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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1066
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    5. April 1714: Herzog Konrad V. nimmt in Stuttgart die Huldigung der schwäbischen Stände entgegen und leistet den aus nachmongolischer Zeit stammenden Eid, das Land nach Recht und Gerechtigkeit zu regieren, die Kirche zu schützen und alle Übel abzuwehren. Gleich im Anschluss beginnt er dann seine Reise nach Westfalen.


    7. April 1714: Als die irisch-hanseatische Gesandtschaft beim isländischen Althing „Island als sicheren Hafen für die eigenen Händler“ auf der Nordamerikaroute fordert, erklären viele Goden, dass sie keinem Vertrag mit den beiden Mächten zustimmen werden. Deren Politik habe zuletzt jede Stetigkeit vermissen lassen. Verträge seien völlig überraschend aufgelöst und Waffenbruderschaften ohne jede Begründung gebrochen worden. Auch die Aussage, Schinab I. sei ein „Piratenkhan“ gewesen, bleibt nicht unwidersprochen. Mehrere Goden erklären, dieser ehrenhafte Krieger habe einer Welt von Feinden die Stirn geboten, sei währenddessen bis zum Ende unbesiegt geblieben und habe sogar in höchster Not die Freiheit Islands abgesichert. Um Schlimmeres zu verhindern, beendet der neugewählte Vorsitzende des Althing Dagur Andreasson die Aussprache und erklärt versöhnlich, man stehe gegenwärtig nicht im Krieg gegeneinander und trage der Hanse die Entsendung der Landungstruppen nicht nach. Friedliche Handelssegler könnten überdies jederzeit in einem isländischen Hafen anlegen. Eine vertragliche Bindung an die Koalition sei aber gegenwärtig leider nicht möglich.


    7. April 1714: Im burgundischen Landtag wird ein Brief Prinz Augusts verlesen, der deutlich auf die Verantwortung des Deutschen Ordens für den unprovozierten Angriff auf die Union von Kalmar hinweist. Er bitte darum, mit seinen Männern im Feld bleiben zu dürfen und vielleicht sogar Verstärkung zu erhalten. In Gent müssten ohnehin zunächst die Morde an zwei oder vielleicht sogar drei Mitgliedern der Dynastie aufgeklärt werden, da Männer, die darin verstrickt seien, ihre wohlerworbenen Rechte und (je nach der Entscheidung Herzogin Luises) möglicherweise sogar das Leben verwirkt hätten.
    Geändert von Jon Snow (22. Februar 2026 um 15:37 Uhr)

  2. #1067
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    8. April 1714: Großkhan Yesun I. tritt erneut an den päpstlichen Nuntius heran und schlägt vor, die Friedenskonferenz in Cordoba abzuhalten. Zweifellos seien alle Verbündeten mit eigenen Kräften aktiv gewesen, doch die merinidische Hauptstadt sei für die Satrapen besonders schnell zu erreichen, so dass keine wertvolle Zeit verloren gehe. Man sei bei Einwänden aber gern bereit, einen anderen Tagungsort zu akzeptieren.


    8.-12. April 1714: Mehrere kaisertreue Standesvertreter auf dem burgundischen Landtag widersprechen den brieflichen Aussagen des Prinzen August. Der Orden habe nur versucht, nordische Christen vor einer Verfolgung zu schützen. Das Bündnis mit Dänemark sei – wie von der Universität Marburg festgestellt – aber ohnehin aufgelöst worden. Man müsse die Truppen also zurückziehen, um nicht in Konflikt mit einem anderen Reichsstand zu geraten oder sich den Rittern gegenüber als undankbar zu erweisen.


    12.-22. April 1714: Nachdem mehrere Deutschordensritter in Schonen bei nächtlichen oder abendlichen Angriffen verwundet oder sogar getötet wurden, kommt es wiederholt zu Konflikten mit der Bevölkerung, bei denen auch die Brüder häufig übertriebene Gewalt anwenden. Die Situation in der Provinz ist offenbar sehr angespannt.

  3. #1068
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    13. April 1714: In einem Brief an den Heiligen Stuhl bitten Patriarch Cyrill von Sansibar und der örtliche Nuntius um die Entsendung eines hochrangigen Kardinals. Offenbar möchten mehrere ostafrikanische Gemeinden wieder in die große Gemeinschaft der Weltkirche zurückkehren, wofür man aber eine Reihe von Vereinbarungen schließen müsste.


