Seite 377 von 377 ErsteErste ... 277327367373374375376377
Ergebnis 5.641 bis 5.654 von 5654

Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5641
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
    Registriert seit
    24.11.06
    Ort
    Bei Nürnberg
    Beiträge
    33.497
    Ach noch was, bevor Lukas schon wieder zu Ende geht:

    Merkt ihr, wie es Lukas beim Zachäus schon wieder um Geld, Reichtum, Armut und Besitz geht? Mongke sagt, er hätte mehr abgeben sollen - aber im Ernst, er braucht ja auch noch Geld für sein unrechtmäßigen Gewinn, den er vierfach erstatten soll. - Von welchem reichen Menschen habt ihr gehört, er würde auf einmal die Hälfte den Armen geben? Das machen die meisten doch erst, wenn sie tot sind. Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel sagt Jesus. Die Jünger fragen, wer kann dann überhaupt gerettet werden? Die Antwort ist: Menschen wie Zachäus. Jesus sagt: Heute ist diesem Haus Rettung widerfahren.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  2. #5642
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    https://www.bibleserver.com/LUT.ELB.MENG.EU/Lukas20

    Lukas 20
    Achtung Spoiler:

    1 Eines Tages nun, als er das Volk im Tempel lehrte und die Heilsbotschaft verkündigte, traten die Hohenpriester und Schriftgelehrten samt den Ältesten an ihn heran
    2 und sagten zu ihm: »Sage uns, aufgrund welcher Vollmacht du hier in dieser Weise auftrittst oder wer es ist, der dir die Vollmacht dazu gegeben hat?«
    3 Da antwortete er ihnen: »Auch ich will euch eine Frage vorlegen; sagt mir:
    4 Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?«
    5 Da überlegten sie bei sich folgendermaßen: »Sagen wir: ›Vom Himmel‹, so wird er fragen: ›Warum habt ihr ihm dann keinen Glauben geschenkt?‹
    6 Sagen wir dagegen: ›Von Menschen‹, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, daß Johannes ein Prophet (gewesen) ist.«
    7 So gaben sie ihm denn zur Antwort, sie wüßten nicht, woher sie stamme.
    8 Da sagte Jesus zu ihnen: »Dann sage auch ich euch nicht, aufgrund welcher Vollmacht ich hier so auftrete.«
    9 Er begann dann dem Volk folgendes Gleichnis vorzutragen: »Ein Mann legte einen Weinberg an, verpachtete ihn an Weingärtner und ging dann für längere Zeit ins Ausland.
    10 Als nun die Zeit da war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm (seinen Teil) vom Ertrag des Weinbergs abgäben; aber die Weingärtner mißhandelten diesen und schickten ihn mit leeren Händen zurück.
    11 Da sandte er nochmals einen andern Knecht; sie aber mißhandelten und beschimpften auch diesen und schickten ihn mit leeren Händen zurück.
    12 Er sandte darauf noch einen dritten; sie aber schlugen auch diesen blutig und warfen ihn hinaus.
    13 Da sagte der Herr des Weinbergs: ›Was soll ich tun? Ich will meinen geliebten Sohn hinsenden; vor diesem werden sie sich doch wohl scheuen.‹
    14 Als die Weingärtner ihn aber erblickten, überlegten sie miteinander und sagten: ›Dies ist der Erbe! Wir wollen ihn töten: dann fällt das Erbgut uns zu.‹
    15 So stießen sie ihn denn aus dem Weinberge hinaus und schlugen ihn tot. Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen machen?
    16 Er wird kommen und diese Weingärtner ums Leben bringen und den Weinberg an andere vergeben.« Als sie das hörten, sagten sie: »Nimmermehr!«
    17 Jesus aber blickte sie an und sagte: »Was bedeutet denn dieses Schriftwort: ›Der Stein, den die Bauleute (als unbrauchbar) verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden‹?
    18 Jeder, der an diesem Steine zu Fall kommt, wird zerschmettert werden; auf wen aber der Stein fällt, den wird er zermalmen.«
    19 Da suchten die Schriftgelehrten und Hohenpriester ihn noch in derselben Stunde festzunehmen, fürchteten sich jedoch vor dem Volk; sie hatten nämlich wohl gemerkt, daß er dieses Gleichnis gegen sie gerichtet hatte.
    20 So lauerten sie ihm denn auf und sandten Aufpasser ab, die sich das Aussehen gesetzesstrenger Leute geben sollten, damit sie ihn durch einen seiner Aussprüche fingen und ihn dann der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters überliefern könnten.
