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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1141
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    18. Mai 1715: Auch aus Prag wird ein frohes Ereignis vermeldet: Khan Bohuslav I. und seine Gattin haben einen gesunden Knaben geschenkt bekommen. Die Zukunft der Dynastie ist damit zunächst gesichert.


    19. Mai 1715: Während der großen burgundischen Feierlichkeiten überreicht die Genter Zunft der Uhrmacher und Feinschmiede Großherzogin Luise eine besonders kostbare und mit Gold überzogene Taschenuhr. Die Prinzessin teilte zwar nie ihres Vaters Begeisterung, was die Zeitmessung angeht, scheint sich aber dennoch sehr über das Präsent zu freuen.


    21. Mai 1715: Großkhan Yesun I. trifft mit mehreren hochrangigen Beratern, Hofadligen und Armeeführern in Bagdad ein. Dort soll das Hauptquartier für den Kampf gegen die Rebellen aus Arabien aufgeschlagen werden. Kaufleute berichten, dass es den Mongolen gelungen sei, erstaunlich große Vorräte in der Stadt und im Umland anzulegen, um einen langen Kampf zu bestehen.

  2. #1142
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    22. Mai 1715: In vielen Moscheen Südspaniens und Marokkos wird damit begonnen, für den Sieg der mongolischen Waffen im Orient zu beten, nachdem der Kalif persönlich mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Zudem wird bekannt, dass mehrere angesehene Sufiorden mit einem hohen Geldbetrag beschenkt worden sind, um sich vor Ort der vielen Flüchtlinge und Vertriebenen anzunehmen. Verschiedene Rechtsgelehrte erläutern in den darauffolgenden Wochen, dass die Sicherheit der Muslime im Hedschas unter den Mongolen weitaus besser gesichert sei als unter der Häresie einen falschen Kalifen und seiner Spießgesellen.


    23.-31. Mai 1715: Großherzogin Luise nutzt die Anwesenheit vieler europäischer Gäste zu Gesprächen über ganz unterschiedliche innen- und außenpolitische Themen.

    Nur für das Großherzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:
    Der Dänemarkvertrag ist offenbar zu einem Symbol für die eher frankreichfreundliche und reichskritische Adelsfraktion geworden, die allerdings eine Minderheit bildet. Die Mehrheit neigt hingegen dem Kaiser zu und würde einer Kündigung nicht widersprechen. Unter den Franzosen hat man nur sehr vorsichtig nachgeforscht und daher keine ganz klare Antwort erhalten. Man müsste also vermutlich mit dem neuen König selbst sprechen.



    24. Mai 1715:
    Erste Rückmeldungen von Bauernvertretern und Fronvögten zeichnen ein recht positives Bild über die ersten Monate des Jahres. Zwar hielt die Kälte länger als gewöhnlich an, die Aussaat selbst wurde aber kaum behindert.

  3. #1143
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    26. Mai 1715: Das Königreich Schweden erklärt sich bereit, im Jahr 1716 eine Feier der drei nordischen Kronen zum Johannistag auf Schloss Kalmar auszurichten und zu finanzieren, verlangt aber die Hoheit über das Programm. So soll vermutlich eine einseitig heidnische Prägung vermieden werden.


    31. Mai 1715: Herzog Konrad V. trifft in Heilbronn ein, wo eine Begegnung mit den Bürgern, dem Niederadel und dem Klerus stattfindet. Letzterer ist in dieser Region besonders stark vertreten, da es für schwäbische Verhältnisse ungewöhnlich viele Klöster gibt. Die Stadt selbst beherbergt ebenfalls zahlreiche Mönchskonvente, die zum Teil eng mit Baiern in Verbindung stehen.


    1.-30. Juni 1715: Die Stellungnahme des Kalifen wird in den Städten Nordafrikas bekannt, zumal viele Gouverneure und Bürgermeister sie sogar nachdrucken lassen. Auch in dieser Region gehen daraufhin ungewöhnlich viele Spenden an Sufiorden ein, die der Armee des Großkhans oder den Flüchtlingen zugute kommen sollen.

