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Thema: [DMS] - Kaiserliche Schlichtung

  1. #46
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Der Kaiser nimmt zur Kenntnis, dass sich die Lage seit der letzten Stellungnahme des dänischen Königs grundlegend verändert hat. Die Ereignisse in Burgund sind eine direkte Folge der rücksichtslosen Inanspruchnahme der Ehre Karls von Burgund. Burgund wurde in einen Konflikt hineingezogen, dessen Eskalation weder von seinen Ständen noch von seinem Herzog noch kontrolliert werden konnte.

    Vor diesem Hintergrund muss festgestellt werden, dass das zuletzt von Dänemark vorgelegte Angebot nicht ausreicht, um einen tragfähigen Frieden zu begründen. Es enthält Zugeständnisse im Detail, lässt aber die zentralen Konfliktlinien unangetastet. Insbesondere bleiben offen:
    • die Frage Kalmar, die weiterhin ausgeklammert wird,
    • jede verbindliche politische Regelung zu Schweden und Norwegen,
    • eine belastbare Ordnung für Schonen
    • sowie die ungelösten Spannungen und Maßnahmen gegenüber dem Orden, die weiterhin im Raum stehen.


    Ein Frieden, der diese Punkte offenlässt, ist kein Abschluss, sondern lediglich ein Aufschub der nächsten Auseinandersetzung. Zugleich ist festzustellen, dass öffentliche Schuldzuweisungen, Polemik und propagandistische Nebenbemerkungen die Schlichtung nicht voranbringen, sondern sie untergraben. Wer verhandeln will, handelt nicht auf diese Weise.

    Der Kaiser erwartet daher von Dänemark eine substantielle Bewegung seiner Position. Substanziell bedeutet nicht, bekannte Zusagen zu wiederholen, sondern jene Fragen anzugehen, die den Konflikt überhaupt erst tragen. Nur so kann verhindert werden, dass weitere Mächte in einen Streit hineingezogen werden, der längst über seinen ursprünglichen Anlass hinausgewachsen ist.

    Dabei wird nicht verkannt, dass jeder Schritt Zugeständnisse verlangt. Doch ebenso klar ist: Das Reich wird keinen Zustand akzeptieren, in dem ein einzelner Akteur durch starres Festhalten, wechselnde Forderungen oder öffentliche Eskalation versucht, andere gegeneinander auszuspielen. Zum Schluss sei dies unmissverständlich gesagt:
    Dänemark wird das Reich nicht spalten. Weder durch Polemik, noch durch das Ausspielen von Verbündeten, noch durch das Aussitzen von Entscheidungen. Wer Frieden will, muss ihn möglich machen – jetzt.

  2. #47
    Holz? Marmor! Avatar von Don Armigo
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    Rücksichtslose Inanspruchnahme? Kalmar hat ein Verteidigungsbündnis mit Burgund und dafür jahrelang einseitig Handelsprivilegien gewährt. Natürlich erwarte ich dass Burgund im Moment der unverschuldeten Not parat steht- alles andere wäre doch ziemlich ehrlos oder? Oder hat hier irgendwer erwartet, dass ich sage "bleib nur daheim während der Orden mein Volk massakriert"?

    Im Übrigen gab es auch keine Eskalation, sondern ich wurde hinterrücks überfallen während ich außer Haus war.

    - Welchen Anspruch hat der Kaiser/der Orden auf Kalmar? Kalmar ist die Hauptstadt der Kalmarer Union.
    - Welches Recht hat der Kaiser sich in die bilateralen Beziehungen zwischen (nach kaiserlicher Definition) souveränen Nichtreichsländern einzumischen?
    - Dazu habe ich bereits gesagt, dass man aus der Gruppe der loyalen christlichen Adligen gerne jemanden auswählen kann, der die Lage hoffentlich stabilisiert.
    - Der Orden hat wie bereits gesagt ohne auch nur zu Fragen nach Dänemark expandiert. Das hat man zugelassen l, aber gleichzeitig verhindert, dass so etwas nochmals passiert. Das ist das legitime Recht Dänemarks. Abseits davon dass er Unruhen geschürt und aufgrund von Lügen und Betrug einmarschiert ist.

