Ägypten oder die Südukraine wären meine Vorschläge.
Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben.
Südamerika ist vermutlich zu weit weg um binnen sinnvoller Zeit was zu arrangieren. Und der Ostseeraum ist schon leergekauft.
Es gibt einen Fluch, der lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben.
Selbst wenn ich nicht eingekauft hätte, wäre nicht genug für alle da.
Ich habe halt noch zusätzliche Maßnahmen gemacht, gegen die sich hier einige wohl strikt weigern durchzusetzen?
Die aktuelle Krise wird zu sehr unterschätzt.
Mittel- und Süddeutschland kann aktuell gar nichts mehr wirklich machen, weil ihr da oben das essen hortet. Den Ostseeraum hast auch du leergekauft. Das halbe Reich leidet jetzt, weil der Norden komplett egoistisch ist. Die Maßnahmen sind letztendlich vernachlässigbar im Vergleich zur Nahrung, die nicht mehr nach Süden kann. Eure Blockade da oben muss aufhören, wenn die Mitte und der Süden nicht hochgehen soll. Wenn alle an einem Strang ziehen kriegen wir das hin. Wenn jeder nur auf sich schaut, dann wird das eine gewaltige Krise
Ich verstehe deine Sorge und den Druck in dieser schweren Lage absolut, aber deine Vorwürfe treffen leider nicht den Kern des Problems. Wir erleben aktuell eine globale Nahrungskrise, die uns alle gleichermaßen trifft – von Nord bis Süd. Selbst Regionen wie Burgund, die durch den Zugang zum Meer eigentlich im Vorteil sind, haben enorme Probleme, ihre Bevölkerung zu ernähren.
Frankreich verschärft die Lage auf dem Markt zusätzlich. Es ist also keine Krise, die künstlich vom Norden erzeugt wird. Lass mich die Situation aus meiner Sicht kurz sachlich darlegen. Es gibt keine Blockade! Ich habe zu keinem Zeitpunkt ein Ausfuhrverbot erteilt. Der Handel wird von staatlicher Seite nicht blockiert. Im Gegenteil, ich habe den Handel mit Nahrung sogar vereinfacht und verzichte vermutlich auch auf Zolleinahmen deswegen.
Verantwortungsvolle Vorsorg! Ich gehe mit den wenigen Vorräten in meinem Land schlichtweg bewusster um. Anstatt das Getreide direkt zu verarbeiten, lagere ich es ein. Es ist die Pflicht jedes Herrschers, in einer Krise Vorsorge zu treffen. Es wäre gegenüber meiner eigenen Bevölkerung nicht zu verantworten, diese mühsam angelegten Notreserven direkt wieder zu exportieren, während bei mir die Vorräte knapp werden. Ich nehm euch euer Bier, liefert das Getreide aber bitte nach Baiern, weil die weiter Ihr Bier saufen wollen. Ich kann Burgund absolut nachvollziehen, denn ich stand vor der selben Entscheidung! Fisch alleine hat nicht geholfen!
Marktdynamik: Meine Investition betrug lediglich 100k für 760k Bürger auf den Märkten in Lübeck und Finnland. Wenn diese Summe ausgereicht hätte, um den gesamten Markt leerzukaufen, zeigt das nur, wie kritisch die Lage ohnehin schon war. Die Fischmärkte waren zu diesen Zeitpunkt schon nicht mehr besonders voll. Denn 100k sind nichts.
Die Wahrheit ist: In einer solchen Krise sichern sich aktuell überall auch wohlhabende Bürger und Händler privat ab und legen Wintervorräte an – ganz unabhängig von staatlichen Befehlen.
Gefahr von Unruhen: Wenn ich auf der einen Seite meiner Bevölkerung Sparmaßnahmen auferlege und das Getreide dann auf staatlicher Ebene gezielt außer Landes schaffe, riskiere ich schwere Aufstände im eigenen Land.
Die Menschen reagieren in existenziellen Krisen irrational. Ich habe mich dazu auch extra mit Jon beraten: Das Risiko von inneren Unruhen ist schlichtweg zu hoch, wenn ich die eigene Bevölkerung für Exporte übergehe. Das heißt, wenn ich Sie zwinge Ihre Lager aufzugeben. Diese Erwartungshaltung, wenn Sie vorhanden ist, kann und werde ich nicht erfüllen.
Es bringt uns nicht weiter, dem Norden die Schuld für eine europaweite Missernte zu geben. Diese Krise wird im Moment noch massiv unterschätzt. Wenn das nächste Jahr ähnlich schlecht läuft, stehen wir alle vor existenziellen Problemen.
Du hast völlig recht: Wir kriegen das nur hin, wenn wir an einem Strang ziehen. Aber das bedeutet auch, dass wir aufhören müssen, Sündenböcke zu suchen und stattdessen gemeinsam nach echten, strukturellen Lösungen für die Nahrungsknappheit suchen. Denn wenn wir hier keine Lösung finden, wird jeder Staat selbst handeln und ich warte nicht auf ein weiteres schlechtes Ernte Jahr um erst dann zu handeln oder der Klassiker, ich sitze die Kriese einfach aus.
Da gehe ich lieber ein paar Wirtschaftliche Einbußen ein und bringe meine Bevölkerung durch den Winter. Jedoch arbeite ich gerne konstruktiv an Lösungen und bringe Ja auch Vorschläge ein, die schlicht ignoriert werden oder als albern abgetan?
Edit:
Nur nochmal zur Klarstellung, es gibt kein Embargo, es gibt kein Ausfuhrverbot in Brandenburg. Gab es nie. ABER! Ich habe angeordnet, sobald auch nur ein Land im Kaiserreich ein Embargo verhängt, werde ich mich sofort dem anschließen.
Geändert von PaPaBlubb (16. Mai 2026 um 10:26 Uhr)
Bis auf die Dünnbier-Geschichte lege ich allen Fürsten noch einmal nahe, diese Maßnahme in Betracht zu ziehen. Sollte im nächsten Jahr wieder eine schlechte Ernte absehbar sein, wird Brandenburg definitiv auch den zweiten Teil mit dem Vieh umsetzen. Das ist ein Ass, das wir noch nicht ausgespielt haben, aber als Option in Betracht ziehen. In anderen Landesteilen des Kaiserreichs, wo die Krise deutlich weiter fortgeschritten ist, sollte dies früher in Erwägung gezogen werden. Natürlich könnte man die Nahrungskrise auch einfach aussitzen und allen anderen die Schuld geben.
Brandenburg schließt sich übrigens dem Vorschlag aus Böhmen an, in Vorbereitung auf ein potenziell schlechtes nächstes Jahr Getreide aus entfernteren Gebieten einzukaufen. Sollte die Ernte hingegen gut ausfallen im nächsten Jahr und wir zusätzliche Lieferungen aus der Ferne erhalten, sollten wir vielleicht über ein kaiserreichsweites Lagersystem nachdenken. Nur so können wir zukünftigen Krisen dieser Art besser begegnen. Brandenburg würde sich hierbei auf jeden Fall beteiligen – auch finanziell.
400.000 S sind in der Kasse, wie viel würdest du empfehlen? Ich kann auf den Rest gerade nicht eingehen, bin unterwegs
Wenn ihr einen direkten Aufkauf nach brandenburgischem Vorbild plant, würde ich möglichst viel Geld auf einmal einsetzen. Die Preise steigen dann nämlich deutlich an, so dass ihr in mehreren Etappen weniger bekommt.