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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5626
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Sofern man daran glaubt.

  2. #5627
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Dies, was Jesus hier sagt, zu tun, ist Aktion gewordener Glaube an sich. Dies bedeutet es, "an Jesus zu glauben".
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  3. #5628
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Das hat Glaube für mich gerade sehr viel greifbarer gemacht
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  4. #5629
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    https://www.bibleserver.com/LUT.ELB.MENG.EU/Lukas15

    Lukas 15
    Achtung Spoiler:
    1 Es waren aber gerade die Zöllner und Sünder die, die ihm nahe zu kommen suchten, um ihn zu hören.
    2 Darüber murrten die Pharisäer und die Schriftgelehrten laut und sagten: »Dieser nimmt Sünder (in seine Umgebung) auf und ißt mit ihnen.«
    3 Da antwortete ihnen Jesus durch folgendes Gleichnis:
    4 »Wo ist jemand unter euch, der hundert Schafe besitzt und, wenn ihm eins von ihnen verloren geht, nicht die neunundneunzig in der Einöde zurückläßt und dem verlorenen nachgeht, bis er es findet?
    5 Wenn er es dann gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern
    6 und ruft, wenn er nach Hause gekommen ist, seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freuet euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren gegangen war.‹
    7 Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel über einen einzigen Sünder, der sich bekehrt, mehr Freude herrschen als über neunundneunzig Gerechte, die der Bekehrung nicht bedürfen.
    8 Oder wo ist eine Frau, die zehn Drachmen besitzt und, wenn sie eine von ihnen verliert, nicht ein Licht anzündet und das Haus fegt und eifrig sucht, bis sie (das Geldstück) findet?
    9 Wenn sie es dann gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freuet euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹
    10 Ebenso, sage ich euch, herrscht Freude bei den Engeln Gottes über einen einzigen Sünder, der sich bekehrt.«
    11 Dann fuhr er fort: »Ein Mann hatte zwei Söhne.
    12 Der jüngere von ihnen sagte zum Vater: ›Vater, gib mir den auf mich entfallenden Teil des Vermögens!‹ Da verteilte jener das Hab und Gut unter sie.
    13 Kurze Zeit darauf packte der jüngere Sohn alles, was ihm gehörte, zusammen und zog in ein fernes Land; dort brachte er sein Vermögen in einem ausschweifenden Leben durch.
    14 Als er nun alles aufgebraucht hatte, entstand eine schwere Hungersnot in jenem Lande, und auch er begann Not zu leiden.
    15 Da ging er hin und stellte sich einem der Bürger jenes Landes zur Verfügung; der schickte ihn auf seine Felder, die Schweine zu hüten,
    16 und er hätte sich gern an den Schoten des Johannesbrotbaumes satt gegessen, welche die Schweine als Futter bekamen, doch niemand gab sie ihm.
    17 Da ging er in sich und sagte: ›Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluß, während ich hier vor Hunger umkomme!
    18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gegen den Himmel und dir gegenüber gesündigt;
    19 ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen: halte mich wie einen von deinen Tagelöhnern.‹
    20 So machte er sich denn auf den Weg zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater kommen und fühlte Mitleid: er eilte (ihm entgegen), fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
    21 Da sagte der Sohn zu ihm: ›Vater, ich habe gegen den Himmel und dir gegenüber gesündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!‹
    22 Der Vater aber befahl seinen Knechten: ›Holt schnell das beste Gewand aus dem Hause und legt es ihm an; gebt ihm auch einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße
    23 und bringt das gemästete Kalb her, schlachtet es und laßt uns essen und fröhlich sein!
    24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden!‹ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
    25 Sein älterer Sohn aber war währenddessen auf dem Felde. Als er nun heimkehrte und sich dem Hause näherte, hörte er Musik und Reigenchöre.
    26 Da rief er einen von den Knechten herbei und erkundigte sich, was das zu bedeuten habe.
    27 Der gab ihm zur Antwort: ›Dein Bruder ist heimgekommen; da hat dein Vater das gemästete Kalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiedererhalten hat.‹
    28 Da wurde er zornig und wollte nicht ins Haus hineingehen; sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
    29 Da antwortete er dem Vater: ›Du weißt: schon so viele Jahre diene ich dir und habe noch nie ein Gebot von dir übertreten; doch mir hast du noch nie auch nur ein Böcklein gegeben, daß ich mit meinen Freunden ein fröhliches Mahl hätte halten können.
    30 Nun aber dieser dein Sohn heimgekehrt ist, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du ihm das Mastkalb schlachten lassen!‹
    31 Er aber erwiderte ihm: ›Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
    32 Wir mußten doch fröhlich sein und uns freuen! Denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren gegangen und ist wiedergefunden worden.‹«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Das Gleichnis vom verlorenen Schaf kenn ich, das kam in Matthäus 18 schon vor. Die Deutung liegt, hier wie da, auf der Hand. Jesus gibt sie in Vers 7 selbst.
    • Im Gegensatz zu Matthäus ergänzt Lukas sie um das Gleichnis von der verlorenen Drachme. Menschen sind aus göttlicher Perspektive wie Kleingeld oder Schafe - naja.
    • Das Gleichnis vom verlorenen Sohn kenne ich auch schon, obwohl das weder bei Matthäus noch bei Markus vorkamen. Das ist glaube ich das einzige Gleichnis, über das ich bewusst eine Predigt gehört habe - dafür schon zweimal.
    • Was gibt es darüber groß zu sagen... Ich verstehe den Bruder (~Pharisäer), ich verstehe - vor dem Punkt, den Jesus machen will, die Handlung des Vaters (~Gott), und ich kann die Handlung des Sohnes (~Sünder) nachvollziehen. Es bedarf einer wirklichen Läuterung oder Erkenntnis, damit die Geschichte funktioniert. Damit tue ich mir hier am meisten schwer. Der Sohn verprasst seine Kohle und haut beim ersten Widerstand ab. Das macht ihn in meinen Augen unglaubwürdig (obwohl er bekennt, gesündigt zu haben).
    • E: Vielleicht ist für einen Juden aber auch das Schweinehüten eine größere Demütigung, als mir dünkt
    • Eine Auflösung des Konflikts findet auch nicht statt: "Wir mussten doch fröhlich sein und uns freuen".
    • Ich fand die beiden Predigten auch nicht sonderlich gut oder überzeugend. Hab sie allerdings nicht mehr genau im Kopf.
    • Insgesamt geht es in Lukas 15 stark um Verlust und Wiederfinden.