    14.-30. April 1714: Die italienische Söldnerarmee auf Barbados unternimmt einen neuen, gut vorbereiteten Vorstoß ins Landesinnere hinein, woraufhin die Überreste der Adelsarmee in nur etwas mehr als zwei Wochen die Waffen strecken. Einzelne Widerstandsnester sind an schwer zugänglichen Orten zwar noch aktiv, die Insel steht nun aber fast vollständig unter italienischer Kontrolle. Offenbar ist es den Verteidigern nicht mehr gelungen, die Söldner unter Vertrag zu halten, so dass ihre Kampfkraft zu gering war. Kurur Khan selbst gibt sich mit einigen Getreuen geschlagen und geht in Gefangenschaft.


    16. April 1714: Eine erste Probeabstimmung der burgundischen Stände ergibt eine knappe, aber recht stabile Mehrheit für den Weg, den Prinz August vorgeschlagen hat. Demnach könnten die Hilfstruppen zunächst vor Ort bleiben, bis Herzogin Luise zurückgekehrt ist. Zugleich würde man mit den Untersuchungen zu den Mordtaten beginnen, um ihr wenn möglich bereits eine erste Rückmeldung geben zu können. Verstärkungen sollen aber zurückgehalten werden, bis eine Entscheidung des Landtages gemeinsam mit der neugewählten Monarchin falle.

  4. #1069
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    18. April 1714: Als die Waffenstillstandskommission auf Gran Canaria die Übergabe der vom kanarischen Khan verwendeten Kassenbücher fordert, kommt es auf der Insel zu einer Krise innerhalb der Regierung. Eine Minderheit verdächtigt die Koalitionäre, aus reiner Gier einen Vorwand für neue Angriffe zu suchen. Außerdem benötige man einen großen Teil der noch verbliebenen Dokumente für die eigene Verwaltung und könne sie nicht übergeben. Der Inselgouverneur bittet daraufhin um eine Rücksprache der päpstlichen Legaten mit den Oberhäuptern des Bündnisses.


    20. April 1714: Khan Arpad V. besteht auf seinem Gesetzesvorschlag und erklärt den Adligen des Kuriltai, dass er ihm sehr am Herzen liege.


    22. April 1714: Als die Deutschordensritter auf Wunsch des Hochmeisters einige verdächtige Personen an lokale Gerichtsherren überstellen, um sie einer Verschwörung zu bezichtigen, kommt es zu einem Protest der schonischen Stände. Die Ordensmänner würden nun in der Provinz nicht mehr benötigt, da sie nach eigener Aussage bloß zum Schutz der Christen in einer scheinbaren Notsituation herbeigeeilt seien. Eine solche bestehe nun eindeutig nicht mehr, so dass ein Abzug der Ritter mittlerweile angeraten sei.
    Geändert von Jon Snow (16. Februar 2026 um 18:04 Uhr)

  5. #1070
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    24.-29. April 1714: Der ungarische Adel bemüht sich in ungewohnt diplomatischer Form, den Vorschlag Arpad Khans zu behandeln, ohne den Monarchen zu beschämen. Es wird aber mit jedem Redner deutlicher, dass es praktisch keine Aussicht gibt, ein solches Gesetz durch den Kuriltai zu bekommen. Offenbar verfängt auch der Versuch, Furcht vor den Ordensrittern zu wecken, bei den selbstbewussten Reiterkriegern überhaupt nicht. Der Niederadlige Orhan von Zsombó, der als Muslim gilt, erklärt unter den zustimmenden Rufen mehrerer seiner Standesgenossen, dass Selbstmord seines Wissens im christlichen Glauben eine schwere Sünde sei, der Orden es also nicht wagen werde, ein Land wie Ungarn anzugreifen. Man dürfe in Stockholm gewiss sein, dass die Ritter sonst das Schicksal erleiden würden, das ihnen einst Orda Khan bereitet habe.


    25. April 1714: Die italienische Flotte legt im Hafen von Brest an, um Wasser und Proviant für die Heimreise aufzunehmen. Offenbar bemüht sich auch König Eduard VII., den Frieden zwischen den europäischen Nationen zu stärken, so dass er keinen Einspruch dagegen erhebt.


