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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1081
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    7. Juni 1714: Die größeren Kriegsschiffe der Hanseflotte verlassen in Begleitung einiger kleiner Fahrzeuge den Hafen von Amsterdam und segeln in den Kanal. Sie dürften nach Marokko unterwegs sein, um den Druck der Koalition weiter zu erhöhen.

    Nur für die Deutsche Hanse

    Achtung Spoiler:
    Das Flottenoberkommando hat sich entschlossen, 15 Begleitschiffe mitsegeln zu lassen. Es handelt sich also insgesamt um 9*400 III, 3*300 III, 7*50 III und 8*25 III.



    9. Juni 1714: Die finnischen Söldner verlassen Schweden wieder und kehren nach Hause zurück. Da es dem Großfürsten gelungen ist, Frieden zu stiften, werden er und seine Begleiter am Hafen mit großem Jubel verabschiedet.


    10. Juni 1714: Die Irische Föderation demobilisiert ihre LI-Aufgebote, die den heimatlichen Boden vor Überraschungsangriffen schützen sollten. Dies ist ein erstes Zeichen, dass auch Hochkönig Arbogast nicht mehr von einer akuten Bedrohung der Insel ausgeht.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Der Föderationsrat teilt die Ansicht, dass es sich um eine hohe Summe handle. Einige Äbte und Könige fragen auch, ob man die Insel und die Schiffe überhaupt benötige? Italien sei auch mit ihnen keine große Bedrohung zur See, und ein so weit entferntes Mitglied der Föderation werde finanziell zweifellos zunächst ein Verlustgeschäft werden.

  2. #1082
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    15. Juni 1714: Zum Ende der großen Jubiläumsfeier in Bielefeld präsentiert Khan Friedrich I. eine jüngst erarbeitete Schrift zu Herzog Widukind. Dieser wird als Vorläufer der jetzigen Monarchen und in gewisser Weise auch des ganzen Landes dargestellt.


    15.-30. Juni 1714: Die Rundreise des päpstlichen Legaten durch Westfalen führt ihn zum vor wenigen Jahren errichteten Priesterseminar und verschiedenen Kirchen. Er wird überall mit großer Freundlichkeit in Empfang genommen.


    16.-27. Juni 1714: Zur Monatsmitte hin beruft König Eduard VII. von England verschiedene Landtage seiner französischen Lehen ein. In einigen südfranzösischen Grafschaften nehmen seine Söhne oder Töchter in seinem Namen an den Ständeversammlungen teil.

    Nur für das Königreich England

    Achtung Spoiler:
    Die meisten Ständevertreter sind der Ansicht, dass man auf einem guten Weg sei. Der König von Frankreich habe durch sein Verhalten eine Krise im Land abwenden können, als man den Kanarienvertrag öffentlich werden ließ. Die Bindung an Paris hat sich also weiter verstärkt, weil man dankbar für die zurückhaltende und hilfsbereite Reaktion ist. Wenn man beim englischen Parlament eine Erhöhung der Zivilliste erreichen könnte, dürfte sich auch die finanzielle Situation entspannen.

  3. #1083
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    18. Juni 1714: Kronprinz Putraq von Dagomys macht auf seinem Weg nach Osten Station in der kleinen Dorfkirche St. Leo nördlich der Reichsstraße in Richtung Taschkent. Dort wurde Großkhan Negübei I. bestattet, nachdem er auf seiner Asienreise das Zeitliche gesegnet hatte. Putraq und sein Vater versuchen offenkundig, an die großen Herrscher der Vergangenheit anzuknüpfen.


    20.-30. Juni 1714: Das letzte Junidrittel ist in Europa recht trocken, was bei vielen Bauern neue Befürchtungen vor einer Missernte auslöst.


    21.-22. Juni 1714: Die nordische Sonnenwendfeier wird in diesem Jahr dezental begangen, nachdem Schloss Kalmar mittlerweile vom Deutschen Orden übernommen worden ist. In vielen Regionen der drei Reiche werden besonders viele Besucher gezählt, die nicht selten kleine Bilder von König Radbod bei sich tragen.

