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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #1021
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    3.-10. August 1713: In Nordeuropa flauen die Kämpfe für einige Tage ab, weil beide Seiten über Verhandlungen nachdenken und der Kaiser eine Schlichtung angekündigt hat, der sich weder Burgund noch der Deutsche Orden einfach verweigern könnten. Die günstige Position der Ordenstruppen bleibt in Schonen und Jütland aber zunächst bestehen.


    4. August 1713: Die französisch-burgundische Flotte segelt in den Skagerrak und damit in den von der Hanse geschützten Seebereich ein. Die Bundesschiffe lassen sie aber zunächst gewähren, da Hansebürgermeister Baur seine Enscheidung präzisiert und damit die bloße Einfahrt ohne direkte Kampfeinsätze zugestanden hat.


    4. August 1713: Die italienische Flotte, die an der westspanischen Küste nach Norden segelt, fährt ein Stück aufs offene Meer hinaus, als etwa zehn kleine Schiffe des Kalifats von Süden herannahen. Da es sich nur um 25er handelt, geht man nicht von einer Seeschlacht, sondern nur von einer Beobachtungsmission aus.

  2. #1022
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    5. August 1713: Dem Vernehmen nach sollen die mittlerweile wohlbekannten italienischen Söldnerangebote auch an die schwedischen Bürgerkriegsparteien ergangen sein. Es heißt, dass Mitarbeiter des Kontors in Pori wie seinerzeit im dänischen und norwegischen Fall Mittlerdienste geleistet haben könnten.


    6. August 1713: Am Festtag der Verklärung des Herrn feiert Erzbischof Adalbert von Lund ein Hochamt, zu dem er besonders die in der Stadt anwesenden Ritterbrüder einlädt und ihnen persönlich die Kommunion reicht. In seiner Predigt spricht er von der christlichen Freiheit, die nunmehr in ganz Schonen dank des ehrenhaften und gottgefälligen Ordens verwirklicht sei. Es ist aber auffällig, dass das Domkapitel nur etwa zur Hälfte an dem Gottesdienst teilnimmt.


    7. August 1713:
    Im Rahmen eines großen Festaktes verleiht Kronprinz Putraq von Dagomys im Auftrag seines Vaters verschiedene Ehrenabzeichen an die Kämpfer, die mit ihm gegen die indischen Rebellen und die Hilfstruppen der Liga von Amravati vorgegangen sind. Auch die Aufgebote aus dem Großkhanat Debul werden von Kronprinz Ashoka in dieser Weise geehrt. Beide Prinzen schlagen in ihren Ansprachen sehr versöhnliche Töne an.

  3. #1023
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    9. August 1713: Nach dem kaiserlichen Eingreifen und dem Kompromissvorschlag, die von Burgund und Frankreich entsandten Hilfstruppen nach Lübeck zu verbringen, fahren die Schiffe der beiden Nationen vorsichtig in Richtung des Großen Belt. Die Ordensflotte ist weiterhin im Sund aktiv, dürfte aber schon aus militärischen Gründen bald abziehen, um nicht bei einem Wiederaufflammen der Kämpfe unter Erschöpfung und Munitionsmangel leiden zu müssen. Die Besatzungstruppen in Schonen formieren sich ebenfalls neu, was auf einen Angriff gegen die schwedischen Rebellen hindeutet.


    11. August 1713: Die Flotte der europäischen Koalition vor den Kanaren beginnt damit, kleine Kontingente nach Spanien zurückzuschicken, um sie neu auszurüsten und Wasser, Verpflegung und Arznei an Bord zu nehmen. In der ersten Gruppe segelt auch die „Kalif Ibrahim III.“ zurück, die wegen ihrer Größe besonders viel Nachschub benötigt.


    12.-29. August 1713: Die Kämpfe auf Barbados flammen wieder auf, nachdem die Söldner der Kanaren und Italiener an der Ostküste einen neuen Vormarsch wagen. Dieser geht überraschend schnell voran, was man mit Versorgungs- und Motivationsproblemen der Verteidiger erklärt. Viele Söldner gehen gegen die Zusicherung, nicht in die Arena zu kommen, in Gefangenschaft. Ende August steht damit fast die gesamte Küste unter kanarisch-italienischer Kontrolle.