    26. April 1714: Die diplomatischen Delegationen Irlands und der Hanse verlassen Island ohne einen echten Vertragsabschluss. Man ist in Lübeck und Galway anscheinend zufrieden mit dem Erreichten und sieht in der armen Nordatlantikinsel wohl auch keine echte Gefahr.

  6. #1071
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    29. April 1714: Sofort nach dem Zusammentritt des aufgrund neuer Regeln gebildeten schwedischen Reichstages dankt König Waldemar IV. ab und macht den Weg für eine Neuwahl frei. Das freie Wahlrecht gehört zu den Absprachen des Frühjahrs, und der Monarch möchte offenbar vermeiden, Anlass für einen neuen Bürgerkrieg zu sein.


    1. Mai 1714: Der neue Khan von Nantucket, Altan I., wird vom Inselkuriltai bestätigt und in sein Amt eingeführt. Einer der Vertreter des Hochkönigs bittet noch am selben Tag um ein ausführliches Gespräch, das am nächsten Morgen stattfindet.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Der Khan hört zu Beginn vorwiegend zu und verspricht dann, genauere Untersuchungen zu einer möglichen Kollaboration von Inselbewohnern durchzuführen.



    2.-31. Mai 1714: Eine Gesandtschaft des Kalifats bereist die Versammlungsplätze und Oasen verschiedener freier Berberstämme in Südmarokko und Westafrika. Immer wieder wird das neue Goldhandelsmonopol als Belastung angesprochen, zumal der Krieg der Koalition nicht nur zu einem Wegfall kanarischer Nachfrage, sondern auch zu einer deutlichen Minderung des mongolischen Schiffsverkehrs geführt habe.

  7. #1072
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    5. Mai 1714: Der schwedische Reichstag stimmt mit sehr breiter Mehrheit für den 53jährigen mittelschwedischen Hochadligen Erik von Nyköping, der als ausgleichende Persönlichkeit gilt und dessen jüngerer Sohn als Ordensritter Dienst tut. Zugleich hatte er in der Krise von 1708 der Kalmarer Dynastie lange die Treue gehalten, könnte also zwischen den Parteien im Land vermitteln.


    5. Mai 1714: Der älteste Enkel von Großkhan Yesun I., Prinz Sartaq, trifft in Melaka ein. Der Vierzehnjährige ist in Begleitung mehrerer hochrangiger Adliger und Ratgeber. Als Sohn des Kronprinzen Putraq aus dessen Ehe mit der sehr früh verstorbenen Prinzessin Beryl – einer Schwester Batus V. – wird er für einige Zeit bei der Familie seines Onkels zu Gast sein. Am Hof von Dagomys heißt es aber auch, dass die neue Gemahlin des Thronfolgers ihn nicht mehr um sich haben wollte, um gegebenenfalls einen ihrer eigenen Söhne in Position zu bringen, sollte Putraq eines Tages zum Herrscher aufrücken und dann dem Kuritlai einen Kronprinzen benennen müssen.


    8. Mai 1714: Ein irischer Gesandter trifft in Shikawo ein, um mit Großkhan Tohtu V. zu sprechen. Dieser zeigt sich sehr interessiert an den Ereignissen auf Nantucket und den Kanaren und beglückwünscht die Koalition zu ihrem Sieg.

    Nur für die Irische Föderation
    Achtung Spoiler:

    Der Großkhan hat nichts über ein Anlegen der kanarischen Flotte in einem Vasallenkhanat gehört. Wenn man ihm dies nicht einfach verschwiegen hat, kämen wohl vor allem die Konföderation oder die nordöstlichsten Zheng-Inseln in Betracht. Er weist aber darauf hin, dass zu diesem Zeitpunkt noch kein Krieg herrschte, ein Anlegen von Kriegsschiffen also in vielen Häfen möglich gewesen wäre.

  8. #1073
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    9. Mai 1714: Großkhan Kabul I. bittet die mongolischen Botschafter und die Vertreter der freien südamerikanischen Khanate zu sich, um über die neue Situation in der Region zu beraten, nachdem die Kanaren nicht mehr bestehen.


    9.-18. Mai 1714: Das schottische Turnier in Glasgow wird vom westeuropäischen Adel gut, von den übrigen Edelleuten eher durchwachsen angenommen. Der päpstliche Legat hält zu Beginn eine kurze Andacht und spricht mit den Organisatoren einige Sicherheitsmaßnahmen ab, um Verletzungen zu vermeiden. So werden auch die kirchenrechtlichen Vorgaben soweit als möglich beachtet.


