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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1036
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    28. September 1713: Beim Abschluss der großen Handelsmagistrale zwischen Zürich und Bern hält Bundesammann Jakob Escher eine vielbeachtete Rede über die Entwicklung des Landes und die Schaffenskraft seiner Bewohner. Im Anschluss findet eine große Feier der Bundeskantone statt, zu der zahlreiche Menschen erscheinen.


    28. September 1713: Das isländische Althing tritt auf Wunsch der Söldneroffiziere erneut zusammen, um über die gegenwärtige Situation zu beraten.


    29. September 1713: Das hellenische Flaggschiff „Atalante“ verlässt Athen und segelt in Richtung Westen. Sie dürfte sich also wohl der Koalitionsflotte anschließen.

  2. #1037
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    30. September 1713: Ein italienischer Gesandter trifft in Gorée ein, um über das Embargo zu sprechen. Aus Sicht Mailands ist es sowohl für das Khanat als auch für die Satrapien der westafrikanischen Küste unnötig belastend.


    1.-31. Oktober 1713:
    In weiten Teilen Nord-, Mittel- und Westeuropas tauchen Flugschriften zum Krieg des Ordens und Dänemarks auf. Die Mehrheit vertritt eine prodänische Position und versucht, detailliert nachzuweisen, dass der Angriff lange im Voraus geplant, ja unter Umständen sogar durch angeworbene Provokateure vorbereitet worden sei. Die Schriften, die sich für den Orden einsetzen, sind zahlenmäßig geringer, aber meist von sehr hoher Qualität. Sie verwiesen auf Dokumente, die man in Kalmar entdeckt habe und die ganz eindeutig eine geplante Christenverfolgung belegen sollen.


    2.-7. Oktober 1713:
    Das päpstliche Weinfest in Rom wird von der Bevölkerung mit großer Begeisterung besucht, auch wenn wegen der zahlreichen Krisen viele ausländische Gäste nicht angereist sind.
    Geändert von Jon Snow (15. Januar 2026 um 16:29 Uhr)

  3. #1038
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    8. Oktober 1713: Im Anschluss an das Weinfest tritt in Rom der Landtag aller Stände des Kirchenstaates zusammen. Angeblich soll es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gehen.


    8. Oktober 1713: Nach intensiven Gesprächen von Vertretern des Ordens und der Rebellen im Königreich Schweden schlagen letztere vor, die besetzten Balleien zu verlassen, wenn die Ritter dafür alle Söldner aus dem Königreich zurückziehen und nach Vorpommern schicken und keine weiteren Truppen nach Schweden entsenden, solange die Vermittlung läuft.


    9. Oktober 1713:
    Ein Eilbote des Kaisers übergibt dem burgundischen Herzog einen von fünf Reichsständen, dem Heiligen Vater und dem galicischen König unterzeichneten Brief, den dieser zunächst nicht öffentlich bekannt macht, sondern gemeinsam mit einigen Vertrauten liest. Mehrere Hochadlige und Bischöfe bitten den Monarchen aber dringend, seinen Inhalt wenigstens ausgewählten Vertretern der Stände mitzuteilen. Burgund stehe in der Gefahr, sich im Reich und in Europa zu isolieren.

  4. #1039
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    12. Oktober 1713: Die Großkhanate Debul und Negübeihafen schließen sich dem Embargo gegen die kanarisch-italienische Allianz an. Damit pflegt nur noch das eurasische Teilreich Handelsbeziehungen mit den beiden Khanaten.


    15. Oktober 1713: Das Großkhanat Dagomys kündigt – angeblich auf Druck der übrigen fünf Teilreiche – den Pachtvertrag mit dem Khanat der Kanarischen Inseln fristgerecht. Damit werden Hafen und Festung von Santa Cruz de La Palma Ende 1715 in kanarische Obhut zurückkehren.


    18.-28. Oktober 1713: Nach der Einwilligung des Deutschen Ordens verlassen die Rebellen die Liegenschaften der Balleien Örebrö, Sundsvall und Falun, während die Söldner der Ritter nach Vorpommern verschifft werden. Teile der leibeigenen Bauern sind gegenwärtig aber nicht mehr auf den Gütern tätig, wie es scheint.