    E: Maiden haben über das Gleichnis mal gesungen

    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  5. #5630
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    Als Kind war ich auf Seite des Bruders und hielt den Vater ebenfalls für ungerecht. Mittlerweile finde ich das Gleichnis schön.

    Dass es ein offenes Ende hat, ist meiner Meinung nach gar nicht verkehrt, indem es zeigt, dass der Vater ihm bedingungslos vergibt als er in Schande wieder angelaufen kommt, was als Mensch mit menschlicher bzw. besser gesagt weltlicher Logik natürlich mit so wenig Kontext schwer bis dumm ist, aber die Art Logik liegt dem eben nicht zugrunde. Wenn der Sohn seine Lektion nicht nachhaltig gelernt haben sollte, sich später wieder versündigt und dann nicht mehr umkehrt, kann er ihn ja immer noch zum Teufel jagen. Vorerst aber: in dubio pro reo (wobei bei Gott halt noch der Faktor der Vorraussicht hinzukommt ), nur eben noch eine Stufe weitergetrieben.
    Ist mal wieder so ein Fall, wo die Liebe (Agape) als primäre Maxime des Handelns erstmal ziemlich irrational aussieht und quasi eine weitere Blickdimension braucht, um doch rational zu werden. Bzw. in dem Fall vielleicht auch eher das Ausmaß und die Absolutät der Gnade zu zeigen.

  6. #5631
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    Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist vermutlich der Bibeltext, der am häufigsten in einer Predigt auftaucht.

    Es geht tatsächlich darum, die riesengroße Barmherzigkeit von Gott, dem Vater herauszustellen. Der reumütige Heimkehrer kommt ja nicht mal dazu, sein Sätzlein aufzusagen.

    Zur Interpretation ist wichtig, zu lesen, zu wem die 3 Gleichnisse erzählt werden (Was Mongke ja gemacht hat): "Es waren aber gerade die Zöllner und Sünder die, die ihm nahe zu kommen suchten, um ihn zu hören. Darüber murrten die Pharisäer und die Schriftgelehrten laut und sagten: Dieser nimmt Sünder (in seine Umgebung) auf und ißt mit ihnen." Diese Pharisäer und Schriftgelehrten finden sich also gerade in der Person des älteren Bruders, während die Zöllner und Sünder mit dem jüngeren identifiziert werden können.
    Und ja, die Geschichte setzt eine echte Reue des jüngeren Sohnes voraus. Ich hab das noch nie in Frage gestellt, das scheint irgendwie implizit enthalten zu sein.
    Die Auflösung des Konfliktes sind gerade die letzten zwei Verse: Du bist immer bei mir, was mein ist ist dein, wir mussten uns doch freuen. - Darin steckt die Frage: Wenn ich so barmherzig bin und mich freue - und du immer bei mir bist und alles, was mir gehört auch dir gehört - warum freust du nicht nicht genau so mit, sondern guckst neidisch drein?

    Das stellt eben grade die Pharisäer in Frage: Warum freut ihr euch nicht, wenn die Sünder umkehren? Warum seid ihr unbarmherzig?
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  7. #5632
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    Dass er in sich geht, wird doch auch explizit so genannt? Auch sein Anspruchsdenken hat sich vollkommen verändert.

