Am Ende der Abfahrt ist unsere Gruppe schließlich auf 3 Sekunden an die 3 Fahrer vor uns herangekommen.
Damit ist das Unterfangen geglückt und die anderen Fahrer in der Gruppe helfen nun dabei das Loch komplett zu schließen. Somit kämpfen wir hier nun um die Plätze 2 bis 7 (eine Engländerin und ein Niederländer waren wohl zu leicht und wurden in der Abfahrt einfach abgehängt durch unser Tempo; der Norweger ist die Ganze Zeit nur 4 Sekunden zurück, kann die Lücke aber nicht schließen und gibt kurz darauf auf).
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Nach der Bergwertung geht es anschließend im Zickzack über einige kurze Hügel und ich muss immer wieder aufpassen, dass ich nicht abgehängt werde.
Etwa 12 Sekunden hinter uns hat sich eine größere Gruppe gebildet und macht von hinten Druck. Das Tempo muss also hoch bleiben, um nicht noch mehr Fahrer wieder in den Kampf um die ersten Plätze einzuladen. Zudem ist der aktuell führende stetig bei etwa 16 Sekunden Vorsprung und auch noch nicht durch. Es bleibt also spannend.
Ich fühle allerdings den Berg extrem in den Beinen und mache hier aktuell keine Führungsarbeit. Stattdessen versuche ich auf der kurvigen Straße jeden Meter zu sparen und die Kurven möglichst innen zu nehmen.
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Etwa 8 Kilometer vor dem Ziel kommt dann ein vielleicht vorentscheidender Moment.
Ich merke, wir der Pole vor mir das Tempo deutlich anzieht und versuche mich direkt ran zu hängen. Das gelingt mir auch für etwa 30 Sekunden ganz gut. Dann meerke ich aber, dass die Beine das nicht durchhalten und ich muss ihn ziehen lassen.
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Während ich also etwas einbreche, schießen die nächsten Fahrer an mir vorbei und eine Lücke tut sich auf.
Das Finale scheint begonnen zu haben und ich war so weit vor dem Ziel noch gar nicht bereit dafür. Diesmal kann ich aber nochmal kontern und die Gruppe bleibt mit Ausnahme des Polens nochmal zusammen.
Die Abstände nach hinten sind in der Minute aber direkt um 5 Sekunden gestiegen und auch der Abstand nach vorne hat sich auf 12 Sekunden reduziert. Das Tempo ist grade höllisch.
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Kurz darauf kommt der längste und härteste (mit kleinen Anstiegen) Kopfsteinpflasterabschnitt des Tages und ein Brite kann sich nun ebenfalls von unserer Gruppe lösen.
Das Tempo in der Verfolgung bleibt aber hoch und wir halten die Spitze, zu der der Pole nun fast aufgeschlossen hat, noch immer auf 12 Sekunden. Nach hinten wird es langsam beruhigender.
Nachdem wir vom Kopfsteinpflaster runter sind, ist unsere Gruppe um einen weiteren Fahrer kleiner, der sich ebenfalls nach vorne auf den Weg gemacht hat.
Das Tempo bleibt aber hoch und auch ich beteilige mich an der Tempoarbeit, um die Chancen der Gruppe aufrechtzuerhalten.
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So gelingt es uns 3 Kilometer vor dem Ziel wieder den Briten zu stellen und die Spitze ist ebenfalls nur noch auf 7 Sekunden.
Es ist also noch alles offen und dementsprechend sind alle motiviert das Tempo hoch zu halten. Ich kann zwar eigentlich gar nicht mehr, war in der Kategorie bei einem so harten Rennen aber noch nie so weit vorne und möchte daher nichts bereuen.
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Kurz darauf ist der Däne dann auch wieder gestellt und wir sind abermals zu fünft.
Die beiden Spitzenreiter sind allerdings doch noch ein bisschen Stärker und haben den Vorsprung wieder auf 12 Sekunden ausbauen können. Wir haben nur noch etwas mehr als 2 Kilometer und müssen uns wohl damit abfinden, dass es nur noch um Platz 3 geht.
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Im Finale wird es dann aber unerwarteterweise doch nochmal spannend und 500 Meter vor dem Ziel sind wir auf 2 Sekunden an der Führungsgruppe dran.
Da sind wir nochmal richtig tief gegangen und haben somit die Chance auf den Sieg vor Augen. Im Fenster rechts ist aber auch zu sehen, dass die beiden vorne mit mehr als 4 Watt pro Kilo in die Pedalen treten und das nicht herschenken wollen.
