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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1111
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    9.-31. Dezember 1714: Ab der Dezembermitte setzen in vielen Regionen Europas starke und anhaltende Schneefälle ein. Selbst die Dörfer und Kleinstädte in den Mittelgebirgen werden dadurch häufig von der Außenwelt abgeschnitten. Mancherorts ist sogar das Flachland betroffen, etwa die Residenzen Urach, Buda und Frauenchiemsee.


    11.-31. Dezember 1714: Aus einigen Dörfern Nord- und Mitteleuropas wird gemeldet, dass die Schneefälle mit Hexerei in Verbindung gebracht werden. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, aber angeblich soll es im Ostseeraum bereits zu Lynchmorden gekommen sein.


    14. Dezember 1714: Ein hochrangiger Mitarbeiter der Braunschweiger Geschützgießerschule trotzt dem Winterwetter und kämpft sich nach Enschede durch, um mit dem jungen Khan zu sprechen. Friedrich I. erschrickt zuerst und denkt an ein Unglück, doch als man den tapferen Handwerksmeister mit warmen Speisen und gehaltvollen Getränken versorgt hat, hat er eine sehr gute Nachricht zu überbringen: Es ist den Gießern gelungen, moderne Prototypen der Stufe IV herzustellen und so zu den besten Manufakturen der Welt aufzuschließen. Man nimmt an, dass zunächst etwa ein Fünftel der aktuellen Produktionskapazität umgestellt werden kann. Bereits Anfang 1715 wären erste Aufträge möglich.

  2. #1112
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    18. Dezember 1714: Die schonischen Stände wählen noch vor Ablauf des Jahres den höchst angesehenen, königstreuen Christen Frans von Ystad zum neuen Herzog der Provinz. Man hofft, dass der 57jährige zur Versöhnung der Gegensätze im Land beitragen kann, da sein Sohn mit einer Nichte des Ansgar von Kallinge verheiratet ist, so dass er auch bei den Ordensanhängern über einen gewissen Einfluss verfügt.


    24.-25. Dezember 1714: Die Weihnachtstage stehen in den meisten Regionen Europas im Zeichen der Hoffnung auf Frieden, nachdem die Kämpfe im Norden und vor der Küste der Kanaren beendet zu sein scheinen. Kaiser Benedikt I. singt wie in den letzten Jahren in der Heiligen Nacht das Weihnachtsevangelium, und mit Berke I. (Negübeihafen) und Batu V. (Melaka) tun es ihm auch zwei der Großkhane nach. In Bethlehem kann hingegen keine Mitternachtsmesse gefeiert werden, weil die arabischen Beduinen dort eine nächtliche Ausgangssperre verhängt haben. Das Hochamt findet aber ohne Einschränkungen statt.


    26.-31. Dezember 1714:
    Kurz nach dem Ende der Weihnachtstage nehmen die Gefechte im Heiligen Land wieder an Intensität zu. Nuntius Josef von Isernia ist auf päpstlichen Befehl in die Krisenregion zurückgekehrt und wirkt mittlerweile als eine Art Feldprediger der vor Ort rekrutierten mongolischen Armee, die allerdings vorwiegend aus galiläischen, libanesischen und syrischen Milizaufgeboten besteht und über eine eher geringe Kampfkraft verfügen soll. Die meisten Reiterminghan und Söldner wurden nach Osten abgezogen und sind noch nicht wieder zurückgekehrt. Zudem fehlt mit der Abwesenheit des Satrapen eine anerkannte und erfahrene Führungspersönlichkeit, so dass verschiedene Teilkommandos bestehen. Einem Milizverband aus jüdischen und muslimischen Handwerkern gelingt es bislang aber noch, Jerusalem zu halten. Die Beduinen können hingegen am Silvestertag Jaffa besetzen, da es dort (wie in vielen mongolischen Städten) keine echte Mauer gibt, die den Angreifern eine Eroberung erschweren könnte. Auch die Jordangegend und die Küstenstädte Aschdod und Gaza sind bereits gefallen. Zudem wird gemeldet, dass die Karawanenstraße zwischen den bedeutenden Handelsstädten Badgad und Damaskus unterbrochen worden sei. Dort sind aber offenbar auch loyale arabische Hilfstruppen aktiv, und der Satrap von Täbris soll ebenfalls die Entsendung einer Armee zugesagt haben.

