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Thema: Der Mongolensturm - Runde 14 - 1714

  1. #1
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    Der Mongolensturm - Runde 14 - 1714

    Abgabetermin: Montag, der 2. Februar um 20.00 Uhr

    Allgemeines

    Die Ernte war 1713 in fast ganz Europa außerordentlich gut, was die Konjunktur und damit auch die Steuer- und Zolleinnahmen der Reiche befeuerte. Auch die Aufrüstung in vielen Staaten des Kontinents trug einen bedeutenden Teil zur Konjunktur bei, während sich die Verluste bei fast allen Kriegsteilnehmern in Grenzen hielten und zudem durch freiwillige Kriegsabgaben der wohlhabenden Stände häufig ausgeglichen wurden. Allerdings ließ wie erwartet und befürchtet die Nachfrage nach Luxusgütern in ganz Europa und im westlichen Mittelmeerraum deutlich nach.

    Der Umlauf im Wert geminderter Münzen hat ebenfalls nachgelassen, was wohl mit den von mehreren Ländern eingeführten Kontrollen zu tun hat. Die dabei entdeckten Fälschungen stammten größtenteils aus dem Kalifat sowie (mit einem gewissen Abstand) Italien, der irischen Föderation und dem Khanat Hellas.

    Im Koalitionskrieg gegen die Kanaren wurde die militärische Lage des Inselkhanats Anfang 1713 vom an der Universität Oxford lehrenden deutschen Historiker Holger zu Afflerburgen als „glänzend, aber hoffnungslos“ beschrieben. Der Sieg gegen die kleine irische Flotte vor Nantucket brachte zwar einen weiteren strategisch bedeutsamen Stützpunkt ein, doch die feindliche Übermacht dürfte letztlich erdrückend sein. Dennoch gilt es als respektgebietend, dass es den Kanaren im ersten Kriegsjahr gelang, neben den Heimatinseln auch Nantucket, Barbados und Island zu halten oder zu besetzen.

    Ein weiterer Krisenherd entstand im Frühsommer in Schonen, wo der Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und der Kalmarer Union rasch eskalierte. Militärisch war der Orden dabei erfolgreich, konnte die dänische Seite bislang aber nicht zu Gebietsabtretungen zwingen. Im Augenblick herrscht dort eine fragile Waffenruhe, seit der Kaiser eine Schlichtung angesetzt hat, doch eine Einigung scheint noch sehr fern zu liegen.

    Auch die Lage in Burgund ist sehr unsicher geworden, nachdem der Kaiser und verschiedene deutsche Länder dort intervenierten, so dass es zu einem Putsch reichstreuer Kräfte kam. Herzog Karl XII. wurde zwar noch nicht formal abgesetzt, steht aber unter Hausarrest und wurde in der Regierung durch drei seiner Schwestern und einen Onkel ersetzt. Die Armee, die gemeinsam mit französischen Truppen im Norden steht, blieb aber offenbar loyal.
    Geändert von Jon Snow (18. Januar 2026 um 21:32 Uhr)

  2. #2
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    Khanat Ungarn

    Die Exploration in einer vielversprechenden Gegend der westlichen Karpaten hatte großen Erfolg, so dass man eine reiche Erzlagerstätte im slowakischen Erzgebirge bei Dobschau entdeckt, die in mongolischer Zeit offenbar noch nicht ausgebeutet worden ist. Man ist zuversichtlich, dass ein Bergwerk dort gute Erträge einbringen könnte.

    Das im Vorjahr begonnene Ausbildungsprogramm für junge Leibeigene aus dem Khanat wird ebenfalls mit Erfolg fortgeführt, wobei fast ausschließlich italienische und (deutlich seltener) böhmische Gesellen oder Meister ins Land kommen. Das staatliche Bauprogramm wird auch ins Landesinnere hinein fortgeführt, dürfte aber im Augenblick nicht mehr Geld benötigen. Die meisten Einwanderer kommen problemlos unter oder werden sogar vom lokalen Adel mit dem Nötigsten versorgt, der Leibeigene zur Ausbildung ausgewählt hat und großes Interesse am Gelingen des Projekts zu haben scheint. Der Exodus aus der Ostschweiz versiegte in diesem Jahr wie geplant, allerdings gewann man im Kalifat nicht wie vom Monarchen erhofft neue Interessenten.

    Die gegenseitigen Handelsprivilegien erweisen sich weiterhin als nützlich, hemmen aber den Erfolg der neu angesiedelten Handwerksbetriebe. In diesem Jahr blieb dieser Effekt gerade im Süden aber zum Glück noch begrenzt, weil die stichprobenartigen Kontrollen viele der italienischen Kaufleute abschreckten. Bislang wurden dabei meist nur wenige Münzen mit gemindertem Wert entdeckt, was entweder auf ein eher geringes Problem oder (vielleicht wahrscheinlicher) die Vorsicht vieler Kaufleute hindeutet, die Kontrollen häufig umgingen oder verdächtige Münzen rechtzeitig austauschten. Manche Grundherren mit Marktrecht gingen auch eher lax vor, um ihre Einnahmen nicht zu gefährden.

    Die beiden großen Schiffe aus Brandenburg und Italien wurden ausgeliefert und stehen dem Khanat in Genua zur Verfügung. Angesichts der Kritik am Bündnis mit Italien wurde von den „Neun“, die der Khan für solche Gelegenheiten eingesetzt hat, eine klarere Regelung für die Vermietung der Schiffe angemahnt. Die Reiterverbände in den befreundeten Ländern seien unter dem je eigenen Banner im Einsatz, das als ungarisch erkannt werden könne. Zudem stünden sie unter dem Kommando ihrer meist hochadligen Offiziere. Möglicherweise sei eine ähnliche Regelung auch für Schiffe sinnvoll. Dann vermiete man diese nicht mehr, sondern stelle sie Freunden als Hilfskräfte zur Verfügung.

    Die Gerberei wurde vergrößert und kann nun deutlich mehr Viehhäute verarbeiten. In der Ostschweiz und auch in der Pfalz gewann man darüber hinaus ein wenig an Ansehen, wie Kaufleute berichten.


    Besonderheiten:
    Die starke militärische Tradition des Landes und die niedrigen Preise im eher armen Ungarn ermöglichen es dem Khan, seine Reiter für 10 S aufzubieten.
    Berittene Söldnerregimenter kosten für Ungarn in Krakau 10000 S weniger als angegeben.
    Ungarn erhält hohe Tribute von mehreren europäischen Staaten und einer Satrapie.


    Herrschaftsgebiet: Entspricht weitgehend dem Gebietsstand Transleithaniens von 1867 (ohne Kroatien-Slawonien und Fiume)
    Vasallen: Kroatien (außer der Küstenregion), Slawonien, Steiermark, Kärnten, Ostslowenien
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 3 290 000
    Regionen: Buda, Cluj, Bratislava, Cisleithanien (zusammen mit Böhmen, Baiern, Schwaben und Italien)

    Hauptstadt: Buda
    Hauptresidenz: Buda (Landschloss 4)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Arpad V. (seit 1703, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Arpad IV. (1696-1703, *1657)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Ungarisches Fest mit Reiterspielen
    1703: Bau einer allgemeinbildenden Schule in Buda
    1704: Bau einer Landwirtschaftsschule in Szeged
    1705: Bau eines regionalen Flusshafens in Buda
    1706: Bau einer Gerberei in Szeged
    1707: Förderung des Brunnenbaus im ganzen Khanat
    1708: „Erforschung der Berge“ mit Italien, der Kalmarer Union und der Eidgenossenschaft
    1709: Verbesserung der Ernährungssicherheit im Khanat
    1710: Staatliches Bauprogramm für Handwerksbetriebe und zugehörige Wohnungen
    1711: Landesreise Prinzessin Erzsébets mit ihrem Gemahl Jakob von Rosegg
    1712: Beginn des auf zehn Jahre angelegten Ausbildungsprogramms für Handwerker
    1713: Exploration für ein mögliches Bergwerk in den Westkarpaten


    Besondere Gebäude:
    Seit 1703: Allgemeinbildende Schule in Buda
    Seit 1704: Landwirtschaftsschule in Szeged
    Seit 1705: Flusshafen in Buda
    Seit 1706: Gerberei in Szeged, 1713 deutlich vergrößert (nun 250 000 S)

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1701-1704: Mittlere Straße zwischen Buda und dem Ostufer des Balaton (20/120 Meilen), danach als einfache Straße fortgeführt (100/120 Meilen)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Khanat Italien (ohne Vasallen), seit 1713 als wechselseitige Handelsprivilegien fortgeführt
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 390 000 S
    Tributeinnahmen: 150 000 S (Italien), 90 000 S (Satrapie Krakau-Stettin), 60 000 S (Böhmen), 60 000 S (Burgund), 30 000 S (Hessen), 30 000 S (Österreich+Tirol), 25 000 S (Brandenburg), 25 000 S (Westfalen), 15 000 S (Schwaben), 15 000 S (Pfalzgrafschaft bei Rhein)

    Rücklagen aus dem Vorjahr: 10 800 S
    Verbliebene Einlagen der Entschädigungskasse: 48 000 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 13%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 400 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 440 000 S

    Waffentragende Bevölkerung: 5,3 (effektiv 3,8) Minghan SR, 12,8 (effektiv 3,2) Minghan LR (leicht erhöht), 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 2,1 (effektiv 2,1) Minghan LR (leicht erhöht), 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter DR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -


    Schiffe (mit dem Heimathafen Genua):

    Schiffe zu Jahresbeginn 1713: 9*50 IV, davon 6*50 IV an das Kalifat vermietet und 3*50 IV zum Schutz des italienischen Fährdienstes eingesetzt

    Neubauten (über Brandenburg in Narwa): 1*150 IV
    Neubauten (in Italien): 1*200 III (Handelsschiff)

    Schiffe am Jahresende 1713: 9*50 IV, davon 6*50 IV an das Kalifat vermietet und 3*50 IV zum Schutz des italienischen Fährdienstes eingesetzt

    Schiffe zu Jahresbeginn 1714: 1*150 IV, 9*50 IV
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1714: 1*200 III


    Söldner: -

    Im Felde stehende Einheiten:
    Von den Aufgeboten des Landadels stehen 1,0 Minghan LR seit Jahresbeginn 1701 in der Markgrafschaft Brandenburg und 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702 im Khanat Baiern.
    Seit 1706 stehen zudem 1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR in Italien
    Anfang 1713 wurden wie üblich 6,0 Minghan LR im Inland aufgeboten

    Verluste 1713: -

  3. #3
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    Khanat Böhmen

    Der Ausbau der Prager Burg auf Stufe 4 geht gut voran und sorgt in diesem wirtschaftlich ohnehin sehr guten Jahr für eine starke zusätzliche Nachfrage. Zudem gewinnt der Khan an öffentlichem Ansehen in Ostmitteleuropa, zumal es ihn gelungen ist, Böhmen aus dem Krieg herauszuhalten, ohne es sich mit den übrigen Reichsständen zu verscherzen. Da es wegen der Baumaßnahmen zu einem leichten Bevölkerungswachstum kam, richten sich einige Hochadlige neu aus und unterstützen die Reformpartei, um wegen der Konkurrenz von freien Handwerkern nicht am Ende zum Handeln gezwungen zu werden.

