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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #586
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    22. April 1708: Eine französische Delegation trifft in Quito ein, um mit Großkhan Kabul über die Sicherheit der Kolonie Barbados zu sprechen, auf der noch immer zähe Verhandlungen zwischen den Rebellen und der Adelsregierung Kurur Khans geführt werden. Der junge Monarch zeigt sich erstaunlich gut informiert und scheint die Berichte seiner Botschaft genau zu lesen.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Kabul I. ist rasch bereit, Barbados wieder von der Flotte Quitos schützen zu lassen. Es ist nach Ansicht der französischen Diplomaten auch in seinem Interesse, dass sich dort kein weiterer Piratenherd entwickelt, nachdem die Zheng ihre illegalen Aktivitäten mittlerweile ein wenig eingeschränkt haben. Daher dürfte auch keine Gegenleistung nötig sein, sieht man einmal von der Möglichkeit ab, Khansbruck wieder nutzen zu können.



    23. April 1708: Im Zuge der „Landerkundung“ des Hansebürgermeisters Baur fällt das Los für die kommende Woche überraschend auf eine noch recht junge verwitwete Bäuerin aus dem Umland Lübecks namens Mindy. Die erst 27jährige scheint ernste Absichten zu haben, und es wird kolportiert, es sei ihr sogar gelungen, die Lose zu manipulieren, um als Begleiterin fungieren zu können. Baur hat in den sieben Tagen ihrer Begleitung alle Hände voll zu tun, um sie ein wenig auf Distanz zu halten.


    24. April 1708:
    Die galicisch-merinidische Handelsmission trifft in Goreé ein. Satrap Yadigar Khan ist offenbar bereits über ihre Reise unterrichtet worden und bietet ihnen an, direkt im Palast zu übernachten, was das Ansehen der beiden spanischen Reiche deutlich macht. Für den geplanten Ritt ins Landesinnere möchte er ihnen zudem eine Eskorte mitgeben, da er einen möglichen Überfall auf Freunde des Mongolischen Reiches nicht verantworten könne.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:31 Uhr)

  2. #587
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    26.-29. April 1708: Großkhan Ashoka I. trifft sich erneut mit Vertretern der freien indischen Fürstentümer, die in Induru zugleich einen Föderationstag abhalten. Maharadja Rama I. sagt bei der Eröffnungssitzung ausdrücklich, dass man hierbei von den Briten gelernt habe, die ihre Verhandlungen häufig direkt mit den Parlamenten abgestimmt und so wertvolle Zeit gewonnen hätten. Ashoka hat zwar keinen Kuriltai einberufen, aber Vertreter des Adels sowie einige wichtige Kleriker und Gildenmeister zu den Gesprächen geladen.

    Nur für das Khanat Böhmen

    Achtung Spoiler:
    Es ist der Studiengruppe gelungen, einen jungen böhmischen Kleriker als Teil der Delegation des Erzbischofs Andreas von Debul in die Verhandlungen zu schleusen. Man ist angesichts der freundlichen Aufnahme am Hof sicher, dass kein Verdacht gegen Böhmen besteht, etwa an der Unterstützung der Föderation beteiligt gewesen zu sein. Falls der Khan es möchte, kann man auch versuchen, konkrete Nachforschungen zu bestimmten Themen anzustellen. Es ist aber ebenso möglich, einfach nur zuzuhören.



    26.-30. April 1708: Erste Rückmeldungen europäischer und nordafrikanischer Fronaufseher deuten auf günstige Bedingungen bei der Aussaat hin. Man habe es mit eher trockenen, im Ganzen aber zufriedenstellenden Bedingungen zu tun gehabt.