  8. #5633
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    Lukas 16
    Achtung Spoiler:
    1 Er sagte dann noch zu seinen Jüngern: »Es war ein reicher Mann, der einen Verwalter hatte; über diesen wurde ihm hinterbracht, daß er ihm sein Vermögen veruntreue.
    2 Da ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: ›Was muß ich da über dich hören? Lege Rechnung ab über deine Verwaltung, denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein!‹
    3 Da überlegte der Verwalter bei sich: ›Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung abnimmt? Zum Graben bin ich zu schwach, und zu betteln schäme ich mich.
    4 Nun, ich weiß schon, was ich tun will, damit die Leute mich, wenn ich meines Amtes enthoben bin, in ihre Häuser aufnehmen.‹
    5 Er ließ also die Schuldner seines Herrn alle einzeln zu sich kommen und fragte den ersten: ›Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?‹
    6 Der antwortete: ›Hundert Tonnen Öl.‹ Da sagte er zu ihm: ›Nimm hier deinen Pachtvertrag, setze dich hin und schreibe schnell fünfzig!‹
    7 Darauf fragte er einen andern: ›Du aber, wieviel bist du schuldig?‹ Der antwortete: ›Hundert Zentner Weizen.‹ Er sagte zu ihm: ›Nimm hier deinen Pachtvertrag und schreibe achtzig.‹«
    8 Und der Herr lobte den unehrlichen Verwalter, daß er klug gehandelt habe; denn – sagte er – »die Kinder dieser Weltzeit sind im Verkehr mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts.
    9 Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er euch ausgeht, ihr Aufnahme in den ewigen Hütten findet.«
    10 »Wer im Kleinsten treu ist, der ist auch im Großen treu, und wer im Kleinsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
    11 Wenn ihr euch nun in der Verwaltung des ungerechten Mammons nicht treu erwiesen habt, wer wird euch da das wahre Gut anvertrauen?
    12 Und wenn ihr euch am fremden Gut nicht treu erwiesen habt, wer wird euch da euer eigenes geben?
    13 Kein Knecht kann zwei Herren (zugleich) dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern mißachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und (zugleich) dem Mammon.«
    14 Dies alles hörten aber die Pharisäer, die geldgierig waren, und rümpften die Nase über ihn.
    15 Da sagte er zu ihnen: »Ihr seid die Leute, die sich selbst vor den Menschen als gerecht hinstellen, Gott aber kennt eure Herzen; denn was vor den Menschen hoch dasteht, ist ein Greuel vor Gott.
    16 Das Gesetz und die Propheten (reichen) bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes durch die Heilsbotschaft verkündigt, und ein jeder drängt sich mit Gewalt hinein.
    17 Es ist aber eher möglich, daß Himmel und Erde vergehen, als daß vom Gesetz ein einziges Strichlein hinfällig wird.
    18 Wer seine Frau entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Gatten entlassene Frau heiratet, begeht auch Ehebruch.«
    19 »Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
    20 Ein Armer aber namens Lazarus lag vor seiner Türhalle; der war mit Geschwüren bedeckt
    21 und hatte nur den Wunsch, sich von den Abfällen vom Tisch des Reichen zu sättigen; aber es kamen sogar die Hunde herbei und beleckten seine Geschwüre.
    22 Nun begab es sich, daß der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde; auch der Reiche starb und wurde begraben.
    23 Als dieser nun im Totenreich, wo er Qualen litt, seine Augen aufschlug, erblickte er Abraham in der Ferne und Lazarus in seinem Schoß.
    24 Da rief er mit lauter Stimme: ›Vater Abraham! Erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er seine Fingerspitze ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle! Denn ich leide Qualen in dieser Feuerglut.‹
    25 Aber Abraham antwortete: ›Mein Sohn, denke daran, daß du dein Gutes während deines Erdenlebens empfangen hast, und Lazarus gleicherweise das Üble; jetzt aber wird er hier getröstet, während du Qualen leiden mußt.
    26 Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können und man auch von dort nicht zu uns herüberkommen kann.‹
    27 Da erwiderte er: ›So bitte ich dich denn, Vater: sende ihn in meines Vaters Haus –
    28 denn ich habe noch fünf Brüder –, damit er sie ernstlich warne, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen.‹
    29 Abraham aber antwortete: ›Sie haben Mose und die Propheten; auf diese mögen sie hören!‹
    30 Jener jedoch entgegnete: ›Nein, Vater Abraham! Sondern wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, dann werden sie sich bekehren.‹
    31 Abraham aber antwortete ihm: ›Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.‹«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Von jemandem, der bewusst falsch rechnet, zu verlangen, Rechnung abzulegen (V. 2) entbehrt nicht einer gewissen Komik
    • Der ungerechte Verwalter begegnet uns nur bei Lukas. Ähnlich zum verlorenen Sohn ist es jemand, der Scheiße gebaut hat (Veruntreuung), aber seine Verfehlung selbst einsieht (V. 3f) und in der Folge durch sein Tun (Erlass der Schulden? ) vorbildlich handelt. Das lese ich aber eher aus V 9ff raus, denn...
    • ...Vers 8 finde ich - auch in den anderen Übersetzungen - reichlich kryptisch: "die Kinder dieser Weltzeit sind im Verkehr mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts". Das klingt cool, aber was soll das bedeuten?
    • Jesus drischt im Folgenden nochmal klarer auf den "Mammon" - und damit die Pharisäer - ein. Das tat er bei Matthäus auch schon (vgl. Mt 6,24). Überhaupt folgen einige Parallelstellen zu Matthäus, die dort aber etwas verstreuter sind: B
      • Das mit der Verkündung der Heilsbotschaft (V. 16) taucht in Mt 11, 12f auf
      • Das Vergehen von Himmel und Erde (V. 17) ist Mt. 5,18
      • Über V. 18 haben wir in Mt 5,32 und Mt 19,9 schon debattiert (liest sich sehr zentral für das katholische Verständnis des Sakraments der Ehe)

    • Bei Lukas werden diese Aussagen weniger aus Jesus selbst (wie bei Matthäus), sondern aus dem Gleichnis begründet.
    • Lazarus gibt es dafür wieder nur bei Lukas. Der Gore ("sogar die Hunde [kamen] herbei und beleckten seine Geschwüre", V. 21 :cz setzt unvermittelt ein und die Beschreibung von "Himmel und Hölle" ist uns so plump und direkt noch nicht begegnet. Wobei ich bei der Beschreibung der Qualen zuerst an den Tartaros denken musste.
    • Nur "Moses und die Propheten" passen dann nicht zu der griechisch-mythologischen Vorstellung
    • Im Gegensatz zu dem betrügerischen Verwalter hat der Reiche nichts aus seinem Verhalten gelernt und wird dafür bestraft. Andererseits wurde er zu Lebzeiten nie - wie der Betrüger - von einem Herrn zurechtgewiesen. Was wäre aus dem Verwalter geworden, wenn er mit seiner Masche durchgekommen wäre? Sein Glück war, einen Herrn zu haben. Der Reiche ist sein eigener Herr - oder hätte sich den HERRn als Herrn erwählen müssen.
    • Fun Fact: Das Wort Lazarett lässt sich wohl von Lazarus ableiten, da man im Mittelalter dessen Geschwüre als Lepra interpretiert hat.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  9. #5634
    Reht bitharf Andlūkan. Avatar von Mendelejev
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    Der ungerechte Verwalter ist ein etwas verwirrendes Gleichnis, da er ja noch immer rein rechtlich gesehen Untreue begeht. Nur dann halt als Schreibisch-Robin-Hood. Checke ich nicht ganz. Es schwingt halt mit, dass er noch immer aus Eigennutz handelt.
    Repräsentiert vieleicht einen Sünder, der aus Angst vor Bestrafung in die Kirche rennt, und nicht aus Liebe zu Gott und dem Nächsten?
    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Vers 8 finde ich - auch in den anderen Übersetzungen - reichlich kryptisch: "die Kinder dieser Weltzeit sind im Verkehr mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts". Das klingt cool, aber was soll das bedeuten?
    Also, im Kontext verstehe ich es auch nicht, aber isoliert würde ich es so interpretieren : Die Kinder der Weltzeit sind quasi die, die sich nach Naturgesetzen verhalten, Sozialdarwinisten. Sprich, in etwa, dass zB. Führungsriegen stark überdurchschnittliche Anteile von Psychopathen enthalten, während Kinder des Lichts in der Weltzeit das eigentlich recht effektive Ellenbogentun überzeugungstechnisch ablehnen, was aus der Perspektive ja erstmal unklug ist und sie gesellschaftlich eher in den Hintergrund stellt.
    Geändert von Mendelejev (22. Februar 2026 um 14:23 Uhr)