    Die Handelsprivilegien in Ungarn waren in diesem Jahr deutlich lukrativer als zuvor, weil man dort den Italienern wegen ihres Falschgeldes zu misstrauen begann und mancherorts Waren böhmischer Herkunft bevorzugte. In Hessen profitierte man ebenfalls, wobei die Kaufleute aus der Landgrafschaft anscheinend sogar noch bessere Geschäfte in Böhmen machten.

    Die Reise des Khans nach Österreich verlief weitgehend reibungslos. Man merkte aber, dass der kaiserliche Einfluss dort deutlich angewachsen ist. Manche Bürger empfanden es nicht als Affront, beim Einzug des Monarchen die kaiserlich-bairische Fahne neben der königlich-böhmischen zu hissen, sondern nahmen offenbar sogar an, dass dies dem Willen Bohuslavs entspreche. Kritik kommt eher am Deutschen Orden auf, der bereits in der unmittelbaren Nachbarschaft Böhmens über Liegenschaften verfügt und (ähnlich wie in Schonen) recht schnell eingreifen könnte. Bislang gab es zwar keine bedeutenden religiösen Unruhen im Khanat, aber man hat im Norden gesehen, wie schnell diese offenbar sogar in friedlichen Gebieten ausbrechen können.


    Besonderheiten:
    Die vergleichsweise hohen Preise in Prag und der gute innere Zusammenhalt des Landes behindern feindliche Spionagenetzwerke in hohem Maße.
    Die traditionsreiche Universität zieht außergewöhnlich viele bedeutende Wissenschaftler an, was bei einer prachtvollen Hofhaltung zu ansehnlichen Synergieeffekten führt.
    Viele deutsche Adlige und Bürger bewundern den böhmischen Hof und die böhmische Alma Mater, so dass sie ihre Söhne gern dort studieren lassen. Amir I. führte 1695 daher ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm ein, das bei ausreichender Finanzierung zahlreiche vielversprechende Talente nach Prag holen kann.


    Herrschaftsgebiet: Böhmen, Mähren
    Vasallen: Ober- und Niederösterreich
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 720 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Prag, Cisleithanien (zusammen mit Ungarn, Baiern, Schwaben und Italien)

    Hauptstadt: Prag (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Prag (Stadtschloss 3, wird gegenwärtig ausgebaut)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Bohuslav I. (seit 1704, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Amir I. (1685-1704, *1644)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einführung des „Bildungsplans II“ nach englischem Vorbild für alle Altersstufen
    1702: Verknüpfung von Hof und Universität zur Förderung der Hochschulbildung
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einführung einer Kollegienverwaltung für die Bursen der Prager Universität
    1705: Einrichtung zweier Botschaften in Debul und Induru
    1706: Einführung von Sonntagsschulen bei den böhmischen Kirchengemeinden
    1707: Förderung der böhmischen Braukunst durch eine bessere Wasserversorgung
    1708: Beginn der Bauernbefreiung
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Auswertung der Indienexpedition durch mehrere Universitätssymposien
    1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
    1712: Gründung eines Chausseeamtes
    1713: Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4 im venezianischen Stil


    Besondere Gebäude:
    1703: Adalberts-Kolleg in Prag (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
    1704: Ludmilla-Kolleg in Prag (an der Moldau vor den Toren der Stadt)
    1706: Kaiser-Benedikt-Kolleg in Prag (am südlichen Stadtrand nahe dem „Milchtor“)
    1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag


    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1712: Einfache Straße von Brünn bis zur March bei Kostice (66 Meilen)
    1712: Einfache Straße von Wien bis zur Donau bei Pressburg (66 Meilen)

    Offene Bauprojekte:
    1713-17XX (geplant ist 1715): Ausbau der Prager Burg (Stadtschloss) auf Stufe 4


    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1705: Botschaften beim Großkhanat Debul und der Föderation von Induru (je 15 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Ungarn


    Steuereinnahmen: 980 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 920 S
    Einlagen der Bauernkasse: ausgeschöpft

    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (wissenschaftlicher Fokus; mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Stipendienprogramm (Vorjahr): 30 000 S

    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Ludmilla-, Kaiser-Benedikts- und Adalbertkollegs, 30 000 S für die beiden Botschaften
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 546 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 611 520 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter DR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan DR (Pilsen), von Vertrauensleuten des Hochadels durchsetzt
    Söldner zur besonderen Verwendung: 1,0 Minghan LR (Pilsen) unter dem Befehl eines engen Vertrauten des Khans (Johann Wenzel von Mitrowitz)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  4. #4
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    Khanat Westfalen

    Die neue Hymne wirkt in dem eher zufällig entstanden, stark durch den gemeinsamen Hof und die Dynastie verknüpften Land zunächst ein wenig als Fremdkörper, gewinnt dann aber nach und nach an Beliebtheit. Einige Sangesvereine nehmen Text und Melodie dann auch in ihr Repertoire auf und machen es so weiter bekannt. Man nimmt an, dass die Verbreitung des Liedes im Lauf der nächsten Jahre allmählich zunehmen und damit auch ein Gefühl für die gemeinsame Identität als Westfalen und Niedersachsen immer mehr anwachsen wird. Idee und Umsetzung dieses Schwerpunktes gelten also als sehr gelungen. Zudem kann der junge Herrscher auch auf zahlreiche politische Erfolge verweisen, was das gemeinsame „Dach“ des Khanats nochmals wertvoller erscheinen lässt.

    Auch die wissenschaftlichen Bemühungen des Landes werden fortgeführt: Im Herbst findet ein weiteres kleines Symposion ökonomisch interessierter Kaufleute und Gelehrter statt, und noch im Spätsommer ist die Germania kopiert und in einer kleinen, gut bearbeiteten Auflage gedruckt worden. Die Nachforschungen zu Widukind sind dann sogar deutlich leichter, weil viele Quellen direkt im Land verfügbar waren. Immerhin hatten die ottonischen Könige und Kaiser sich auf dessen Familie zurückgeführt.

    Der Bau der neuen Straße wird in Angriff genommen und das Verlöbnis bekanntgegeben. Im kommenden Jahr wird man wie geplant die Hochzeit feiern können. Die Werbemaßnahmen an der hessischen Grenze blieben zunächst noch ergebnislos.

    Auch die Rückmeldung der Handelsgilden ist eingetroffen. Die wechselseitigen Privilegien mit der Pfalzgrafschaft scheinen beiden Seiten einen leichten Vorteil zu verschaffen, die Vorrechte der Hanse sind bereits im ersten Jahr sehr nützlich für den Städtebund, der ja schon seit vielen Jahren in Westfalen aktiv ist. Allerdings zeigt sich auch, dass mehrere westfälische Handelshäuser aus etablierten Geschäftsfeldern verdrängt werden.


    Besonderheiten:
    Dank der Erfahrungen des Khanats mit Geheimdiensten ist es den Westfalen möglich, jedes deutsche Land für 25000 S und jedes andere europäische Reich für 50000 S jährlich intensiv zu beobachten. Die Einrichtung des Geheimdienstes benötigt keinen Schwerpunkt mehr, so dass eine Infiltration jederzeit zum Jahresbeginn aufgenommen werden kann.
    Die politische und wirtschaftliche Nähe zur Hanse, zum Königreich England und zu den burgundischen Ländern lässt das Khanat von den Handelsbeziehungen zwischen diesen Mächten profitieren.
    Das Khanat verfügt noch über Belagerungsgeschütze aus dem 16. Jh., die man wegen der zahlreichen städtischen Unruhen erworben hatte. (Zunächst stark reduziert und Anfang schließlich vollständig zur wissenschaftlichen Untersuchung aufgelöst)


    Herrschaftsgebiet: Westfalen, Drenthe, Overjissel, südliches Niedersachsen,
    Vasallen: Nördliches Niedersachsen, Groningen, Grafschaft Kleve
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 220 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Bielefeld-Enschede, Niedersachsen-Holland (Vasallen, mit der Hanse)

    Hauptstadt: Bielefeld (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Enschede (Stadtbefestigung 1, Stadtschloss 1)
    Wichtige Festungen: Braunschweig (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Friedrich I. (seit 1704, *1687)

    Verstorbene Monarchen: Khan Heinrich I. (1698-1704, *1651)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung von Sonntagsschulen
    1702: Einrichtung von Zuchtgestüten
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einrichtung einer Geschützgießerschule in Braunschweig
    1705: Einführung des „Bildungsplans 05“ nach englisch-böhmischem Vorbild
    1706: Einrichtung eines Priesterseminars in Münster
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Stadt und Land nach dem Vorbild Burgunds
    1708: Festlegung der Fronpflichten nach englischem Vorbild
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Bau eines Flusshafens an der Weser (bei Verden)
    1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1712: Gründung der Westfalenbank für Landwirtschaft und Handwerk
    1713: Einführung des Westfalenliedes

    Besondere Institutionen:
    Seit 1700: Geheimdienst in Bielefeld,
    Achtung Spoiler:
    seit 1713 mit 50 000 S auf den Kanaren und ebenso mit 50 000 S in Italien aktiv


    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Geschützgießerschule in Braunschweig
    Seit 1706: Priesterseminar in Münster (ähnelt einer Schule)
    Seit 1710: Flusshafen an der Weser (bei Verden)


    Abgeschlossene Bauprojekte:
    Seit 1712: Mittlere Straße zwischen Hannover und Braunschweig (67 Mongolische Meilen)

    Offene Bauprojekte:
    Seit 1713: Mittlere Straße zwischen Hannover und Bielefeld (25 Meilen / 375 000 S von 109 Meilen/ 1 635 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Deutsche Hanse


    Steuereinnahmen: 890 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 12 500 S, davon wurden 1 000 S für Werbemaßnahmen ausgegeben
    Einlagen der Westfalenbank für Bauern und Handwerker: 250 000 S (davon 150 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 11%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 260 000 S (mit Abgabebonus)

    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: 1 000 S (Werbemaßnahmen im Süden)
    Kredite: Kredit aus Finnland über 195 650 S zu 9,5% Zinsen, Teilrückzahlung?

    Waffentragende Bevölkerung: 1,1 (effektiv 1,1) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 1,7 (effektiv 1,7) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen, 1000 Mann)

    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: aufgelöst


    Schiffe zu Jahresbeginn 1713: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Schiffe am Jahresende 1713: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1714: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)

    Söldner: 2,5 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -
    Geändert von Jon Snow (21. Januar 2026 um 18:03 Uhr)

  5. #5
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    Landgrafschaft Hessen

    Die einmalige Investition in die Verbesserung der Flusshafenverwaltungen und die auf den hessischen Wasserwegen verkehrenden Handelsschiffe ist ein schöner Erfolg und sorgt für ein Anwachsen der Flussschifffahrt. Zusammen mit dem Straßenbau hilft sie zudem, den Großteil der Handelsverluste in Burgund und in Westfalen wettzumachen. Auch die neue Briefpostlinie trägt zweifellos ihren Teil dazu bei. Die Bezahlung der (sehr nützlichen und bedeutsamen) Söldner wurde vom Hofmarschall mit einem kleinen Kredit sichergestellt. Üblicherweise werden sie bereits zu Jahresbeginn berücksichtigt, was künftig auch die günstigste Lösung sein dürfte.