    27. April 1708: Papst Laurentius I. eröffnet in Jerusalem feierlich die VI. Konzilssessio, zu der recht viele Bischöfe aus Europa, Nordafrika und den Großkhanaten Dagomys, Melaka, Debul und Negübeihafen erschienen sind. Aus Amerika und dem östlichen und südöstlichen Asien sind wenigstens einige wichtige Oberhirten anwesend, die für einen Teil ihrer Amtsbrüder sprechen können. Bei der feierlichen Eröffnungsmesse predigt der Heilige Vater über das Geschenk der Einheit und über die vielen Dienste, die Gott für sein Volk eingesetzt habe.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:31 Uhr)

  3. #588
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    29. April 1708: Auf dem Konzil von Jerusalem verlangen Vertreter mehrerer ostafrikanischer Bistümer den Rücktritt oder die Absetzung des Patriarchen Paschwar von Sansibar. Der sehr junge Oberhirte war vor einigen Jahren von seinem Bruder, Großkhan Batu V., den dortigen Klerikern regelrecht aufgezwungen worden. Man könne – so die Petenten – die im Inneren des Kontinentes gelegenen Bistümer der freien Reiche nicht unter das Dach der einen Kirche zurückführen, wenn eine so umstrittene Entscheidung nicht revidiert werde. Zwar wird der Patriarch durchaus als fromm und leutselig beschrieben, doch die Verwaltung des großen, heterogenen Amtsgebietes scheint ihn zu überfordern. Zudem wird er bei den meisten wichtigen Entscheidungen von Satrap Hasan Khan und Gesandten seines Vaters Jagun beraten oder (aus Sicht der Kritiker) regelrecht gesteuert.


    1.-9. Mai 1708: Im Norden überschlagen sich die Ereignisse, als einige Vertreter der Republik Seeland in Kalmar nach einem heftigen Streit mit den Delegierten des Adels deutlich darauf hinweisen, dass der König ohnehin auf ihrer Seite stehe und der zweite Stand nur die Chance habe, sich mit den Angeboten zu begnügen, die man ihnen mache. Schließlich habe der von König Erik entsandte Skalde in dessen Auftrag und im Beisein von mehreren seeländischen Priestern die Götter befragt und dabei erfahren, dass die Bauern und Handwerker im Recht seien. Die Adligen reisen daraufhin noch in der Nacht zusammen mit den Prinzen Harald und Björn ab und segeln am nächsten Morgen zurück nach Jütland. Dort tritt ein Rumpfreichstag zusammen, der Harald zum neuen König von Dänemark und Björn zum Herzig von Seeland ausruft. In Schonen versammeln sich hingegen die königstreuen Stände, um König Erik den Rücken zu stärken. Dabei handelt es sich um Vertreter der Bürger und Bauern und um einige Niederadlige, die lange bei Hofe Dienst taten und zum größten Teil zum heidnischen Glauben zurückgekehrt sind. Auch der schwedische und norwegische Reichstag treten zusammen und erklären die Union mit Dänemark offiziell für beendet, wobei zunächst nur Schweden sofort einen neuen König (den eng mit dem Deutschen Orden verbundenen Baron Waldemar von Sigunta) wählt. Der Rat der Republik Seeland kündigt hingegen an, die Verhandlungen mit dem „weisen, gerechten und gottesfürchtigen König Erik“ rasch abschließen zu wollen, um mit vereinten Kräften für die Rechte aller Stände eintreten zu können.


    2.-12. Mai 1708: Die Genter Modewoche zieht zahlreiche Gäste aus Burgund und mehreren benachbarten Ländern an. Herzogin Mathilde trägt bei der Eröffnung eine auffällige Uhr am Rocksaum und schaut auch immer wieder demonstrativ nach der Zeit. Allerdings soll das schöne Stück aus italienischer Fertigung stammen, da der Aufbau einer entsprechenden Handwerkssparte noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Taschenuhr erfüllt aber dennoch ihren Zweck und lädt zu zahlreichen Gesprächen über den Nutzen eines stilvollen Zeitmessers und die burgundischen Pläne ein.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:31 Uhr)

  4. #589
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    3. Mai 1708: In Kalmar tritt der geheime Kronrat des nordischen Königs Erik zusammen, um Maßnahmen gegen die Rebellen zu planen und den Abschluss der Gespräche mit Seeland vorzubereiten.

    Nur für die Kalmarer Union
    Achtung Spoiler:

    Die Rebellen wären – wenn auch zähneknirschend – dazu bereit, das Krongut und den Besitz der loyalen Adligen zurückzugeben. Dafür stößt man aber mit weiteren Vorschlägen leider auf Granit. Die Verhandlungsdelegation erklärt, dass Rat und Volk von Seeland dies bereits als äußerste Grenze des Entgegenkommens ansähen. Der Rat müsse also die vollständige Kontrolle über ein weitgehend autonomes Seeland im dänischen Reichsverband behalten. Zudem seien dort keinerlei Fronpflichten, Entschädigungen oder Ablösezahlungen mehr möglich. Sollte der König einwilligen, werde man ihm die Truppen sofort losschicken.