  4. #1144
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    2. Juni 1715: Ein ungarisches Handelsschiff trifft in Kopenhagen ein und wird für das Jahr 1715 der NHG ausgeliehen, die damit ein weiteres Fahrzeug nutzen kann.


    2.-22. Juni 1715: Als ein Unwetter mehrere Dörfer an der Elbe verwüstet, werden erneut zahlreiche Anklagen wegen Hexerei erhoben. Dabei sind die Behörden auf hanseatischem und westfälischem Gebiet deutlich aggressiver als auf dem rechten, brandenbugischen Flussufer, wo man erst ein Gutachten aus Rostock einholen muss.


    4.-11. Juni 1715:
    In Bielefeld beginnt das große ökonomische Symposion, das Kaufleute und Gelehrte verschiedener Herkunft zu Vorträgen und Diskussionsrunden zusammenführt. Ein Höhepunkt ist die Ansprache des Hansebürgermeisters, der einen Effekt beschreibt, wonach Geld allmählich seinen Weg von reichen zu armen Menschen finde.

  5. #1145
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    6. Juni 1715: In Hannover treffen die ersten Familien ein, die wegen Hexereivorwürfen ihre Heimat verlassen mussten und vom Khanat Westfalen angeworben wurden. Bürgermeister und Rat der Stadt verlangen aber von ihrem Monarchen, dass die Verdächtigen so bald als möglich ihren Bestimmungsort aufsuchen sollen.


    6.-7. Juni 1715: Aus Lübeck wird berichtet, dass der Hansetag in geheimer Sitzung über künftige Projekte im Heiligen Römischen Reich beraten soll.

    Nur für die Deutsche Hanse
    Achtung Spoiler:

    Die Delegierten der Städte stellen sich mehrheitlich hinter den Hansebürgermeister und sind zuversichtlich, dass er die Bundesinteressen gut vertreten wird. Welche Ausbaumaßnahmen langfristig besonders vorteilhaft seien, lasse sich ohnehin nur schwer vorhersagen, da dazu auch politische und wirtschaftliche Grundbedingungen beitrügen.



    7. Juni 1715: Die zu den freien Berberstämmen entsandten Delegationen des Kalifen geben eine zweite Einschätzung ab, die ein zuverlässiger Bote nach Cordoba bringt.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die Diplomaten berichten, dass viele der Stämme ungewöhnlich zurückhaltend seien. Zwar werde man überall mit angemessenem Respekt empfangen, müsse aber häufig Umwege in Kauf nehmen oder könne einzelne Oasen nicht erreichen. Meist werden Wegelagerer oder Sandstürme als Begründung angeführt, hin und wieder aber auch Krankheiten oder andere Bedrohungen. All das ist in der Region durchaus möglich, aber in dieser Häufung doch recht seltsam.

  6. #1146
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    9. Juni 1715: Die päpstlichen Legaten beginnen in verschiedenen Weltregionen damit, einige herausragende Wissenschaftler nach Rom einzuladen, um die neue Universität auf mehreren Fachgebieten führend werden zu lassen. Dazu gehören die klassischen Fakultäten Theologie, Medizin und Rechtswissenschaften sowie ein neues, vom Heiligen Vater als „Diplomatik“ bezeichnetes Feld. Erste Interessenten aus Venedig, Mailand, München, Bern, Galway, Stockholm und Palermo sowie von den fünf englischen und französischen Universitäten kündigen anscheinend bereits ihre Dienstverträge bei Hofe oder an ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtung. Mitte des Monats ist dann auch Marburg betroffen.


    9.-15. Juni 1715: In Malmö treffen zahlreiche Adlige und Bürger aus Dänemark, Schonen und den beiden „getrennten Kronen“ Norwegen und Schweden ein, um an der Sonnenwendfeier teilzunehmen. Diesmal ist auch ein christliches Rahmenprogramm geplant, dass der vor Ort zuständige Erzbischof von Lund in die Hände Kilians von Roskilde gelegt hat. Es soll vor allem aus einem theologischen Vortrag in lateinischer Sprache und einem Umtrunk bestehen.