  4. #1024
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    13. August 1713: Ein Teil der schwedischen Rebellen schlägt vor, den Waffenstillstand auch für das eigene Königreich gelten zu lassen. Besonders diejenigen, die sich als Anhänger des Kalmarer Königs Radbod bezeichnen, wollen damit einen Kampf „des Nordmannes gegen den Nordmannen“ vermeiden. Es ist aber noch unklar, ob der Deutsche Orden dies akzeptieren und auf eine mögliche Offensive verzichten wird.


    14. August 1713: Die Deutschordensritter übergeben die Balleifestung Stockholm an die städische Garde, erhalten aber im Kern der Festung eine Präsenz aufrecht. Die übrigen Ritterbrüder begeben sich zunächst nach Uppsala, wo ein anderer Truppenverband die Stellung hält.


    16. August 1713: In Kanpur beginnt unter dem Vorsitz des Kronprinzen Ashoka der Prozess gegen mehrere Rebellen, denen Morde im Zusammenhang mit den Christenverfolgungen während des Hinduaufstandes vorgeworfen werden.

  5. #1025
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    18. August 1713: Erste Rückmeldungen von Bauern und Fronaufsehern lassen auf eine gute oder sogar sehr gute Ernte in Europa und Nordafrika hoffen.


    20. August 1713: Die italienische Flotte trifft – dicht gefolgt von acht kleinen merinidischen Schiffen – im Ärmelkanal ein. Offenbar versuchen die Seeleute des Khanats bislang nicht, ihre Verfolger abzuschütteln oder gar anzugreifen.


    24. August 1713: Die Züricher Kirchengemeinde gibt den Tod des Münsterpfarrers Anton Klingler bekannt, der am Morgen tot in seinem Haus aufgefunden wurde und wohl in der Nacht friedlich entschlafen ist. Die Neuwahl durch das Stiftskapitel des Großmünsters soll Mitte September erfolgen. Klingler hatte als Kritiker der eidgenössischen Religionspolitik gegolten.

  6. #1026
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    25. August 1713: Die Ordensflotte beendet ihre Blockade von Malmö und Helsingborg, um nach Osten zu segeln. Dort sollen angeblich Söldner auf ihren Einsatz warten, der wohl in Schweden stattfinden dürfte, nachdem in Dänemark eine Waffenruhe in Kraft getreten ist.


    25. August 1713: Mehrere Schiffe der Deutschen Hanse, die in Irland stationiert sind, segeln zur schottischen Nordküste. Man vermutet, dass sie im Notfall die Einfahrt italienischer Schiffe in die Ostsee mit verhindern sollen, falls die in der Region befindlichen Fahrzeuge dafür nicht ausreichen


    25. August 1713:
    Das Königreich Frankreich und das Herzogtum Burgund schließen sich der Anregung an, Schweden in den allgemeinen Waffenstillstand mit aufzunehmen.

  7. #1027
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    28. August 1713: Ein Gesandter der Deutschen Hanse trifft in Stockholm ein, um über die wirtschaftlichen Beziehungen zu sprechen. Er zeigt besonderes Interesse am Kupferhandel, den Hansebürgemeister Baur offenbar für äußerst lukrativ hält.


    28. August 1713: Der umstrittene Stamm der Hitachi aus dem Nordosten des Großkhanats Shikawo, der mittlerweile in verschiedene Vasallenstaaten geteilt ist, fordert den freien, unbezollten Handel aller Stammesangehörigen über die neuen Grenzen hinweg. Da die Tradition dieser angeblichen Volksgruppe von Gelehrten stark in Frage gestellt wird und vielfach vermutet wird, dass es ursprünglich bloß um den Gewinn von Privilegien ging, weisen die Khanate Quinobequin, Passamaquoddy und Stadacona den Anspruch mit deutlichen Worten zurück.


    31. August 1713: Ein irischer Gesandter trifft in Oslo ein, um mit dem neuesten Verbündeten ständig über die militärische Situation beraten zu können.

  8. #1028
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    2.-7. September 1713: Der italienische Handwerkerwettstreit in Brescia zieht trotz der Krise in verschiedenen Regionen Europas sehr viele Teilnehmer an. Als besondere Leistung gilt ein überraschender dritter Platz eines Uhrenmachers aus Basel, der sein Handwerk allerdings in Burgund gelernt hat. Der Sieg geht diesmal an einen Feinbäcker aus Mailand.