    3. Mai 1708: Auf einer Tagung des ständigen Hansetages unter Leitung von Chrysostomos Baur wird vorwiegend über die Situation in der Kalmarer Union gesprochen. Baur soll den Gesandten der Städte eine Unterstützung König Eriks vorgeschlagen haben.

    Nur für die Deutsche Hanse

    Achtung Spoiler:
    Die Städtegesandten sind mit Ausnahme der Kölner äußerst skeptisch. König Erik genießt bei den Städten keinen sehr guten Ruf, zumal man bereits im Januar auf Drängen Baurs eine sehr umstrittene Privilegierung der nordischen Kaufleute akzeptiert hatte. Der Vorschlag, eine der Seiten im Bürgerkrieg durch Schiffstransporte zu unterstützen, wird daher mit mehr als 80% der Stimmen abgelehnt und der Bund auf strikte Neutralität verpflichtet.



    4.-31. Mai 1708: Der Aufruf des Kalmarer Königs Erik wird zunächst in den drei Ländern der Krone und später auch im ganzen europäischen Raum bekannt. Wie zu erwarten stand, wird er von den verschiedenen Ständen recht unterschiedlich aufgenommen, wobei der Klerus in den meisten Ländern sehr zurückhaltend bleibt und die Situation zunächst nicht bewertet. Nur einige süddeutsche, burgundische und französische Bischöfe gehen in ihren Predigten kurz darauf ein, wobei sie eher die Position des Adels vertreten, ohne sich jedoch stark zu exponieren. Papst Laurentius hat sich bislang noch nicht geäußert und dürfte in Jerusalem auch erst relativ spät ein genaues Bild der Lage bekommen.

  5. #590
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    6. Mai 1708: Der von Arpad V. gegründete „Rat der Neun“ tritt in Buda zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in Nordeuropa zu beraten.

    Nur das Khanat Ungarn

    Achtung Spoiler:
    Die Hochadligen haben bislang noch gar nichts aus Nordeuropa mitbekommen und müssen sich daher ganz auf die Berichte des Khans verlassen. Sie sind aber etwas verwirrt, habe der nordische König doch noch zu Beginn der Aufstände die härteste Haltung in ganz Europa eingenommen und gedroht, wie die „wilde Jagd“ über die Rebellen zu kommen. Man kann sich nicht so recht erklären, weshalb der Adel gegen einen solchen Herrscher rebellieren wolle? Daher raten die „Neun“ dazu, zunächst einmal den Kuriltai einzuberufen und keine übereilten Entscheidungen zu treffen, bis man nicht mehr erfahren habe.



    6.-8. Mai 1708: In Schonen beginnen erste militärische Operationen, wobei die Truppen der drei Königreiche sich offenbar noch in einer Phase der Unsicherheit befinden. Die 300 Mann LI aus Norwegen, die bereits zuvor den Süden und die Festung Helsingborg gesichert hatten, verschanzen sich zunächst in der Hafenstadt, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Die schwedischen Reiter, die vorwiegend mit der Banditenbekämpfung und der Kontrolle aller Zwangsarbeiter befasst waren und mit 300 Mann recht schwach sind, bleiben zunächst an Ort und Stelle, um weitere Befehle abzuwarten. Angeblich hat ihr Kommandeur den unter seiner Ägide stehenden Gefangenen aber eine Befreiung auf Ehrenwort in Aussicht gestellt, sollten sie ohne Verwüstungen und Straftaten in ihre jeweilige Heimat zurückkehren. Auch im Süden werden erste Truppenbewegungen gemeldet: 100 der 500 LI-Kämpfer aus Jütland sollen sich in Richtung Küste begeben haben, was wohl auf ihre Abkehr vom Adel hindeuten könnte. Die königliche Flotte macht sich ebenfalls auf den Weg, um Truppen an ausgewählte Orte zu transportieren. Auch die Streitmacht Seelands begibt sich zum größten Teil in den Hafen Kopenhagens, um rasch verlegt werden zu können. Die gemischte Streitmacht im Süden Norwegens scheint hingegen noch an Ort und Stelle zu verweilen.