    21 Die fragten ihn also: »Meister, wir wissen, daß du offen redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Gottes mit Wahrhaftigkeit lehrst:
    22 ist es recht, daß wir dem Kaiser Steuern entrichten, oder nicht?«
    23 Da er nun ihre böse Absicht durchschaute, sagte er zu ihnen:
    24 »Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er?« Sie antworteten: »Des Kaisers.«
    25 Da sagte er zu ihnen: »Nun, so gebt dem Kaiser, was dem Kaiser zukommt, und Gott, was Gott zukommt.«
    26 Und sie vermochten ihn nicht bei einem Ausspruch vor dem Volk zu fangen und wußten, voll Verwunderung über seine Antwort, nichts mehr zu sagen.
    27 Hierauf traten einige Sadduzäer herzu, die da behaupten, es gebe keine Auferstehung, und legten ihm eine Frage vor
    28 mit den Worten: »Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: ›Wenn jemandem sein Bruder stirbt, der eine Frau hat, jedoch kinderlos geblieben ist, so soll sein Bruder die Frau ehelichen und für seinen Bruder das Geschlecht fortpflanzen.‹
    29 Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos;
    30 der zweite heiratete sie darauf,
    31 dann der dritte und in derselben Weise alle sieben, hinterließen aber keine Kinder und starben;
    32 zuletzt starb auch die Frau.
    33 Wem von ihnen wird diese nun bei der Auferstehung als Frau angehören? Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«
    34 Da sagte Jesus zu ihnen: »Die Kinder der jetzigen Weltzeit heiraten und werden verheiratet;
    35 diejenigen aber, welche würdig befunden worden sind, an jener Weltzeit und an der Auferstehung der Toten teilzunehmen, die heiraten weder noch werden sie verheiratet;
    36 sie können dann ja auch nicht mehr sterben, denn sie sind den Engeln gleich und sind Söhne Gottes, weil sie Söhne der Auferstehung sind.
    37 Daß aber die Toten auferweckt werden, das hat auch Mose bei (der Erzählung von) dem Dornbusch erkennen lassen, indem er dort den Herrn ›den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs‹ nennt.
    38 Gott ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden, denn alle leben ihm.«
    39 Da antworteten mehrere Schriftgelehrte: »Meister, du hast trefflich gesprochen!«
    40 Sie wagten auch hinfort nicht mehr, ihm eine Frage vorzulegen.
    41 Er sagte dann aber zu ihnen: »Wie kann man behaupten, Christus[10] sei Davids Sohn?
    42 David selbst sagt ja doch im Psalmbuch: ›Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten,
    43 bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße.‹
    44 David nennt ihn also ›Herr‹; wie kann er da sein Sohn sein?«
    45 Zu seinen Jüngern aber sagte er, während das ganze Volk zuhörte:
    46 »Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die es lieben, in langen Gewändern einherzugehen, und sich auf den öffentlichen Plätzen gern begrüßen lassen; die auf die vordersten Sitze in den Synagogen und auf die obersten Plätze bei den Gastmählern Anspruch machen;
    47 die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete verrichten; diese werden ein besonders strenges Gericht erfahren.«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Ich glaube, die Gegenfrage von Jesus hatten wir in den anderen Evangelien bei der Konfrontation mit den Hohenpriestern nicht. "Dann sage auch ich euch nicht, aufgrund welcher Vollmacht ich hier so auftrete" (V. 8) finde ich aber ne rhetorisch coole - wenn auch kommunikativ nicht konstruktive - Antwort
    • Das Gleichnis vom Erben des Weinbergbesitzers ist hingegen sehr bekannt. So bekannt, dass ich mir nicht eigens die Mühe gemacht habe, es in den anderen Evangelien nachzuschlagen und mir neue Gedanken zu machen. Die Unterschiede sind laut Wikipedia subtil:
      • Lukas nennt in Vers 9 "das Volk" als Adressaten, bei den anderen richtet es sich an die Priester und Ältesten
      • Bei Lukas werden die Knechte nicht gesteinigt
      • Wie bei Matthäus wird der Sohn nach dem Rauswurf getötet (bei Markus sofort)
      • Die beschriebene Reaktion ("Nimmermehr!", V. 16) gibt es nur bei Lukas.

