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12. Oktober 2025, 19:44
#1
Der Mongolensturm - Runde 13 - 1713
Abgabetermin: Sonntag, der 2. 11. um 22.00 Uhr
Allgemeines
Die Ernte war in diesem Jahr wieder etwas besser als 1710 und 1711, was zur Fortdauer des Aufschwungs in Europa beitrug. Dabei floss wegen der von fast allen Ländern des Kontinents und mehreren mongolischen Satrapien mit hochrangigen Delegationen besuchten Großfeier zur Unabhängigkeit des Kalifats recht viel Geld nach Cordoba, was besonders Handwerkern und Kaufleuten im Mittelmeerraum zu hohen Gewinnen verhalf. Allerdings nimmt dort auch das Problem mit geschickt in ihrem Wert geminderten Münzen immer mehr zu. Es scheint, als würden jedes Jahr neue Prägungen dieser Art in Umlauf gebracht. In Südamerika kamen 1712 dagegen kaum mehr neue Fälschungen hinzu, wie Rückmeldungen von Kaufleuten und Steuereinnehmern vermuten lassen. Mittlerweile werden verdächtige Münzen (die Serien aus den Jahren 1706-1711 mit den offiziellen Prägeorten Palermo, Jaffa und Rhodos gelten als besonders betroffen) intensiver begutachtet, was aber den Handel natürlich verlangsamt und gerade im Alltag nicht immer praktikabel ist. Zudem trifft man dabei sehr häufig Händler und Handwerker, die eine Münze selbst gutgläubig angenommen haben. Die meisten sicher entdeckten Münzen minderen Werts stammten 1712 aus dem Kalifat von Cordoba, gefolgt von Italien, der Irischen Föderation, Hellas, den Kanaren, Südfrankreich, Südengland, dem Kirchenstaat, Ungarn, der Eidgenossenschaft, den Satrapien Palermo und Rhodos, Galicien, Böhmen, Finnlland und den englischen Festlandsgebieten. In der Neuen Welt betrifft das Problem vor allem Barbados, die Satrapien an der Nordküste Südamerikas und die beiden Khanate Oiapoque und Tapuytapera. Dort ist es aber überall deutlich am Abklingen.
Die mongolischen Teilreiche sind weiterhin mit Revolten und (in Nordamerika) den Angriffen tributpflichtiger Khanate konfrontiert, die sie offenbar nur unter großen Anstrengungen und bei guter Kooperation abwehren konnten. In Indien ist die Krise noch nicht ausgestanden, obwohl die Föderation von Induru sich über den Umgang mit dem radikalen Hindutum gespalten hat und Debul nicht mehr geeint herausfordern kann. In Ostasien dürfte das Kaiserreich China nun eine entscheidende Rolle spielen, was die Fortdauer der bislang bestehenden politischen Ordnung angeht. Lizong II. strebt einen eigenen Zugang zum Südchinesischen Meer an, soll den Mongolen aber auch sehr dankbar für ihre große Unterstützung in der Tibetkrise sein.
Die Auseinandersetzungen zwischen mehreren europäischen Ländern in der Karibik setzten sich fort. Dabei gewann die kanarisch-italienische Allianz deutlich an Terrain, konnte aber den Haupthafen der Insel noch nicht erobern. In Europa selbst blieb es trotz erheblicher Spannungen dagegen bislang bei einem unsicheren Frieden.
Geändert von Jon Snow (31. Oktober 2025 um 11:37 Uhr)
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12. Oktober 2025, 19:46
#2
Khanat Ungarn
In diesem Jahr begann das bereits erwartete Ausbildungsprogramm für junge Leibeigene aus dem Khanat, das Arpad V. mit Unterstützung verbündeter Länder in Gang setzte. Besonders im befreundeten Italien fand die Idee viel Anklang, zumal die dortigen Zünfte eher restriktiv mit der Gründung neuer Betriebe verfahren. Weitere Aspiranten stammen aus Prag und den östlichen Landesteilen der Eidgenossenschaft und Schwabens. Wie bereits vermutet handelt es sich in den meisten Fällen um erfahrene Gesellen, die noch nicht über den Meistertitel verfügen, die aber wohl zur Ausbildung der Ungarn befähigt wären, wenn man es ihnen zugestehen würde. Im Kalifat stieß man bislang nicht auf Interesse, wobei dies neben der kulturellen und geographischen Entfernung wohl auch an den erhofften Gewinnchancen durch die europaweit besuchte Unabhängigkeitsfeier liegen dürfte. Es ist auch kein sehr großes Problem, die künftigen Lehrlinge zu finden, da die meisten Adligen aufgeschlossen reagieren, weil sie nach dem zweiten Modell die ausgebildeten Personen in ihrem Dienst behalten können – zumindest auf absehbare Zeit.
Das staatliche Bauprogramm wird fortgeführt, was es den angeworbenen Handwerkern erleichtert, vor Ort rasch Fuß zu fassen. Auch die Schiffe aus Brandenburg/Narwa sind gebaut worden und stehen mit Jahresbeginn im Hafen zu Genua zur Verfügung.
Die Handelsprivilegien erweisen sich als nützlich, wenn es um eine gewisse Preisstabilität geht. Allerdings besteht das Problem, dass die neu eingerichteten Handwerksbetriebe in aller Regel noch nicht konkurrenzfähig sind und vorwiegend von den schlechten Straßen Ungarns profitieren, die ihnen lokal einen gewissen Vorteil verschaffen. In Buda und am Balaton fällt dieser jedoch schwächer aus, was für das Programm ungünstig sein könnte.
In Cordoba erregte Khan Arpad große Aufmerksamkeit, zumal Ungarn in Europa noch der Reiz des Altmongolischen anhaftet, der zum wohligen Gruseln einlädt. Der Monarch wird daher besonders häufig eingeladen und bei Gesprächen stets eingebunden. Auch die Berlindelegation war hochwillkommen, auch weil man mit Brandenburg seit Längerem militärisch reibungslos zusammenarbeitet.
Besonderheiten:
Die starke militärische Tradition des Landes und die niedrigen Preise im eher armen Ungarn ermöglichen es dem Khan, seine Reiter für 10 S aufzubieten.
Berittene Söldnerregimenter kosten für Ungarn in Krakau 10000 S weniger als angegeben.
Ungarn erhält hohe Tribute von mehreren europäischen Staaten und einer Satrapie.
Herrschaftsgebiet: Entspricht weitgehend dem Gebietsstand Transleithaniens von 1867 (ohne Kroatien-Slawonien und Fiume)
Vasallen: Kroatien (außer der Küstenregion), Slawonien, Steiermark, Kärnten, Ostslowenien
Ungefähre Bevölkerungszahl: 3 290 000
Regionen: Buda, Cluj, Bratislava, Cisleithanien (zusammen mit Böhmen, Baiern, Schwaben und Italien)
Hauptstadt: Buda
Hauptresidenz: Buda (Landschloss 4)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Arpad V. (seit 1703, *1679)
Verstorbene Monarchen: Khan Arpad IV. (1696-1703, *1657)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
1702: Ungarisches Fest mit Reiterspielen
1703: Bau einer allgemeinbildenden Schule in Buda
1704: Bau einer Landwirtschaftsschule in Szeged
1705: Bau eines regionalen Flusshafens in Buda
1706: Bau einer Gerberei in Szeged
1707: Förderung des Brunnenbaus im ganzen Khanat
1708: „Erforschung der Berge“ mit Italien, der Kalmarer Union und der Eidgenossenschaft
1709: Verbesserung der Ernährungssicherheit im Khanat
1710: Staatliches Bauprogramm für Handwerksbetriebe und zugehörige Wohnungen
1711: Landesreise Prinzessin Erzsébets mit ihrem Gemahl Jakob von Rosegg
1712: Beginn des auf zehn Jahre angelegten Ausbildungsprogramms für Handwerker
Besondere Gebäude:
Seit 1703: Allgemeinbildende Schule in Buda
Seit 1704: Landwirtschaftsschule in Szeged
Seit 1705: Flusshafen in Buda
Seit 1706: Gerberei in Szeged
Abgeschlossene Bauprojekte:
1701-1704: Mittlere Straße zwischen Buda und dem Ostufer des Balaton (20/120 Meilen), danach als einfache Straße fortgeführt (100/120 Meilen)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Khanat Italien (ohne Vasallen)
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 370 000 S
Tributeinnahmen: 150 000 S (Italien), 90 000 S (Satrapie Krakau-Stettin), 60 000 S (Böhmen), 60 000 S (Burgund), 30 000 S (Hessen), 30 000 S (Österreich+Tirol), 25 000 S (Brandenburg), 25 000 S (Westfalen), 15 000 S (Schwaben), 15 000 S (Pfalzgrafschaft bei Rhein)
Rücklagen aus dem Vorjahr: 9 800 S, davon wurden 2 500 S für das Manöver mit dem Kalifat und 2 500 S für ein Geschenk an Triest verwendet, später kamen noch 4 800 S für Geschenke zum italienischen „Tag des Seemanns“ hinzu; damit sind die Rücklagen aufgebraucht
Verbliebene Einlagen der Entschädigungskasse: 46 000 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 13%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 240 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 264 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 5,3 (effektiv 3,8) Minghan SR, 12,7 (effektiv 9,2) Minghan LR (leicht erhöht), 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 2,0 (effektiv 2,0) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter DR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe (mit dem Heimathafen Genua):
Schiffe zu Jahresbeginn 1712: 6*50 IV (in Genua, segeln dann mit Arpad über Triest nach Sevilla, wo 3*50 IV beim Kalifat verbleiben und 3*50 IV zurückkehren, um den italienischen Fährdienst zu schützen)
Neubauten (über Brandenburg in Narwa): 3*50 IV
Schiffe am Jahresende 1712: 6*50 IV, davon 3*50 IV an das Kalifat vermietet und 3*50 IV zum Schutz des italienischen Fährdienstes eingesetzt
Schiffe zu Jahresbeginn 1713: 9*50 IV, davon 3*50 IV an das Kalifat vermietet und 3*50 IV zum Schutz des italienischen Fährdienstes eingesetzt
Söldner: -
Im Felde stehende Einheiten:
Von den Aufgeboten des Landadels stehen 1,0 Minghan LR seit Jahresbeginn 1701 in der Markgrafschaft Brandenburg und 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702 im Khanat Baiern.
Seit 1706 stehen zudem 1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR in Italien
Verluste 1712: -
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12. Oktober 2025, 19:47
#3
Khanat Böhmen
Das Chausseeamt wird wie geplant eingerichtet und beginnt ohne Verzug mit dem Bau der beiden einfachen Straßen nach Ungarn. Auch das große Musterlandgut in der Nähe von Prag hat seine Arbeit mittlerweile vollständig aufgenommen und zieht viele befreite Leibeigene von den Krongütern, kirchlichen Pfründen und den Besitztümern des reformbereiten Adels an. Allerdings müsste die Bauernkasse möglichst immer wieder aufgefüllt werden.