    7.-31. Mai 1708: Der junge italienische Khan setzt seine Reise durch Italien aus dem Vorjahr fort und begibt sich ins Piemont, wo er von Adel und Volk sehr gefeiert wird. Man ist ihm offenkundig sehr dankbar, dass er die vier Provinzen des neuen Bundes gleich behandeln möchte und dafür eintrat, auch dem eher bevölkerungsarmen und wirtschaftsschwachen Nordwesten des Landes eine sehr gewichtige Stimmenzahl zu geben.
    Geändert von Jon Snow (15. Januar 2025 um 15:54 Uhr)

  6. #591
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    8. Mai 1709: Der „Rebellenrat“ Oslos gibt eine Stellungnahme heraus, wonach er sich dem König oder dem freien Norwegen anschließen werde, sobald die Modalitäten geklärt seien. Die Stadt müsse autonomer Freihafen und für die nächsten zehn Jahre steuerfrei werden, um die Bevölkerung zu schützen. Zudem müsse allen Bauern, die gegenwärtig innerhalb der Mauern seien, ihre persönliche Freiheit und allen Kämpfern eine vollständige Amnestie zugesichert werden.


    9. Mai 1709: Französische Truppen werden zur Verschiffung vorbereitet, zudem werben die Agenten des burgundischen Herzogs auf dem Söldnermarkt Lüttich SI-Kämpfer an. Da man in Westeuropa noch nichts von den Ereignissen im Norden gehört hat, schießen die Gerüchte zunächst ins Kraut, verstummen später aber auch sofort wieder.


    10. Mai 1708: Osman Khan schlägt nach Gesprächen mit dem Adel der Balkanprovinzen dem ungarischen Gesandten gegenüber vor, die bei Mostar gefangen genommenen Banditen für Wiederaufbauarbeiten heranzuziehen. Währenddessen könne man auch eruieren, welche Männer aus Ungarn über die Grenze gekommen seien. Hintergrund soll der Wunsch des Khanats sein, die Gefangenen zurückzubekommen. Die Aufrührer selbst hätten sich aber meist als Untertanen des Großkhans bezeichnet und um dessen Urteil gebeten.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:32 Uhr)

  7. #592
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    11.-14. Mai 1708: In Schonen brechen nach der erfolgreichen Anlandung von etwa 900 LI-Kämpfern aus Seeland erste Kämpfe aus. Die königstreuen Dänen versuchen, in einem gut ausgeführten nächtlichen Angriff die etwa 300 schwedischen Reiter zu überwältigen. Dies gelingt zwar nicht, da der schwedische Kommandeur alle Zwangsarbeiter freilässt, so dass die Seeländer in Kämpfe mit den erbosten Männern hineingezogen werden; da die meisten von ihnen aber keine Waffen haben und nur noch nach Hause wollen, bleibt den Schweden dennoch nur der Rückzug in Richtung Norden. Der beherzte Angriff der Loyalisten hat den Großteil Schonens (außer dem unmittelbaren Umland Helsingborgs) damit in die Hand Eriks und seiner Getreuen gebracht.


    13.-31. Mai 1708: In den an die nordischen Königreiche angrenzenden Staaten werden die jeweiligen Ständeversammlungen einberufen. Den Anfang machen Brandenburg, Finnland und Westfalen, wo Landtag, Eduskunta und Kuriltai zusammentreten. Etwa später sind die mongolischen Satrapien Nowgorod, Narwa und Riga im Bilde, die ebenfalls ihre regionalen Kuriltai versammeln. Als die auch Nachricht den süddeutschen Raum erreicht, lädt Kaiser Benedikt I. zu einer Konferenz in Lübeck ein, um die Krise friedlich zu lösen.


    14. Mai 1708: Die Diskussionen um Patriarch Paschwar von Sansibar auf dem zweiten Konzil von Jerusalem werden unter päpstlicher Leitung fortgeführt. Es wird einmütig beschlossen, dass der junge Oberhirte selbst in die Stadt der Auferstehung Jesu kommen soll, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Eine Absetzung wäre damit prinzipiell möglich.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:32 Uhr)

  8. #593
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    16.-31. Mai 1708: Eine Söldnerstreitmacht des Kalifats beginnt sich in Lissabon zu sammeln und einzuschiffen. Es soll sich um 1,0 Minghan SR und 1,0 Regimenter LI handeln. Zudem sollen auch etwa 1000 Dragoner und 500 Artilleristen den Befehl erhalten haben, sich bereitzuhalten. Nach Auskunft des Hofes wird für den Sommer ein Manöver geplant.


