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Thema: Kronus - Die Pavonis Nachrichtenagentur

  1. #181
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    26. Februar 981.M41

    Am 26. Februar werden die letzten Lieferungen der Freihändlerin vor ihrer Abreise am Folgetag auf Kronus abgesetzt. Besonders grosses Interesse ruft ein mobiler Fusionsreaktor hervor, den die Legislatur Asharis für die Infrastruktur des Stadtstaats erworben hat. Die mit Ausnahme der kurzen Rezession vor zwei Jahren stetig wachsende Wirtschaft von Asharis ist seit jeher energiehungrig und die Energieversorger der Legislatur planen den Reaktor vor allem für kurzzeitige Verbrauchsspitzen einzusetzen, da sich das von der Freihändlerin gelieferte Modell wohl sehr rasch hoch- und wieder herunterfahren lässt.

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    28. Februar 981.M41

    Bei einer Andacht im Stiftskloster von Morriah berichten mehrere Pilger übereinstimmend über ein düsteres Omen, das sich ereignet hat, als Präses Majoris Tarwan die Splitterreliquie enthüllte. Kurz nachdem er das getan und mit seiner Predigt begonnen hatte, habe der glühende Splitter mehrere Sekunden lang geflackert und sei für einen ganz kurzen Moment sogar ganz erloschen. Der Präses Majoris kann die Menge bei der Andacht zwar beruhigen, dennoch gehen die Pilger nach dem Ereignis sichtlich unruhig auseinander.

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    2. März 981.M41

    Zu Beginn des März registrieren die Navigatoren des Hauses Meld einen instabilen Warpwirbel am Rande des Kronus-Systems. Wenig später fällt dort ein Schiff aus dem Warp, das man anhand der Silhouette als einen der vier Wolfpack-Raider des Erzfeindes identifiziert, vor dem die Sektorflotte alle Welten im Lithesh-Sektor gewarnt hatte. Das Schiff scheint unter anderem Schäden an seinen Unterlicht-Triebwerken aufzuweisen, weshalb es wesentlich langsamer unterwegs ist als man es erwarten würde. Dennoch muss man davon ausgehen, dass es in wenig mehr als einer Woche den Orbit von Kronus erreichen könnte. Gouverneurin Ricci hat alle Planetaren Verteidigungsstreitkräfte angewiesen sofort die vollständige Mobilisierung anzuordnen und die Vertreter aller Länder zu einem Krisentreffen in Pavonis City zusammengerufen. An diesem Treffen soll die Verteidigungsstrategie für den Planeten gegenüber dem zu erwartenden Angriff des Erzfeinds ausgearbeitet werden.

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  2. #182
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    3. März 981.M41

    Die Sichtung eines Schiffes der Chaos-Flotte von Bastonbeil löst auf Kronus überall Alarmstimmung aus. Eilig werden die Befehle an die PVS-Einheiten zur vollständigen Mobilisierung erteilt, um sie in den einzelnen Staaten bei den ihnen zugewiesenen Sammelpunkten zusammenzuziehen. Mancherorts kommt auch die Wirtschaft teilweise zum erliegen, weil als potenzielle Ziele geltende Anlagen und Fabriken sicherheitshalber evakuiert werden. Eine multinationale Verteidigung findet einstweilen aber noch nicht statt, da die Absichten und möglichen Ziele des Erzfeindes noch völlig unklar sind und man daher überall vor allem zusieht die eigenen Grenzen zu sichern. Einzig die Blood Ravens in Nordvandea und die Sororitas in Morriah dürften daher in der Frühphase als schnelle Eingreiftruppen zur Verfügung stehen.

    Mehrere Länder reagieren ausserdem mit dem Aufgebot ihrer Reservisten. Die Republik Aceria und die Konföderierten Staaten von Ariel, die beide auf eine grössere Zahl von Reservisten zurückgreifen können, haben etwa mit der Aufstellung von Reiterkriegern und Tanith-Einheiten begonnen. Der Städtebund versucht mit einem Aufruf einen Teil der in den Vorjahren aufgelösten Milizen wieder zu den Waffen zu rufen. Die Ekklesiarchie verzichtet vorderhand darauf Einheiten der Frateris Milita aufzustellen, solange die Angriffsziele noch unklar sind. Allgemein merken Beobachter an, dass die Öffentlichkeit für den Moment erstaunlich gefasst auf die Nachricht reagiert, gerade die Arbites hatten mit Ausschreitungen und einer Massenpanik gerechnet, die aber überall ausgeblieben ist.

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    7. März 981.M41

    Im Städtebund erklärt der Bundesrat, dass man mit Konsul Bluchas eine Vereinbarung hinsichtlich des Leibregiments beim Vandis-Anwesen getroffen hat. Der Konsul hat sich offenbar bereit erklärt knapp die Hälfte der Truppen zur Verfügung zu stellen, damit sie im Städtebund rasch auf sich entwickelnde Angriffe reagieren können. Das Hauptanliegen des Konsuls ist die Sicherheit seines Anwesens, da der Raumhafen aber ein offensichtliches Ziel ist, war er wohl zu dem Kompromiss bereit.

    Währenddessen berichten die Südlichen Marken, das wie die Wildorks an der Grenze wie befürchtet nach dem Ende der Regenzeit aktiv geworden sind und ihre üblichen Streifzüge gegen die Wehrsiedlungen in allen drei Marken begonnen haben. Noch ist unklar, ob die Grünhäute einen grösseren Angriff vorbereiten oder es nur bei der für sie üblichen Aktivität bleiben wird. Aufgrund der Bedrohung hat General Hotha jedenfalls erklärt, dass die Marken vorläufig nicht in der Lage sein werden Truppen für die Verteidigung gegen den Erzfeind abzugeben.

    Eine offene Frage bleibt dabei im Norden die Aufteilung der verfügbaren Luftstreitkräfte. Die Flugfelder des Städtebunds am Raumhafen wurden geräumt und die Cyclones auf andere Standorte verteilt, bei den Flugzeugwerken der Stadt und sogar einer zur Landebahn umfunktionierten Schnellstrasse. Für die Lightning-Jäger der Inselkoalition, die von Murad in den Norden verlegt wurden, fehlt dagegen noch ein guter Standort und einstweilen müssen sie beim Raumhafen landen.

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    10. März 981.M41

    Am 10. März erreichen erste Tanklaster die Aussenbezirke von Asharis, Teile einer vom Legislator dienstverpflichteten Flotte von allen Fahrzeugen, die sich im Gebiet der Legislatur finden liessen. Mit ihnen werden in grosser Eile die grossen Tankanlagen am Westmeer teilweise geleert und das Promethium dezentral umverteilt, um kein so grosses Ziel für einen möglichen Angreifer darzustellen. Es bleit aber unklar wie viel man in kurzer Frist tatsächlich anderswo unterbringen kann, da die notwendigen Tankanlagen oder Fässer nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

    Auf Initiative von Oberst Matorn von der Pavonischen Kooperative kommt nach einigen Tagen doch eine erste länderübergreifende Kooperation zustande. Er übermittelt den anderen Staaten den Vorschlag für die Schaffung von fünf Kommandobereichen, für die jeweils eine Reserve gebildet werden soll, mit der schnell auf Angriffe reagiert werden kann. Und zumindest von einigen Staaten wurde Zustimmung zu dem Plan signalisiert, so soll etwa die verfügbare Hälfte des Vandis-Leibregiments im Städtebund dieser Reserve zugeteilt werden.

    Das wegen eines offensichtlichen Triebwerksschadens nur langsam durch das System gleitende Schiff des Erzfeindes erreicht gleichentags den Orbit über Kronus. Vom Oberkommando der Sektorenflotte wurden einige technische Daten des Schiffes übermittelt. Die 'Feuerläufer' hatte am Ende der Schlacht noch zwei funktionierende Makrokanonen zur Verfügung, deren genauen Zustand und vor allem Munitionsstand man aber nicht kennt. Die Anfrage an den Astartes-Orden der Jade Dragons, die bereits Kontakt mit zwei der Wolfpack-Raider hatten, lief dagegen ins Leere. Es scheint, dass die Ordensflotte wenige Tage nach der Schlacht bereits wieder in den Warp übergetreten ist und das Sektorkommando scheint derzeit keine Ahnung zu haben, wo sich die Jade Dragons aufhalten.

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  3. #183
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    11. März 981.M41

    Am Morgen des 11. März beginnt das von vielen befürchtete Bombardement der Feuerläufer auf den Raumhafen von Pavonis. Während einer Stunde schlagen rund ein Dutzend der von den Makrokanonen des Schiffes abgefeuerte Salven auf dem Gelände ein. Anfänglich werden nur die Ruinen nördlich des Raumhafengeländes getroffen, aber nach und nach korrigieren die Schützen des Schiffes ihre Salven und erzielen in der Folge mehrere Treffer bei den Hangars und einer Piste. Die anfänglichen Fehlschüsse lassen dem Murader Staffelführer Kommodore Treverian aber genug Zeit für einen Alarmstart seiner Jäger, die sich ohne Verluste zum Flugplatz bei Calinum im Protektorat Nordvandea flüchten.

    Im Verlaufe des Vormittags endet der Beschuss des Raumhafens, stattdessen werden einige Zeit später Explosionen am Westmeerhafen von Asharis gemeldet. Auch dieser wird über eine Stunde lang beschossen und mehrere noch nicht restlos entleerte Tanklager gehen in Flammen auf. Ironischerweise scheint der der dichte schwarze Rauch, der infolge der Brände über dem Hafen aufsteigt, aber die Zielgenauigkeit der Feuerläufer negativ zu beeinflussen und die folgenden Salven verfehlen alle ihr Ziel und schlagen nur in der leeren Steppe südlich des Hafens ein.

    Die erste Landung der Truppen des Erzfeindes findet offenbar nahezu zeitgleich statt, wird aber erst am Mittag entdeckt, als mehrere Höllenklaue-Jagdbomber über Cressinham auftauchen, der Hauptstadt des Tyrea Kombinats. Sie greifen die Stadt nicht an, weshalb man rasch davon ausgeht, dass es sich bei ihnen wohl um den Jagdschutz einer Landung handeln könnte. Ein Späher des Kombinats bestätigt am Abend über Vox eine Truppenansammlung etwa 100 Kilometer westlich von Cressinham und schätzt die Zahl der feindlichen Truppen auf mindestens 500 Mann mit Panzerunterstützung. Entsprechend dem Notfallplan des Kombinats wird für Cressinham und die umliegenden Orte die Evakuierung angeordnet, da die kleine Streitmacht des Kombinats nicht davon ausgeht einen Angriff dieser Grösse abwehren zu können.

    Den ganzen Nachmittag über werden noch vereinzelt Explosionen im gesamten Nordwesten gemeldet, offenbar werden grössere Bauwerke im Umfeld von Asharis unter Beschuss genommen. Eine Salve verfehlt die Kaserne der Stadtgarde im Norden der Stadt nur um Haaresbreite, zerstört aber die Strassen in der Umgebung und schneidet drei Kompanien vorerst vom Rest der Truppen ab. Während dieser Zeit werden wiederholt weitere Sichtungen von Höllenklauen gemeldet, während seiner gesamten Landung hat der Erzfeind die Lufthoheit in der Region.