    Besonderheiten:
    Der Söldnermarkt Kassel ermöglicht es dem Khan, Truppen zu einem vergünstigten Satz unter Vertrag zu nehmen. Alle Regimenter zu Fuß kosten 10000 S weniger als angegeben.
    Die Messe Frankfurt und die nach der Exilierung vieler Loyalisten geschwächten Zünfte in den Städten des Khanats ermöglichen es dem Khan, in anderen deutschen Ländern jedes Jahr Handwerker durch finanzielle Anreize abzuwerben.
    Die Universität Marburg mit einer sehr angesehenen juristischen Fakultät kann auf Wunsch wirksame „Gefälligkeitsgutachten“ ausstellen, um die Politik des Khans zu untermauern.


    Herrschaftsgebiet: Hessen, Westthüringen, Unterfranken
    Vasallen: Ostthüringen, Sachsen-Leipzig, Nordwürttemberg (etwa die Kreise KÜN, TTB, SHA)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 920 000
    Regionen: Kassel-Frankfurt, Mitteldeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Baiern und Brandenburg)

    Hauptstadt: Marburg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Kassel (Stadtschloss 3)
    Wichtige Festungen: Frankfurt (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Landgraf Shibani I. (seit 1704, *1667)


    Verstorbene Monarchen:
    Kaiser Kebek II. (1668-1701, *1619)
    Landgraf Kebek III. (1701-1704, *1641)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes, Planung einer Kaiser-Kebek-Straße
    1702: Umwandlung des Khanats in die Landgrafschaft Hessen
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Handelsgesandtschaften in die fünf umliegenden Länder und nach Frankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Gründung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild mehrerer anderer Staaten
    1707: Einführung des Kaiser-Kebek-Tages (1. Mai) zur Stärkung der Landeseinheit
    1708: Gründung zweier Universitätskollegien in Marburg nach dem Vorbild Böhmens
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Einrichtung einer Kasse zur besseren Integration der angeworbenen Handwerker
    1711: Aufbau neuer und Stärkung bestehender Zünfte im Land
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Stärkung des Binnenhandels im Umfeld der hessischen Häfen durch eine Investititon in die Hafenverwaltungen und die Handelsschiffe


    Bisherige Rechtsgutachten:
    25. 4. 1703: Feststellung, dass Italien den Landfrieden von Barcelona gebrochen habe
    30. 9. 1708: Feststellung, dass die Kalmarer Union zu bestehen aufgehört habe
    28. 5. 1713: Feststellung, dass die Vermietung von Truppen oder Schiffen ein Land in aller Regel zur Kriegspartei mache und dass Italien durch diese Praxis den Frieden gefährde


    Besondere Gebäude:
    Seit 1709: Kaiser-Kebek-Kolleg (Juristen) und Martin-Luther Kolleg (Theologen und Mediziner) in Marburg (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
    Seit 1711: Generaloberin-Hildegard-Kolleg für Studenten aus dem Reich

    Abgeschlossene Bauprojekte: 1702-1709: Mittlere Straße (Kaiser-Kebek-Straße) zwischen Marburg und Kassel (100 Meilen/ 1 500 000 S)

    Offene Bauprojekte: 1710-17XX Mittlere Straße (König-Heinrich-Straße) zwischen Marburg und Fulda (950 000 S von 90 Meilen/ 1 350 000 S)


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), die hessische Teilstrecke verläuft zwischen Frankfurt und Mainz (42 Meilen/ 42 000 S).


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
    Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Steuereinnahmen: 760 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 38 000 S, davon wurden 25 000 S für die Söldner verwendet
    Einnahmen des Postdienstes: 12 000 S
    Sonstige Einnahmen: -
    Einlagen der Handwerkerbank: 400 000 S (davon 380 000 S verliehen)
    Verbliebene Mittel der Integrationskasse: In die Handwerkerbank überführt

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: 75 000 S (1,0 Minghan LR für 1713)
    Entrichtete Tribute: 30 000 S (an Ungarn)
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 42 000 S
    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Kaiser-Kebek- und des Martin-Luther-Kollegs sowie des neuen Generaloberin-Hildegard-Kollegs
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: Sonderkredit im Inland über 50 000 S zu 12%, um die Söldner bezahlen zu können, es sind also 60 000 S zurückzuzahlen
    Kreditzinssatz: 12%


    Waffentragende Bevölkerung: 0,2 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Regimenter LR (Kassel) zur Banditenbekämpfung
    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  6. #6
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    Khanat Baiern

    Der gemeinschaftliche Gesang als tragendes Element der Liturgie ist den Ordensschwestern bereits aus dem Stundengebet gut bekannt, so dass es leichter fällt, die Vorbereitungen zu treffen, die besonders in musikalischer Hinsicht notwendig werden. Das Hochgebet wird seit Jahrhunderten still gebetet, ist davon also nicht betroffen, was Puristen ein wenig mit der Reform versöhnt. Dennoch weigern sich viele Geistliche, „Teil des Chores“ zu sein, wofür sie theologische, praktische und liturgische Einwände geltend machen. Man nimmt an, dass die Erarbeitung der kunstvollen Gesangbücher mit den darin aufgeführten Gesängen und Texten noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, was Gelegenheit zur weiteren Abstimmung mit den Bischöfen geben könnte. Da die bairischen Oberhirten nur selten gegen die Wünsche des Benediktinerinnenordens aufbegehren, hat man dabei recht viele Trümpfe auf der Hand und kann die Reichweite der Reform auch in mancherlei Hinsicht steuern.

    Das Stift Marienhöhe wird weitergebaut, erreicht aber nach Ansicht der Bauhütte einen anderen Fortschritt als vom Münchner Hof angegeben. Man könnte darüber aber eine Einigung finden, wie man zuversichtlich annimmt.

    Der „Mallersdorfer Illustrierte Jahreskalender“ und die Klosterbothin erreichten in diesem Jahr deutlich höhere Auflagen, zumal – nicht zuletzt dank des in mehreren Städten mit viel Hingabe aufgeführten Luisenspiels – die wirtschaftliche Situation vieler Menschen wieder deutlich besser geworden ist. Die Arbeitsteilung zwischen klösterlichem Handwerk, dem vorwiegend über Frondienste erwirtschafteten landwirtschaftlichen Ertrag und der sehr machtvollen, weiter anwachsenden Präsenz hanseatischer Kaufleute im Land scheint für viele Untertanen des Kaisers von Nutzen zu sein. Auch Hessen und die Pfalz dürfen sich offenbar über schöne Gewinne in Baiern freuen, auch wenn sie gegenüber der Hanse weiterhin Boden verloren. Die Reichspostlinie erzielte höhere Einnahmen, welche den beteiligten Ländern zufielen. Es wäre aber denkbar, diese anders zuzuordnen, wenn es gewünscht sein sollte.


    Besonderheiten:
    Das Khanat verfügt über eigene SI-Einheiten, die von den Klöstern ausgerüstet werden.
    Das bairische Kunsthandwerk gilt als außergewöhnlich vielfältig und relativ krisensicher.
    Die Bildung der Jugend erfolgt fast ausschließlich an lokalen Klosterschulen für Mädchen oder Knaben. Im Land können daher sehr viele Menschen lesen und schreiben.


    Herrschaftsgebiet: Ober- und Niederbayern, Salzburg, Schwaben, Oberpfalz, Mittelfranken
    Vasallen: Oberfranken, Südwestsachsen (Plauen-Freiberg), Osttirol (Innsbruck-Hochfilzen)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 920 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: München-Chiemsee, Mitteldeutschland (Vasallen-Nord, zusammen mit Brandenburg und Hessen), Cisleithanien (Vasallen-Süd, zusammen mit Italien, Schwaben, Böhmen und Ungarn)

    Hauptstadt: München
    Hauptresidenz: Abtei Frauenchiemsee (Klosteranlage 6)
    Wichtige Festungen: Landshut (3)


    Staatsoberhaupt (repräsentatives Wahlamt): Kaiser Benedikt I. (seit 1692/1701, *1645)
    Bairische Generaloberin (Spielfigur): Mutter Hildegard von Oberalteich (seit 1707, *1638)

    Verstorbene Khane und Generaloberinnen:
    Mutter Adelburga Maria (1694-1707, *1622)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ratgeber für selbstbewusste Frauen
    1702: Reichssynode in Herrenchiemsee
    1703: Federführende Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Veröffentlichung der Märchensammlung „Zwölf Nächte“ aus dem Kloster Mallersdorf
    1705: Einführung einer bairischen Hofmusik aus sakralen und weltlichen Elementen
    1706: Gründung der „Kloster-Bothin“, einer religiös-politischen Sonntagszeitung
    1707: Feier der „Luisenwoche“, einem lebendigen Festspiel mit Spendengalacharakter
    1708: Baubeginn des „Stifts Marienhöhe“, einer luxuriösen Siedlung für wohlhabende Frauen bei München
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Erstmalige Herausgabe des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“
    1711: Chiemseer Ordenstagung zur Stärkung der weiblichen Konvente im Reich
    1712: Bau eines Gasthauses beim Stift Marienhöhe als Vorbild für Herbergen, die gezielt reisenden Frauen offenstehen sollen
    1713: Stärkung des gemeinschaftlichen Gesanges als tragendes Element der Liturgie


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (mit Vasallen)
    Seit 1711: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)

    Besondere Bauwerke:
    Seit 1712: Gasthaus beim Stift Marienhöhe (100 000 S)

    Offene Bauprojekte:
    Stift Marienhöhe (2 491 000 S, zuvor 2 140 000 S bei einer Investition von 351 000 S)

    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon verläuft die hessische Teilstrecke von Frankfurt bis Mainz (42 Meilen/ 42 000 S), die pfälzische Teilstrecke zwischen Mainz und Haidach (175 Meilen/ 175 000 S) und die schwäbische Teilstrecke zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen/ 47 000 S), wird von den jeweiligen Reichsständen unterhalten


    Steuereinnahmen: 440 000 S
    Gewinne der „Kloster-Bothin“: 17 000 S
    Gewinne des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: 22 000 S
    Einnahmen aus dem Gemeinen Pfennig (Kaiserreich): 890 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 408 000 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 450 000 S (mit Abgabebonus)
    Sonderzahlungen: 11 000 S (10 000 S für Prinz Ludwig, 1 000 S für Abtprinz Eugen)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Verluste der „Kloster-Bothin“: -
    Verluste des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: -
    Fällige Kredite: -


    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter SI, 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -
    Schiffe: -

    Söldner:
    0,8 Minghan SR* (Krakau/München), zur Sicherung Jütlands eingesetzt, im April nach Holstein zurückgezogen
    0,5 Regimenter DR (Pilsen), seit 1712 als Begleitdienst für reisende Frauen zwischen den Klosterherbergen außerhalb Baierns eingesetzt
    Seit dem Frühjahr 1702 stehen zudem 2,0 Minghan LR aus Ungarn im Khanat Baiern, wovon seit Anfang 1712 eines als Begleitdienst für reisende Frauen zwischen den Klosterherbergen eingesetzt wird

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  7. #7
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    Markgrafschaft Brandenburg

    Der Flachsanbau wird in dem recht heterogenen Land mit unterschiedlicher Entschiedenheit begonnen. Vor allem die eher abgelegenen, schlecht an Verkehrsnetze angebundenen oder armen Regionen nutzen die finanziellen Mittel, die vom Hof zur Verfügung gestellt wurden. Man vermutet, dass man in diesem Bereich noch viel Geld effektiv investieren könnte, was wie vom Markgrafen erhofft zu einer größeren Autarkie des Landes im Textilbereich führen würde. Es wäre auch denkbar, jährlich eine gewisse Summe dafür bereitzustellen, wenn es dem Monarchen gut erscheint.