Die Delegationen, die man nach Cordoba und Berlin entsandt hat, repräsentierten Böhmen offenbar in angemessener Weise. Einige Hochadlige empfanden den militärischen Stil in Brandenburg zwar als gewöhnungsbedürftig, zeigen sich aber fasziniert von der großen Entschiedenheit des jungen Markgrafen.
Nach langen und zum Teil sogar hitzigen Debatten entscheidet sich die Mehrheit der mit dem Palastbau betrauten Kommission schließlich für den venezianischen Entwurf. Man konnte den Unterschied zwischen Traditionalisten (die sich für eine mongolische Form aussprachen) und Reformern übrigens auch in dieser Frage beobachten, wobei die „Fortschrittspartei“ sich schließlich durchsetzte.
Die gegenseitigen Handelsprivilegien mit Hessen und Ungarn bleiben in Kraft, wobei auch in diesem Jahr der Handel mit Hessen deutlich lukrativer war. Generell hält der Aufschwung im Khanat weiter an, so dass man bei den Silbereinnahmen mittlerweile sogar Westfalen knapp übertroffen hat.
Besonderheiten:
Die vergleichsweise hohen Preise in Prag und der gute innere Zusammenhalt des Landes behindern feindliche Spionagenetzwerke in hohem Maße.
Die traditionsreiche Universität zieht außergewöhnlich viele bedeutende Wissenschaftler an, was bei einer prachtvollen Hofhaltung zu ansehnlichen Synergieeffekten führt.
Viele deutsche Adlige und Bürger bewundern den böhmischen Hof und die böhmische Alma Mater, so dass sie ihre Söhne gern dort studieren lassen. Amir I. führte 1695 daher ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm ein, das bei ausreichender Finanzierung zahlreiche vielversprechende Talente nach Prag holen kann.
Herrschaftsgebiet: Böhmen, Mähren
Vasallen: Ober- und Niederösterreich
Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 710 000
Regionen: Prag, Cisleithanien (zusammen mit Ungarn, Baiern, Schwaben und Italien)
Hauptstadt: Prag (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Prag (Stadtschloss 3)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Bohuslav I. (seit 1704, *1679)
Verstorbene Monarchen: Khan Amir I. (1685-1704, *1644)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einführung des „Bildungsplans II“ nach englischem Vorbild für alle Altersstufen
1702: Verknüpfung von Hof und Universität zur Förderung der Hochschulbildung
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einführung einer Kollegienverwaltung für die Bursen der Prager Universität
1705: Einrichtung zweier Botschaften in Debul und Induru
1706: Einführung von Sonntagsschulen bei den böhmischen Kirchengemeinden
1707: Förderung der böhmischen Braukunst durch eine bessere Wasserversorgung
1708: Beginn der Bauernbefreiung
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Auswertung der Indienexpedition durch mehrere Universitätssymposien
1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
1712: Gründung eines Chausseeamtes
Besondere Gebäude:
1703: Adalberts-Kolleg in Prag (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
1704: Ludmilla-Kolleg in Prag (an der Moldau vor den Toren der Stadt)
1706: Kaiser-Benedikt-Kolleg in Prag (am südlichen Stadtrand nahe dem „Milchtor“)
1711: Musterlandgut (groß) in der Nähe von Prag
Abgeschlossene Bauprojekte:
1712: Einfache Straße von Brünn bis zur March bei Kostice (66 Meilen)
1712: Einfache Straße von Wien bis zur Donau bei Pressburg (66 Meilen)
Botschaften und Feste Gesandtschaften:
Seit 1705: Botschaften beim Großkhanat Debul und der Föderation von Induru (je 15 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Ungarn
Steuereinnahmen: 920 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 240 S
Einlagen der Bauernkasse: ausgeschöpft
Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (wissenschaftlicher Fokus; mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Stipendienprogramm (Vorjahr): 30 000 S
Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Ludmilla-, Kaiser-Benedikts- und Adalbertkollegs, 30 000 S für die beiden Botschaften
Ausgaben während des Jahres: 200 000 S
Fällige Kredite: 861 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 964 320 S
Zusätzlicher Kredit im Inland über 200 000 S zu 12% Zinsen insgesamt also 224 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter DR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Minghan DR (Pilsen), von Vertrauensleuten des Hochadels durchsetzt
Söldner zur besonderen Verwendung: 1,0 Minghan LR (Pilsen) unter dem Befehl eines engen Vertrauten des Khans (Johann Wenzel von Mitrowitz)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
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12. Oktober 2025, 19:48
#4
Khanat Westfalen
Die Einrichtung der Handwerker- und Bauernbank und der schnelle Abschluss der Straße von Hannover nach Braunschweig erhalten trotz einer leichten Senkung des Hofetats die guten wirtschaftlichen Verhältnisse und sorgen dafür, dass die Einnahmen auf einem hohen Niveau stabil bleiben. Zudem kommen einige Gelehrte aus Marburg, Prag und Rostock, um über die wirtschaftliche Theorie des jungen Khans zu sprechen. Bislang gibt es dabei aber noch keinen Konsens, auch weil ökonomische Fragen kaum gelehrt werden, sondern eher der praktischen Tätigkeit von Handelshäusern überlassen bleiben.
In Berlin war der Khan etwas überrascht von den ungewöhnlichen und offenbar noch nicht in allen Bereichen sattelfesten Zeremonien, doch von Sophia Dorothea sehr angetan. Die nach Cordoba entstandte Delegation überwintert in Frankreich, gibt aber brieflich ebenfalls eine positive Rückmeldung. Bei der Anwerbung von Arbeitskräften im Osten übte man diesmal wieder eine gewisse Zurückhaltung, da diese zu Lasten von Brandenburg gehen und damit vielleicht der Bündnispolitik des Khans entgegenwirken würde. Die bisher nach Westen gewanderten Männer und (seltener) Familien blieben aber zunächst im Lande.
Die Sicherheitslage im Land hat sich sehr deutlich verbessert, doch über Arminius konnte von den Hofgelehrten noch keine neue Schrift entdeckt werden. Die Schlacht wird daher noch immer bei Perlach verortet. Dafür ist eine Beschreibung des alten Germanien aus der Hand des Tacitus entdeckt worden, die das Kloster Quedlinburg zwar zunächst nicht herausgeben möchte, die man aber unter Umständen gegen eine kleine Gebühr vor Ort kopieren könnte. Jedenfalls beschreibt der römische Autor zahlreiche Stämme, die durch eine gemeinsame Sprache und verschiedene Traditionen zusammengehalten werden. In Norddeutschland werden offenbar besonders die Semnonen als ältester und vornehmster Teil der Sueben sowie die Chauken als tapferer und gerechter Stamm hervorgehoben. Gerade Letztere lebten recht eindeutig auf dem Gebiet des Khanats, während die Semnonen und ihre suebischen Brüder wohl eher in der heutigen Markgrafschaft siedelten.
Besonderheiten:
Dank der Erfahrungen des Khanats mit Geheimdiensten ist es den Westfalen möglich, jedes deutsche Land für 25000 S und jedes andere europäische Reich für 50000 S jährlich intensiv zu beobachten. Die Einrichtung des Geheimdienstes benötigt keinen Schwerpunkt mehr, so dass eine Infiltration jederzeit zum Jahresbeginn aufgenommen werden kann.
Die politische und wirtschaftliche Nähe zur Hanse, zum Königreich England und zu den burgundischen Ländern lässt das Khanat von den Handelsbeziehungen zwischen diesen Mächten profitieren.
Das Khanat verfügt noch über Belagerungsgeschütze aus dem 16. Jh., die man wegen der zahlreichen städtischen Unruhen erworben hatte. (Zunächst stark reduziert und Anfang schließlich vollständig zur wissenschaftlichen Untersuchung aufgelöst)
Herrschaftsgebiet: Westfalen, Drenthe, Overjissel, südliches Niedersachsen,
Vasallen: Nördliches Niedersachsen, Groningen, Grafschaft Kleve
Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 210 000
Regionen: Bielefeld-Enschede, Niedersachsen-Holland (Vasallen, mit der Hanse)
Hauptstadt: Bielefeld (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Enschede (Stadtbefestigung 1, Stadtschloss 1)
Wichtige Festungen: Braunschweig (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Friedrich I. (seit 1704, *1687)
Verstorbene Monarchen: Khan Heinrich I. (1698-1704, *1651)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung von Sonntagsschulen
1702: Einrichtung von Zuchtgestüten
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einrichtung einer Geschützgießerschule in Braunschweig
1705: Einführung des „Bildungsplans 05“ nach englisch-böhmischem Vorbild
1706: Einrichtung eines Priesterseminars in Münster
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Stadt und Land nach dem Vorbild Burgunds
1708: Festlegung der Fronpflichten nach englischem Vorbild
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Bau eines Flusshafens an der Weser (bei Verden)
1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
1712: Gründung der Westfalenbank für Landwirtschaft und Handwerk
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Geschützgießerschule in Braunschweig
Seit 1706: Priesterseminar in Münster (ähnelt einer Schule)
Seit 1710: Flusshafen an der Weser (bei Verden)
Abgeschlossene Bauprojekte:
Seit 1712: Mittlere Straße zwischen Hannover und Braunschweig (67 Mongolische Meilen)
Offene Bauprojekte: -
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
Steuereinnahmen: 910 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Einlagen der Westfalenbank für Bauern und Handwerker: 250 000 S (davon 40 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 11%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Kredite: Kredit aus Finnland über 270 000 S zu (vermutlich) 9,5% Zinsen, insgesamt also (sofern der Zinssatz stimmt) 295 650 S
Waffentragende Bevölkerung: 1,1 (effektiv 1,1) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR (leicht erhöht), 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 1,7 (effektiv 1,7) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen, 1000 Mann)
Geschütze: -
Besondere Geschütze: aufgelöst
Schiffe zu Jahresbeginn 1712: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
Schiffe am Jahresende 1712: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1713: 4*100 III, 17*50 III, 10*25 III, 12*25 II (Vasallen)
Söldner: 2,5 Minghan LR (Lüttich)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
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12. Oktober 2025, 19:48
#5
Landgrafschaft Hessen
Die Briefpostlinie wird ohne Probleme eingeführt, wobei man ähnlich wie Schwaben und die Pfalz einen großen Teil des Personals aus dem Land selbst rekrutieren kann. Nur erfahrene Reiterknechte werden häufig aus Westfalen und Brandenburg angeworben. Anders als die beiden südlichen Nachbarn verfügt man in Hessen auch noch über Züchtungen, bei denen besonderer Wert auf die Schnelligkeit gelegt wurde, was den Erwerb der Pferde deutlich erleichtert.
