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Thema: Der Mongolensturm - Runde 8 - 1708

  1. #16
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    Königreich Schottland

    Die schottische Bauernkasse, die im ersten Jahr immerhin 200000 S zu verteilen hat, wird im Volk sehr gut angenommen und trägt entscheidend dazu bei, die Revolte bei Edinburgh und Glasgow rasch zu beenden. Zwar reicht das Geld natürlich bei Weitem nicht aus, zumal die geplante Abschaffung der Leibeigenschaft auch einen weiteren Schwerpunkt erfordern und eine genauere Regelung der Frondienstablösungen und des Umgangs mit dem bearbeiteten Land nötig machen würde; ein erster Schritt ist im Königreich aber gemacht, und da der Adel notgedrungen von echtem Widerstand absieht, könnte man diesen Weg nun im kommenden Jahr weitergehen. Man sollte dabei wohl mit einem komplexen Prozess rechnen, den man nach dem Beschluss des Parlaments auch nicht zu lange aufschieben will. Sobald der Adel (etwa mit Hilfe auswärtiger Mächte) wieder an Selbstvertrauen gewonnen hat, könnte sein Widerstand nämlich wieder deutlich anwachsen.

    Die Royal Bank of Scotland scheint weiterhin zur Förderung der Landwirtschaft und Fischerei geeignet zu sein. Eine eigene Handwerkerbank wäre aber durchaus möglich, wenn es der König für sinnvoll hält. Alle drei Gruppen würde man wohl eher nicht darüber fördern, und natürlich gäbe es auch andere Optionen wie beispielsweise eine Messe nach dem Vorbild Cordobas.

    Die Handelsvorrechte an das Königreich England (sowohl an Kaufleute von der Insel als auch an diejenigen der Festlandsgebiete) erweisen sich bislang als unproblematisch. Zwar gehen einige Geschäftsanteile dadurch an Kaufleute aus dem Süden verloren, die Handwerker und Bauern profitieren aber sogar ein wenig von der breiteren Angebotspalette. Zudem wird die königliche Politik gegenüber dem Adel dadurch nochmals vereinfacht, da dieser den Ansatz ebenfalls mehrheitlich unterstützt.


    Besonderheiten:
    Die schottische Krone bezieht aus königlichen Konzessionen für die Fischerei vor Nova Scotia ein jährliches Einkommen von der amerikanischen Kolonie, das völlig frei verwendet werden kann und keinen Restriktionen aus dem Regelteil unterliegt – sofern man von offensichtlich unmöglichen Aktionen absieht.
    Dank der reichen Fischgründe vor der neuschottischen Küste ist das Reich vor Hungersnöten sicher und verliert in Jahren mit einer Missernte kaum an Einnahmen oder Bevölkerung. In schweren Notzeiten wird Schottland sogar zum Anziehungspunkt für fremde Bürger.
    Da es in der Vergangenheit mehrere englische Invasionen gegeben hat, ist das Grenzgebiet auf schottischer Seite mit sehr modernen Burgen geschützt, die vom örtlichen Adel und den wohlhabenden Bürgern der Städte unterhalten werden. Wird möglicherweise beendet

    Herrschaftsgebiet: Schottland
    Vasallen: Nova Scotia (seit 1702 zugleich Vasalleneid gegenüber dem Großkhanat Shikawo)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 200 000
    Regionen: Lowlands, Highlands-Island-Nordatlantikinseln (mit der Kalmarer Union, den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus und den mongolischen Stützpunkten); Nova Scotia ist der Region St.-Xystus-Strom zugeordnet

    Hauptstadt: Edinburgh (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Edinburgh (Stadtschloss 3)
    Wichtige Festungen: Dumfries (4), Langholm (5), Hawick (5), Kelso (5), Duns (3)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Robert IV. (seit 1688, *1646)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Royal Bank of Scotland zur Förderung von Landwirtschaft und Fischerei
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Irland und England
    1704: Bau eines Handelshafens auf Nova Scotia zum halben Preis
    1705: Erstellung eines (fiktiven) Stammbaumes der Steward/Stuart-Dynastie
    1706: Feier der Highland Games mit einem Finale in Braemar
    1707: Einrichtung einer Bauernkasse, die den geplanten Übergang zur Bauernbefreiung unterstützen soll


    Besondere Gebäude:
    Seit 1706: Handelshafen 1 auf Nova Scotia

    Botschaften und Feste Gesandtschaften: Keine

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1707: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Königreich England (mit Vasallen)

    Steuereinnahmen: 460 000 S
    Einnahmen der Krone aus Neuschottland: 120 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Royal Bank of Scotland: 350 000 S (davon 270 000 S verliehen)
    Einlagen der Bauernkasse: 0 S (sollte möglichst wieder aufgefüllt werden)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 20 000 S an das Großkhanat Shikawo (als Anteil an den Einnahmen aus Nova Scotia)
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 690 188 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 759 207 S


    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1707: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 140 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1708: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 190 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.


