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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #5551
    der 397ste von 29355 Avatar von X_MasterDave_X
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    Eben! Oder wenn man den Vater von Jesus in 5. Mose 20 Vers 16 und danach liest, darf man auch ein wenig Völkermord machen. Zumindest wenn die Völker im eigenen Land leben. So gesehen hält sich der Staat Israel aktuell streng genommen an die mosaischen überlieferten Gebote, wenn jetzt an den Mitbewohnern zb in Gaza "der Bann" vollstreckt wird.

    Zitat Zitat von 5. Mose 20 Vers 10-17
    10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten. 11 Antwortet sie dir friedlich und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen. 12 Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie. 13 Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts schlagen. 14 Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, die ganze Beute, sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. 15 So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. 16 Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, 17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat
    https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose20

    Da war "Liebe deine Feinde" halt noch nicht so ganz ausgeprägt...das musste erst noch wachsen.

  2. #5552
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Das ist ja aber auch altes Testament...?

  3. #5553
    der 397ste von 29355 Avatar von X_MasterDave_X
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    Kannte denn Jesus irgendwas anderes, woraus er gelesen hat? Das neue Testament war ja zu Lebzeiten Jesu noch gar nicht geschrieben.

    Und sagte nicht Jesus oft "Wisst ihr nicht dass geschrieben steht...."
    Da zitierte er dann immer aus der Schrift...und damit kann nur das alte Testament gemeint sein.

  4. #5554
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    Ist das denn so ultimativ? In einer Welt, in der noch "Feinde" existieren, sollen die Anhänger Jesu diese lieben, weil diese Handlung gut ist und Seligkeit verspricht.
    Er sagt aber ja auch, dass Gott barmherzig den Bösen gegenüber sein wird. Also ist es doch eher ein Aufruf zur Umkehr auch an jene, die nicht bedingungslos geben, lieben etc.
    Aber Seligkeit wird nicht allein durch den "Feind" und die Handlung hervorgebracht, sondern durch die eigene bedingungslose Motivation am "guten" Handeln. Ob das nun am Freund, Familie oder Feind ist. Ich brauche nicht zwingend den Feind, sondern muss nur bedingungslos "gut" handeln, egal gegen wen. So verstehe ich das jedenfalls.

    Die Verbindung zwischen Urchristentum und Kommunismus gibt es ja durchaus, das ist dann befreit von ökonomischer Theorie, aber spielt gar keine so geringe Rolle für christliche Bewegungen, die versuchen, an die Urgemeinde anzuschließen.

  5. #5555
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    Ich denke auch, dass die Feindesliebe einerseits eine besondere Herausforderung, aber andererseits auch eine dauerhafte Aufgabe ist. Die frühen Christen erlebten ja wie viele Minderheiten massive Ablehnung und teilweise sogar Verfolgung, so dass sie unzweifelhaft Menschen kannten, die ihnen feindlich gegenüberstanden. Wie das dann für andere Zeiten betrachtet werden kann, muss vermutlich jede Generation selbst entscheiden. Ein Christ in Sri Lanka könnte vielleicht seit dem Ostertag 2019 konkrete Feinde vor Augen haben, in anderen Ländern mag das wieder anders aussehen.

  6. #5556
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Ach, da laufen einem immer genug von übern Weg...
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  7. #5557
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    Zweifellos. Es kommt aber - wie Baldri (?) zu Recht anmerkte, eben auch auf die Definition an. Der störende Nachbar ist ja nicht unbedingt ein Feind im strengen Sinn des Wortes.

  8. #5558
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Nee, das ist "der Nächste" - Mist, den soll man auch lieben...
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    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  9. #5559
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Nach der Feindesliebediskussion war etwas Pause, aber in der Adventszeit drängt sich das Neue Testament regelrecht auf. Ironischerweise habe ich in dieser Zeit notorisch wenig davon.