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  4. #184
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    14. März 981.M41

    Die Evakuierung von Cressinham wird fortgesetzt während sich die Truppen des Kombinats in die umliegenden Wälder zurückziehen und versuchen die Streitmacht des Erzfeinds mit Nadelstichen zu schwächen. Sie erzielen dabei gegen die Vorhut der feindlichen Truppen einige durchaus bemerkenswerte Erfolge, weil auch die Einheiten des Erzfeinds ausschwärmen und zunächst nicht versuchen mit voller Stärke direkt auf die Stadt zu marschieren. Bei einer Reihe von kleineren Gefechten werden über die nächsten beiden Tage mindestens 50 Feinde von den Heckenschützen getötet und ein feindlicher Trupp, bei dem es sich möglicherweise um Späher handelte, wird am westlichen Ortseingang von Cressinham durch einen improvisierten Sprengsatz dezimiert. Die mechanisierten Späher aus Asharis sichten die gemeldeten Panzereinheiten am Folgetag auf der anderen Seite des Flusses Glancas. Sie liefern sich ein kurzes Fernduell mit ihnen, ziehen sich aber wegen ihrer unterlegenen Feuerkraft rasch zurück. Das Oberkommando der Legislatur will zunächst die nach Norden entsendeten Nebelwerfer am Fluss in Stellung bringen, um mit ihnen die mutmasslichen Positionen der feindlichen Panzerkräfte zu beschiessen. Weil aber am Nachmittag die Sichtung einer Höllenklaue gemeldet wird, zieht man die Werfer aus Angst vor einem Luftangriff in ein nahes Waldstück zurück und tarnt sie erst mal. Die Truppen von Asharis und die ihnen folgenden Rhinos der Arbites sind somit erst mal am Glancas zum halten gekommen, nach zwei Tagen treffen aber aus einer anderen Richtung erste Verstärkungen in Tyrea ein. Thunderhawks der Blood Ravens, die von den Lightning-Jägern aus Murad als Jagschutz begleitet werden, können in der Nacht unerkannt vom Feind den Osten von Tyrea erreichen und setzen einen Space Marine zusammen mit einer Kundschafterkompanie der Kooperative ab. Sie treffen sich auf einer gerodeten Lichtung mit einigen Trupps des Kombinats, die sie zu den Feldlagern im Umfeld von Cressinham führen.

    Zur gleichen Zeit werden aus dem Süden erste Landungen gemeldet. Auch diesmal beginnt es mit einem Bombardement, bei dem der Flugplatz bei Gaenthal getroffen und zwei Wolfswelpen mitsamt ihren Hangars am Boden zerstört werden. Während das Bombardement noch läuft, unternimmt die Staffel daher einen Alarmstart. Etwa eine Viertelstunde zuvor hatte ein Beobachter am Zackengrat mindestens ein Dutzend Höllenklauen gemeldet, die sich von nördlicher Richtung her näherten. Diese befanden sich offensichtlich im Anflug auf Gaenthal, um die startenden Wolfswelpen anzugreifen. Der Geschwaderführer entschliesst sich dennoch zum Start, da sonst die Gefahr besteht, dass alle seine Flugzeuge wehrlos am Boden zerstört werden. Für die eintreffenden Höllenklauen stellen die Flugzeuge der Hyperionspitzen daher ein leichtes Ziel dar und sie erzielen beim sich entwickelnden Luftkampf über Gaenthal rasch einige Abschüsse. Zwar gelingt auch den Wolfswelpen der Abschuss einer Höllenklaue, aber nachdem die Staffel auf die Hälfte dezimiert wurde, befiehlt das Kommando der Hyperionspitzen notgedrungen den Rückzug der verbliebenen Flugzeuge zum Flugplatz in der Mark Rhea. Da der Erzfeind damit auch über den Hyperionspitzen die Luftherrschaft errungen hat, kann in der folgenden Nacht nichts unternommen werden, als man vereinzelte Positionslichter von landenden Raumfähren sichtet. Nördlich der Stadt formiert sich eine etwa 1'000 Mann starke Streitkraft des Erzfeinds. Trotz gelegentlichen Luftangriffen der Höllenklauen werden die Elitetruppen der Hyperionspitzen ihrem Ruf aber gerecht. Die direkt bei Gaenthal stationierten Volponer-Einheiten sind den Angreifern zwar 1 zu 2 unterlegen, zerschlagen aber mühelos die ersten zwei Kompanien von Chaoskulttruppen, welche auf die Stadt zumarschieren. Doch zur Mittagsstunde unternimmt der Erzfeind einen erneuten Angriff, der von einem metallenen Ungetüm angeführt wird. Die Offiziere der Hyperionspitzen, welche teilweise während des grossen Kriegs die Chaostruppen von Deimos bekämpft haben, identifizieren das Metallmonster als einen Höllenschlächter, eine Kriegsmaschine der Chaos Space Marines. Als der Beschuss ihrer Autokanonen scheinbar wirkungslos an dem Höllenschlächter abprallt und er in ihre Reihen einbricht, zieht sich die schwere Infanterie der Hyperionspitzen ungeordnet zurück und die Kulttruppen können bis zum Stadtrand vorrücken.

    Während die Hyperionspitzen also vom Erzfeind angegriffen werden, müssen sich die benachbarten Marken weiter gegen die Orks verteidigen und können zunächst keine Truppen entbehren. Zwar sind die Attacken der Wildorks bei der Mark Rhea entgegen den Befürchtungen nach zwei Wochen schon wieder zurückgegangen, dafür gerät die Mark Janus Mitte Monat unter Druck. Eine grosse Zahl von Grünhäuten hat sich rund um zwei Grenzsiedlungen versammelt und die Wehrbauern dazu gezwungen sich in ihren befestigten Gebäuden zu verschanzen. Die Eingeschlossenen melden über Vox, dass sich die Wildorks anders als bei früheren Angriffen nicht mit aussichtslosen direkten Angriffen auf die Forts aufreiben, sondern damit begonnen haben in grosser Menge Feuerholz zusammenzutragen. Das legt die Vermutung nahe, dass der Kriegszug von einem Boss angeführt wird, der aus den früheren Niederlagen gelernt hat. General Hotha hat zwei Bataillone der märkischen Truppen zusammen mit den erst kürzlich nach Janus verlegten Nebelwerfern mobilisiert, um den Angriff abzuwehren. Da diese Truppen vollständig mechanisiert sind, sollte der Entsatz diesmal erheblich früher am Brennpunkt eintreffen.

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  5. #185
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    17. März 981.M41

    Über der Mark Rhea kommt es am 16. März zur ersten richtigen Luftschlacht des Krieges. Am Morgen wird zunächst der Militärflugplatz von Lyubon das nächste Opfer der Bombardierungen aus dem Orbit. Die Staffel der Marken war aber zu dem Zeitpunkt bereits gestartet, so dass nur zwei der Cyclone Interceptors beim Bombardement zerstört werden. Tags zuvor hatte sich zudem die Lightning-Staffel der Inselkoalition in Aceria gesammelt, wohl um die Höllenklauen des Erzfeindes mit einem Zangenangriff unter Feuer zu nehmen. Das gelingt nicht, da die Höllenklauen sich bereits im Anflug befinden und die Cyclones und Wolfswelpen in einen Luftkampf verwickelt haben. Die Murader Jägerstaffel stürzt sich deshalb mit etwas Verspätung in die Luftschlacht und so entbrennt über dem Himmel von Lyubon für mehr als eine halbe Stunde Kampf zwischen den Maschinen der PVS und des Erzfeinds. Als sich die Höllenklauen letztendlich zurückziehen, zählt man fünf bestätigte Abschüsse der Imperialen und die gleiche Zahl an Verlusten - ein Lightning-Jäger und vier Cyclones. Wären die Lightnings nicht noch gerade rechtzeitig eingetroffen, hätte die Schlacht aber durchaus mit der Zerstörung aller imperialen Flieger enden können. Das Flugfeld der Marken ist hinterher aber eine Trümmerwüste und für die PVS-Flieger nicht mehr nutzbar. Mehrere von ihnen müssen an der Nordgrenze der Mark Rhea mehr oder weniger bruchlanden, der Rest kehrt zu den Flugfeldern in Aceria zurück.

    Die Schlacht um Gaenthal ist währenddessen zu einem Häuserkampf geworden, in dem die schwere Infanterie der Hyperionspitzen und die örtlichen Arbites versuchen den Höllenschlächter zumindest hinzuhalten oder zu verlangsamen, der eine Schneise der Verwüstung durch den Norden der Stadt zieht. Bemerkenswerterweise beteiligt sich ein erheblicher Teil der feindlichen Streitmacht nicht an den Kämpfen, sondern befestigt Positionen an der Passstrasse. Die Späher der Hyperionspitzen lenken am Nachmittag die Gyrostrike-Bomber der Inselkoalition zu diesen Positionen. Die Bomber waren im Schatten der Luftschlacht nach Westen geflogen und greifen nun die Stellungen der Chaos-Truppen an. Diese scheinen einen Luftangriff erwartet zu haben und haben sich entsprechend im Gelände verteilt, dennoch zerstreuen die Bombenangriffe mehrere Einheiten des Erzfeinds. Verstärkungen aus den Marken und der Mechanicus-Enklave von Aceria sind wohl unterwegs ins Kampfgebiet, es ist aber unklar ob sie rechtzeitig eintreffen werden um insbesondere etwas gegen den Höllenschlächter auszurichten.

    Der Luftwaffe der Inselkoalition gelingen in diesen Tagen also gleich zwei bemerkenswerte Attacken auf den Erzfeind, allerdings bezahlt Murad dafür selbst den Preis. Auf dem ohne Jagdschutz gelassenen Athcala kann man nicht verhindern, dass gleichentags zwei Wellen des Erzfeinds auf der Insel landen und Athcala Bay einschliessen. Im Handstreich werden mehrere Promethium-Tanklager erobert, obwohl die Koalitionsgendarmerie dort zähen Widerstand leistet. Angeführt werden die Truppen des Erzfeinds offenbar von einem Chaos Space Marine, der an vorderster Front mitkämpft. Es erreichen zunächst nur widersprüchliche Meldungen das Festland, aber man schätzt die gelandeten Truppen auf gegen 2'000 Mann. Kommodore Treverian, der Murader Geschwaderführer, hat wohl seine Verbündeten in Aceria bereits darüber informiert, dass sich die Murader Luftwaffe angesichts der Bedrohung ihrer Heimat aus dem Kampfgeschehen auf dem Kontinent zurückziehen wird, um Murad und die Inseln weiter östlich zu verteidigen.

    Die Kämpfe im Tyrea Kombinat sind währenddessen zu einem Kleinkrieg ohne klare Fronten in den dichten Wäldern Tyreas geworden. Weiterhin scheinen die Truppen des Erzfeinds nicht zu versuchen Cressinham direkt anzugreifen, sondern liefern sich kleine Gefechte mit den Verteidigern in den Wäldern. Die Truppen von Tyrea fügen ihnen dabei beständig Verluste zu, insbesondere nachdem sie nun von einem Astartes und der Kundschafterkompanie aus Pavonien unterstützt werden. Insbesondere von den Panzereinheiten und Fliegern, welche die Streitkräfte von Asharis am Ufer des Glancas gesichtet hatten, fehlt jede Spur. Dennoch bleiben die Routen zwischen Asharis und seinem nördlichen Nachbarn einstweilen unterbrochen. Der Legislator ordnet sogar an, dass man versuchen soll den Handelsverkehr mit Tyrea über Alternativrouten wieder aufzunehmen, doch nachdem zwei Transporte in den Wäldern spurlos verschwunden sind, findet sich in der Stadt niemand mehr, der es wagen würde in das Kriegsgebiet zu fahren. In Asharis normalisiert sich das Leben einstweilen wieder etwas, nachdem der Ausnahmezustand gelockert wurde und sogar manche Fabriken nehmen wieder den Betrieb auf. Die Industriellen der Stadt erklären aber, dass die Rohstoffager in Asharis sich langsam leeren und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Wirtschaft von Asharis komplett stillsteht.