    Nur für das Khanat Baiern und die Markgrafschaft Brandenburg

    Achtung Spoiler:
    Die Kommandeure der kaiserlichen Truppen und der Adelsaufgebote des Markgrafen geben bekannt, dass weitere Reiterverbände des Ordens in Richtung Holstein unterwegs sind. Es handelt sich offenbar um die Ritter, die zu Jahresbeginnnoch in Brandenburg stationiert waren.
    Geändert von Jon Snow (16. Januar 2026 um 16:43 Uhr)

  5. #1040
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    22. Oktober 1713: Als Herzog Karl XII. von Burgund sich weigert, den kaiserlichen Brief an die Mitglieder des erweiterten Kronrates auszuhändigen, eskaliert die Situation in Gent. Einige hochrangige Adlige erklären den Monarchen für abgesetzt und nehmen ihn in der Residenz gefangen. Da Kronprinz Robert – der deutlich jüngere Bruder Karls – noch minderjährig ist, wird provisorisch eine Regentschaft aus Karls Schwestern Isabelle, Johanna und Margarete sowie seinem Onkel Philipp eingerichtet.


    25. Oktober 1713: Die neue burgundische Regierung erklärt das Bündnis mit der Kalmarer Union für hinfällig, da eine der vertragschließenden Parteien nicht mehr bestehe und ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen könne. Die Hilfstruppen aus dem Ostseeraum sollten daher umgehend heimkehren. Alle Obliegenheiten gegenüber dem französischen König sowie die Bindungen als Reichsstand würden hingegen wie die übrigen Verträge ohne Einschränkung beachtet werden.


    28. Oktober 1713: König Heinrich VIII. erklärt von Paris aus, dass er die Gefangennahme des treuen Lehnsmannes und „ehrenhaften Ritters“ Karl XII. nicht akzeptieren könne. Er bitte die neue Regierung umgehend um dessen Freilassung, damit ein Landtag einberufen werden könne. Dort sei das rechte Forum, um über Fragen der Ehre und Pflicht zu beraten. Er biete als Freund, Nachbar und Suzerän an, selbst die Schlichtung und Vermittlung zu übernehmen, sollten strittige Fragen in der burgundischen Dynastie und bei den Großen des Landes nicht ohne äußere Unterstützung gelöst werden können.

  6. #1041
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    31. Oktober 1713: Die Hanse entsendet einige kleine Fahrzeuge an die westjütländische und friesische Küste, möglicherweise, um die italienische Flotte wiederzufinden, die nicht mehr auf hoher See ist.

    Nur für die Deutsche Hanse

    Achtung Spoiler:
    Man konnte die Italiener bei Esbjerg ausmachen, wo sie anscheinend anlegen dürfen. Es ist jedenfalls recht viel Küstenverkehr erkennbar.


    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Die Hanseaten kreuzen in der Nähe von Esbjerg, haben die Flotte also offenbar entdeckt. Man nutzt im Augenblick die Einigung mit Dänemark, um Wasser, Proviant und Munition aufzunehmen. So wäre man bei der Einfahrt in die Ostsee in besserer Verfassung, falls der Städtebund oder der Deutsche Orden doch noch angreifen sollten.



    1. November 1713: Am Allerheiligentag predigt der Bischof von Metz über die Heiligung der Welt, die sich besonders in der Treue zur gottgewollten Ordnung ausdrücke. Dazu gehöre auch die Bereitschaft des Adels, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen – manchmal sogar gegen die Treuebindung an einen schlecht beratenen Herrscher. Dabei nimmt er auch auf König Saul Bezug, dem Gott seine Herrschaft gerechterweise entzogen habe.


    2. November 1713: Die burgundische Regentschaft erklärt sich zu einem Treffen mit König Heinrich VIII. bereit, der bei dieser Gelegenheit auch mit Herzog Karl sprechen könne. Eine offizielle Absetzung des Monarchen ist bislang anscheinend nicht erfolgt.

