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Thema: [DMS 2.0] Das Kaiserreich

  1. #1366
    Moderator Avatar von Doerky
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    Wir dringen daher auf Maß und Ruhe: Wahrung von Person und Würde des Herzogs, rasche Einberufung eines Landtages und Klärung der Streitfragen in einem diplomatischen, rechtlich tragfähigen Rahmen, damit die Lage im Hause Burgund nicht weiter hochschaukelt. Fremdes Eingreifen mag Vermittlung sein, doch Burgund darf nicht zum Spielball werden.
    Hier können wir uns anschließen.

    Ich würde mich wenn es gewünscht ist auch trotz meines hohen Alters persönlich hin bewegen wenn es gewünscht ist um zu vermitteln.
    Khan von Hessen
    König von Deutschland
    Pfalzgraf am Rhein

  2. #1367
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Die jüngsten Ereignisse in Burgund geben Anlass zu ernster Betrachtung. Sie stehen im Zusammenhang einer längeren Entwicklung, in der äußere Bündnisverpflichtungen und innere ständische Interessen zunehmend in Widerstreit geraten sind.

    Der Herzog von Burgund hat durch sein Festhalten an der Bündnistreue gegenüber Dänemark ohne Zweifel persönliche Standhaftigkeit und ritterliche Ehre bewiesen. Diese Haltung verdient wie erwähnt Anerkennung. Zugleich muss jedoch festgehalten werden, dass ein Fürst nicht allein Hüter seiner Ehre ist, sondern in erster Linie dem Wohl seines Landes und seiner Stände verpflichtet bleibt. Wo sich zeigt, dass ein Bündnis den inneren Frieden gefährdet und die Stände über längere Zeit erheblichen Belastungen aussetzt, entsteht die Pflicht zur Neubewertung.

    In den vergangenen Jahren hat König Radbod wiederholt wenig Rücksicht auf die Interessen seiner Verbündeten erkennen lassen. Burgundische Mittel und Verbindungen wurden in einer Weise genutzt, die dem Ansehen des Landes schadeten und seine Kaufleute wie auch seinen Adel in außenpolitische Verwicklungen führten, ohne dass Burgund daraus Nutzen oder Einfluss gewinnen konnte. Die jüngsten Stellungnahmen aus Kalmar bestätigen diesen Eindruck mangelnder Bereitschaft zu Ausgleich und Vermittlung.

    Innerhalb des Reiches war es stets Aufgabe eines guten Fürsten, zwischen widerstreitenden Interessen zu vermitteln und, soweit möglich, im Sinne seiner Stände zu handeln. Auch der Kaiser selbst hat in den zurückliegenden Unruhen gezeigt, dass Ordnung und Stabilität nicht gegen, sondern nur mit den tragenden Kräften eines Verbundes zu erreichen sind, selbst wenn dabei nicht jede Forderung erfüllt werden kann. Wo hingegen Konflikte für eigene Agenden genutzt oder bewusst verschärft werden, droht Schaden für das Ganze.

    Vor diesem Hintergrund ist es geboten, eine weitere Eskalation der Lage in Burgund zu vermeiden. Vorrang haben der innere Ausgleich, der Dialog mit den Ständen des Landes und die Abstimmung mit den benachbarten Mächten, insbesondere Frankreich. Dass die Lösung der nordischen Frage und die Beendigung der direkten Bindung an Dänemark eine wesentliche Voraussetzung für eine Beruhigung der burgundischen Verhältnisse darstellen, liegt dabei offen zutage. Das Reich ist an Stabilität, nicht an Ausweitung von Konflikten interessiert. Wo Fürsten und Stände bereit sind, ihre Bindungen im Lichte des Gemeinwohls neu zu ordnen, verdient dies Unterstützung. Sollte sich zeigen, dass äußere Verwicklungen trotz solcher Schritte weiter Unruhe stiften, wird man sich im Reich mit der Frage befassen müssen, wie Ordnung und Frieden insgesamt zu sichern sind.
    Geändert von Tim Twain (17. Januar 2026 um 00:20 Uhr)

  3. #1368
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Und so würde ich an Paris herantreten:

    Die jüngsten Ereignisse im Norden wie auch die Vorgänge in Burgund haben eine Lage entstehen lassen, die keiner der beteiligten Mächte angestrebt hat und die dennoch rasch nach Ordnung verlangt. Ich wende mich daher in offener und vertrauensvoller Weise an Euch, um Missverständnissen zuvorzukommen und Wege der Beruhigung auszuloten. Frankreich hat in den vergangenen Jahren wiederholt Verantwortung übernommen, um Stabilität in Burgund und darüber hinaus zu sichern. Diese Rolle wird im Reich gesehen und gewürdigt. Gerade deshalb sollten wir frühzeitig miteinander zu sprechen, bevor Entwicklungen eintreten, die den Handlungsspielraum aller Seiten unnötig einengen.