Die Stärkung oder Neugründung von Zünften geht weiter voran, so dass man allmählich den Anschluss an die übrigen innerdeutschen Länder finden dürfte, ohne dabei zunächst einen hessischen Bonus zu verlieren.
Die Mittlere Straße wird fortgeführt, und man hofft, dass der Postdienst für die sehr zentral gelegene Landgrafschaft besonders nützlich sein könnte. Die Handelsprivilegien wirken sich hingegen etwas schwächer aus als im Vorjahr.
Besonderheiten:
Der Söldnermarkt Kassel ermöglicht es dem Khan, Truppen zu einem vergünstigten Satz unter Vertrag zu nehmen. Alle Regimenter zu Fuß kosten 10000 S weniger als angegeben.
Die Messe Frankfurt und die nach der Exilierung vieler Loyalisten geschwächten Zünfte in den Städten des Khanats ermöglichen es dem Khan, in anderen deutschen Ländern jedes Jahr Handwerker durch finanzielle Anreize abzuwerben.
Die Universität Marburg mit einer sehr angesehenen juristischen Fakultät kann auf Wunsch wirksame „Gefälligkeitsgutachten“ ausstellen, um die Politik des Khans zu untermauern.
Herrschaftsgebiet: Hessen, Westthüringen, Unterfranken
Vasallen: Ostthüringen, Sachsen-Leipzig, Nordwürttemberg (etwa die Kreise KÜN, TTB, SHA)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 920 000
Regionen: Kassel-Frankfurt, Mitteldeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Baiern und Brandenburg)
Hauptstadt: Marburg (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Kassel (Stadtschloss 3)
Wichtige Festungen: Frankfurt (2)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Landgraf Shibani I. (seit 1704, *1667)
Verstorbene Monarchen:
Kaiser Kebek II. (1668-1701, *1619)
Landgraf Kebek III. (1701-1704, *1641)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes, Planung einer Kaiser-Kebek-Straße
1702: Umwandlung des Khanats in die Landgrafschaft Hessen
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Handelsgesandtschaften in die fünf umliegenden Länder und nach Frankreich
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Gründung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild mehrerer anderer Staaten
1707: Einführung des Kaiser-Kebek-Tages (1. Mai) zur Stärkung der Landeseinheit
1708: Gründung zweier Universitätskollegien in Marburg nach dem Vorbild Böhmens
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Einrichtung einer Kasse zur besseren Integration der angeworbenen Handwerker
1711: Aufbau neuer und Stärkung bestehender Zünfte im Land
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
Bisherige Rechtsgutachten:
25. 4. 1703: Feststellung, dass Italien den Landfrieden von Barcelona gebrochen habe
30. 9. 1708: Feststellung, dass die Kalmarer Union zu bestehen aufgehört habe
Besondere Gebäude:
Seit 1709: Kaiser-Kebek-Kolleg (Juristen) und Martin-Luther Kolleg (Theologen und Mediziner) in Marburg (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
Seit 1711: Generaloberin-Hildegard-Kolleg für Studenten aus dem Reich
Abgeschlossene Bauprojekte: 1702-1709: Mittlere Straße (Kaiser-Kebek-Straße) zwischen Marburg und Kassel (100 Meilen/ 1 500 000 S)
Offene Bauprojekte: 1710-17XX Mittlere Straße (König-Heinrich-Straße) zwischen Marburg und Fulda (750 000 S von 90 Meilen/ 1 350 000 S)
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), die hessische Teilstrecke verläuft zwischen Frankfurt und Mainz (42 Meilen/ 42 000 S).
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Böhmen
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Seit 1710: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
Steuereinnahmen: 770 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 18 000 S
Gewinne des Postdienstes: -
Sonstige Einnahmen: -
Einlagen der Handwerkerbank: 400 000 S (davon 340 000 S verliehen)
Verbliebene Mittel der Integrationskasse: In die Handwerkerbank überführt
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Entrichtete Tribute: 30 000 S (an Ungarn)
Kosten der Postlinie: 42 000 S (für 1713, ohne Reichskasse)
Weitere feste Ausgaben: 3 000 S für die Verwaltung des Kaiser-Kebek- und des Martin-Luther-Kollegs sowie des neuen Generaloberin-Hildegard-Kollegs
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: -
Kreditzinssatz: 12%
Waffentragende Bevölkerung: 0,2 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Regimenter LR (Kassel) zur Banditenbekämpfung
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
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12. Oktober 2025, 19:49
#6
Khanat Baiern
Wie erhofft erwies sich die Klosterherberge beim Stift Marienhöhe als Ansporn für einige an Fernverkehrsstraßen gelegene Frauenklöster, selbst ähnliche Angebote für weibliche Pilger und Reisende zu machen. Dabei wird in den meisten Fällen zunächst nur ein Teil des zum Kloster gehörenden nichtklausurierten Bereiches umgebaut, um nicht ganze Gasthäuser errichten zu müssen. Wenn das Interesse anwachsen sollte, stünde dies aber bei vielen Kommunitäten wohl bald zu erwarten. Das Projekt stärkt die Eigenständigkeit reisender Händlerinnen und Pilgerinnen ganz erheblich, zumal die Ungarn und das halbe Regiment Dragoner einen sehr intensiven Schutz bereitstellen können. Einige hanseatische Händler nutzen sogar die Chance, ihre Töchter stärker für die Führung von Geschäften in Baiern und im süddeutschen Raum einzusetzen. In einzelnen Fällen wird aber von Anzüglichkeiten der Begleitmannschaften berichtet, die offenbar nicht immer sofort von den Kommandeuren unterbunden wurden. Man vermutet, dass dies mit der Aufteilung der Reiter in kleinere Schwadronen zu tun haben könnte, die nur zum Teil von Adligen mit echten, erprobten Führungsqualitäten kommandiert werden. Zudem wuchs die allgemeine Unsicherheit angesichts der Bindung vieler Reiter wieder erkennbar an.
Der „Mallersdorfer Illustrierte Jahreskalender“ und die Klosterbothin fassten wieder stärker Tritt, und Letztere erzielte sogar einen kleinen Gewinn.
Das großzügig ausgestattete Louisenspiel – man setzte sogar deutlich mehr Geld ein als das Kalifat für seine international besuchte Siegesfeier – trägt dazu bei, die Spendenbereitschaft vieler wohlhabender Bürger und Adelsfamilien zu stärken. Dadurch gelang es tatsächlich, in Baiern ohne Stützung des Brotpreises auszukommen. Dies gilt auch als sehr kreative Idee, ausreichend Nahrungsmittel ohne direkte staatliche Intervention ins Land zu bringen und zugleich den Gedanken der Wohltätigkeit im ganzen Reich zu vermitteln.
Die Privilegierung hanseatischer und hessischer Kaufleute ist weiterhin ein finanzieller Erfolg, und auch die pfälzischen Vorrechte gewannen in diesem Jahr an Bedeutung. So gelangte ein Großteil des Weines für die Festlichkeiten um das Louisenspiel aus dem Rheinland nach Baiern.
Die erste kaiserliche Postlinie wurde von den drei beteiligten Reichsständen eingerichtet und kann Anfang 1713 ihren Betrieb aufnehmen. Die Organisation wird vor Ort von den Städten und Dörfern übernommen, die an der Linie liegen und angebunden sind. Die Fahrpläne sind aber aufeinander abgestimmt und sollten dazu beitragen, wichtige Informationen schnell an ihren Bestimmungsort zu bringen und so die wirtschaftliche Verflechtung zu verbessern. In zwei pfälzischen Klöstern wurden außerdem bereits Frauenherbergen eingerichtet.
Besonderheiten:
Das Khanat verfügt über eigene SI-Einheiten, die von den Klöstern ausgerüstet werden.
Das bairische Kunsthandwerk gilt als außergewöhnlich vielfältig und relativ krisensicher.
Die Bildung der Jugend erfolgt fast ausschließlich an lokalen Klosterschulen für Mädchen oder Knaben. Im Land können daher sehr viele Menschen lesen und schreiben.
Herrschaftsgebiet: Ober- und Niederbayern, Salzburg, Schwaben, Oberpfalz, Mittelfranken
Vasallen: Oberfranken, Südwestsachsen (Plauen-Freiberg), Osttirol (Innsbruck-Hochfilzen)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 910 000
Regionen: München-Chiemsee, Mitteldeutschland (Vasallen-Nord, zusammen mit Brandenburg und Hessen), Cisleithanien (Vasallen-Süd, zusammen mit Italien, Schwaben, Böhmen und Ungarn)
Hauptstadt: München
Hauptresidenz: Abtei Frauenchiemsee (Klosteranlage 6)
Wichtige Festungen: Landshut (3)
Staatsoberhaupt (repräsentatives Wahlamt): Kaiser Benedikt I. (seit 1692/1701, *1645)
Bairische Generaloberin (Spielfigur): Mutter Hildegard von Oberalteich (seit 1707, *1638)
Verstorbene Khane und Generaloberinnen:
Mutter Adelburga Maria (1694-1707, *1622)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ratgeber für selbstbewusste Frauen
1702: Reichssynode in Herrenchiemsee
1703: Federführende Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Veröffentlichung der Märchensammlung „Zwölf Nächte“ aus dem Kloster Mallersdorf
1705: Einführung einer bairischen Hofmusik aus sakralen und weltlichen Elementen
1706: Gründung der „Kloster-Bothin“, einer religiös-politischen Sonntagszeitung
1707: Feier der „Luisenwoche“, einem lebendigen Festspiel mit Spendengalacharakter
1708: Baubeginn des „Stifts Marienhöhe“, einer luxuriösen Siedlung für wohlhabende Frauen bei München
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Erstmalige Herausgabe des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“
1711: Chiemseer Ordenstagung zur Stärkung der weiblichen Konvente im Reich
1712: Bau eines Gasthauses beim Stift Marienhöhe als Vorbild für Herbergen, die gezielt reisenden Frauen offenstehen sollen
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Landgrafschaft Hessen (mit Vasallen)
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 für die Deutsche Hanse (mit Vasallen)
Seit 1711: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für die Pfalzgrafschaft bei Rhein (mit Vasallen)
Besondere Bauwerke:
Seit 1712: Gasthaus beim Stift Marienhöhe (100 000 S)
Offene Bauprojekte:
Stift Marienhöhe (2 140 000 S)
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon verläuft die hessische Teilstrecke von Frankfurt bis Mainz (42 Meilen/ 42 000 S), die pfälzische Teilstrecke zwischen Mainz und Haidach (175 Meilen/ 175 000 S) und die schwäbische Teilstrecke zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen/ 47 000 S)
Steuereinnahmen: 460 000 S
Gewinne der „Kloster-Bothin“: 6 000 S
Gewinne des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: -
Einnahmen aus dem Gemeinen Pfennig (Kaiserreich): 810 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 660 000 S (von den ursprünglich 924 000 S wurde die Briefpost abgezogen, welche man allerdings den drei Beteiligten in Rechnung stellen könnte)
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 450 000 S (mit Abgabebonus)
Sonderzahlungen: 11 000 S (10 000 S für Prinz Ludwig, 1 000 S für Abtprinz Eugen)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: 264 000 S (Einrichtung der Briefpostlinie, kann frei unter den beteiligten Ländern und der Reichskasse verteilt werden)
Verluste der „Kloster-Bothin“: -
Verluste des „Mallersdorfer Illustrierten Jahreskalenders“: 4 000 S
Fällige Kredite: -
Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter SI (leicht gewachsen), 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann, 1710 um eine Stufe verbessert)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner:
0,8 Minghan SR* (Krakau/München), zur Sicherung Jütlands eingesetzt
0,5 Regimenter DR (Pilsen), seit 1712 als Begleitdienst für reisende Frauen zwischen den Klosterherbergen außerhalb Baierns eingesetzt
Seit dem Frühjahr 1702 stehen zudem 2,0 Minghan LR aus Ungarn im Khanat Baiern, wovon seit Anfang 1712 eines als Begleitdienst für reisende Frauen zwischen den Klosterherbergen eingesetzt wird
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:49
#7
Markgrafschaft Brandenburg
Die zahlreichen Ideen, die der neue Markgraf August Wilhelm in Form einer Denkschrift für die Zukunft niedergelegt hat, stoßen auf großes Interesse bei den Hofbeamten, die bereits seinen Onkel beraten und dessen Austeritätspolitik mitgetragen hatten. Natürlich können nicht alle Vorstellungen sofort umgesetzt werden, da es kaum vorteilhaft wäre, erfahrene Männer mit anderer Ausrichtung zu entlassen, solange man keinen geeigneten Ersatz für ihre Aufgaben zur Verfügung hat. Auch der Umbau von Arbeitsräumen und erst recht die Errichtung „funktionaler Zweckbauten“ würde erhebliche Mittel erfordern und könnte in Zukunft allmählich und im Zuge notwendiger Renovierungsarbeiten in Angriff genommen werden, wenn der Markgraf einen Etat dafür bereitstellt. Es ist hingegen schnell gelungen, zusätzliche Männer an den Hof zu ziehen, die einen militärischen Hintergrund haben und deshalb mit dem erwünschten System von Befehl und Gehorsam besonders gut umgehen können. Insgesamt darf man mit dem diesjährigen Erfolg des Schwerpunktes also sehr zufrieden sein.
