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30. Dezember 2025, 15:20
#31
Blubb=Lebenseinstellung
Ich möchte voranstellen, dass ich grundsätzlich zum Deutschen Orden stehe. Gerade deshalb sehe ich es als meine Pflicht an, offen auszusprechen, dass mich die weitere Entwicklung dieses Konflikts ernsthaft beschäftigt.
Die Lage im Norden ist fragil. Schweden zerfällt zusehends und wir bewegen uns auf einen direkten Konflikt zwischen zwei Reichsständen zu. Ein solcher Konflikt birgt das erhebliche Risiko, sich auszuweiten und letztlich Frankreich und das Kaiserreich in eine offene Konfrontation zu ziehen. Der politische und wirtschaftliche Schaden einer solchen Eskalation stünde aus meiner Sicht in keinem vernünftigen Verhältnis zu einem möglichen Gewinn.
Besonders schwer wiegt dabei, dass ein Großteil der beteiligten Akteure selbst katholisch ist. Ein offener Krieg unter Glaubensbrüdern schwächt am Ende alle Seiten – politisch wie geistlich – und erschwert jede spätere Verständigung.
Ich hoffe daher ehrlich, dass eure Gespräche zu einem tragfähigen Konsens führen können, der auch Bewegung auf dänischer Seite einschließt. Zugleich halte ich es für realistisch festzuhalten, dass Schonen nicht um jeden Preis aufgegeben werden wird – zumindest nicht ohne massiven äußeren Zwang durch Burgund oder Frankreich. Und davon gehe ich derzeit nicht aus.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für mich weniger die Frage nach einer echten Zwischenlösung, als vielmehr danach, ob der Konflikt am Ende lediglich in eine faktische Kontrolle Schonens durch Burgund mündet, ohne die eigentlichen Spannungen zu lösen.
Gerade in Glaubensfragen könnte ich mir daher einen vermittelnden Ansatz vorstellen: etwa einen römischen Gesandten, der sich vor Ort ein eigenes Bild der Lage macht, verbunden mit einem erneuten, glaubhaften Bekenntnis Dänemarks. Vielleicht ließe sich so ein Weg finden, der Deeskalation ermöglicht, ohne dass eine Seite ihr Gesicht verliert.
Ich schreibe dies nicht aus Distanz, sondern weil mir daran gelegen ist, dass der Orden nicht in eine Lage gerät, aus der es nur noch schwer einen Ausweg gibt.
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30. Dezember 2025, 16:08
#32
Registrierter Benutzer
Von meiner Seite aus ist der Friedensschluss möglich. Es ist die andere Seite die glaubt Oberwasser zu haben und deshalb nicht einlenkt (ein Trugschluss wie ich glaube). Wenn es also einen Friedensschluss geben soll, dann durch Druck auf die Seite. Jon hat mich auch schon darauf hingewiesen, dass Kaiser und Reich die Option haben Druck auf die Gegenseite zu machen. Damit meine ich nicht Reichskrieg, nicht totale Eskalation, sondern einfach eine Ansage dass man keine Lust hat auf Kampf zwischen Reichsständen und eine Ausweitung des Krieges. Wenn du oder eine andere freundlich gesinnte Macht etwas machen will, dann wäre das eine Hilfe. Das Reich kann sich aus meiner Sicht auch gar nicht erlauben einfach zuzusehen wie zwei Reichsstände kämpfen und Frankreich sich in der unmittelbaren Nachbarschaft prügelt. Der Kaiser hat ja nun einen weiteren Schritt ergriffen - das ist gut. Ich denke die von Jon angeregte Abschreckung wäre letztendlich das, was den Frieden wirklich sichern könnte. Der Orden hätte durch seine bisherigen Hilfen für das Reich wenigstens den Versuch verdient.
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30. Dezember 2025, 21:22
#33
Blubb=Lebenseinstellung
Die Franzosen werden wohl kaum mit der Flotte abdrehen und wieder nach Hause fahren. Du solltest zumindest Kopenhagen als Ziel der Flotte akzeptieren.
Keine der Seiten wird die Taktische Position aufgeben wollen, was verständlich ist.
Edit;
Hoffe es klappt mit den Gesprächen.