    • Vers 17 rezitiert (einmal mehr) die Psalme (Ps 118,22) und ergänzt es inhaltlich um ein anderes Zitat (Jes 8,14), das einen Stein zum Inhalt hat. Der Eckstein wird so in diesem Kontext zu dem Stein, der zermalmt. Das finde ich sprachlich ganz nett gemacht
    • Auch bei Lukas lässt sich Jesus vom Denar und den römischen Steuern nicht aufs Glatteis führen.
    • "Jemandem sein Bruder" (V. 28) - Asideutsch
    • Die theologische Falle mit den sieben kinderlosen Brüdern stellte auch Markus nahezu wortgleich in Markus 12,18ff. Mir ist vor allem ein feiner Unterschied aufgefallen: Lukas "begründet", was es heißt, dass Gott ein Gott der Lebenden ist. Er schreibt "denn alle leben ihm". Das ist eine etwas sperrige Formulierung, die anderen Übersetzungen schreiben: "für ihn". Finde ich deshalb bemerkenswert, weil es definiert, was Leben in dem Kontext bedeutet. Es eröffnet die Möglichkeit, dass in irgendeiner Form von irdischem Tod das Leben weitergeht, wenn man weiter "für Gott" lebt, also eine ~gläubige Seele~ ist. Bei Markus hatte ich mich an der Stelle über den christlichen Friedhofskult gewundert, er lässt sich hiermit besser in Einklang bringen.
    • Bei Markus prüfen ihn die Gelehrten ein weiteres Mal mit der Frage nach dem wichtigsten Gebot. Bei Lukas scheinen sie geschlagen zu sein.
    • Der Schluss (das David-Zitat) und die Warnung an die Jünger ist wieder gleich.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  3. #5643
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
    Registriert seit
    24.11.06
    Ort
    Bei Nürnberg
    Beiträge
    33.497
    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    "Jemandem sein Bruder" (V. 28) - Asideutsch
    Das ist hier grammatisch was anderes. Es ist kein Dativ possessivus, sondern der Bruder stirbt jemandem weg. Der alte Menge übersetzt halt manchmal sperrig...
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  4. #5644
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
    Registriert seit
    29.12.11
    Beiträge
    8.985
    Der zermalmende Stein erinnert mich noch an Daniel und Emoticon: kratz die Statue der Weltreiche?