    13. Juni 1715:
    Das Wormser Domkapitel erhebt gemeinsam mit dem Bischof offiziell Anklage beim Heidelberger Gerichtshof, nachdem Pfalzgraf Balduin auf den gewöhnlichen Rechtsweg verwiesen hatte. Zudem erhalten der Kaiser und das Erzbistum Mainz Briefe, in welchen die Kleriker darauf drängen, dass ihnen ihr Recht verschafft werde. Es könne nicht im Interesse des Reiches sein, schwere Beeinträchtigungen der Ehre ungesühnt zu lassen.

  7. #1147
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    14. Juni 1715: Die Schweriner Hofverwaltung legt dem Markgrafen eine Zusammenstellung verkäuflicher Werte aus dem Besitz der Krone vor.

    Nur für die Markgrafschaft Brandenburg

    Achtung Spoiler:
    Es wäre möglich, Kunstgegenstände im Wert von 14 000 S aus dem Inventar verschiedener Schlösser zu veräußern. In der Residenz selbst könnte man etwa 50 000 S erzielen, was die Anziehungskraft des Hofes aber möglicherweise leicht reduzieren würde. Der ehemalige Monarch Albrecht IV. war ohnehin recht sparsam und erwarb nur selten teure oder gar extravagante Luxusartikel.



    14. Juni 1715: Im frühen Morgengrauen greifen zahlreiche Reiter die Stützpunkte, Brunnen und Karawansereien im Norden der Satrapie Mopti an. Da die Verteidiger völlig überrascht werden und nur über wenige, weit verstreute Kontingente verfügen, können sie einen sehr schnellen Durchbruch zum Niger nicht verhindern. Der Fluss ist damit bereits Ende Juni für die Versorgungsboote des Großkhanats Quito nicht mehr passierbar.


    14.-28. Juni 1715: Ein neuer Angriff der Armee des östlichen Kalifen im Jemen scheitert an der erbitterten Verteidigung der südarabischen Milizaufgebote und einigen wenigen aus Persien überstellten Söldnerkontingenten. In vielen Regionen scheinen die Einheimischen noch immer treu zur mongolischen Herrschaft zu stehen.

  8. #1148
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    15.-30. Juni 1715: Eine starke Hitzewelle im Mittelmeerraum und in weiten Teilen Europas beunruhigt die Bauern und erschwert ihnen die Feldarbeit. In Süd- und Mittelitalien und in Teilen Spaniens kommt es außerdem zu größeren Waldbränden. Es finden in den stark betroffenen Regionen aber kaum Hexenprozesse statt. Diese scheinen bislang ein eher nordeuropäisches Phänomen zu bleiben. Nur im Bistum Freising wird eine Bande von jugendlichen Bettlern und Dieben auch unter diese Anklage gestellt.


    18.-22. Juni 1715: Die Sonnenwendfeier in Malmö ist ein sehr schöner Erfolg für die dänische Krone. Neben dem fast vollzählig versammelten Adel aus Schonen und Seeland sind auch aus Jütland, Südschweden und dem östlichen Norwegen mehr Gäste als üblich erschienen. Nicht zuletzt ist auch der hohe dänische Klerus anwesend, nachdem man ihm eine Alternative zum heidnischen Feuerritus ermöglichte. Dabei ist es dem geschickten Bischof Kilian von Roskilde zusammen mit dem Erzbischof von Lund gelungen, den (vielleicht bewusst) langweilig und unverständlich gestalteten Vortrag durch eine kurze, feurige Predigt mit einer Segensfeier für werdende Mütter und kleine Kinder zu ersetzen und so zahlreiche Familien anzuziehen. Überdies verteilen Schwestern des Benediktinerordens Süßigkeiten und kleine Kreuze, was sich zu einer echten Konkurrenz für die Lichtfeier der Heiden auswächst, so dass aus dem einfachen Volk diesmal nur wenige Teilnehmer auf dem Feld nördlich der Stadt anwesend sind, wo das Sonnenwendfeuer entzündet wird.