  7. #1042
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    5.-15. November 1713: In Hochburgund, wo Karl XII. als Kronprinz zeitweilig seinen Vater vertreten hatte, formiert sich eine „Herzogspartei“, die für eine sofortige Freilassung des Monarchen plädiert und mit einem militärischen Eingreifen droht. Außerdem schließen einige flandrische Städte die Tore für Beamte, die sich zur neuen Regentschaft bekennen und deren Befehle weitergeben wollen. Offenbar hat der gefangen genommene Herrscher auch weiterhin einen gewissen Rückhalt im Land.


    9. November 1713: König Heinrich VIII. von Frankreich trifft nach schnellem Ritt in Gent ein, wo der Regentschaftsrat ihn mit allen ihm zustehenden Ehren in Empfang nimmt. Offenbar will man auf beiden Seiten eine Eskalation vermeiden, die zur weiteren Erosion der Macht Burgunds und Frankreichs führen könnte. Heinrich erklärt aber dennoch kategorisch, dass Karl XII. weiterhin der rechtmäßige Herzog des Bündnispartners, Freundes und Vasallen sei und nicht gegen seinen Willen festgehalten werden dürfe. Über das Treffen beider Herrscher wird zunächst Stillschweigen bewahrt.


    10. November 1713: Prinz August von Burgund, der als Onkel des gefangen genommenen Herzogs Karl XII. das Oberkommando über die Hilfstruppen im Ostseeraum innehat, erklärt dessen faktische Absetzung und die Kündigung des Bündnisses mit Dänemark für unwirksam. Man werde auch weiterhin an der Seite Frankreichs und der Kalmarer Union für Recht und Gerechtigkeit eintreten. Ein von August verlangter Eid auf Karl und den französischen König Heinrich wird von den Söldnern und Aufgeboten fast einmütig geleistet, was seinen Worten Gewicht verleiht.

  8. #1043
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    15.-18. November 1713: Die italienische Flotte erzwingt die Einfahrt ins Kattegat und segelt dann – von den Dänen begleitet – über den Öresund nach Malmö. Offenbar wagt es die im Ostseeraum verbliebene Hanseflotte nicht, den Italienern Widerstand entgegenzusetzen, da sie nur auf kleine Fahrzeuge (50er und 25er) zurückgreifen kann, die zudem über die beiden von ihr vor Piraten geschützten Meere verstreut sind.


    17. November 1713: Der entführte italienische Kronprinz Jalpa trifft wohlbehalten in Rom ein und wird bereits am Tiber von Papst Laurentius in Empfang genommen. Nach einem Bad und einer kurzen Pause feiert der Heilige Vater gemeinsam mit dem Geretteten und allen in Rom anwesenden Kardinälen eine Dankmesse. Dabei wird das Evangelium vom verlorenen Sohn und barmherzigen Vater verkündet.


    25. November 1713: Der bereits seit einiger Zeit erwartete Wintereinbruch in Nordeuropa setzt mit starkem Schneefall ein und bringt alle Heeres- und Flottenbewegungen abrupt zum Erliegen, was von vielen Menschen durchaus begrüßt wird.

  9. #1044
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    28. November 1713: Zur Einweihung der Münzprägeanstalt im Kalifat hält Kalif Yaqub I. eine Rede vor Vertretern der Handelshäuser und des Hofes, in welcher er die Stabilität seines Landes hervorhebt und zu Investitionen ermutigt.


    28. November 1713: Eine kaiserliche Gesandtschaft aus Dominikanerinnen trifft in der Nähe von Antwerpen ein, wo man einen Teil der reichsfreundlichen Adligen und Bischöfe antrifft, die sich der Politik Karls XII. entgegengestellt hatten und die nun auf der Seite der neuen Regentschaft stehen dürften.