  10. #5635
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Lukas 17
    Achtung Spoiler:
    1 Weiter sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Es kann nicht anders sein, als daß Ärgernisse kommen; wehe aber dem, durch den sie kommen!
    2 Es wäre besser für ihn, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gelegt und er ins Meer geworfen wäre, als daß er für einen von diesen geringen Leuten zum Ärgernis wird. –
    3 Gebt auf euch selbst acht! Wenn dein Bruder sich (gegen dich) vergangen hat, so halte es ihm vor; und wenn er es bereut, so vergib ihm.
    4 Selbst wenn er sich siebenmal am Tage gegen dich vergeht und siebenmal wieder zu dir kommt und erklärt: ›Es tut mir leid!‹, so sollst du ihm vergeben.«
    5 Die Apostel baten alsdann den Herrn: »Mehre uns den Glauben!«
    6 Da antwortete der Herr: »Wenn ihr Glauben wie ein Senfkorn hättet und ihr diesem Maulbeerbaum gebötet: ›Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!‹, so würde er euch gehorsam sein.«
    7 »Wer von euch aber, der einen Knecht beim Pflügen oder beim Viehhüten hat, wird zu ihm bei seiner Heimkehr vom Felde sagen: ›Komm sogleich her und setze dich zu Tisch!‹?
    8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: ›Bereite mir mein Abendessen, schürze dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; nachher magst auch du essen und trinken‹?
    9 Er wird doch wohl dem Knecht nicht noch dankbar dafür sein, daß er die ihm erteilten Befehle ausgeführt hat?
    10 Ebenso steht’s auch bei euch: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sagt: ›Wir sind armselige Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.‹«
    11 Auf seiner Wanderung nach Jerusalem durchzog Jesus das Grenzgebiet von Samaria und Galiläa.
    12 Als er dort in ein Dorf eintrat, kamen ihm zehn aussätzige Männer entgegen, die in der Ferne stehen blieben
    13 und ihre Stimme erhoben und riefen: »Jesus, (lieber) Meister, erbarme dich unser!«
    14 Als er sie erblickte, sagte er zu ihnen: »Geht hin und zeigt euch den Priestern.« Während sie dann hingingen, wurden sie rein.
    15 Einer von ihnen aber, als er sich geheilt sah, kehrte zurück, pries Gott mit lauter Stimme,
    16 warf sich zu Jesu Füßen auf sein Angesicht nieder und dankte ihm; und das war ein Samariter.
    17 Da sagte Jesus: »Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind denn die anderen neun?
    18 Hat sich sonst keiner gefunden, der zurückgekehrt ist, um Gott die Ehre zu geben, außer diesem Fremdling?«
    19 Zu ihm sagte er dann: »Stehe auf und gehe! Dein Glaube hat dir Rettung verschafft.«
    20 Als er aber von den Pharisäern aufs neue gefragt wurde, wann das Reich Gottes käme, gab er ihnen zur Antwort: »Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichem Gebaren;
    21 man wird auch nicht sagen können: ›Siehe, hier ist es!‹ oder ›dort ist es!‹ Denn wisset wohl: Das Reich Gottes ist (bereits) mitten unter euch.«
    22 Weiter sagte er zu seinen Jüngern: »Es werden Tage kommen, wo ihr euch danach sehnen werdet, einen einzigen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen, doch ihr werdet ihn nicht sehen.
    23 Und wird man dann zu euch sagen: ›Seht dort! Seht hier!‹, so geht nicht hin und gebt nichts darauf!
    24 Denn wie der Blitz, wenn er aufblitzt, am Himmel hin von einem Ende bis zum andern leuchtet, so wird es auch mit dem Menschensohn an seinem Tage sein.
    25 Zuerst muß er aber noch vieles leiden und von diesem Geschlecht verworfen werden.
    26 Und wie es in den Tagen Noahs zugegangen ist, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein:
    27 Man aß und trank, man heiratete und wurde verheiratet bis zu dem Tage, an welchem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und allen den Untergang brachte.
    28 Ebenso wie es in den Tagen Lots zugegangen ist: Man aß und trank, man kaufte und verkaufte, man pflanzte und baute;
    29 aber an dem Tage, an welchem Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete alle –
    30 ebenso wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart.
    31 Wer an diesem Tage auf dem Dache ist, während seine Geräte sich im Hause befinden, der steige nicht erst noch hinab, um sie zu holen; und ebenso, wer auf dem Felde ist, kehre nicht zurück!
    32 Denkt an Lots Frau!
    33 Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren, und wer es verliert, dem wird es erhalten bleiben.
    34 Ich sage euch: In der betreffenden Nacht werden zwei (Männer) auf einem Lager liegen: der eine wird angenommen, der andere zurückgelassen werden;
    35 zwei (Frauen) werden an derselben Handmühle mahlen: die eine wird angenommen, die andere zurückgelassen werden.«
    37 Da erwiderten ihm die Jünger mit der Frage: »Herr, wo denn?« Er aber antwortete ihnen: »Wo das Aas liegt, da sammeln sich auch die Geier.«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Wer wird wohl derjenige sein, durch den Ärgernisse kommen? Oder steht der stellvertretend für alle, die ggf. Ärgernis bringen?
    • Vers 4 ist ähnlich spannend wie das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der kam wenigstens nur einmal wieder und sagte, es täte ihm leid. Aber die Anzahl ist offenbar unerheblich. Das fällt sicherlich schwer zu akzeptieren.
    • Ich finde den Vergleich in Vers 6 seltsam, aber lustig
    • Bei dem Vergleich mit den Knechten scheint das hierarchische Welt-/Gottesbild durch. Aber gut, gesellschaftliche Hierarchien waren damals vermutlich so selbstverständlich wie heute die Idee von Menschenrechten (im "Westen" zumindest). Der wahre Gläubige ist absolutdemütig.
    • Zehn kleine Aussätzige, traten an Jesus heran... Emoticon: musik
    • Vers 21 finde ich wieder spannend. Eine ähnliche Formulierung ("mitten unter euch") hat Jesus in Matthäus 18 schon verwendet: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen". Zieht man die Parallele, ist Jesus bzw. der Glaube an Christus das Himmelreich und damit Christ sein der Zugang.
    • Spannend auch, dass man ausgerechnet das Himmelreich nicht sehen kann - wer Augen hat, soll ja bekanntlich sehen.
    • Wir nähern uns dem hinteren Teil von Lukas, Jesus deutet nun - auch noch in Vers 24; das Buch Lukas hat 24 Kapitel - (s)ein Ende an (s. V. 25)
    • Die Vergleiche mit Noah und Lot sind interessant. Bei beiden passiert in den Tagen vor der Katastrophe zunächst nichts Besonderes (man isst, trinkt, heiratet, kauft, verkauft - kurzum, man lebt halt vor sich hin) und dann - zack - kommt die Sintflut bzw. Feuerregen, Tod und Vernichtung. Seltsam allerdings, dass die Offenbarung des Menschensohns parallel zu solchen Katastrophen steht. Die folgende Beschreibung (es werden nur diejenigen angenommen, die es "verdient" haben) klingt alles andere als angenehm. Ich hätte ein positives Ereignis erwartet.
    • Andererseits waren auch die Ereignisse bei Noah und Lot "positiv" - zumindest wurden die errettet, die auf Gott vertrauten. Insofern ist die Parallele konsequent.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  11. #5636
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    Zu den Vergleichen mit Noah und Lot allerdings: es deutet einiges darauf hin, dass wer nach den angekündigten und sehr viel davon menschgemachten Katastrophen vor Jesu Rückkehr noch lebt aber nicht glaubt, auch wirklich komplett blind oder ignorant sein müsste. U.a. der Ölbergrede und der (Spoiler ) Offenbarung nach geht dem dann ein absolut dickes Brett an Elend, Massensterben und Totalitarismus voraus. Deswegen sagt er bei Matthäus ja auch:
    Zitat Zitat von Jesus, Mt 24:22
    Wenn diese Zeit nicht abgekürzt würde, würde die gesamte Menschheit umkommen.