    9.-22. Mai 1714: Die Maimitte ist in diesem Jahr ungewöhnlich trocken, was in einigen Regionen Europas Sorge vor einem schlechten Wachstum der Saat aufkommen lässt. Allerdings handelt es sich nur um eine erste Tendenz, die sich nicht bewahrheiten muss.

  9. #1074
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    10. Mai 1714: Das italienische Oberkommando auf Barbados ordnet die Freilassung des Erzbischofs Athenagoras an. Der Oberhirte begibt sich gleich darauf auf einen mongolischen Handelssegler, der ins Kalifat unterwegs ist. Offenbar möchte er die Insel auf der dort geplanten Friedenskonferenz vertreten.


    10. Mai 1714: Als erster Vertreter des Großkhans bei der geplanten Friedenskonferenz trifft Yurul Khan aus Palermo in Cordoba ein. Berdi Khan (St. Petrus) und Said Khan (Azurstad) sind ebenso noch auf dem Weg wie die Delegationen der Hanse, Irlands und des Khanats Hellas. Die kanarischen Inseln haben ihre Vertreter ebenfalls bereits entsandt, wobei außer der Dreiinselföderation alle Eilande sich selbst vertreten möchten.


    11. Mai 1714: Eine recht große Flotte unbekannter Herkunft trifft in der Nähe von St. Lucia ein und fordert die kostenlose Übergabe von Proviant, Wasser und Versorgungsgütern. Der Kommandeur des Hafens sieht keine andere Möglichkeit und erklärt sich bereit, die Schiffe anlegen zu lassen und zu versorgen. Angeblich soll er aber schnelle Boote nach Khanston, Ayiti und Yunushafen entsandt und um Unterstützung gebeten haben.
    Geändert von Jon Snow (20. Februar 2026 um 11:15 Uhr)

  10. #1075
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    12. Mai 1714: Die gewaltige irische Flotte auf Nantucket macht sich offenbar zum Auslaufen bereit. Vier moderne 25-Mann-Schiffe fahren sofort los, möglicherweise um diplomatische Kontake zu knüpfen. Söldnerhauptmann Robert von Amalfi schneidet aber zuvor noch die Frage der Bezahlung an. Die Seeleute der auf der Insel verbleibenden Schutzflotte hätten ebenso wie die LI-Verbände ihren Jahressold wie vereinbart aus Irland erhalten; bei den übrigen Fahrzeugen sei aber im Januar zugesagt worden, dass deren künftige Soldherren diese Zahlungen übernehmen würden. Man müsste also die endgültige Verteilung der Schiffe vor dem Aufbruch abstimmen, damit das Geld ausgezahlt werden könne.


    14. Mai 1714: Der dänische Hochadlige Ansgar von Kallinge wird von den Ordensrittern im Land mit der Regierungsbildung beauftragt. Er nimmt dafür den provisorischen Titel eines schonischen Landpflegers an. Allerdings erklären sich zunächst nur wenige Männer bereit, dieser Regierung beizutreten, da dies vielerorts als Kollaboration mit den Besatzern angesehen wird.


    16. Mai 1714: Großkhan Kabul I. empfängt nach den mongolischen Botschaftern nun auch die Vertreter der freien amerikanischen Reiche. Da diese sich im vergangenen Jahrzehnt von den beiden Großkhanaten in der Region abgespalten hatten, liegt eine gewisse Spannung in der Luft, wie berichtet wird. Dennoch scheinen die Gespräche recht freundlich zu verlaufen, und am Tag darauf kommt dann auch der Botschafter Shikawos hinzu. Es dringt zunächst nicht nach außen, welche Absprachen dabei getroffen wurden. Man nimmt aber an, dass besonders die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der letzten Jahre eine Rolle spielten.

  11. #1076
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    17. Mai 1714: Teile der Hanseflotte – darunter angeblich alle großen Schiffe – sammeln sich in Amsterdam, um möglichst bald den Weg vor die Kanaren und nach Marokko antreten zu können. Der Hansetag bittet allerdings zuvor um eine genaue Prüfung, ob es wirklich nötig sein, noch mehr Kriegsschiffe in die Region zu entsenden, obgleich der Krieg im Ostseeraum noch nicht beendet sei und man vor den Kanaren vermutlich keine Gegner mehr habe.


