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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #571
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    5. Februar 1708: König Heinrich VIII. von Frankreich beruft einen Kleinen Adelsrat ein, um über „einige Fragen von Interesse“ zu sprechen. Nähere Informationen dringen zunächst nicht nach außen.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:

    Der Adel ist von dem Bündnisvorschlag völlig überrascht und kann sich zunächst keinen Reim auf die dahinterstehende Idee machen. Die anwesenden Edelleute – gerade auch die als sehr königstreu geltenden Hofadligen – raten deshalb dazu, die Generalstände einzuberufen und eine derartige Ausweitung der französischen Verpflichtungen nicht ohne breiten Rückhalt im ganzen Land und bei den Vasallen auf sich zu nehmen. Schließlich seien diese – bis hin zu den englischen Festlandslehen – ebenfalls betroffen, wenn ein feindseliger Akt gegen eine andere Nation als Angriff auf die französische Krone betrachtet werde.



    7. Februar 1708: Osman Khan, der Satrap von Konstantinopel, begibt sich selbst in den von Bauernhaufen bedrohten Westen seines Amtsbezirkes. Die Reise soll über Edirne, Sofia und Nis nach Vrhbosna gehen, das direkt am Rand des heimgesuchten Gebietes liegt. Dies dürfte nicht nur mit der Bedrohung zusammenhängen, die von den teilweise ungarischen Banditen selbst ausgeht, sondern auch mit der Furcht vor einer Ausweitung der Bauernunruhen auf die landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen im südlichen Balkanraum und an der unteren Donau.


    10. Februar 1708: Herzog Johann X. setzt seine Bestrebungen, mehr Geld in die Staatskasse zu bekommen, entschlossen fort. Hierzu soll Krongut veräußert und der Kauf von Adelstiteln ermöglicht werden. In den darauffolgenden Monaten blicken zahlreiche Schatzmeister sehr interessiert nach Gent, denn die Idee könnte möglicherweise recht einträglich sein und auch für andere Länder eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:27 Uhr)

  2. #572
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    16. Februar 1708: In Debul trifft eine Delegation der freien indischen Fürsten ein, die sich in der Föderation von Induru zusammengeschlossen haben. Die Beziehungen zwischen ihnen und dem indischen Großkhanat gelten als angespannt, seit die Föderation zum Meer hin expandiert ist und das Territorium Debuls damit geteilt hat. Wirtschaftlich haben beide Mächte aber durchaus Interesse an einer engeren Kooperation.


    17. Februar 1708: In einem ersten Losverfahren wird ein recht wohlhabender Bauer aus dem Alten Land gezogen, der in seinem Dorf bei Jork über hohes Ansehen verfügen soll. Er wird den ersten Hansebürgermeister für eine Woche begleiten und dann von einem anderen Vertreter abgelöst werden.


    19. Februar 1708: Ragnar von Dalby, der als Sondergesandter des nordischen Königs mit den Seeländer Rebellen verhandelt hatte, kehrt nach Kalmar zurück, um seinem Herrn Bericht zu erstatten. Am Hof kursieren sehr unterschiedliche Gerüchte über den Erfolg seiner Mission, was darauf hindeutet, dass bislang noch keine echten Informationen nach außen gedrungen sind.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Der Skalde berichtet, dass er vom Rat der Republik eine Zusage erhalten habe, das Ergebnis der Götterbefragung zunächst nicht öffentlich zu machen. Allerdings müssten noch im Lauf des März echte Verhandlungen zwischen Krone und Seeland aufgenommen werden, um das künftige Verhältnis beider Parteien zu regeln.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:27 Uhr)

  3. #573
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    21. Februar 1708: Die kaiserlichen Streitkräfte, die bei Trier überwinterten, beginnen nach und nach mit ihrer Heimkehr. Da es während der kalten Jahreszeit zu Techtelmechteln von Kämpfern und einheimischen Frauen gekommen ist, ziehen offenbar auch einige Familien aus dem Bistum mit nach Baiern. Ein weiteres kaiserliches Kontingent bleibt in Burgund. Prinz Eugen, der in den letzten fünf Jahren in kaiserlichen Diensten gestanden hatte, ist mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt, um nach den Familiengütern zu sehen und einige seiner Angehörigen zu treffen. Man rechnet damit, dass er zum Jahresende eine andere Stellung an einem anderen europäischen Hof oder in München suchen wird.