    30. November 1713: Aus den befreiten Deutschordensballeien Örebrö, Sundsvall und Falun werden gewisse Schwierigkeiten mit entflohenen Leibeigenen und gestohlenem Inventar gemeldet. Außerdem soll ein Teil des Viehs verschwunden sein. Es wurden aber offenbar keine gezielten Plünderungen vorgenommen.
    Geändert von Jon Snow (19. Januar 2026 um 16:26 Uhr)

  10. #1045
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    2. Dezember 1713: Auch in Südeuropa endet die sichere Seefahrt in diesem Jahr eher spät, was zu einer recht langen Blockade Gran Canarias führte. Die Koalitionsflotte überwintert offenbar in Marokko und könnte wohl Anfang des kommenden Jahres erneut aufbrechen, um den Krieg gegen die Inselgruppe fortzusetzen. Die Menschen vor Ort atmen regelrecht auf, nachdem die feindlichen Schiffe endlich wieder vom Horizont verschwunden sind. Ein echter Handel ist zwar nicht mehr möglich, aber angesichts der recht hohen Preise, die für Nahrungsmittel mittlerweile bezahlt werden, fahren einige mutige Fischer dennoch aufs Meer hinaus, um ihre Mitbürger zu versorgen und Gewinn zu erzielen. Allerdings kehren nicht alle dieser Männer wieder nach Hause zurück, wenn raue See herrscht.


    19. Dezember 1713: Kronprinz Putraq von Dagomys trifft im bedeutenden Pilgerzentrum Maschhad ein, wo ihn mehrere hochrangige schiitische Geistliche mit großer Freude und Ehrerbietung in Empfang nehmen. Ähnlich wie in Mekka übergibt er auch hier mehrere Reliqiuen des Propheten, vor allem aber Gegenstände, die man den großen Heiligen der schiitischen Glaubensrichtung zuschreibt und die von den Mongolen im 13. und 14. Jh. erbeutet worden sind. Dazu gehören Besitztümer Fatimas, Husains, Rezas und Alis. Die Bemühungen der Dynastie um den religiösen Frieden im Reich sollen also offenbar mit Nachdruck fortgeführt werden.


    24. Dezember 1713: Kaiser Benedikt I. singt in der Mitternachtsmesse des Freisinger Domes wieder das Weihnachtsevangelium. Der sehr stattliche Monarch hat zwar eine gewisse Mühe beim Niederknien während der Wandlung, macht ansonsten aber einen vitalen, tatkräftigen und fröhlichen Eindruck.

  11. #1046
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    1.-9. Januar 1714: Auf einigen Inseln des hochverschuldeten Khanats der Kanarischen Inseln kommt es wegen des Versuchs, erneut einen Zwangskredit aufzunehmen, zu Revolten. Die vom Krieg bislang weniger stark betroffenen westlichen Landesteile verweigern als erste einen Beitrag zum Staatshaushalt. Während La Palma bereits seine Unabhängigkeit ausruft und die Mongolen bittet, zunächst den Schutz der Insel weiter zu übernehmen, verhandeln El Hierro, La Gomera und Teneriffa über eine Konföderation. Da die verbliebenen Städte die Schuldenlast nun alleine tragen müssten, bleibt auch ihnen nur der Weg in die Freiheit, so dass Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote bald darauf ebenfalls revoltieren. Damit sind die Kanaren endgültig zahlungsunfähig, was auch die Soldverträge enden lässt. Nur in Amerika gelingt es den Offizieren der Flotte bei Nantucket und der Armee auf Barbados, die Finanzierung ihrer Streitmacht durch hohe Kriegskontributionen wenigstens für dieses Jahr sicherzustellen. Khan Schinab I. steht in Las Palmas de Gran Canaria unter Arrest, nachdem die unbezahlten LI-Söldnerverbände des Stadtschlosses ihn gegen die Zusage ihres freien Abzuges an die neue „Volksregierung“ ausgeliefert haben. Angesichts des Krieges scheinen einige Inseln den Versuch zu unternehmen, einen Teil der Festungsgeschütze und der Schiffe weiterzufinanzieren, während die Streitkräfte in Amerika nun gänzlich eigenständig agieren.


