Königreich Schottland
Die schottische Bauernkasse, die im ersten Jahr immerhin 200000 S zu verteilen hat, wird im Volk sehr gut angenommen und trägt entscheidend dazu bei, die Revolte bei Edinburgh und Glasgow rasch zu beenden. Zwar reicht das Geld natürlich bei Weitem nicht aus, zumal die geplante Abschaffung der Leibeigenschaft auch einen weiteren Schwerpunkt erfordern und eine genauere Regelung der Frondienstablösungen und des Umgangs mit dem bearbeiteten Land nötig machen würde; ein erster Schritt ist im Königreich aber gemacht, und da der Adel notgedrungen von echtem Widerstand absieht, könnte man diesen Weg nun im kommenden Jahr weitergehen. Man sollte dabei wohl mit einem komplexen Prozess rechnen, den man nach dem Beschluss des Parlaments auch nicht zu lange aufschieben will. Sobald der Adel (etwa mit Hilfe auswärtiger Mächte) wieder an Selbstvertrauen gewonnen hat, könnte sein Widerstand nämlich wieder deutlich anwachsen.
Die Royal Bank of Scotland scheint weiterhin zur Förderung der Landwirtschaft und Fischerei geeignet zu sein. Eine eigene Handwerkerbank wäre aber durchaus möglich, wenn es der König für sinnvoll hält. Alle drei Gruppen würde man wohl eher nicht darüber fördern, und natürlich gäbe es auch andere Optionen wie beispielsweise eine Messe nach dem Vorbild Cordobas.
Die Handelsvorrechte an das Königreich England (sowohl an Kaufleute von der Insel als auch an diejenigen der Festlandsgebiete) erweisen sich bislang als unproblematisch. Zwar gehen einige Geschäftsanteile dadurch an Kaufleute aus dem Süden verloren, die Handwerker und Bauern profitieren aber sogar ein wenig von der breiteren Angebotspalette. Zudem wird die königliche Politik gegenüber dem Adel dadurch nochmals vereinfacht, da dieser den Ansatz ebenfalls mehrheitlich unterstützt.
Besonderheiten:
Die schottische Krone bezieht aus königlichen Konzessionen für die Fischerei vor Nova Scotia ein jährliches Einkommen von der amerikanischen Kolonie, das völlig frei verwendet werden kann und keinen Restriktionen aus dem Regelteil unterliegt – sofern man von offensichtlich unmöglichen Aktionen absieht.
Dank der reichen Fischgründe vor der neuschottischen Küste ist das Reich vor Hungersnöten sicher und verliert in Jahren mit einer Missernte kaum an Einnahmen oder Bevölkerung. In schweren Notzeiten wird Schottland sogar zum Anziehungspunkt für fremde Bürger.
Da es in der Vergangenheit mehrere englische Invasionen gegeben hat, ist das Grenzgebiet auf schottischer Seite mit sehr modernen Burgen geschützt, die vom örtlichen Adel und den wohlhabenden Bürgern der Städte unterhalten werden. Wird möglicherweise beendet
Herrschaftsgebiet: Schottland
Vasallen: Nova Scotia (seit 1702 zugleich Vasalleneid gegenüber dem Großkhanat Shikawo)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 200 000
Regionen: Lowlands, Highlands-Island-Nordatlantikinseln (mit der Kalmarer Union, den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus und den mongolischen Stützpunkten); Nova Scotia ist der Region St.-Xystus-Strom zugeordnet
Hauptstadt: Edinburgh (Stadtbefestigung 3)
Hauptresidenz: Edinburgh (Stadtschloss 3)
Wichtige Festungen: Dumfries (4), Langholm (5), Hawick (5), Kelso (5), Duns (3)
Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Robert IV. (seit 1688, *1646)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Royal Bank of Scotland zur Förderung von Landwirtschaft und Fischerei
1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Irland und England
1704: Bau eines Handelshafens auf Nova Scotia zum halben Preis
1705: Erstellung eines (fiktiven) Stammbaumes der Steward/Stuart-Dynastie
1706: Feier der Highland Games mit einem Finale in Braemar
1707: Einrichtung einer Bauernkasse, die den geplanten Übergang zur Bauernbefreiung unterstützen soll
Besondere Gebäude:
Seit 1706: Handelshafen 1 auf Nova Scotia
Botschaften und Feste Gesandtschaften: Keine
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Königreich England (mit Vasallen)
Steuereinnahmen: 460 000 S
Einnahmen der Krone aus Neuschottland: 120 000 S
Tributeinnahmen: -
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Einlagen der Royal Bank of Scotland: 350 000 S (davon 270 000 S verliehen)
Einlagen der Bauernkasse: 0 S (sollte möglichst wieder aufgefüllt werden)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (mit Abgabebonus)
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 20 000 S an das Großkhanat Shikawo (als Anteil an den Einnahmen aus Nova Scotia)
Ausgaben während des Jahres: -
Fällige Kredite: 690 188 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 759 207 S
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1707: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 140 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.
Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1708: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 190 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.
Waffentragende Bevölkerung: 0,7 (effektiv 0,7) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 2,9 (effektiv 2,9) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 0,5 Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III
Schiffsproduktion: Stufe III
Geschütze: -
Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Schiffe am Jahresende 1707: 1707: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Neubauten: -
Schiffe Anfang 1708: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
Söldner: 1,5 Minghan LR und 0,5 Regimenter LI (Lyon, jeweils von den Städten und dem Adel der Lowlands finanziert), seit Oktober zwischen Glasgow und Edinburgh konzentriert, im Herbst wieder in ihre ursprünglichen Stellungen zurückgebracht
Im Felde stehende Einheiten: 0,7 Minghan SR und 0,4 Minghan LR bei Edinburgh, im Februar durch 1,8 Regimenter LI verstärkt, die man schließlich im Spätsommer wieder abmusterte; im Herbst demobilisierte man dann auch die Reiterei
Rebellenaufgebote: 1,1 Regimenter LI und etwa 10000-11000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker in Südschottland mit Schwerpunkten in Edinburgh, Glasgow und der Festung Duns, teilweise unter der Fahne des Königs, gaben sich im Lauf des Frühjahrs nach und nach geschlagen, nachdem König und Parlament die Aufhebung der Leibeigenschaft verfügt hatten.
Verluste 1707: -


Zitieren