  3. #1113
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    1. Januar 1715: Zu Jahresbeginn werden in Europa zahlreiche Handelsvorrechte zwischen den verschiedenen Ländern neu vergeben, aufgewertet oder in selteneren Fällen auch aufgehoben. Man vermutet allgemein, dass sich die Handelsströme dadurch nochmals verändern werden – und natürlich hofft jeder, zu den Gewinnern zu zählen.


    1.-31. Januar 1715:
    Die Kämpfe in Arabien lassen auch zu Beginn des neuen Jahres nicht nach. Es wird berichtet, dass Teile der arabischen Hilfstruppen in mongolischem Dienst übergelaufen seien. Der nördliche Hedschas soll damit akut bedroht sein. Zudem sind Gerüchte im Umlauf, wonach im besetzten Gebiet die Kopfsteuer für „Ungläubige“ in wenigen Wochen wieder eingeführt werden soll.


    2. Januar 1715:
    Kalif Ahmad I. hält an der von seinem Vater erdachten Tradition fest und verabschiedet die entlassenen Söldner auf festliche und ehrenvolle Weise, bevor sie im Frühjahr in ihre jeweilige Heimatstadt zurückkehren werden. Die Resonanz ist erneut außerordentlich groß.

  4. #1114
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    3. Januar 1715: Nach dem Auslaufen der Soldverträge auf Barbados wächst die Unsicherheit der SI-Kämpfer aus Genua und der LI-Aufgebote von den Kanaren deutlich an, da sie nicht wissen, ob und wann sie mit ihrem Rücktransport rechnen können. In Italien sind zugleich Gerüchte im Umlauf, wonach es dem gerissenen Verhandler Urus Khan gelungen sei, vom Heiligen Stuhl und den freien Khanaten Südamerikas gleichzeitig Geld für den ohnehin nur schwer vermeidbaren Rückzug von der Insel zu gewinnen. Dies dürfte seine Position im Inland wieder stärken.


    4. Januar 1715: Mehrere Kriegsschiffe wechseln in diesem Jahr offenbar den Besitzer, so dass die Flottenstärken sich nochmals deutlich verändern dürften. Großer Gewinner ist angeblich der Heilige Stuhl, doch auch Norwegen und die westfälischen Vasallen sollen großzügig bedacht worden sein und nunmehr eine weitaus schlagkräftigere Flotte zur Verfügung haben.


    4. Januar 1715:
    Markgraf Friedrich August von Brandenburg kündigt vor einem Ausschuss des die Bildung von Domänenkammern an. Sie sollen die Effizienz der Verwaltung stärken und auf eine objektive Grundlage stellen, was allen Ständen zugute kommen werde.

  5. #1115
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    6. Januar 1715: Urus I. von Italien kündigt auf einem Empfang der Mailänder Zünfte noch für dieses Jahr das Ende der ungarischen Handwerkerwerbung an und weist darauf hin, dass es bei den Staatsbetrieben attraktive Stellen gebe. Zwar sind die norditalienischen Handwerker überwiegend freie Männer und könnten deshalb dennoch den Weg ins Nachbarland gehen, man hofft aber, dass die Worte des Monarchen einen Einfluss haben werden.