    1.-31. Januar 1714: Der Januar ist in diesem Jahr außerordentlich kalt und schneereich, und sogar in einigen niedrig gelegenen südeuropäischen Regionen steigen die Temperaturen nur sehr selten über den Gefrierpunkt. Einige Flüsse und Seen in Mittel- und Nordeuropa sind vollständig zugefroren.


    3. Januar 1714: Der Hansebund nimmt erneut 500 Mann SI aus Lüttich unter Vertrag. Man weist Hansebürgermeister Baur allerdings darauf hin, dass die auf Irland stehenden Truppen damit nicht einfach wie von ihm angewiesen „aufgefüllt“ werden können. Söldner machen sich immer erst auf den Weg zum Auftraggeber und müssen von dort aus verschifft werden. Dies sei aber leicht zu bewerkstelligen.

  12. #1047
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    4. Januar 1714: Der burgundische Herzog Karl XII. wird am frühen Morgen von einem Diener leblos aufgefunden. Die Regentschaft gibt im Laufe des Tages bekannt, er sei offenbar einer ansteckenden Krankheit erlegen, so dass ihn der Hauskaplan noch am selben Tag mit einem Requiem verabschiedet, bevor man ihn provisorisch in der Genter Familiengruft beisetzt. In den darauffolgenden Tagen werden berittene Boten in die verschiedenen Provinzen, Städte und Bistümer der burgundischen Krone entsandt, um zu Gebeten und Messfeiern für den verstorbenen Monarchen aufzurufen, die Thronerhebung Roberts III. bekanntzugeben und Prinz August wegen seines Verrats von der Thronfolge auszuschließen.


    6. Januar 1714: Am Dreikönigstag übergibt der junge Markgraf Friedrich August I. vier kleine Handelssegler moderner Bauart (Stufe IV) an besonders vielversprechende Kaufleute. Diese sind durchweg aus gutem Hause, aber noch recht jung und erfolgshungrig. Die Gilden des Landes loben den Monarchen sehr dafür, auch den Seehandel im Blick zu haben.


    6. Januar 1714: Hochkönig Arbogast I. versammelt die Vertreter der Föderationsmitglieder, um eine härtere Gangart im Krieg mit den Kanaren anzumahnen und die Unterstützung der Königreiche und Abteien dafür zu erbitten.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Die Delegierten der Einzelstaaten halten eine härtere Gangart durchaus für möglich, bleiben aber bei ihrer Überzeugung, dass ein Krieg gegen Italien wenn möglich vermieden werden sollte. Eine unabsehbare Ausweitung und Verlängerung der Auseinandersetzungen treffe Handelsgroßmächte wie Irland finanziell besonders stark – erst recht, wenn Teile des Kontinents durch Privilegienverleihungen vom Welthandel abgeschlossen würden.

  13. #1048
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    8. Januar 1714: Nur vier Tage nach Herzog Karl segnen auch Prinz Philipp von Burgund und der neue Herzog Robert III. das Zeitliche. Karls Onkel und Bruder galten als Verantwortliche für den Tod des Monarchen, den man allgemein als Mord ansieht. Diesmal herrscht daran kein Zweifel, denn beide haben sich offenbar mit dem Schwert in der Hand gegen eine Übermacht gewehrt und sind eindeutig erschlagen worden. Die jungen Regentinnen führen ihr Amt zunächst fort, obgleich sie von der Entwicklung augenscheinlich schockiert sind. Man nimmt allgemein an, dass nunmehr Prinzessin Luise als älteste Tochter Johanns X. den Thron beanspruchen wird, zumal Prinz August als Verräter von der Thronfolge ausgeschlossen ist und kaum ohne Bürgerkrieg zurückkehren könnte.


    10. Januar 1714: Ein geheimnisvoller Mönch unterstützte in diesem Jahr den hessischen Hof zu Kassel bei der Planung des Kontorbaus in Prag. Er stellte sich mit dem ungewöhnlichen Namen „Bruder Adelgunderich“ vor und trug einen für Ordensmänner eher unüblichen, riesigen Schnurrbart. Nach Abschluss der Organisationsmaßnahmen verlässt er die Residenzstadt, ohne einen Lohn abzuwarten. Sogar sein Bart bleibt zurück, wie die Dienerschaft des Landgrafen am Morgen des 10. Januar verblüfft feststellt.