    24. Februar 1708: Der Kalmarer Prinz Radbod trifft in Paris ein, wo bereits ein Konsulat der Union angesiedelt worden ist. Der dritte Sohn König Eriks ist bereits seit dem vergangenen Jahr in diplomatischer Mission unterwegs, um die nordischen Königreiche in Europa ins rechte Licht zu setzen.


    26. Februar 1708: Als sich das Wetter allmählich bessert und auch die Tage länger werden, beginnt Hansebürgermeister Baur mit seinen Erkundungen im Umland der norddeutschen Städte. Diese sollen ihm ein besseres Bild von der Situation der bäuerlichen Bevölkerung verschaffen und zu einer angemesseneren Politik des Bundes gegenüber den ländlichen Gebieten beitragen.

  4. #574
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    27. Februar 1708: Der nordische König Erik gruppiert seine Truppen für die mit Beginn der Schneeschmelze erwartete verstärkte Belagerung Oslos um. Je 200 Mann SR und 200 Mann LR aus allen drei Reichen, also insgesamt immerhin 1200 Reiter, sollen die Stadt von der Außenwelt abschneiden. Allerdings müsste man die Verteilung anpassen, da Norwegen insgesamt nur über 100 LR verfügt. Dänemark hat gegenwärtig bereits 500 Reiter im südlichen Norwegen stationiert, so dass man dies leicht ausgleichen könnte. Die aus Schonen kommenden schwedischen Reiter wären dann mit LI ersetzbar.


    27. Februar 1708:
    Die galicisch-merinidische Westafrikaexpedition beginnt von Lissabon aus ihre Reise. Angeführt wird sie von den beiden Kronprinzen der mittlerweile verbündeten und befreundeten Reiche, die früher so oft Krieg gegeneinander geführt hatten.


    29. Februar 1708: Prinzessin Zizy von Ungarn trifft in Kroatien ein, wo sie von den führenden Adligen des Landes freundlich empfangen wird. Sie soll im Auftrag ihres Bruders einige für Kroatien wichtige Themen besprechen, wobei es vermutlich auch um die Situation im benachbarten Bosnien gehen wird.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:27 Uhr)

  5. #575
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    1. März 1708: Der Heilige Stuhl und die Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus treffen in Rom eine Vereinbarung zum besseren Pilgerschutz durch Schiffe des Ordens, die zunächst im Mittelmeerraum aktiv werden sollen. Dies könnte auch die Anreise zum Konzil etwas erleichtern, wie man in Jerusalem hofft.


    3.-16. März 1708: Die Kämpfe bei Mostar flammen nach dem Eintreffen Osman Khans bei den Truppen des Großkhanats wieder auf. Die Banditenbanden haben sich mittlerweile offenbar wieder geteilt, wobei die ungarischen Bauern anscheinend in der Stadt selbst geblieben sind, während sich die meisten Einheimischen in die umliegenden Berge zurückgezogen haben.


    4. März 1708: Ein mongolischer Gesandter trifft in Tarent ein, um mit dem hellenischen Khan Ibrahim I. zu sprechen. Offenbar hatte dieser einen Brief an Yesun I. geschrieben und ihm die Unterstützung Griechenlands und Süditaliens bei Mostar angeboten.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:28 Uhr)

  6. #576
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    6. März 1708: Kaiser Benedikt I. und Generaloberin Hildegard nehmen gemeinsam an der Feier zum Baubeginn des Stifts Marienhöhe teil. Die Äbtissin hält dabei eine längere Rede, um die Arbeiter zu Pflichtbewusstsein, Sorgfalt und Frömmigkeit anzuhalten.


    7. März 1708: Kronprinz Schinab erwirkt bei seinem Vater ein Dekret, das die günstige oder sogar kostenfreie Verpachtung von Krongut an kanarischen Bauern ermöglicht. Auf diese Weise soll die Wirtschaft des Inselreiches angekurbelt werden. Zudem hofft man, etwaige soziale Spannungen durch die zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten auffangen zu können.