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  6. #186
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    21. März 981.M41

    Die auf Athcala gelandeten Truppen des Erzfeinds sind in harte Kämpfe mit der Koalitionsgendarmerie von Murad und Freiwilligenverbänden verwickelt. Nachdem man bei der ersten Landung eine Reihe von Förderanlagen im Handstreich erobern konnte, tun sich die Kulttruppen bei der Schlacht um Athcala Bay sichtlich schwerer. Die Schiffe der Gendarmerie unterstützen die Truppen in der Stadt auf mittlere Distanz ziemlich effektiv mit ihren Geschützen und schlagen die sie begleitenden N20 Halbkettenfahrzeuge bei den ersten Attacken in die Flucht. Mit einigem Erstaunen berichtet der Stadtkommandant, dass die vordersten Reihen der Chaosarmee scheinbar gar keine Waffen tragen, sondern einfach nur auf die Stellungen der Gendarmen zugetrieben wurden. Dass man zeitgleich über See viele wichtige Würdenträger und selbst grössere Mengen Promethium zur Insel Murad abtransportiert, könnte der Moral in der Stadt jedoch langfristig schaden. Nach einigen Tagen ist die Koalitionsgendarmerie zudem gezwungen die bereits geplante Verlegung von Verstärkungen nach Athcala abzubrechen, weil von drei weiteren Flugplätzen auf den südlichen Inseln Landungen von kleinen Trupps des Erzfeindes gemeldet werden. Die kleinen Besatzungen der Flugplätze auf Moriana und Deltenni werden überwältigt und dem Erzfeind fallen vier der dortigen Flugzeuge der Gendarmen in die Hände, während die Attacken auf die den dritten Flugplatz zunächst zurückgeschlagen werden.

    Am 20. März werden die Flugfelder auf Deimos aus dem Orbit bombardiert und viele der Pisten stark beschädigt. Die PVS von Kronus hat sich allerdings mittlerweile auf diese Art der Angriffe eingestellt und Kommodore hat seine Lightning-Staffel stets für einen Alarmstart in Bereitschaft, so dass sie ohne Verluste abheben können. Als der Erzfeind bemerkt, dass die Attacke gescheitert ist, gehen in den nächsten Stunden stattdessen Bomben auf dem Hafen der Republik Acerie nieder und zerstören dort ein Promethium-Tanklager. Dennoch sollte sich der verfrühte Abflug der Lightnings an dem Tag noch rächen. Ihre Einsatzdauer über den Hyperionspitzen wird dadurch erheblich verkürzt, da die Staffel nach wenigen Stunden zur nächsten erreichbaren Basis auf Murad zurückkehren muss. Zuvor hatte man sich einen Luftkampf mit den Höllenklauen geliefert und dabei mehrere Abschüsse erzielt, doch nach dem Rückzug der Lightnings bleibt die Aufgabe an den Cyclones aus dem Städtebund hängen, die den Höllenklauen klar unterlegen sind. Sie erleiden zwar nur zwei Maschinen Verluste, können die anfliegenden Verstärkungen aber nicht effektiv schützen. Die Thunderhawks der Blood Ravens geraten dementsprechend unter Beschuss und können nur noch eine kontrollierte Bruchlandung im Norden der Hyperionspitzen unternehmen. Immerhin erreicht wenig später eine Nachricht der Blood Ravens das Oberkommando in Gaenthal, die Astartes sind zwar abgestürzt, es gab aber keine Verluste und die meisten ihrer mitgebrachten Fahrzeuge sind intakt. Sie sind aber von ihrer jetzigen Position mehrere Tage von Gaenthal entfernt und werden wohl erst zusammen mit den Skitarii und den Stelzpanzern aus der Mark Agamar eintreffen. Und für die Sororitas, deren Verlegung an den Schauplatz ebenfalls geplant war, wird ein schneller Transport vorerst nicht möglich sein, zumindest nicht mit den Thunderhawks der Blood Ravens. Der Höllenschlächter, welcher der schweren Infanterie der Hyperionspitzen so viele Probleme bereitet hat, zeigt sich seltsamerweise mehrere Tage lang gar nicht, so dass die Verteidiger eine Atempause erhalten. Zugleich melden Spähposten aber auch die Landung weiterer Panzer auf der Passstrasse im Norden, die sich den dort eingegrabenen Truppen des Erzfeinds anschliessen.

    Im Norden scheinen die Verteidiger währenddessen weitere Fortschritte zu machen. Die Nebelwerfer am Glancas melden die Zerstörung eines feindlichen Panzers während eines Ferndistanz-Gefechts an der östlichen Brücke und eine Truppe aus 400 Stadtgardisten kommt aus südwestlicher Richtung rasch in den Wäldern von Tyrea voran und kann sich mit einer Kompanie der tyreanischen Truppen verbinden. Die Front des Erzfeinds westlich von Cressinham ist von ihnen durchbrochen worden und die Infanterie des Erzfeindes wurde nach Norden abgedrängt, was ihn vom Kontingent abschneiden dürfte, das am Ufer des Glancas steht. Zur gleichen Zeit meldet die Besatzung eines befestigen Stützpunkts südlich von Asharis, dass sie eine grössere Gruppe Kroot gesichtet haben, die sich westwärts zwischen den beiden Bollwerken bewegen wollte. Durch Beschuss mit den Plasmakanonen der Stützpunkte wurden die Xenos aber zerstreut und sind wieder in den Osten geflohen.

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    18. März 981.M41

    Obwohl mancherorts auf Kronus ein Krieg tobt, erreichen dennoch zuverlässig astropathische Meldungen Pavonis City und gerade weil es so viele Katastrophenmeldungen gibt, greift die Presse bereitwillig jedes andere Thema auf, das ihr zugespielt wird. So verbreitet sich im ganzen Segmentum Ultima die Sensationsmeldung, dass es dem Navigator Durlan Ocellati gelungen ist eine Warproute in das Feuerrad zu finden. Das Feuerrad ist eine von Warpstürmen und anderen Raumanomalien umschlossene Region im galaktischen 'Osten' des Segmentums, die seit 10'000 Jahren als unzugänglich galt und wohin letztmals während des Grossen Kreuzzugs eine Expeditionsflotte der Space Wolves-Legion vorgedrungen war. Ein Schiff der Hausflotte des Navigatorenhauses Ocellati war am Rand des Feuerrads unterwegs, wo man eigentlich nach einer kürzeren Warproute von Triplex Phall nach Formund suchte. Doch zu ihrer Überraschung fanden die Ocellatis etwas ganz anderes: Eine Lücke in den Warpstürmen um das Feuerrad, die sich nach eingehender Untersuchung als ein stabiler Durchgang erwies, ähnlich wie die Koronus-Passage zum gleichnamigen Sektor im Segmentum Obscurus.

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    19. März 981.M41

    Das Offizium für interplanetare Handelsangelegenheiten auf der Makropolwelt Meridian gibt bekannt, dass im vergangenen Jahr 980.M41 ein neuer Rekord für die Exporte von Meridian aufgestellt wurde. Demnach wurden in der Engelsschmiede von Meridian und den sie umgebenden Fabriksektoren über zwei Billionen Tonnen an Rohstoffen verarbeitet und wieder exportiert. Als besonders profitabel erwiesen sich die vor einigen Jahren mit zwei Freihändler-Dynastien abgeschlossenen Handelsverträge, welche die auf Meridian gefertigten Waren in die Randwelten des Imperiums jenseits des Damokles-Golfs exportieren. Die Profite insbesondere für Gouverneur Vandis und die im Vertrauensrat versammelten Adelshäuser von Meridian (welche in letzter Instanz über die Produktion der Engelsschmiede entscheiden) sind wohl auch deshalb so hoch, weil die Tributschätzer des Imperiums den Zehnt der Makropolwelt schon eine Weile lang nicht mehr angepasst haben. Angesichts der Rekordzahlen aus der Wirtschaft von Meridian dürfte eine solche Anpassung aber wohl nur eine Frage der Zeit sein.

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    21. März 981.M41

    Auf der Tau-Septwelt Vior'la, die seit Jahren von den Orks bedrängt wird, kann ein grosser Kriegszug der Orks nur wenige Kilometer vor der planetaren Hauptstadt Shas Or'es gestoppt werden. Die Grünhäute waren mehrere Wochen zuvor aus ihren Landungszonen am Äquator ausgebrochen und den Berichten der Tau-Späher zufolge hatte ihr aus zehntausenden Fahrzeugen und hunderttausenden Orks bestehendes Heer über den Steppen von Vior'la eine Staubwolke hinter sich her gezogen, die noch aus 100 Kilometer Entfernung sichtbar war. Mit permanenten Angriffen auf die Flanken hatten die Tau unter dem Kommando von O'Shasserah die Zahl der Grünhäute langsam aber stetig verringert, so dass die vor Shas Or'es ankommenden Orks nicht mal mehr einen Drittel ihrer ursprünglichen Stärke hatten. Obwohl die Orks dann vor den Toren der Stadt gestellt und ihr ganzer Kriegszug zerschlagen wird, gibt es vielerorts Kritik an der Strategie von O'Shasserah, deren zögerliches Vorgehen dazu geführt habe, dass die Orks viel zu nahe an die Stadt herankommen konnten. Es werden Veteranen aus der Feuerkaste zitiert, die recht unverhohlen die Aussage tätigen, dass der alte O'Shovah die Orks schon fünf Wochen und 500 Kilometer früher aufgehalten hätte, ohne den halben Planeten in Aufruhr zu versetzen.

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    24. März 981.M41

    Die heftigsten Kämpfe spielen sich erneut in den Hyperionspitzen ab, wo deren Streitkräfte die Kulttruppen bekämpfen, welche versuchen Gaenthal zu erobern. Während weitere Raumfähren Verstärkungen absetzen, beginnt der Erzfeind bei Gaenthal am 22. März einen Grossangriff, der sich über mehrere Tage hinziehen wird. Die Attacken am ersten Tag werden von der schweren Infanterie der Hyperionspitzen unter grossen Verlusten der Kulttruppen zurückgeschlagen, doch am folgenden Tag gelingt es den Kultisten letztendlich an einer Stelle tiefer in die Stadt durchzubrechen. Angeführt vom Höllenschlächter kämpfen sich mehrere hundert Kultisten bis zum Sitz des Regenten durch, der von seinen Leuten geradezu aus dem Gebäude gezerrt werden muss, um ihn von einem letzten aussichtslosen Kampf um das Gebäude abzuhalten. Am Morgen des dritten Tages greifen Panzer und Halbkettenfahrzeuge zwei weitere Strassen an, die in das Stadtzentrum führen und deshalb von den Truppen der Hyperionspitzen mit Barrikaden gesperrt wurden. Bei der östlichen Lorrinstrasse können sie die beiden Panzer an der Spitze mit Raketenwerfern ausschalten und so die Attacke stoppen, da sich die nachfolgenden Fahrzeuge an den Wracks stauen. Doch bei der Nadezhaallee im Westen brechen die Kulttruppen durch und stossen bis zum grossen Platz im Stadtzentrum vor, wo traditionell die alljährliche Landesversammlung der Hyperionspitzen stattfindet. Da die imperialen Truppen, die sich im Norden noch halten, befürchten müssen abgeschnitten zu werden, wird letztendlich der gesamte Norden der Stadt geräumt. Die Stelzpanzer der Marken erleiden auf der Passstrasse des Wolkenbruchgipfels empfindliche Verluste, da ihnen die Höllenklauen über mehrere Tage immer wieder zusetzen. So sind sie gezwungen ihren Weg über den Pass abzubrechen, sich zu zerstreuen und sich Deckung im Tal zu suchen, so dass sie Gaenthal vorerst nicht zu Hilfe eilen werden. Die Skitarii und Blood Ravens sind dagegen nur noch einen Tag entfernt und weitere Einheiten zur Unterstützung wurden von Protektorat Nordvandea entsandt, die werden aber vor dem Problem stehen, dass der Erzfeind nun seinerseits die Barrikaden im Norden der Stadt besetzt.

    In Aceria erhalten die aus Reservisten aufgestellten Einheiten ihre Marschbefehle und setzen sich in Richtung von Deimos in Bewegung. Man konnte eine Handvoll ziviler Schiffe requirieren, die sich im Hafen von St. Euphratia befanden, so dass man zumindest zwei der neuen Kompanien schneller als geplant an die neuen Einsatzorte wird verschieben können. Auch rücken die Bautrupps aus und versuchen die Flugfelder auf Deimos zu reparieren, was aber durch ein erneutes orbitales Bombardement vereitelt wird, die Bautrupps müssen sich nach dem Verlust mehrerer ihrer Fahrzeuge aus dem Gebiet zurückziehen. Der Beschuss fällt allerdings sporadischer aus als bei früheren Attacken, so dass die Offiziere von Aceria die Vermutung äussern, dass dem Schiff im Orbit möglicherweise die Munition ausgeht.