    6. Januar 1715: Deutschordenshochmeister Louis-Thomas von Savoyen tritt von seinem Amt zurück, nachdem seine Politik sich letztlich nicht wie erhofft durchsetzen konnte. Das bereits wenige Tage später zusammentretende Generalkapitel wählt den erfahrenen thüringischen Grafen Thankrad von Merseburg zu seinem Nachfolger, dessen Familie in Franken, Sachsen und Brandenburg begütert ist und wohl die Gewähr dafür bieten soll, die Bindung ans Reich wieder zu festigen.


    7. Januar 1715: Kronprinz Putraq von Dagomys und Kaiser Lizong II. von China treffen in der chinesischen Hauptstadt Changsha zusammen. Einige Tage später trifft zudem Jagun Khan, der Vater Batus V. (Melaka) dort ein. Dem Vernehmen nach soll es um den Wunsch Chinas nach einem eigenen Meereszugang gehen, der in Indien zu einem Krieg geführt hatte. Alle drei Verhandlungspartner gelten eher als kompromissorientiert. Zudem hat Lizong II. zur Entlastung seiner Milizaufgebote Truppen aus dem Alten Landen in sein Reich geholt, was einen Überraschungsangriff nach indischem Vorbild wohl ausschließen dürfte.

  6. #1116
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    9. Januar 1715: Großkhan Yesun I. bittet die Botschafterkonferenz zu sich, um über einige aktuelle Themen zu beraten. Man vermutet, dass angesichts der Revolte in Arabien nicht zuletzt die Religionsfrage zur Sprache kommen wird, die ja bereits in Indien zur Eskalation bestehender Konflikte beigetragen hatte.


    10.-28. Januar 1715: Trotz der Versprechungen des italienischen Kommandeurs, man werde bald von Schiffen des Khanats abgeholt, eskaliert Situation die auf Barbados rasch. Während die ehemals kanarischen Aufgebote immer wieder in Plünderungen verwickelt sind, sinkt die Bereitschaft der Bevölkerung, die deutlich geschrumpfte Besatzungsarmee noch als Autorität anzuerkennen. In der zweiten Januarhälfte werden die ungünstig verteilten Streitkräfte dann immer stärker von Einheimischen angegriffen, wenn sie sich in kleinen Gruppen bewegen. In Khansbruck findet man zudem mehrfach tote italienische Söldner, die sich offenbar nachts vergnügen wollten und dabei in eine Falle gelockt worden sind.


    12. Januar 1715:
    Die bairischen Bischöfe erklären sich nach intensiven Verhandlungen mit der Generaloberin der Benediktiner bereit, den Chorgesang als Teil der Messe auch für das Hochgebet zuzulassen, sofern ihr jeweiliger Erzbischof und die Dekane dem zustimmen. Es gilt als Zeichen für die Veränderungen des Frauenbildes, dass hochrangige Kleriker sich von einer Äbtissin in liturgischen Fragen beeinflussen lassen.

  7. #1117
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    16. Januar 1715: Der päpstliche Nuntius bei den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus spricht die Brüder auf den Wunsch des Heiligen Vaters an, ein Frauenkloster auf Grönland zu gründen, um den bekehrten Frauen der Schwanengilde eine neue Heimat zu geben.


    22. Januar 1715: Der Halbbruder des jungen Scheichs Said ibn Muhammad aus der Familie des Scherifen von Mekka lässt sich nach dem Tod des Vaters zum Hüter der Heiligen Stätten ausrufen und will angeblich zwischen Rebellen und Loyalisten vermitteln. Ihm werden von Landeskennern durchaus Chancen eingeräumt, da die Familie seiner Mutter zum größten Teil mit den Beduinen kämpfen soll, während die Verwandten seines Vaters und seines Halbbruders meist auf mongolischer Seite stehen.


    25. Januar 1715: Markgraf Friedrich August von Brandenburg gibt weitere Mittel für die Förderung der Flachsverarbeitung frei und rät dazu, dafür wenn möglich Brachland zu nutzen, um die Nahrungsmittelversorgung nicht zu gefährden. Dies ist zwar in vielen Gebieten kaum möglich, die Adligen versprechen aber, ihr Bestes zu tun.