    In diesem Jahr wachsen die Importe hingegen zunächst einmal stark an, was wohl mit den neuen Hanseprivilegien zu tun hat. Der Städtebund war in Brandenburg immer schon sehr aktiv, weil einige der wichtigsten Städte direkt an die Markgrafschaft angrenzen. Dadurch konnten hanseatische Kaufleute die erhebliche Verbesserung ihrer Rechte außerordentlich schnell für sich nutzen. Die gegenseitigen Privilegien mit Finnland und Westfalen bleiben dahinter doch recht deutlich zurück, wobei insbesondere westdeutsche Händler vielfach direkt mit den Hanseaten kooperieren und so zumindest einen Teil ihrer Gewinne vom Vorjahr halten können. Brandenburg profitierte in diesem Jahr leider etwas schwächer sowohl von den finnischen als auch von den westfälischen Vorrechten.

    Im militärischen Bereich konnte man sich weiterhin auf die Unterstützung Ungarns und des Deutschen Orden verlassen. Auch die Schiffe für das Arpadenkhanat sind wie geplant im befreundeten Narwa gebaut worden. Zudem besitzt die Markgrafschaft inzwischen vier kleine Handelsschiffe, deren Einsatz man möglicherweise planen könnte, um Gewinn zu erzielen, die man aber auch wie angedacht an Kaufleute übergeben würde.

    Die Inventur wurde mit den zur Verfügung stehenden Mitteln fortgeführt, und ein erstes Treffen mit den Landtagsmitgliedern sorgte zumindest dafür, dass die Wünsche Friedrich Augusts bekannt gemacht wurden. Protokolle über die Sitzungen sind allerdings bereits üblich und müssen nicht mehr eigens eingeführt werden.

    Die neue Studienkasse verhilft wieder zahlreichen jungen Talenten zu einer Ausbildung, und die Sid-Kasse unterstützt erneut bedürftige Familien. Der Ausbau des Handelshafens zu Wismar wird fortgeführt.

    Komponisten für Militärmusik zog es bislang kaum in das als eher friedlich bekannte Land im Nordosten des Heiligen Römischen Reiches, aber es wäre nach der intensiven und auch gut dotierten Suche sicherlich kein Problem, gewünschte Personen nach Schwerin zu locken.

    Besonderheiten:
    Die Markgrafschaft hat aufgrund eines Vertrages Albrechts III., der unter Albrecht IV. im Jahr 1702 stark abgewandelt wurde, Anspruch auf Subsidien aus der Satrapie Krakau in Höhe von 90000 S zuzüglich eines Anteils der Zolleinnahmen aus dem Handel zwischen Krakau und der Region Stettin (natürlich zu Lasten von Krakau, nicht von Finnland), der abhängig vom Handelsvolumen zwischen 10000 S und 60000 S beträgt.
    Die Universität Rostock bildet besonders gute Verwaltungskräfte für den Hofdienst aus.
    Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr drei Schiffe zum Normalpreis bauen lassen; Seit Anfang 1712 abgeändert in: Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr Schiffe für insgesamt 250 Mann Gesamtgröße bauen lassen, ihre Zahl spielt keine Rolle mehr.
    Seit der Thronbesteigung Friedrich Augusts I. ist der Hof „spartanisch“ ausgerichtet und zieht daher deutlich mehr Männer mit militärischem Hintergrund an als üblich.


    Herrschaftsgebiet: Brandenburg, Mecklenburg, Schleswig, Holstein, Sachsen-Anhalt
    Vasallen: Ostsachsen (Freiberg-Görlitz)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 760 000
    Regionen: Schwerin-Berlin, Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit der Hanse und der Kalmarer Union), Mitteldeutschland (zusammen mit Baiern und Hessen)


    Hauptstadt: Berlin
    Hauptresidenz: Schwerin (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Markgraf Friedrich August I. (seit 1711, *1680)

    Verstorbene Monarchen: Markgraf Albrecht IV. (1688-1711, *1651)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Vorbereitung einer Balleigründung des Deutschen Ordens als Wirtschaftsförderung
    1702: Diplomatische Gesandtschaft nach Krakau
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau eines Handelspostens in Narwa
    1705: Einrichtung zweier Kollegien für die Universität Rostock
    1706: Einführung eines Branntweinmonopols (seit 1708/09 verpachtet)
    1707: Einrichtung der „Sid-Kasse“ zur Unterstützung bedürftiger Familien
    1708: Ausbau des Ostseehafens zu Wismar (von Stufe 1 auf Stufe 3)
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Einführung einer Studienkasse für vielversprechende Studenten
    1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1712: „Spartanische“ Hof- und Staatsführung
    1713: Systematische Einführung des Flachsanbaus im Land


    Besondere Gebäude:
    1705: „Heiliger-Großkhan-Putraq-Kolleg“ und „Kaiser-Kebek-Kolleg“ in Rostock
    1706: „Mutter-Adelburga-Maria-Kolleg“ in Rostock
    1707: Handelsposten (Kontor) 1 in Narwa


    Offene Bauprojekte:
    1708-17XX: Handelshafen in Wismar (Vergrößerung um zwei Stufen, 850 000 S/ 3 000 000 S)
    1711-17XX: Mittlere Straße von Berlin nach Stettin (142 Mongolische Meilen/ 2 130 000 S; davon sind Ende 1713 bereits 1 560 000 S investiert worden)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Großfürstentum Finnland
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse


    Steuereinnahmen: 370 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Handelseinnahmen: 13 000 S (die Investition von 50 000 S floss ebenfalls zurück)
    Einnahmen aus dem Branntweinmonopol: 50 000 S
    Subsidien aus der Satrapie Krakau: 150 000 S
    Einlagen der Sid-Kasse: ausgeschöpft
    Einlagen der Studienkasse: ausgeschöpft
    Nicht verwendete Mittel: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 113 500 S (von den anfangs 160 000 S mussten noch die Kosten für die drei Kollegien im Jahr 1713 und die Einberufungs- und Soldkosten abgezogen werden; die Handelsinvestitionen sind zurückgeflossen, wurden also nicht abgezogen)


    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 160 000 S (seit 1712 „spartanische“ Ausrichtung, mit Abgabebonus)
    Soldkosten: 6 000 S (Einberufung von 400 Reitern) + 37 500 S (0,5 Minghan LR-Söldner)
    Weitere feste Ausgaben: 3 000 S Verwaltungskosten für die drei Kollegien
    Ausgaben während des Jahres:
    Fällige Kredite: -


    Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 1,0) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,3) Minghan LR (leicht gesunken), 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,5 (effektiv 1,5) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II im Land (500 Mann), zusätzlich Stufe IV in Narwa (250 Mann pro Jahr)


    Geschütze: -

    Schiffe Anfang 1713: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1713: 2*50 IV

    Schiffe zum Jahresende: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe zum Jahresende: 2*50 IV
    Neubauten: 2*50 IV (Handelsschiffe)

    Schiffe Anfang 1714: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
    Staatliche Handelsschiffe Anfang 1714: 4*50 IV

    Söldner:
    Im Land stehende Truppen verbündeter Länder: 1,0 Minghan LR aus dem Khanat Ungarn und 1,0 Minghan SR vom Deutschen Orden, seit April stehen zudem die kaiserlichen Dragoner in Holstein; als im Juli die Ordensritter abziehen, werden 0,5 Minghan LR (Kassel) angeworben

    Im Felde stehende Einheiten: 0,4 Minghan SR (Schleswig und Holstein, seit Anfang August), 0,6 Minghan SR, 0,2 Minghan LR (Jütland, auf dänischer Seite)

    Verluste 1713: 0,2 Minghan SR (Jütland), 0,1 Minghan LR (Jütland) im Kampf gegen den Deutschen Orden

  8. #8
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    Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Das Heidelberger Bierfest findet auf dem direkt vor den Stadttoren gelegenen Hopfengut der weitverzweigten Adelsfamilie Wolfhausen statt und wird vom Volk mit großer Begeisterung aufgenommen. Sogar einige Verwandte der Wolfhausens aus Nordamerika sind erschienen, um an einem Trinkwettbewerb ihrer Sippe teilzunehmen. Auch die Mannheimer Brauer unterstützen die Veranstaltung, weil ihr aus Indien stammender Zunftmeister Jayanth Chandrasekhar das Ganze für „einen wahren Sch’lef’az“ (in seiner Muttersprache ein außerordentlich großes Lob) hält. Dank dieser Veranstaltung und den zahlreichen Sonderrechten in anderen deutschen Ländern kommt die Pfalz recht gut mit der burgundisch-französischen Handelsallianz und dem Ostseekrieg zurecht.

    Die Briefpostlinie trägt ebenfalls ihr Scherflein zu den Einnahmen des Landes bei, während die Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken auf eine volle Meilenzahl gebracht wird. Auch die diversen Banken und Hilfskassen arbeiten mit Erfolg weiter. Der Balduinsbund bemühte sich auch in diesem Jahr wieder, die Wünsche des Pfalzgrafen zu erfüllen.


    Besonderheiten:
    Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
    Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
    Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
    Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.


    Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
    Vasallen: Erzbistum Mainz
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 860 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Heidelberg-Mannheim, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit der Eidgenossenschaft, Schwaben und Burgund)

    Hauptstadt: Heidelberg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Heidelberg (Stadtschloss 4)
    Wichtige Festungen: Speyer (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Pfalzgraf und Reichserztruchsess Balduin I. (seit 1684, *1647)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
    1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim
    1706: Einführung eines pfalzgräflichen Korrespondentennetzwerks unter kaiserlichem Schutz
    1707: Rundreise des Pfalzgrafen durch die ländlichen Regionen
    1708: Gründung einer Landwirtschaftsbank
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft nach englischem und westfälischem Vorbild
    1711: Ritterkasse zur Unterstützung von Adelsgeschlechtern, die in Not geraten sind
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Organisation eines Bierfestes auf dem Gut der Heidelberger Adelsfamilie Wolfhausen

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    Ende 1707: Mittlere Straße zwischen Heidelberg und Mannheim (20 Mongolische Meilen/ 300 000 S)
    Ende 1712: Mittlere Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken (131 Mongolische Meilen/ 1 965 000 S)

    Offene Bauprojekte: -


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon reicht die pfälzische Teilstrecke von Mainz bis Haidach (175 Meilen/ 175 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen
    Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben
    Seit 1711: Einseitige Privilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 800 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Einnahmen des Postdienstes: 18 000 S
    Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: 47 000 S
    Rücklagen der Ritternothilfe: 46 000 S
    Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 430 000 S (davon 340 000 S verliehen)
    Einlagen der pfalzgräflichen Landwirtschaftsbank: 430 000 S (davon 370 000 S verliehen)
    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
    Verluste des Korrespondentennetzwerks: 55 000 S
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 175 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 19 000 S
    Fällige Kredite: 1 350 000 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 1 485 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 4,7 (effektiv 4,7) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann, 1710 um 500 Mann erhöht)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III

    Schiffe: -

    Söldner:
    1,0 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  9. #9
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    Herzogtum Schwaben

    Das neue Waisenhaus in Stuttgart wird von der Bevölkerung aller Schichten mit sehr großer Zustimmung aufgenommen und verbessert das Ansehen und die Durchsetzungskraft des Herzogs in den nächsten acht Jahren (1714-1721) außerordentlich stark. Sollte wie beim Jahresetat vorgesehen noch ein zweites Waisenhaus errichtet und unterhalten werden, dürfte sich der Bonus sogar auf die nächsten 13 Jahre (1714-1726) erweitern. Dazu trug besonders bei, dass es sich um das erste Projekt dieser Art im freien Europa handelt. Im Laufe der nächsten Jahre dürfte sich außerdem ein gewisser Effekt im handwerklichen Bereich zeigen, da die Waisen mit der finanziellen Unterstützung des Monarchen eine Ausbildung in Angriff nehmen können. Allerdings rechnet man damit, dass ein solches Waisenhaus dauerhafte Kosten von etwa 25% mit sich bringen wird, gegenwärtig also jährlich 12500 S.