    19. Mai 1714: Nachdem der Heilige Stuhl die restliche ehemals kanarische Flotte vor der irischen Insel Nantucket provisorisch übernommen und die Mannschaften ausbezahlt hat, segelt nun auch die Hauptmacht gemeinsam mit fast allen modernen irischen Fahrzeugen nach Süden.


    22. Mai 1714: Die italienische Flotte passiert die Straße von Cádiz in östlicher Richtung. Zwei kleine merinidische Schiffe und ein mongolisches Fahrzeug nehmen zwar die Verfolgung auf, man nimmt aber allgemein an, dass die Südeuropäer nun in ihre Heimat zurückkehren.

  12. #1077
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    23. Mai 1714: Die Deutschordensritter in Schonen bemühen sich offenbar, Kontakt zu verschiedenen Adligen aufzunehmen und ihnen die uneigennützige Haltung der Brüder nahezubringen. Es gibt bislang keine Einschätzung, wie erfolgreich sie dabei sind. Die Konflikte sind aber nach ersten Verhaftungen etwas abgeebbt und es kommt nur noch äußerst selten zu Todesfällen auf beiden Seiten.

    Nur für den Deutschen Orden

    Achtung Spoiler:
    Die Loyalität zu Dänemark ist in der jahrhundertelang mit Jütland und Seeland verbundenen Provinz offenbar zu hoch, als dass eine Unabhängigkeitsbewegung großen Rückhalt hätte. Der neue Landpfleger stellte sich zwar eine Regierung zusammen, aber der Großteil des Hochadels und der wichtigsten Ständevertreter hält sich bislang abseits.



    27. Mai 1714: Die Krönung des neuen Königs Erik von Schweden in Stockholm wird ein sehr schönes, versöhnliches Fest. Der Monarch verspricht, eine gute Nachbarschaft zu Finnland, Norwegen, Dänemark und dem Deutschen Orden pflegen zu wollen und die religiösen und politischen Freiheitsrechte der Stände zu wahren. Den größten Jubel erhält aber stets der finnische Großfürst, dem man es zuschreibt, dass ein Bürgerkrieg abgewendet werden konnte.


    29. Mai 1714: Die übrigen mongolischen und europäischen Gesandten für den Kongress zu Cordoba sind mittlerweile eingetroffen, nur der Vertreter der karibischen Satrapie Azurstad Said Khan befindet sich noch auf See. Die päpstlichen Legaten erhalten weiterhin auf allen sieben Inseln (sogar auf La Palma) uneingeschränkten Zugang zu den Schlössern, Häusern und Liegenschaften Schinab Khans, ohne bislang klare Hinweise auf Falschgeld zu finden.

  13. #1078
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    31. Mai 1714: Auf dem früheren irischen Kontor auf Barbados wird die Flagge der Föderation gehisst. Da keine Iren mehr auf der Insel zu sein scheinen, übernehmen italienische Offiziere die Vorbereitungen, während die eigentliche Zeremonie von zwei ehemaligen Mitarbeitern der Handelsniederlassung durchgeführt wird.


    31. Mai 1714:
    Die Flotte unbekannter Herkunft, die sich in der Nähe von St. Lucia gewaltsam Versorgungsgüter aneignete, wird östlich von Montserrat durch Schiffe der Satrapien Ayiti und Khanston sowie mehrerer Zheng-Kleinfürsten gestellt, die dank ihrer Überzahl, guten Ortskenntnis und auch einiger moderner Fahrzeuge mehrere Gegner versenken können. Daraufhin strecken fast alle Invasoren die Waffen und geben den Kampf auf. Nach ersten Befragungen dürfte es sich um kanarische Söldner handeln, die von den Inseln nicht mehr bezahlt werden konnten und dann auf eigene Faust ihr Glück zu machen hofften. Mehrere Zheng-Vasallen schlagen den Satrapen vor, ihnen nach irischem Vorbild rasch eine Amnestie auszusprechen und sie in die eigenen Flotten zu integrieren.