  12. #5637
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    Ein paar kleine Anmerkungen von mir:

    13 "Kein Knecht kann zwei Herren (zugleich) dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern mißachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und (zugleich) dem Mammon."
    Dies ist wieder so ein ein Satz, den so mancher reicher Christ aus Europa oder den USA ignoriert. Mammon steht hier für jeglichen Besitz, auch den kleinen. Es geht nicht um Goetes Ferrari, sondern um unseren Fiat Punto. Nicht um die Abendgaderobe, sondern um meine Kleidung, die ich grade trage. Wir können nicht gleichzeitig diesem Besitz dienen und Gott. Grade in Deutschland habe ich den Eindruck, dass Geld und Besitz für viele ein Gütze geworden sind. Hier Versicherung, da Trading, hier Optimierung da Finanzfluss es wid sehr viel darüber publiziert, die Steuerberaterbranche verdient sich ne goldene Nase. - Es gibt ne Menge Menschen, deren Lebensunterhalt darin besteht, wie Volker Pispers es ausgedrückt hat "anderer Leute Geld Gassi zu führen". - Vom Neuen Testament her betrachtet ist das absolut kein guter Zustand. Jeder Gläubige muss sich eigentlich durch Texte wie diesen fragen lassen, ob er nicht doch sein Herz zu sehr an seinen Besitz hängt.

    Dem gegenüber steht das Gleichnis vom ungerechten Verwalter. Der ist eigentlich ein Betrüger - und da entsteht eine Schwierigkeit bei der Auslegung, weil Jesus hier den Betrug des Betrügers lobt. Der Vergleichspunkt wird an dieser Aussage deutlich: "Macht euch freunde mit dem ungerechten Mammon" - Der Verwalter hat den ungerechten Besitz genutz, um sich noch Freunde zu machen - manchmal haben Gläubige keinen pragmatischen Umgang mit Geld oder Besitz. Man muss den auch einsetzen für gute Dinge und soll ihn nicht horten. So würde ich dieses Gleichnis auslegen - bin mir aber selber unsicher. Das ist schwer auszulegen.