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Ich hatte für mich eigentlich schon mit dem Rennen abgeschlossen und war froh in der Gruppe mit ins Ziel zu kommen. Da es nun aber so eng ist, versuche ich doch noch mal alles zu geben und starte auf Position 6 meinen Sprint.
So kann ich noch etwas den Windschatten meiner direkten Konkurrenten nutzenund vielleicht ein paar Plätze gut machen.
Am Ende übersprinte ich noch alle Fahrer aus meiner Gruppe, werde aber selbst von dem Fahrer hinter mir überspurtet.
Damit reicht es für mich zu einem respektablen 4. Platz in diesem stark besetztem Rennen. Es ist natürlich schade so knapp am Podium vorbei zu fahren, aber bei dem Streckenprofil hätte ich mir nie erträumt überhaupt soweit vorne dabei zu sein.
Hier das Endergebnis:
Am Ende nur 4 Sekunden hinter den Siegern au dieser Etappe. Damit bin ich erstmalig in der höheren Kategorie konkurrenzfähig gewesen und das bei einem Profil, wo mein Gewicht kein echter Vorteil war. Natürlich hätte ich gedacht, dass das flache Finale mir am Ende mehr liegt als den leichteren Fahrern. Aber wenn die da vorne fast 3 Watt pro Kilo treten über die gesamte Zeit, muss ich mich ja nicht wundern.
Ich bin bei 2,3 Watt pro Kilo und damit bei einer detlich geringeren Leistung als die Fahrer um mich herum. Dennoch habe ich hier eine Menge Bestleistungen aufgestellt und bin dabei geblieben. Das hätte ich vorher nicht erwartet, da ich das Rennen mit einem sehr schlechten Gefühl gestartet hatte und grade von einem langen Schneespaziergang mit den Kindern ohne große Aufwärmung aufs Rad gesprungen war. Aber am Ende kann man dann sich dann doch immer wieder motivieren und ein Gutes Ergebnis erzielen.
Damit habe ich die Rennserie jetzt überstanden und dafür, dass es so bergig war, bin ich mit der Entwicklung enorm zufrieden. Ab dem 3. Rennen war ich in der höheren Kategorie und hatte die Bergetappen vor mir. Dennoch ging es von Rennen zu Rennen bergauf und ich konnte trotz meines Gewichts gar nicht so schlecht mithalten. Mal sehen, was 2026 dann bringt.
Hier noch die Stravadaten:
Für mich schön, dass ich meine Zeit am Berg im Vergleich zum vorletzten Rennen hier nochmal um 34 Sekunden verbessern konnte. Das ist ein großer Sprung für 2 Wochen und war letztendlich der Grundstein für das gute Ergebnis. So konnte ich mit einer guten Gruppe in Schlagdistanz zur Spitze über die Kuppe kommen und das Rennen war dadurch für mich nochmal deutlich spannender.
Ich habe nach dem Rennen am Mittwoch dann den Rest der Woche wieder den Fokus auf das Grundlagentraining gelegt und dabei die Intensität punktuell gesteigert.
Angefangen habe ich am Freitag mit der ersten Fahrt beim 2,2 W/Kg Robopacer.
Das war dann nochmal eine andere Hausnummer und auch wenn die Route auf der gefahren wurde "Flat Route" hieß, kamen da gut Höhenmeter zusammen. Im Flachen und auf den Abfahrten lief das ganz entspannt. Im Anstieg musste ich dann aber doch immer wieder über die 150 Herzschläge gehen. Unterm Strich eine recht intensive Fahrt am oberen Ende meiner Ausdauerzone.
Ich werde in den kommenden Wochen immer wieder mal mitfahren hier und schauen, ob ich eine Verbesserung bemerke. Bei dem Pacer mit 1,8 W/Kg war es anfangs ähnlich und jetzt kann ich da mit einem Puls von unter 130 mitrollen relativ entspannt. Das wird hier auch irgendwann so sein.
Am Samstag habe ich mich dann für eine Gruppenfahrt gemeldet und meine bisher größte Runde gemacht.
Hier war ich vor allem gespannt, ob ich das Tempo und die ausgeschriebene Leistung auch über längere Zeit halten kann. Da ich mir vorher ein paar Gedanken zur Ernährung bei der Fahrt gemacht hatte und Brötchen sowie 2 Kohlenhydratgetränke vorbereitet hatte lief das ganz gut und ich konnte in der letzten halben Stunde noch die besten Werte von der ganzen Fahrt drücken.