    Waffentragende Bevölkerung: 0,7 (effektiv 0,7) Minghan SR, 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 2,9 (effektiv 2,9) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,5 Regimenter LI


    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze: -

    Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
    Schiffe am Jahresende 1707: 1707: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 6*100 III, 10*50 III, 7*50 II, 6*25 IV, 10*25 III, 9*25 II

    Söldner: 1,5 Minghan LR und 0,5 Regimenter LI (Lyon, jeweils von den Städten und dem Adel der Lowlands finanziert), seit Oktober zwischen Glasgow und Edinburgh konzentriert, im Herbst wieder in ihre ursprünglichen Stellungen zurückgebracht

    Im Felde stehende Einheiten: 0,7 Minghan SR und 0,4 Minghan LR bei Edinburgh, im Februar durch 1,8 Regimenter LI verstärkt, die man schließlich im Spätsommer wieder abmusterte; im Herbst demobilisierte man dann auch die Reiterei

    Rebellenaufgebote: 1,1 Regimenter LI und etwa 10000-11000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker in Südschottland mit Schwerpunkten in Edinburgh, Glasgow und der Festung Duns, teilweise unter der Fahne des Königs, gaben sich im Lauf des Frühjahrs nach und nach geschlagen, nachdem König und Parlament die Aufhebung der Leibeigenschaft verfügt hatten.

    Verluste 1707: -

  2. #17
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    Irische Föderation

    Der Handelsposten wird wie geplant errichtet und sollte den Handel mit dem Großkhanat Quito wieder etwas beleben, zumal man in Mittelamerika mittlerweile über bessere und vertrauensvollere Verbindungen verfügt, seit man Barbados militärisch beistand. Auch die WMC hat ihren Tiefpunkt offenbar überschritten.

    Besonderheiten:
    Die irische Föderation kontrolliert die Häfen Donegal, Sligo, Galway, Limerick und Cork, deren Hafenanlagen und Geschütze allen anderen in Europa überlegen und daher für den Nordamerikahandel besonders wichtig sind.
    Auf Nantucket verfügt die Föderation über eine Werft, die jährlich vier Schiffe der Stufe IV errichten kann. Die Insel ist (anders als die meisten anderen Kolonien) ein Teil Irlands.
    In Cork besteht eine Seefahrtsakademie, die sich wie eine Universität für Kaufleute und Seeleute auswirkt.
    Das Schutzmantellied und die neue Marienfahne sorgen für eine zusätzliche Motivation der Seeleute gegen Schiffe von Ländern, die man als nichtchristlich oder nichtkatholisch ansehen kann. Gegen christliche Gegner bleibt die Kampfkraft hingegen unverändert, während man bei Kämpfen gegen Schiffe des Heiligen Stuhls oder der Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus sogar mit einem Malus zu rechnen hat.

    Herrschaftsgebiet: Irland, Isle of Man, Nantucket
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 000 000
    Regionen: Irland (mit Dublin); Nantucket ist der Region Amerika-Ostküste zugeordnet

    Hauptstadt: Keine
    Ratsort: Limerick (Stadtbefestigung 4)
    Residenz des Ratsvorsitzenden („Hochkönig“): Galway
    Wichtige Festungen: Donegal (3), Sligo (5), Galway (4), Cork (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochkönig Arbogast I. (seit 1704, *1639), Abt von Athenry

    Abgedankte Monarchen: Hochkönig Patrick III. (1685-1704, *1631, +17XX)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Handelsbüros auf Nantucket
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und England
    1704: Ausbau des Handelshafens auf Nantucket um eine Stufe (auf Stufe 3) zum halben Preis
    1705: Einrichtung einer Fischerei- und Handwerkerbank
    1706: Übernahme des Schutzmantelliedes und einer Marienfahne für die Föderationsflotte
    1707: Einrichtung eines Handelspostens 1 in Yunushafen

    Besondere Gebäude:
    1701: Handelsbüro auf Nantucket
    1704: Auf Stufe 3 ausgebauter Handelshafen (Nantucket)
    1707: Handelsposten 1 in Yunushafen

    Handelsprivilegien und Monopole: Keine

    Steuereinnahmen: 840 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 3 737 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der irischen Fischerei- und Handwerkerbank 500 000 S (davon 470 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 2 050 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 2 296 000 S

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1707: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 140 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1708: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 190 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.