    In Kapitel 17 kommt dann etwas, was so ähnlich ist wie Matthäus' Endzeitrede. Beim durchlesen denke ich: Matthäus hat sein Evangelium schöner gegliedert als Lukas. Bei Lukas sind wir seit Kapitel 10 bei diesem Reisebericht nach Jerusalem. Auch hier findet sich im Lukas 17,11 wieder ein Hinweis darauf. Und es scheint mir so als würde Lukas einfach zusammenhanglos Geschichte und Aussprüch da rein packen. Manches hat irgendwie einen merkwürdigen Kontext. Grade in Kapitel 17 erscheinen mir die verschiedenen Begebungen irgendwie aneinandergereiht. Als hätte Lukas sich die Geschichten der Zeugen angehört und alles in den Reisebericht reingepackt. Matthäus gliedert hingegen mit seinen 5 Reden, die er thematisch sortiert. Ich kann am Beispiel von dieser Reiseerzählung im Lukasevangelium verstehen, wie liberale Theologen zu der Ansicht kommen, die Evangelien würde später geschrieben und aus verschiedenen Überlieferungen zusammengesetzt, auch wenn ich selber die Meinung nicht teile. - Das wäre mir ohne diese Story hier gar nicht aufgefallen, von daher vielen Dank.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  13. #5638
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    Lukas 18
    Achtung Spoiler:

    1 Er legte ihnen dann ein Gleichnis vor, um sie darauf hinzuweisen, daß man allezeit beten müsse und nicht müde darin werden dürfe.
    2 »In einer Stadt«, so sagte er, »lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
    3 Nun wohnte in jener Stadt eine Witwe, die (immer wieder) zu ihm kam mit dem Anliegen: ›Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!‹
    4 Lange Zeit wollte er nicht; schließlich aber dachte er bei sich: ›Wenn ich auch Gott nicht fürchte und auf keinen Menschen Rücksicht nehme,
    5 will ich dieser Witwe doch zu ihrem Recht verhelfen, weil sie mir lästig fällt; sonst kommt sie schließlich noch und wird handgreiflich gegen mich.‹«
    6 Dann fuhr der Herr fort: »Hört, was (hier) der ungerechte Richter sagt!
    7 Sollte nun Gott nicht auch seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, auch wenn er Langmut bei ihnen übt?
    8 Ich sage euch: Er wird ihnen gar bald ihr Recht schaffen! Doch wird wohl der Menschensohn bei seinem Kommen den Glauben auf Erden vorfinden?«
    9 Er legte dann auch einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und auf die anderen mit Geringschätzung herabsahen, folgendes Gleichnis vor:
    10 »Zwei Männer gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
    11 Der Pharisäer trat hin und betete bei sich so: ›O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die anderen Menschen, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie der Zöllner dort.
    12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich erwerbe.‹
    13 Der Zöllner dagegen stand von ferne und mochte nicht einmal die Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und sagte: ›Gott, sei mir Sünder gnädig!‹
    14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, ganz anders, als es bei jenem der Fall war! Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«
    15 Die Leute brachten aber auch ihre kleinen Kinder zu ihm, damit er sie anrühre; als die Jünger das sahen, verwiesen sie es ihnen in barscher Weise.
    16 Jesus aber rief sie zu sich heran und sagte: »Laßt die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran,
    17 denn für ihresgleichen ist das Reich Gottes bestimmt. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird sicherlich nicht hineinkommen.«
    18 Hierauf richtete ein Oberster die Frage an ihn: »Guter Meister, was muß ich tun, um ewiges Leben zu ererben?«
    19 Jesus antwortete ihm: »Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein.
    20 Du kennst die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen, nicht töten, nicht stehlen, nicht falsches Zeugnis ablegen, ehre deinen Vater und deine Mutter!«
    21 Darauf erwiderte jener: »Dies alles habe ich von Jugend an gehalten.«
    22 Als Jesus das hörte, sagte er zu ihm: »Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du besitzest, und verteile den Erlös an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.«
    23 Als jener das hörte, wurde er tief betrübt; denn er war sehr reich.
    24 Als Jesus ihn so sah, sagte er: »Wie schwer ist es doch für die Begüterten, in das Reich Gottes einzugehen!
    25 Ja, es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingeht.«
    26 Da sagten die Zuhörer: »Ja, wer kann dann gerettet werden?«
    27 Jesus aber antwortete: »Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.«
    28 Darauf sagte Petrus: »Siehe, wir haben alles Unsrige verlassen und sind dir nachgefolgt.«
    29 Da sagte Jesus zu ihnen: »Wahrlich ich sage euch: Niemand hat Haus oder Weib, Geschwister, Eltern oder Kinder um des Reiches Gottes willen verlassen,
    30 der nicht vielmal Wertvolleres wiederempfinge (schon) in dieser Zeitlichkeit, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.«
    31 Er nahm dann die Zwölf zu sich (abseits) und sagte zu ihnen: »Wir ziehen jetzt nach Jerusalem hinauf, und es wird alles in Erfüllung gehen, was durch die Propheten von dem Menschensohn geschrieben ist.
    32 Denn er wird den Heiden überliefert und verspottet, mißhandelt und angespien werden,
    33 und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tage wird er auferstehen.«
    34 Doch sie verstanden nichts hiervon, sondern dieser Ausspruch war ihnen dunkel, und sie begriffen nicht, was er mit diesem Wort hatte sagen wollen.
    35 Als er dann in die Nähe von Jericho kam, saß da ein Blinder am Wege und bettelte.
    36 Als dieser nun die vielen Leute vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das zu bedeuten habe.
    37 Man teilte ihm mit, daß Jesus von Nazareth vorübergehe.
    38 Da rief er laut: »Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!«
    39 Die an der Spitze des Zuges Gehenden riefen ihm drohend zu, er solle still sein; doch er rief nur noch lauter: »Sohn Davids, erbarme dich meiner!«
    40 Da blieb Jesus stehen und ließ ihn zu sich führen. Als er nun nahe herangekommen war, fragte Jesus ihn:
    41 »Was wünschest du von mir?« Er antwortete: »Herr, ich möchte sehen können.«
    42 Jesus erwiderte ihm: »Werde sehend! Dein Glaube hat dir Rettung verschafft.«
    43 Da konnte er augenblicklich sehen und schloß sich ihm an, indem er Gott pries; auch das gesamte Volk, das zugesehen hatte, gab Gott die Ehre durch Lobpreis.