    Lukas 7 (Teil 1)
    Achtung Spoiler:

    1 Nachdem Jesus alle seine Reden an das Volk, das ihm zuhörte, beendet hatte, ging er nach Kapernaum hinein.
    2 Dort lag der Diener eines Hauptmanns, der diesem besonders wert war, todkrank darnieder.
    3 Weil nun der Hauptmann von Jesus gehört hatte, sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte, er möchte kommen und seinen Diener gesund machen.
    4 Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn inständig mit den Worten: »Er verdient es, daß du ihm diese Bitte erfüllst;
    5 denn er hat unser Volk lieb, und er ist es, der uns unsere Synagoge gebaut hat.«
    6 Da machte sich Jesus mit ihnen auf den Weg. Als er aber nicht mehr weit von dem Hause entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde ab und ließ ihm sagen: »Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach trittst.
    7 Darum habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen; sprich vielmehr nur ein Wort, so muß mein Diener gesund werden.
    8 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Mannschaften unter mir; und wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹, so geht er, und zu einem anderen: ›Komm!‹, so kommt er, und zu meinem Diener: ›Tu das!‹, so tut er’s.«
    9 Als Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn und sagte, zu der ihn begleitenden Volksmenge gewandt: »Ich sage euch: Selbst in Israel habe ich solchen Glauben nicht gefunden!«
    10 Als dann die Abgesandten in das Haus (des Hauptmanns) zurückkehrten, fanden sie den Diener von seiner Krankheit genesen.
    11 Kurze Zeit darauf begab es sich, daß Jesus nach einer Stadt namens Nain wanderte, und mit ihm zogen seine Jünger und eine große Volksschar.
    12 Als er sich nun dem Stadttor näherte, da trug man gerade einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, und die war eine Witwe; und eine große Volksmenge aus der Stadt gab ihr das Geleit.
    13 Als der Herr sie sah, ging ihr Unglück ihm zu Herzen, und er sagte zu ihr: »Weine nicht!«
    14 Dann trat er hinzu und faßte die Bahre an; da standen die Träger still, und er sprach: »Jüngling, ich sage dir: stehe auf!«
    15 Da setzte der Tote sich aufrecht hin und fing an zu reden; und Jesus gab ihn seiner Mutter wieder
    16 Da kam Furcht über alle, und sie priesen Gott und sagten: »Ein großer Prophet ist unter uns erstanden!« und: »Gott hat sein Volk gnädig angesehen!«
    17 Die Kunde von dieser seiner Tat aber verbreitete sich im ganzen jüdischen Lande und in allen umliegenden Gegenden.
    18 Auch dem Johannes erstatteten seine Jünger Bericht über dies alles. Da rief Johannes zwei von seinen Jüngern zu sich,
    19 sandte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: »Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?«
    20 Als nun die Männer bei Jesus eintrafen, sagten sie: »Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt dich fragen: ›Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?‹«
    21 Jesus heilte in eben jener Stunde viele von Krankheiten, von schmerzhaften Leiden und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.
    22 So gab er ihnen denn zur Antwort: »Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr (hier) gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird die Heilsbotschaft verkündigt,
    23 und selig ist, wer an mir nicht irre wird.«
    24 Als nun die Boten des Johannes wieder weggegangen waren, begann Jesus zu der Volksmenge über Johannes zu reden: »Was wolltet ihr sehen, als ihr (jüngst) in die Wüste hinauszogt? Etwa ein Schilfrohr, das vom Winde hin und her bewegt wird?
    25 Nein; aber wozu seid ihr hinausgezogen? Wolltet ihr einen Mann in weichen Gewändern sehen? Nein; die Leute, welche prächtige Kleidung tragen und in Üppigkeit leben, sind in den Königspalästen zu finden.
    26 Aber wozu seid ihr hinausgezogen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch: Mehr noch als einen Propheten!
    27 Dieser ist es, über den geschrieben steht: ›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir her bereiten soll.‹
    28 Ja, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen gibt es keinen größeren (Propheten) als Johannes; aber der Kleinste im Reiche Gottes ist größer als er.
    29 Und das gesamte Volk, das ihn hörte, auch die Zöllner sind dem Willen Gottes nachgekommen, indem sie sich mit der Taufe des Johannes taufen ließen;
    30 aber die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Heilsratschluß Gottes für ihre Person verworfen, indem sie sich von ihm nicht taufen ließen.
    31 Wem soll ich nun die Menschen des gegenwärtigen Zeitalters vergleichen? Wem sind sie gleich?
    32 Sie sind wie Kinder, die auf einem öffentlichen Platze sitzen und einander zurufen: ›Wir haben euch gepfiffen, doch ihr habt nicht getanzt! Wir haben Klagelieder angestimmt, doch ihr habt nicht geweint!‹
    33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der kein Brot aß und keinen Wein trank; da sagt ihr: ›Er ist von Sinnen!‹
    34 Nun ist der Menschensohn gekommen, welcher ißt und trinkt; da sagt ihr: ›Seht, ein Fresser und Weintrinker, ein Freund von Zöllnern und Sündern!‹
    35 Und doch ist die (göttliche) Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.«