    21. Juni 1715: Eine kleine Kamelreiterabteilung der freien Berber erreicht das Umland von Mopti. Die Männer versuchen offenbar nicht, die Stadt selbst einzunehmen, sondern legen stattdessen Feuer im Umland, um kleine Dörfer und Karawansereien zu zerstören und die eingelagerten Vorräte zu treffen. Auf diese Weise sollen die Mongolen wohl an effektiven Gegenmaßnahmen gehindert werden.

  9. #1149
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    23. Juni 1715: Direkt im Anschluss an die Sonnenwendfeier beginnt in Kopenhagen – also auf der anderen Seite des Sunds – der dänische Reichstag. Ursprünglich hatte König Radbod ihn zu Beginn der Feierlichkeiten abhalten wollen, doch die schonischen Stände baten wegen der Friedensbedingungen darum, auf diese Provokation zu verzichten und die Autonomie der Provinz zu respektieren. Ein überraschend eingebrachter Vorschlag der Krone soll Hexenprozesse weitgehend abschaffen, was aber als umstritten gilt. Die meisten der heidnischen und christlichen Delegierten halten Schadzauber für eine große Gefahr.


    24. Juni 1715: Am Johannistag versammeln sich zahlreiche schottische Bauern in Edinburgh, Glasgow oder bei ihren jeweiligen Marktorten, um für eine schnelle Fortführung der ihnen zugesagten Befreiung einzutreten. Der Protest bleibt weitgehend friedlich, zeigt aber, dass eine Verlangsamung des Prozesses aus finanziellen Gründen auf erheblichen Wiederstand treffen würde.


    24. Juni 1715: Kaiser Benedikt I. ist im Kloster Frauenchiemsee zu Gast und übernachtet wie üblich auf der Herreninsel. Am Morgen des Hochfestes wird er zur Messe in die Frauenkirche gerudert, wo eine Frauenschola wunderschöne Lieder zum Erklingen bringt, sich aber wie im Bistum Freising vorgeschrieben zur eigentlichen Wandlung ins Volk zurückzieht, um keinen Anstoß zu erregen. Nach dem Gottesdienst lädt die Generaloberin den Monarchen zu einer Besprechung und einem reichhaltigen Frühstück ein, wo der stattliche Kaiser mit viel Genuß zugreift. Besonders die Erdbeeren mit Sahne auf Eis aus den Alpen und das Rührei mit Speck haben es ihm angetan. Als das Mahl beendet ist und der Hofkaplan den Segen erbitten will, greift sich Benedikt an die Brust, klagt über Schmerzen im linken Arm und stürzt zu Boden. Man kann ihm zwar noch die Krankensalbung spenden, eine herbeieilende Ärztin aus dem Konvent vermag aber nur noch den Tod des Herrschers festzustellen. Der Kaiser wird von den Ständen des ganzen Reiches aufrichtig betrauert, galt er doch als volksnah und gütig, selbst wenn er unter der Kuratel der bairischen Generaloberinnen gestanden hatte und normalerweise keine eigenen politischen Ziele verfolgen konnte. Die beiden Ämter des Verstorbenen sollen in Kürze wieder besetzt werden, das des bairischen Khans durch Ernennung, das des Kaisers durch Wahl der Reichsstände.

  10. #1150
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    25. Juni 1715: Als im Hamburger Hafenviertel ein Feuer ausbricht, reagiert die städtische Feuerwehr schnell und bringt es unter Kontrolle, bevor es auf die Wohnviertel übergreifen kann. Das vom Hansebürgermeister erdachte Konzept scheint also gut zu funktionieren.


    25. Juni 1715: Der melakianische Verwalter des Goldfelds Buré Eresik Khan sagt dem in Mopti amtierenden Satrapen Quasim Khan zu, Sölder anzuwerben, um eine Bedrohung mongolischer Interessen abzuwenden. Die Großkhanate Quito und Melaka sind durch verschiedene Pfandleihen miteinander verbunden, so dass sie vor Ort miteinander kooperieren müssen, um nicht gemeinsam geschädigt zu werden.