Es war natürlich anstrengend und die Muskeln haben sich irgendwann gemeldet. Aber unterm Strich konnte ich das Tempo meiner Gruppe da immer gut mitgehen und wenn die Gruppe am Berg angezogen hat, war ich in der Regel ganz vorne dabei. Hier gab es auch noch 600 Höhenmeter auf der Route, die das Ganze nochmal etwas härter gemacht haben.
In jedem Fall ein guter Testlauf und ich denke, dass die 100 Kilometermarke auch noch im Januar fallen kann. Ich muss nur die Zeit und Ruhe finden.
Am Sonntag und heute bin ich dann zwei mal nur etwa eine Stunde gefahren, um dem Körper Zeit zur Erholung zu geben.
Hier die gekürzte Tabelle mit den aktuellen Zahlen.
Stichtag
19.10.2025
02.11.2025
07.12.2025
05.01.2026
Gewicht
116,1
112,4
107,2
103,4
Gefahrene Kilometer
0
255,5
1.484,2
2.622,2
Verbrauchte Kalorien
0
4.201
23.213
40.926
Höhenmeter
0
2.143
11.054
18.376
FTP geschätzt
142
179
226
252
W/Kg geschätzt
1,223
1,593
2,108
2,437
Verbesserung
0 %
30,21 %
72,37 %
99,26 %
Das Gewicht ist diesmal "nur" um 500 Gramm runtergegangen. Aber es geht weiter in die richtige Richtung und ich denke, dass ich spätestens im Februar die 100 Kilo knacken kann.
die nächste Woche ist ins Land gezogen und ich bin weiter dabei meine Fitness langsam aber sicher zu steigern.
Diese Woche geht es bei mir dann auch etwas mit dem organisierten Rennbetrieb los und die erste Etappe der Zwift Racing League steht an.
Leider ist unser Team in meiner Kategorie nicht so gut besetzt und wir finden für das anstehende Teamzeitfahren nur zwei Fahrer. Starten dürfen Teams mit bis zu 6 Fahrer und wer mit weniger als 4 ins Ziel kommt, wird nicht gewertet. Also keine guten Voraussetzungen.
Dennoch stellen wir uns der Herausforderung und fahren die anspruchsvolle Strecke zu zweit.
Diese Strecke ist zu absolvieren:
Nach einem Flachen Beginn, steht ein erster etwa 2 Kilometer langer Anstieg auf dem Plan. Danach ist es nochmal eine Weile flach, ehe es im Finale dann nochmal hügeliger wird.
Wir fahren das Rennen also zu zweit und haben den Vorteil, dass wir beide eher schwere Fahrer sind.
So können wir in den Flachstücken beide ordentliche Wattzahlen drücken und holen das vor uns gestartete 5er Team bereits ein. Dieses hat nach 12 Kilometern schon eine halbe Minute auf uns verloren. Das Team hilft uns über das folgende Flachstück und wir arbeiten uns Stück für Stück heran, ehe wir das Team dann etwa 8 Kilometer vor dem Ziel überholen und abhängen.
Am Ende kommen wir beide mit der drittschnellsten Zeit unserer Gruppe ins Ziel und können zufrieden sein.
Wir werden zwar offiziell disqualifiziert, haben aber immerhin eine kleine Standortbestimmung bekommen.
Hier die Stravadaten für die Fahrt
Ich habe leider vergessen den Ventilator anzumachen und bin hinten raus extrem explodiert. Habe die letzten 10 Kilometer den Puls nicht mehr runterbekommen und konnte nicht wie gewohnt drücken. Aber da ich noch nie so lange intensiv gefahren bin, gab es noch Bestzeiten für die längeren Abschnitte.
Durch unsere Disqualifikation sind wir nun bei der finalen Einteilung der Gruppen in die etwas schlechtere Gruppe gerutscht. Das wird uns hoffentlich Chancen in den nächsten Rennen bringen.
Am kommenden Dienstag steht ein Punkterennen auf dem Weltmeisterschaftskurs von 2019 an. Das ist ein einziges auf und ab mit vielen Höhenmetern. Da werden wir mit unserem Gewicht echte Probleme bekommen. Es sieht aber so aus, als ob wir 4 Leute an den Start bekommen diesmal und damit dann auch gewertet werden. Bin gespannt, wie das Rennen ausgehen wird.
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Am Freitag habe ich neben dem allgemeinen Grundlagentraining dann mal aus Spaß ein kurzes Zeitfahren absolviert.