  5. #5645
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    Lukas 21
    Achtung Spoiler:
    1 Als er dann aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten einlegten.
    2 Da sah er auch eine arme Witwe dort zwei Scherflein hineintun
    3 und sagte: »Wahrlich ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als alle anderen eingelegt;
    4 denn jene haben alle aus ihrem Überfluß eine Gabe in den Gotteskasten getan, sie aber hat aus ihrer Dürftigkeit alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß.«
    5 Als einige dann vom Tempel sagten, er sei (ein Prachtbau) mit herrlichen Steinen und Weihgeschenken geschmückt, antwortete er:
    6 »Was ihr da anschaut – es werden Tage kommen, an denen kein Stein auf dem andern liegen bleibt, der nicht niedergerissen wird.«
    7 Da richteten sie die Frage an ihn: »Meister, wann wird dies denn geschehen, und welches ist das Anzeichen dafür, wann dies eintreten wird?«
    8 Da antwortete er: »Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: ›Ich bin es‹, und ›Die Zeit ist nahe!‹ Lauft ihnen nicht nach!
    9 Wenn ihr ferner von Kriegen und Aufständen hört, so laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß zuerst kommen, aber das Ende ist dann noch nicht sogleich da.«
    10 Hierauf fuhr er fort: »Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere;
    11 auch gewaltige Erdbeben werden stattfinden und hier und da Hungersnöte und Seuchen; auch schreckhafte Erscheinungen und große Zeichen vom Himmel her werden erfolgen.«
    12 »Aber ehe alles dies geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch an die Synagogen und Gefängnisse überantwortet und euch vor Könige und Statthalter führt um meines Namens willen.
    13 Da wird euch dann Gelegenheit geboten werden, Zeugnis (für mich) abzulegen.
    14 So beherzigt denn (die Warnung) wohl, daß ihr euch nicht im voraus Sorge über die Art eurer Verteidigung machet;
    15 denn ich selbst werde euch Redegabe und Weisheit verleihen, der alle eure Widersacher nicht zu widerstehen noch zu widersprechen imstande sein sollen.
    16 Ihr werdet aber sogar von Eltern und Geschwistern, von Verwandten und Freunden überantwortet werden, ja man wird manche von euch töten,
    17 und ihr werdet allen um meines Namens willen verhaßt sein.
    18 Doch es soll kein Haar von eurem Haupte verlorengehen:
    19 durch standhaftes Ausharren werdet ihr euch das Leben gewinnen.«
    20 »Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren umlagert seht, dann erkennet daran, daß seine Zerstörung nahe bevorsteht.
    21 Dann sollen die (Gläubigen) in Judäa ins Gebirge fliehen und die Bewohner (der Hauptstadt) auswandern und die auf dem Lande Wohnenden nicht in die Stadt hineinziehen;
    22 denn dies sind die Tage der Vergeltung, damit alles in Erfüllung gehe, was in der Schrift steht.
    23 Wehe den Frauen, die in jenen Tagen guter Hoffnung sind, und den Müttern, die ein Kind zu nähren haben! Denn große Not wird im Lande herrschen und ein Zorngericht über dieses Volk ergehen;
    24 und sie werden durch die Schärfe des Schwertes fallen und in die Gefangenschaft unter alle Heidenvölker weggeführt werden, und Jerusalem wird von Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden abgelaufen sind.«
    25 »Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen in Erscheinung treten und auf der Erde wird Verzweiflung der Völker in ratloser Angst beim Brausen des Meeres und seines Wogenschwalls herrschen,
    26 indem Menschen den Geist aufgeben vor Furcht und in banger Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden; denn (sogar) die Kräfte des Himmels werden in Erschütterung geraten.
    27 Und hierauf wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit.
    28 Wenn dies nun zu geschehen beginnt, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor; denn eure Erlösung naht.«
    29 Er sagte ihnen dann noch ein Gleichnis: »Seht den Feigenbaum und alle anderen Bäume an:
    30 sobald sie ausschlagen, erkennt ihr, wenn ihr es seht, von selbst, daß nunmehr der Sommer nahe ist.
    31 So sollt auch ihr, wenn ihr alles dieses eintreten seht, erkennen, daß das Reich Gottes nahe ist.
    32 Wahrlich ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht.
    33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nimmermehr vergehen!«
    34 »Habt aber auf euch selbst acht, daß eure Herzen nicht etwa durch Schlemmerei und Trunkenheit und Sorgen des Lebens beschwert werden und jener Tag euch unvermutet überfalle wie eine Schlinge;
    35 denn hereinbrechen wird er über alle Bewohner der ganzen Erde.
    36 Seid also allezeit wachsam und betet darum, daß ihr die Kraft empfanget, diesem allem, was da kommen soll, zu entrinnen und vor den Menschensohn hinzutreten!«
    37 Tagsüber war Jesus im Tempel, wo er lehrte; an jedem Abend aber ging er (aus der Stadt) hinaus und übernachtete am sogenannten Ölberg;
    38 und das ganze Volk kam schon frühmorgens zu ihm, um ihm im Tempel zuzuhören.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Die Versatzstücke, die uns hier begegnen, kennen wir aus den anderen Übersetzungen:
      • Die "arme Witwe", die weniger und doch mehr gibt, als "die Reichen" (V. 2ff)
      • Die Prophezeiung vom Untergang des Tempels (V. 6)
      • Die Warnung vor falschen Heilanden (V. 8)
      • Die "Apokalypse" und die ~Shoa~ (V. 10ff)