    Die Koalitionsgendarmerie wendet sich unterdessen gegen die Landungen auf Moriana und Deltenni und kann die dortigen Kräfte des Erzfeindes gleichentags überwältigen, selbst die verlorenen Flugzeuge fallen ihnen wie durch ein Wunder unbeschädigt in die Hände. Der Kampf um Athcala Bay hat sich währenddessen etwas festgefahren, es gelingt den zahlenmässig überlegenen Kulttruppen nicht sich für einen Angriff zu formieren, da ihnen die Bomber der Inselkoalition beständig mit Napalmbomben zusetzen. Der Erzfeind kann aber auch nicht entscheidend zurückgeschlagen werden, da die Bomber es nicht wagen die besetzten Raffinerien anzugreifen, wo sich ein grosser Teil der Angreifer verschanzt hat. Zudem verliert die Koalitionsgendarmerie während der Kämpfe zwei Schnellboote, die von angeblich drei Chaos Space Marines in kurzer Folge angegriffen und kurzerhand versenkt werden.

    Mehr durch Zufall wird ein Späher in Tyrea in der Nacht vom 22. März auf Geräusche aufmerksam und sichtet weiter westlich als bislang vermutet weitere gelandete Truppen des Erzfeinds. Es gelingt ihm unbemerkt zu seiner Einheit zurückzukehren und zu berichten, dass er mindestens zwei Dutzend Panzer und ebenso so viele Halbkettenfahrzeuge gesichtet hat. So kann man gerade noch rechtzeitig die Verstärkungstruppen aus Asharis warnen, die sonst den anrückenden Panzereinheiten direkt in die Arme gelaufen wären, die wenig später aus den Wäldern hervorbrechen. Es entwickelt sich ein Gefecht zwischen den Stadtgardisten und den Panzern, die beide in dem Terrain ihre Waffen nicht richtig zu Einsatz bringen können. Dank der rechtzeitigen Warnung sind die Verluste der Stadtgarde geringer als zu befürchten war, sie können trotz sporadischem Beschuss aus ihren Plasmawerfern aber die Panzer auch nicht aufhalten, die nach Osten durchbrechen und sich vermutlich mit den anderen Einheiten des Erzfeindes verbinden werden, die man noch immer am Glancas vermutet.

    Nach der Sichtung von Kroot in der Nähe des südlichsten der befestigten Aussenposten von Asharis schwärmen einige Fahrzeuge der mechanisierten Späher aus, um die Xenos östlich von ihrer Position zu verfolgen und herauszufinden, ob weitere von ihnen in der Region aktiv sind. Nach nicht mal einem Tag bestätigen die Späher, dass sich in der Westöde eine grössere Streitmacht der Xenos zu sammeln scheint. Da sie rasch unter Beschuss von einigen Vespiden geraten, können sie die genaue Zahl nicht bestimmen, aber sie schätzen sie auf mindestens 1'000 Xenos.

    Zu allem Überfluss wird von zwei Orten auf Kronus gemeldet, dass dort wohl entweder kleine Infiltrationstrupps des Erzfeinds oder einheimische Sympathisanten aktiv sind. Die Wachmannschaft der Veteranenkolonie entdeckt bei einem der Depots in Ironworks Bay ein Dutzend Männer, die versuchen sich Zugang zum Gelände zu verschaffen und bei Entdeckung sofort das Feuer auf die Wachsoldaten eröffnen, was in einem mehrminütigen Feuergefecht und dem Tod aller Angreifer endet. Und die Pavonische Rundfunkanstalt vermeldet, dass sich mitten in Pavonien ein bewaffneter Mob beim Anwesen des dortigen Ratspräsidenten versammelt hat und Parolen gegen die imperiale Ordnung skandiert.

    An der Grenze der Mark Janus gelingt es den märkischen Truppen die Wildorks zu vertreiben, welche die beiden Wehrsiedlungen belagern. Anschliessend ausgesandte Kundschafter bestätigen aber, dass die Grünhäute sich nur für den Moment zurückgezogen haben und sich für den nächsten Angriff erneut zu sammeln scheinen. Das aus Ironworks Bay stammende Bismarck-Regiment, das man als Reserve zurückgehalten hatte und von dem man hoffte es zeitnah zur Unterstützung der bedrängten Hyperionspitzen abstellen zu können, muss daher ebenfalls mobilisiert und an die Grenze verlegt werden.

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  9. #189
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    28. März 981.M41

    In Tyrea zerschlagen die Truppen des Kombinats und ihre Verstärkungen aus dem Westen die letzten grösseren Verbände der Kultisten in den Wäldern westlich von Cressinham. Erstmals ergeben sich bei diesen Kämpfen auch ganze Einheiten und strecken die Waffen vor den PVS. Eine Handvoll der Kultisten dürfte sich noch immer in der Region aufhalten, allerdings stellen diese zerstreuten Gruppen keine Gefahr mehr für die Hauptstadt von Tyrea dar. Die Streitkräfte von Asharis lassen sich währenddessen in Erwartung des bevorstehenden Angriffs des Erzfeinds zum Westmeerhafen und der Ostbrücke über den Glancas zurückfallen. Aus dem Städtebund wird die Staffel Cyclone Interceptors zum Flugplatz in Ariel verlegt, um die PVS-Truppen am Glancas unterstützen zu können. An der Brücke beginnen die Einheiten der Legislatur eilends Barrikaden zu errichten und Gräben zu ziehen, um den befürchteten Panzerangriff stoppen zu können. Echte Panzersperren und Panzerabwehrminen werden in der Stadt angefragt, stehen allerdings kurzfristig nicht zur Verfügung. Die Einheiten von Asharis sind noch mit den Schanzarbeiten beschäftigt, als zwei Tage nach dem Rückzug am 26. März erste Halbkettenfahrzeuge am Nordufer gesichtet werden. Die Nebelwerfer und die Cyclones beginnen sofort mit dem Beschuss der gesichteten Feinde, doch eine Stunde später warnen Spähposten der Legislatur vor Höllenklauen, die sich aus südlicher Richtung nähern. Diese drängen zunächst die Cyclones ab, welche den Befehl haben sich den Höllenklauen nicht ohne die noch abwesenden Lightnings zu stellen, und nehmen danach die Nebelwerfer unter Feuer, die sich daher wieder in den Schutz der Bäume zurückziehen müssen und für den Rest der Schlacht ausfallen. Zur Mittagszeit beginnt der Erzfeind dann mit einem massiven Panzerangriff auf die Brücke, mit einem Dutzend AT70-Panzer, welche den Angriff anführen. Die Stellung auf der Nordseite der Brücke muss von der Stadtgarde geräumt werden und die Kämpfe konzentrieren sich in der Folge auf die Brücke. Die Stadtgarde schiesst sich mit ihren Plasmawaffen auf die AT70 ein, an deren Frontpanzerung dieser Beschuss aber zunächst nur wenig Schaden anrichtet. Gleichzeitig wird die Garde von den N20-Halbkettenfahrzeugen auf der anderen Seite des Flusses unter Sperrfeuer genommen, was die Gegenwehr weiter erschwert. Mit den gepanzerten Rhino-Transportern der Arbites als Deckung kann eine Kompanie der Stadtgarde ihre Position wechseln und sich in eine bessere Schussposition gegen die Panzer bringen. Sie schalten die beiden führenden AT70 auf der Brücke in der Folge mit ihrem Flankenfeuer aus, doch verschafft ihnen das nur eine kurze Atempause. Die nachrückenden Panzer des Erzfeinds schieben die brennenden Wracks kurzerhand von der Brücke in den Glancas und brechen danach in die Stellungen am südlichen Ende der Brücke ein. Dort halten sich die Gardisten bis zum nächsten Tag verbissen und erledigen bei den Kämpfen drei weitere Panzer und vier Halbkettenfahrzeuge, die sich in den Gräben festgefahren haben. Die Lightning-Jäger aus Murad treffen erst zu dem Zeitpunkt in der Region ein und können daher nicht mehr effektiv in die Kämpfe eingreifen, sie sorgen aber dafür, dass sich die Höllenklauen zurückziehen. Doch angesichts der steigenden Verluste muss der Befehlshaber der Stadtgarde wenig später den Rückzug aus den Stellungen anordnen, womit der Erzfeind nun beide Seiten der Brücke kontrolliert.

    Die Baustellen der Befestigungsanlagen an der alten Provinzgrenze zu Agamar werden gerade noch rechtzeitig geräumt, nicht lange nach der Evakuierung tauchen die ersten Kroot auf und setzen den Baumannschaften und den sie begleitenden Einheiten der Stadtgarde nach. Der anfangs noch geordnete Rückzug entwickelt sich zunehmend zu einer Flucht, da die Einheiten permanent von Vespiden bedrängt werden und sie können sich nur unter Verlusten und Zurücklassung des Grossteils ihrer Ausrüstung zum nächsten befestigten Aussenposten retten. Der Beschuss aus den dort installierten Plasmakanonen hält die Xenos zunächst auf Abstand, ein paar zaghafte Angriffsversuche werden von ihnen schnell wieder abgebrochen. Allerdings verteilt sich die Streitmacht der Kroot in der Folge rund um die Befestigungen und schliesst die Einheiten von Asharis dort ein. Die für die Festungsbesatzung bedrohliche Situation wird dadurch entschärft, dass nach zwei Tagen erste Einheiten der Verstärkungen aus der Legislatur eintreffen. Die schnellen Einheiten der Mechanisierten Späher, unterstützt von den Nebelwerfern, können eine Bresche in den noch losen Belagerungsring der Kroot reissen und so die Verbindung zu den Truppen im befestigten Aussenposten wiederherstellen. Man hätte somit nun die Möglichkeit entweder die Befestigung geordnet zu räumen oder man könnte versuchen die Bresche zu halten, bis die weiteren Verstärkungen der Stadtgarde eintreffen und hoffentlich die Xenos in einer offenen Feldschlacht schlagen können. Nach Einschätzung der Offiziere der Legislatur sind sich die Truppen beider Seiten aber bestenfalls ebenbürtig und zwar hält man mit dem Aussenposten eine befestigte Position, die aber sehr exponiert ist. Angesichts der Nachrichten, welche sie aus dem Norden erreichen, rät eine Mehrheit von ihnen dem Legislator daher diesen südlichsten Aussenposten aufzugeben und sich näher an die Stadt zurückzuziehen, um ausserdem Truppen für die Verteidigung beim Glancas freizubekommen. Das in der Hoffnung, dass es die Kroot nicht wagen die nächste Befestigung weiter im Norden auch noch anzugreifen, da diese schon viel näher an der Stadt liegt und nicht so stark exponiert ist wie der südliche Aussenposten.