    1. Juni 1714: Während in Cordoba die Friedenskonferenz beginnt, verschärften die Legaten des Heiligen Stuhls auf der Insel ihre Gangart und verlangen Einblick in diverse Bücher der früheren kanarischen Regierung. Außerdem treten sie sogar an La Palma heran, um mit Mitgliedern der Schwanengilde zu sprechen, was ihnen die Gildenmeisterin – wenn auch nicht ohne anzügliche Kommentare im Hinblick auf den Zölibat – auch gewährt. Da es als unwahrscheinlich gilt, dass die Mädchen etwas mit dem Falschgeld zu tun haben könnten, vermutet man auf einigen Inseln das Schlimmste. Die Dreierallianz konnte offenbar einige Festungsgeschütze weiterfinanzieren und beruft nun weitere LI-Aufgebote ein, um sich im Notfall gegen einen Überraschungsangriff zu schützen.

  14. #1079
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    3. Juni 1714: Als galicische Mitglieder der Waffenstillstandskommission erneut an Stefan von Viterbo herantreten und ihn nach Cordoba einladen, ruft dieser den Klerus seines Bistums zusammen. Die christliche Mission könnte aus seiner Sicht Schaden nehmen, sollte er als Kollaborateur gelten, weshalb er sehr vorsichtig agiert.


    4. Juni 1714: Im Khanat Westfalen beginnt die 500-Jahr-Feier Bielefelds, die von zahlreichen in- und ausländischen Gästen besucht wird. Die Heilige Messe am frühen Morgen feiern der päpstliche Nuntius, der Erzbischof von Mainz und die Bischöfe von Münster und Paderborn gemeinsam in Form eines mongolischen Hochamtes, das die Konzelebration kennt. Bei der Predigt geht Nuntius Giuseppe Farino auf die Rolle Widukinds bei der Christianisierung des damaligen Sachsenlandes und sein Vorbild für die deutsche Nation ein. Dabei vergisst der hochgebildete Kleriker auch nicht, auf die Ottonenkönige hinzuweisen, die eng mit dem Heiligen Stuhl verbunden waren, die Kaiserkrone gewannen und sich als Nachfahren Widukinds ansahen. Nach dem Segen wird das Westfalenlied gesungen, das in den kommenden Tagen noch häufig erklingen wird.


    4. Juni 1714: Der schonische Landpfleger Ansgar von Kallinge trifft sich mit mehreren Adligen und dem Erzbischof von Lund, um sie auf die Seite des Ordens zu ziehen. Man sehe an seiner Person ja, dass die Ritter das Land nicht besetzen, sondern nur schützen wollten. Man könne doch sicherlich über Wege zum Frieden sprechen?

  15. #1080
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    6. Juni 1714: Satrap Yurul Khan von Palermo schlägt vor, dass ein von der Kriegskoalition frei bestimmter Delegierter aus einem der Länder die Leitung der Friedenskonferenz zu Cordoba übernehmen solle. Damit könne die Sicherheit der Seewege nach Südamerika und Afrika möglichst rasch wiederhergestellt werden.


    6. Juni 1714: Die Befragung der Begleitdamen der Schwanengilde durch päpstliche Legaten und ihr Gefolge erweist sich als schwierig. Zwar sind die jungen Frauen (vermutlich dank ihrer guten Ausbildung und ihrer Erfahrung im Umgang mit hochgestellten Männern) weniger eingeschüchtert als befürchtet, geben aber hin und wieder regelrecht patzige Antworten, während die Geistlichen immer wieder ins Moralisieren verfallen. Als sogar gefragt wird, ob sie ihr Gewerbe freiwillig ausübten, weist eine von ihnen darauf hin, dass während der Feierlichkeiten in Cordoba viele Gesandte der Koalition ihre Dienste gern und ohne erkennbar schlechtes Gewissen in Anspruch genommen hätten, darunter auch einige Kleriker. Vielleicht möge man sie befragen, wie sehr sie sich um den freien Willen ihrer jeweiligen Partnerinnen gesorgt hätten? Der Legat beendet daraufhin voller Zorn das Gespräch und erklärt, er hoffe auf die baldige Auflösung dieser Parodie einer Gilde.


    6. Juni 1714: Die Heirat Friedrichs I. von Westfalen und Sophia Dorotheas von Brandenburg während der Bielefelder Feier wird von einer großen Menschenmenge aus allen Ständen begleitet, obgleich nur der Adel und der hohe Klerus Plätze erhielten, auf denen sie die Zeremonie wirklich verfolgen können. Der Begeisterung tut dies aber keinen Abbruch.

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