    17. Mai 1708: Während seines Besuches in Turin kündigt der italienische Khan Urus I. den Bau einer Werkzeugmachermanufaktur in Turin an. Auf diese Weise soll die Provinz besser entwickelt werden und an die Wirtschaftskraft des übrigen Landes anschließen.


    17.-31. Mai 1708: Vertreter des Kaisers, der italienischen Handelsniederlassung in Finnland, des Khanats Westfalen, der Markgrafschaft Brandenburg und mehrerer deutscher Bistümer treffen an ihren Bestimmungsorten ein, so dass geplante Gespräche nun möglich sind.

  9. #594
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    18. Mai 1708: Adel und Bauern gelangen auf Barbados zu einer Verständigung, die offenbar durch die königlichen Söldner erleichtert worden ist, da diese als deutlicher Hinweis auf die fortdauernde Präsenz der französischen Krone gelten. Auf der Insel soll die Bauernbefreiung nach schottischem Vorbild eingeführt werden, wobei das Land im Süden weiter in Adelshand bleiben, im Norden und in der Mitte aber den Bauern als erblicher Besitz übertragen wird. In beiden Regionen wird die Freikaufsumme auf etwa 15 S pro Person festgelegt, was deutlich unter den schottischen Plänen liegt. König Heinrich VIII. muss der Vereinbarung noch zustimmen.


    18. Mai 1708: Der norwegische Reichstag wählt einen erfahrenen Baron aus Telemark zum neuen König des unabhängigen Reiches. Dieser nimmt – wohl aus außenpolitischen Gründen – den Namen Olav IV. an. Zudem ermächtigen die Stände ihn, mit Oslo zu verhandeln und die nötigen Zugeständnisse zuzusagen. Der schwedische und norwegische Reichstag geben zudem bekannt, dass sie einen Vertrag zur gegenseitigen Hilfe vereinbart hätten, um ihre Unabhängigkeit zu wahren und einen Separatfrieden mit König Erik auszuschließen. Auch Harald V. wird eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen.


    18.-31. Mai 1708: Die ungarischen Reiterspiele in Buda werden in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Ehrung Mehmeds von Kistelek und anderer erfolgreicher und tapferer Krieger verbunden. Zudem sind erstmals junge Frauen anwesend, die Schulden ihrer Familien aus der Aufstandszeit auf andere Weise begleichen sollen, was zumindest einem Teil des Adels sehr zu gefallen scheint. Mehrere Bischöfe und geistliche Würdenträger anderer Religionen üben aber etwas Kritik an diesem Konzept, und auch die europäischen Gäste sollen sich ein wenig über die „barbarischen“ Sitten der Ungarn mokieren. Daneben führt Aprad V. noch intensive Gespräche zur Situation im hohen Norden, über welche Ende Mai immer mehr bekannt wird.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:32 Uhr)

  10. #595
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    20. Mai 1708: Der Prior der Deutschordensballei Canterbury, welcher auch als Sprecher der englischen Ordensritter fungiert, trifft in Caen ein. König Eduard VI. hatte ihn zu einem Gedankenaustausch eingeladen.


    20. Mai 1708: Ein Gesandter des nordischen Königs Erik trifft in Stralsund ein, um mit dem Provinzial der pommerschen Deutschordensritter zu sprechen. Dieser leitet im Augenblick stellvertretend den ganzen nordostdeutschen Ordenszweig, da die meisten Priore sich beim Pfingsttag in Uppsala aufhalten.


    22. Mai 1708: Nach dem Abschluss des Bündnisvertrages zwischen Norwegen und Schweden erklären sich die vor Oslo lagernden Truppenkontingente der drei Reiche für die Rebellen. In Jütland ist zwar anscheinend noch keine Entscheidung über den Verzicht Haralds V. auf die schwedische und norwegische Krone gefallen, doch das Misstrauen gegenüber König Erik scheint bislang etwaige Meinungsunterschiede zwischen den „neuen“ Monarchen zu überdecken.