  4. #1084
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    23. Juni 1714: Der Lübecker Stadtrat erlaubt die Anwerbung zusätzlicher Arbeitskräfte über die von den Zünften üblicherweise festgelegten Grenzen hinaus. Hintergrund könnte die fortdauernde Anwesenheit der französisch-burgundischen Flotte sein, die für eine hohe Nachfrage sorgt, aber auch die Nahrungsmittelpreise steigen lässt. Die Erlaubnis wird zunächst auf zwei Jahre beschränkt.


    24. Juni 1714: Auch das Kalifat von Cordoba beginnt mit der Demobilisierung von Truppen, um die Bevölkerung zu entlasten und den heraufziehenden Frieden zu nutzen. Vor den Kanaren läuft der Seeverkehr aber immer noch schleppend, was den Handel mit den Ländern Westafrikas und Mittel- und Südamerikas erschwert.


    24. Juni 1714: Kalif Ahmad I. betet gemeinsam mit zahlreichen Höflingen und Adligen in der Hauptmoschee Cordobas für eine gute Ernte und ausreichend Regen. Viele Muslime auf der iberischen Halbinsel und in Nordafrika schöpfen offenbar neue Zuversicht, auch wenn die Wege Gottes natürlich unergründlich bleiben, wie fast alle Korangelehrten bestätigen.

  5. #1085
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    25. Juni 1714: Die vier schnellen irischen Schiffe kehren zur Haupflotte zurück, welche sich gegenwärtig in den Gewässern vor der Küste der Satrapie Mayaimi befindet und langsam nach Süden vorstößt.

    Nur für die Irische Föderation


    Achtung Spoiler:
    Es ist leider bislang nicht gelungen, Ankerplätze für die gewaltige Flotte zu gewinnen, da die einzelnen Länder in der Karibik strikt neutral bleiben wollen. Es erscheint daher sinnvoller, zunächst wieder nach Nantucket zurückzukehren, zumal man bislang sehr langsam und mühsam vorankam und vor Barbados kaum mehr kampffähig wäre. Zudem haben erste Erkundigungen bei verschiedenen Zheng-Gouverneuren ergeben, dass die Insel eine recht ansehnliche Streitmacht beherbergt, so dass man mehr Landungstruppen benötigen dürfte.



    25. Juni 1714: Kronprinz Putraq von Dagomys trifft mit Vertretern des Reiteradels der Alten Lande zusammen. Dieser gilt als außergewöhnlich kampfkräftig, aber auch traditionalistisch und steckt zudem seit den Klimaveränderungen der frühen Bürgerkriegszeit in einer lange anhaltenden wirtschaftlichen Krise. Zuletzt sind den Reiterkriegern hohe Summen aus der Staatskasse und aus dem Kaiserreich China zugeflossen, was die Situation leicht abmilderte. Es dürften aber weitere Anstengungen nötig sein, die Lehen dauerhaft zu schützen.


    27. Juni 1714: Der schonische Landpfleger Ansgar von Kallinge erbittet eine Audienz beim Hochmeister des Deutschen Ordens, der noch immer auf Schloss Kalmar residiert. Mit ihm reisen auch einige Ritterbrüder aus der Schutztruppe der Provinz und mehrere dänische Adlige, deren Besitz vorwiegend in Schonen liegt.

    Nur für den Deutschen Orden

    Achtung Spoiler:

    Der Landpfleger hat weitere Sondierungen durchgeführt, kann aber nicht garantieren, dass eine Ständevertretung der Provinz hinter ihm stünde. Es wäre denkbar, dass Adel und Volk seine Erhebung zum Herzog ablehnen und den Abzug des Ordens fordern könnten, was für die Anhänger Radbods natürlich ein großer Prestigegewinn wäre.
    Geändert von Jon Snow (28. Februar 2026 um 17:27 Uhr)

  6. #1086
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    29. Juni 1714: Am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus bitten die schonischen Dekane und mehrere Äbte den Deutschen Orden in einem Brief höflich darum, seine Truppen aus der Provinz abzuziehen. Es bestehe gegenwärtig keine Gefahr für das Christentum. Man dürfe also zuversichtlich sein, den Konflikt zwischen Hochmeister und König friedlich beilegen zu können.