Drei Bereiche entziehen sich aber bislang weitgehend der Kontrolle des Monarchen: So tritt der Landtag nach den üblichen, von ihm selbst festgelegten Regeln zusammen, da die Stände nicht bereit sind, sich in „ein streng organisiertes Beratungsgremium, das ausschließlich auf Arbeit und Effizienz ausgerichtet ist“ verwandeln zu lassen. Auch eine „Einbindung des Adels in die militärische Führung des Landes“ ist kaum möglich, solange das Land kein stehendes Heer unterhält, bei welchem Kommandoposten ausgeübt werden könnten. Zuletzt erweist es sich zudem rasch als unmöglich, die Verwaltung „radikal“ zu zentalisieren. Dazu fehlt es Staaten aller Art schlicht an den nötigen, schnellen Kommunikationsmöglichkeiten und dem erforderlichen großen Beamtenstab in der Hauptstadt. Es wäre aber durchaus möglich, die vom Markgrafen in seiner ausführlichen Ideensammlung genannten Domänenkammern einzurichten, wenn man die nötigen Mittel und einen Schwerpunkt bereitstellen würde.
Die neue Studienkasse verhilft wieder zahlreichen jungen Talenten zu einer Ausbildung, und die Sid-Kasse unterstützt erneut bedürftige Familien. Da beide Kassen nicht weiter befüllt wurden, dürften sie im kommenden Jahr ihre Mittel wohl ausschöpfen.
Der Ausbau des Handelshafens zu Wismar wird fortgeführt, während man beim Straßenbau zunächst eine Pause einlegt.
Die „Inventur“ des Hofes und der übrigen Besitztümer wird begonnen, kann aber noch keine großen Erfolge vermelden. Bei vielen Gegenständen ist der Wert unklar und der Markt sehr begrenzt, so dass man ähnlich wie bei der Einrichtung von Räumen mit Hilfe eines jährlichen Etats nach und nach vorgehen könnte, was auch weniger Arbeitskraft erfordern würde.
Die Krönung gilt insgesamt eher als Enttäuschung, weil der bisherige Markgraf keine Neigung zu militärischen Formen zeigte und bereits der geplante Empfang „von Beamten, Stadtwache und Bürger in klaren Formationen“ nicht wie gewünscht abläuft. Auch der altgediente, adlige Erzbischof Martin von Magdeburg lässt sich in den Krönungsgottesdienst nicht hineinreden, sondern verwendet das übliche Messformular. Hier ist es einem 32jährigen, noch in seinem ersten Regierungsjahr stehenden Monarchen offenbar nicht möglich, sofort alle Traditionen umzuwerfen und alle Stände nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.
Die neue Vereinbarung mit dem Deutschen Orden ist hingegen ein schöner Erfolg, so dass die bisher von den Mongolen finanzierten Reiter ersetzt werden können. Als Ort der neuen Ballei ist Cottbus geplant, da man im Grenzgebiet zu den Vasallen und Satrapien am ehesten mit dem schnellen Aufkommen größerer Räuberbanden rechnet. Ihr Effekt dürfte zwar erst im kommenden Jahr zu spüren sein, dann aber zunehmend anwachsen.
Die fünf Schiffe wurden wie geplant gebaut und stehen nun in Stralsund bzw. (für Ungarn) Genua bereit. Die beiden Handelssegler kosteten sogar weniger als veranschlagt, so dass man zusätzliche Rücklagen bilden konnte. Allerdings mussten die Kollegien noch finanziert werden, die bei der Etatplanung aus dem Blick geraten waren.
Die mit Finnland ausgehandelten gegenseitigen Priviliegien scheinen dem Großherzogtum etwas stärker zu nützen als der Markgrafschaft, haben aber insgesamt einen besseren Effekt als die Vereinbarung mit Westfalen. Allerdings steht man hier auch noch am Anfang.
Besonderheiten:
Die Markgrafschaft hat aufgrund eines Vertrages Albrechts III., der unter Albrecht IV. im Jahr 1702 stark abgewandelt wurde, Anspruch auf Subsidien aus der Satrapie Krakau in Höhe von 90000 S zuzüglich eines Anteils der Zolleinnahmen aus dem Handel zwischen Krakau und der Region Stettin (natürlich zu Lasten von Krakau, nicht von Finnland), der abhängig vom Handelsvolumen zwischen 10000 S und 60000 S beträgt.
Die Universität Rostock bildet besonders gute Verwaltungskräfte für den Hofdienst aus.
Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr drei Schiffe zum Normalpreis bauen lassen; Seit Anfang 1712 abgeändert in: Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr Schiffe für insgesamt 250 Mann Gesamtgröße bauen lassen, ihre Zahl spielt keine Rolle mehr.
Seit der Thronbesteigung Friedrich Augusts I. ist der Hof „spartanisch“ ausgerichtet und zieht daher deutlich mehr Männer mit militärischem Hintergrund an als üblich.
Herrschaftsgebiet: Brandenburg, Mecklenburg, Schleswig, Holstein, Sachsen-Anhalt
Vasallen: Ostsachsen (Freiberg-Görlitz)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 760 000
Regionen: Schwerin-Berlin, Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit der Hanse und der Kalmarer Union), Mitteldeutschland (zusammen mit Baiern und Hessen)
Hauptstadt: Berlin
Hauptresidenz: Schwerin (Residenz 1)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Markgraf Friedrich August I. (seit 1711, *1680)
Verstorbene Monarchen: Markgraf Albrecht IV. (1688-1711, *1651)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Vorbereitung einer Balleigründung des Deutschen Ordens als Wirtschaftsförderung
1702: Diplomatische Gesandtschaft nach Krakau
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau eines Handelspostens in Narwa
1705: Einrichtung zweier Kollegien für die Universität Rostock
1706: Einführung eines Branntweinmonopols (seit 1708/09 verpachtet)
1707: Einrichtung der „Sid-Kasse“ zur Unterstützung bedürftiger Familien
1708: Ausbau des Ostseehafens zu Wismar (von Stufe 1 auf Stufe 3)
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Einführung einer Studienkasse für vielversprechende Studenten
1711: Einrichtung eines Chausseeamtes
1712: „Spartanische“ Hof- und Staatsführung
Besondere Gebäude:
1705: „Heiliger-Großkhan-Putraq-Kolleg“ und „Kaiser-Kebek-Kolleg“ in Rostock
1706: „Mutter-Adelburga-Maria-Kolleg“ in Rostock
1707: Handelsposten (Kontor) 1 in Narwa
Offene Bauprojekte:
1708-17XX: Handelshafen in Wismar (Vergrößerung um zwei Stufen, 775 000 S/ 3 000 000 S)
1711-1714: Mittlere Straße von Berlin nach Stettin (142 Mongolische Meilen/ 2 130 000 S; davon sind 1711 bereits 550 000 S investiert worden)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1711: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Großfürstentum Finnland
Seit 1712: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen
Steuereinnahmen: 360 000 S
Tributeinnahmen: -
Einnahmen aus dem Branntweinmonopol: 50 000 S
Subsidien aus der Satrapie Krakau: 150 000 S
Einlagen der Sid-Kasse: 8 000 S
Einlagen der Studienkasse: 6 000 S
Nicht verwendete Mittel: 6 000 S (2*50 IV kosten im Bau nur 24 000 S statt 30 000 S)
Rücklagen aus dem Vorjahr: 52 000 S (von den anfangs 55 000 S mussten noch die Kosten für die drei Kollegien im Jahr 1712 abgezogen werden)
Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 160 000 S (seit 1712 „spartanische“ Ausrichtung)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 3 000 S Verwaltungskosten für die drei Kollegien
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: -
Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 2,2) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR (leicht gesunken), 2,2 (effektiv 2,2) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 1,5 (effektiv 1,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II im Land (500 Mann), zusätzlich Stufe IV in Narwa (bis zu drei Schiffe pro Jahr)
Geschütze: -
Schiffe Anfang 1712: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Schiffe zum Jahresende: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Neubauten: 2*50 IV (Handelsschiffe)
Schiffe Anfang 1713: 3*50 IV, 15*25 III, 11*25 II
Staatliche Handelsschiffe Anfang 1713: 2*50 IV
Söldner: -
Im Land stehende Truppen verbündeter Länder: 1,0 Minghan LR aus dem Khanat Ungarn und 1,0 Minghan SR vom Deutschen Orden
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:50
#8
Pfalzgrafschaft bei Rhein
Die Briefpostlinie wird ohne Probleme eingeführt, wobei man das Personal häufig aus den Heidelberger Zünften rekrutieren kann. Ein Teil wird dann aus Schwaben ergänzt, wo es besonders viele Menschen gewohnt sind, neben der Landwirtschaft weitere Arbeiten auszuüben. Nur die Pferde müssen größtenteils aus verschiedenen Ländern importiert werden, da man bislang selten sehr schnelle Tiere benötigte.