  11. #596
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    23. Mai 1708: Das isländische Alting schließt sich nach intensiven Diskussionen König Erik an, den man weiterhin als legitimen Monarchen aller drei Königreiche betrachtet und dem man wohl auch am ehesten zutraut, eine machtvolle Politik im Nordatlantik zu betreiben, welche dem Handel Islands nutzen könnte.


    24. Mai 1708: In Oslo treffen zwei Delegationen ein, mit welchen der Rat parallel verhandelt. Während die Getreuen König Eriks von seinem Skalden Ragnar von Dalby und dem früheren Leiter der seeländischen Diplomaten in Kalmar angeführt werden, haben die Norweger eine Gruppe von Adligen und Handwerkern aus dem Umland der Stadt geschickt.


    24.-27. Mai 1708: Das Ordenstreffen in Uppsala, das eigentlich als freudige Veranstaltung für die Ritter und ihre Gönner gedacht war, ist nun von der politischen Krise der Kalmarer Union geprägt. Beim Pfingsthochamt zum Abschluss der Veranstaltung predigt Erzbischof Andreas von Uppsala zum Thema der Gnadengaben (1 Kor 12), ohne direkt auf die Unabhängigkeit Schwedens einzugehen. Da der Oberhirte als Freund und Vertrauter König Waldemars gilt, aber bereits seit Jahresbeginn als Festprediger feststand, könnte es sich auch um einen Kompromiss handeln, die aktuelle Situation auszuklammern.

  12. #597
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    25. Mai 1708: In Flandern wird ein vom Kronprinzen geleiteter Adelstag einberufen. Herzog Johann X. macht sich derweil nach Lübeck auf, um die vom Kaiser einberufene Konferenz persönlich aufzusuchen.


    25. Mai 1708: Die drei Schiffe der Briten, die Mettas besucht hatten, kehren nach Edinburgh zurück. In einer Rede bekräftigt der schottische König, dass die gemeinsame Politik der drei Königreiche zum Verhandlungserfolg beigetragen habe.


    25.-31. Mai 1708: Zwischen Kristiansand und Stavanger greifen LI-Aufgebote Seelands einige Adelssitze und Landgüter an, die wegen der vollständigen Mobilisierung im Land nur schlecht bewacht sind. Die meisten Bauern ziehen sich daraufhin mit ihren Familien und ihrem Besitz weiter ins Landesinnere zurück, da sie hoffen, die Angreifer würden sich nicht so weit von der Küste wegbewegen. Die Seeländer erklären im Namen König Eriks, sie seien nicht zur Eroberung gekommen, sondern um die Frondienste aufzuheben und den Bauern eine spürbare Verbesserung ihres Lebens zu ermöglichen.

  13. #598
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    26.-28. Mai 1708: Kalmarer Diplomaten treffen in Nowgorod, Narwa und Riga ein, um mit den dortigen Satrapen zu sprechen. Diese empfangen ihre Gäste dann auch relativ rasch, was vermutlich auch ein wenig an ihrer Neugier in Bezug auf die Ereignisse liegt.


    27.-31. Mai 1708: König Erik und seine drei Herausforderer intensivieren ihre Bemühungen um die öffentliche Meinung in ihren Ländern und in ganz Europa. Während der bisherige Monarch der Kalmarer Union seine christliche Gesinnung betont und den Verrat seiner Söhne beklagt, versuchen die Rebellen, ihn als Wendehals, Lügner und eigennützigen Tyrannen darzustellen. Diese „Kriegspropaganda“ nimmt Anfang und Mitte Juni dann nochmals deutlich Fahrt auf.


    29. Mai 1708: In Hannover tritt der westfälische Landtag zusammen, auf dem der junge Khan Friedrich sich von seiner erst 18jährigen Schwester Gerel vertreten lässt. Er selbst ist bereits nach Lübeck aufgebrochen, wo er an der kaiserlichen Konferenz teilnehmen möchte.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:33 Uhr)

  14. #599
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    30. Mai 1708: Der Kölner Stadtrat erlaubt den Mitgliedern der Metzgerzunft, ihre Waffen im ummauerten Bereich offen zu tragen und einige Offiziersstellen der Garde zu übernehmen. Da die „Metzger“ als besonders radikale Vertreter einer bürgerlich-zünftischen Politik gelten, verliert der Erzbischof künftig wohl weiter an Bedeutung.