    9. März 1708:
    Ein italienischer Gesandter trifft in Venedig ein und wird noch am selben Tag von Gouverneur Jagun Khan empfangen, der die Provinz seit einem knappen Jahr regiert und als propäpstlich gilt.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:28 Uhr)

  7. #577
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    10. März 1708: Der hellenische Botschafter aus Sansibar trifft in Begleitung eines Beamten der dortigen Satrapie in Maputo ein, um mit Jawas Khan oder einem seiner Vertrauten zu sprechen. Der Amtsinhaber der neugegründeten Satrapie Maputo ist gegenwärtig noch im Kriegsgebiet, könnte aber dort aufgesucht werden, da man den Hellenen in der Region sehr viel Vertrauen entgegenbringt und sie nicht für Spione hält.


    11. März 1708: Die kroatischen Adeligen überreichen Prinzessin Zizy ein Grande-Acedrex-Schachspiel als Gastgeschenk für sie selbst und ihren Bruder Arpad. Diese angeblich aus Spanien stammende Schachvariante auf einem vergrößerten Spielfeld mit zusätzlichen Figuren wie dem Greif, der Giraffe, dem Krokodil, dem Einhorn und dem Löwen gilt als besonders anspruchsvoll und könnte mit speziellen Würfeln gespielt werden, um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen. Die aus Venedig importierten Figuren sind sehr kunstvoll gearbeitet und waren zweifellos recht kostspielig, was das Ansehen der Geschwister im kroatischen Adel zeigt.


    14. März 1708: Die böhmische Studiengruppe trifft in Debul ein und wird dort vom Rektor der dortigen Universität willkommen geheißen. Dieser entstammt einer einheimischen Bürgerfamilie und ist Mitglied des Dominikanerordens.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:28 Uhr)

  8. #578
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    15. März 1708: Das Herzogtum Schwaben beginnt mit dem Bau weiterer kleiner Bibliotheken in verschiedenen Landstädten. So sollen Bauern und Handwerker Gelegenheit bekommen, selbst Bücher zu lesen oder sie sich zumindest von den dortigen Mitarbeitern vorlesen zu lassen.


    16. März 1708: Eine „bewaffnete“ Handelsflotte der Kanaren trifft in Südamerika ein, zeigt in der Bucht von Oiapoque ihre ganze Größe und legt danach im dortigen Hafen an. Der Khan des noch jungen Reiches beeilt sich, zusammen mit einer Delegation von Würdenträgern die Gäste willkommen zu heißen und den günstigen Verkauf von Waren anzubieten.


    17. März 1708: Die Feier des Patrickstages wird in Irland dieses Jahr ganz besonders festlich begangen, um die Föderation stärker zusammenzuführen und die Gemeinschaft zu stärken. Auch einige Adlige aus Dublin nehmen an den Veranstaltungen teil.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:28 Uhr)

  9. #579
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    19. März 1708: Der galicische Prinz Roberto schickt seiner jungen Frau Eleonore einen fein gearbeiteten Sattel mit ihren Initialen nach Galicien, den er im Hafen von Nouakchott in Auftrag gegeben hat. Die Prinzessin, die bislang ein eher distanziertes Verhältnis zu ihrem Gatten hat, scheint sich sehr über die Aufmerksamkeit zu freuen.


    21. März 1708: Eine Delegation des republikanischen Rates aus Seeland trifft in Kalmar ein, um mit König Erik über ein friedliches Ende der Revolte zu verhandeln. Vertreter der Stände Dänemarks bitten aber darum, der Monarch möge den Reichstag einberufen und gewählte Delegierte an den Gesprächen beteiligen. Auch Schweden und Norwegen kündigen an, ihre Reichstage einberufen zu wollen.