Die Ritternothilfe und die beiden Kreditbanken für die Landwirtschaft und für Handwerk und Handwerk tun weiter ihren Dienst, wobei die Landwirtschaftsbank deutlich effektiver ist als ihr Pendant. In Berlin und Cordoba machten die Delegationen außerdem eine gute Figur, während die Pfälzer mit der Militarisierung Brandenburgs noch ein wenig fremdeln.
Die drei wechselseitigen Handelsprivilegien helfen der Pfalz auch weiterhin etwas mehr als den Partnern, während man in Baiern stark mit der hanseatischen Konkurrenz zu kämpfen hat. Die Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken ist inzwischen fertiggestellt worden, seltsamerweise aber nicht mit einer vollen Meilenzahl. Man könnte sie also mit 6000 S zusätzlich noch auf 131 Meilen bringen.
Besonderheiten:
Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.
Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
Vasallen: Erzbistum Mainz
Ungefähre Bevölkerungszahl: 850 000
Regionen: Heidelberg-Mannheim, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit der Eidgenossenschaft, Schwaben und Burgund)
Hauptstadt: Heidelberg (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Heidelberg (Stadtschloss 4)
Wichtige Festungen: Speyer (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Pfalzgraf und Reichserztruchsess Balduin I. (seit 1684, *1647)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim
1706: Einführung eines pfalzgräflichen Korrespondentennetzwerks unter kaiserlichem Schutz
1707: Rundreise des Pfalzgrafen durch die ländlichen Regionen
1708: Gründung einer Landwirtschaftsbank
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft nach englischem und westfälischem Vorbild
1711: Ritterkasse zur Unterstützung von Adelsgeschlechtern, die in Not geraten sind
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
Abgeschlossene Bauprojekte:
Ende 1707: Mittlere Straße zwischen Heidelberg und Mannheim (20 Mongolische Meilen/ 300 000 S)
Ende 1712: Mittlere Straße zwischen Mannheim und Saarbrücken (130,6 Mongolische Meilen/ 1 959 000 S)
Offene Bauprojekte: -
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S), davon reicht die pfälzische Teilstrecke von Mainz bis Haidach (175 Meilen/ 175 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Westfalen
Seit 1710: Gegenseitige Privilegien der Stufe 1 mit dem Herzogtum Schwaben
Seit 1711: Einseitige Privilegien der Stufe 1 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 810 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Gewinne der Postlinie: -
Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: 91 000 S
Rücklagen der Ritternothilfe: 44 000 S
Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 430 000 S (davon 290 000 S verliehen)
Einlagen der pfalzgräflichen Landwirtschaftsbank: 400 000 S (davon 340 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
Verluste des Korrespondentennetzwerks: 17 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Kosten der Postlinie: 175 000 S (für 1713)
Ausgaben während des Jahres: -
Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 14 000 S
Fällige Kredite: 1 420 000 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 1 562 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 4,7 (effektiv 4,7) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann, 1710 um 500 Mann erhöht)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
Schiffe: -
Söldner:
1,0 Minghan LR (Lüttich)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:50
#9
Herzogtum Schwaben
Die Briefpostlinie wird ohne Probleme eingeführt, wobei man das Personal sogar aus dem Land selbst rekrutieren kann. In Schwaben sind es viele Menschen gewohnt, neben der Landwirtschaft noch weitere Arbeiten auszuüben, und auch wandernde Dienste haben mittlerweile ein gewisses Ansehen gewonnen. Nur die Pferde müssen größtenteils aus verschiedenen Ländern importiert werden, da man bislang selten sehr schnelle Tiere benötigte.
Die verschiedenen Dienste sorgen in dem kleinen, noch immer recht heterogenen Land weiterhin für für Verbesserungen im Bildungswesen, bei der Gesundheit und bei der Rechtspflege.
Eberhard III. machte in diesem Jahr erstmals die Erfahrung einer langen, in ein sehr fremdes Land führenden Auslandsreise. Da die meisten Delegationen nicht von Staatsoberhäuptern angeführt wurden, rückte der schwäbische Monarch besonders ins Blickfeld und wurde von vielen Menschen aus dem Mittelmeerraum und Westafrika mit großem Interesse nach seinem unbekannten Reich und den dortigen Lebensbedingungen gefragt. Schwaben ist daher nun auch in fernen Ländern zumindest ein Begriff.
Besonderheiten:
Die Erfahrung der Tiroler Invasion motivierte viele Stadtbürger dazu, ihre Heimat besser zu schützen. In Schwaben haben Festungsgeschütze immer die Wirkung der nächsthöheren Technologiestufe.
Die Universität Tübingen hat eine gegenüber dem Heiligen Stuhl sehr kritische Fakultät für Theologie. Dadurch haben die württembergischen Pfarrer ein starkes Heimatgefühl und werden in Konfliktfällen häufiger die Position des Herzogs stärken.
Da viele schwäbische Bauern nur wenig Land besitzen und lange mit wechselnden Gesetzen zum Erbrecht umgehen mussten, arbeiten sie häufig zusätzlich im Auftrag reicher örtlicher Handwerker. Die Bauern tragen dadurch erheblich zur Handwerksproduktion bei.
Herrschaftsgebiet: Württemberg (ohne den hessischen Norden und den Kreis Konstanz)
Vasallen: Südbaden, Kreis Lindau, Vorarlberg, Westtirol (St. Anton – Völs)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 900 000
Regionen: Stuttgart-Urach (mit Ulm), Cisleithanien (südöstliche Vasallen, zusammen mit Italien, Ungarn, Böhmen und Baiern), Südwestdeutschland (südwestliche Vasallen, zusammen mit der Eidgenossenschaft, der Pfalzgrafschaft und Burgund)
Hauptstadt: Stuttgart
Hauptresidenz: Urach (Stadtbefestigung 2, Burgschloss 2)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Eberhard III. (seit 1705, *1670)
Verstorbene Monarchen:
Herzog Ulrich I. (1684-1705, *1647)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Landesreise des Herzogs durch alle Regionen Schwabens
1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Einführung einer Handwerkerkasse
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Einführung eines fahrenden Richterdienstes im Auftrag des Herzogs
1707: Bau mehrerer kleiner Bibliotheken in den Landstädten des Herzogtums
1708: „Reformation“ der Leibeigenschaft
1709: Einführung von Sonntagsschulen nach westfälischem Vorbild
1710: Einführung eines fahrenden „Heilerdienstes“
1711: Kein Schwerpunkt – Stärkung der Hofverwaltung durch persönliche Anwesenheit des Königs
1712: Einführung eines Postdienstes, der zunächst dem Heiligen Römischen Reich untersteht
Besondere Gebäude:
Seit 1707: Kommunale Bibliotheken (15 000 S) in drei Kleinstädten des Herzogtums, 1708 durch weitere acht Bibliotheken (15 000 S) ergänzt, seit 1709 jährlich mit 35 000 S alimentiert (siehe Hofetat).
Abgeschlossene Bauprojekte:
1705/06: Mittlere Straße von Urach nach Ulm (60 Mongolische Meilen)
Postdienste:
Briefpostlinie Frankfurt-Mainz-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart (264/42+80+20+122 Mongolische Meilen / 264 000 S); die schwäbische Teilstrecke verläuft zwischen Haidach und Stuttgart (47 Meilen / 47 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe I mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein
Steuereinnahmen: 560 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 22 920 S
Gewinne der Postlinie: -
Einlagen der Handwerkerkasse: 345 000 S (davon 290 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus),
Weitere laufende Ausgaben: 40 000 S für den fahrenden Richterdienst und seine Ausbildung, 20 000 S für den wandernden Heilerdienst, 10 000 S für die effektivere Gutsverwaltung der herzoglichen Liegenschaften sowie 35 000 S für die kleinstädtischen Bibliotheken
Kosten der Postlinie: 47 000 S (für 1713)
Soldkosten: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: Inlandskredit über 1 300 000 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 1 456 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 3,1 (effektiv 3,1) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan SR, 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter DR, 1,9 (effektiv 1,9) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1000 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: -
Schiffe: -
Söldner: 1,0 Minghan LR (Pilsen)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:50
#10
Schweizerische Eidgenossenschaft
Das Collegium Metaphysicum, das gut zu den zahlreichen bisherigen wissenschaftlichen und literarischen Maßnahmen Samuel Frischings passt, wird in Zürich eingerichtet, da dort eine besonders urbane, gebildete und diskussionsfreudige bürgerliche Schicht entstanden ist. Mittelfristig sollen dann wie geplant weitere Salons mit ähnlicher Ausrichtung gegründet werden, was angesichts der vielen Ausbildungseinrichtungen wohl auch geschehen dürfte.
Die Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion wird mit Erfolg fortgeführt und gerade in diesem Jahr auch von den Kantonen stark unterstützt. Zudem gelingt es, den Brotpreis auf einem niedrigen Niveau zu halten. Dennoch wandern nicht wenige Handwerkermeister ins Khanat Ungarn aus, wo man ihnen eine neue Chance zu bieten scheint, wenn ihr bisheriger Betrieb bei den Fluten zerstört wurde oder keine Abnehmer mehr fand. Die Kantone der Ostschweiz bitten daher um eine diplomatische Intervention bei Arpad V., um diesen Aderlass aufzuhalten.
Der Straßenbau wird mit großem Erfolg fortgeführt, man freut sich in beiden Städten bereits auf die geplante Fertigstellung im kommenden Jahr.
Die Delegation, die man zum Handwerkerwettstreit nach Mailand entsandte, warb wieder mit Erfolg für eidgenössische Waren, und auch im Kalifat machte man einen sehr soliden Eindruck, ohne besonders hervortreten.
Besonderheiten:
Der bedeutende Söldnermarkt des Landes untersteht der Kontrolle der Kantone. Wenn die Bundesversammlung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit ausruft, können bis zu fünf Regimenter jeder vorhandenen Waffengattung nach den üblichen Regeln rekrutiert werden.
Die Eidgenossenschaft erkennt als letztes mitteleuropäisches Land den Großkhan als ihren Oberherrn an. Sie kann daher aus Dagomys vergünstigte Kredite abrufen.
Als Gegenleistung für die Solddienste der Eidgenossen stellt der Söldnermarkt Kiew den Schweizern bis zu vier Minghan LR zum halben Preis zur Verfügung.