    Waffentragende Bevölkerung: 0,6 Minghan SR 0,3 Minghan LR, 4,0 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: -

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe III (in Nantucket Stufe IV für jeweils vier Schiffe)
    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: 2,5 Regimenter Festungsgeschütze V

    Schiffe Anfang 1707: 4*400 IV (noch bei Nantucket), 4*150 IV, 3*100 III, 12*50 IV, 7*50 III, 10*25 IV, 17*25 III
    Schiffe zum Jahresende: 4*400 IV, 4*150 IV, 3*100 III, 12*50 IV, 7*50 III, 10*25 IV, 17*25 III
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 4*400 IV, 4*150 IV, 3*100 III, 12*50 IV, 7*50 III, 10*25 IV, 17*25 III


    Söldner: 1,0 Regimenter LR (Lyon)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1707: -

  3. #18
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    Föderation der Zisterzienser vom Heiligen Nikolaus

    Das Stadtkloster 2 in Jaffa wird mit päpstlichen Mitteln wie vereinbart eingerichtet und mit einer etwas größeren Kommunität als in Rom versehen. Da die Kosten wie dort vollständig vom Heiligen Stuhl getragen werden, kann der Orden seinen hohen Schuldenstand wieder etwas reduzieren. Allerdings droht nach der Subsidiensenkung des Großkhanats Shikawo neues Ungemach, da die Finanzen der Zisterzienser bereits sehr angespannt sind.


    Besonderheiten:
    Die Zisterzienserföderation erhält Subsidien aus Shikawo, Narwa und der Kalmarer Union, um den Seeverkehr zu schützen und ihre mächtige Flotte zu unterhalten (1707/08 erstmals reduziert).
    Einige der den Mönchen nach 1610 übereigneten Schiffe sind noch Konstruktionen aus der Zeit Yunus‘ IV., die über weit bessere nautische Eigenschaften verfügen als heutige Bauten.
    Auf Labrador und in Neufundland öffnete Shikawo den Brüdern vier Freihäfen, um Holz und andere wichtige Güter günstig erwerben zu können.

    Herrschaftsgebiet: Orkney-Inseln, Shetland-Inseln, Färöer-Inseln, Grönland
    Vasallen: -
    Freihäfen: St. Juruk’s (Neufundland), Natashquan, North River, Nain (Labrador)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 25 000
    Regionen: Highlands-Island-Nordatlantikinseln (mit der Kalmarer Union, Schottland und den mongolischen Stützpunkten); die Freihäfen sind der der Region St.-Xystus-Strom zugeordnet

    Hauptstadt: Keine
    Sitz des Erzabtes: Shetland (Stadtbefestigung 6, Klosteranlage 5)
    Wichtige Festungen: Kirkwall (6), Toftir (6)
    Wichtige Klöster: Kirkwall (5), Toftir (3)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erzabt Bernhard IV. (seit 1703, *1649)
    Verstorbene Ordensoberhäupter: Erzabt Theodosius I. (1695-1703, *1619)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Gesandtschaften in sechs Länder mit diplomatischem und wissenschaftlichem Zweck
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Bau einer Klosteranlage 2 in Natashquan für den weiblichen Ordenszweig
    1704: Bau eines Handelspostens 1 in St. Juruk’s
    1705: Errichtung einer wohnlichen Notunterkunft für Seeleute im Hafen von Kirkwall
    1706: Einrichtung eines Stadtklosters 1 in Rom als Pilgerherberge für Jerusalemwallfahrer
    1707: Einrichtung eines Stadtklosters 2 in Jaffa als Pilgerherberge


    Besondere Gebäude:
    1704: Handelsposten 1 in St. Juruk’s
    1705: Klosteranlage 2 des weiblichen Ordenszweiges aus Frankreich in Natashquan
    1705: Notunterkunft für Seeleute im Hafen von Kirkwall
    1706: Stadtkloster 1 in Rom als Pilgerherberge für Jerusalemwallfahrer
    1707: Stadtkloster 2 in Jaffa als Pilgerherberge

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine

    Steuereinnahmen: 220 000 S
    Subsidien: 250 000 S (Shikawo), 100 000 S (Narwa), 60 000 S (Kalmarer Union)
    Tributeinnahmen: -
    Weitere Einnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 8 900 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 13%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 20 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 830 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 913 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: -