    Die Briefpostlinie verbucht in diesem Jahr erste Einnahmen, auch wenn die Kosten diese bislang noch übersteigen. Zudem hilft sie dabei, den Handel mit der Pfalzgrafschaft zu verbessern, was angesichts der engeren französisch-burgundischen Kooperation sehr nützlich ist und die Einnahmen der Staatskasse weitgehend stabilisiert.

    Die verschiedenen Dienste kooperieren weiterhin zum Nutzen des ganzen Landes, und wie erhofft gelingt es mit Hilfe der fahrenden Männer, Waisen aufzunehmen und nach Stuttgart zu vermitteln. Offenbar haben insbesondere die wandernden Richter ein hohes Ansehen im Volk gewonnen, so dass man sie mit Fragen gern an sie wendet.


    Besonderheiten:
    Die Erfahrung der Tiroler Invasion motivierte viele Stadtbürger dazu, ihre Heimat besser zu schützen. In Schwaben haben Festungsgeschütze immer die Wirkung der nächsthöheren Technologiestufe.
    Die Universität Tübingen hat eine gegenüber dem Heiligen Stuhl sehr kritische Fakultät für Theologie. Dadurch haben die württembergischen Pfarrer ein starkes Heimatgefühl und werden in Konfliktfällen häufiger die Position des Herzogs stärken.
    Da viele schwäbische Bauern nur wenig Land besitzen und lange mit wechselnden Gesetzen zum Erbrecht umgehen mussten, arbeiten sie häufig zusätzlich im Auftrag reicher örtlicher Handwerker. Die Bauern tragen dadurch erheblich zur Handwerksproduktion bei.
    Herzog Eberhard III. hat in den nächsten acht Jahren (1714-1721) eine außergewöhnlich hohe Durchsetzungskraft bei allen Ständen des Landes (wird unter Umständen noch um weitere fünf Jahre verlängert)

    Herrschaftsgebiet: Württemberg (ohne den hessischen Norden und den Kreis Konstanz)
    Vasallen: Südbaden, Kreis Lindau, Vorarlberg, Westtirol (St. Anton – Völs)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 900 000
    Regionen: Stuttgart-Urach (mit Ulm), Cisleithanien (südöstliche Vasallen, zusammen mit Italien, Ungarn, Böhmen und Baiern), Südwestdeutschland (südwestliche Vasallen, zusammen mit der Eidgenossenschaft, der Pfalzgrafschaft und Burgund)

    Hauptstadt: Stuttgart
    Hauptresidenz: Urach (Stadtbefestigung 2, Burgschloss 2)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Konrad V. (seit 1713, *1675)

    Verstorbene Monarchen:
    Herzog Ulrich I. (1684-1705, *1647)
    Herzog Eberhard III. (1705-1713, *1670)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Landesreise des Herzogs durch alle Regionen Schwabens
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Einführung einer Handwerkerkasse
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Einführung eines fahrenden Richterdienstes im Auftrag des Herzogs
    1707: Bau mehrerer kleiner Bibliotheken in den Landstädten des Herzogtums
    1708: „Reformation“ der Leibeigenschaft
    1709: Einführung von Sonntagsschulen nach westfälischem Vorbild
    1710: Einführung eines fahrenden „Heilerdienstes“
    1711: Kein Schwerpunkt – Stärkung der Hofverwaltung durch persönliche Anwesenheit des Königs
    1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
    1713: Gründung eines herzoglichen Waisenhauses in Stuttgart

    Besondere Gebäude:
    Seit 1707: Kommunale Bibliotheken (15 000 S) in drei Kleinstädten des Herzogtums, 1708 durch weitere acht Bibliotheken (15 000 S) ergänzt, seit 1709 jährlich mit 35 000 S alimentiert (siehe Hofetat).
    Seit 1713: Herzogliches Waisenhaus in Stuttgart (50 000 S, 20% Unterhaltskosten)


    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1705/06: Mittlere Straße von Urach nach Ulm (60 Mongolische Meilen)

    Offene Bauprojekte: Keine, sieht man vom (möglichen) Bau eines weiteren Waisenhauses ab


    Postdienste:
    Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S); die schwäbische Teilstrecke verläuft zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen / 47 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe I mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein


    Steuereinnahmen: 570 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 920 S
    Einnahmen des Postdienstes: 18 000 S
    Einlagen der Handwerkerkasse: 345 000 S (davon 345 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus),
    Weitere laufende Ausgaben: 40 000 S für den fahrenden Richterdienst und seine Ausbildung, 20 000 S für den wandernden Heilerdienst, 10 000 S für die effektivere Gutsverwaltung der herzoglichen Liegenschaften, 35 000 S für die kleinstädtischen Bibliotheken sowie 12 500 S für das herzogliche Waisenhaus in Stuttgart
    Jährliche Kosten des Postdienstes: 47 000 S
    Soldkosten: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: Inlandskredit über 1 290 000 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 1 4444 800 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 3,1 (effektiv 3,1) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter DR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III (1000 Mann)
    Schiffsproduktion: -


    Geschütze: -
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Pilsen)


    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  10. #10
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    Schweizerische Eidgenossenschaft

    Der Bau der Realschule in Zürich wird begonnen, muss aber noch mit weiteren Mitteln zur Fertigstellung ausgestattet werden. Man hofft, dass sich wie von Bundesamman Escher beschrieben wohlhabende Handwerker oder Kaufleute dafür interessieren werden, um künftig ihren Söhnen dort eine neue Art der Ausbildung zu ermöglichen.

    Die Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion wird mit Erfolg fortgeführt. Auch in der Ostschweiz gelang es durch den Einsatz erheblicher Mittel, den Exodus nach Ungarn recht schnell zu beenden und die Situation zu verbessern. Die Bank vergab wie geplant Kredite, wobei es allerdings zu kleineren Ausfällen kam. Man gewann auch einige Einwanderer aus Tirol und den zentralschweizerischen Kantonen.

    Die Fertigstellung der großen Handelsmagistrale wurde gebührend gefeiert, und auch in Rom und beim italienischen Handwerkerwettstreit repräsentierte man die Schweiz mit Erfolg. Zudem wird dem Bundesammann sehr zugute gehalten, dass er einerseits den Zustrom gefälschter Münzen eindämmte, andererseits aber die Eidgenossenschaft im großen westeuropäischen Krieg auf einem neutralen Kurs hielt, ohne eine der beiden Kriegsparteien direkt zu verärgern.


    Besonderheiten:

    Der bedeutende Söldnermarkt des Landes untersteht der Kontrolle der Kantone. Wenn die Bundesversammlung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit ausruft, können bis zu fünf Regimenter jeder vorhandenen Waffengattung nach den üblichen Regeln rekrutiert werden.
    Die Eidgenossenschaft erkennt als letztes mitteleuropäisches Land den Großkhan als ihren Oberherrn an. Sie kann daher aus Dagomys vergünstigte Kredite abrufen.
    Als Gegenleistung für die Solddienste der Eidgenossen stellt der Söldnermarkt Kiew den Schweizern bis zu vier Minghan LR zum halben Preis zur Verfügung.

    Herrschaftsgebiet: Schweiz, Liechtenstein, Oberelsass
    Vasallen: Aostatal, Bistum Konstanz, Nordostsavoyen
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 110 000
    Regionen: Schweiz, Südwestdeutschland (Bistum Konstanz, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und Burgund), Südfrankreich-Savoyen (südwestliche Vasallen, zusammen mit Frankreich)

    Hauptstadt: Keine
    Bundesstadt mit mongolischem Residenten: Bern (Stadtbefestigung I)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Bundesammann Jakob Escher (seit 1711, *1651)

    Verstorbene Staatsoberhäupter:
    Bundesammann Samuel Frisching (1698-1712, *1638)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schweizerische Fest- und Wettkampfspiele (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Einrichtung des Schweizer Verwaltungsamtes (1704 zur Schule umgewidmet)
    1704: Gründung der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk in Zürich
    1705: Professionalisierung der Schweizerischen Fest- und Wettkampfspiele (künftig alle fünf Jahre geplant)
    1706: Einrichtung einer Botschaft in Dagomys
    1707: Umfassende gesamteidgenössische Bildungsreform
    1708: „Erforschung der Berge“ mit Ungarn, Italien und der Kalmarer Union
    1709: Literarisches Programm und „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
    1710: „Rösti“ – Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion
    1711: Reform der Unterrichtsmethoden in der Eidgenossenschaft
    1712: Collegium Metaphysicum zum geistigen Austausch und zur Pflege der Vernunft
    1713: Gründung einer Realschule in Zürich


    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Verwaltungsschule in Bern
    Seit 1709: „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne

    Abgeschlossene Bauprojekte (1703-1713): Prachtchaussee zwischen Bern und Zürich (130 Mongolische Meilen/ 3 550 000 S)

    Offene Bauprojekte (1713-17XX): Realschule in Zürich (100 000 S/ 250 000 S)


    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1706: Botschaft beim Großkhanat Dagomys (25 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole: Keine

    Steuereinnahmen: 490 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 288 765 S
    Einlagen der der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk: 270 000 S (davon 270 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 8% (aus Dagomys, reduziert)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 25 000 S (Botschaft in Dagomys)
    Ausgaben während des Jahres: -

    Aufgenommene Kredite (zu 8% Zinsen aus Dagomys): 24 875 000 S (mit Zinsen 26 477 000 S)
    Vergebene Kredite (zu 10% Zinsen): 24 875 000 S (mit Zinsen: 26 877 500 S)
    Gewinne aus dem Kreditgeschäft: 400 500 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 10,5 (effektiv 10,5) Regimenter LI (leicht gesunken)
    Vasallenaufgebote: 0,3 Minghan (effektiv 0,3) LR, 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III

    Schiffe: -

    Söldner:
    1,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -

  11. #11
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    Deutsche Hanse

    Die Idee des Hansebürgermeisters, alle gewonnenen Privilegien intensiv zu bewerben, gilt bei vielen Kaufleuten als echter Geniestreich. Auf diese Weise ist es gelungen, die sich neu bietenden Chancen schnell zu nutzen, zumal man mit dem Hanseblatt über eine Zeitung verfügt, die besonders auf solche Berichte spezialisiert ist. Die Einnahmen dieses Jahres gelten dann auch als außerordentlich, und einige deutsche Länder werden fast schon von Waren des Bundes oder dem entsprechenden Zwischenhandel überschwemmt. Weitere Privilegien beispielsweise in Hessen oder der Pfalz könnten diese Stellung noch verstärken. Auch die Handelsbank könnte mit frischem Kapital ausgestattet werden. Allerdings ging der Ostseehandel in der zweiten Jahreshälfte – nach einem kurzen Boom während der Rüstung des Ordens – deutlich zurück, was im kommenden Jahr zu Verlusten der Staatskasse führen könnte. Insbesondere die zeitweilige Sperrung des Öresunds kann durch die Beltroute nicht vollständig ausgeglichen werden.