    • So eindringlich, wie Jesus in Vers 16ff. davor warnt, dass seinen Anhängern Schlimm(st)es widerfährt, habe ich das in den anderen Übersetzungen nicht in Erinnerung. Vers 17 bringt das gut auf den Punkt: "ihr werdet allen um meines Namens willen verhaßt sein".
    • "was in der Schrift steht" (V. 22) ist Folgendes (5. Mose 32, 35ff): "Denn der HERR wird sein Volk richten, aber seiner Knechte sich erbarmen, wenn er sieht, daß jeder Halt geschwunden und daß dahin sind Hörige wie Freie."
    • Jesus beschreibt die Apokalypse schon sehr ausführlich Er referenziert dabei - umfangreicher als mir das bei den anderen Übersetzungen aufgefallen ist - die Bibel und führt die Zitate zusammen:
      • Sacharja 12,3 ("An jenem Tage will ich Jerusalem zu einem Hebestein für alle Völker machen [...]") in V. 24
      • Jesaja 34,4 ("Auch das gesamte (Sternen-) Heer des Himmels wird sich auflösen und der Himmel sich zusammenrollen [...]") in V. 25
      • Das mit den "Zeichen an Sonne, Mond und Sternen" in V. 25 kommt mir auch bekannt vor
      • Daniel 7,13 ("Während ich noch in das Anschauen der Nachtgesichte versunken war, sah ich, wie mit den Wolken des Himmels Einer kam, der wie eines Menschen Sohn aussah") in V. 27

    • "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nimmermehr vergehen" - ein Stück weit hat sich diese Prophezeiung bislang erfüllt, jetzt gerade wieder, da ich sie digital zitiere
    • Anhand dieser Predigt (im Tempel!!!, V. 37) wird auf jeden Fall mehr als deutlich, warum die theologische Obrigkeit in ihm ein Problem sah
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  6. #5646
    Zurück im Norden
    Registriert seit
    01.05.12
    Beiträge
    44.189
    Von welchen Übersetzungen sprichst du denn? Du verwendest doch immer Menge, oder? Oder meinst du die anderen beiden Evangelien, die du bisher gelesen hast?

  7. #5647
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    Ja, die meine ich dann. Bin da beim Schreiben nicht ganz trennscharf.

  8. #5648
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    Es naht Ostern Emoticon: run

    Heute ist schon Palmsonntag. Ich lese mal weiter und bleibe der Zeit knapp voraus