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze: 1,0 Regimenter Festungsgeschütze IV
    Schiffe: 2*250 V, 2*150 VI, 4*100 V, 4*100 IV, 4*50 V, 18*50 IV, 3*50 III, 2*25 V, 22*25 III
    Söldner: 1,5 Regimenter LI (Narwa)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Rebellenaufgebote: -

    Verluste 1707: -

  4. #19
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    Kalmarer Union

    Die Gelehrten des Kalmarer Hofes, die bereits Forschungen zur Wikingermode, den Schiffen frühmittelalterlicher Seefahrer und anderen Traditionen des alten Nordens durchgeführt haben, beginnen mit recht hoher Motivation, die lokalen Dialekte der drei Königreiche und Islands zu sammeln. Dabei erweist sich der geplante puristische Ansatz allerdings als ein gewisses Hindernis, da das Volk in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Begriffe und Wendungen aus der mongolischen und uigurischen Sprache und aus dem Niederdeutschen entlehnt hat. Andererseits sehen viele der Gelehrten die Abkehr vom Mongolischen auch als starkes Zeichen für die endgültige Überwindung einer Weltherrschaft der Großkhane an, so dass sie großes Interesse daran haben, es zu ermöglichen. Letztlich kann der König aber selbst eine Entscheidung dazu treffen, da es natürlich noch einige Jahre dauern wird, bis die Erarbeitung wie geplant abgeschlossen ist und man sich an den Druck von Wörterbüchern machen kann. Erste Ergebnisse der vier kleinen Vor-Ort-Forschungsgruppen werden für Anfang 1709 erwartet, wie es der König vorsah.

    Die NHG wird wie gewünscht in den Ostseeraum verlagert, wo die Gewinne zwar geringer ausfallen dürften, das Risiko aber ebenfalls zu sinken verspricht. Überraschend wurden von mehreren norwegischen und isländischen Kaufleuten auch 50 zusätzliche Anteile erworben, so dass man auch neues Kapital zur Verfügung hatte und die Mittel der Gesellschaft trotz der Umstellung erhöhen konnte. Die Geschäfte auf Seeland waren wie erhofft besonders lukrativ und erleichterten es der Gesellschaft, in der Region Fuß zu fassen.

    Das Drachenboot wurde wie verlangt fertiggestellt. Man orientierte sich dabei vorwiegend an Zeichnungen der Hofgelehrten, um ein möglichst authentisches Fahrzeug zu konstruieren, das zu Jahresbeginn im Hafen von Trondheim bereitsteht.

    Die Entsendung eines weiteren Kriegsschiffes nach Spitzbergen sorgt mittlerweile für eine gewisse Unruhe in der Satrapie Narwa (die offenbar für die Inselgruppe zuständig ist) und nicht zuletzt bei Fischern aus Schottland, Irland, Hamburg, Bremen und von den Faröern, welche dort bisher gute Gewinne erzielten und diese natürlich nicht teilen möchten. Es konnten aber in allen drei Häfen erfolgreich Männer abgesetzt werden.

    Adelstag und Sonnenwendfeier standen in diesem Jahr nicht unter einem guten Stern, da die Bauern im Juni noch nicht besiegt waren, so dass die Reiterminghan ebenfalls noch im Feld standen. Auch der im Land verbliebene, nicht einberufene Adel wagte es zum allergrößten Teil nicht, seine Güter zu verlassen. Notgedrungen wird das Fest also mit dem Hofadel gefeiert, was sich aber auch als schöne Erfahrung erweist.

    Das königliche Zwangsarbeitsprogramm kann zu Jahresbeginn auf deutlich mehr Gefangene zurückgreifen, da man besiegte Aufrührer direkt an die Aufseher übergeben hat. Einige der Verurteilten des ersten Jahres (1704) wurden nun wieder freigelassen. Der König wäre aber auch in der Lage, eine Freilassung zu unterbinden und so die Zahl der Arbeitskräfte für die Krone dauerhaft zu erhöhen.

    Der Aufruhr selbst konnte nach zähen Kämpfen auf Seeland, Oslo und einige kleine dänische Inseln begrenzt werden. Man ist zuversichtlich, eine Belagerung der beiden gut befestigten Hauptstädte im nächsten Jahr siegreich abschließen zu können.


