Ich habe mal ein bisschen allgemeiner geschrieben, Westfalen und Pflazgrafschaft, ich denke auch Hessen würden mitmachen. Bei Böhmen mal kucken, Ungarn eher nicht, Schwaben ja generell sehr schweigsam. Baldir kläre ich noch
Euer Durchlaucht,
die jüngsten Stellungnahmen König Radbods lassen erkennen, dass von dänischer Seite derzeit kaum Bereitschaft besteht, sich auf eine vermittelte Lösung einzulassen. Vorgelegte Ansätze werden pauschal zurückgewiesen, und selbst der Gedanke an vertragliche Bindungen wird öffentlich in Zweifel gezogen. Unter diesen Voraussetzungen wird es für alle beteiligten Mächte schwierig, den Konflikt politisch einzuhegen.
Hinzu kommt, dass Dänemark in der Vergangenheit burgundische Interessen nicht mit der nötigen Rücksicht behandelt hat. Der bekannte Vorfall um die mit burgundischen Schiffen durchgeführten Überfälle hat Burgund außenpolitisch geschadet, ohne dass Kopenhagen die Folgen getragen hätte. Dieser Schaden wirkt fort, auch wenn er inzwischen einige Zeit zurückliegt.
Uns ist bekannt, dass sich innerhalb Burgunds die Stimmen mehren, die das bestehende Bündnis kritisch hinterfragen. Ein Konflikt, in dem ein Partner Vermittlung ablehnt und jede Bewegung als Schwäche auslegt, schränkt den eigenen Handlungsspielraum ein und bindet politische Kräfte, die andernorts dringend gebraucht werden. Ein Verbündeter, der keine Kompromisse duldet, bindet nicht nur Kräfte nach außen, sondern verschärft auch Spannungen im Inneren. Das kann kaum im Interesse eines stabilen Burgunds liegen.
Manchmal verlangt wahre Staatskunst nicht Standhaftigkeit bis zum Äußersten, sondern die Weisheit, einen bitteren Schritt zu tun, um Größeres zu bewahren: Land, Ordnung und Herrschaft. Ein Rückzug aus dieser Verbindung wäre dabei kein Zeichen von Schwäche. Es würde hingegen von Weitsicht zeugen und entzöge jenen den Vorwand, die Burgund von innen heraus umformen möchten. Wir würden euch auch bei eurem Weg unterstützen.



Zitieren