    29. Juni 1714: Am Peter- und Paulstag, an dem üblicherweise die Kollekte für den Heiligen Stuhl gesammelt wird, gehen in diesem Jahr besonders viele Menschen zum Gottesdienst. Auch das Spendenaufkommen ist in mehreren Regionen wie Italien, Spanien, Frankreich, Kleinasien und dem Balkan außergewöhnlich hoch. Zudem gehen auch aus dem Landesinneren Ostafrikas erstmals wieder Kollektengelder ein.


    30. Juni 1714: Erzbischof Athenagoras von Barbados trifft in Cordoba ein und feiert mit dem Oberhirten der Stadt eine gemeinsame Messe. In einer kurzen Ansprache zum Abschluss des Gottesdienstes dankt er im Namen der ganzen Inselbevölkerung den Koalitionsmitgliedern dafür, dass sie die Karibier nicht im Stich ließen und für ihre Freiheit eintraten.

  7. #1087
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    1. Juli 1714: Das Großkhanat Quito und die offiziell nur als Gouverneure amtierenden Zheng-Kleinkönige einigen sich darauf, die kampferprobte Kanarenflotte zwischen den karibischen Satrapien und den einzelnen Inseln aufzuteilen. Damit bleiben die Schiffe vor Ort, fallen aber nicht vollständig an die häufig sehr unabhängig agierenden Zheng-Familien, so dass Quito zumindest eine gewisse Kontrolle über ihren Einsatz hat.


    1. Juli 1714: Großkhan Batu V. (Melaka) beruft erstmals seit fünf Jahren wieder einen Kuriltai ein. Dieser soll diesmal ausnahmsweise nicht in der Hauptstadt, sondern im südchinesischen Guangzhou stattfinden und Anfang Dezember zusammentreten. Damit dürfte der Monarch, der zuletzt deutlich an Ansehen gewonnen hat, den Gebietsanspruch auf diese Region zum Ausdruck bringen wollen.


    4. Juli 1714: Die beiden amerikanischen Großkhanate, ihre verschiedenen Vasallen und die sieben freien Reiche sichern sich vertraglich zu, künftig keine Kriegsschiffe europäischer Nationen mehr in den eigenen Häfen aufzunehmen, sofern sie sich nicht erkennbar in Seenot befinden und in der Nähe eigener Küsten unterwegs waren. Offenbar soll so verhindert werden, dass man erneut unter den Auseinandersetzungen und der als rücksichtslos empfundenen Kriegsführung der Europäer zu leiden hat.

  8. #1088
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    5.-24. Juli 1714: Im Lauf des Monats übergeben päpstliche Legaten die Friedensbedingungen an alle Kanarischen Inseln, und zugleich werden auch bei der Friedenskonferenz in Cordoba dieselben Forderungen erhoben. Sie erweisen sich als äußerst einschneidend: So müssen Barbados und die Festlandsstädte abgetreten, alle Häfen für Kriegs- und Handelsschiffe der Koalition geöffnet, die Todesarena und die Schwanengilde aufgelöst, die noch verbliebenen Streitkräfte abgerüstet und mögliche Verbindungen in die Karibik gekappt werden. Für alle christlichen und muslimischen Gemeinden soll zudem die Freiheit der Religionsausübung gelten. Kritisch könnte die verlangte Auslieferung der „Falschgeldpressen“ und der nicht näher bezeichneten „Verantwortlichen“ sein, da es auch den Koalitionären bislang nicht gelungen ist, echte Belege für ihre Existenz zu entdecken. Letztlich bleibt den Inseln aber keine andere Wahl, als alle Bedingungen zu akzeptieren und den Siegermächten die freie Entscheidung zu überlassen, welche Maßnahmen zur Falschgeldkontrolle und zur sicheren Ergreifung möglicher Verantwortlicher sie für ausreichend halten. Als der Heilige Stuhl für den Schutz der Seewge die Gründung eines Ordens anregt, bieten die Satrapen Berdi Khan und Yurul Khan an, zunächst die Sicherung ganz zu übernehmen, bis der geplante Konvent existiert und über die nötigen Mittel verfügt. Da beide Amtsträger damit zweifellos an die Grenze ihrer Vollmachten oder sogar darüber hinaus gingen, dürfte die Sorge vor einer anhaltenden Krise im Amerikahandel auf mongolischer Seite mittlerweile nochmals außerordentlich stark angewachsen sein.


    9. Juli 1714: In Ostafrika gelingt es dem päpstlichen Legaten zusammen mit Gesandten des Patriarchen von Sansibar, eine Einigung über die Zukunft der freien Kirchen zu erzielen. Als wichtigster Kompromiss gilt die Bitte an den Heiligen Stuhl, eigene Bistümer für jeden der Kleinstaaten und jede der freien Städte zu errichten. Die jeweiligen Oberhirten sollen nach dem „europäischen“ Wahlrecht von den Domkapiteln bestimmt und danach vom Heiligen Stuhl bestätigt werden, womit auch eine Ausgliederung aus dem Patriarchat Sansibar und eine Eingliederung ins Patriarchat des Abendlandes verbunden wäre. Da eine Erhebung neuer Bistümer allein dem Heiligen Stuhl zukommt, muss dieser noch seine Zustimmung erteilen.


    12.-22. Juli 1714:
    Um die Mitte des Monats erleben viele europäische Länder ergiebige und andauernde Regenfälle. Da die Ernte kurz bevorsteht, könnte ein letzter Wachstumsschub einsetzen, so dass es unter Umständen nicht zu einer Missernte kommen wird.

  9. #1089
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    14. Juli 1714: Herzogin Luise von Burgund befindet sich den Berichten von Kaufleuten nach im Augenblick auf dem Tigris und wird nach Norden gerudert. Satrap Ahmed Khan von Bagdad stellte ihr sogar seine eigene Yacht zur Verfügung, wie es heißt.


    15.-23. Juli 1714: Das englische und das schottische Parlament treten wieder zur selben Zeit zusammen, wobei erneut Reiterstaffeln die Kommunikation sicherstellen sollen. Als erster Tagesordnungspunkt wurden bereits im Frühjahr mögliche irische Privilegien festgelegt. Zudem könnten auch andere Handelsvorrechte besprochen werden, die der König möglicherweise anstrebt.


    16. Juli 1714: Ein irischer Gesandter trifft in Shikawo ein, um über die Vereinbarung zwischen den amerikanischen Reichen zum Anlegen fremder Schiffe zu sprechen. Offenbar waren die britischen Mächte Schottland und Irland nicht eingeweiht, dass ein solcher Vertrag in Betracht gezogen wurde.

  10. #1090
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    19.-25. Juli 1714: Die Jakobuswoche in Santiago ist wieder eine außerordentlich schöne und geisterfüllte Erfahrung für die zahlreichen Gläubigen. Da gegen Ende der Feierlichkeiten auch die Hochzeit des Kronprinzen stattfinden wird, sind aus mehreren europäischen Ländern Delegationen erschienen.


    22. Juli 1714: Vier kleine irische Schiffe treffen vor Barbados ein und erbitten die Einfahrt nach Khansbruck. Der Hafenkommandant will zunächst noch den Rat und die Entscheidung des Oberbefehlshabers der italienischen Expeditionsarmee einholen, neigt aber dazu, eine positive Antwort zu geben. Schließlich könnten diese Fahrzeuge keine Söldner oder andere Truppen in nennenswertem Umfang transportieren, und der Kontor sei irisches Eigentum.


    22.-25. Juli 1714: Die Wiederaufbaufeier in der Ostschweiz führt zahlreiche Menschen aus den Nachbarkantonen und sogar aus Ungarn, Tirol und Italien zusammen. Ein Gottesdienst unterstreicht die geistliche Dimension des Projekts, in den Reden wird aber vor allem auf den menschlichen Fleiß und die Initiative der Bundesregierung abgehoben.

  11. #1091
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    23. Juli 1714: Bei der Trauung des galicischen Kronprinzen Fernando mit Isabella von Soria trägt die Tochter der Braut aus erster Ehe mit etwas Hilfe ihrer Patentante die Ringe für das hohe Paar, was die Anerkennung des Mädchens durch die Dynastie unterstreicht. Der bereits ortsübliche Mozarabische Ritus wird durch die Kelchkommunion ergänzt, die neben den zwei Neuvermählten auch einige andere hochrangige Gäste empfangen. Allerdings zeigen sich bei der Austeilung einige praktische Probleme mit dieser ungewohnten Form.


    23. Juli 1714: Der italienische Oberkommandierende auf Barbados verwehrt den irischen Kriegsschiffen die Zufahrt nach Khansbruck. Er erlaubt ihnen aber, das Handelskontor zu inspizieren, wenn die dafür ausgewählten Männer außerhalb der Niederlassung keine Waffen mit sich führen. Als die Delegation dann an Land geht, erweist sich das Gebäude zwar als schwer beschädigt, es wurde aber offenbar so weit als möglich instandgehalten. Einige Stützbalken belegen, dass einheimische Geschäftspartner oder andere Freunde der Iren auch nach der Flucht der Kaufleute bemüht waren, die Gebäude vor dem Verfall zu schützen. Auf dem Dach weht sogar noch immer die Flagge der Föderation, die auf das Geheiß der Italiener gehisst worden ist.


    24. Juli 1714: Erzabt Bernhard IV. segnet im Kreise seiner Ordensbrüder und versehen mit den Sakramenten der Kirche das Zeitliche und wird wie üblich in der schlichten Zeremonie der Zisterzienser auf Shetland bestattet. Mitte August wird dann das Generalkapitel des nordatlantischen Ordenszweiges zusammentreten, um dem Heiligen Stuhl ein neues Oberhaupt vorzuschlagen.

  12. #1092
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    27. Juli 1714: Als Herzogin Luise von Burgund bei Bagdad den Tigris verlässt und mit einer Karawane nach Westen weiterreist, stellt ihr der Satrap der Stadt ein ganzes Minghan hervorragender Reiter und verschiedene Vorräte zur Verfügung. Offenbar möchte er vermeiden, dass die burgundische Monarchin sich beschämt fühlen oder sogar in Lebensgefahr geraten könnte.


    27. Juli 1714: Satrap Berdi Khan von St. Petrus verlässt als erster hochrangiger Gast Cordoba und segelt von Cádiz aus in Richtung Osten. Es gilt als wahrscheinlich, dass er mit Großkhan Yesun I. über den Schutz der Seewege nach Amerika und die dafür nötige Flotte beraten wird. Einige Tage später beginnen dann auch andere Delegationen mit der Heimreise. Zugleich hat der Kalif angeblich angeboten, übergangsweise eigene Schiffe zu der Inselgruppe zu entsenden.


    1. August 1714:
    Bei schönem Wetter beginnen einige bairische Ordensschwestern mit der Besteigung des Großkönigs. Zunächst kommen die Frauen unter Führung eines kundigen, erfahrenen Bergbauern und seiner Tochter gut voran. Dann zeigt sich aber, dass der im Kloster übliche Lebensrhythmus sportliche Höchstleistungen kaum begünstigt. Es fehlt offenbar vielen Nonnen trotz eines zusätzlichen Trainings im Frühjahr an der nötigen Ausdauer und der richtigen Selbsteinschätzung. Dafür erweist sich der über viele Jahre hinweg eingeübte Zusammenhalt als herausragend. Als erste Mitglieder der Gruppe sich bloß noch langsam fortbewegen können und ein Wetterumschwung droht, helfen sich die Ordensfrauen gegenseitig und gelangen so ohne jeden Verlust oder jede größere Verletzung gemeinsam wieder ins Lager. Der Besteigungsversuch gilt also als Teilerfolg und könnte auch wiederholt werden.