Herrschaftsgebiet: Schweiz, Liechtenstein, Oberelsass
Vasallen: Aostatal, Bistum Konstanz, Nordostsavoyen
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 110 000
Regionen: Schweiz, Südwestdeutschland (Bistum Konstanz, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und Burgund), Südfrankreich-Savoyen (südwestliche Vasallen, zusammen mit Frankreich)
Hauptstadt: Keine
Bundesstadt mit mongolischem Residenten: Bern (Stadtbefestigung I)
Wichtige Festungen: -
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Bundesammann Jakob Escher (seit 1711, *1651)
Verstorbene Staatsoberhäupter:
Bundesammann Samuel Frisching (1698-1712, *1638)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Schweizerische Fest- und Wettkampfspiele (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
1703: Einrichtung des Schweizer Verwaltungsamtes (1704 zur Schule umgewidmet)
1704: Gründung der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk in Zürich
1705: Professionalisierung der Schweizerischen Fest- und Wettkampfspiele (künftig alle fünf Jahre geplant)
1706: Einrichtung einer Botschaft in Dagomys
1707: Umfassende gesamteidgenössische Bildungsreform
1708: „Erforschung der Berge“ mit Ungarn, Italien und der Kalmarer Union
1709: Literarisches Programm und „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
1710: „Rösti“ – Diversifizierung der Nahrungsmittelproduktion
1711: Reform der Unterrichtsmethoden in der Eidgenossenschaft
1712: Collegium Metaphysicum zum geistigen Austausch und zur Pflege der Vernunft
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Verwaltungsschule in Bern
Seit 1709: „Haus der Sprachen und Dichtung“ in Lausanne
Offene Bauprojekte (1703-17XX): Prachtallee zwischen Bern und Zürich (bereits 3 400 000 S von 3 550 000 S/ 130 Meilen)
Botschaften und Feste Gesandtschaften:
Seit 1706: Botschaft beim Großkhanat Dagomys (25 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole: Keine
Steuereinnahmen: 530 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 31 965 S
Einlagen der der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk: 300 000 S (davon 280 000 S verliehen)
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 8% (aus Dagomys, reduziert)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 25 000 S (Botschaft in Dagomys)
Ausgaben während des Jahres: -
Aufgenommene Kredite (zu 8% Zinsen aus Dagomys): 23 340 000 S (mit Zinsen 25 207 200 S)
Vergebene Kredite (zu 10% Zinsen): 23 340 000 S (mit Zinsen 25 674 000 S)
Gewinne aus dem Kreditgeschäft: 466 800 S
Waffentragende Bevölkerung: 0,1 (effektiv 0,1) Minghan LR, 10,6 (effektiv 10,6) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,3 Minghan (effektiv 0,3) LR (leicht gesunken), 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI (leicht erhöht)
Geschützproduktion: Stufe II (500 Mann)
Schiffsproduktion: -
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III
Schiffe: -
Söldner:
1,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt)
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:52
#11
Deutsche Hanse
Die Archivierung von Schiffskonstruktionen militärischer Fahrzeuge wird in den Ländern an der Nord- und Ostseeküste begonnen, da man dort ohne viel Aufsehen die Häfen ansteuern kann. Im Lauf des Jahres nutzt man dann die Einladung des Kalifen, um weitere Seemächte aufzusuchen, die im Atlantikraum liegen. Dabei gelingt es überraschend sogar, Skizzen der kanarischen Schiffe in die Hand zu bekommen. Die sichere Aufbewahrung der Pläne dürfte mit etwa 10 000 S für die Schiffe eines Landes zu Buche schlagen (maximal also 180 000 S), weil man natürlich nicht alles an einen Ort bringen möchte. Die sehr genauen Planskizzen ermöglichen es der Hanseflotte, Schwachstellen gegnerischer Schiffe auszunutzen. Es ist dabei jederzeit möglich, einzelne Skizzenbücher wegzuwerfen und den Vorteil gegen das betreffende Land aus der Hand zu geben (etwa, weil man es nicht für eine Bedrohung hält). Man rechnet damit, dass der Vorteil etwa zwölf Jahre anhalten wird (1713-1724).
Auch die Historiker, die sich mit der Politik Herrmann Mornewegs beschäftigen, würden eine kleine finanzielle Unterstützung benötigen und haben einige Rechnungen eingereicht, die in diesem Jahr bezahlt werden könnten, wenn man sie anerkennt. Die Männer vermuten, dass in Nowgorod noch wichtige Dokumente vorhanden sein könnten, da der junge Kaufmann in der Zeit zwischen 1294 und 1298 mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrmals dorthin reiste. Es dürfte möglich sein, Zugang zu den dortigen Archiven zu erhalten.
Nachdem die Hanse die außerordentlich hohe Summe von 3,5 Millionen S bereitgestellt und in diesem Jahr auch vollständig ausbezahlt hat, geht die Bauernbefreiung schnell voran. Auch die Neuorganisation des nutzbaren Bodens nimmt immer mehr Fahrt auf, zumal der Druck in den Kommunen recht hoch bleibt. Man geht davon aus, dass der kommunale Anteil bis 1720 etwa 65% des nutzbaren Bodens umfassen und vorwiegend in Form von Genossenschaften bewirtschaftet werden dürfte. Dem Adel könnten dann etwa 6%, freien Ackerbürgern und Bauern 10% und kirchlichen Institutionen ungefähr 19% gehören. Zudem wäre es wohl in einem zweiten Schritt auch möglich, kirchliche Pfründen an die Genossenschaften zu verpachten.
Der Handel der Bundesstädte und einiger Vasallen (besonders Amsterdams und Gotlands) ist in diesem Jahr vor allem im Heiligen Römischen Reich, im Ostseeraum und in einigen neuen Vasallenkhanaten Nordamerikas stark angewachsen, nachdem man die Südamerikaroute weitgehend den Iren und Mongolen überließ. Auch vor den Küsten des Kalifats nahm die hanseatische Präsenz wegen nachlassender Piraterie wieder zu. Die Seeräuber könnten vielleicht von der großen Flotte der Meriniden abgeschreckt worden sein.
Besonderheiten:
Der Städtebund hat zahlreiche Handelsprivilegien im mongolischen Ostseeraum und in den drei nordischen Königreichen dauerhaft vertraglich vereinbart.
Jede Hansestadt unterhält auf eigene Kosten zwischen 0,5 und 2,5 Reg. Festungsartillerie.
Der Bürgermeister von Lübeck bekleidet stets einen unbetitelten mongolischen Adelsrang.
Die Hanseflotte kämpft wegen ihrer besonderen Archivierung aktueller Konstruktionspläne in den nächsten zwölf Jahren (1713-1724) mit einem zusätzlichen Vorteil gegen Schiffe der Stufe III Schwedens, Dänemarks, Norwegens, Finnlands, der Zisterzienser, Brandenburgs, Westfalens, des Deutschen Ordens, Englands, Irlands, Burgunds, Galiciens, des Kalifats von Cordoba, der Kanarischen Inseln, sowie der Satrapien Narwa, Nowgorod, Riga und Krakau, sofern die Planskizzen für 10000 S pro Land oder Satrapie sicher aufbewahrt werden
Bundesstädte: Lübeck, Hamburg, Bremen, Köln, Duisburg, Neuss, Lüttich, Metz, Aachen, Ulm
Vasallen: Hochstift Köln, Hzm Jülich, Friesland (NL), Amsterdam, Gotland, Aland, Helgoland
Ungefähre Bevölkerungszahl: 600 000 (leicht gewachsen)
Regionen: Niedersachsen-Holland (Hamburg-Bremen-Friesland-Amsterdam-Helgoland, mit den westfälischen Vasallen) Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (zusammen mit Brandenburg und der Kalmarer Union), Rheinland (Köln-Duisburg-Neuss-Lüttich-Aachen-Hochstift Köln-Hzm. Jülich); Ulm ist der Region Schwaben (Stuttgart-Urach) zugeordnet, Gotland und Aland sind Teil der Region Dänische Inseln-Schonen
Vorort (eine Art Bundeshauptstadt) und Sitz des Immerwährenden Hansetages: Lübeck (Stadtbefestigung 4)
Wichtige Festungen: Köln (4), Ulm (5), andere Bundesstädte (3), Aland (3), Gotland (4)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erster Hansebürgermeister Chrysostomos Baur (seit 1707, *1662)
Zurückgetretene Erste Hansebürgermeister:
Olof Scholten (1697-1707, *1631)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Jahrhundertbuch der Hanse
1702: Gründung der Hanseatischen Handelsbank
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau der „Britanic“ (800-Mann-Handelssegler III) als Prototyp der neuen Taurus-Klasse
1705: Hansetag in Ulm zur Umwandlung des Bundes in eine Art Timokratie
1706: Einstieg der Hanse in die burgundische Amerikagesellschaft CBCA
1707: Einführung des Hanseblatts, einer nichtstaatlichen Wirtschaftszeitung
1708: Neuordnung des kommunalen Feuerwehrwesens
1709: Bau eines Kontors auf Barbados für den Südamerikahandel (noch unvollendet)
1710: Milderung der bäuerlichen Lasten und Ablösung von Frondiensten (1711 dann zur Bauernbefreiung mit einer Neuverteilung des Bodens an Genossenschaften erweitert)
1711: Archivarbeit in Reval und Pori
1712: Archivierung von Konstruktionsplänen gegnerischer Schiffe
Besondere Gebäude: -
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 2 im Khanat Baiern (mit Vasallen)
Seit 1712: Schikanen gegen das Khanat Italien und das Khanat der Kanarischen Inseln
Offene Bauprojekte: -
Stimmenanteile auf dem Immerwährenden Hansetag zu Lübeck (1712/13):
Lübeck: 6%+7%
Hamburg: 5%+7%
Bremen: 5%+2%
Köln: 5%+11%
Duisburg: 5%+10%
Neuss: 5%+0%
Lüttich: 5%+0%
Metz: 5%+0%
Aachen: 5%+0%
Ulm: 5%+12%
Steuereinnahmen: 1 580 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 14 049 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 11%
Einlagen der Hanseatischen Handelsbank: 500 000 S (davon 500 000 S verliehen)
Überschüsse des Hanseblattes: 6 000 S
Einnahmen der Handelsschiffverkäufe: 161 000 S (2*800 III)
Hofhaltungskosten: (Vorjahr): 100 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Zusätzliche Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Verluste des Hanseblattes: -
Offene Zusagen: -
Fällige Kredite: 3 600 000 S im Inland zu 11% Zinsen, insgesamt also 3 996 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 5,8 (effektiv 5,8) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 0,7 (effektiv 0,7) Regimenter LI
Städtische Festungsgeschütze III: 1,2 (Köln), 1,1 (Ulm), 0,8 (Duisburg, Hamburg), 0,7 (Lübeck), 0,6 (Bremen), 0,5 (Lüttich, Metz, Neuss, Aachen)
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (4000 Mann)
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III
Schiffe Anfang 1712: 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III
Staatliche Handelsschiffe Anfang 1712: 2*800 III (Taurus-Klasse)
Schiffe zum Jahresende 1712: 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III
Staatliche Handelsschiffe zum Jahresende 1712: -
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1713: 3*300 III, 5*100 III, 56*50 III, 150*25 III
Staatliche Handelsschiffe Anfang 1713: -
Anmerkung: Handelsschiffe fahren normalerweise mit etwa einem Viertel oder einem Fünftel der Besatzung eines Kriegsschiffes; es handelt sich also um eine Größenrelation, nicht um die Mannschaft, die man bei Handelsunternehmungen wirklich einsetzt. Dennoch werden für diese Schiffe die üblichen Unterhaltskosten fällig.