  8. #1118
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    1.-28. Februar 1715: Als der Februar nochmals überraschend kaltes Wetter und Stürme an Nord- und Ostsee mit sich bringt, kommt es in Schonen, Finnland, Westfalen, Brandenburg und mehreren Hansestädten überraschend zu einer Reihe von Hexenprozessen, die meist mit Todesstrafen wegen Schadzaubers enden. In abgelegenen Dörfern soll es zudem auch Lynchmorden an Verdächtigen gegeben haben. Einige Grundherren vermuten, dass ein Zusammenhang mit den Hexereigerüchten besteht, die im Norden Europas in Umlauf gebracht worden sind.


    2. Februar 1715: Am Lichtmesstag feiert der päpstliche Nuntius Josef von Isernia eine Messe in der Grabeskirche und segnet danach die Truppen der Stadtgarde. Auch einige jüdische und muslimische Kämpfer sind dabei anwesend, sei es aus Respekt vor seinem Mut, sei es aus Angst vor einer Verwundung oder dem Tod in den nächsten Kriegswochen.


    5. Februar 1715: Als die Situation in Barbados sich trotz aller Bemühungen der italienischen Kommandeurs und des mittlerweile freigelassenen früheren Inseloberhaupts Kurur Khan in vielen Regionen weiter verschärft, landen im Nordosten und bei Khansbruck Zheng-Truppen unter der Flagge der freien Inselregierung an. Die Italiener und Kanarier leisten ihnen keinen Widerstand, sondern gehen offenbar zum Teil sogar gern in ehrenvolle Gefangenschaft, um die Insel rasch verlassen zu können. Einige kanarische Plünderer haben sich zwar nördlich des Hafens verschanzt, werden aber rasch überwältigt. Kabul I. (Quito) hat angeordnet, die Gefangenen nach Gran Canaria zu verschiffen und sie dort dem Heiligen Stuhl zu übergeben.

  9. #1119
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    8.-28. Februar 1715: Die Kämpfe im Hedschas, am Rand der Arabische Wüste, im Heiligen Land und im Norden des Jemen werden fortgesetzt. Prediger der Beduinenrebellen sind offenbar bemüht, möglichst viele Kämpfer der mongolischen Hilfstruppenverbände zum Überlaufen zu bewegen und haben dabei durchaus einen gewissen Erfolg.


    10. Februar 1715:
    Eine hellenische Verhandlungsdelegation aus Kairo, die unter dem Schutz von Truppen der Satrapie bis in den Negev vordringen konnte, wird auf dem von Rebellen besetzten Gebiet sofort gefangen genommen. Möglicherweise hält man die Männer für Spione.


    11. Februar 1715: In Quito treffen mehrere Gesandte aus den südlichen Festlandssatrapien ein, die meist landwirtschaftlich geprägt sind und angeblich unter hohem Steuerdruck und einer schwächeren Nachfrage der größeren Städte leiden. Kabul I. zeigt sich bereit, sie zu empfangen und über mögliche Erleichterungen zu beraten.

  10. #1120
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    12.-28. Februar 1715: Erste Staatsoberhäupter aus den betroffenen Regionen reagieren auf die Hexenprozesse und bemühen sich, ihre Bürger zur Mäßigung anzuhalten oder holen weitere Informationen ein. Auch der dänische König ruft seine schonischen Vasallen auf, dagegen vorzugehen. Es fehlt aber zunächst fast überall an der nötigen Durchsetzungskraft, zumal Schnee und Kälte die Weitergabe von Befehlen oder gar das Ausrücken von Truppen deutlich erschweren.


    15. Februar 1715: Der Satrap von Kairo sagt zu, sich bei den Beduinenrebellen um die rasche Freilassung der hellenischen Gesandtschaft zu bemühen. Man sei bislang aber noch nicht sicher, welche Gruppe sie in ihre Gewalt gebracht habe.


