Ich wäre da für eine entsprechende Änderung. Das aktuelle System ist schon sehr abstrakt und stört, zumindest für mein Empfinden, das Spielgefühl erheblich
Es ist mir zu meinem Spielbeginn auch nie in den Sinn gekommen, dass das dermaßen hahnebüchen umgesetzt wird. Weder zu noch wider meinen Gunsten. So war ich schon nach meiner ersten Abgabe überrascht, dass die offensichtlich aus einer namentlich spezifizierten Werft stammenden Boote über 5000km entfernt gespawnt sind. Auch das in Auftrag gegebene Boote nicht am Herstellungsort entstehen sondern auf magische Weise beim Auftraggeber, fühlt sich, wo das Spiel an vielen anderen Stellen ja durchaus realistisch/historische Genauigkeit deutlich sinnvoller abstrahiert, sehr abstrus an.
Dass Schiffe dort fertiggestellt werden, wo sie gebaut werden, finde ich grundsätzlich sinnvoll. Das schafft Zugriffsmöglichkeiten, zwingt zur aktiven Überführung und macht Schutzmaßnahmen relevant.
Ich verstehe aber auch, warum die bisherigen Regeln genutzt wurden: Für die Spielleitung ist es deutlich einfacher, wenn Auslieferung und Verfügbarkeit zu Jahresbeginn klar geregelt sind. Jede einzelne Überführung zusätzlich abzubilden dürfte spürbar mehr Aufwand bedeuten – mir persönlich ist das nicht entscheidend.
Eine exakte Verortung von Werften und im Bau befindlichen Schiffen (mit der Möglichkeit, halbfertige Einheiten gezielt anzugreifen) würde ich nicht befürworten – weniger aus Realismusgründen, sondern aus Gameplay-Sicht. Ich sehe die Gefahr, dass dann z. B. bei Land X regelmäßig alle paar Runden Häfen und Werften zusammengeschossen werden bei Player Z, dessen Nase mir nicht gefällt, weil es militärisch naheliegt.
Das mag aus einer bestimmten Spielperspektive logisch sein, führt aber schnell zu einer Spirale aus Wiederaufbau, dauerhaft sinkenden Etats und letztlich erheblichem Spielfrust. Spätestens wenn mir zum zweiten Mal ein zentraler Handelshafen samt Werft ruiniert wird und ich mich nur noch mühsam auf niedrigem Budget herausarbeite, wäre das für mich ein Punkt, an dem ich eher aussteigen würde aus dem Spiel.
Kurz: Fertigstellung am Bauort gerne – aber ohne ein System, das Häfen/Werften ständig als „standardisiertes Ziel“ in den Mittelpunkt rückt und das Spiel in Richtung Dauerbombardement und Wiederaufbausimulation verschiebt.
Häfen können doch schon jetzt gezielt bombardiert werden und damit defacto unbrauchbar werden, zuletzt in Khansbrück geschehen?![]()
Der Einwand stimmt: Häfen können schon jetzt bombardiert und damit faktisch lahmgelegt werden, Khansbrück zeigt das. Mein Punkt zielte aber weniger auf den Hafen an sich als auf Werftkapazitäten und den Schiffbau. Wenn Werften und im Bau befindliche Schiffe exakt verortet sind, wird daraus ein viel attraktiveres Standardziel: Man stört nicht nur Handel und Infrastruktur, sondern kann Produktion und Investitionen direkt vernichten und Flottenaufbau langfristig abwürgen. Genau diese neue Qualität halte ich aus Gameplay-Sicht für problematisch.
Das wäre tatsächlich auch meine Befürchtung. Viele Spieler tun sich ohnehin schwer mit militärischen Rückschlägen, dazu kommt dann die faktische Option, die Verteidigung der Gegenseite über die Jahreszüge genau auszuspähen. Eine unterlegene Macht könnte dann gerade zur See faktisch nicht mehr aktiv werden, weil man die im Bau befindlichen Schiffe jederzeit zerstören könnte. Bei Geschützen wäre es wohl etwas leichter, weil die meist im Inland gebaut werden.
Ursprünglich gab es ja keine Restriktionen, so dass Schiffe eigentlich immer fertig wurden. Man hat sie halt bei privaten Werften bestellt, und falls die eigene Kapazität nicht reichte, wurden die Nachbarn mit Aufträgen bedacht. Zu Jahresbeginn waren sie dann einfach da. Als ich dann auf Wunsch der Spielerschaft Kapazitätsgrenzen einführte, blieb der Rest des Systems erst einmal bestehen. Daher kommt eben auch die seltsame Situation, dass bestellte Fahrzeuge immer vor Ort sind.