Söldner: 1,0 Minghan LR (Kiew) zur Sicherung der Handelswege zwischen den Kommunen
Im Felde stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:52
#12
Deutscher Orden
Der Orden ist bereits sehr erfahren im Neuaufbau von Balleien, da dies in den letzten zehn Jahren bereits zweimal der Fall gewesen ist. Man beginnt daher mit besonderer Expertise, was die notwendigen Arbeiten beschleunigt. In Brandenburg scheint man auch angesehen und beliebt zu sein, was die militärische Zusammenarbeit zum Schutz des Landes erleichtert.
Die Ballei Lyckå wächst ebenso, bleibt aber zunächst weitgehend von schwedischen Rittern abhängig, nachdem der dänische König sie offen ablehnte und Zustiftungen nicht mehr ohne Zustimmung eines staatlichen Gremiums möglich sind.
Die „Bruderschaft der Feder“ nimmt ihre Arbeit auf und beginnt mit der Einrichtung eines Netzwerkes im Zielgebiet.
Die Geschütze und Schiffe werden wie geplant fertiggestellt, und auch der Ausbau von Stralsund geht gut voran.
Besonderheiten:
Der Orden erhält die Überschüsse aus den Balleien in Schweden, Deutschland und England.
Die berittenen Ordensaufgebote erfordern nur 10 S Handgeld, das an die Balleien fällt.
Der Orden verfügt über SI, die von den Balleien unterhalten und ausgebildet wird.
Herrschaftsgebiet: Vorpommern, Balleien in Schweden, Deutschland und England
Vasallen: -
Ungefähre Bevölkerungszahl: 60 000
Regionen: Vorpommern (mit Stettin); die Balleien sind in ihre jeweiligen Gastländer integriert
Hauptstadt: Keine
Sitz des Hochmeisters: Stockholm (Balleifestung 1)
Tagungsort des Generalkapitels: Uppsala (Balleifestung 4)
Wichtige Festungen: Stralsund (2)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochmeister Louis-Thomas von Savoyen (seit 1699, *1657)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Schulförderung/ Christliches Schulwesen
1702: Aufbau einer neuen Ballei in Wismar (Brandenburg)
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Bau eines Musterlandguts (mittel) auf Rügen
1705: Bau eines Handelshafens 1 in Stralsund
1706: Einrichtung eines Priesterseminars in der Ballei Linköping
1707: Bau einer Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
1708: Pfingstversammung für alle Freunde und Förderer des Ordens in Uppsala
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Aufbau einer neuen Ballei in Lyckå (Schonen-Blekinge und Småland)
1711: Einrichtung der „Bruderschaft der Feder“, eines ordenseigenen Geheimdienstes
1712: Aufbau einer neuen Ballei in Cottbus (Brandenburg)
Besondere Gebäude:
Seit 1704: Musterlandgut auf Rügen
Seit 1706: Priesterseminar in der Ballei Linköping (in Kooperation mit dem Heiligen Stuhl)
Seit 1707: Schule zum besseren Verständnis der göttlichen Weltordnung in Greifswald
Besondere Einrichtungen:
Seit 1711: „Bruderschaft der Feder“ (ein ordenseigener Geheimdienst); beobachtet seit 1712 mit 60 000 S jährlich Schonen und den Kalmarer Hof
Offene Bauprojekte: Handelshafen 1 in Stralsund (1 200 000 S/ 1 500 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Keine
Steuereinnahmen (mit den Balleien): 540 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen der „Bruderschaft der Feder“: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 2 500 S
Nicht verwendete Mittel: -
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 40 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten:
Weitere feste Ausgaben:
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: Kredit in der Eidgenossenschaft über 900 000 S zu 10% Zinsen, insgesamt also 990 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 5,6 (effektiv 3,6) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2,7 (effektiv 2,7) Regimenter SI
Vasallenaufgebote: -
Geschützproduktion: Stufe III (500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II (500 Mann)
Geschütze:
1,0 Regimenter Feldartillerie II, stehen zu Jahresbeginn in Südschweden
0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III, stehen zu Jahresbeginn in Stralsund bereit
Schiffe zu Jahresbeginn 1712: 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Schiffe am Jahresende: 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Neubauten: 1*400 III (in Italien)
Schiffe Anfang 1712: 1*400 III, 5*100 III, 15*50 III, 22*25 III, 5*25 II
Söldner: -
Im Felde stehende Einheiten:
1,0 Minghan SR aus den schwedischen Balleien in Südschweden, 1,0 Minghan SR aus den deutschen Balleien in Brandenburg
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:53
#13
Herzogtum Burgund
Der Kran wird wie geplant fertiggestellt und aufgerichtet. Es zeigt sich auch, dass die enge Zusammenarbeit mit Frankreich beiden Ländern nützen kann. Besonders die Modische Woche profitierte sehr von englischen und französischen Gästen.
Besonderheiten:
Burgund verfügt über zahlreiche technische Spielereien aus dem 16. Jh., die beeindruckende Effekte hervorrufen und gegenwärtig nicht mehr gebaut werden können. Wenn man sie mit 150000 S jährlich unterhält, stärken sie das Prestige des Hauses Burgund beträchtlich (seit 1704 fester Bestandteil der Burgunder Modewoche).
Die Genter Residenz ist zu mongolischer Zeit ungewöhnlich prachtvoll ausgebaut worden.
In Gent befindet sich noch Feldartillerie aus der Zeit Yunus‘ IV. (zunächst reduziert, 1704 dann vollständig zur wissenschaftlichen Begutachtung aufgelöst)
Die Kooperation von Ländern zur See gegen Piraten unter burgundischer Leitung und in der Nähe der Küsten des Landes ist zwischen 1703 und 1722 deutlich effektiver.
Herrschaftsgebiet: Entspricht ungefähr dem Besitzstand des Hauses Burgund um 1477
Vasallen: Erzbistum Trier, Bistum Utrecht, Bistum Verdun, Bistum Toul, Bistum Cambrai
Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 000 000
Regionen: Flandern-Brabant-Luxemburg, Hochburgund-Lothringen, Südwestdeutschland (Vasallengebiete, zusammen mit Schwaben, der Pfalzgrafschaft und der Eidgenossenschaft)
Hauptstadt: Dijon (Stadtbefestigung 1)
Hauptresidenz: Gent (Residenz 6)
Wichtige Festungen: Amiens (1), Breda (1), Dinant (1), Luxemburg (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Karl XII. (seit 1612, *1684)
Verstorbene Monarchen: Herzog und Reichserzkämmerer Johann X. (1690-1712, *1661)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ständeversammlung zu Wirtschaft und Handel
1702: Konferenz zur Bekämpfung der Piraterie im Nordseeraum und im Kanal
1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst (städtische Wasserversorgung)
1704: Eröffnung eines Modehauses mit Modewoche in Gent
1705: Gründung der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA), 1711 zunächst aufgelöst
1706: Feier der Genter Modewoche mit zahlreichen internationalen Gästen
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Gent, Antwerpen, Breda und Brügge
1708: Förderung des Uhrmacherhandwerks
1709: Teil II der kaiserlichen Wasserkunst mit einem Schwerpunkt auf Handel und Prestige
1710: Ausarbeitung einer „Großen Hofordnung“ als Vorbild für Europa
1711: Diplomatische Initiative zur Verbesserung des burgundischen Rufes im Ausland
1712: Bau eines modernen Verladekrans für den Hafen von Antwerpen
Besondere Gebäude:
1704: Genter Modehaus in der Residenzstadt Gent
Besondere technische Gerätschaften:
1712: Moderner Verladekran in Antwerpen
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1709: Dauerhafte Handelsprivilegien der Stufe I im Königreich Dänemark
1710-1711: Handelsprivilegien der Stufe I im Kalifat von Cordoba
Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Königreich Frankreich
Embargos:
Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln
Steuereinnahmen: 660 000 S
Tributeinnahmen: -
Einnahmen durch den Verkauf von Adelstiteln: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 2 000 S
Nicht verwendete Mittel: -
Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 240 000 S, davon 20 000 S zur Förderung der Mode und der Musik bei Hofe
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 250 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite I: 100 000 S in der Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 110 000 S
Fällige Kredite II: Zinsloser Zwangskredit über 5 550 000 S im Inland, davon sollen weiterhin jährlich jeweils 150 000 S zurückgezahlt werden.
Waffentragende Bevölkerung: 3,7 (effektiv 2,4) Minghan SR, 1,3 (effektiv 0,9) Minghan LR, 2,6 (effektiv 2,6) Regimenter LI (leicht gesunken)
Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,2) Minghan LR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe II (1500 Mann)
Geschütze: -
Besondere Geschütze: Mitte 1704 vollständig aufgelöst und wissenschaftlich untersucht
Schiffe Anfang 1712: 10*100 III, 20*50 III, 20*25 II, davon 2*100 III, 6*50 III unter französischem Kommando auf Barbados
Schiffe am Jahresende 1712:
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1713:
Söldner: 1,0 Minghan LR (Lüttich) zur Banditenbekämpfung
Im Feld stehende Einheiten: 1,3 Minghan SR und 0,4 Minghan LR sowie 0,3 Minghan LR (Vasallen) zur Banditenbekämpfung
Verluste 1712: -
-
12. Oktober 2025, 19:53
#14
Königreich Frankreich
Der Geheimdienst wird wie geplant eingerichtet, wobei nicht die ganzen Mittel benötigt worden sind. Die Markgrafschaft Saluzzo und das Herzogtum Burgund sind dankbar für Frankreichs Kulanz und Unterstützung.
Die Käse- und Warenmesse und die Zusammenarbeit mit Burgund bei der Modischen Woche waren wie schon in den letzten Jahren recht erfolgreich. Der Fernhandel hat sich sogar in Übersee erholt, seit man die Flaggen zweier englischer Festlandslehen nutzen darf. Man fürchtet aber, dass dies mit der Einführung der „Unionsflagge“ nicht mehr möglich sein dürfte.
Der König führte zudem seine symbolischen persönlichen Rechtsentscheide fort und nutzte den Mercure erneut für deren Publikation.
Die naturkundlichen Reisen werden auch in diesem Jahr fortgeführt und sind von der Krone bis Ende 1713 terminiert.