    Die Situation in Burgund hat sich faktisch verändert. Die neue Regentschaft steht vor der Aufgabe, das Land zu befrieden und die Spannungen unter Adel und Ständen zu dämpfen. Dabei ist deutlich geworden, dass die fortgesetzte Bindung an Dänemark von vielen burgundischen Großen als Belastung empfunden wird, begründet in der Sorge, in einen Konflikt hineingezogen zu bleiben, der zunehmend fremden Interessen dient und kaum noch politisch einhegend wirkt. Auch aus reichsweiter Perspektive zeigt sich, dass König Radbod gegenwärtig wenig Bereitschaft erkennen lässt, auf Vermittlung oder Ausgleich einzugehen. Seine jüngsten Äußerungen lassen Zweifel daran, ob vertragliche Lösungen von seiner Seite überhaupt getragen würden. Dies erschwert es allen Partnern, ihre Verpflichtungen mit Maß und Berechenbarkeit zu erfüllen.

    Mir liegt daran zu betonen, dass das Reich kein Interesse an einer Ausweitung des Konflikts hat und ebenso wenig daran, Frankreich in eine Lage zu bringen, die seinem Ansehen oder seinen weitergehenden Interessen schadet. Im Gegenteil: Ein geordneter Rückzug Burgunds aus der dänischen Verwicklung würde die Möglichkeit eröffnen, den nordischen Konflikt einzuhegen, ohne neue Fronten entstehen zu lassen, und zugleich Burgund wie Frankreich politisch zu entlasten. Ich halte es daher für sinnvoll, dass Frankreich diesen Prozess nicht als Verlust, sondern als Beitrag zur Stabilisierung versteht – als bewusste Entscheidung, einen unberechenbaren Konflikt nicht weiter mitzutragen. Das Reich ist bereit, diesen Weg transparent und im Einvernehmen mit allen beteiligten Mächten zu gestalten.

    Ich bin überzeugt, dass ein offener Austausch zwischen Paris und dem Kaiserhof dazu beitragen kann, Missdeutungen zu vermeiden und die Grundlagen für eine ruhige Neuordnung zu legen.

  4. #1369
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Gibt es denn Wortmeldungen? Wie seht ihr die aktuelle Situation. Ich würde hier gerne wieder im Sinne der Reichsstände agieren, brauche aber dafür eure Rpckmeldung auf die jüngsten Ereignisse.

  5. #1370
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Ich sehe die Lage so:

    Der Regentschaftsrat ist wohl der Teil Burgunds der dem Kaiser am nähesten stehen dürfte. Er stützt sich auf zahlreiche Mitglieder der Dynastie und hat in den Ständen, auch im Klerus, seinen Rückhalt.

    Der Herzog dürfte der Franzosenfreund sein, der auch auf Rückhalt in Hochburgund zurückgreifen kann.

    Beide Seiten sollten ein Interesse daran haben, dass ihre Seite nicht komplett unter die Räder kommt, es wäre sonst vermutlich auch der Weg in einen bewaffneten Konflikt.

    Für die Stabilität wäre daher wohl eine Einigung gut, bei der Regentschaftsrat (Reich) und Herzog (Frankreich) mehr oder weniger einen Ausgleich erzielen. Je mehr der Regentschaftsrat sich durchsetzt, desto besser ist es fürs Reich.

  6. #1371
    Friedensfürst Avatar von Tim Twain
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    Das sehe ich auch so, nur denke ich nicht, dass die Dynastie auf Seiten des Regentschaftsrates sondern auf der anderen Seite steht

  7. #1372
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Der Regentschaftsrat besteht doch aus vier hochrangigen Mitgliedern der Dynastie.

  8. #1373
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Sehe es auch wie Guerra. Ein Ausgleich muss das Ziel sein, allein um Burgund Willen.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  9. #1374
    Blubb=Lebenseinstellung Avatar von PaPaBlubb
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    Ich habe nicht das Gefühl das die Familienmitglieder aktiv mitgemacht haben bei den Planungen, sondern der Legitimation wegen eingesetzt worden sind vom Adel. Ist die älteste Tochter nicht auch Königin von England? Die hatte doch den damaligen Kronprinzen oder den zweiten Prinzen geheiratet von England. Ich weiss es nicht mehr so genau.

    Der zweite Onkel vom Herzog hat jedenfalls das Kommando über die Truppen und steht in Dänemark. Er ist loyal gegenüber den Neffen. Die Schwestern werden wohl kaum eine eigene richtige Hausmacht haben.

  10. #1375
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Eine spontane Idee die mir dazu kommt, ist eine neue burgundische Verfassung, bei der der Herzog zurückkehren kann, aber die Stände (insbesondere die reichstreuen) deutlich stärker zum Zug kommen.