    Die Kämpfe in Gaenthal werden, obwohl der Erzfeind mittlerweile das Stadtzentrum kontrolliert, weiter fortgeführt. Denn die schwere Infanterie der Hyperionspitzen konnte in den engen Strassen in den südlichen Vierteln der Stadt eine neue Verteidigungslinie aufbauen, an der sich die Streitmächte des Erzfeinds bislang die Zähle ausbeissen. Die Häuserschluchten und das steil abfallende Terrain kommt den Verteidigern entgegen und trotz der Feuerkraft ihrer gepanzerten Fahrzeuge und dem Höllenschlächter, der weiterhin die Vorstösse anführt, kommen die Kulttruppen kaum voran. Die erste Verstärkung, welche die Stadt aus Richtung Nordosten erreicht, ist die Skitarii-Einheit aus der Enklave in Aceria, welche mit den Patrouillenbooten in die Hyperionspitzen verlegt wurde. Als sich die Krieger des Adeptus Mechanicus der Stadt nähern und dort auf die übrigen Verstärkungen warten wollen, geraten sie aber in einen Hinterhalt der Kulttruppen, als diese eine Waffe offenbaren, welche bisher in Reserve gehalten wurde. Das Strauchland vor der Stadt fängt urplötzlich Feuer und die Hypaspistes an der Spitze müssen feststellen, dass sie die Flammen nicht löschen können, in die sie geraten sind. In der Ferne erkennen sie eine hochgewachsene Gestalt in einer violetten Robe, welche auf einem der Halbkettenfahrzeuge steht, offenbar ein Psioniker oder Hexer, der die Flammen kontrolliert. Als die vorderste Reihe der Skitarii buchstäblich in Rauch aufgeht, unternimmt der Erzfeind einen Ausfall aus der Stadt. Einige Waffenservitoren, welche den Rückzug decken, und die kurz darauf eintreffenden Blood Ravens können die Katastrophe gerade noch abwenden und die Attacke abwehren. Die dezimierten Skitarii und die Blood Ravens sehen an dem Tag erst mal vor einem Angriff auf die Kulttruppen ab, da sie über Vox eine Nachricht erreicht. Dadurch dass die Höllenklauen abgezogen sind, konnten die Stelzpanzer aus den Marken ihren Vormarsch wieder fortsetzen. Sie mögen von den Luftangriffen angeschlagen sein, werden aber Gaenthal in zwei Tagen doch noch erreichen und die Entsatztruppen verstärken.

    In der Murad Inselkoalition wird Exekutivrat Erceg zum Teil scharf dafür kritisiert, dass er die Fliegerstaffel unter Kommodore Treverian erneut an das Festland abgibt, während zuhause die Belagerung von Athcala Bay weiterhin andauert und der Republiknotstand ausgerufen wurde. Ein von ihm angeordneter strategischer Schachzug lässt diese Kritiker aber kurz darauf verstummen. Erceg ordnet die Verlegung eines Teils der verteidigenden Gendarmen in die östliche Hafenstadt Kapodave auf Athcala an. Die Landung der Koalitionsgendarmerie, ausgeführt mitten in der Nacht, in einem Brückenkopf in ihrem Rücken erwischt die Kulttruppen auf dem völlig falschen Fuss. Als die Gendarmen bemerken, dass ihre Landung unbemerkt geblieben ist und der Erzfeind nur über eine schwache Postenkette im Osten verfügt, ordnet der befehlshabende Fregattenkapitän Yorke eigenmächtig einen sofortigen Angriff an, um diesen Lapsus auszunutzen. Die Raffinerie bei Kapodave, der zentrale Stützpunkt der Kulttruppen im Osten, wird im Handstreich erobert. Der dortige Befehlshaber gerät in Gefangenschaft und drei N20-Halbkettenfahrzeuge werden ohne Gegenwehr von den Gendarmen erbeutet. Als die Nachricht von dem überraschenden Erfolg gleichentags das Hauptquartier der Koalitionsgendarmerie in Port Murad erreicht, hält man die Meldung des jungen Fregattenkapitäns zunächst für eine Falschmeldung oder vermutet einen Fehler in der Entschlüsselung. Erst nach und nach wird klar, dass auf einen Schlag wohl mehr als ein Viertel der Invasionstruppen ausgeschaltet wurden. Und der Sieg wird, neben Yorke, zu erheblichen Teilen Exekutivrat Erceg angerechnet.

    Der bislang weitgehend vom Krieg verschonte Nordosten des Kontinents wird am 25. März von einem orbitalen Bombardement getroffen. Einen halben Tag lang wird sporadischer Beschuss der Fusionsreaktoren der Technokratie gemeldet. Zwar wird keine der meist von meterdickem Ferrobeton und Plastahl geschützten Reaktorkammern getroffen, die umliegende Infrastruktur wird aber an mehreren Orten beschädigt. So werden Kühlsysteme und Starkstromleitungen in Mitleidenschaft gezogen, was zur Folge hat, dass einige der Reaktoren vom Netz gehen müssen und einige sogar zur Sicherheit ganz herunterfahren werden. In Ironworks Bay wird rund um die Arsenale die Sicherheit noch mal erhöht, es kommt in den Tagen aber zu keinen weiteren Einbruchsversuchen. Dagegen scheint die Lage im Zentrum der Pavonischen Kooperative noch immer volatil zu sein, nachdem die Milizen das Anwesen des örtlichen Ratspräsidenten evakuiert haben, das Büro der Vorsitzenden Bree Kristor versichert lediglich, dass die Lage unter Kontrolle sei. Dem gegenüber stehen aber Gerüchte darüber, dass unter den Randalierern angeblich Mutanten gesichtet worden seien, die den Aufruhr anführen.

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    2. April 981.M41
    In der Schlacht im Norden von Asharis gelingt es den Streitkräften der Legislatur sich geordnet an die Stadtgrenze zurückzuziehen. Die Streitmächte des Erzfeinds brauchen länger als erwartet um sich zu bei der Brücke zu reorganisieren, weil diese in der Schlacht beschädigt wurde und die übersetzenden Panzerfahrzeuge wiederholt unter Beschuss durch Heckenschützen aus Tyrea geraten. Und als sie letztlich ausschwärmen und in Richtung Süden losfahren, werden sie von den am Kraftwerk stationierten Nebelwerfern und den Reiterkriegern aus Ariel an der Flanke attackiert. Zwar wird keine bestätigte Zerstörung eines Panzers gemeldet, da den Nebelwerfern kein direkter Treffer gelingt und die Waffen der Reiterkrieger nicht genug Durchschlagskraft haben, aber die Attacken zwingen die Panzerfahrzeuge des Erzfeindes dazu sich zu zerstreuen und nur in lockerer Formation vorzustossen. Dadurch kann das Gros der Stadtgarde entkommen und sich bei den nördlichen Ausfallstrassen der Stadt verschanzen. Tausende Stadtbewohner aus den nördlichen Bezirken werden in den Tagen darauf zu Schanzarbeiten zwangsverpflichtet, um Gräben auszuheben und Barrikaden aus Bauschutt zu errichten. Da sie aber immer wieder unter Beschuss durch die Panzer geraten und gerade die Autostrassen sich nur mit schwerem Gerät aufbrechen liessen, kommen sie dabei nur langsam voran. Einige Tage lang bewegt sich an der Front nur wenig: Die Höllenklauen bombardieren die Stellungen der Stadtgarde und die Nebelwerfer, von denen zwei zerstört werden. Durch auf dem Kraftwerksgelände gelegte Feuer können sie mit Rauch ihre Position vor den feindlichen Flugzeugen tarnen und sind erst mal sicher, werden aber auch an Ort und Stelle festgenagelt und verlieren den Kontakt zu den Truppen an der Stadtgrenze. Die feindlichen Panzer werden aber wiederum durch das Feuer der Gardisten auf Abstand gehalten und unternehmen keinen entschiedenen Vorstoss. Stattdessen verwüsten die Kulttruppen auf den Halbkettenfahrzeugen das Land nördlich der Stadtgrenze, setzen die Felder in Brand und bringen angeblich Sprengladungen bei der Universität an. Nach und nach treffen Verstärkungen der Stadtgarde aus dem Westen ein und am vierten Tag kommt wieder Bewegung in die Front. Zum einen stossen zwei Schwadronen der Reiterkrieger zur Brücke über den Glancas vor und stellen fest, dass diese nur noch von einer Handvoll zerlumpter Gestalten gehalten wird, die nicht mal alle Waffen zu tragen scheinen. Man koordiniert rasch einen ad-hoc Angriff zusammen mit den Einheiten in Tyrea und erobert beide Seiten der Brücke im Handstreich zurück. Fast zeitgleich wird die Barrikade der Stadtgarde bei bei einer Zubringerstrasse zur A1 von einer Explosion erschüttert. Die Ursache bleibt unklar, möglicherweise ist einem Panzer ein Glückstreffer gelungen oder ein Plasmagewehr ist infolge Überhitzung hochgegangen. Jedenfalls erkennt der Befehlshaber der Kulttruppen offensichtlich die günstige Gelegenheit und attackiert die noch von der Explosion desorientierten Gardisten. Die Stellung der Stadtgarde wird durchbrochen und rund 20 Panzer und Halbkettenfahrzeuge brechen in die nördlichen Viertel der Stadt ein. Möglicherweise werden sie dort auf die Chimären aus der Pavonischen Kooperative treffen, die an dem Tag das Stadtzentrum erreicht haben.

    Der Rückzug aus dem südlichen Festungswerk von Asharis wird währenddessen ohne Verluste abgeschlossen. Als die Kroot erkennen, dass die Stadtgarde die Stellung räumt und die Besatzung des befestigten Aussenpostens vollständig nach Norden marschiert, verzichten sie offenbar auf eine Verfolgung und lassen die Gardisten unbehelligt ziehen. Im nördlichen Aussenposten werden die Einheiten reorganisiert, eine Postenkette zur Überwachung der Xenos organisiert und so viele Einheiten wie möglich zur nördlichen Front in Bewegung gesetzt. Diese Posten sichten in den folgenden Tagen immer wieder Späher der Kroot, nach der Eroberung der südlichen Befestigung scheinen sie aber keine weiteren Angriffe zu unternehmen. Die Häufigkeit der Sichtungen deutet aber auch darauf hin, dass die Xenos sich überall im Gebiet rund um den Aussenposten verteilt haben und das Hinterland der Festungswerke bis nach oben zu den Befestigungen an der Stadtgrenze kontrollieren.

    In Gaenthal scheinen die Kulttruppen unterdessen die Entscheidung in der Schlacht um die Stadt herbeiführen zu wollen, wohl weil auch deren Befehlshaber davon ausgehen, dass die Ankunft weiterer Verstärkung nur eine Frage der Zeit ist. Da die Lightning-Staffel der Inselkoalition aus dem Norden zurückgekehrt ist und in abwechselnden Schichten immer mit einigen Maschinen über der Stadt operiert, haben die Verteidiger der Stadt erstmals seit der Landung die Luftherrschaft und eine halbwegs zuverlässige Aufklärung über die Truppenbewegungen in der Stadt, soweit sich diese in den engen Gassen von Gaenthal erkennen lassen. So gelingt es den Verteidigern zwei weitere Angriffswellen der Kultisten bei geringen eigenen Verlusten zurückzuschlagen, während zeitgleich die Astartes, Skitarii und Stelpanzer im Schutz der Dunkelheit bis an den Stadtrand herankommen. Am zweiten Tag geraten die Truppen des Erzfeinds im Norden der Stadt daher ihrerseits unter Beschuss und müssen ihre gepanzerten Fahrzeuge von der Front in der Stadtmitte abziehen. Dennoch überwinden sie an diesem Tag die Verteidigungslinien der schweren Infanterie der Hyperionspitzen, da es ihnen gelingt unbemerkt einige Trupps in den Süden der Stadt zu schaffen, welche die Barrikaden der schweren Infanterie der Hyperionspitzen ins Kreuzfeuer nehmen. Nachdem zwei der Stellungen überrannt wurden, müssen sich die übrigen Verteidiger zurückziehen und damit das restliche Stadtgebiet grösstenteils aufgeben. Der Sammelpunkt ist der Sabbat-Dom am südlichen Ende der Stadt, wo sich die geschlagene Streitmacht der Hyperionspitzen zu reorganisieren versucht. Gerade als Regent Lysander am Morgen des 31. März auf dem Domplatz seine verbliebenen Truppen, die Arbites und einige hundert leicht bewaffneten Freiwillige versammelt, um sie auf die bevorstehende Schlacht einzuschwören, erreicht ihn über Vox eine Meldung, die unter allgemeinem Jubel vor den Truppen verlesen wird. Die Blood Ravens haben sich in der Nacht zuvor in das Stadtzentrum vorgekämpft und dort den Höllenschlächter gestellt, der den Verteidigern über Wochen so sehr zugesetzt hatte. Der Chaos-Cybot wurde dabei von den Astartes mit Melterladungen so schwer beschädigt, dass Scout-Sergeant Nakir ihn letztendlich im Nahkampf mit einem Energieschwert zerstören konnte.

    Den im Osten von Athcala gelandeten Einheiten der Koalitionsgendarmerie wird nach ihrem überraschenden Sieg zunächst einige Tage Marschhalt befohlen, um sich zu versorgen und die Ankunft weiterer Verstärkung abzuwarten. Rund um Athcala Bay bleibt es währenddessen ruhig und es werden keine weiteren Angriffe der Kulttruppen gemeldet. Am 1. April erkennt man den Grund dafür, ein Flugzeug der Gendarmen sichtet mehrere Raumfähren, die offenbar damit beschäftigt sind Teile der gelandeten Truppen wieder einzuladen. Die früher gesichteten Halbkettenfahrzeuge scheinen schon nicht mehr da zu sein und es ist unklar wie viele Einheiten vom Erzfeind bereits evakuiert wurden. Die Luftwaffenoffiziere in Murad beschliessen daher die Gyrostrike-Bomber bereit zu machen und bombardieren tags darauf die gegnerischen Landezonen. Dabei werden unter anderem zwei der gelandeten Raumfähren zerstört und die Kulttruppen müssen von weiteren Landungen erst mal absehen.

    Am 2. April wird die Grenze der Marken Janus und Rhea fast einen Tag lang durchgehend aus dem Orbit bombardiert. Die Attacken scheinen sich gegen kein konkretes Ziel zu richten, zwar werden mehrere Wehrsiedlungen getroffen, aber die gegen die nächste Angriffswelle der Wildorks herangeführten Einheiten des Regiments aus Ironworks Bay entgehen dem Bombardement in ihren Bereitstellungsräumen. Die am Raumhafen von Pavonis stationierten Beobachter, die versuchen die Feuerläufer im Orbit im Blick zu behalten, melden am Nachmittag eine Explosion an Bord des Schiffes. Das Bombardement auf die Marken kommt daraufhin zu einem abrupten Ende und auch der Antrieb des Schiffes scheint in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, denn seine Umlaufbahn wird am Folgetag erkennbar instabil. Den vorläufigen Berechnungen zufolge dürfte die Feuerläufer im Norden der Mark Janus abstürzen, wenn sie weiter an Höhe verliert.

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    7. April 981.M41

    Nachdem ein Teil der feindlichen Panzerstreitkräfte nach Asharis durchgebrochen ist, stellt sich ihnen bei der Stadtfestung der Arbites ein neues Aufgebot aus der Stahllegion der Kooperative und den Arbites entgegen. Am Abend des 3. April trifft zudem Vance Stubbs mit seiner persönlichen Garde in den nördlichen Bezirken ein. Der ehemalige Generalgouverneur von Kaurava, der sich seit einiger Zeit als Gast in Asharis aufhält, wurde vom Legislator zum neuen Oberbefehlshaber der Truppen in der Stadt ernannt und legt den Verteidigern einen hastig ausgearbeiteten Verteidigungsplan vor. Weder der befehlshabende Major der pavonischen Truppen noch der Marschall der Arbites von Asharis sind zwar sonderlich begeistert davon sich dem glücklosen General unterzuordnen, der Operationsplan erscheint ihnen aber solide und so führen sie ihre Einsatzbefehle aus. Es gelingt ihnen den Truppen des Erzfeinds den Weg nach Süden in das Stadtzentrum zu versperren, indem erneut die Bevölkerung für Schanzarbeiten herangezogen wird und diesmal die Chimären aus Pavonien dabei mithelfen den Strassenbelag aufzubrechen und zu behelfsmässigen Panzersperren aufzutürmen. Dadurch gewinnen die PVS Zeit, um die Bevölkerung aus den gefährdeten Stadtkreisen zu evakuieren und auf die Heranführung von Stadtgardisten zu warten, die nach und nach aus anderen Bezirken eintreffen. In einem mehrtägigen Strassenkampf gelingt es danach mehrere der AT70 zu flankieren und zu zerstören, häufig indem die Gardisten sie frontal unter Beschuss nehmen und die Chimären der Stahllegion sie dann umfahren. Die eingefallene Streitmacht ist zwar noch nicht endgültig geschlagen, wurde aber an Ort und Stelle gehalten und hat einstweilen das Momentum ihres Angriffs eingebüsst.
    Zur gleichen Zeit rücken Einheiten der Mechanisierten Späher auf das Gelände der Universität von Asharis vor, wo die Kulttruppen mehrere Sprengsätze platziert und einige davon bereits gezündet hatten. Einige unerschrockene Späher, die man angeblich mit einer Sold-Sonderzahlung motiviert hat, gelingt es aber den Grossteil der Sprengsätze noch rechtzeitig zu entschärfen und so die Lehranstalt vor grösseren Schäden zu bewahren.
    Die zeitweise vom Rest der Truppen in der Stadt abgeschnittenen Nebelwerfer und Reiterkrieger müssen sich währenddessen mit einem Angriff an zwei Fronten auseinandersetzen. Die vom abstürzenden Raumschiff aus gestarteten Raumfähren des Erzfeinds entladen weitere Fusstruppen südlich des Kraftwerks und teilen so die Aufmerksamkeit der Verteidiger. Noch während diese versuchen die Landung mit Beschuss zu unterbinden, nähern sich weitere Panzereinheiten aus westlicher Richtung und gelangen bis auf Kernschussweite an die Stellungen der Nebelwerfer heran. Diese stehen vor der Entscheidung entweder ihre Position aufzugeben und so den Schutz des Rauchvorhangs zu verlassen oder an Ort und Stelle zu bleiben und sich einen aussichtslosen direkten Schlagabtausch mit den Panzern des Erzfeinds zu liefern. Der Kommandant der Werfer-Batterien entscheidet sich für ersteres und unternimmt einen Ausfall nach Süden, in der Hoffnung sich mit den Verbündeten an der Stadtgrenze verbinden zu können. Fast sofort werden die Nebelwerfer aber von den wartenden Höllenklauen unter Beschuss genommen, für die sie auf offenem Feld ein leichtes Ziel sind. Am Ende erreichen nur zwei der Nebelwerfer die Stadtgrenze, die Einheit ist faktisch zerstört.

    Die Belagerung von Athcala Bay und die Besetzung der Promethium-Raffinerien wird vom Erzfeind aufgegeben, die Truppen ziehen sich ins Innere der Insel zurück und überlassen die Positionen kampflos den Verteidigern der Inselkoalition. Die Gendarmen setzen ihnen nur zögerlich nach, da sie fernab der Küsten ohne die Unterstützung ihrer Schiffsgeschütze auskommen müssten und auch erneute Bombardements der Kulttruppen ausbleiben. Das Oberkommando in Port Murad argumentiert, dass man die Gegner im dichten Dschungel im Zentrum der Insel nur schwer ausmachen kann und die Bomber für bessere Ziele aufspart. Die Befehlshaber der Luftwaffe wurden wohl auch gerügt, dass sie die Bombardierung der Landezonen so hastig und ohne Jagdschutz für die Gyrostrike-Bomber anordneten, auch wenn der Einsatz letztlich ein Erfolg war. Es wird zudem auch angenommen, dass der Exekutivrat aufgrund der Verluste der Koalitionsgendarmerie in der ersten Phase der Invasion auf ein vorsichtiges Vorgehen drängt, das die teuren und gut ausgebildeten Einheiten der Gendarmen schont.

    In Gaenthal, das von den Kulttruppen erobert wurde, sehen sich diese nun ihrerseits an zwei Fronten unter Druck, da die an die nördliche Stadtgrenze herangerückten Verstärkungen der PVS sie zeitgleich mit den Verteidigern beim Sabbat-Dom attackieren. Allerdings sind die Stelzpanzer, Skitarii und Astartes zahlenmässig noch so weit unterlegen, dass sie nur punktuelle Vorstösse unternehmen können. Weitere Verstärkungen sind zwar unterwegs, die Einheiten aus dem Norden haben aber gerade erst die Westöde-Passage überwunden (ohne Zusammenstösse mit den Kroot) und die Stahllegion aus Nordvandea sichert vorerst nur die Absturzstelle der Thunderhawks. Ein erster Erfolg ist am 4. April die Rückeroberung der Arbites-Festung im Norden der Stadt, welche die Arbitratoren beim Fall des Stadtbezirks hatten räumen müssen. In den Strassenkämpfen gehen drei Stelzpanzer verloren, doch nachdem die umliegenden Strassen erobert wurden, räumen die Kultisten das Gebäude, um nicht von den restlichen Truppen abgeschnitten zu werden. Ein Teil der Arbites-Festung ist ausgebrannt und auch an zwei weiteren Orten brechen in den folgenden Tagen Brände aus, die mutmasslich vom Chaos-Hexer angefacht werden. Mehrere Versuche der Astartes die Front der Kulttruppen zu durchbrechen, werden jeweils von dem Psioniker vereitelt, indem er die Strassenzüge kurzerhand in Brand setzt und ihnen so den Weg versperrt. Der Erzfeind versucht im gleichen Zeitraum Verstärkungen anzulanden, die mit Raumfähren von der abstürzenden Feuerläufer aus gestartet sind. Die noch immer im Luftraum über Gaenthal operierenden Lightning-Jäger der Inselkoalition schiessen aber alle der sich im Anflug befindlichen Fähren ab, die als brennende Wracks in die Berge östlich der Stadt stürzen.

    Neben den Landungen in Asharis und den Hyperionspitzen wird von einem Spähposten der Frateris Milita in Morriah berichtet, dass weitere Raumfähren die abstürzende Feuerläufer verlassen haben und im Ödland von Eres gelandet sind. Das liegt innerhalb der Sperrzone der Inquisition, so dass sich die Kommandeure der kirchlichen Miliz grosse Sorgen darüber machen, was der Erzfeind dort möglicherweise zu finden hofft.

    Das Schiff des Erzfeinds stürzt am 5. April in der Mark Janus ab, weiter südlich als man es im Raumhafen von Pavonis prognostiziert hatte. Möglicherweise hatte die Besatzung noch versucht den Antrieb wieder in Gang zu bekommen oder sogar das Siedlungsgebiet der Wildorks anzusteuern, so dass die Feuerläufer Schlagseite bekam und abdriftete. Das Schiff legt eine Bruchlandung hin und kommt letztendlich südöstlich von Holyphon im Grenzgebiet zwischen zwei Wehrsiedlungen und den Siedlungsgebieten der Wildorks zum stehen. Die Militärführung der Marken hat sofort das in Bereitschaft gehaltene Ironworks-Regiment in Marsch gesetzt und alle verfügbaren Einheiten aus der Mark Rhea zur Verstärkung angefordert, da man eine Eroberung des Schiffs durch die Orks befürchtet. Die Wehrsiedlungen hatten schon in den Tagen zuvor eine wieder steigende Zahl von Attacken der Orks gemeldet, welche möglicherweise von den Explosionen mit der Aussicht auf einen Kampf angelockt wurden. Da die Marken nun an den östlichen Fronten keine Reserven mehr zur Verfügung haben, kann man nur darauf hoffen, dass im Bereich der Mark Rhea keine grösseren Angriffe erfolgen.

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    11. April 981.M41

    Der Verteidigungsplan von General Stubbs in Asharis zielt weiterhin darauf ab die feindlichen Panzer vom inneren Ring der Stadt fernzuhalten. Zu diesem Zweck haben sich die Stadtgardisten an allen für Panzerangriffe geeigneten Stellen verbarrikadiert und die Arbites sowie die Einheiten aus der Kooperative dienen ihm als schnelle Eingreiftruppe, die ausrücken wenn die Truppen des Erzfeinds sich bei einer Barrikade zu einem ernsthaften Angriff formieren. Den Verteidigern gelingen zwar keine so spektakulären Abschüsse mehr wie in den ersten Tagen der Schlacht, da sich die Kulttruppen mittlerweile auch auf die Gefechtstaktik der pavonischen Chimären eingestellt haben und darauf achten sich nicht ungünstig gegenüber den Panzerabwehrraketen zu exponieren. Doch man hält die Kulttruppen erfolgreich an Ort und Stelle, denn die Zeit arbeitet für die Verteidiger, die laufend Verstärkungen erhalten während die gegnerische Panzertruppe über keine signifikanten Reserven mehr verfügen dürfte.
    Auch konnte sich der General mit den Mechanisierten Spähern und Reiterkriegern nördlich der Stadt abstimmen. Die unterbinden nicht nur alle Versuche der Feinde noch mal auf das Gelände der Universität vorzustossen, sie zerstören am 10. April auch einige Halbkettenfahrzeuge, die in einem Gefecht in der Stadt beschädigt wurden und sich für Reparaturen zurückziehen wollten.
    Dafür gelingt dem Erzfeind ein Schlag gegen die Panzer der Kooperative, die in diesen Tagen den Osten der Stadt erreicht haben und sich mit den Verteidigern bei der Arbites-Festung verbinden wollen. Ein Trio aus AT70-Panzern umgeht die Barrikaden an ihrer östlichen Flanke und sperrt die Strasse auf der die Leman Russ der pavonischen Panzerkompanie unterwegs sind. Damit halten sie den Vorstoss der Leman Russ lange genug auf, dass die Höllenklauen die Strasse bombardieren können, auf der sie unterwegs sind. Die Panzerkompanie der Kooperative verliert in dem Luftangriff mehrere ihrer Panzer und bricht den Vorstoss ab, um sich im alten Krootviertel der Stadt weiter östlich neu zu formieren.

    Im Kampf um Gaenthal gelingt es den Truppen der Hyperionspitzen sich wieder einen Brückenkopf im Süden der Stadt zu erkämpfen, in der Nacht auf den 9. April erobern sie mehrere Strassenzüge am Stadtrand zurück und setzten sich auf dem Gelände eines Erzverarbeitungsbetriebs fest. Die Kulttruppen leisten ihnen zwar Widerstand, da die gepanzerten Einheiten der Erzfeinds aber alle im Norden von Gaenthal im Einsatz sind, fehlt es ihnen an der Feuerkraft um sich gegen die schwere Infanterie und die Arbites durchzusetzen. Im Norden sind die Verstärkungen in zähe Gefechte mit den Panzern und Halbkettenfahrzeugen verwickelt und mehrere Stelzpanzer werden von ihnen zerstört. Die Blood Ravens versuchen zur gleichen Zeit den Hexer der Kulttruppen zu stellen, der entkommt ihnen aber mehrmals und als sie nahe des Palasts des Regenten beinahe von einer Übermacht der Kultisten eingeschlossen werden, müssen sich die Astartes wohl oder übel zurückziehen. Am nächsten Tag treffen die Rhino-Transporter der Sororitas vor den Toren der Stadt ein und schliessen sich der kleinen Streitmacht im Norden an, sie bleiben jedoch für den Moment die einzigen Verstärkungen. Denn das Wetter in den Hyperionspitzen beginnt sich zu Beginn des Aprils erheblich zu verschlechtern, es gehen für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Niederschläge über dem Gebirgsmassiv nieder, die viele Pässe noch mal mit Schnee blockieren oder die Passstrassen in Schlammpisten verwandeln. Die Verstärkungstruppen der Union und Kooperative kommen daher nur sehr langsam voran und einige ihrer Fahrzeuge bleiben sogar stecken, was zu einem zeitweisen Marschhalt führt. Das schlechte Wetter ist auch ein Problem für die Bewohner von Gaenthal, von denen während der Kämpfe um die Stadt ein grosser Teil geflohen ist und in einer provisorischen Zeltstadt ausharrt. Aufgrund der schlechten hygienischen Zustände in ihren vorübergehenden Behausungen und des nasskalten Wetters beginnen sich schon nach wenigen Wochen Krankheiten in der Zeltstadt auszubreiten.

    Die Republik Aceria, die im März über tausend Reservisten mobilisiert und ausgerüstet hatte, hat ihre Truppen zusammen mit den Söldnern aus der Konföderation in Bewegung gesetzt, um sich den Verteidigern in Athcala, der Mark Janus und den Hyperionspitzen anzuschliessen. Während die Verstärkungen für die Inseln mit gecharterten Zivilschiffen Athcala Bay ansteuern, sind einige Reiterkrieger am 11. April bereits bei der Absturzstelle der Feuerläufer eingetroffen. Sie schliessen sich dort den märkischen Truppen an, die mit der Sicherung der Absturzstelle begonnen haben. Zunächst hatte man sich nur zögerlich genähert, da man Beschuss aus den verbliebenen Waffen des Schiffes fürchtete, doch wenn es an Bord Überlebende der Bruchlandung geben sollte, sind diese offenbar im Moment nicht in der Lage die Waffen zu bemannen. Die Wildorks sind dagegen erwartungsgemäss den Explosionen gefolgt und erste Trupps der Grünhäute tauchen in der Woche immer wieder in der Nähe des Schiffs auf. Die Luftaufklärung durch die Lightnings der Inselkoalition und einige Flugzeuge aus dem Städtebund (welche die immer noch nicht einsatzfähigen Staffeln der Marken und Hyperionspitzen ausgleichen) vermutet aufgrund des aufsteigenden Rauchs, dass mindestens drei Kriegszüge der Ork unterwegs zum Schiff sind. Sie bombardieren die mutmasslichen Positionen der Orks einige Tage lang sporadisch, ohne aber sicher sagen zu können, ob man dadurch eine nennenswerte Wirkung erzielt hat.

    Auf Athcala versuchen die Gendarmen, unterstützt von einigen lokalen Kundschaftern, die Kulttruppen in ihrem Rückzugsgebiet im Inneren der Insel einzukreisen. Mehrmals erwischen sie dabei kleine Gruppen, die versuchen durch ihre Stellungen zu schlüpfen. Bei diesen scheint es sich aber überwiegend um Schiffssklaven von Bastonbeil zu handeln, die ihnen von den Kultisten unbewaffnet entgegen getrieben wurden, um die Aufmerksamkeit der Gendarmen zu binden. Drei Gyrostrike-Bomber, die am Morgen des 11. April nach Zielen Ausschau halten, entdecken dabei mehrere Raumfähren, die gerade gestartet sind und in Richtung Nordwesten fliegen. Die Gyrostrikes folgen ihnen so lange bis sie die schnelleren Raumfähren über dem Festland von Morriah aus den Augen verlieren, anhand ihres Kurses sind sie aber ziemlich sicher, dass die Fähren in das Ödland von Eres unterwegs sind. Das reiht sich in die Beobachtungen die Frateris Milita ein, offensichtlich verlegt der Erzfeind seine verbliebenen Truppen in die Sperrzone. Gerüchten zufolge haben mehrere Fraktionen dringende Anfragen an die Inquisitionsfestung auf Fulcrum gesendet und um Anweisungen gebeten wie mit den dort gelandeten Kultisten umzugehen sei.

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  13. #193
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    15. April 981.M41

    Dadurch dass die Höllenklauen sich in den nächsten Tagen nicht mehr im Himmel über Asharis zeigen, gewinnen die Verteidiger wieder etwas Bewegungsfreiheit zurück. Der Panzerkommandant der Kooperative kann seine Truppen neu formieren und auch General Stubbs wieder grössere Truppenverschiebungen unternehmen ohne dass die Kultistenarmee diese jeweils sofort mitbekommt. Bei einem Begegnungsgefecht nahe des Kraftwerks zwischen den Mechanisierten Spähern und einigen Halbkettenfahrzeugen erleiden die Späher zwar einige Verluste und müssen sich angeschlagen zurückziehen. Dafür erobern die Truppen unter dem persönlichen Kommando von Stubbs Strassenzug um Strassenzug von den Kultisten zurück. Die Panzereinheiten des Erzfeinds scheinen mehr damit beschäftigt zu sein Brände zu legen und Infrastruktur zu zerstören, so dass man mehrere von ihnen isolieren und zerstören kann. Der grösste Erfolg ist vermutlich die Eroberung von zwei Feindpanzern, denen die Ketten kaputt geschossen werden und deren Besatzung man bei der versuchten Flucht erledigen kann.
    In der Umgebung der Rückzugsposition im Süden der Stadt sichtet die Besatzung des Aussenpostens einige Kroot, die der Befestigung gefährlich nahe zu kommen scheinen. Der örtliche Befehlshaber ordnet aber an nicht auf die Xenos zu feuern bevor sie nicht zu nahe an ihre Position heran bewegen, da er vermeiden will die Kroot zu einer erneuten Attacke zu provozieren. Und er scheint damit - jedenfalls für den Moment - richtig zu liegen. Denn nachdem die Xenos fast eine Stunde in Sichtweite des Aussenpostens geblieben sind, verschwinden sie wieder in der Steppe.

    Die Schlacht um Gaenthal ist Mitte Monat aufgrund der starken Niederschläge nahezu eingefroren. Selbst die Strassen am Stadrrand sind zum Teil nur noch schwer passierbar und die Truppen der Hyperionspitzen im Süden zu relativer Untätigkeit verdammt. Von ihnen ausgesendete Späher berichten aber, dass die im Norden verschwundenen Höllenklingen wohl in Gaenthal gelandet sind. Beim Flugplatz im Westen der Stadt, der von den Kulttruppen erobert wurde, beobachtet man die Landung von mindestens acht von ihnen. Der Flugplatz ist infolge des Bombardements zu Beginn der Schlacht zwar nur eingeschränkt nutzbar, die Höllenklingen sind aber Senkrechtstarter und die Kultisten scheinen überall in Gaenthals Promethium-Vorräte geplündert zu haben, um die Jagdbomber aufzutanken. Die kleine Truppe im Norden wird am 13. April durch die neu dazu gestossenen Sororitas verstärkt. Gemeinsam mit den Astartes und den Stelzpanzern unternehmen sie immer wieder kleinere Vorstösse und suchen nach Schwachstellen in der Truppenaufstellung des Erzfeinds. Auch geht die Suche nach dem Hexer der Kultisten weiter, doch der scheint sich einer Konfrontation für den Moment zu entziehen und man bekommt ihn nicht zu fassen.

    Die Angriffe der Wildorks auf die gestrandete Feuerläufer nehmen an Intensität zu, dank der herangezogenen Verstärkungen und der Luftunterstützung können die märkischen Einheiten diese Attacken aber problemlos zurückschlagen. Sie haben inzwischen einen Perimeter um das mehr als einen Kilometer lange Schiff gezogen und alle sichtbaren Eingänge gesichert. Man verzichtet einstweilen auf Erkundungen ins Innere des Schiffs, da der Fokus auf den Orks liegt und im gestrandeten Schiff offensichtlich niemand in der Lage ist seine Waffen noch zum Einsatz zu bringen. Ausserdem sind gerade die grossen Hangartore der Feuerläufer mit den Symbolen des Erzfeindes markiert und die Soldaten der Marken schrecken davor zurück ohne Not durch ein Tor zu marschieren, auf dem der achtstrahlige Stern eingraviert wurde. Bei einem Überflug bestätigen die Lightnings aber Lichtblitze und Rauch, der von einem der oberen Decks aufsteigt, es scheint also zumindest Überlebende der Bruchlandung zu geben.

    Mit der Anlandung von Truppen aus der Republik Aceria werden auf Athcala Einheiten der Gendarmen frei, welche nun mit mehr Nachdruck den verbliebenen Kulttruppen im Inneren der Insel nachsetzen. Erneut entdeckt die Luftwaffe der Inselkoalition dabei Raumfähren im Anflug auf einige vermutete Sammelpunkte des Erzfeinds inmitten der dichten Wälder. Anders als in den Tagen zuvor finden diese nun aber in Sichtweite der Gendarmen statt, so dass sie umgehend Luftunterstützung durch die Gyrostrikes anfordern. Als die Kultisten die ersten Bomber sichten, starten die Raumfähren sofort und mutmasslich nur mit einem Bruchteil der Truppe. Mit Ausnahme einer Fähre die wohl Triebwerksprobleme hat, diese wird von den Gyrostrikes bombardiert und zerstört, zusammen mit den Kultisten in der Nähe.

    Unterdessen beginnt sich in den neuen Nordgebieten des Hochstifts Morriah eine eilends zusammengestellte Streitmacht zu sammeln, die wohl (so weit die Spekulationen in der Öffentlichkeit, die aber von keiner offiziellen Stelle bestätigt wird) zum Ödland von Eres vorrücken soll. Mehrere Stahllegion-Kompanien aus der Veteranenkolonie und die neuen Rekrutinnen der Sororitas sind bereits eingetroffen und weitere Infanteristen und Söldner aus der Kooperative sind noch auf dem Weg.

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  14. #194
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    15. April 981.M41

    Obwohl mehrere Regionen auf Kronus weiterhin durch den Erzfeind bedroht werden, bekommt man in der Mehrzahl der Länder letztlich nur wenig vom Krieg mit. Wenn es nicht die wirtschaftlichen Verwerfungen infolge des Ausfalls der Rohstofflieferungen aus Tyrea und den Hyperionspitzen gäbe, könnte man in Ariel, Panrea, der Seenregion und weiten Teilen der Ostküste den Konflikt beinahe vergessen. Vielleicht gerade auch um den Bewohnern der Union eine gewisse Normalität im Alltag zu bieten, hat die neu gegründete Scrumball Liga von Panrea beschlossen die Saison wie geplant zu starten. Das Eröffnungsspiel wird am 15. April in Charaxis zwischen den ortsansässigen 'Adlern' und den 'Kaplanen' aus Obermar ausgetragen und endet mit einem 65:44-Sieg für die Gastmannschaft aus Obermar.

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    16. April 981.M41

    Beim Astropathen in Pavonis City kündigen sich drei Schiffe der Chartistenkapitäne an, die in einigen Tagen den Warp verlassen und Kronus ansteuern werden. Ein Personentransportschiff der Jericho-Klasse transportiert mehrere zehntausend Kolonisten von der Makropolwelt Ichar IV zu einem neu besiedelten Planeten am Rand des Damokles-Golfs und will wohl vor allem Wasser aufnehmen. Begleitet wird das Schiff von zwei Klippern, schnellen Kurierschiffen die mit unbekanntem Ziel unterwegs sind, von der Handelskammer des Städtebunds aber davon überzeugt werden konnten einen kurzen Zwischenstopp bei Kronus einzulegen und einige Geschäfte mit der von Rohstoffmangel geplagten Wirtschaft des Nordens abzuschliessen. Beim Raumhafen ist man zwar froh über diese Besucher, macht sich aber auch etwas Sorgen um die Sicherheit. Alle drei Schiffe dürften über eine gewisse Bewaffnung verfügen, sie sind aber keine Kriegsschiffe und eine Gefährdung ihrer Raumfähren durch die Höllenklauen des Erzfeinds könnte dazu führen, dass der erhoffte Handel ausbleibt.

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    16. April 981.M41

    Die Ordensflotte der Subjugators verlässt den Nimbosa-Subsektor und gibt nun erstmals bekannt welches Ziel der Orden hat. Die Subjugators führen mit mehreren Kompanien und den dienstverpflichteten PVS einen Feldzug gegen die Shovah-Enklaven im Lithesh-Sektor. Diese Tau-Koloniewelten werden vom abtrünnigen Commander O'Shovah gegründet, der während des Damokles-Kreuzzugs den Oberbefehl über die Streitkräfte der Tau hatte. In den letzten Schlachten dieses Krieges erlitten die beteiligten Astartes-Orden damals eine empfindliche Niederlage gegen die Feuerkrieger unter O'Shovahs Kommando. Daher wollen die Subjugators nun mehr als zwei Jahrhunderte später diesen Schandfleck auf der Ehre des Ordens tilgen, indem sie das Herrschaftsgebiet von O'Shovah angreifen und ihn oder seine Nachfolger erneut zur Schlacht stellen. Die Geheimhaltung diente wohl dazu die Tau über ihr Angriffsziel im Unklaren zu lassen, da bekannt ist, dass sowohl das Sternenreich als auch die Shovah-Enklaven zahllose Informanten und Spione im Lithesh-Sektor beschäftigen. Der Angriff der Ordensflotte durchbricht erfolgreich die Grenzverteidigung der Enklaven und obwohl sie in einer Raumschlacht einen Angriffskreuzer einbüssen, erreicht das Gros der Streitmacht am 16. April Vior'los und beginnt mit der Anlandung von Truppen auf den orbitalen Verteidigungsstationen der Tauwelt.

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  15. #195
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    18. April 981.M41

    In Asharis hat sich die Front im Norden der Stadt weitgehend festgefahren. Den Verteidigern gelingt es schrittweise die Ebene vor den Toren der Stadt von den Truppen des Erzfeinds zurückzuerobern, da die Kulttruppen ihre Stellungen dort weitgehend aufgeben als die Lightning-Staffel aus der Inselkoalition den Flugplatz in der Konföderation erreicht und von dort aus beginnt im Luftraum über Asharis zu operieren. Die gepanzerten Fahrzeuge des Erzfeinds müssten befürchten ihrerseits aus der Luft unter Beschuss zu geraten so wie zuvor die Panzerkompanie aus Pavonien und suchen daher den relativen Schutz des überbauten Gebiets. Die Lightnings versuchen sie jeweils zu attackieren, wenn sie die Panzer ausmachen können, bestätigte Abschüsse gelingen ihnen aber zunächst keine. Auch haben die feindlichen Panzerbesatzungen gelernt ihre Flanken besser zu schützen, die in den früheren Gefechten angewandten Taktiken der PVS funktionieren nun erheblich schlechter. Dennoch sind sich Beobachter überwiegend einig, dass die Zeit gegen den Erzfeind arbeitet. In ihrer derzeitigen Lage können die Panzer ihren Geschwindigkeitsvorteil nicht mehr ausspielen und haben auch keine Möglichkeit ihre Verluste zu ersetzen. Und unter dem Befehl von General Stubbs arbeitet sich die Stadtgarde Haus um Haus an die Stellungen der gegnerischen Panzer heran und die schnelleren Truppen der Verbündeten sperren die Strassen in den Norden. Offensichtlich schont der General seine Truppen aktuell eher und arbeitet auf eine langsame Umzingelung der feindlichen Panzerfahrzeuge hin. Die Schäden an der zivilen Infrastruktur der nördlichen Bezirke sind aber jetzt schon erheblich, da die Kulttruppen weit über das 'sinnvolle' Mass (zur Verteidigung, etwa um Barrieren aus Bauschutt zu schaffen) Gebäude verwüsten und ähnlich wie in Gaenthal damit begonnen haben Brände zu legen.

    Sogar schneller als erhofft verbessert sich das Wetter über den Hyperionspitzen am 16. April wieder, so dass grössere Manöver wieder möglich werden und die Verstärkungstruppen ihren Marsch auf Gaenthal fortsetzen können. Dasselbe gilt freilich auch für den Erzfeind, der insbesondere vom besseren Flugwetter profitiert und seine frisch aufgetankten Höllenklauen gegen besagte Verstärkungen aussendet. Auf den engen Passstrassen stellen die langen Marschkolonnen der Verstärkungen ein dankbares Ziel dar und eine Reihe von Chimären bleibt ausgebrannt am Strassenrand liegen. So unter Beschuss benötigen die Verstärkungstruppen noch einmal fast drei Tage um letztlich die nördliche Stadtgrenze von Gaenthal zu erreichen und sich dort mit den Astartes, Sororitas und Stelzpanzern zu vereinigen. Von der Procurata der Sororitas war der Befehl an ihre Schwestern ausgegeben worden den feindlichen Hexer endlich zu stellen und auszuschalten, die Gegenangriffe des Erzfeinds auf die gerade erst zurückeroberten Stellungen rund um die Arbites-Festungen lassen ihnen dafür aber keine Zeit. In den drei Tagen verfeuern die Astartes und Sororitas eine Rekordmenge an Boltermunition um die Gegner auf Abstand zu halten, Berichten zufolge (die zweifellos stark übertrieben sind) hatte die kleine Truppe keine zehn Magazine mehr übrig, als endlich die Verstärkungen eintrafen.

    Angelockt von der Aussicht auf einen Kampf versammeln sich rund um die abgestürzte Feuerläufer laufend weitere Wildorks an der Grenze der Mark Janus. Die Luftunterstützung der Marken wurde in dieser Woche grösstenteils wieder abgezogen, so dass die Verteidiger nur noch auf die zwei Vulture-Gunships zurückgreifen können. Dafür haben die Verstärkungen aus der Mark Rhea und der Republik Aceria das Gebiet vollständig erreicht und so die Zahl der Verteidiger auf über 4'000 Mann erhöht, die den Ansturm der Orks zurückhalten können. Zumindest ist die Lage bei den Grenzsiedlungen der Mark Rhea und der Hyperionspitzen aktuell ruhig, die Grünhäute des Rhea-Dschungels scheinen sich fast ausschliesslich für die Kämpfe bei dem Raumschiff zu interessieren. Einige Angehörige des Regiments aus der Veteranenkolonie haben sich am 16. April, als die Attacken der Wildorks für einen Tag etwas nachgelassen haben, freiwillig für eine kurze Erkundungsmission gemeldet und einen Teil der unteren Decks auf der Backbordseite ausgespäht. Bei diesem Einsatz finden sie keine Überlebenden, zumindest auf den Unterdecks scheinen alle Besatzungsmitglieder der Feuerläufer infolge des Aufpralls umgekommen zu sein.

    Nachdem klar geworden ist, dass die Kulttruppen zu keinem ernsthaften Widerstand mehr in der Lage sind und versuchen die Insel zu evakuieren, rückt die Koalitionsgendarmerie auf Athcala nun energischer gegen die verbliebenen Truppen des Erzfeinds vor. Einem Hydra-Flugabwehrpanzer aus Aceria gelingt am 17. April der erste bestätigte Abschuss durch eine bodengestützte Luftabwehr in diesem Konflikt, als man eine Fähre abschiesst, die versucht hatte sich aus westlicher Richtung zu nähern. Der Erzfeind versucht in diesen Tagen nochmals Truppen auszufliegen, doch die Transporter werden immer wieder von den Gyrostrike-Bombern bedrängt und als die designierten Landezonen in die Feuerreichweite der Gendarmen geraten, ist das Vorhaben endgültig aussichtslos geworden. Die Koalitionsgendarmerie macht in den Gefechten weit über hundert Gefangene, bei denen es sich überwiegend um unbewaffnete Sklaven zu handeln scheint, die der harte Kern der Kultisten versucht in die Schlacht zu treiben.

    Da die Hauptstreitmacht der Inquisition noch auf die Skitarii aus der Technokratie wartet, beginnen einige Einheiten aus Ironworks Bay mit dem Segen des Interrogators die Grenze zum Ödland von Eres auszuspähen. Die Felswüste ist ein nahezu kreisrundes und zum Teil unter dem Meeresspiegel liegendes Becken von fast 200 Kilometer Durchmesser, das aufgrund der vorherrschenden Windrichtungen im Regenschatten von Morriah liegt. Die Aufstellung der Truppen des Erzfeinds darin stellt die Späher aber vor ein Rätsel. Mehrere Gruppen scheinen am Rand der Wüste unterwegs zu sein, ohne dass erkennbar ist was sie dort tun. Denn vorgeschobene Wachposten sind es offensichtlich nicht, da sie keinen der Späher entdecken oder zumindest nicht auf sie reagieren. Insgesamt zählt man aber nur ein paar Dutzend Trupps, somit dürfte sich die Mehrzahl der gemeldeten Truppen weiter im Inneren der Wüste befinden.

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