    2.-15. September 1713: Nachdem die Schiffe des Deutschen Ordens Soldtruppen in in der Nähe von Uppsala an Land gebracht haben, beginnt ein überraschender Vorstoß auf die von Rebellen besetzten Liegenschaften der Ballei, die auch rasch befreit werden können. Damit hat die Streitmacht der Ritterbrüder wieder eine feste Position im Norden Schwedens und kann von dort aus weiter vorstoßen. Zudem könnten die Gegner des Ordens von mehreren Seiten angegriffen werden, sollte der Krieg in Schonen erneut aufflammen.


    2.-17. September 1713: Die zu Jahresbeginn geplanten Herbstmanöver der dänischen Flotte können mit einigen Monaten Verspätung im Großen Belt beginnen, nachdem beide Seiten eine Kampfpause zur See eingelegt haben. Zwar sind die äußeren Bedingungen damit etwas schlechter als erhofft, dafür zeigen sich die Offiziere und Mannschaften aber hochmotiviert.

  9. #1029
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    4. September 1713: Die schwedischen Kriegsparteien – Loyalisten, Rebellen und die neutrale Stadt Stockholm – sagen einander zu, keine italienischen Söldner anzuwerben. Hintergrund dürfte das erneute Auftauchen italienischer Schiffe in der Nordsee sein, das man allgemein mit dem Soldstreit um den jütländischen Adel in Verbindung bringt. Die Schweden fürchten offenbar, dass sie im Fall des Sieges ihrer jeweiligen Partei ebenfalls für derartige Schulden aufkommen müssten und bei einer Weigerung mit Repressalien zu rechnen hätten.


    4.-8. September 1713: Die ungarischen Reiterspiele in Buda finden wieder viel Zuspruch bei Adel und Hof und ziehen zahlreiche junge Edelleute an, die ihr Können präsentieren. Dabei trägt ein Possenreißer und Spielmann in einer Pause ein papstkritisches Gedicht vor, das die Fürsorge des Heiligen Stuhls für von Plünderungen bedrohte Klöster mit der Beschießung von Fischerhäfen durch die große süd- und westeuropäische Koalition vergleicht und dann mit der Erkenntnis endet, dass die Schätze reicher Mönchen wohl wichtiger seien als die Speise einfacher Leute. Da Arpad Khan sich außerordentlich amüsiert zeigt, bemühen sich auch einige bei ihm sitzende Hochadlige um eine angemessene Begeisterung.


    6.-11. September 1713: Das zu Jahresbeginn geplante westfälische Wirtschaftssymposion in Enschede wird von einigen Kaufleuten der Hanse und Burgund, vor allem aber von Händlern aus dem Land selbst besucht. Die Krise im Nord- und Ostseeraum sorgt allerdings dafür, dass einige wichtige Handelshäuser nicht präsent sein können, weil sie ihre Geschäfte sichern und sich zum Teil neu ausrichten müssen, um keine wirtschaftlichen Einbußen zu erleiden.

  10. #1030
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    7. September 1713: Als die italienische Flotte langsam und vorsichtig in die östliche Nordsee segelt, um auf einen feindlichen Überraschungsangriff vorbereitet zu sein, fliehen fast alle Kaufleute in möglichst gut befestigte Häfen. Man nimmt offenbar an, dass die Schiffe die kanarische Flagge mit sich führen und sie jederzeit aufziehen könnten. Die Saison dürfte damit im Nord- und Ostseeraum deutlich früher als gewohnt zu Ende gehen, falls sich ein erneutes Auslaufen nicht mehr lohnen sollte.


    8. September 1713: Am Feiertag der Geburt Mariens feiern die Besatzungen aller irischen Schiffe in Nordamerika eine Heilige Messe mit den jeweiligen Bordgeistlichen oder (auf den kleineren Schiffen) eigens an Bord gekommenen Priestern aus der Region. Danach legt die Flotte ab und segelt in nordöstlicher Richtung davon, ohne dass die Kanarier auf Nantucket eine Gelegenheit zum Angriff bekommen.


    9. September 1713: Im burgundischen Kronrat macht Herzog Karl XII. nochmals deutlich, dass er trotz des massiven Drucks aus Rom und München am Bündnis mit der Kalmarer Union festzuhalten gedenke. Die kaiserliche Schlichtung sei ehrenhaft und wertvoll, ein Erfolg könne aber nur im Einvernehmen mit König Radbod erzielt werden. Einige Adlige widersprechen dem Monarchen mittlerweile aber recht unverblümt.

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