    Die Misere in Burgund war ja, dass der Herzog seinen Willen gegen das Land (und auch Reich) durchgedrückt hat. So verschiebt man den Einfluss etwas weg von Frankreich mehr hin zum Reich.

  11. #1376
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Zitat Zitat von PaPaBlubb Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht das Gefühl das die Familienmitglieder aktiv mitgemacht haben bei den Planungen, sondern der Legitimation wegen eingesetzt worden sind. Ist die älteste Tochter nicht auch Königin von England? Die hatte doch den damaligen Kronprinzen oder den zweiten Prinzen geheiratet von England. Ich weiss es nicht mehr so genau.

    Der zweite Onkel vom Herzog hat jedenfalls das Kommando über die Truppen und steht in Dänemark. Er ist loyal gegenüber den Neffen. Die Schwestern werden wohl kaum eine eigene richtige Hausmacht haben.
    Ich denke nicht, dass es so glatt gelaufen wäre mit der Verhaftung und Übernahme ohne deren aktive Rolle. Es sind ja auch nicht nur die Schwestern sondern auch noch ein Onkel, Philipp.

  12. #1377
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich denke nicht, dass wir den Prozess so stark beeinflussen können wir Paris, aber zum Ausgleich aufrufen sollte drin sein.
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

  13. #1378
    Blubb=Lebenseinstellung Avatar von PaPaBlubb
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    Zitat Zitat von Guerra Beitrag anzeigen
    Eine spontane Idee die mir dazu kommt, ist eine neue burgundische Verfassung, bei der der Herzog zurückkehren kann, aber die Stände (insbesondere die reichstreuen) deutlich stärker zum Zug kommen.

    Die Misere in Burgund war ja, dass der Herzog seinen Willen gegen das Land (und auch Reich) durchgedrückt hat. So verschiebt man den Einfluss etwas weg von Frankreich mehr hin zum Reich.
    Dürfte zum Konflikt mit Frankreich führen und den loyalen Kräften in Burgund = Krieg. Die werden sich nicht in Ihree Macht und Einfluss beschneiden lassen.

    Der Herzog wird wieder eingesetzt. Er respektiert die Vertragsauflösung mit Dänemark durch den Regentschaftsrat, fechtet den Beschluss jedoch nicht an. Bestätigen muss er ihn ebenfalls nicht – so kann er sein Gesicht wahren. Die Fakten sind geschaffen; er muss nur seinen Onkel nach Hause rufen.

    Der Herzog verspricht, keine Handlungen gegen den Adel zu vollziehen, der sich gegen ihn gestellt hat.

    In Gent wird ein ständiger Adelsrat eingerichtet, besetzt mit den wichtigsten lokalen Persönlichkeiten aus allen Landesteilen. Dieser Rat muss seine politischen Schwerpunkte mittragen und absegnen.

    Das wäre wohl ein realistischer Kompromiss, dem vermutlich auch die dem Herzog loyalen Kräfte zustimmen würden – zumal sie ebenfalls davon profitieren.

    Edit:
    Ein kaiserlicher Gesandter dürfte doch bereits nach Gent unterwegs sein, um die Verfahren zumindest zu begleiten, oder? Das läge sicher im Interesse des Adels und würde helfen, die Aufbegehrten einzuhegen.
    Geändert von PaPaBlubb (18. Januar 2026 um 11:29 Uhr)

  14. #1379
    Registrierter Benutzer Avatar von Guerra
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    Zitat Zitat von Bassewitz Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass wir den Prozess so stark beeinflussen können wir Paris, aber zum Ausgleich aufrufen sollte drin sein.
    Das halte ich für einen Trugschluss. Der Kaiser ist doch deutlich mächtiger, der Herzog ist in Haft und Frankreich steht gewissermaßen vor einem Scherbenhaufen. Die Franzosen treten jetzt so aktiv auf, weil sie müssen und ihnen sonst alles davonschwimmt. Der Kaiser kann hier, wenn er wie so oft/immer das Reich hinter sich hat, die Leitlinien klar festlegen!

  15. #1380
    Grünkohlgroßmaul Avatar von Bassewitz
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    Ich dachte mir nur, dass der Regentdchaftsrat nicht wie eine Marionetteregierung des Reiches wirken und sich so angreifbar machen möchte. Wir könnten ihren Gegnern sonst die Leute ungewollt in die Arme treiben, wenn wir zu viel Nähe und Unterstützung zeigen oder überinterpretiere ich da?
    Zitat Zitat von Azrael Beitrag anzeigen
    Was Basse sagt. :D
    Zitat Zitat von Simato Beitrag anzeigen
    Passe, wenn nicht Basse :schwaerm:
    Zitat Zitat von Der Gevatter Tod Beitrag anzeigen
    Da will ich mich einmal im Leben anpassen (...) und BasedBasse rückt mich direkt zurecht :D

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