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05. Januar 2026, 20:55
#34
Blubb=Lebenseinstellung
Hey du, ein Gedankengang!
Ich habe ein paar Gedanken zur aktuellen Lage, die für dich und den Orden strategisch ziemlich interessant sein könnten.
Kurz gesagt: Dänemark steht politisch deutlich wackliger da, als es auf den ersten Blick wirkt. Burgund legt großen Wert auf Vertragstreue, kann seinen Vertrag aber meines Wissens mit einer Frist von zwei Jahren kündigen. Aktuell will eigentlich niemand, dass es im Norden weiter eskaliert – zumindest nicht unter den jetzigen Bedingungen. Genau diese Bedingungen für einen Angriff auf Dänemark müssten wir verändern.
Mit deinem Einverständnis würden wir Burgund hinter verschlossenen Türen ein lukratives Angebot machen. Sollte Burgund darauf eingehen, würde der Kaiser den Deutschen Orden offiziell zum Rückzug auffordern – damit du intern dein Gesicht wahren kannst.
Im Anschluss würde Burgund dann ganz offiziell sein Bündnis mit Dänemark beenden.
Dänemark verliert dadurch massiv an Rückhalt. Und realistisch gesehen hat es inzwischen so viel Porzellan zerschlagen, dass es in dieser Zeit kaum neue Partner finden dürfte – außer vielleicht den Kanaren oder Italien. Sollte einer von beiden tatsächlich einsteigen, würde die Hanse sehr wahrscheinlich auf deiner Seite mitziehen und vielleicht sogar auch Burgund selbst😉
Für den Orden wäre das eine extrem komfortable Ausgangslage, damit du in zwei bis drei Jahren erneut angreift: weniger Gegner, klarere Fronten und deutlich mehr Verständnis im Reich – inklusive größerer Unterstützung für ein späteres Vorgehen, vor allem wenn dieses offen und mit klarer Besitznahme geführt wird.
Der eigentliche Hebel dabei ist Zeit. Wenn man den Konflikt jetzt nicht weiter hochzieht, sondern ihn politisch arbeiten lässt, kippt das Kräfteverhältnis ganz automatisch zu deinen Gunsten. Es gibt mir zudem Zeit, meinen Brandenburgischen Adel von Dänemark zu lösen.
Sollte der Herzog das Angebot ablehnen, erledigt sich die Sache ohnehin von selbst – und ihr könnt parallel ganz normal eure Waffenruhe-Gespräche weiterführen.
Was denkst du?
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05. Januar 2026, 21:08
#35
Registrierter Benutzer
Da sehe ich mehrere Probleme. Ich habe gerade eine flammende Rede dafür gehalten, dass Dänemark eine Gefahr für alle ist. Und dann soll ich meine Koffer packen und so tun als wäre nichts gewesen? Nicht nur dass mein Prestige komplett einbrechen würde, Don könnte eine riesige Siegesfeier veranstalten (mit Recht!) und stünde besser da denn je.
Und Don findet immer jemand dummes, der ihm einfach so zur Seite springt. Wenn es nicht Frankreich ist, dann ist es nächstes mal Ungarn oder wer weiß wer.
Versteh mich nicht falsch, alle deine Folgerungen wären klug umzusetzen. Burgund sollte in der Tat das Bündnis lösen, Brandenburg die Verbindungen in Jütland auf den Prüfstand stellen, Dänemark isoliert werden - ja, ja und nochmal ja. Aber ich habe jetzt, also gerade heute sehr lang erklärt, dass ich in Schonen stehe, weil ich dorthin gerufen wurde und dass die Leute dort sich auf mich verlassen können. Nun das Gegenteil zu machen ist daher für mich undenkbar.
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07. Januar 2026, 14:11
#36
Blubb=Lebenseinstellung
Nur zum Verständnis: Deine Mindestforderung ist es, Schonen zu erhalten.
Dänemark ist zu fast allem bereit – nur nicht zu Gebietsabtretungen.
Das klingt nicht so, als würde ein Waffenstillstand dann lange halten.