    Während die selbstbewussten Mitglieder des Hansetages diesen Teil von Baurs Politik sehr loben, greifen sie bei der übrigen Außenpolitik ein, da sie die Interessen des Bundes sonst verletzt sähen. Mit Hilfe eines vom Rat beschlossenen Sonderkredits werden alle Pläne für dieses Jahr aufbewahrt, um im Fall eines Angriffs gerüstet zu sein. Einige Räte weisen auch auf die Diskrepanz zwischen dem Bau von 9 großen Kriegsschiffen und der freiwilligen und unerzwungenen Aufgabe eines militärischen Vorteils zur See hin. Dazu kam, dass die für die Aufbewahrung veranschlagten Mittel ohnehin nur für ein Land ausgereicht hätten und die in Narwa gebauten modernen Schiffe gar nicht von den Konstruktionsplänen erfasst wurden.

    Auch die Dänemarkpolitik wird eher kritisch gewürdigt. Hier gelingt es Baur aber letztlich, die Priorität des von ihm betriebenen Kanarienkrieges einer Mehrheit des Rates verständlich zu machen, so dass der rasche Wechsel vom gemeinsamen Islandfeldzug zur Abgrenzung von König Radbod und der faktischen Unterstützung des Ordens hingenommen wird.

    Die Historiker, die sich mit der Politik Herrmann Mornewegs beschäftigen, konnten eine sehr beeindruckende Materialfülle über die Jahre 1294 bis 1298 in Nowgorod entdecken, sichten und katalogisieren. Die Kopie dieser als außerordentlich interessant geltenden Dokumente wird noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen, muss aber finanziell nicht neu bezuschusst werden.

    Die militärische Schlagkraft der Stadtaufgebote ist deutlich gewachsen, während der Klerus offenbar nicht so recht weiß, was von ihm erwartet wird. Die städtischen Pfarreien weisen ihre jeweiligen Räte auch höflich darauf hin, dass der Bund nicht über den Pfründbesitz der Kirchenstiftungen verfügen könne.


    Besonderheiten:
    Der Städtebund hat zahlreiche Handelsprivilegien im mongolischen Ostseeraum und in den drei nordischen Königreichen dauerhaft vertraglich vereinbart.
    Jede Hansestadt unterhält auf eigene Kosten zwischen 0,5 und 2,5 Reg. Festungsartillerie.
    Der Bürgermeister von Lübeck bekleidet stets einen unbetitelten mongolischen Adelsrang.
    Die Hanseflotte kämpft wegen ihrer besonderen Archivierung aktueller Konstruktionspläne in den nächsten zwölf Jahren (1713-1724) mit einem zusätzlichen Vorteil gegen Schiffe der Stufe III Schwedens, Dänemarks, Norwegens, Finnlands, der Zisterzienser, Brandenburgs, Westfalens, des Deutschen Ordens, Englands, Irlands, Burgunds, Galiciens, des Kalifats von Cordoba, der Kanarischen Inseln, sowie der Satrapien Narwa, Nowgorod, Riga und Krakau, sofern die Planskizzen für 10000 S pro Land oder Satrapie sicher aufbewahrt werden


    Bundesstädte: Lübeck, Hamburg, Bremen, Köln, Duisburg, Neuss, Lüttich, Metz, Aachen, Ulm
    Vasallen: Hochstift Köln, Hzm Jülich, Friesland (NL), Amsterdam, Gotland, Aland, Helgoland
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 600 000 (leicht gewachsen)
    Regionen: Niedersachsen-Holland (Hamburg-Bremen-Friesland-Amsterdam-Helgoland, mit den westfälischen Vasallen) Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit Brandenburg und der Kalmarer Union), Rheinland (Köln-Duisburg-Neuss-Lüttich-Aachen-Hochstift Köln-Hzm. Jülich); Ulm ist der Region Schwaben (Stuttgart-Urach) zugeordnet, Gotland und Aland sind Teil der Region Dänische Inseln-Schonen

    Vorort (eine Art Bundeshauptstadt) und Sitz des Immerwährenden Hansetages: Lübeck (Stadtbefestigung 4)
    Wichtige Festungen: Köln (4), Ulm (5), andere Bundesstädte (3), Aland (3), Gotland (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erster Hansebürgermeister Chrysostomos Baur (seit 1707, *1662)

    Zurückgetretene Erste Hansebürgermeister:
    Olof Scholten (1697-1707, *1631)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Jahrhundertbuch der Hanse
    1702: Gründung der Hanseatischen Handelsbank
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau der „Britanic“ (800-Mann-Handelssegler III) als Prototyp der neuen Taurus-Klasse
    1705: Hansetag in Ulm zur Umwandlung des Bundes in eine Art Timokratie
    1706: Einstieg der Hanse in die burgundische Amerikagesellschaft CBCA
    1707: Einführung des Hanseblatts, einer nichtstaatlichen Wirtschaftszeitung
    1708: Neuordnung des kommunalen Feuerwehrwesens
    1709: Bau eines Kontors auf Barbados für den Südamerikahandel (noch unvollendet)
    1710: Milderung der bäuerlichen Lasten und Ablösung von Frondiensten (1711 dann zur Bauernbefreiung mit einer Neuverteilung des Bodens an Genossenschaften erweitert)
    1711: Archivarbeit in Reval und Pori
    1712: Archivierung von Konstruktionsplänen gegnerischer Schiffe
    1713: Bewerbung der verschiedenen Handelsprivilegien des Bundes

    Aktuelle Bodenbesitzverteilung 1713/14:
    Angestrebte Bodenbesitzverteilung 1720: Städischer Anteil 65% (vorwiegend in Form von Genossenschaften bearbeitet), Adelsland 6%, Privatbesitz freier Ackerbürger und Bauern 10%, Kirchliche Pfründen, Klosterland und Pfarrstiftungen etc. 19% (kann nicht einfach verteilt werden)

    Besondere Gebäude: -

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 in der Markgrafschaft Brandenburg (ohne Vasallen)
    Seit 1713: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Westfalen (mit Vasallen)
    Seit 1713: Wechselseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Großfürstentum Finnland

    Seit 1712: Schikanen gegen das Khanat Italien und das Khanat der Kanarischen Inseln, 1713 wieder aufgehoben bzw. im kanarischen Fall durch ein Embargo ersetzt

    Aktuelle Planskizzen (auf Anweisung des Hansetages): 18/18

    Offene Bauprojekte: -


    Stimmenanteile auf dem Immerwährenden Hansetag zu Lübeck (1713/14):
    Lübeck: 6%+8%
    Hamburg: 5%+8%
    Bremen: 5%+2%
    Köln: 5%+11%
    Duisburg: 5%+11%
    Neuss: 5%+0%
    Lüttich: 5%+0%
    Metz: 5%+0%
    Aachen: 5%+0%
    Ulm: 5%+9%


    Steuereinnahmen: 1 890 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: 220 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 9 000 S, davon wurden 6 000 S für die Überprüfung der Flotte auf mögliche Seeleute kanarischer Herkunft verwendet
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 11%
    Einlagen der Hanseatischen Handelsbank: 500 000 S (davon 500 000 S verliehen)
    Überschüsse des Hanseblattes: 86 000 S
    Weitere Einnahmen während des Jahres: -

    Hofhaltungskosten: (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: 60 000 S (0,5 Regimenter SI für das Kalifat) + 72 000 S (1,2 Regimenter LI für das Kalifat)
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: 170 000 S (Planskizzen)
    Verluste des Hanseblattes: -
    Offene Zusagen: -
    Fällige Kredite:
    Kredit I: 4 200 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 4 620 000 S
    Kredit II: 170 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 188 700 S
    Kredit III: 132 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 146 520 S (für das Kalifat)
    Waffentragende Bevölkerung: 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter LI (deutlich gewachsen)
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI (leicht gewachsen)
    Städtische Festungsgeschütze III: 1,2 (Köln), 1,1 (Ulm), 0,8 (Duisburg, Hamburg), 0,7 (Lübeck), 0,6 (Bremen), 0,5 (Lüttich, Metz, Neuss, Aachen)

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (4000 Mann)

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III

    Schiffe Anfang 1713: 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III, davon wurden 3*300 III, 5*100 III, 26*50 III, 30*25 III im März nach Amsterdam verlegt und Anfang April mit der dänischen Flotte vereinigt; gemeinsam segelte man dann nach Island, wo man Anfang Mai anlandete. Anfang Juni fuhren 3*300 III, 26*50 III, 30*25 III mit der Hälfte der SI-Söldner nach Irland, wo Ende September auch die übrigen Fahrzeuge aus Island eintrafen

    Schiffe zum Jahresende 1713: 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III, davon 3*300 III, 5*100 III, 26*50 III, 30*25 III in irischen Häfen

    Neubauten: 9*400 III

    Schiffe Anfang 1714: 9*400 III, 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III, davon 3*300 III, 5*100 III, 26*50 III, 30*25 III in irischen Häfen


    Söldner: 1,0 Minghan LR (Kiew) zur Sicherung der Handelswege zwischen den Kommunen. 1,0 Regimenter SI (Lüttich) für die Eroberung Islands im April mit der Flotte verlegt und im Mai dort angelandet, ab Anfang Juni noch 0,5 Regimenter SI auf Island unter eigenem Kommando und 0,5 Regimenter SI eingeschifft
    Die „Islandarmee“ wurde Ende Juli fast kampflos gefangen genommen
    Zu Jahresbeginn stehen damit noch 0,5 Regimenter SI in irischen Häfen

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: 0,5 Regimenter SI-Söldner (Lüttich) auf Island (vorwiegend Gefangene)

  12. #12
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    Deutscher Orden

    Es gelingt dem neuen Außenamt, die Unterstützung des lokalen Adels in Schonen zu stärken und die dortigen Christen gegen die vom Hochmeister befürchtete heidnische Bedrohung zu vereinen. Allerdings waren auch die Gegenmaßnahmen der dänischen Krone erfolgreich, so dass ein Teil der Gläubigen weiterhin auf Radbods Seite steht.

    Der Aufbau der Ballei bei Cottbus geht weiterhin gut voran, und man rechnet damit, dass sich die Zahl der verfügbaren Aufgebote Anfang 1714 oder spätestens 1715 nochmals erhöhen wird.