    18.-20. Februar 1715: Ein zweiter Angriff der Beduinen auf Jerusalem hat nach schweren und auf beiden Seiten verlustreichen Kämpfen Erfolg. Dabei gerät neben dem Patriarchen auch der päpstliche Nuntius Josef von Isernia in Gefangenschaft. Die Eroberer fordern von den städtischen Gilden und den einzelnen Kirchengemeinden zudem eine hohe Kontribution. Diese solle zunächst an die Stelle einer Kopfsteuer treten.

  11. #1121
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    22. Februar 1715: Papst Laurentius ehrt am Fest der Kathedra Petri in besonderer Weise die Spender, die sich um den Bau der neuen Peterskirche verdient gemacht haben und feiert die Festmesse sogar auf der Baustelle selbst. So soll die Spendenbereitschaft erhalten werden, zumal der Heilige Stuhl sich zuletzt stärker der Universität und der Flotte widmete.


    25. Februar 1715:
    Im Mittelmeerraum beginnt die sichere Seefahrt, während man an Nord- und Ostsee wegen des kalten und stürmischen Wetters noch etwas abwartet. Auf Wunsch der Markgrafschaft erklärt sich der Hochmeister des Deutschen Ordens aber bereit, erste Reiterkontingente aus Jütland abzuziehen, um die Sicherheit in der Region zu verbessern und eine geordnete Form der Hexenprozesse zu ermöglichen.


    27. Februar 1715:
    Mit den ersten günstigen Winden beginnt der Aufbruch der hellenischen Flotte in Marokko, die nach Hause zurückkehren wird. Hellas hatte sich zwar mit begrenzten Mitteln am Krieg gegen die Kanaren beteiligt, aber zugleich deutlich gemacht, dass man den Inseln keine Lasten auferlegen möchte, sobald die Geldfälschungen beendet wurden.

  12. #1122
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    28. Februar 1715: Kronprinz Putraq von Dagomys, Kaiser Lizong II. von China und Jagun Khan als Vertreter des Großkhanats Melaka kommen in der chinesischen Hauptstadt Changsha zu einer Übereinkunft. Das Kaiserreich erhält die Erlaubnis, große Kontore in den wichtigen Handelsstädten Haiphong und Guangzhou zu errichten und dort auch eine Handelsflotte aufzubauen. Damit soll offenbar ein Krieg um den Meereszugang vermieden werden.


    1. März 1715: In München beginnen erneut die Louisenspiele, bei denen Spendengelder für die Armen gesammelt werden sollen. Wegen der Kälte sind die ersten Vorstellungen aber ungewöhnlich schlecht besucht.


    2. März 1715: Im Kalifat von Cordoba beginnt eine Begrüßungsfeier für die angeworbenen Berberminghan, die nach ungarischem Vorbild als (bezahlte) Verbündete die Sicherheit im Land aufrechterhalten sollen. Zugleich beginnt die Flotte, sich neu zu verteilen, um die geplanten Aufgaben erfüllen und neben Marokko und Spanien auch die drei östlichen Kanareninseln samt dem dortigen Handel schützen zu können.

  13. #1123
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    3.-15. März 1715: Als das Wetter in der ersten Märzhälfte allmählich besser wird, lassen die Anklagen wegen Hexerei in Nordeuropa deutlich nach, so dass anfallende Prozesse unter besseren Bedingungen und auch mit geringerem Druck aus der Bevölkerung durchgeführt werden können. So werden in Schonen, Brandenburg und Westfalen oftmals recht milde Urteile gefällt, während es in den Hansestädten und Finnland in einigen Fällen sogar zu Freisprüchen kommt. Erste Erhebungen ergeben, dass bei den Hexenjagden etwa 80 Menschen (darunter 55 Frauen) das Leben verloren, während gut 600 Familien oder Einzelpersonen aus ihrer Heimat vertrieben oder verbannt wurden. Da diese Zahlen sämtliche betroffenen Gebiete beinhalten, dürften die Folgen eher gering sein.