Beides wäre aber unabhängig voneinander zu ändern: Ich kann bestellte Schiffe immer im Haupthafen des bauenden Landes erscheinen lassen, und bei spezifischen Werften (etwa mit einer höheren technischen Stufe) dann eben dort. Das würde die Überführung nur bei von außen bestellten Schiffen erforderlich machen, und die Spieler könnten das auch selbst planen. Die Werften selbst könnten in ihrem "Schwebezustand" bleiben, zumal ich die Kapazitäten anhand verschiedener Werte des Landes selbst berechnet habe. Werften mit höherer Technologiestufe (da kommen sicher bald noch welche hinzu) sind ja schon jetzt spielintern vorhanden, hier wäre es auch möglich, eine Sonderregelung zu treffen, wonach Schiffe auch nur dort gebaut werden können (man sie also das ganze Jahr besitzen muss).
Geändert von Jon Snow (23. Januar 2026 um 12:55 Uhr)
Etwas weniger Transparenz in den Jahresauswertungen bezüglich der militärischen Gegebenheiten wäre ja ebenfalls wünschenswert
Vielleicht wäre ein Mittelweg ganz sinnvoll: Schiffe werden da ausgeliefert, wo sie gebaut werden, damit sie sich nicht mehr teleportieren - das stört, für mich, das Spielgefühl am meisten. Bauten behindern geht nur, wenn die Werft tatsächlich erobert wird (also Spezialwerften oder der letzte Küstenstreifen eines Landes?). Ansonsten würde ich, der Einfachheit halber, immer davon ausgehen, dass die Schiffe in der "Hauptwerft" gebaut werden.
Also am Beispiel Italien, würden alle Schiffe immer in Genua gebaut werden. Wird Genua erobert, spawnen die Schiffe halt in Livorno und ich habe im Folgejahr entsprechend weniger Kapazitäten. Verliere ich meine gesamte Küste, erbeutet der Gegner die Schiffsbauten oder, damit es nicht doppelt frustrierend ist, gehen diese halt verloren?
Ich finde die ganze Situation mit Schiffe spawnen in der Hauptstadt merkwürdig. Das primäre Beispiel ist bei mir gerade Nantucket. Letzte Runde haben die Iren halb fertige Schiffe in ein benachbartes Khanat geschleppt. Diese Runde können die wohl Schiffe über den Atlantik schieben und durch eine Blockade hindurch geliefert werden, egal ob ich Nantucket am 2. Januar aufgebe und die Werft bis auf die Grundmauern abbrenne. Wenn ich die Schiffe baue kann man 4xX T4 Schiffe bauen. Baut jemand anderes, die kann er 4x Y T4 Schiffe bauen. Und ein dritter hat nochmal andere Zahlen. An der Stelle geht für mich die Immersion zum Zwecke des taktischen Vorteils verloren.
Wenn man es in der Hinsicht dann auch genau nimmt, sind die Schiffe wohl so im Sommer fertig und werden vor Ende der Seefahrtsaison in die Hauptstadt geliefert. Müsste doch eigentlich heißen, dass die mitten im Sommer einsatzbereit wären?
Man muss allerdings auch aufpassen, dass man das Spiel nicht mit Zusatzregeln überfrachtet. Bei den Überführungsregeln wäre es kein Problem, das von Simato genannte Modell einzuführen. "Normale" Schiffe würden dann immer fertig, aber halt immer in dem Land, das sie baut. Besondere Werften würden sie direkt vor Ort zu Wasser lassen. Die modernen brandenburgischen Fahrzeuge wären dann beispielsweise mit Rundenbeginn in Narwa, und je nach Besteller müsste man sie im Lauf des Jahres an ihren Bestimmungsort segeln. Damit könnte ihr Bau natürlich unterbrochen werden.
Gestaffelte Fertigstellungen möchte ich hingegen nicht einführen, das ist nur unnötig aufwendig und verwirrend. Eine Kapazitätsgrenze für Nantucket nach brandenburgischem Vorbild wäre sicher möglich, aber nur in Absprache mit Kendogan bzw. eben dem Irlandspieler.
Zu etwas vollkommen anderes.
Der SP Chausseeamt kostet ja heute gar nichts mehr.
In den ersten Runden hat er ja noch 250 000 S gekostet.
Bekommen die Länder die es den ersten Runden gezahlt haben ihr Geld zurück?
Khan von Hessen
König von Deutschland
Pfalzgraf am Rhein