    Lukas 22 (Teil 1)
    Achtung Spoiler:
    1 So kam denn das Fest der ungesäuerten Brote, das sogenannte Passah, heran;
    2 und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten Mittel und Wege, wie sie ihn beseitigen könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volke.
    3 Da fuhr der Satan in Judas, der den Beinamen Iskariot führte und zur Zahl der Zwölf gehörte:
    4 er ging hin und verabredete mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten der Tempelwache, wie er ihnen Jesus in die Hände liefern wollte.
    5 Darüber freuten sie sich und kamen mit ihm überein, ihm Geld zu geben;
    6 er war einverstanden und suchte nun nach einer guten Gelegenheit, um ihnen Jesus hinter dem Rücken des Volkes in die Hände zu liefern.
    7 Als dann der Tag der ungesäuerten Brote gekommen war, an dem man das Passahlamm schlachten mußte,
    8 sandte er Petrus und Johannes ab mit der Weisung: »Geht hin und richtet uns das Passahmahl zu, damit wir es essen können!«
    9 Auf ihre Frage: »Wo sollen wir es zurichten?«
    10 antwortete er ihnen: »Gebt acht: sobald ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht,
    11 und sagt dem Eigentümer des Hauses: ›Der Meister läßt dich fragen: Wo ist der Speisesaal, in welchem ich das Passahlamm mit meinen Jüngern essen kann?‹
    12 Dann wird er euch ein geräumiges, mit Tischpolstern ausgestattetes Obergemach zeigen: dort richtet das Mahl zu!«
    13 Sie gingen hin und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte, und richteten das Passahmahl zu.
    14 Als dann die Stunde gekommen war, setzte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm.
    15 Da sagte er zu ihnen: »Herzlich habe ich mich danach gesehnt, dieses Passahmahl vor meinem Leiden noch mit euch zu essen;
    16 denn ich sage euch: ich werde es nicht mehr essen, bis es im Reiche Gottes seine Vollendung findet.«
    17 Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet und sagte: »Nehmt diesen (Becher) und teilt ihn unter euch!
    18 Denn ich sage euch: Ich werde von nun an von dem Erzeugnis des Weinstocks nicht mehr trinken, bis das Reich Gottes kommt.«
    19 Dann nahm er Brot, sprach den Lobpreis (Gottes), brach das Brot und gab es ihnen mit den Worten: »Dies ist mein Leib [der für euch dahingegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis!«
    20 Ebenso tat er mit dem Becher nach dem Mahl und sagte: »Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird].
    21 Doch wisset wohl: Die Hand meines Verräters ist mit mir zusammen auf dem Tische.
    22 Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; doch wehe dem Menschen, durch den er verraten wird!«
    23 Da fingen sie an, sich untereinander zu besprechen, wer von ihnen es wohl sein möchte, der dies tun würde.
    24 Da entstand auch noch ein Streit unter ihnen darüber, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe.
    25 Er aber sagte zu ihnen: »Die Könige der Völker herrschen gewaltsam über sie, und ihre Machthaber lassen sich ›Wohltäter‹ nennen.
    26 Bei euch aber darf es nicht so sein, sondern der Größte unter euch muß wie der Jüngste sein und wer obenan sitzt, wie der Aufwartende.
    27 Denn wer ist der Größere: der zu Tische sitzt oder der dabei bedient? Doch wohl der zu Tische Sitzende. Ich aber bin in eurer Mitte wie der Aufwartende.
    28 Ihr aber seid es, die in meinen Anfechtungen bei mir ausgeharrt haben.
    29 So vermache ich euch denn die Königswürde, wie mein Vater sie mir vermacht hat:
    30 ihr sollt (dereinst) in meinem Reiche an meinem Tische essen und trinken und sollt auf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten.«
    31 »Simon, Simon! Wisse wohl: der Satan hat sich (von Gott) ausgebeten, Gewalt über euch zu erhalten, um euch zu sichten, wie man Weizen siebt;
    32 ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht ausgehe; und du, wenn du dich einst bekehrt hast, stärke deine Brüder!«
    33 Da antwortete ihm Petrus: »Herr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gefängnis als auch in den Tod zu gehen!«
    34 Jesus aber entgegnete: »Ich sage dir, Petrus: Der Hahn wird heute nicht krähen, bis du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen!«
    35 Dann fuhr er fort: »Als ich euch ohne Geldbeutel, ohne Ranzen und Schuhe aussandte, habt ihr da Mangel an irgend etwas gelitten?« Sie antworteten: »Nein, an nichts!«
    36 Er fuhr fort: »Jetzt aber – wer einen Beutel (mit Geld) hat, der nehme ihn mit sich, ebenso auch einen Ranzen, und wer nichts (derartiges) hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe sich ein Schwert!
    37 Denn ich sage euch: Folgendes Schriftwort muß sich an mir erfüllen: ›Er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden‹; denn in der Tat: das mir bestimmte Geschick kommt jetzt zum Abschluß.«
    38 Da sagten sie: »Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter!« Er antwortete ihnen: »Das genügt.«
    39 Er ging dann (aus der Stadt) hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg; es begleiteten ihn auch seine Jünger.
    40 Als er an Ort und Stelle angelangt war, sagte er zu ihnen: »Betet darum, daß ihr nicht in Versuchung geratet!«
    41 Darauf entfernte er sich etwa einen Steinwurf weit von ihnen, kniete nieder und betete
    42 mit den Worten: »Vater, wenn du willst, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!«
    43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
    44 Und als er in angstvollen Seelenkampf geraten war, betete er noch inbrünstiger; und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die zur Erde niederfielen.
    45 Nach dem Gebet stand er auf, und als er zu seinen Jüngern kam, fand er sie vor Traurigkeit eingeschlafen
    46 und sagte zu ihnen: »Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!«