    12. Januar 1714: Die Marburger Universität gibt Rechtsgutachten heraus, wonach Burgund angesichts der Vertragsbrüche König Radbods und einer offenkundigen Auflösung der als vertragschließende Partei anerkannten Kalmarer Union nicht zur militärischen Hilfeleistung für das Königreich Dänemark verpflichtet sei. Vielmehr müsse der Bündnisvertrag sogar als gegenstandslos angesehen werden.

  14. #1049
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    14. Januar 1714: Trotz des äußerst kalten Winters rufen die burgundischen Regentinnen 500 Mann SR-Adelsaufgebote aus Antwerpen nach Gent zurück. Angeblich soll in der Stadt große Verwirrung herrschen. Teile der Stadtgarde haben offenbar das Rathaus besetzt, während die Tore der Residenz geschlossen worden sind. Immer wieder wird auch von Plünderungen und Brandstiftungen berichtet.


    17. Januar 1714: Bei kalter, aber spiegelglatter See gelingt es einem mongolischen Schiff aus dem Vasallenkhanat Beothuk, irische Unterhändler nach Nantucket zu bringen.

    Nur für die Irische Föderation

    Achtung Spoiler:
    Die Insel wird mittlerweile von den Söldnern beherrscht, die sich nach dem Ausbleiben eines Solds über eine hohe Kontribution finanziert haben. Das Kommando führt der erfahrene und kultivierte, aber auch als grausam beschriebene Süditaliener Robert von Amalfi. Er fordert nach einem festlichen Mahl mit musikalischer Untermalung, formvollendeter Konversation und freundlichen Komplimenten 500 000 S für sich und seine Männer. Dann würden sie Nantucket ohne verlassen, ohne irgendjemandem auch nur ein Haar zu krümmen.



    19. Januar 1714: Im brandenburgischen Schwerin wird bekannt, dass die Jahresplanung der Markgrafschaft erneut vor allen anderen bekannten Ländern fertiggestellt werden konnte. Der junge Monarch erhält darauf den ehrenvollen Beinamen „Friedrich August der Flinke“.

  15. #1050
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    20. Januar 1714: König Heinrich VIII. von Frankreich zieht sich mit einigen Kronjuristen in die Gemächer seines Winterschlosses in Paris zurück, um über verschiedene Fragen zu beraten.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Es gibt seit der Wiedererrichtung der französischen Lehnshoheit über Burgund und mehrere englische Festlandsgrafschaften noch keinen Präzedenzfall, aber aus vormongolischer Zeit kennt man Beispiele, in denen die Stände eines Teilgebietes auch ohne Zustimmung der Kronvasallen zusammengerufen worden sind. Man könnte einer guten Woche mit der Reiterarmee in Gent sein, wenn man unterwegs nicht vom Winter aufgehalten wird.



    21. Januar 1714: Ein Gesandter des Kalifen trifft bei stürmischer See mit letzter Kraft auf Lanzarote ein und wird mit großem Misstrauen, aber allen ihm zustehenden Ehren in Empfang genommen.

    Nur für das Kalifat von Cordoba


    Achtung Spoiler:
    Die Insel wird offenbar von einer zivilen Regierung geführt. Immer wieder trifft man auf sehr ärmlich gekleidete Bewaffnete, die aber noch recht diszipliniert wirken.



    24. Januar 1714: In Gent trifft ein Schreiben des westfälischen Khans an die burgundischen Regenten und den mittlerweile toten Herzog ein. Dieser Vorfall zeigt, wie sehr sich die Ereignisse dort überschlagen haben, da der Bote weder von den Mordtaten noch von anderen Entwicklungen in der Residenz des mächtigen Landes erfahren hatte. Es ist anscheinend im Augenblick auch nicht möglich, an die verbliebenen Regentinnen heranzukommen, die sich im Frauenflügel verschanzt haben.

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