Der Kurs war sehr kurz.
Daher kann man das gut für einen intensiven 3-4 Minuten Workout nutzen und es lockert das Training ein wenig auf.
Es gab nicht so viel Konkurrenz und so konnte ich das Zeitfahren sogar gewinnen.
Es war zwar extrem knapp, aber Sieg ist Sieg. .
Hier die Leistungsdaten:
Die 2 und 3 Minutenleistung ist deutlich nach oben gegangen. Das war das Ziel.
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Am Samstag stand danne ine längere Grundlagenfahrt an. Vormittags war ich mit der Familie im Schnee und Nachmittags wollte ich mal schauen, wie weit die Beine mich tragen.
Nach 75 Kilometern habe ich es dann abgebrochen, da mir die Entferung für diese Woche gereicht hat und ich es nicht übertreiben wollte.
Es war aber in jedem Fall eine schöne Runde mit großer Gruppe und zügigem Tempo. Vielleicht mache ich nächste Woche mal die 100 Kilometer voll.
...
Heute wollte ich dann ein bisschen die kürzeren 3-5 Minuten Belastungen trainieren und gleichzeitig eine Etappe des aktuellen Events auf Zwift abschließen.
Daher habe ich mich für die lange Fahrt angemeldet und versuche die ersten Anstiege für Intervalle zu nutzen.
Die Strecke ist schon recht anspruchsvoll.
Es geht inklusive Einführung über knapp 55 Kilometer und über 500 Höhenmeter. Die ersten beiden Anstiege nutze ich für meine Intervalle und hinten raus versuche ich mit Grundlagentempo ins Ziel zu fahren.
Meine Intervalle laufen sehr gut und ich muss schauen, dass ich diese rechtzeitig abbreche, um keine neue 5 Minutenbestzeit zu setzen.
In der aktuellen Liga bin ich nämlich in Tempogruppe D eingruppiert und würde bei 3,2 Watt pro Kilo über 5 Minuten nach C hochgestuft werden und dürfte nicht mehr starten. Auf 4 Minuten lag ich bei knapp 3,3 Watt pro Kilo. Daher habe ich danach rausgenommen.
Hier die Stravadaten.
Das war am Ende nochmal eine schöne Ausfahrt mit intensiven Leistungsspitzen und ich hoffe, dass ich meine aktuelle Leistungsentwicklung weiter fortführen kann.
Hier noch die aktuelle Tabelle:
Stichtag
19.10.2025
02.11.2025
07.12.2025
05.01.2026
11.01.2026
Gewicht
116,1
112,4
107,2
103,4
102,0
Gefahrene Kilometer
0
255,5
1.484,2
2.622,2
2.928,4
Verbrauchte Kalorien
0
4.201
23.213
40.926
45.839
Höhenmeter
0
2.143
11.054
18.376
20.435
FTP geschätzt
142
179
226
252
252
W/Kg geschätzt
1,223
1,593
2,108
2,437
2,471
Verbesserung
0 %
30,21 %
72,37 %
99,26 %
102,00 %
Die 100 Kilo sind schon zum Greifen nahe und ich denke, dass ich die im Januar noch packen werde.
Nächste Woche steht Dienstag die Racing Liga an und Donnerstag gibt es ein "Ladder Rennen". Da tritt unser Team gegen ein anderes Team auf einer etwa 20 Kilometer langen Strecke im 5 vs 5 an und wer dann mehr Punkte macht gewinnt und rutscht in der Ladder nach oben. Ich bin gespannt, ob ich da mithalten kann, da die anderen Fahrer hier doch ein gutes Stück besser sind als ich.
Zwift Racing Leage Etappe 2 "2019 UCI Worlds Harrogate Circuit"
Einen schönen guten Tag allerseits. Nachdem die Racing League letzte Woche mit einem Teamzeitfahren losging, wo wir zu zweit leider außer Konkurrenz fuhren und somit keine Ligapunkte verdient haben, steht diese Woche nun das erste Punkterennen der Saison an.
Diesmal haben wir es geschafft 4 Fahrer/Fahrerinnen an den Start zu bringen und werden somit auch gewertet.
Bei einem Punkterennen gibt es an jeder Sprint und Bergwertung Punkte (bei 50 Startern 50 Punkte für den Ersten und 1 Punkt für den Letzten). Außerdem gibt es auch im Ziel nochmal Punkte. Bonuspunkte gibt es dann noch für die ersten 5 im Ziel und die jeweils 5 schnellsten Zeiten in der Berg, und Sprintwertung.