    Bemerkungen/Gedanken:

    • Bei den Stichworten "Richter" und "Frau in Nöten" muss ich spontan an Susanna im Bade denken. Aber der Gedanke führt ins Nichts
    • Ich mag den utilitaristischen Ansatz des Richters Mit ihm haben wir einmal mehr einen Ungläubigen, der zum richtigen Sinnen und Handeln findet. Die eigentliche Gewinnerin ist aber die Witwe. Es wird nur nicht gesagt, ob sie gläubig ist.
    • In Vers 14 zitiert sich Lukas selbst (Lk 14,11) - und damit auch wieder Mt 23,12.
    • Vers 17 finde ich interessant: "Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind annimmt, wird sicherlich nicht hineinkommen.«" Man soll sich also einen kindlichen Geist bewahren - also neugierig, offen, unverbraucht, aber auch unmündig und unterentwickelt sein, um in Gottes Reich zu kommen. Ich glaube, in den anderen Übersetzungen wurde das nicht so deutlich gesagt (da hat er immer nur so ein random Kind genommen)
    • Mein Gehirn in V. 18: "Guter Meister, warum heißen die Deutschländer eigentlich Deutschländer?"
    • Die Aufgabe aller Güter und das Kamel im Nadelöhr kennen wir schon. Auf Arbeit hab ich neulich 1000 Kamele durch ein Nadelöhr gehen lassen
    • In Vers 28 passiert etwas Seltenes: Direkte Rede von einem Jünger!
    • In den übrigen Versen kommt inhaltlich nichts, was wir nicht aus den anderen beiden Evangelien schon kennen. Insbesondere der Blinde.
    • Als aber Jericho erwähnt wurde, nachdem Jerusalem erwähtn wurde (V. 31) dachte ich bei mir: "Papaaa, sind wir bald da?"
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  14. #5639
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    Lukas 19
    Achtung Spoiler:
    1 Jesus kam dann nach Jericho hinein und zog durch die Stadt hindurch.
    2 Dort wohnte aber ein Mann namens Zachäus, der war ein Oberzöllner und ein reicher Mann.
    3 Er hätte Jesus gern von Person gesehen, konnte es aber wegen der Volksmenge nicht, weil er klein von Gestalt war.
    4 So eilte er denn auf dem Wege voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum hinauf, um ihn zu sehen; denn dort mußte er vorbeikommen.
    5 Als nun Jesus an die Stelle kam, blickte er in die Höhe und rief ihm zu: »Zachäus! Steige schnell herunter; denn ich muß heute in deinem Hause einkehren.«
    6 Da stieg er schnell herab und nahm ihn mit Freuden bei sich auf.
    7 Und alle, die es sahen, murrten laut und sagten: »Bei einem sündigen Manne ist er eingekehrt, um bei ihm zu herbergen.«
    8 Zachäus aber trat zum Herrn und sagte: »Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich jemand in etwas übervorteilt habe, will ich es ihm vierfach ersetzen!«
    9 Da sagte Jesus zu ihm: »Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, weil ja auch er ein Sohn Abrahams ist.
    10 Denn der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu suchen und zu retten.«
    11 Als sie dies hörten, fügte er noch ein Gleichnis hinzu, weil er sich in der Nähe von Jerusalem befand und weil sie meinten, das Reich Gottes würde jetzt sofort erscheinen.
    12 Er sagte also: »Ein Mann von vornehmer Abkunft reiste in ein fernes Land, um für sich dort die Königswürde zu gewinnen und dann wieder heimzukehren.
    13 Er berief nun zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Minen und sagte zu ihnen: ›Macht Geschäfte (mit dem Gelde) in der Zeit, während ich verreist bin!‹
    14 Seine Mitbürger aber haßten ihn und schickten eine Abordnung hinter ihm her, durch die sie erklären ließen: ›Wir wollen diesen Mann nicht als König über uns haben!‹
    15 Als er nun nach Empfang der Königswürde heimkehrte, ließ er jene Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen, um zu erfahren, was für Geschäfte ein jeder gemacht hätte.
    16 Da erschien der erste und sagte: ›Herr, dein Pfund hat zehn weitere Pfunde eingebracht.‹
    17 Der Herr antwortete ihm: ›Schön, du guter Knecht! Weil du im Kleinen treu gewesen bist, sollst du die Verwaltung von zehn Städten erhalten.‹
    18 Dann kam der zweite und sagte: ›Herr, dein Pfund hat fünf Pfunde hinzugewonnen.‹
    19 Er sagte auch zu diesem: ›Auch du sollst über fünf Städte gesetzt sein!‹
    20 Hierauf kam der dritte und sagte: ›Herr, hier ist dein Pfund, das ich in einem Schweißtuch wohlverwahrt gehalten habe;
    21 denn ich hatte Furcht vor dir, weil du ein strenger Mann bist: du hebst ab, was du nicht eingelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.‹
    22 Da antwortete er ihm: ›Nach deiner eigenen Aussage will ich dir das Urteil sprechen, du nichtswürdiger Knecht! Du wußtest, daß ich ein strenger Mann bin, daß ich abhebe, was ich nicht eingelegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe?
    23 Warum hast du da mein Geld nicht auf eine Bank gebracht? Dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen abgehoben.‹
    24 Darauf befahl er den Dabeistehenden: ›Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfund hat.‹
    25 Sie erwiderten ihm: ›Herr, er hat ja schon zehn Pfunde.‹
    26 Ich sage euch: Jedem, der da hat, wird (noch dazu) gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen werden, was er hat.
    27 Doch jene meine Feinde, die mich nicht zum König über sich gewollt haben, führt hierher und macht sie vor meinen Augen nieder!«
    28 Nach diesen Worten zog Jesus weiter auf dem Wege nach Jerusalem hinauf.
    29 Als er nun in die Nähe von Bethphage und Bethanien am sogenannten Ölberge gekommen war, sandte er zwei von seinen Jüngern ab