    24. März 1708: Der Heilige Stuhl übergibt die Vorlagen für das Jerusalemer Konzil an alle Bischöfe, die bereits in der Heiligen Stadt eingetroffen sind. Dem Vernehmen nach soll es neben den liturgischen Fragen auch um die Situation in Nordamerika und Ostafrika, das „Luthertum“ und die Kirchenorganisation gehen.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:29 Uhr)

  10. #580
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    26. März 1708: In Chambord beginnt ein burgundisch-nordfranzösischer Ständetag, bei dem es nach übereinstimmenden Berichten von Adligen, Kaufleuten und Diplomaten um einen Bündnisvertrag mit der Kalmarer Union gehen soll. Die genauen Modalitäten dringen noch nicht nach außen, aber da König Heinrich VIII. und Herzog Johann X. gemeinsam für diese Vereinbarung eintreten und Prinz Radbod ebenfalls anwesend ist, dürfte eine Annahme äußerst wahrscheinlich sein. Allerdings sollen zahlreiche Wortmeldungen auf ein recht deutliches Unbehagen von Delegierten beider Länder hindeuten.


    27. März 1708: Die Khanate Oiapoque und Tapuytapera bieten den Kanariern an, in diesem Jahr zahlreiche Handelsgüter exklusiv und zu konkurrenzlos günstigen Preisen zu veräußern und dafür mitgebrachte Waren zu sehr vorteilhaften Konditionen in Zahlung zu nehmen. Die Anführer der Flottenexpedition nehmen das Angebot sofort an, da sie so eine äußerst hohe Gewinnspanne für die Staatskasse und einige mitfahrende Kaufleute zu erwarten haben.


    29. März 1708: In Shikawo beginnt – unter der Leitung eines päpstlichen Legaten – die Wahl eines neuen Patriarchen. Großkhan Tohtu V. hat bereits im Vorfeld auf eine Designation von staatlicher Seite aus verzichtet und scheint auch darauf zu achten, dass ihm keine einseitige Begünstigung eines Kandidaten nachgesagt werden kann. Man vermutet, dass er auf diese Weise ein Auseinanderbrechen des Patriarchates verhindern möchte, das Nordamerika (ohne Alaska und Florida), Brasilien und Westafrika umfasst und sich daher mittlerweile deutlich über den Machtbereich des Großkhanats Shikawo hinaus erstreckt.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:29 Uhr)

  11. #581
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    31. März 1708: Ein ungarischer Gesandter trifft bei Mostar ein, um mit Osman Khan über die aus dem Khanat kommenden Bauern zu sprechen. Anscheinend könnte sich Arpad V. eine militärische Beteiligung an der Banditenabwehr vorstellen, wenn man die Bauern in ihre Heimat zurückschicken und seinen Männern direkte Verhandlung mit den Verteidigern Mostars gestatten würde.


    31. März 1708: Der nordische König Erik spricht längere Zeit mit den Adligen, die ihm den Wunsch der Stände nach einer Einberufung der Reichstage überbracht haben. Dabei weist der Monarch auf die starke Befestigung Kopenhagens und den überproportionalen Anteil Seelands an den Einnahmen der Krone bei. Die Kräfte der Reiche seien nicht ausreichend, um die Insel zurückzuerobern und bei einer Anwerbung zahlreicher Söldner seien hohe Schulden zu erwarten, die ein verwüstetes Seeland nicht abtragen könne. Es sei daher bereits ein Erfolg, die Seeländer überhaupt zu echten Verhandlungen bewegt zu haben, welcher keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden dürfe. Letztlich gelingt es Erik damit, die Einberufung der Reichstage auf Anfang Mai zu verlegen, was ihm zusätzliche Zeit für Verhandlungen verschafft.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Die Delegation aus Seeland wäre prinzipiell mit einem königlichen Vertreter im Rat und der Sonnenwendfeier in Kopenhagen zur Demonstration seiner Oberhoheit einverstanden. Man könne aber das Land nicht mehr an den Adel oder die Kirche zurückgeben, da man hier bei den Bauern im Wort stehe. Eine Entschädigung, an der sich die Seeländer zusammen mit der Krone beteiligten, sei aber im Bereich des Möglichen. Auch sei man bereit, Adelsvertreter und Kleriker im Seeländer Rat zuzulassen, der dann als eigenständige Inselregierung wieder dem König unterstellt werden könne. Ob es für Schonen und Jütland dann ähnliche Regelungen geben solle, überlasse man dem Monarchen.



