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Thema: Louis' Leseecke

  1. #106
    starc und vil küene Avatar von Louis XV.
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    Zitat Zitat von Tronde Beitrag anzeigen
    Hier mal mein Update.

    Herfried Münkler "Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert".
    Münkler habe ich im "Alles Gesagt"-Podcast gehört. Hab aber schon lange nix mehr von ihm gelesen. Gab es wichtige Erkenntnisse, die du da mitgenommen hast?

    Ansonsten kenne ich dein Problem. Ich zögere auch bei sehr langen Büchern, weil ich mich dann gefühlt so langfristig verpflichte. Eigentlich habe ich noch ein cooles Buch zum Hundertjährigen Krieg hier liegen, aber das ist auch extrem dick und extrem detailliert.

  2. #107
    Registrierter Benutzer Avatar von GoodOldErin
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    Ich habe endlich mal wieder die Harry Potter-Reihe (plus Theaterstück) in einem Stück durchgelesen. Herrlich!
    Das hat wieder Leselust bei mir entfacht. Nun bin ich bei "Vaterland" von Robert Harris, einem Kriminalfall, der in einem imaginären Deutschland nach GEWONNENEM zweiten Weltkrieg spielt. Bin jetzt an der Stelle, wo es sich für den Protagonisten, einem Kommissar, der es mit der Partei und Hitlergruß nicht so genau nimmt, weswegen sich auch seine Ex-Frau und sein Sohn von ihm abkapseln, dreht, weil die SS den Fall übernehmen will.
    Das aufgetakelte Berlin (Germania), wie es von Albert Speer einst für Hitler geplant war, wird sehr eindrucksvoll beschrieben.

  3. #108
    Herzog von Duran Avatar von Frederick Steiner
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    "Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert" habe ich mir als Audible-Hörbuch gegönnt. War sehr interessant.
    Parallel dazu habe ich Carlo Masalas "Bedingt abwehrbereit" gelesen. Gehen in ähnliche Richtungen, beleuchten aber noch etwas unterschiedliche Aspekte.



    -Auch ein Hörbuch, das ich empfehlen kann ist "Verlorene Welten" Eine Geschichte die Indianer Nordamerikas 1700-1910.
    Jenseits von der bösen Rothaut, dem guten Trapper, Pocahontas und den Truthähnen hatte ich selbst nur rudimentäres Wissen über die Indianer. Sid Meiers Colonization und diverse Civ-Leader lassen grüßen.
    Hier werden Kultur und Traditionen beleuchtet. Berühmte Schlachten wie Wounded Knee und Little Big Horn dürfen nicht fehlen, aber auch die Verträge und Vertragsbrüche der weißen Siedler kommen vor. Welche Auswirkungen hatte der Kontakt mit den Siedlern auf die Kulturen der Ureinwohner? Einige neue Kulte, wie die Geistertanz-Bewegung sind entstanden. Welche Schneise haben die europäischen Krankheiten geschlagen? Auch die Umerziehung der Indianerkinder in modernen Staaten wird thematisiert. Obwohl ich es ja besser wusste, habe ich durch das ganze Hörbuch hindurch darauf gehofft, dass irgendwann ein Happy End kommt.

  4. #109
    Singen Saufen Siegen Avatar von Admiral G
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    Louis ist vom Muss-Monster besessen.
    [/Offtopic]

  5. #110
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    Falls jemand sich für die Frühe Neuzeit interessiert, kann ich Barbara Stollberg-Rilingers Biographie über Maria Theresia sehr empfehlen.

  6. #111
    The Greater Fool Avatar von Tronde
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    Zitat Zitat von Louis XV. Beitrag anzeigen
    Münkler habe ich im "Alles Gesagt"-Podcast gehört. Hab aber schon lange nix mehr von ihm gelesen. Gab es wichtige Erkenntnisse, die du da mitgenommen hast?
    Wichtig halte ich hier für etwas übertrieben. . Ich hab bestimmte Hintergründe mitgenommen, die mir davor (so) nicht bekannt gewesen sind. Ansonsten sind die Schlussfolgerungen für die Zukunft von Interesse.