    Bemerkungen/ Gedanken:
    • Stofflich ist die Heilung des Dieners vom Hauptmann von Kafarnaum (Menge übersetzt mit Kapernaum) aus Matthäus bekannt. Bei Lukas ist die Erzählung meiner Meinung nach wieder etwas "moderner" formuliert und bei Matthäus nüchterner. Da steht Jesus z.B. stärker im Vordergrund, wenn er aktiv sagt "Ich will kommen und ihn heilen" (Mt 8,7). Bei Markus wird mehr auf den Diener eingegangen ("er ist es, der uns unsere Synagoge gebaut hat", V. 5)
    • Zentral ist hier wie da Vers 8 in Vorbereitung von Vers 9: "Selbst in Israel habe ich solchen Glauben nicht gefunden!" Bei Matthäus nutzt Jesus das noch als Anlass, um den "Söhnen des Reiches" ein düsteres Schicksal zu prophezeien, nämlich "in die Finsternis draußen hinausgestoßen [zu] werden" (Mt. 8,12)
    • Die Erweckung des Jünglings von Nain ist uns bisher noch nicht begegnet (auch wenn "die Kunde von dieser seiner Tat [...] sich im ganzen jüdischen Lande [verbreitete]" (V. 17)
    • Das ist doch einigermaßen beeindruckend, weil die Kraft, Leben zu geben deutlich über das Heilen von Gebrechen und Krankheiten hinausgeht. Diese Kraft besitzt im AT nur Gott (Elija hat in 1. Könige 17,23 auch einen Sohn wiedererweckt, aber nur, indem er Gott darum gebeten hat); hier reicht ein Befehl von Jesus: "Stehe auf!"
    • Jesus ist sozusagen "Elija++" in dieser Situation
    • Da in dem vorangegangenen Wunder noch über Befehlsgewalt gesprochen wurde (vgl. V. 8), gebietet Jesus wortwörtlich über das Leben nach dem Tod. Für den Jüngling fängt ein neues Leben an.
    • Wenn ich das bisherige Lukasevangelium noch richtig im Kopf habe, war Jesu Volksschar noch gar nicht so groß. In Vers 11 wird sie ausdrücklich als groß beschrieben; es treffen also an der Schwelle zwischen Leben und Tod die Anhänger Jesu auf den - mutmaßlich? - traditionell aufgestellten Trauermarsch. Da gälte Jesus auch direkt als unrein, weil er den Toten bzw. dessen Bahre angrabbelt. Auf der einen Seite nun also das Alte, das sich mit dem Tod beschäftigt und auf der anderen Seite das Neue, das sich mit dem Leben beschäftigt. Den Kampf zwischen beiden gewinnt Jesus, indem er einen Toten zu neuem Leben bekehrt.
    • Umso erstaunlicher, wie knapp und beiläufig darüber berichtet wird.
    • Und umso erstaunlicher, dass - bei Johannes gar - immer noch Unsicherheit darüber besteht, ob Jesus der Heiland sei (V. 19). Überhaupt finde ich es bemerkenswert, dass die Verbindung zwischen Jesus und Johannes aufgegriffen wird und die beiden in Kontakt stehen. Die Familien waren bei Lukas ja auch stark verbunden; bei Matthäus und Markus hatte Johannes die Funktion des Täufers.
    • Den Zusammenhang mit dem Boten, der vor ihm hergeht, zieht Jesus dabei selbst (V. 27)
    • Bei Markus erfährt Johannes eine zweite Funktion (V. 28ff): Jesus inszeniert ihn als Gegenstück zu sich (Wein und Brot, Johannes ist allein und die Leute kommen zu ihm, Jesus geht mit Leuten umher auf andere zu). Clever, um seine Kritik in V. 31 zu begründen.
    • "Sie sind wie Kinder, die auf einem öffentlichen Platze sitzen und einander zurufen: ›Wir haben euch gepfiffen, doch ihr habt nicht getanzt! Wir haben Klagelieder angestimmt, doch ihr habt nicht geweint!‹" - den Vers finde ich schön. Der hat eine gewisse Zeitlosigkeit
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  10. #5560
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    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Stofflich ist die Heilung des Dieners vom Hauptmann von Kafarnaum (Menge übersetzt mit Kapernaum) aus Matthäus bekannt. Bei Lukas ist die Erzählung meiner Meinung nach wieder etwas "moderner" formuliert und bei Matthäus nüchterner. Da steht Jesus z.B. stärker im Vordergrund, wenn er aktiv sagt "Ich will kommen und ihn heilen" (Mt 8,7). Bei Markus wird mehr auf den Diener eingegangen ("er ist es, der uns unsere Synagoge gebaut hat", V. 5)
    Damit ist aber vermutlich nicht der Diener (oder nach einer anderen Übersetzung sogar der Sohn) des Hauptmanns gemeint, sondern dieser selbst. Wenn es sich um einen Centurio handelte, stellte er vielleicht einige seiner Männer beim Bau zur Verfügung.