Ich habe in Brandenburg die führenden Vertreter zusammengerufen und werde ausloten, wie die Lage tatsächlich ist und ob ich deinem Krieg beitreten kann oder nicht. Zunächst verschaffe ich mir ein Stimmungsbild; denn wenn dies in einen Bürgerkrieg mündet, wäre damit vermutlich keinem von uns beiden geholfen.
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07. Januar 2026, 14:29
#37
Registrierter Benutzer
Ja, das ist so. Auch wenn ich bezweifel dass Dänemark bei anderen Punkten stark entgegenkäme.
Unter uns, ich möchte gern Jütland räumen und im Austausch dafür die burgunder/Franzosen-Zusage dass sie sich auf Jütland und Seeland beschränken. Dann stehe ich in Schonen/Kalmar und wir werden faktisch nicht kämpfen. Das wäre in meinen Augen die Lösung für die Vermittlung. Damit könnte der Kaiser verkünden den Kampf zwischen Reichsständen verhindert zu haben, Burgund ist aus der Zwickmühle, Kerndänemark ist sicher und ich habe mein Mindestziel erreicht.
Wenn am Ende gar keine Lösung steht wäre das schlecht für alle. Dann würde ich mich über jeden Verbündeten freuen. Aber vielleicht können wir den skizzierten Kompromiss forcieren. Was denkst du?
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07. Januar 2026, 19:23
#38
Blubb=Lebenseinstellung
Sollte Baldri die Italiener versenken wollen, wird er meine volle Unterstützung bekommen.
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07. Januar 2026, 19:37
#39
Registrierter Benutzer
Auf welcher Grundlage soll das erfolgen wenn ich Italien einladen sollte?
In meinen Augen wäre das der italienische Verteidigungsfall der auch Ungarn ruft.
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07. Januar 2026, 20:00
#40
Blubb=Lebenseinstellung
Das Kaiserreich hat vor einiger Zeit festgelegt, dass Dänemark zu den Interessensphären des Kaiserreiches gehört. Das bedeutet nicht, dass das Kaiserreich Dänemark schützt um jeden Preis, wohl aber, dass dort wirtschaftliche und politische Interessen verfolgt werden.
Grundsätzlich wäre das Kaiserreich bereit, Italien in Dänemark gewähren zu lassen – jedoch nur nach vorheriger Absprache mit dem Kaiser, entsprechender Ankündigung und klar geklärten Bedingungen, wie weit Italien dabei gehen darf gegenüber Dänemark.
Zudem hat Italien vor einigen Jahren unsere Wirtschaft in der Nordsee beinahe zum Erliegen gebracht, als es mit einer gewaltigen Flotte auftrat, unter anderem mit kanarischen Freibeutern im Schlepptau. Solange Italien mit den Kanaren gemeinsame Sache macht, ist es kein gern gesehener Gast. Gleiches würde im Übrigen für jede andere Kriegsflotte gelten, die kein Anrainerstaat ist.
Frankreich wird vermutlich unter burgundischer Flagge mitfahren. Burgund ist Mitglied des Kaiserreiches, weshalb diese Flotte nicht aufgehalten wird. Zudem ist Burgund und die Hanse recht dicke miteinander.
Ich muss gestehen: Wenn Italien dir italienische Söldner stellt, während du mit Burgund und Frankreich eine Waffenruhe hast, diese jedoch dafür verurteilst, Truppen heranzuziehen und gleichzeitig Italien ins Boot holst, wäre dies ein unmittelbarer Bruch der Waffenruhe und das Ende jeder Verhandlung.
War das von dir so beabsichtigt?
Geändert von PaPaBlubb (07. Januar 2026 um 20:06 Uhr)
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07. Januar 2026, 20:45
#41
Registrierter Benutzer
Ich bespreche es doch gerade ganz offen vor dem ganzen Reich.
Frankreich segelt und kämpft unter eigener Flagge. Frankreich baut dort Einfluss auf und setzt sich fest. Italien hat keinen Anspruch auf einen Stützpunkt oder Einfluss formuliert.
Ich habe nicht vor die Waffenruhe so zu hintertreiben. Ich diskutiere eine Option die ich möglicherweise ziehen möchte. Dass ich einseitig benachteiligt werde im Kampf sehe ich nicht so recht ein.
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