    30 mit der Weisung: »Geht in das Dorf, das dort vor euch liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselfüllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat: bindet es los und führt es her!
    31 Und wenn euch jemand fragen sollte: ›Warum bindet ihr es los?‹, so antwortet ihm: ›Der Herr hat es nötig.‹«
    32 Als nun die Abgesandten hingegangen waren, fanden sie es so, wie er ihnen gesagt hatte;
    33 und als sie das Füllen losbanden, sagten dessen Eigentümer zu ihnen: »Wozu bindet ihr das Füllen los?«
    34 Sie antworteten: »Der Herr hat es nötig.«
    35 Sie führten es darauf zu Jesus, legten ihre Mäntel auf das Füllen und ließen Jesus sich daraufsetzen.
    36 Während er dann weiterzog, breiteten sie ihre Mäntel auf den Weg aus.
    37 Als er nunmehr an den Abstieg vom Ölberg herankam, begann die gesamte Menge der Jünger freudig Gott mit lauter Stimme um all der Wundertaten willen, die sie gesehen hatten, Lobpreis darzubringen,
    38 indem sie ausriefen: »Gepriesen sei, der da kommt als König im Namen des Herrn! Im Himmel ist Friede und Ehre in Himmelshöhen!«
    39 Da sagten einige Pharisäer aus der Volksmenge zu ihm: »Meister, untersage das deinen Jüngern!«
    40 Doch er gab zur Antwort: »Ich sage euch: Wenn diese schwiegen, würden die Steine schreien!«
    41 Als er dann nähergekommen war und die Stadt erblickte, weinte er über sie
    42 und sagte: »Wenn doch auch du an diesem Tage erkennen möchtest, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es deinen Augen verborgen geblieben.
    43 Denn es werden Tage über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall gegen dich aufführen, dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen;
    44 sie werden dich und deine Kinder in dir dem Erdboden gleichmachen und keinen Stein in dir auf dem andern lassen zur Strafe dafür, daß du die Zeit deiner (gnadenreichen) Heimsuchung nicht erkannt hast.«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Wir haben es zumindest schonmal bis Jericho geschafft
    • Zachäus kennen wir noch nicht von Matthäus oder Markus. Ich mag die Charakterisierung als so "klein von Gestalt", dass er auf einen Baum klettern muss, um Jesus zu sehen.
    • Dabei ging mir der "Wer sich erniedrigt, wird erhöht und wer sich erhöht, wird erniedrigt"-Spruch durch den Kopf. Er erhöht sich ja in dem Moment, um Jesus zu sehen. Gleichzeitig ist er von (er-)niedrig(t)er Gestalt und wird insofern erhöht, als dass Jesus bei ihm einkehren will
    • Woher kennt Jesus seinen Namen?
    • Apropos Name: Wikipedia erklärt, dass "Zachäus" so viel bedeutet wie "Gott hat erinnert" und auch im Namen Sacharjas vorkommt.
    • Wenn er es ernst meinte, würde er nicht nur die Hälfte, sondern sein ganzes Vermögen (V. 8) spenden Emoticon: polly
    • Das Gleichnis von den anvertrauten Minen kam so ähnlich schon in Matthäus 25 vor. Bei Matthäus sind es nur 3 Knechte (die übrigen 7 spielen bei Lukas auch keine Rolle ). Außerdem geht der Edelmann bei Matthäus einfach weg, bei Lukas will er einen Thron besteigen. Der nutzlose Knecht soll bei ihm getötet werden, bei Matthäus wurde er "nur" verstoßen. Abgesehen von diesen Details ist die Kernaussage die gleiche: Wer hat, dem wird gegeben. Wer nichts hat, dem wird das noch weggenommen. Wobei man den Besitz hier sinnvollerweise auf Gläubigkeit und Gottvertrauen beziehen muss, denn Jesu Beziehung zu irdischem Vermögen ist ja eher angespannt.
    • Jerusalem
    • Das Eselfüllen kennen wir auch schon. Irgendwas sagt mir, dass Lukas jetzt auch Fahrt aufnehmen wird Emoticon: glaskugel
    • "Der Herr hat den Esel nötig" könnte man auch als Rechtfertigung für Narren am Königshof nehmen
    • So ein Jesus müsste jetzt eigentlich in Teheran einreiten.
    • Im Vergleich zu den anderen beiden Evangelien tritt Jesus schon beim Einreiten deutlich aggressiver gegenüber den Pharisäern auf. Oder ich erinner mich falsch.
    • "Wenn diese schwiegen, würden die Steine schreien" ist ein geiler Spruch
    • Hm, ich glaub, ich lese die Bibel zu schnell. In einem Monat ist Ostern, jetzt spoiler ich mich schon wieder
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  15. #5640
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Zu Zachäus: Es wird normalerweise noch darauf hingewiesen, dass er durch sein Zöllnerdasein ein Sünder ist. Durch seine Umkehr stellt Jesus ihn wieder in die Gottesgemeinschaft, er nennt ihn "Sohn Abrahams". Mit dem "vierfach ersetzen" hält sich Zachäus genau an das Gesetz des Mose.


    Zum Gleichnis von den anvertrauten Minen oder Pfunden: In Matthäus sind das Talente - eine viel größere Gewichtseinheit. Daher kommt unser Wort "Talent". Und dies ist ja schon übertragen gemeint. Das Gleichnis kann auch genau so ausgelegt werden:Nutze ich meine Fähigkeiten und Begabungen, meine Talente für Gott und für das Gute und schaffe ich dadurch Frucht? Oder behalte ich alles für mich und nutze es nur egoistisch?


    "Wenn doch auch du an diesem Tage erkennen möchtest, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es deinen Augen verborgen geblieben." - Dieser Satz steht nicht nur über der jetzigen Situation im Iran... Jedes Land, was so kriegsgeil wird müsste es sich unter die Nase schreiben. Deutschland 1933 genauso wie Russland 2022. Die Juden haben damals bitter bezahlt, denn was Jesus hier vorhersagte, ist genau so 70 n.Chr. eingetroffen. Flavius Josephus berichtet in seinem Buch "der jüdische Krieg" von dem Fanatismus und den furchtbaren Verhältnissen in Jerusalem in den 60er Jahren.
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