    4. März 1715: Mit einem der ersten Postschiffe trifft ein längerer Brief des Papstes an den Patriarchen von Konstantinopel ein, worin der Heilige Vater erneut seine Bereitschaft zur Unterstützung der mongolischen Sache bekundet. Basilius von Konstantinopel gilt als ein Freund des Heiligen Stuhls und als Unterstützer der geeinten Kirche und schickt noch mit demselben Schiff eine Antwort zurück. Dem Vernehmen nach soll Laurentius I. auch an Patriarch Karim von Sarai geschrieben haben, und Basilius sorgte angeblich dafür, dass dieses Schreiben sogar mit der Reichspost transportiert wird.


    8. März 1715: Sobald es wieder gefahrlos möglich ist, sammeln sich zahlreiche irische Schiffe in den Häfen der Föderation, um sich der großen staatlichen Handelsfahrt nach Südamerika anzuschließen. Man wird vor allem versuchen, mit der recht hohen Investitionssumme entsprechende Gewinne zu erzielen.

  14. #1124
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    12.-14. März 1715: Ein Angriff der Beduinenarmee im Heiligen Land auf die Städte Galiläas wird von einem syrisch-libanesischen Adelsaufgebot zurückgeschlagen. Im Hedschas sind derweil so viele Kämpfer zu den Rebellen übergelaufen, dass der neue Hüter der Heiligen Stätten Ismael ibn Muhammad sich ihnen ebenfalls anschließt und angesichts seines sehr hohen Ansehens sofort in die informelle Führungsriege der Beduinen aufsteigt. Sein nur wenige Monate älterer Halbbruder Said ibn Muhammad gerät mit seinen mongolisch-arabischen Gefolgsleuten in Gefangenschaft.


    14. März 1715: Markgraf Friedrich August von Brandenburg lässt sich nach dem Abschluss des Wintersemesters eine Liste mit den besten Absolventen der Universität Rostock anfertigen, um selbst eine Auswahl für Stellen bei Hofe treffen zu können.


    17. März 1715: Die päpstliche Flotte bricht mit einem günstigen Wind zu den Kanaren auf, wo man den den Hafen von Gran Canaria übernehmen wird. Einige ungarische Fahrzeuge sind derweil von Genua aus in die Adria gesegelt und sollen dort im Auftrag des Heiligen Stuhls operieren. Der Satrap von Rhodos, dessen Fahrzeuge bislang die Region vor der Piraterie geschützt hatten, verändert die Verteilung seiner Streitkräfte daraufhin leicht.

  15. #1125
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    18. März 1715: Der schwäbische Herzog Konrad V. beginnt mit seiner bereits im Vorjahr sehr intensiv geplanten Rundreise durch das ganze Land. Die erste Etappe wird ihn von Urach aus in Richtung Tübingen führen, wo ihn neben den Ständevertretern der Region auch mehrere Professoren und zahlreiche Studenten der Universität empfangen sollen.


    20. März 1715: Mit dem allmählichen Beginn des Frühjahres werden in Lugano die Arbeiten zum Bau der neuen eidgenössischen Metallmanufaktur aufgenommen, die vorwiegend den langfristigen Forschungsinteressen des Landes dienen soll.


    20. März 1715: Nach mehreren erfolglosen Briefen des Ordinariates an die Redaktionen der pfälzischen Zeitungen verlangt Burkhard von Worms eine finanzielle Entschädigung für die Minderung seiner Ehre. Angesichts seines hohen Ranges – er entstammt einer Seitenlinie des bairischen Kaisergeschlechts – verlangt er 300 000 S entweder von den betroffenen Zeitungen oder von der Pfalzgrafschaft selbst.

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