    2. April 1708: Der japanische Adlige Yamamoto Tsunetomo (*1659), der sich am Aufstand seiner Heimat beteiligt hatte, wird nach mehreren Jahren aus mongolischer Haft entlassen, muss aber aus dem Großkhanat Quito ausreisen. Der Militärfachmann hat in seiner Zeit als Berater Go-Murakami-Tennos viel Erfahrung im Kampf gegen mongolische Streitkräfte und Hilfstruppen gesammelt und könnte Interesse haben, in den Dienst eines freien Reiches in Europa oder Asien zu treten.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:29 Uhr)

  12. #582
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    5. April 1708: Die teilweise aus Ungarn stammenden Bauern, die Mostar besetzt halten und im Umland der Stadt geplündert hatten, kapitulieren vor der Belagerungsarmee Osman Khans. Es ist nicht ganz klar, ob die drohende Rückführung nach Ungarn zur Aufgabe der Streitmacht beigetragen hat, zumal der Satrap natürlich Interesse daran hat, den Sieg für sich selbst zu reklamieren. Er lädt aber den ungarischen Gesandten zumindest zu sich ein, bewirtet ihn angemessen und stellt ihm für den Rückweg eine Eskorte zur Verfügung, um eine Bedrohung durch die Banditen auszuschließen.


    6. April 1708: Satrap Jawas Khan von Maputo empfängt den hellenischen Botschafter, der aus Sansibar angereist ist, in seinem Feldlager. Zwar ist die Bewirtung recht frugal, man merkt aber deutlich, dass der Amtsträger versucht, den Hellenen mit großer Höflichkeit entgegenzutreten.


    7. April 1708: Die Prinzen Erik und Harald treffen in Kalmar ein, um ihren Vater bei den Verhandlungen mit der Seeländerdelegation zu unterstützen. König Erik stellt außerdem 5000 Silberdinare für die Gespräche zur Verfügung, was bei dem als sparsam geltenden Monarchen eher ungewöhnlich ist und die Bedeutung eines Erfolges deutlich zeigt.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:29 Uhr)

  13. #583
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    8. April 1708: Prinzessin Zizy probiert auf Wunsch ihres Bruders Arpad V. gemeinsam mit einigen kroatischen Adligen das neue Schachspiel aus, tut sich mit den ungewöhnlichen Figuren und den Würfeln aber noch recht schwer. Dennoch ist der Abend ein schönes Erlebnis, bei dem auch viel gelacht wird.


    9. April 1708: Die burgundisch-französische Ständeversammlung stimmt dem Kalmarvertrag mit deutlicher Mehrheit zu, nachdem sich beide Monarchen nochmals ausdrücklich dafür ausgesprochen haben und Prinz Radbod die Weisheit und Vertragstreue seines Vaters wortreich und eloquent betonte. Er könnte also in Kraft treten, sobald sich die drei Monarchen darauf verständigen.


    10. April 1708: Die Expedition des Kalifats und Galiciens in Westafrika wird von Eirek Khan, dem Gouverneur Nouakchott an der westafrikanischen Küste, recht freundlich empfangen. Als nach einigen Tagen die Nachricht von kanarischen Aktivitäten in Südamerika eintrifft, wird auch darüber recht ausführlich gesprochen.

    Nur für das Königreich Galicien und das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Die Delegation berichtet, dass man in der Stadt sehr freundlich empfangen wurde. Der Khan erzählt auch, dass er bereits Besuch aus Europa – aus Italien – bekommen habe, wobei der dortige Kronprinz in Nouakchott sehr positiv aufgefallen sei. Offenbar weiß er nicht, dass die Beziehungen Italiens zu den spanischen Mächten ein wenig gespannt sind. Zu den Kanariern äußert er sich hingegen eher zurückhaltend, weil man in den Teilreichen sehr darauf achtet, dass die Satrapen und erst recht die Gouverneure nur eine „Außenpolitik“ in ihrem Umfeld treiben und sich nicht in andere Regionen einmischen.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:30 Uhr)

  14. #584
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    12. April 1708: Auf Wunsch König Eriks äußern sich einige vertrauenswürdige Adlige zu den Gesprächen mit der seeländischen Gesandtschaft. Die meisten von ihnen treten allerdings eher für eine militärische Lösung ein, um den Aufstand nicht noch zu belohnen.