  11. #5561
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Lukas 7 (Teil 2)
    36 Es lud ihn aber einer von den Pharisäern ein, bei ihm zu speisen; er ging denn auch in die Wohnung des Pharisäers und nahm bei Tische Platz.
    37 Und siehe, eine Frau, die in der Stadt als Sünderin lebte und erfahren hatte, daß Jesus im Hause des Pharisäers zu Gaste sei, brachte ein Alabasterfläschchen mit Myrrhenöl
    38 und begann, indem sie von hinten an seine Füße herantrat und weinte, seine Füße mit ihren Tränen zu benetzen und sie mit ihrem Haupthaar zu trocknen; dann küßte sie seine Füße und salbte sie mit dem Myrrhenöl.
    39 Als nun der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er bei sich: »Wenn dieser wirklich ein Prophet wäre, so müßte er wissen, wer und was für eine Frau das ist, die ihn da berührt, daß sie nämlich eine Sünderin ist.«
    40 Da nahm Jesus das Wort und sagte zu ihm: »Simon, ich habe dir etwas zu sagen.« Jener erwiderte: »Meister, sprich!«
    41 »Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig;
    42 weil sie aber nicht zurückzahlen konnten, schenkte er beiden die Schuld. Wer von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?«
    43 Simon antwortete: »Ich denke der, dem er das meiste geschenkt hat.« Jesus erwiderte ihm: »Du hast richtig geurteilt.«
    44 Indem er sich dann zu der Frau wandte, sagte er zu Simon: »Siehst du diese Frau hier? Ich bin in dein Haus gekommen: du hast mir kein Wasser für die Füße gegeben, sie aber hat mir die Füße mit ihren Tränen genetzt und sie mit ihrem Haar getrocknet.
    45 Du hast mir keinen Kuß gegeben, sie aber hat, seitdem ich eingetreten bin, mir die Füße unaufhörlich geküßt.
    46 Du hast mir das Haupt nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat mir mit Myrrhenöl die Füße gesalbt.
    47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber nur wenig vergeben wird, der erweist auch nur wenig Liebe.«
    48 Dann sagte er zu ihr: »Deine Sünden sind (dir) vergeben!«
    49 Da begannen die Tischgenossen bei sich zu denken: »Wer ist dieser, daß er sogar Sünden vergibt?«
    50 Er aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet: gehe hin in Frieden!«