    Ansonsten kenne ich dein Problem. Ich zögere auch bei sehr langen Büchern, weil ich mich dann gefühlt so langfristig verpflichte. Eigentlich habe ich noch ein cooles Buch zum Hundertjährigen Krieg hier liegen, aber das ist auch extrem dick und extrem detailliert.
    Momentan tendiere ich (noch) zu Schoppenhauer. Das dürfte ja vielleicht bis Mitte Juni durch sein und dann kann ich ja ein großes Projekt mir vornehmen
    my love, I cannot tell you how thankful I am for our little infinity. I wouldn't trade it for the world. You gave me a forever within the numbered days, and I'm grateful.”

  7. #112
    starc und vil küene Avatar von Louis XV.
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    Der Mai ist rum und es gibt Neuigkeiten.

    April 2024

    Robin Recht: Adieu Aaricia. Thorgal Saga I, 2023.

    Mai 2024

    Patrick Rothfuss: The Narrow Road Between Desires. 2023
    Tom Segev: Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels. 2005

    Ausführliches hoffentlich dann demnächst hier

  8. #113
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Ach, der Rothfuss war aktiv, da hoffentlich ist es was geworden.

    Ich arbeite mich aktuell durch die Jack Reacher Reihe von Lee Child, das ist schon geiler Scheiß. Viel besser als die Verfilmungen / Serien.

  9. #114
    Pfeffersack Avatar von slowcar
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    Zitat Zitat von Louis XV. Beitrag anzeigen
    Das ist also, zusammengefasst, stellenweise nicht originell, phasenweise auch etwas arg erzwungen, aber es macht unglaublichen Spaß. Es ist auch, seien wir ehrlich, in weiten Teilen eindeutig eine Hommage an die Fans. Hier wird alles aufgefahren, was in den vergangenen Büchern an Figuren herumpurzelte. Keine Ahnung, wie gut das Buch für Neueinsteiger funktionieren würde, aber die Welt der Fans ist vermutlich groß genug, dass es das auch gar nicht muss. Ich habe mir jedenfalls den zweiten Band (der aktuell nur als Hardcover existiert) geholt, und wahrscheinlich lese ich ihn direkt am Anschluss. Auch das ist übrigens für mich ungewöhnlich, ich bin in den vergangenen Jahren dazu übergegangen, oft von Serien nur noch das erste Buch zu lesen, weil da so viel anderes spannendes draußen herumfliegt, als dass ich meine Zeit mit einer einzigen Serie verschwende.
    Ich bin da mal Deiner Empfehlung gefolgt und habe das Buch auch gelesen, der Urlaub muss ja für was gut sein.
    Mir hat es nicht gefallen, der Anfang war seeeehr zäh, sich ständig wiederholende Beschreibungen der Burg, die Charaktere nur Klischeebilder. Von der Schreibweise her sehr altbacken und überladen mit Klischees.
    Zwischendurch wurde es mal ganz amüsant mit den üblichen Kender-Späßen, aber auch hier gingen die Ideen dann schnell aus und es wiederholten sich die Witze. Von der Rasse her kleptomanisch ist noch das eine, dann aber auch völlig erkenntnisfrei Dumm zu sein, das tat schon weh.
    Die späteren Szenen, wo sie ihre alten Charaktere reminiszieren konnte, waren dann ganz gelungen - da ging bei mir auch der Nostalgiemodus an. Ändert aber wenig daran, dass die Charaktere wandelnde Abziehbilder sind.
    Das reicht mir nicht, um die Serie weiter zu lesen.

  10. #115
    starc und vil küene Avatar von Louis XV.
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    Zitat Zitat von slowcar Beitrag anzeigen
    Mir hat es nicht gefallen, der Anfang war seeeehr zäh, sich ständig wiederholende Beschreibungen der Burg, die Charaktere nur Klischeebilder. Von der Schreibweise her sehr altbacken und überladen mit Klischees.
    [...]
    Die späteren Szenen, wo sie ihre alten Charaktere reminiszieren konnte, waren dann ganz gelungen - da ging bei mir auch der Nostalgiemodus an. Ändert aber wenig daran, dass die Charaktere wandelnde Abziehbilder sind.
    Das reicht mir nicht, um die Serie weiter zu lesen.
    Spannend, aber nachvollziehbar.

    Und sorry, ich fühle mich natürlich wohler, wenn ich Empfehlungen gebe, die auch ankommen.