    Dass Radbod Nordlandsson durchaus gewillt ist Frieden zu schließen und auf seine Verbündeten einzugehen sieht man im Übrigen am Ende der Konflikte mit den Italienern und Kanariern. Man hofft trotzdem sich mit diesen Gestalten künftig nichtmehr abgeben zu müssen.
    Ein kalter Wind braust von Osten heran
    tilgt Sonne und Blätter und grün.
    Die Seen versinken im ewigen Eis,
    voll Dunkelheit, Winter und Schnee!

    Mal wieder Lust auf ein richtiges mittelalterliches Gemetzel??- dann bist du hier richtig!

  3. #48
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Das Reich ist tätig geworden, als sich ein offener Konflikt zwischen Reichsständen abzeichnete. Genau für solche Lagen sieht die Frankfurter Allianz die Pflicht zur Schlichtung vor. Der Kaiser ist dieser Verpflichtung nachgekommen, um eine Eskalation innerreichlicher Konflikte zu verhindern.
    Die Gespräche konzentrieren sich seither auf Dänemark, weil Karl wiederholt hatte betonen lassen, dass seine Handlungsfähigkeit unmittelbar aus der Bündnisbindung an Dänemark folge und dass jede Bewegung im Konflikt vom Willen König Radbods abhänge. Das Reich hat diese Darstellung zunächst akzeptiert und folgerichtig den Dialog dort gesucht, wo Burgund selbst die Ursache seiner Blockade verortet hat.

    Der Kaiser weist zudem erneut darauf hin, dass Kalmar nicht aus Willkür Gegenstand der Gespräche ist. Die Stadt war vor der Union schwedisch und ist damit seit Beginn der Schlichtung untrennbar mit der Frage verbunden, wie eine dauerhafte Ordnung im Norden aussehen kann. Wer Kalmar ausschließlich als unantastbare Hauptstadt der Union behandelt, blendet diese Vorgeschichte bewusst aus und entzieht sich einer Lösung, die den Norden insgesamt befrieden soll.
    Ebenso nimmt das Reich die jüngsten Äußerungen König Radbods zur Kenntnis, man wolle mit Italienern und Kanariern künftig nichts mehr zu tun haben. Andererseits erhalten italienische Kräfte Zugang zur Ostsee und finden in dänische Häfen Unterkunft. Das nährt Zweifel daran, ob es Dänemark tatsächlich um Deeskalation geht und wie viel Wahrheit in Radbods Worten steckt.

    Schließlich ersetzt auch die wiederholte Betonung angeblicher Ordenslügen und Provokationen keine Antwort auf die zentrale Frage: Wo ist die Bewegung Dänemarks? Kalmar bleibt ungeklärt, Schweden und Norwegen nicht anerkannt, in Schonen ist kein echtes Entgegenkommen erkennbar. So entsteht nicht der Eindruck eines kompromissbereiten Herrschers, sondern der eines Königs, der den Konflikt auf dem Rücken seiner Verbündeten austrägt.

  4. #49
    Holz? Marmor! Avatar von Don Armigo
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    Der König kämpft um die territoriale Unversehrtheit seines Reiches gegen fanatische Kreuzritter!

    Der Kaiser wiederholt einfach nur die Forderung des Ordens. Nein man wird kein Land an den Orden abtreten- weder in Schonen noch in Kalmar.

    Im Übrigen: Was geht den deutschen Kaiser an ob Kalmark schwedisch oder dänisch ist, Schweden sitzt hier nicht am Tisch.
    Geändert von Don Armigo (04. Februar 2026 um 12:50 Uhr) Grund: Auf Wunsch der Hanse leicht redigiert
    Ein kalter Wind braust von Osten heran
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    Die Seen versinken im ewigen Eis,
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    Mal wieder Lust auf ein richtiges mittelalterliches Gemetzel??- dann bist du hier richtig!

  5. #50
    Blue Heeler Genießer Avatar von Baldri
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    Für Polemik ist kein Platz in Hansestädten.
    Zitat Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich habe da so eine Art Phantomschmerz, den ich kaum noch merke ... ^^

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