    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Ich kann mich an diese Szene bei den anderen Evangelien nicht erinnern. Dass Jesus von einer Frau gesalbt wurde, war bei Markus afaik kurz vor dem Verrat, am Ende irgendwann.
    • Wären die Rollen vertauscht, wäre das bestimmt Quentin Tarantinos Lieblingsstelle
    • Ich hoffe, die Frau weint, weil ich bewusst ist, dass sie eine Sünderin ist. Ansonsten hätte die Stelle etwas... sehr Seltsames Emoticon: wtf
    • Das Gleichnis ist straigth-forward und schön mit einem Diss gegen Simon von den Pharisäern verbunden. Spannend finde ich eigentlich nur Vers 49: Hier wundern sich Jesu Gegenüber über sein Tun, aber als er einen Toten hat auferstehen lassen - jo mei! Das hat was von diesem katholischen Ursündending, dass irgendwelche Sünden schwerer wiegen, als der Tod. Und sogar das kann Jesus also vergeben.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  12. #5562
    Porn in the USA Avatar von Maxvorstadt
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    Hm, immer wieder in der Bibel, dass ne Frau ihre Haare benützt, um Jesus zu trocknen. Kannten die damals keine Handtücher, oder ist das eher so ein sexueller Fetisch der Autoren?
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  13. #5563
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Zitat Zitat von Maxvorstadt Beitrag anzeigen
    Hm, immer wieder in der Bibel, dass ne Frau ihre Haare benützt, um Jesus zu trocknen. Kannten die damals keine Handtücher, oder ist das eher so ein sexueller Fetisch der Autoren?
    Das ist immer wieder die selbe Geschichte in Matthäus, Markus und Lukas
    Die Haare dazu zu benutzen ist in der damaligen Kultur ziemlich unanständig. Ich erinnere daran, dass du Kultur des frommen Frühjudentums ein bisschen so ist wie heute in Saudi Arabien. Mit Kopftuch und Sittsamkeit und wehe jemand denkt, du begehst Ehebruch. Und dann ist sie auch noch ne Prostituierte, zieht dir Kopftuch ab, macht die Haare auf und berüht damit noch Jesus. Die Frau zeigt hier im ihrem Körper Liebe auf eine Art, die alle Gäste sexuell wahrnehmen - es aber bei Jesus nicht ist.
    Warum nimmt sie kein Handtuch - ich vermute, sie hat keins dabei. Und die Handlung kommt aus ihrer Verwirrtheit, weil sie nicht weiß, was sie machen soll. Es ist ja peinlich. Erst das Salböl. Alle schauen - jeder weiß wer sie ist. Und dann wird sie von den Tränen überwältigt - der Grund dafür muss irgendwas mit Jesus zu tun haben. Und dann merkt sie wie absurd die Ganze Szene schon ist, sie hat auf jemand anderen draufgeweint - und ihr fällt vermutlich nichts besseres ein, als ihre Haare zum trocknen zu nehmen.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

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  14. #5564
    der 397ste von 29355 Avatar von X_MasterDave_X
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    Jesus scheint es aber weder als Verwirrtheit oder negativ wahr zu nehmen. Tatsächlich ist er voll des Lobes über die Frau, und kritisiert den Gastgeber sogar noch, dass er dies alles was sie tat nicht getan habe. Er nimmt ihre Handlungen als sehr positiv wahr, ja deutet sogar an, dass Gott sie dazu bewogen hat dies zu tun, weil er im Hinblick auf seinen baldigen Tod damit gesalbt wurde.

  15. #5565
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Lukas 8
    https://www.bibleserver.com/LUT.ELB.MENG.EU/Lukas8