  11. #116
    Pfeffersack Avatar von slowcar
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    Zitat Zitat von Wolnigree Beitrag anzeigen
    Als Anregung: afrikanische Fantasy eines Jamaikaners:
    Marlon James: Schwarzer Leopard, roter Wolf. (Orginal eng.)
    Keine Elfen/Zwerge aber Hexen/Geister/Dämonen.
    Auch hier bin ich der Empfehlung gefolgt, "Black Leopard, Red Wolf" war ein wirklich wilder Ritt, eine ungewohnte Schreibweise und oft sehr, sehr körperlich. Wirklich ein bereicherndes Buch, auch wenn der oft starke Fokus auf sexuelle Initiationen und Beschneidungen eher unbehaglich war. Ein sehr komplexes Buch, viele Zeitebenen und Handlungsstränge, fordernd aber auch belohnend.

    Das zweite Buch habe ich dann allerdings nicht zu Ende gelesen, ich fand den Perspektivwechsel auf die weibliche Sichtweise gut, aber die Geschichte kam und kam nicht in Fahrt - nur um dann irgendwann noch langsamer zu werden. Und das, wo es eh schon eher als Prequel angelegt war.

  12. #117
    starc und vil küene Avatar von Louis XV.
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    Es ist Ende des Jahres, und ich habe Dinge nachzutragen.

    Tatsächlich war das Lese-Jahr nicht ganz so ergiebig, wie ich mir erhofft hatte. Mal wieder (wie so häufig) habe ich im Sommer deutlich langsamer und weniger gelesen, wurde teilweise auch abgelenkt durch andere Dinge wie Rollenspiel-Produkte, die ich hier aber nicht aufliste, weil ich sie auch selten von vorne bis hinten gelesen habe.

    Tatsächlich sieht die Liste sogar etwas besser aus, als sie eigentlich war, weil ich auf einigen sehr langen Autofahrten angefangen habe, Hörspiele von Literaturklassikern zu hören, die mir dann teilweise so gut gefallen haben, dass ich mir die Bücher anschließend nochmal in Papierform zugelegt habe, oder die so ausführlich waren, dass ich sie als Hörbuch gelten lasse. Aus demselben Grund habe ich auch nochmal "The Way of Kings" aufgelistet. Hier habe ich, weil die Meldung kam, dass "der erste Plot-Bogen" von Sandersons Wahnsinnsprojekt Stormlight Archive jetzt mit Buch 5 (von 10 geplanten) abgeschlossen ist, in einen Podcast reingehört, wo ein Typ jemandem, die das Buch überhaupt nicht kennt, es sehr ausführlich nacherzählt. Das war tatsächlich so ausführlich (und ich hatte so viel vergessen), dass ich es ebenfalls als Re-Read gelten lasse.

    Hier also die Liste:

    Juli 2024

    Siegfried Lenz: Die Deutschstunde. 1968
    Eliza Chan: Fathomfolk. 2024

    August 2024

    William Goldman: The Princess Bride. 1973.

    September 2024

    Denis Diderot: Jakob und sein Herr. 1785.

    Oktober 2024

    Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras. 1951
    Honoré de Balzac: Tante Lisbeth. 1846

    November 2024

    Alfred Andersch: Mein Verschwinden in Providence. 1971
    Jen Williams: Talonsister. 2023

    Dezember 2024

    Brandon Sanderson: The Way of Kings. 2010. (re-read)
    Tiffany Wang: Inferno's Heir. 2024


    Ich sage mal kurz was zu einigen der Titeln:

    Eliza Chan: Fathomfolk (2024)
    Ich mag die Idee des Buches, das Worldbuilding ist großartig, die Charaktere eigentlich auch spannend, aber irgendwie habe ich mich durch das letzte Drittel gequält, und ich weiß nicht genau, ob es vielleicht an mir und meiner Lebenssituation liegt. Es ist eine Art Urban Fantasy in einer asiatisch geprägten Welt, in der die Welt großteils von Wasser überschwemmt ist, und selbst die Wasserbewohner aufgrund von Katastrophen sich in die wenigen Städte flüchten müssen, die dann so eine Mischung aus Land- und Wasserstadt sind. Die Wasserbewohner sind ein wildes und spektakuläres Sammelsurium an allen möglichen mythischen Kreaturen aus diversen Mythen, viel asiatisch beeinflusst, aber nicht ausführlich. Wir finden Selkies und Wasserhexen, Sirenen und Wasserdrachen. Das Buch folgt dem Blickpunkt von 3-4 Protagonisten, darunter einer Polizei-Offizierin, die selbst Sirene ist (also: Einwanderin), sich aber in der Menschenstadt hochgearbeitet hat, und jetzt als Offizierin die Einwanderung anderer Seebewohner regulieren soll (ja das ist eine unzweifelhafte politische Parabel), aber auch einer jungen Drachin, die aus einer mächtigen und wohlhabenden Wasserbewohnerfamilie kommt und sich in die Stadt flüchtet, weil sie ihrer Familie zu aufrührerisch ist. Die Story erzählt vom Zusammenprall von Kulturen, aber auch von diversen Geheimnissen, unter anderem ist eine Figur nicht das, was sie scheint, was zumindest für mich ein ziemlich cooler Plottwist war. Es geht auch um Familie, Vergangensheitsbewältigung, etc., und am Ende lauert ein großes Geheimnis darüber, wie die Stadt eigentlich entstanden ist. Was offenbar auf einen Nachfolge-Band hindeutet. Wie gesagt: Es ist insgesamt eine gelungene Story, ich selbst hatte aber am Ende irgendwie Probleme damit und ich kann sie nicht einmal genau benennen.

    Denis Diderot: Jakob und sein Herr (1785)
    Das war eines der Hörspiele, aber, wow, was für eine großartige Story, ich habe mich sowas von amüsiert. Im Grunde liegt die Erfahrung halb darin, dass man nicht weiß, was auf einen zukommt, zumindest ging es mir so. Ein Diener ist mit seinem Herrn unterwegs, und weil sie sich langweilen, will der Herr die Liebesgeschichte des Dieners erfahren. Dieser fängt an zu erzählen... und der Rest des Buches lebt von der Spannung, ob die Geschichte jemals zu Ende erzählt wird, denn ständig werden sie abgelenkt, irgendwas passiert, es werden andere Geschichten eingestreut und das ganze wird vom Erzähler auch noch ironisch kommentiert, teilweise zankt er sich sogar mit dem Leser, durchbricht die Vierte Wand. Es ist ein unglaubliches Sammelsurium an dekonstruktivistischer Literatur, die ich vom Stil her eher ins 20. Jahrhundert einsortiert hätte.

    Jen Williams: Talonsister (2023)
    Ich glaube, das ist mein Buch des Jahres. Es war definitiv das Buch, das mich am meisten gepackt hat. Das Setting ist eine alternative Welt, die aber der unseren etwa zur Zeit kurz vor dem Niedergang des Römischen Reiches gleicht. Tatsächlich ist sogar die Landkarte, naja, "ähnlich", also mehr als ähnlich. Aber die Namen sind verändert. Eine der Hauptfiguren lebt in "Brittletain", einer Insel, die noch nicht vom Imperium erobert wurde, sondern noch von alter Magie geschützt wird, unter anderem einem Druiden... Verzeihung, einem Orden, der "Druin" heißt. Das könnte alles albern klingen, aber aus meiner Sicht hält es sehr geschickt die Balance, wiedererkennbar zu sein (was beim Worldbuilding hilft) und doch deutlich zu machen, dass vieles ganz anders ist. Das Imperium verdankt seine Größe einer Kaste von Superkriegern, die mit Hilfe von Magie komplett übermenschliche Kräfte haben. Diese Magie wurde von "Titanen" gestohlen, alten, mächtigen Wesen, die aber zum Großteil ausgestorben sind - abgesehen von den Greifen auf dem Gebiet des heutigen Schottland. Wir folgen vier Protagonisten, einer dieser Kriegerinnen des Imperiums, die im Ruhestand ist (und die lernen muss, dass die Magie, mit der sie aufgeladen wurde, einen Preis verlangt), einem Spion des Imperiums, der auf einer Mission im Osten ist (Zentralasien oder Asien) und dort weitere alte Titanen finden soll, einem Druiden und einer jungen menschlichen Frau, die von Greifen aufgezogen wurde (obwohl Greifen normalerweise Menschen fressen). Ich empfand die Charaktere originell, das Worldbuilding fasizinierend und die Story macht direkt von Beginn an klar, dass es hier darum geht, diverse biographische Geheimnisse aufzudecken. Die sind dann zum Teil sogar miteinander verwoben und den einen Plot-Twist habe ich zwar in seiner Art erahnt aber in der Wucht nicht kommen sehen. Das Ende wird gefühlt ein wenig arg episch, vor allem ist die Story von Beginn an als "Duologie" angekündigt, aber ich muss sagen, von allen Büchern, die ich in den vergangenen 2-3 Jahren gelesen habe, war das das erste, wo ich mir den Folgeband gekauft habe (ich hatte ja irgendwo, glaube ich, schon mal erwähnt, dass ich nicht mehr blindlings Folgebände kaufe, weil ich sonst so wenig Neues entdecken kann, insofern kenne ich von vielen Mehrteilern tatsächlich nur Band 1, was aber erstaunlich gut funktioniert).