    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Bei Markus und Matthäus fuhr der Satan nicht in Judas. Da ging er einfach zu ihnen. Bei Lukas erfahren wir somit etwas über die Beweggründe - und dass es gar nicht von ihm aus ging, wenn man den Satan als handelnden Akteur begreift.
    • Der Rando mit dem Wasserkrug ist uns schon bekannt.
    • Das Abendmahl gestaltet sich im Ablauf etwas anders. Bei Markus und Matthäus weist Jesus direkt auf drohenden Verrat hin und bringt dann den Spruch mit Leib und Blut. Bei Lukas hält er den Begriff "Verräter" (V. 21) zurück und bedauert zunächst nur, dass dies sein letztes Passahmahl sei.
    • Er legt bei seinen Worten viel mehr Gewicht darauf, dass "im Reiche Gottes [...] Vollendung" gefunden werde.
    • Er sagt zum Wein auch nicht, dass dies sein Blut sei. Der Kelch steht hier im Vordergrund, über den es heißt "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut". Wenn man beim Leib in V. 19 den Zusatz "dies tut zu meinem Gedächtnis" beachtet (ist in allen Übersetzungen so drin), fällt es mir nochmal deutlich schwerer, diese Stelle wörtlich auszulegen (also dass das wirklich Leib und Blut Christi seien). Das gemeinsame Brechen des Brotes und das Trinken aus einem Kelch sind in der Darstellung bei Lukas nur Symbolik.
    • Gleichzeitig wird der Kelch wichtiger und damit auch der heilige Gral
    • In Vers 27 erschließt sich mir eine Bedeutung von "Ich aber bin in eurer Mitte", die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte: Jesus ist nicht nur mitten unter ihnen, also greifbar und eine Art Mittelpunkt, sondern er ist auch "mittelmäßig", vulgo nichts Besonderes. Er sitzt nicht am Tischende und er ist nicht Bediensteter. Er ist in dieser Hinsicht weder überhöht noch erniedrigt, sondern (sozial, gesellschaftlich,...) "in eurer Mitte". Jesus ist Mittelschicht
    • Die Abendmahlrede ist deutlich ausführlicher und detaillreicher hier bei Lukas.
    • Bei Matthäus kommt Judas zu Wort. Bei Lukas richtet Jesus sein Wort direkt an Simon Petrus (der bei Matthäus von sich aus sagte "ich werde niemals an dir Anstoß nehmen, Mt. 26, 33) und stellt ihn so heraus: "stärke deine Brüder" (V. 32)
    • Vers 32 finde ich interessant: "Wenn du dich eins bekehrt hast" - das setzt zum einen voraus, dass Petrus noch nicht bekehrt ist und impliziert zum anderen, dass man (bzw. Petrus) sich selbst bekehren könne. Man kann also von allein zum rechten Glauben finden und braucht keinen Prediger
    • Der Satan uns das Motiv der Versuchung (Jesus warnt zweimal davor, in Vers 40 und Vers 46) sind bei Lukas sehr stark ausgeprägt. Inhaltlich ist es der Teil in Gethseman (auch wenn der Ort bei Lukas nicht benannt wird) fast gleich. Durch die zweifache Erwähnung von Schwertern (die Jünger sollen sich bewaffnen und tun das auch) und die Schilderung des Gebets als Kampf ("wie Blutstropfen") erscheint mir die Schilderung bei Lukas am dramatischsten.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  9. #5649
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
    Registriert seit
    29.12.11
    Beiträge
    8.985
    ocporn:
    Dass 12 Jünger/Apostel die 12 Stämme richten ist zwar eher spekulativ aber interessant. War tatsächlich jeder von einem anderen? Bei zwei bis 3 Brüderpaaren aber irgendwie unwahrscheinlich. Emoticon: hammer2

  10. #5650
    Wee Free Man Avatar von Rob Anybody
    Registriert seit
    20.05.06
    Ort
    Ruhrstadt
    Beiträge
    19.673
    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    [*]In Vers 27 erschließt sich mir eine Bedeutung von "Ich aber bin in eurer Mitte", die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte: Jesus ist nicht nur mitten unter ihnen, also greifbar und eine Art Mittelpunkt, sondern er ist auch "mittelmäßig", vulgo nichts Besonderes. Er sitzt nicht am Tischende und er ist nicht Bediensteter. Er ist in dieser Hinsicht weder überhöht noch erniedrigt, sondern (sozial, gesellschaftlich,...) "in eurer Mitte". Jesus ist Mittelschicht
    Gut erkannt, aber über die Worte "mittelmäßig" und "Mittelschicht" musst du noch gründlich nachdenken. Jesus ist gerade das nicht.