    Achtung Spoiler:
    1 In der folgenden Zeit durchwanderte er dann das Land von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf, indem er öffentlich lehrte und die Heilsbotschaft vom Reiche Gottes verkündigte. In seiner Begleitung befanden sich die zwölf Jünger
    2 sowie auch einige Frauen, die er von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hatte, z.B. Maria, die Magdalena genannt wurde, aus der sieben böse Geister ausgefahren waren,
    3 ferner Johanna, die Frau des Chuza, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und noch viele andere, die ihnen mit den ihnen zu Gebote stehenden Mitteln Dienste leisteten.
    4 Als nun eine große Volksmenge zusammenkam und die Leute aus allen Städten ihm zuströmten, sprach er in der Form eines Gleichnisses:
    5 »Der Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen; und beim Säen fiel einiges (von dem Saatkorn) auf den Weg längshin und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
    6 Anderes fiel auf felsigen Boden, und als es aufgegangen war, verdorrte es, weil ihm die Feuchtigkeit fehlte.
    7 Wieder anderes fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen wuchsen mit auf und erstickten es.
    8 Anderes aber fiel auf den guten Boden, wuchs auf und brachte hundertfältigen Ertrag.« Bei diesen Worten rief er laut aus: »Wer Ohren hat zu hören, der höre!«
    9 Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses Gleichnisses;
    10 und er antwortete: »Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den anderen aber (werden sie) nur in Gleichnissen (vorgetragen), damit ›sie mit sehenden Augen doch nicht sehen und mit hörenden Ohren doch nicht verstehen‹.
    11 Dies ist aber die Deutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
    12 Die, bei denen der Same auf den Weg längshin fiel, sind solche, die (das Wort wohl) gehört haben, darauf aber kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und dadurch gerettet werden.
    13 Die, bei denen der Same auf den felsigen Boden fiel, sind solche, die das Wort, wenn sie es gehört haben, mit Freuden annehmen; doch es kann nicht Wurzel bei ihnen schlagen: eine Zeitlang glauben sie wohl, aber zur Zeit der Versuchung fallen sie ab.
    14 Was dann unter die Dornen fiel, das deutet auf solche, die das Wort gehört haben, dann aber hingehen und es von den Sorgen und dem Reichtum und den Freuden des Lebens ersticken lassen, so daß sie die Frucht nicht zur Reife bringen.
    15 Was aber auf den guten Boden fiel, das deutet auf solche, die das Wort, welches sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen festhalten und mit Beharrlichkeit Frucht bringen.«
    16 »Niemand aber, der ein Licht angezündet hat, deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter ein Bett, sondern er stellt es auf einen Leuchter, damit die Eintretenden den hellen Schein sehen.
    17 Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, was nicht bekannt werden und ans Tageslicht kommen wird.
    18 Darum gebt wohl acht, wie ihr hört! Denn wer da hat, dem wird noch dazugegeben werden, und wer nicht hat, dem wird auch das noch genommen werden, was er zu haben meint.«
    19 Es stellten sich dann seine Mutter und seine Brüder bei ihm ein, konnten jedoch wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen.
    20 Da wurde ihm gemeldet: »Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wünschen dich zu sehen.«
    21 Er aber antwortete ihnen mit den Worten: »Meine Mutter und meine Brüder sind diese da, die das Wort Gottes hören und (danach) tun.«
    22 Eines Tages begab es sich, daß er mit seinen Jüngern in ein Boot stieg und zu ihnen sagte: »Wir wollen an die andere Seite des Sees hinüberfahren!« So stießen sie denn vom Lande ab.
    23 Während der Fahrt aber schlief er ein. Da fuhr ein Sturmwind auf den See herab, das Boot füllte sich mit Wasser, und sie gerieten in Lebensgefahr.
    24 Da traten sie zu ihm und weckten ihn mit den Worten: »Meister, Meister, wir gehen unter!« Er aber stand auf und bedrohte den Wind und das Gewoge des Wassers: da legten sie sich, und es trat Windstille ein.
    25 Er sagte dann zu ihnen: »Wo ist nun euer Glaube (geblieben)?« Sie waren aber in Furcht und Staunen geraten und sagten zueinander: »Wer ist denn dieser, daß er sogar den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorsam sind?«
    26 Sie fuhren dann nach dem Lande der Gergesener, das Galiläa gegenüber liegt.