Der Konflikt mit Italien und den Kanaren entwickelte sich seit dem Sommer sehr ungünstig für das Land, und im Adel wird kritisiert, dass man Barbados nach knapp acht Jahren wieder aufgegeben hat, selbst wenn man dem künftig unabhängigen Reich weiterhin beizustehen versprach. Auch die Handelsgilden trauern der Chance hinterher, in Südamerika in Kürze gewinnbringende Geschäfte zu machen. Nur die Vertreter der Zünfte können mit dieser Entscheidung offenbar ganz gut leben.
Besonderheiten:
Die französische Krone erhält jährlich 250000 S vom Haus Burgund und 300000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.
Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
Zusätzlicher Vasall von Mitte 1705 bis Anfang 1713: Barbados
Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000 + 10 000 (Barbados, müssen nun wieder abgezogen werden)
Regionen: Frankreich-Kronland, Zentralfrankreich (Vasallengebiete Mitte), Südfrankreich-Savoyen (Vasallengebiete Süd, zusammen mit der Eidgenossenschaft); Barbados ist der Region Karibik-Ost zugeordnet
Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Heinrich VIII. (seit 1702, *1649)
Verstorbene Monarchen: König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“
1706: Gründung einer staatlichen Wechselbank in Paris
1707: Begrenzung der Aufstandsfolgen in Paris und im Umland der Stadt
1708: Einrichtung des „Corps des ingénieurs des ponts et chaussées“ (Chausseeamt)
1709: Vorbereitung und Aufbruch zweier Südamerikaexpeditionen
1710: Gründung einer Schule zur Lehrerbildung
1711: Entsendung von Vertretern zur Revision von Urteilen, symbolische persönliche Rechtsprechung des Königs in ausgewählten Fällen
1712: Gründung eines französischen Geheimdienstes
Besondere Gebäude:
1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris
Abgeschlossene Bauprojekte:
1708-1710: Mittlere Straße zwischen Paris und Beauvais über St. Denis und Chambly (75 Mongolische bzw. Königliche Französische Meilen)
Offene Bauprojekte:
1712-17XX Festung (1) der Markgrafschaft Saluzzo (180 000 S von 1 500 000 S)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1712: Gegenseitige Handelsvorrechte der Stufe II mit dem Herzogtum Burgund
Embargos:
Seit 1712: Vollständiges Embargo gegen das Khanat der Kanarischen Inseln
Steuereinnahmen: 800 000 S
Einnahmen aus den Lehen: 300 000 S (E) + 250 000 S (B) + 120 000 S (Südfrankreich)
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: 100 S
Verbliebene Mittel der Bildungsplankommission: -
Gewinne des Mercure Galant: 17 000 S
Weitere Einnahmen: 10 000 S aus Irland (Pachtgebühr)
Einlagen der Wechselbank Paris: 120 000 S
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: -
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 3 400 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 3 740 000 S
Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 2,2) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,0) Minghan LR, 1,1 (effektiv 1,1) Regimenter LI (leicht erhöht)
Vasallenaufgebote (Süd- und Zentralfrankreich): 1,4 (effektiv 1,4) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 2.1 (effektiv 2,1) Regimenter LI (leicht erhöht)
Vasallenaufgebote (Barbados): 0,5 (effektiv 0,0) Regimenter LI, ab dem Frühjahr voraussichtlich nicht mehr verfügbar
Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit, 1500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer, 1500 Mann)
Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III und 0,7 Regimenter Belagerungsartillerie III, seit dem Frühjahr 1712 in Lyon
Schiffe Anfang 1712:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, davon 4*250 III, 5*50 III und 10*25 III in der Karibik und 1*25 III vor der südfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
Barbados: 6*25 III
Schiffe zum Jahresende 1712:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, davon 4*250 III, 5*50 III und 10*25 III in der Karibik und 1*25 III vor der südfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
Barbados: 6*25 III
Neubauten:
Krone: -
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III
Barbados: -
Schiffe Anfang 1713:
Krone: 4*250 III, 4*50 III, 11*25 III, davon 4*250 III, 5*50 III und 10*25 III in der Karibik und 1*25 III vor der südfranzösischen Küste
Südfranzösische Vasallen: 1*300 III, 4*100 III, 12*50 III, 15*25 III, 1*25 II
Barbados: 6*25 III
Söldner:
1,5 Minghan SR* (Paris)
0,5 Regimenter SI (Lüttich) auf Barbados, im Dezember noch 0,4 Regimenter SI verfügbar
0,5 Regimenter SI (Lüttich), seit dem Sommer 1712 auf Barbados
0,5 Regimenter LI (Lüttich), seit dem Sommer 1712 auf Barbados
0,5 Regimenter LI (Lyon) in Saluzzo
Im Feld stehende Einheiten: 0,5 Regimenter LI (Vasallen, Barbados), im Dezember noch 0,4 Regimenter LI verfügbar
Verluste 1712: 0,1 Regimenter LI (Barbados-Miliz), 0,1 Regimenter SI (Lüttich), beide bei den beiden kanarisch-italienischen Offensiven auf Barbados
-
12. Oktober 2025, 19:54
#15
Königreich England
Die neue Flagge wird im Laufe des Jahres entworfen und hergestellt. Anfang 1713 soll sie dann an die Kriegsflotte verteilt und privaten Schiffseignern angeboten werden. Damit dürften England und die Festlandslehen des Königs enger zusammenwachsen. Zudem gewinnt man wieder einen gewissen Abstand zu Frankreich, nachdem zwei der Festlandslehen Heinrich VIII. zuletzt die Nutzung ihrer Farben erlaubten.
Die Handwerkerbank und die Handelsbank machen weiter ihre Arbeit, und auch die Schiffe wurden wie geplant gebaut.
Die Rechtskodifikation der Frondienste wird weiter fortgeführt und erbringt auch weiterhin zufriedenstellende Zwischenergebnisse. Man vermutet, dass sie zwischen 1717 und 1719 abgeschlossen werden kann.
Insgesamt ist man sehr zufrieden mit dem Jahr, gelang es doch, trotz der Handelsprivilegien zwischen Burgund und Frankreich und der starken politischen Veränderungen in Amerika, die englischen Interessen zu wahren und den eigenen Handel zu schützen. Zudem bleiben die britischen Mächte auch weiterhin gut vernetzt, was ihr Gewicht in Europa und auch in Übersee deutlich erhöht.
Besonderheiten:
Die englische Krone erhielt die Festlandsgebiete des Angevinischen Reiches von 1154/66 auf unbeschränkte Zeit für eine Gebühr von 300000 S übertragen. Die Einnahmen aus diesem Gebiet stehen allein in der Verfügungsgewalt des Königs, dem dort nur die Landstände der einzelnen Herzogtümer und Grafschaften gegenüberstehen.
Im englischen Landesteil besteht eine gesetzlich abgesicherte Machtteilung zwischen König und Parlament. Die Krone kann zum Schutz des Landes Aufgebote von Adligen und Bürgern des Inselreiches einberufen und erhält die Handgelder dazu zusätzlich zum Etat ausbezahlt. Für alle anderen Aufgaben hat er jeweils im Herbst ein Parlament einzuberufen, das den Haushalt der Krone für das kommende Jahr bewilligt.
Die Universitäten Cambrigde und Oxford wetteifern untereinander um wissenschaftliche Meriten, was die allgemeine Forschung des Landes erheblich verbessert.
Herrschaftsgebiet: England (E), Angevinisches Reich/Festlandsbesitz der Krone (A)
Vasallen: Wales, Region Dublin
Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 410 000 (E), 8 720 000 (A, leicht gewachsen)
Regionen: Südengland, Mittelengland (ungefähr das Gebiet zwischen Cheltenham und dem Humber mit Wales), Nordengland, Normandie-Maine-Bretagne, Poitou-Auvergne-Gascogne; Dublin ist der Region Irland zugeordnet
Hauptstadt: London
Hauptresidenz: Caen (Residenz 1)
Wichtige Festungen: Carlisle (2), Rouen (3), Poitiers (1), Bordeaux (1), Limoges (1)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Eduard VII. (seit 1712, *1665)
Verstorbene Monarchen: König Eduard VI. (1668-1712, *1637)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Ausarbeitung und Einführung eines Bildungsplanes für alle englischen Schulen
1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und Irland
1704: Wissenschaftliches Austauschprogramm mit Gelehrten aus dem Großkhanat Shikawo
1705: Einrichtung der Bank of England, zunächst ohne klaren Schwerpunkt, 1706 dann mit der Förderung des Außenhandels betraut.
1706: Wissenschaftliches Symposion beider Universitäten in London
1707: Rechtskodifikation zur Leibeigenschaft
1708: Gründung der „jüngeren“ Tafelrunde und eines Privy Council in Caen
1709: Einführung königlicher Intendanten (A)/ vom Parlament bestellter Friedensrichter (E)
1710: Rundreise Eduards VI. durch beide Landesteile
1711: Einrichtung einer Handwerkerbank nach dem Vorbild zahlreicher Länder
1712: Einführung einer Kriegs- und Handelsflotte für das Gesamtreich
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Königreich Schottland (mit Vasallen)
Steuereinnahmen (A): 1 290 000 S
Bewilligte Mittel des Parlaments (E) für 1712: 550 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Einlagen der Bank of England: 1 500 000 S (davon 1 500 000 S verliehen)
Einlagen der Handwerkerbank: 920 000 S (davon 660 000 S verliehen)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 550 000 S, davon je 25 000 S für das Privy Council und die Tafelrunde
Soldkosten:
Entrichtete Tribute: 120 000 S an das Großkhanat Negübeihafen
Weitere feste Ausgaben: 300 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen, zudem 50 000 S jährlich für die Handelsvorrechte in Schottland
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite:
4 200 000 S aus der Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 4 620 000 S
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1712: 847 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 472), 290 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1713: 851 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 476), 270 000 S, dazu 3*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 150 000 S.
Waffentragende Bevölkerung E: 2,4 (effektiv 2,4) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 6,4 (effektiv 6,4) Regimenter LI (leicht erhöht)
Waffentragende Bevölkerung A: 6,1 (effektiv 6,0) Minghan SR, 1,4 (effektiv 1,4) Minghan LR (leicht erhöht), 2,7 (effektiv 2,7) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI (davon 0,2 in Irland und 0,6 in Wales)
Geschützproduktion: Stufe III (2000 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (2000 Mann)
Geschütze: -
Schiffe Anfang 1712: 1*100 II, 40*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II
Schiffe am Jahresende 1712: 1*100 II, 40*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II
Neubauten: 10*50 III
Schiffe Anfang 1713: 1*100 II, 50*50 III, 6*50 II, 54*25 III, 7*25 II
Söldner: 4,0 Minghan LR (Lüttich)
Im Feld stehende Einheiten: -
Verluste 1712: -
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