    [*]Vers 32 finde ich interessant: "Wenn du dich eins bekehrt hast" - das setzt zum einen voraus, dass Petrus noch nicht bekehrt ist und impliziert zum anderen, dass man (bzw. Petrus) sich selbst bekehren könne. Man kann also von allein zum rechten Glauben finden und braucht keinen Prediger
    Denkst du dabei an dich? Vorsicht! Mit Pharisäertum und Arroganz im Herzen klappt das nicht. Es gehört wesentlich mehr dazu, als die Bibel selbst gelesen zu haben.
    Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
    nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ...
    (Terry Pratchett)

  11. #5651
    Wee Free Man Avatar von Rob Anybody
    Registriert seit
    20.05.06
    Ort
    Ruhrstadt
    Beiträge
    19.673
    Zitat Zitat von Mendelejev Beitrag anzeigen
    Dass 12 Jünger/Apostel die 12 Stämme richten ist zwar eher spekulativ aber interessant. War tatsächlich jeder von einem anderen? Bei zwei bis 3 Brüderpaaren aber irgendwie unwahrscheinlich. Emoticon: hammer2
    Wenn die Mütter aus einem anderen Stamm als der Vater sind und für den anderen Bruder zählen, warum nicht?
    Es wurde doch auch für Maria die Abstammung von David belegt ...
    Aber an jenem Morgen war es Magie gewesen. Und es hörte nicht auf, Magie zu sein,
    nur weil man [inzwischen] eine Erklärung dafür hatte ...
    (Terry Pratchett)

  12. #5652
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    Ich werde mich ganz sicher nicht bekehren!

  13. #5653
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
    Registriert seit
    25.06.11
    Ort
    KA
    Beiträge
    20.406
    Und wenn Friedrich Merz Mittelschicht sein kann, kann Jesus das auch Emoticon: narr

  14. #5654
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
    Registriert seit
    24.11.06
    Ort
    Bei Nürnberg
    Beiträge
    33.497
    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Er sagt zum Wein auch nicht, dass dies sein Blut sei. Der Kelch steht hier im Vordergrund, über den es heißt "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut". Wenn man beim Leib in V. 19 den Zusatz "dies tut zu meinem Gedächtnis" beachtet (ist in allen Übersetzungen so drin), fällt es mir nochmal deutlich schwerer, diese Stelle wörtlich auszulegen (also dass das wirklich Leib und Blut Christi seien). Das gemeinsame Brechen des Brotes und das Trinken aus einem Kelch sind in der Darstellung bei Lukas nur Symbolik.
    Wenn man diese Überlegungen noch weiter denkt, kommt man an eine der größten theologischen Diskussionen, die wir hier auch schon besprochen hatte, denke ich: Wie real ist beim Abendmahl der Leib und das Blut von Christus. Das ist einer der wichtigen Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer aber auch zwischen lutherischen und reformierten Kirchen.
    Gleichzeitig wird der Kelch wichtiger und damit auch der heilige Gral
    Das mit dem Gral kenn eich nur aus der Artus-Sage und irgendwelchen Groschenromanen. Oder als geflügeltes Wort. Ich habe den Ausdruck noch nie in christlicher Theologie kennengelernt. Das scheint mir eher von außen aus der Popkultur zu kommen und hat mit Christentum wenig zu tun.
    Vers 32 finde ich interessant: "Wenn du dich eins bekehrt hast" - das setzt zum einen voraus, dass Petrus noch nicht bekehrt ist und impliziert zum anderen, dass man (bzw. Petrus) sich selbst bekehren könne. Man kann also von allein zum rechten Glauben finden und braucht keinen Prediger
    Mit dem Bekehren ist hier kein Religionswechsel gemeint. Das Wort "epistrepho" kann man auch einfach mit "umkehren", "sich wenden" übersetzen. - was dann eben auch übertragen für den Religionswechsel verwendet werden kann, hier aber nicht. Es geht hier ja um die Verleugnung des Petrus - dass er sagen wird: "Ich kenne Jesus nicht." Im Gegensatz zu Judas wird Petrus die Möglichkeit bekommen, davon umzukehren und wieder mit Jesus zu gehen. Wir werden im letzten Kapitel des Johannesevangeliums davon lesen.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


Seite 377 von 377 ErsteErste ... 277327367373374375376377

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •