Gerade die Kaufleute haben aber doch die meisten flüssigen Mittel? Eine Sicherheit muss man aber nicht hinterlegen, das ist ja bei Krediten im Inland nie der Fall.
Gerade die Kaufleute haben aber doch die meisten flüssigen Mittel? Eine Sicherheit muss man aber nicht hinterlegen, das ist ja bei Krediten im Inland nie der Fall.
Die Kaufleute haben aber durch den Niedergang der CTC ohnehin schon zu knapsen und obendrein sollte gerade diese Schicht ihr Kapital ja am ehesten für geschäftliche Umtriebe einsetzen.
Beim Adel und Klerus vermute ich eher prall gefüllte Schatztruhen, wo man sich über sichere 3 bzw. 5% Zinsen freuen würde.
Das Kronland als Sicherheit sollte nur das Vertrauen in die Maßnahme stützen, weil ich hier niemanden dazu zwingen möchte, sein Geld an den Staat zu verleihen. Wenn es aber auch ohne geht, dann natürlich gerne
Du hast jetzt halt nur das Problem, dass die Provinzen vorwiegend von Adel und Klerus dominiert werden.Wenn du möchtest, kann man es aber trotzdem zur Abstimmung stellen und auf die Notlage des Landes verweisen.
Das ist schon in Ordnung. Ich würde das als Bekenntnis der Provinzen zu Italien und zur Krone verstehen. Wenn dieser Weg nicht mitgegangen werden möchte, müssen wir eben einen anderen finden.
Ich möchte eben nur vermeiden, die wirtschaftlichen Stützen des Landes, den Handel und das Handwerk, um seinen Kapitalstock zu bringen.
Wenn meine Einschätzung hinsichtlich der wirtschaftlichen bzw finanziellen Situation falsch liegt, korrigiere mich aber bitte. Ich argumentiere hier ja sehr in den blauen Dunst hinein und denke womöglich viel zu modern. Spätmittelalterliche bzw frühneuzeitliche Ökonomie ist nicht unbedingt mein stärkstes Feld![]()
Adel und Klerus spielen in Bezug auf die Nachfrage nach Gütern, die innere Sicherheit, den Zusammenhalt des Landes und (vor allem Letzterer) auch auf die Bildung und eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Es könnte sein, dass eine zu einseitige Belastung dieser Stände Italien langfristig eher schadet als eine fairere Verteilung der Anleihe. Ich weiß es aber natürlich auch nicht sicher, vielleicht stimmt auch deine unternehmerische Vermutung.
Nachfrage ist durchaus ein valider Punkt. Ich spekuliere aber auch ein wenig darauf Italien zur Exportnation zu machen. Die Handwerker verkaufen ihre produzierten Waren an Kaufmänner, die die Waren in Europa und der Welt gewinnbringend vertreiben
Ich bin aber auch offen für Gegenvorschläge aus dem Kuriltai, falls man da einen anderen Weg einschlagen möchte.
Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass zunächst noch die Frage zu klären ist, ob es fortan weiter Kuriltai oder doch Föderationsrat heißen soll![]()
Ich glaube, ich muss die Anleihe nochmal überdenken.. Ich hatte da irgendeinen Denkfehler. Tatsächlich läuft mein Etat, ohne Schwerpunkt, ja schon auf ca. -300.000 S hinaus, nur durch die Hofhaltung und das MilitärSelbst 300.000 S an Zinsen sind da ja nicht bezahlbar und sorgen einfach nur dafür, das ich wieder eine neuen Schuldenberg anhäufe
Du kannst auch zinslose Zwangskredite aufnehmen, Italien würde das wohl verkraften. Dann würde ich aber schon aus Gründen des inneren Zusammenhalts alle Stände einbeziehen. Vielleicht könnte man sogar die außenpolitische Lage als Grund heranziehen, du hast da ja auch einen recht scharfen Entwurf vorbereitet.
Ausgerechnet du als Unternehmer bist jetzt der gestrenge Finanzminister mit dem unstillbaren Geldbedarf.![]()
Ich brauche, ohne Schuldendienst und ohne SP, aktuell etwa einen Etat von 1,3 Millionen. Das benötigt also 30% Wachstum, bevor wir +/- 0 gehen bei 0% Zinsen.
Rechne ich die aktuellen Zinsen ein, benötige ich einen Etat von 2,3 Millionen. Die Zinslast beträgt also aktuell rund 1 Million.
Um hier wieder in ein rundes Fahrwasser zu kommen, müssten wir zunächst die aktuellen Schulden ablösen über eine Anleihe (-> 10,3 Millionen nach Zinsen für 1708) und gleichzeitig genug Spielraum schaffen, um den regulären Haushalt zu bedienen, sowie gleichzeitig Investitionen tätigen zu können.
Gehen wir mal folgendes Szenario durch. Wir leihen uns 15 Millionen, die wir fix mit 300.000 S verzinsen (zu Beginn 2%, aber eben kein Zinseszins, dafür blieben es 300.000 S auch bei sinkender Restschuld).
Davon bleiben nach Rückzahlung der bisherigen Sculden noch 4,7 Millionen übrig.
Wir unterstellen 100.000 S Etatwachstum pro Jahr
1709: 1 Mio Etat, 300.000 S Zuschuss für den Haushalt, 500.000 S für den Schwerpunkt (Turiner Werkzeugmanufaktur), -> 3,9 Millionen übrig, 15 Mio Schulden
1710: 1,1 Mio Etat, 200.000 S Zuschuss für den Haushalt, 100.000 S für den Schwerpunkt (Post- und Fähramt - mit Katalonien und Korsika) -> 3,6 Millionen übrig, 15,3 Mio Schulden
1711: 1,2 Mio Etat, 100.000 S Zuschuss für den Haushalt, 350.000 S für den Schwerpunkt (Uhrenwerkstatt Florenz) - > 3,15 Millionen übrig, 15,6 Mio Schulden
1712: 1,3 Mio Etat, kein Zuschuss mehr nötig, 1 Mio S für den Schwerpunkt (Italo-Katalonische Bank für Handel und Handwerk) -> 2,15 Millionen übrig, 15,9 Mio Schulden
1713: 1,4 Mio Etat, 100.000 S Überschuss, 1,5 Mio S für den Schwerpunkt (Festung Ventimiglia) -> 0,75 Millionen übrig, 16,2 Mio Schulden
1714: 1,5 Mio Etat, 200.000 S Überschuss, 500.000 S für den Schwerpunkt (Börse in Genua) -> 0,45 Millionen übrig, 16,5 Mio Schulden
1715: 1,6 Mio Etat, 300.000 S Überschuss, 300.000 S für den Schwerpunkt (Einführung von Papiergeld) -> 0,45 Millionen übrig, 16,8 Mio Schulden
1716: 1,7 Mio Etat, 400.000 S Überschuss, 50.000 S für den Schwerpunkt (Straßenamt) -> 0,8 Millionen übrig, 17,1 Mio Schulden
Das sieht doch machbar aus. Wir brauchen eben ein Moratorium bei den Ausgaben (keine Investitionen mehr in Marine/Artillerie, da sind wir aber ohnehin sehr gut aufgestellt) und planen mit einem reellen Wirtschaftswachstum. Ich würde mir hier sogar Hoffnung darauf machen, die Wachstumsziele übertreffen zu können.
Gleichzeitig könnte es auch möglich sein, das wir früher anfangen was von der Anleihe zurückzuzahlen, weil sich der Schwerpunkte-Fahrplan ändert oder wir einfach generell weniger teure Schwerpunkte setzen. Die Schwerpunkte wären aber auch allesamt Wirtschaftsschwerpunkte, mit Ausnahme der geplanten Festung, welche aber für ordentlich Nachfrage sorgen dürfte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Dem Kuriltai soll eine Anleihe über 15 Mio S zu 300.000 S Zinsen bis zur vollständigen Rückzahlung vorgeschlagen werden. Dabei soll der oben beschriebene Fahrplan vorgestellt werden, um für Zustimmung zu werben. Mir wäre es deutlich lieber, wenn diese Anleihe auf breite Unterstützung stößt und ggf. freiwillig gezeichnet werden könnte.
In Ordnung, ich werte es aus! Wie gesagt, aus Sicht der Hofbeamten wäre es wohl nützlich, das Ganze "patriotisch" zu unterfüttern. Schließlich ist ein großer Teil der Schulden ja die Folge des Krieges mit Frankreich.
Es ist und bleibt schon eine Zwangsanleihe.Man wird sicher nicht genügend Interessenten finden, die das freiwillig machen, aber man hätte dann halt ein positives Votum der Ständevertreter.
Wie willst du denn jetzt in Bezug auf die vermieteten Geschütze und Schiffe vorgehen? Prinzipiell hast du ja erst für das nächste Jahr unterzeichnet, andererseits würde man dann vielleicht das Geld jetzt schon übernehmen können, also unabhängig von einer Einigung in Dänemark - nur falls man dort danach die Auszahlung verweigern sollte. Allerdings könnte sich die Haltung des Adels dann wieder verhärten, da mit den zusätzlichen Streitkräften ein militärischer Sieg wieder wahrscheinlicher wäre, erst recht, wenn auch noch der Kaiser eingreifen sollte.
Geändert von Jon Snow (19. Februar 2025 um 17:27 Uhr)