  13. #1093
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    2.-25. August 1714: Der junge Khan Altan von Nantucket führt wie vom Hochkönig erhofft mehrere Prozesse gegen vermeintliche Kollaborateure, die mit den Kanariern kooperiert haben. Als Hauptverantwortliche werden relativ schnell verschiedene Handelsherren und Beamte benannt, die meist zu einer gewissen Zeit der Verbannung verurteilt werden. Dies dürfte deutlich machen, dass die Föderation sich als Schicksalsgemeinschaft versteht, aus welcher man in Krisenzeiten nicht einfach ausscheren kann. Allerdings rechnet man auch einige Jahre lang mit einem etwas schwächeren Handel und mit einer weniger effektiven Verwaltung auf der Insel.


    4. August 1714: Prinz Roberto und Prinzessin Eleonore feiern ihren Hochzeitstag in Santiago, wie es der galicische König gewünscht hat. Letztere zeigt aber recht deutlich ihren Unwillen, was für gewisse Verstimmungen bei Hofe sorgt. Es heißt, die Südfranzösin könne mit dem Wallfahrtsort nur wenig anfangen und schätze die dortigen Geistlichen nicht besonders.


    6. August 1714:
    Am Fest der Verklärung des Herrn besucht der schonische Landpfleger Ansgar von Kallinge einen Gottesdienst in der Kathedrale von Lund. Danach hält er eine längere Rede, in welcher er den Einsatz des Deutschen Ordens für das Christentum im Norden würdigt und dazu aufruft, den Einflüsterungen König Radbods nicht zu folgen.

  14. #1094
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    12. August 1714: Erste Rückmeldungen der Fronaufseher, Verwalter und Freibauern über die Ernteerträge geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Man rechnet damit, dass zumindest keine Hungersnot in irgendeinem Teil Europas befürchtet werden muss.


    15. August 1714: Der päpstliche Nuntius bei den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus nutzt die Predigt zum Hochfest der Himmelfahrt Mariens, um den verstorbenen Erzabt ausführlich ein einer Predigt zu würdigen und deutlich machen, wie hoch geachtet und geschätzt er in Rom war.


    19. August 1714: Herzogin Luise von Burgund trifft mit einem aus Bagdad mitgerittenen und von hochrangigen Adligen begleiteten Minghan in Tripoli ein, von wo aus sie die Reise über das Mittelmeer antreten dürfte. In der Stadt selbst wird sie von Satrap Schimon Khan und mehreren Gouverneuren begrüßt, die eigens angereist sind. Zudem wird man ihr eine größere Flotte der Satrapie Jaffa als Schutz mitgeben.

  15. #1095
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    22. August 1714: Der ungarische Hochadlige Bardur von Gyor übernimmt die Baukosten für eine Maskina der kleinen mandäischen Gemeinschaft, die auf seinem Land besteht. Damit dürfte er auch die Leibeigenen aus ihrem Kreis belohnen, die sich in besonders großer Zahl zur Ausbildung beim Handwerkerprogramm des Khans gemeldet hatten.


    23.-31. August 1714:
    Kleinere Angriffe auf Balleien des Deutschen Ordens in Skandinavien werden relativ schnell unterbunden. Die schwedischen Truppen waren offenbar sofort mobilisiert worden, als erste Gerüchte über den neuen diplomatischen Schlagabtausch zwischen dem Hochmeister und König Radbod eintrafen. In Norddeutschland gelingt es Anhängern der altnordischen Religion hingegen, die fast unbemannte Ballei Wismar zu erstürmen und einige Tage lang mehrere Gebäude zu halten, bis ein Adelsaufgebot aus mecklenburgischen Familien sie wieder vertreibt.


    25. August 1714: Die Wahl der Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus fällt recht einmütig auf den langjährigen Prior des Klosters Toftir Eleutherius. Das kleinste der drei bedeutenden Inselklöster wurde zuletzt durch einen sehr lebendigen Konvent geprägt, der neben einer sorgfältig gefeierten Liturgie besonders großen Wert auf die Versorgung der ungewöhnlich vielen Schiffbrüchigen legte, die wegen der starken Flottenbewegungen auf der zentral gelegenen Färöer-Inselgruppe Schutz und Rettung suchten.

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