    25. Juni 1715: Der dänische Reichstag stimmt in nichtöffentlicher Sitzung über mehrere Vorschläge des Königs ab.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:

    Der Reichstag stimmt mit breiter Mehrheit dafür, dem König außenpolitisch weitgehend freie Hand zu lassen, um das Land und die Union zu schützen. So soll er Embargos aussprechen und wieder aufheben dürfen, wenn er es für nötig hält. Nur dauerhafte Bündnisverträge, Kriegserklärungen oder die Abtretung von Territorien sollen weiterhin vor den Reichstag kommen. In Bezug auf die Hexerei schlägt man die Bildung einer Kommission vor.

  11. #1151
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    1.-31. Juli 1715: Auch der Juli ist in vielen Ländern Europas heiß und sehr trocken, so dass die Bauern und Gutsverwalter eine eher schlechte Ernte befürchten.


    2. Juli 1715: Herzog Konrad V. trifft in Waiblingen ein, wo eine Begegnung mit den Bauern, dem Niederadel und dem Klerus stattfinden soll. Die Menschen vor Ort feiern ihn auch als Nachfolger der Salier, die ursprünglich im Remstal beheimatet gewesen sind. Diese Region ist besonders für Wein, Obst und Gemüse bekannt.


    5. Juli 1715: Als die Sommerhitze größere Operationen erschwert, sammeln sich mehrere Berberstämme der Kriegskoalition, um ein dauerhaftes Bündnis zu schließen. Als Oberhaupt wird eine junge Frau eingesetzt, die man unter dem traditionsreichen Namen oder Titel der Kahina zur „Königin der Oasen“ ausruft.

    Nur für das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die Situation im Süden ist weitgehend unklar, man hat also keinen direkten Kontakt zu den in den Kriegsgebieten stehenden Reiterverbänden. Es wird aber gemunkelt, dass die Kahina erst 14 Jahre alt sein und als bloße Galionsfigur dienen soll, um den Mythos dieser Gestalt für die Kriegsanstrengungen zu nutzen. Eigentliches Machtzentrum ist offenbar ein Rat angesehener Scheichs, in dem alle beteiligten Stämme repräsentiert sind.

  12. #1152
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    6.-31. Juli 1715: Im Kalifat beginnen Adlige, Gutsverwalter der Krone und Sufiorden damit, auf Geheiß ihres Oberherrn Flüchtlinge aus den von Waldbränden betroffenen Regionen bei sich aufzunehmen, was deren Not deutlich lindern dürfte.


    7. Juli 1715: Das Bistum Augsburg stellt in der Lechmetropole und ihrem unmittelbaren Umland vier Kirchen bereit, in denen ausschließlich der neue „bairische Ritus“ gefeiert werden soll. Mit Afra, Barbara, Katharina und Marina sind auch deren Schutzpatrone sämtlich weiblichen Geschlechts.


    8.-31. Juli 1715:
    Auch im Khanat Italien ordnet die Regierung an, sich um die Flüchtlinge aus den Brandregionen zu kümmern. Hier tragen offenbar die Klöster die Hauptlast, während die weltlichen Autoritäten vor Ort eher abwartend reagieren.

  13. #1153
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    9.-31. Juli 1715: Als der Tod Kaiser Benedikts im Reich und in Europa allmählich bekannt wird und die Grundherren, Räte oder Bischöfe eine allgemeine Trauer anordnen, zeigt sich erneut das große Ansehen, das der Monarch in seinen 14 Jahren auf dem Thron erworben hatte. In der Klosterbothin wird er nicht zuletzt wegen seiner Frömmigkeit gelobt, und auch die eher gebildeten Reichsbürger neigen dazu, göttlichen Segen mit Amt und Person zu verknüpfen. Dazu kommt, dass die bairischen Generaloberinnen ihn stets als Landesvater aller Stände darzustellen vermochten und seine Autorität in der Öffentlichkeit nie angegriffen wurde. Einige Bauern deuten die Dürre sogar als Vorzeichen oder Folge seines Todes.