    27 Als er dort ans Land gestiegen war, kam ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der von bösen Geistern besessen war; schon seit langer Zeit hatte er keine Kleider mehr angezogen, auch hielt er sich in keinem Hause mehr auf, sondern in den Gräbern.
    28 Als er Jesus sah, schrie er auf, warf sich vor ihm nieder und rief laut: »Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich! Quäle mich nicht!«
    29 Jesus war nämlich im Begriff, dem unreinen Geist zu gebieten, aus dem Manne auszufahren; denn dieser hatte ihn schon seit langer Zeit in seiner Gewalt, und man hatte ihn mit Ketten und Fußfesseln gebunden und in Gewahrsam gehalten; doch er hatte die Bande allemal zerrissen und wurde von dem bösen Geiste in die Einöden getrieben.
    30 Jesus fragte ihn nun: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Legion«; denn viele böse Geister waren in ihn gefahren.
    31 Diese baten ihn nun, er möchte ihnen nicht gebieten, in den Abgrund zu fahren.
    32 Nun befand sich dort eine große Herde Schweine auf der Weide an dem Berge; deshalb baten die Geister ihn um die Erlaubnis, in diese fahren zu dürfen, und er erlaubte es ihnen.
    33 So fuhren denn die Geister aus dem Manne aus und in die Schweine hinein; und die Herde stürmte den Abhang hinab in den See und ertrank dort.
    34 Als nun die Hirten sahen, was geschehen war, ergriffen sie die Flucht und erstatteten Meldung in der Stadt und in den Gehöften.
    35 Da zogen die Leute hinaus, um zu sehen, was vorgefallen war; sie kamen zu Jesus und fanden den Mann, aus dem die Geister ausgefahren waren, bekleidet und ganz vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen und gerieten darüber in Furcht.
    36 Die Augenzeugen erzählten ihnen dann, wie der (früher) Besessene geheilt worden war.
    37 Da bat ihn die gesamte Bevölkerung der Umgegend von Gergesa, er möchte ihr Gebiet verlassen; denn sie waren in große Furcht geraten. So stieg er denn wieder ins Boot und machte sich auf den Rückweg.
    38 Hierauf richtete der Mann, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, die Bitte an ihn, bei ihm bleiben zu dürfen; doch Jesus hieß ihn gehen mit den Worten:
    39 »Kehre in dein Haus zurück und erzähle dort, wie Großes Gott an dir getan hat!« Da ging er denn auch hin und verkündete in der ganzen Stadt, wie Großes Jesus an ihm getan hatte.
    40 Als Jesus dann zurückkehrte, nahm die Volksmenge ihn mit Freuden in Empfang, denn sie hatten alle auf ihn gewartet.
    41 Da kam ein Mann namens Jairus, ein Vorsteher der (dortigen) Synagoge, warf sich vor Jesus nieder und bat ihn, in sein Haus zu kommen;
    42 er hatte nämlich eine einzige Tochter von ungefähr zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Während Jesus nun hinging, umdrängte ihn die Volksmenge.
    43 Und eine Frau, die schon seit zwölf Jahren am Blutfluß litt und [obgleich sie ihr ganzes Vermögen an Ärzte aufgewandt hatte] bei keinem Heilung hatte finden können,
    44 die trat von hinten an ihn heran und faßte die Quaste seines Mantels an, und augenblicklich kam der Blutfluß bei ihr zum Stillstand.
    45 Da fragte Jesus: »Wer hat mich angefaßt?« Als nun alle es in Abrede stellten, sagte Petrus: »Meister, die Volksmenge umdrängt und stößt dich von allen Seiten!«
    46 Jesus aber erwiderte: »Es hat mich jemand angefaßt, ich habe ja gefühlt, daß eine Kraft von mir ausgegangen ist.«
    47 Als nun die Frau sah, daß sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd herbei, warf sich vor ihm nieder und bekannte vor dem ganzen Volk, aus welchem Grunde sie ihn angefaßt habe und wie sie augenblicklich gesund geworden sei.
    48 Da sagte er zu ihr: »Meine Tochter, dein Glaube hat dir Heilung verschafft: gehe in Frieden!«
    49 Während er noch redete, kam einer von den Leuten des Synagogenvorstehers mit der Meldung: »Deine Tochter ist gestorben: bemühe den Meister nicht weiter!«
    50 Als Jesus das hörte, sagte er zu Jairus: »Fürchte dich nicht, glaube nur, dann wird sie gerettet werden!«
    51 Als er dann an das Haus gekommen war, ließ er niemand (von den Seinen) mit sich eintreten außer Petrus, Johannes, Jakobus und den Eltern des Mädchens.
    52 Alle weinten aber und wehklagten laut um sie; er jedoch sagte: »Weinet nicht! Sie ist nicht tot, sondern schläft nur«;
    53 da verlachten sie ihn, weil sie wohl wußten, daß sie tot war.
    54 Er aber faßte sie bei der Hand und rief ihr laut zu: »Mädchen, stehe auf!«
    55 Da kehrte ihr Geist zu ihr zurück, und sie stand sogleich auf; und er ordnete an, man solle ihr zu essen geben.
    56 Und ihre Eltern waren vor Erregung ganz außer sich; er aber gebot ihnen, keinem etwas von dem Geschehenen zu erzählen.


