dutzend Dakkajets gesichtet, die sich von Osten her nähern. Die Gefechte enden ohne klaren Sieger, die Orks verlieren drei und die Marken vier Flieger, beide Seiten sind aber nicht entscheidend geschlagen. Die Stadt selbst wird von den Orks eher belagert als aktiv angegriffen, bis auf ein paar Gefechte in der Nacht kommt es zu keinen Kämpfen. Der örtliche Boss der Orks scheint seine Truppe gut im Griff zu haben und vermeidet es die verschanzten Verteidiger anzugreifen, stattdessen lässt er einen Gruppe Moschaboyz die Gleise zerstören, die in die Stadt führen. Die imperialen Verteidiger fragen sich währenddessen, ob die Miliz von Panrea, die über die ganzen Städte der Union verteilt ist, einen Entsatz versuchen wird.

    Auf Nessos kommen sowohl die Streitmacht der Orks als auch die Verstärkungen aus der Kooperative aufgrund von Luftangriffen nicht wie geplant voran. Denn ohne dass es jeweils die andere Seite mitbekommen hat, werden Luftangriffe auf die Fahrzeugkolonnen unternommen (Cyclones aus dem Städtebund gegen die Orks, Blastajets gegen die Truppen aus Pavonien), welche sie jeweils faktisch zum Stillstand bringen. Bis zum 9. Februar ist lediglich ein Trupp Moschaboyz bis zur Kathedrale vorgedrungen, wird dort aber in einem Hinterhalt komplett aufgerieben. Die orkischen Flieger schiessen ausserdem zwei Shuttles ab, die sich Nessos aus südlicher Richtung genähert hatten. Doch fast wie durch ein Wunder gelingt es den Piloten mit ihren getroffenen Maschinen noch beim Strand zu bruchlanden. Die Passagiere werden in Nessos begeistert empfangen, denn es handelt sich um die Sororitas aus dem Konvent in Morriah, die sich der Frateris Milita bei der Verteidigung der Kathedrale anschliessen.

    In einer Ansprache vor dem Nationalkongress von Aceria dankt Kanzlerin Ashina den Waffenbrüdern aus der Inselkoalition, welche der Stadt Raheitta zur Hilfe geeilt sind und betont die Bedeutung des Volltaris-Vertrags, der diese diplomatische Entspannung überhaupt erst möglich gemacht habe. Vor vier Jahren habe man der Inselkoalition ohne zu zögern während der Invasion des Erzfeindes beigestanden und nun revanchiere sich Murad seinerseits mit der Rettung von Raheitta. Fregattenkapitän Yorke hält die Orks mit seinen Gendarmen ohne grössere Schwierigkeiten auf Abstand, freilich da diese die Stadt auch kaum ernsthaft angreifen sondern offenkundig mit der Plünderung der Raffinerien beschäftigt sind. Diese wagt man nicht zu bombardieren, allerdings drängen immer mehr Offiziere der Luftwaffe von Murad darauf das doch zu tun, da es kaum besser für Kronus sein könne, wenn die Orks das Promethium einfach abtransportieren.

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    Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben.

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