    31. Mai 1708: Während im hohen Norden Kämpfe toben, gibt der Hof zu Caen die Gründung einer „jüngeren“ Tafelrunde und eines Privy Council für die Festlandslehen bekannt. König Eduard übernimmt persönlich die Auswahl der ersten Tafelritter und der neuen Berater.


    31. Mai 1708: Satrap Jawas Khan von Maputo kehrt für einige Wochen aus dem Hochland im Landesinneren Südostafrikas zurück und lädt den hellenischen Gesandten zu sich ein. Dabei dankt er ihm nochmals für seine Unterstützung und seine Hilfszusagen, die aber vermutlich nicht benötigt würden. Die Entwicklungen in der Umgebung der neuen Goldfelder seien vielversprechend, und die lokalen Adligen hätten sich wieder dem Großkhan unterstellt.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:33 Uhr)

  15. #600
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    1.-14. Juni 1708: Die königliche Flotte der Kalmarer Union greift nun auch in Mittelnorwegen am Meer liegende Grundherrschaften an. Zugleich versuchen die zwischen Kristiansand und Stavanger verbliebenen Streitkräfte, die eroberten Güter wieder nutzbar zu machen und für die Kriegsanstrengungen finanziell auszubeuten. Es zeigt sich aber rasch, dass König Erik in Norwegen über keinerlei Rückhalt mehr verfügt, so dass die Reiterei des Adels ohne große Probleme eine Grundherrschaft nach der anderen zurückerobern kann, fast immer sogar unterstützt von einzelnen Bauernmilizen. Als die Verluste der königlichen LI-Aufgebote zu sehr anwachsen, evakuiert man schließlich die restlichen Truppen im Süden, solange man noch den Zugang zum Meer hat.


    2. Juni 1708: Im Kalifat von Cordoba tritt der Reichstag zusammen, um über einige wichtige Fragen zu beraten. Angeblich soll es überraschenderweise auch um die Krise im hohen Norden gehen, die den meisten Delegierten eher fremd ist.

    Nur das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die Stände haben keine starke Meinung zu den Kämpfen im Norden und auch keine größeren Vorbehalte gegenüber König Erik, was es Yaqub I. erleichtert, die Kontrolle über die Debatte zu behalten. Die meisten Adligen, Kleriker und Großbürger raten aber eher davon ab, eine Fehde auszurufen. Dieses Recht sei bereits unter den Mongolen energisch bekämpft und seither auch nicht wieder eingeführt worden. Wenn es nun ausgerechnet der Kalif selbst wieder einführe, könnten sich mächtige Männer im Land berechtigt fühlen, ebenfalls ihre Interessen auf diese Weise durchzusetzen. Falls Yaqub I. es aus politischen Gründen für notwendig halte, in den nordischen Krieg einzugreifen, wäre eine andere Begründung vermutlich sinnvoller. Das Flottenoberkommando meldet derweil, dass man die bereits eingeschifften Truppen (1,0 Minghan SR und 1,0 Regimenter LI) zusammen mit der Flotte, welche aus 1*250 III, 2*150 III, 7*100 III, 10*50 III und 10*25 bestehe, in den Häfen ganz im Nordwesten des Kalifats bereithalte, so dass man jederzeit losfahren könne.



    2.-7. Juni 1708: In einem machtvollen Vorstoß erobern die vor Oslo liegenden Truppen der drei nordischen Königreiche das nur von wenigen LI-Aufgeboten verteidigte Schonen zurück. Glücklicherweise hat König Erik an der schwedischen Grenze Späher positioniert, so dass die Seeländer wissen, ob aus dieser Richtung Gefahr droht. Da dies zunächst nicht der Fall ist, gelingt es ihnen zumindest, sich geordnet zurückzuziehen und das Umland Kalmars mit der königlichen Residenz zu schützen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Offensive geben der Stadtrat Oslos und die Offiziere der norwegischen LI-Aufgebote in Helsingborg bekannt, dass sie sich der legitimen Regierung König Olavs IV. anschließen werden.

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