  13. #118
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Ein immer wieder völlig unterschätztes Hobby, auch von mir selbst.
    2024 war bei mir gefühlt eher mau. Sowohl, was die Quantität als auch die Qualität angeht. Ich habe dieses Jahr nur 59 Bücher gelesen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie viele es 2023 waren, während der Coronazeit waren es aber definitiv mehr.

    Ein Wahrnsinnsbuch für meine persönliche Top10 war nicht dabei. Einzelne Bücher der Jack Reacher Reihe waren wirklich gut, die Qualität der Serie empfinde ich aber als schwankend und während manche Bücher sich "organisch" anfühlen, wirken andere zu stark konstruiert.
    Inhaltlich lässt sich sagen, dass Jack Reacher ein ruheloser, wohnungsloser Exsoldat ist, mit viel kriminalistischen Grips ausgestattet überall dort aufräumt, wo er zufällig landet. Die Serie, die Amazon da aufgesetzt hat, hat einen wirklich starken Cast und eine gute Umsetzung, trotzdem bleiben die Bücher besser. Wobei die beiden bisher umgesetzten Bücher definitiv zu den starken Romanen aus der Serie gehören. Ich bin gespannt, ob der Spin-off zu Neagly was wird. Eine literarische Vorlage gibt es nicht, diese Dame hat als Charakter aber definitiv das Potential für eine eigene Serie!
    Fun Fact: Ich habe den Autor Lee Child zunächst mit dem Dou Douglas Preston und Lincolm Child (der "Child" eben) und ihren leicht horrormäßigen Werken verwechselt und etwas gebraucht, um das zu kapieren.

    Konsturiert ist ein gutes Stichwort, denn alles an "Der unglaubliche Mr. Brownstone" ist konstruiert, aber diese Reihe lebt davon, wie absurd sie ist. Ein Kopfgeldjäger in einer urbanen übernatürlichen Welt, der einen unfassbaren Putzfimmel hat, Barbeque liebt und einen cleveren Drogendealer zu einem führenden Unternehmer der Sicherheitsbranche aufbaut. Aber am Besten ist es immer dann, wenn Mr. Bronstone richtig angepisst ist und die Verbrecher in ihre Einzelteile zerlegt. Und seine eigene Geschichte, die sich über knapp 20 Bände erst so langsam ergibt.

    Im Bereich High Fantasy folge ich weiter dem (der) Weg des Waldläufers. Die dort nach und nach entdeckbare Welt ist wirklich gut, die Handlungen sind auch gut, ich hoffe bloß, dass dieses halbe "Kinderbuchfeeling" bald endlich verschwindert. Die Welt und das, was dort passiert, passt nicht recht zu den Helden, die dann irgendwie doch immer noch Kinder sind.

    Gut unterhalten hat mich die Serie "die Chroniken einer urbanen Druiden". Man merkt hier klar, dass das Autorenpaar die Stärken kombiniert, einerseits das Worldbuilding, andererseits die klugen Handlungen. Manchmal zu kitschig.

    Aktuell liegt das hochgelobte "American Gods" vor mir, aber irgendwie bin ich noch nicht in der richtigen Stimmung, um mich reinzustürzen. Mir gehts nämlich exakt andersherum, Einzelwerke schrecken mich eher ab, ich mag Serien.

  14. #119
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Hab dieses Jahr immerhin Mal wieder 4 oder 5 Bücher gelesen

    Aber das Diderot-Ding nehm ich als Empfehlung defitiniv mit

  15. #120
    kriegstüchtig Avatar von Tohuwabohu
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    Oh, Gott! Siegfried Lenz, Die Deutschstunde! Der meistüberschätzteste deutsche Schriftsteller, das war uns bereits zu Schulzeiten klar!

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