Die Bergwertung ist bei Kilometer 9 und der Sprint bei Kilometer 11. Wer den Sprint also vorne beenden will, muss vorher den Berg überleben.
Der Kurs macht uns allerdings nur wenig Freude, da wir zwei Runden auf dem Kurs der Weltmeisterschaften aus dem Jahr 2019 fahren dürfen.
Der Kurs hat nicht viele flache Meter und es geht fast nur Bergauf oder Bergab. Zwar meist nicht so extrem steil, aber auf 25 Kilometer kommen so über 500 Höhenmeter zusammen und uns erwartet somit ein extrem hartes Rennen.
Leider habe ich vergessen das Rennen aufzuzeichnen und kann somit nicht viel berichten.
Zu Beginn verschlafe ich den Start komplett und muss so in den ersten Minuten schon einige Körner investieren, um am ersten Anstieg dann zum schnell kleiner werdenden Hauptfeld aufzuschließen. Das gelingt mir etwa zur Mitte des Anstiegs und ich kann mich dann mit einem Teamkollegen in einer etwa 12 Fahrer starken Gruppe über die Kuppe retten.
In den folgenden welligen Kilometern bleibt diese Gruppe zusammen und wir fahren bis zum Beginn der Bergwertung halbwegs entspannt.
Am Berg geht das Tempo dann aber richtig hoch und ich versuche mich an den schnellsten Fahrern festzubeißen.
Kurz vor der Bergwertung kann ich dann aber die Räder nicht mehr halten und werde abgehängt.
Hier das Bild von der Abfahrt. Ich habe etwa 6 Sekunden am Berg verloren und sollte durch mein Gewicht recht schnell bergab kommen. Vorne sind allerdings auch ein paar Schwergewichte und so macht das nicht so viel aus.
Tatsächlich kann ich aber am Ende der Abfahrt die Fahrer vor mir wieder stellen und mit einem Antritt etwa 400 Meter vor der Sprintwertung mir diese ohne Gegenwehr sichern.
Die folgende Runde fahren wir dann bis zum Berg zu viert wobei ich mich vorrangig im Windschatten ausruhe, da ein Team vone zu zweit ist und mein Team nichts von einem schnelleren Tempo vorne hätte.
An der zweiten Bergwertung muss ich diesmal schon am Fuße des Anstiegs die Segel streichen und fahre in meinem Tempo auf Position 4 hoch.
Vor mir bricht dann aber der Südafrikaner komplett ein und kann von mir vor der Sprintwertung überholt und abgehängt werden.
Bis zum Ziel passiert dann nicht mehr viel und ich kann einen sicheren dritten Platz einfahren. Das ist auf dem Kurs für mich ein riesen Erfolg.
Auch als Team lief es sehr gut für uns und wir kamen auf Position 3, 9, 20 und 27 von 48 Startern ins Ziel.
Hier das Ergebnis:
Die Abstände nach vorne und hinten sind schon extrem. Aber das ist dem harten Kurs geschuldet. Mal schauen, wie es nächste Woche laufen wird. Da steht leider wieder ein extrem harter Berg auf dem Programm.
In der Ligawertung haben wir nach Auszählung der Punkte zu viert einen starken vierten Platz geschafft.
Mit 2 Fahrern mehr, wäre Platz 2 sicher realistisch gewesen. Da fehlen uns nur 64 Punkte. Platz 1 ist aber nochmal in einer anderen Liga gefahren und war in der Breite extrem stark. In der Gesamtwertung liegen wir nach der Disqualifikation in Runde 1 nun auf Platz 8 von 10 Teams. Da kommen wir hoffentlich auch noch etwas weiter voran.
Hier noch meine Stravadaten:
Ich bin immer wieder überrascht, dass man von Rennen zu Rennen immer wieder seine Bestwerte weiter nach oben pushen kann und was nach 3 Monaten Training so möglich ist. Sicherlich fahren wir hier in der untersten Klasse, aber die Mitfahrer sind teilweise seit Jahrzehnten auf dem Rad und betreiben das Ganze auch etwas ernsthafter.
Für mich war es jedenfalls ein Glücksgriff das Ganze gefunden zu haben und durch die jetzt auch regelmäßig stattfindenden Teamrennen, ist das nochmal motivierender.
Gestern hatten wir zudem unser erster Ladderrennen gegen ein schwedisches Team im 4 gegen 4. Davon berichte ich dann sicher morgen oder Sonntag.