    10.-31. Juli 1715: Auch im Khanat Hellas und im Patrimonium Petri laufen Hilfsmaßnahmen für die von Waldbränden betroffenen Familien an. Während in Süditalien vor allem auf die Pachtgebühren für Kronland verzichtet wird, sorgen im Latium und in den Marken die vom Heiligen Stuhl ermutigten Orden für eine deutliche Entspannung der Situation.


    12. Juli 1715: König Robert IV. von Schottland verspricht einer Bauerndelegation, er werde den eingeschlagenen Weg der allgemeinen Befreiung gemeinsam mit allen Ständen wie vorgesehen weitergehen. Die Unruhe im Land legt sich damit zunächst wieder.

  14. #1154
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    15.-19. Juli 1715: Trotz großer Hitze gelingt es einer arabischen Armee, mehrere Dörfer und Kleinstädte im Südosten der Halbinsel zu besetzen, die kaum mehr verteidigt werden. Die größeren Hafenstädte bleiben ihnen aber zunächst verschlossen, so dass der Jemen, die Region am Persischen Golf und der Oman unter mongolischer Kontrolle verbleiben.


    18. Juli 1715: Die Satrapie Krakau ordnet einen Trauermonat an, um Kaiser Benedikt auch im mongolischen Reich zu ehren, und einige Tage später schließen sich einige andere Satrapien an. Offenbar hatte der Monarch auch östlich des deutschen Kernlandes Ansehen erworben. Besonders die deutschsprachige Bevölkerung in einigen schlesischen und großpolnischen Handelsstädten nimmt regen Anteil an den Ereignissen in Mitteleuropa und hat manchmal sogar das Hanseblatt oder die Klosterbothin abonniert.


    18. Juli 1715: König Radbod I. ordnet die Bildung einer Kommission an, um über die Strafen für Hexerei zu beraten. Der schonische Landesteil ist darin recht stark vertreten. Man darf also annehmen, dass ein gemeinsam ausgearbeitetes Gesetz auch in der Vasallenprovinz angenommen werden könnte.

  15. #1155
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    20. Juli 1715: Auf Barbados kommt es zu einem ersten größeren Streit zwischen Kurur Khan als faktischem Regierungschef und dem Erzbischof als nominellem Oberhaupt der Insel. Der Adel scheint entschlossen, mit Hilfe der Zheng-Hilfstruppen die Leibeigenschaft wieder auf allen Plantagen durchzusetzen und nutzt dafür verschiedene Gesetze, die den Bauern das „Vagabundieren“ untersagen und den Grundherren umfangreiche Gerichtsrechte über auf ihren Gütern beschäftigte Familien übertragen. Im Landesinneren befinden sich mehrere Regionen im offenen Aufstand, und Gefangene werden nach dänischem Vorbild für viele Jahre zur Zwangsarbeit verurteilt. Erzbischof Athenagoras versucht hingegen – vielleicht durch das päpstliche Vorbild ermutigt – die Freiheit der Bauern zu sichern.


    22. Juli 1715: In der Landgrafschaft Hessen versammeln sich die Stände des Landtags, um über die bevorstehende Kaiserwahl zu beraten. Shibani I. erklärt, selbst nicht antreten zu wollen und eine bairische Kandidatur zu bevorzugen. Auf Wunsch des Adels erklärt er sich aber bereit, für jeden Reichsstand außer den ungarischen Vasallen zu stimmen, um eine einmütige Wahl zu ermöglichen. Der Deutsche Orden hat noch keine echte Entscheidung, dürfte aber entweder Baiern oder Brandenburg zuneigen.


    27. Juli 1715: Herzog Konrad V. von Schwaben trifft in Gmünd ein, wo eine Begegnung mit den Ständen stattfindet. Hier ist die Erinnerung an die Staufer in mehreren Städten noch sehr lebendig, und als der Monarch sich Anfang August in Richtung Göppingen aufmacht, wird er immer wieder mit Friedrich Barbarossa, Heinrich VI. und Friedrich II. – dem letzten Kaiser vor Beginn der mongolischen Herrschaft – in Verbindung gebracht.

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