    Auch der Handelshafen Stralsund wurde in diesem rundum erfolgreichen Jahr wie geplant fertig gestellt und dürfte der eher schwachen pommerschen Wirtschaft neue Impulse verleihen.

    Einziger Wertmutstropfen war der zeitweilige Verlust von drei schwedischen Balleien, was die Einkünfte des Ordens und den Zugriff auf die Leibeigenen minderte.


    Besonderheiten:
    Der Orden erhält die Überschüsse aus den Balleien in Schweden, Deutschland und England.
    Die berittenen Ordensaufgebote erfordern nur 10 S Handgeld, das an die Balleien fällt.
    Der Orden verfügt über SI, die von den Balleien unterhalten und ausgebildet wird.

    Herrschaftsgebiet: Vorpommern, Balleien in Schweden, Deutschland und England
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 60 000
    Regionen: Vorpommern (mit Stettin); die Balleien sind in ihre jeweiligen Gastländer integriert

    Hauptstadt: Keine
    Sitz des Hochmeisters: Stockholm (Balleifestung 1)
    Tagungsort des Generalkapitels: Uppsala (Balleifestung 4)
    Wichtige Festungen: Stralsund (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochmeister Louis-Thomas von Savoyen (seit 1699, *1657)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schulförderung/ Christliches Schulwesen
    1702: Aufbau einer neuen Ballei in Wismar (Brandenburg)
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Bau eines Musterlandguts (mittel) auf Rügen
    1705: Bau eines Handelshafens 1 in Stralsund
    1706: Einrichtung eines Priesterseminars in der Ballei Linköping
    1707: Bau einer Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
    1708: Pfingstversammung für alle Freunde und Förderer des Ordens in Uppsala
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Aufbau einer neuen Ballei in Lyckå (Schonen-Blekinge und Småland)
    1711: Einrichtung der „Bruderschaft der Feder“, eines ordenseigenen Geheimdienstes
    1712: Aufbau einer neuen Ballei in Cottbus (Brandenburg)
    1713: Einführung eines Außenamtes zur Stärkung der „Bruderschaft der Feder“ besonders in Schonen

    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Musterlandgut auf Rügen
    Seit 1706: Priesterseminar in der Ballei Linköping (in Kooperation mit dem Heiligen Stuhl)
    Seit 1707: Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
    Seit 1713: Handelshafen 1 in Stralsund

    Besondere Einrichtungen:
    Seit 1711: „Bruderschaft der Feder“ (ein ordenseigener Geheimdienst);
    Achtung Spoiler:
    beobachtet seit 1712 mit 60 000 S jährlich Schonen und den Kalmarer Hof


    Offene Bauprojekte: -

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine

    Steuereinnahmen (mit den Balleien): 410 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen der „Bruderschaft der Feder“: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 500 S
    Nicht verwendete Mittel: -

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 40 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: 180 000 S (3,0 Regimenter LI) + 150 000 S (2,0 Minghan LR), 150 000 S (1,0 Minghan SR)

    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: 30 000 S (Flugschriften) + 5 000 S (Kalmar)
    Fällige Kredite: Kredit in der Eidgenossenschaft über 1 100 000 S zu 10% Zinsen, insgesamt also 1 210 000 S, dazu ein Kredit im Inland über 515 000 S zu 12% Zinsen, also 576 800 S


    Waffentragende Bevölkerung: 5,6 (effektiv 0,7) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,7 (effektiv 0,8) Regimenter SI
    Vasallenaufgebote: -


    Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II (500 Mann)

    Geschütze:
    1,0 Regimenter Feldartillerie II, stehen zu Jahresbeginn in Südschweden und wurden beim Angriff auf Schonen mitgeführt
    0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III, standen zu Jahresbeginn in Stralsund bereit und wurden im April und Mai nach Südschweden verlegt, stehen seit Sommer vor Malmö und Helsingborg


    Schiffe zu Jahresbeginn 1713: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
    Schiffe am Jahresende: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1714: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II


    Söldner
    Anfang 1714 stehen 1,0 Regimenter LI (Narwa) auf Schloss Kalmar und an der Küste gegenüber des Schlosses, 1,0 Minghan LR (Narwa) und 1,0 Regimenter LI (Narwa) an der jütländischen Front und 1,0 Minghan SR (Narwa), 1,0 Minghan LR (Narwa) und 1,0 Regimenter LI (Narwa) als Eingreiftruppe in Vorpommern


    Im Felde stehende Einheiten:
    3,4 Minghan SR und 1,1 Regimenter SI in Schonen, 0,4 Minghan SR und 0,5 Regimenter SI zusammen mit den Söldnern in Jütland, 1,0 Minghan SR in Holstein


    Verluste 1713: 0,3 Regimenter SI im Juni und Juli vor Seeland und in Schonen, 0,1 Minghan SR im Juli und August in Jütland

  13. #13
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    Herzogtum Burgund

    Die engere Zusammenarbeit mit Frankreich erweist sich in diesem Jahr, in welchem die Hanse in Deutschland neue Marktanteile gewinnt und der Konflikt um die Kanaren ein schweres Hindernis für den Überseehandel darstellt, besonders für Burgund als äußerst nützlich. Auch Frankreich kann aber durchaus davon profitieren, wie es scheint.


    Besonderheiten:
    Burgund verfügt über zahlreiche technische Spielereien aus dem 16. Jh., die beeindruckende Effekte hervorrufen und gegenwärtig nicht mehr gebaut werden können. Wenn man sie mit 150000 S jährlich unterhält, stärken sie das Prestige des Hauses Burgund beträchtlich (seit 1704 fester Bestandteil der Burgunder Modewoche).
    Die Genter Residenz ist zu mongolischer Zeit ungewöhnlich prachtvoll ausgebaut worden.
    In Gent befindet sich noch Feldartillerie aus der Zeit Yunus‘ IV. (zunächst reduziert, 1704 dann vollständig zur wissenschaftlichen Begutachtung aufgelöst)
    Die Kooperation von Ländern zur See gegen Piraten unter burgundischer Leitung und in der Nähe der Küsten des Landes ist zwischen 1703 und 1722 deutlich effektiver.


    Herrschaftsgebiet: Entspricht ungefähr dem Besitzstand des Hauses Burgund um 1477
    Vasallen: Erzbistum Trier, Bistum Utrecht, Bistum Verdun, Bistum Toul, Bistum Cambrai
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 000 000
    Regionen: Flandern-Brabant-Luxemburg, Hochburgund-Lothringen, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und der Eidgenossenschaft)

    Hauptstadt: Dijon (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Gent (Residenz 6)
    Wichtige Festungen: Amiens (1), Breda (1), Dinant (1), Luxemburg (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Karl XII. (seit 1612, *1684), in Gefangenschaft

    Verstorbene Monarchen: Herzog und Reichserzkämmerer Johann X. (1690-1712, *1661)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ständeversammlung zu Wirtschaft und Handel
    1702: Konferenz zur Bekämpfung der Piraterie im Nordseeraum und im Kanal
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
    1704: Eröffnung eines Modehauses mit Modewoche in Gent
    1705: Gründung der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA), 1711 zunächst aufgelöst
    1706: Feier der Genter Modewoche mit zahlreichen internationalen Gästen
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Gent, Antwerpen, Breda und Brügge
    1708: Förderung des Uhrmacherhandwerks
    1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
    1710: Ausarbeitung einer „Großen Hofordnung“ als Vorbild für Europa
    1711: Diplomatische Initiative zur Verbesserung des burgundischen Rufes im Ausland
    1712: Bau eines modernen Verladekrans für den Hafen von Antwerpen
    1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden


    Besondere Gebäude:
    1704: Genter Modehaus in der Residenzstadt Gent

    Besondere technische Gerätschaften:
    1712: Moderner Verladekran in Antwerpen


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1709: Dauerhafte Handelsprivilegien der Stufe I im Königreich Dänemark
    1710-1711: Handelsprivilegien der Stufe I im Kalifat von Cordoba
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Königreich Frankreich, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)

    Embargos:
    Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln


    Steuereinnahmen: 950 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: 20 000 S
    Einnahmen durch den Verkauf von Adelstiteln: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 32 000 S, davon wurden 20 000 S für die Handgelder entnommen
    Nicht verwendete Mittel: -
    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 240 000 S, davon 20 000 S zur Förderung der Mode und der Musik bei Hofe
    Soldkosten: 20 000 S (Handgelder für 1,0 Minghan SR und 1,0 Regimenter LI)
    Weitere feste Ausgaben: 250 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
    Ausgaben während des Jahres: -

    Fällige Kredite I: 400 000 S zu 10% Zinsen aus der Eidgenossenschaft, insgesamt 440 000 S
    Fällige Kredite II: Zinsloser Zwangskredit über 5 400 000 S im Inland, davon sollen weiterhin jährlich jeweils 150 000 S zurückgezahlt werden.


    Waffentragende Bevölkerung: 3,7 (effektiv 1,9) Minghan SR, 1,3 (effektiv 0,9) Minghan LR, 2,5 (effektiv 1,5) Regimenter LI (leicht gesunken)
    Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe II (1500 Mann)
    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: Mitte 1704 vollständig aufgelöst und wissenschaftlich untersucht

    Schiffe Anfang 1713: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II, davon 2*100 III, 6*50 III unter französischem Kommando auf Barbados, wurden gemeinsam mit der französischen Karibikflotte im März nach Europa zurückgeschickt und im Sommer nach Dänemark verbracht (zusammen mit der französischen Flotte – 8*100 III, 14*50 III – und den Aufgeboten aus Adel und Volk)

    Schiffe am Jahresende 1713: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II, davon 10*100 III, 20*50 III unter französischem Kommando in Lübeck

    Neubauten: -

    Schiffe Anfang 1714: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II, davon 10*100 III, 20*50 III unter französischem Kommando in Lübeck


    Söldner: 1,0 Minghan LR (Lüttich) zur Banditenbekämpfung
    Im Feld stehende Einheiten: 1,3 Minghan SR und 0,4 Minghan LR sowie 0,3 Minghan LR (Vasallen) zur Banditenbekämpfung, dazu kamen im Juni noch 1,0 Minghan SR und 1,0 Regimenter LI für die Unterstützung Dänemarks, wovon man zunächst 0,5 Minghan SR und 1,0 Regimenter LI selbst transportieren konnte; weitere 0,5 Minghan SR stehen noch in Antwerpen bereit; die „Dänemarkarmee“ wird von Prinz August kommandiert und gilt bislang herzogstreu

    Verluste 1713: -

  14. #14
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    Königreich Frankreich

    Die engere Zusammenarbeit mit Burgund erweist sich in diesem Jahr, in welchem die Hanse in Deutschland neue Marktanteile gewinnt und der Konflikt mit den Kanaren ein schweres Hindernis für den Überseehandel darstellt, besonders für Burgund als äußerst nützlich. Auch Frankreich kann aber durchaus davon profitieren, wie es scheint.


    Besonderheiten:
    Die französische Krone erhält jährlich 250 000 S vom Haus Burgund und 300 000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
    Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
    Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.


    Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
    Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
    Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
    Zusätzlicher Vasall von Mitte 1705 bis Anfang 1713: Barbados
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000
    Regionen: Frankreich-Kronland, Zentralfrankreich (Vasallengebiete Mitte), Südfrankreich-Savoyen (Vasallengebiete Süd, zusammen mit der Eidgenossenschaft); Barbados ist der Region Karibik-Ost zugeordnet

    Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
    Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Heinrich VIII. (seit 1702, *1649)

    Verstorbene Monarchen: König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
    1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
    1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
    1706: Gründung einer staatlichen Wechselbank in Paris
    1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Paris und im Umland der Stadt
    1708: Einrichtung des „Corps des ingénieurs des ponts et chaussées“ (Chausseeamt)
    1709: Vorbereitung und Aufbruch zweier Südamerikaexpeditionen
    1710: Gründung einer Schule zur Lehrerbildung
    1711: Entsendung von Vertretern zur Revision von Urteilen, symbolische persönliche Rechtsprechung des Königs in ausgewählten Fällen
    1712: Gründung eines französischen Geheimdienstes
    1713: Regelmäßiger Austausch französischer und burgundischer Zünfte und Gilden

    Besondere Institutionen:
    Seit 1712: Geheimdienst in Paris, seit 1713 mit 10 000 S auf den Kanaren und mit 15 000 S in Italien aktiv

    Besondere Gebäude:
    1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1708-1710: Mittlere Straße zwischen Paris und Beauvais über St. Denis und Chambly (75 Mongolische bzw. Königliche Französische Meilen)

    Offene Bauprojekte:
    1712-17XX Festung (1) der Markgrafschaft Saluzzo (370 000 S von 1 500 000 S)


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Herzogtum Burgund, 1713 auf Stufe IV erhöht (mit Vasallen)

    Embargos:
    Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln


    Steuereinnahmen: 970 000 S
    Einnahmen aus den Lehen: 300 000 S (E) + 250 000 S (B) + 120 000 S (Südfrankreich)
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände: 120 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 6 600 S, davon wurden 5 000 S für die Handgelder entnommen
    Verbliebene Mittel der Bildungsplankommission: -
    Gewinne des Mercure Galant: 28 000 S
    Weitere Einnahmen: 10 000 S (Eidgenossenschaft)
    Einlagen der Wechselbank Paris: 120 000 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S
    Soldkosten: 5 000 S (Handgelder für 1,0 Regimenter LI)
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 3 700 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 4 070 000 S

    Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 2,2) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,0) Minghan LR, 1,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Vasallenaufgebote (Süd- und Zentralfrankreich): 1,4 (effektiv 1,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2.2 (effektiv 1,2) Regimenter LI (leicht erhöht)


    Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit, 1500 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer, 1500 Mann)

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III und 0,7 Regimenter Belagerungsartillerie III, seit dem Frühjahr 1712 in Lyon, im Sommer wurden 0,5 Regimenter FA dann nach Dänemark verschifft und 0,5 Regimenter FA sowie die BA nach Antwerpen beordert


    Schiffe Anfang 1713:
    Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, davon 4*250 III, 4*50 III und 10*25 III in der Karibik und 1*25 III vor der südfranzösischen Küste, die Karibikflotte wurde dann im März zusammen mit den Burgundern heimgeholt und im Sommer nach Dänemark verbracht
    Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
    Barbados: 6*25 III

    Schiffe zum Jahresende 1713:
    Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, davon 4*250 III, 4*50 III und 10*25 III in Lübeck und 1*25 III in Südfrankreich
    Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II

    Neubauten:
    Krone: -
    Südfranzösische Vasallen: -

    Schiffe Anfang 1714:


    Söldner:
    1,5 Minghan SR* (Paris), zur Banditenbekämpfung eingesetzt
    0,4 Regimenter SI (Lüttich) auf Barbados, ab Ende Januar noch 0,2 Regimenter SI, ab August in Gefangenschaft
    0,5 Regimenter SI (Lüttich), seit dem Sommer 1712 auf Barbados, ab Ende Januar noch 0,2 Regimenter SI, ab August in Gefangenschaft
    0,5 Regimenter LI (Lüttich), seit dem Sommer 1712 auf Barbados, das Kommando wurde an Kurur Khan übergeben
    0,1 Regimenter SI (Lüttich) in Saluzzo
    0,5 Regimenter LI (Lyon) in Saluzzo
    Im Feld stehende Einheiten: 0,4 Regimenter LI (Vasallen, Barbados), ab Ende Januar noch 0,3 Regimenter, seit dem Frühjahr mit der Unabhängigkeit nicht mehr unter französischem Befehl, im Sommer wurden weitere 1,0 Regimenter LI (Krone) und 1,0 Regimenter LI (südfranzösische Vasallen) aufgeboten; 0,3 Regimenter konnten bereits nach Lübeck verschifft werden, 1,7 Regimenter LI stehen in Antwerpen bereit

    Verluste 1713: 0,5 Regimenter SI, 0,1 Regimenter LI (Januar/Barbados), 0,5 Regimenter SI (August/Barbados)

  15. #15
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    Königreich England

    Es ist Eduard VII. gelungen, den Ansehensverlust der Krone in Grenzen zu halten, der durch den geheimen Kanarienvertrag und dessen schnelle Aufhebung entstanden ist. Dazu trug bei, dass man Paris in England ein wenig gram ist, weil es Gent so eindeutig bevorzugt und das Garonnetal wegen eines Krieges geplündert worden ist, der mit England nicht zuvor abgesprochen worden war. Eduard VII. vermied es aber, seinen verstorbenen Vater zu beschämen. Stattdessen schrieb er dessen Vertragsabschluss einer Hoffnung auf die Versöhnung alter Feinde zu, die der Monarch noch aus seinen Jugendtagen im so zerstörerischen Großen Europäischen Krieg im Herzen getragen habe.

    Die neue Flagge wird im Laufe des Jahres an die Kriegsschiffe und einen großen Teil der Handelsflotte ausgegeben.

    Die Handwerkerbank und die Handelsbank machen weiter ihre Arbeit, und auch die Schiffe wurden wie geplant gebaut. Die im Frühjahr und Sommer so starke Handelskonjunktur ließ nach dem Kriegsausbruch in Nordeuropa wieder ein wenig nach. Dafür wurde aber die königliche Zivilliste deutlich erhöht, um die Flotte vergrößern zu können.

    Die Rechtskodifikation der Frondienste wird weiter fortgeführt und erbringt auch weiterhin zufriedenstellende Zwischenergebnisse. Man vermutet, dass sie zwischen 1717 und 1719 abgeschlossen werden kann.


    Besonderheiten:
    Die englische Krone erhielt die Festlandsgebiete des Angevinischen Reiches von 1154/66 auf unbeschränkte Zeit für eine Gebühr von 300000 S übertragen. Die Einnahmen aus diesem Gebiet stehen allein in der Verfügungsgewalt des Königs, dem dort nur die Landstände der einzelnen Herzogtümer und Grafschaften gegenüberstehen.
    Im englischen Landesteil besteht eine gesetzlich abgesicherte Machtteilung zwischen König und Parlament. Die Krone kann zum Schutz des Landes Aufgebote von Adligen und Bürgern des Inselreiches einberufen und erhält die Handgelder dazu zusätzlich zum Etat ausbezahlt. Für alle anderen Aufgaben hat er jeweils im Herbst ein Parlament einzuberufen, das den Haushalt der Krone für das kommende Jahr bewilligt.
    Die Universitäten Cambrigde und Oxford wetteifern untereinander um wissenschaftliche Meriten, was die allgemeine Forschung des Landes erheblich verbessert.


    Herrschaftsgebiet: England (E), Angevinisches Reich/Festlandsbesitz der Krone (A)
    Vasallen: Wales, Region Dublin
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 410 000 (E), 8 720 000 (A, leicht gewachsen)
    Regionen: Südengland, Mittelengland (ungefähr das Gebiet zwischen Cheltenham und dem Humber mit Wales), Nordengland, Normandie-Maine-Bretagne, Poitou-Auvergne-Gascogne; Dublin ist der Region Irland zugeordnet

    Hauptstadt: London
    Hauptresidenz: Caen (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: Carlisle (2), Rouen (3), Poitiers (1), Bordeaux (1), Limoges (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Eduard VII. (seit 1712, *1665)

    Verstorbene Monarchen: König Eduard VI. (1668-1712, *1637)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ausarbeitung und Einführung eines Bildungsplanes für alle englischen Schulen
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und Irland
    1704: Wissenschaftliches Austauschprogramm mit Gelehrten aus dem Großkhanat Shikawo
    1705: Einrichtung der Bank of England, zunächst ohne klaren Schwerpunkt, 1706 dann mit der Förderung des Außenhandels betraut.
    1706: Wissenschaftliches Symposion beider Universitäten in London
    1707: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft
    1708: Gründung der „jüngeren“ Tafelrunde und eines Privy Council in Caen
    1709: Einführung königlicher Intendanten (A)/ vom Parlament bestellter Friedensrichter (E)
    1710: Rundreise Eduards VI. durch beide Landesteile
    1711: Einrichtung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild zahlreicher Länder
    1712: Einführung einer Kriegs- und Handelsflotte für das Gesamtreich
    1713: Gleichzeitige Tagung der Landtage in Caen und des Parlaments in London


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Königreich Schottland (mit Vasallen)

    Steuereinnahmen (A): 1 520 000 S
    Bewilligte Mittel des Parlaments (E) für 1714: 750 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Freiwillige Kriegsabgabe der wohlhabenden Stände (beide Reichsteile): -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 40 600 S
    Gewinne der Flaggenverkäufe: 40 000 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Bank of England: 1 500 000 S (davon 1 470 000 S verliehen)
    Einlagen der Handwerkerbank: 1 000 000 S (davon 860 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 550 000 S, davon je 25 000 S für das Privy Council und die Tafelrunde (mit Abgabebonus)
    Soldkosten:
    Entrichtete Tribute: 120 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
    Weitere feste Ausgaben: 300 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen, zudem 50 000 S jährlich für die Handelsvorrechte in Schottland
    Ausgaben während des Jahres: -

    Fällige Kredite:
    4 850 000 S zu 10% Zinsen aus der Eidgenossenschaft, insgesamt 5 335 000 S


    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1713: 851 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 476), 270 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1714: 851 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 476), 80 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.


    Waffentragende Bevölkerung E: 2,4 (effektiv 2,4) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 6,5 (effektiv 6,5) Regimenter LI (leicht erhöht)
    Waffentragende Bevölkerung A: 6,1 (effektiv 6,1) Minghan SR, 1,4 (effektiv 1,4) Minghan LR, 2,7 (effektiv 2,7) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI (davon 0,2 in Irland und 0,6 in Wales)


    Geschützproduktion: Stufe III (2000 Mann)
    Schiffsproduktion: Stufe III (2000 Mann)
    Geschütze: -


    Schiffe Anfang 1713: 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II
    Schiffe am Jahresende 1713: 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II
    Neubauten: 10*100 III
    Schiffe Anfang 1714: 10*100 III, 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II

    Söldner: 4,0 Minghan LR (Lüttich), gleichmäßig auf beide Reichshälften verteilt

    Im Feld stehende Einheiten: -

    Verluste 1713: -
    Geändert von Jon Snow (22. Januar 2026 um 22:08 Uhr)

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