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Es wird nicht direkt gesagt, aber es liegt mMn nahe, dass Maria Magdalena die Fußputzerin vom vorigen Kapitel sein könnte. Damit wird sie bei Lukas deutlich früher erwähnt, als bei den anderen beiden Übersetzungen. Da tauchte sie erst im Zuge seines Todes auf.
    • Von Johanna und Susanna hab ich vorher noch nie gehört. Aber sie treten zumindest hier gleichberechtigt neben Maria auf. Beachtenswert in jedem Fall, dass Frauen bei Lukas eine größere Rolle zu spielen scheinen.
    • Das "Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld" kommt nun also auch bei Lukas vor. Er sitzt aber nicht im Boot. Abgesehen von kleineren sprachlichen Unterschieden kann ich inhaltlich keine Unterschiede erkennen; dementsprechend lese ich da etwas flüchtiger drüber.
    • Der Vergleich mit dem Licht (V. 16ff) liest sich hier stärker noch als Fazit des Gleichnisses. Bei Matthäus sind die Aussagen (Licht anzünden, nichts is verbogen, wer nicht hat) auf drei Kapitel verteilt (Mt. 5,15; 10,26; 13,12)
    • Der Bruch mit der eigenen Familie ist bei Lukas in V. 19-21 viel beiläufiger geschildert. Aber Beiläufigkeit hatten wir auch bei der Auferweckung eines Toten. Das schien mir ebenfalls eine Schlüsselstelle bei Lukas zu sein, deshalb denk ich mal ausführlicher drauf rum.
    • Jesu Mutter war ja auch eine Maria; wenn man sich nun an Vers 2 zurückerinnert, ergibt sich hier ein spannendes Bild von der "Wandlung" der Maria:
      • In die mütterliche Maria war der Heilige Geist gefahren. Sie hat dadurch Jesus auf die Welt bringen können, aber nun verstößt Jesus sie.
      • An seiner Seite ist eine andere Maria. In diese war das Gegenteil des Heiligen Geistes gefahren ("sieben böse Geister"), die er vertrieben hat.
      • Jesus meidet gewissermaßen das "Von sich/Gott aus Gute" und sucht stattdessen die Nähe des "Von sich/vom Guten überzeugte".
      • Analog wurden die Brüder durch die Jünger ersetzt.
      • Irgendwie kommt er dadurch wie ein Teenager rüber, der sich von seinem Elternhaus (Gott wird zwar nicht genannt, hängt da aber mit dran) abnabelt

    • Die folgenden wundersamen Begegnungen (Jesus und der Stur, Jesus und Legion, Jesus und die Blutflüssige) kennen wir ebenfalls schon. Chronologisch kommen sie in kurzer Folge nach der Trennung von der Familie. Jesu Macht wächst in dem Maße, in dem er sein eigenes Ding macht
    • Bei Legion fällt mir nur einmal mehr ins Auge, dass die Dämonen mit Jesus verhandeln und er ihnen bei den Schweinen entgegenkommt.
    • Darüber hinaus hat die Episode etwas seltsam Abgeschlossenes. Jesus geht in das andere Land, wirkt da ein krasses Wunder und soll gehen. Denjenigen, der ihm von dort folgen will, lässt er nicht mitkommen. Es gibt irgendwie kein richtiges In and Out, das lässt mich etwas ratlos zurück
    • Mit dem Mädchen rettet Jesus ein weiteres Leben vor dem Tod. Ich wiederum habe hier keine weiteren Gedanken; sprachlich leichte Abweichungen, aber im Großen und Ganzen ist Lukas 8 eine Abfolge von Wundern, die Jesus wirkt.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

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