    15.-19. April 1708: Heftige Frühjahrsstürme legen den Seeverkehr auf dem Mittelmeer für einige Tage lahm, aber es kommt dank der zahlreichen gut erreichbaren Häfen nur selten zu Schiffsverlusten.


    15.-23. April 1708: In Las Palmas de Gran Canaria findet der kanarische Frühjahrsmaskenball statt, der in diesem Jahr wieder recht unbeschwert gefeiert wird, nachdem man gegenwärtig keine militärischen Bedrohungen mehr fürchtet. Besonders die ehemaligen Leibeigenen sind voller Freude und genießen die Gelegenheit, am städtischen Leben teilzuhaben.

  15. #585
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    16. April 1708: König Erik von Dänemark, Norwegen und Schweden bittet die Vertreter des seeländischen Rates und die dänischen Adligen, die ihm den Wunsch der Stände nach einer Einberufung des Reichstages überbracht haben, zu einer „Verhandlungsklausur“ ins Schloss. Einige Tage später treffen zudem Vertreter der auf Seeland begüterten Edelleute ein, die meist aus dem Feldlager vor Oslo oder aus Jütland gekommen sind. Die Atmosphäre zwischen ihnen und den Bauernvertretern ist aber mehr als frostig.

    Nur für die Kalmarer Union

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    Die Delegation der Republik unterstützt den Vorschlag, die enteigneten Kirchengüter auf der Insel, die noch nicht verteilt worden sind, an den Adel zu übergeben und bietet an, den Rat entsprechend zu informieren und um seine Zustimmung zu bitten. Die Adelsvertreter sind hingegen regelrecht empört, dass man ihnen und der Kirche ihre Besitztümer nehmen will, zumal die „Entschädigung“ verhältnismäßig gering ausfallen würde. Einige Delegierte sind sogar der Ansicht, dass Entschädigungen an Adel und Kirche zuallererst aus dem Krongut genommen werden sollten, wenn der König den Rebellen schon so weit entgegenkomme. Auch die Abschaffung der Leibeigenschaft auf Seeland könne allenfalls über einen langen Zeitraum und gegen eine finanzielle Entschädigung der Grundherren erfolgen.



    18. April 1708: Unter Leitung eines päpstlichen Legaten gelingt die Wahl des Patriarchen von Shikawo ohne größere Schwierigkeiten. Der Abt eines kleinen Klosters am St.-Xystus-Strom, der Augustinerabt Erasmus, wird auch von den Vertretern der freien Khanate akzeptiert und kann voraussichtlich Anfang Mai die Bischofsweihe empfangen. Großkhan Tohtu V., der von einigen Klerikern mittlerweile als gebrochener Mann beschrieben wird, stellt brieflich seine Zustimmung in Aussicht, sollte sie gewünscht sein.


    19. April 1708:
    Eine Delegation aus England, Schottland und Irland trifft mit drei Schiffen der beteiligten Mächte auf Mettas ein, um mit dem dortigen Gouverneur Arrus Khan über die im Norden gelegenen Siedlungen und die damit verbundenen Fischereirechte zu sprechen. Da auch die Kalmarer Union bereits dort aktiv wurde und Großkhan Jesun I. anscheinend einen Konflikt unbedingt vermeiden möchte, schlägt Arrus im Namen seiner Regierung vor, die drei Dörfer ab 1709 bei fortdauernder formeller Oberhoheit des Großkhanats der Verwaltung der Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus zu unterstellen. Auch Mettas könne gegebenenfalls von dort aus verwaltet werden, sollte dies gewünscht sein. Da die Zisterzienser in Dagomys als Freunde sowohl der Briten als auch der Nordmänner wahrgenommen werden, hofft man auf diese Weise wohl, einen größeren Konflikt zu umgehen, ohne die neue Regierung gleich mit dem Odium des Landverlustes zu belasten.
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