    Besonderheiten:
    Dänemark musste im Vertrag von 1414 zwar auf einen Zoll am Sund verzichten, erhielt aber das Recht, im Kriegsfall neutrale Schiffe aufzuhalten und auf Konterbande zu überprüfen.
    In Norwegen wirken sich die Hanseprivilegien zum Vorteil der Staatskasse aus, da die Hanse inzwischen von dort fast ihr gesamtes Holz für den Schiffbau bezieht.
    In Stockholm residiert der Hochmeister des Deutschen Ordens. Die Stadt profitiert daher in gewissem Maße von der Wirtschaft nichtschwedischer Balleien.

    Herrschaftsgebiet: Dänemark, Norwegen, Schweden
    Vasallen: Island
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 840 000 (D) + 500 000 (N) + 1 200 000 (S)
    Regionen: Dänische Inseln-Schonen (mit Gotland und Aland), Jütland-Schleswig-Holstein-Lübeck (mit Brandenburg und der Deutschen Hanse), Norwegen, Schweden, Highlands-Island-Nordatlantikinseln (Island, mit den Zisterziensern vom Heiligen Nikolaus, Schottland und den mongolischen Stützpunkten)

    Hauptstädte: Kopenhagen (Stadtbefestigung 2), Oslo (Stb 2), Stockholm (Stb 2)
    Hauptresidenz: Kalmar (Wasserschloss 2)
    Wichtige Festungen: Helsingborg (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Erik VIII./IV./XIV. (seit 1689, *1655)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Adelsfest in Kalmar, das als dauerhafte Tradition eingeführt werden soll
    1702: Bau eines Fischereihafens in Trondheim (1703 Ausbau zum Regionalhafen)
    1703: Einführung der Wikingermode bei Hofe
    1704: Einführung und Organisation von staatlicher Zwangsarbeit
    1705: Gründung der Nordischen Handelsgesellschaft (NHG) für den Nordamerikahandel
    1706: Einrichtung eines Konsulats in Paris
    1707: Erarbeitung einer einheitlichen nordischen Schriftsprache


    Besondere Gebäude:
    1703: Regionalhafen in Trondheim

    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1706: Konsulat beim Königreich Frankreich in Paris (2 500 S)

    Handelsprivilegien und Monopole: Keine


    Gesamte Steuereinnahmen: 140 000 S (D) + 140 000 S (N) + 270 000 S (S)
    Verfügbare Steuereinnahmen: 140 000 S (D) + 70 000 S (N) + 135 000 S (S)
    Gesamte verfügbare Einnahmen (alle drei Reiche): 345 000 S
    Verfügbare Zwangsarbeiter (für je 0,1 S bei Bauprojekten einsetzbar): 28 500 (D) + 16 600 (N) + 40 (S)
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 140 000 S (ohne Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 50 000 S (Föderation vom Hl. Nikolaus) + 10 000 S Sonderzusage
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite:
    306 823 S bei der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen / im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 343 642 S


    Eigenkapital der Nordischen Handelsgesellschaft (NHG) Anfang 1707: 509 Anteile (Kalmarer Union: 500, Handelskonsortien 9), 270 000 S, dazu 1*300, 1*150, 1*100 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 33 000 S.

    Eigenkapital der Nordischen Handelsgesellschaft (NHG) Anfang 1708: 559 Anteile (Kalmarer Union: 500, Handelskonsortien 59), 330 000 S, dazu 1*300, 1*150, 1*100 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 33 000 S.

    Auf Spitzbergen zurückgelassene Männer: Sveask (4), Langenhafen (7), Pykror (6)
    Die drei Dörfer unterstehen offenbar dem Gouverneur der Insel Mettas


    Waffentragende Bevölkerung:
    0,6 (effektiv 0,0) +0,3 (effektiv 0,0) +0,9 (effektiv 0,2) Minghan SR,
    0,4 (effektiv 0,0) +0,1 (effektiv 0,0) +0,6 (effektiv 0,3) Minghan LR,
    0,7 (effektiv 0,2) +0,7 (effektiv 0,4) +1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI (zu Jahresbeginn noch 1,8+1,4+1,8 Regimenter)
    Vasallenaufgebote: 0,5 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe II
    Geschütze: -

    Schiffe Anfang 1707: 3*100 II, 4*50 III, 5*50 II, 16*25 III, 10*25 II
    Schiffe zum Jahresende: 3*100 II, 4*50 III, 5*50 II, 16*25 III, 10*25 II
    Neubauten 1707: 1*50 I („Drachenboot“)
    Schiffe Anfang 1708: 3*100 II, 4*50 III, 5*50 II, 16*25 III, 10*25 II, 1*50 I („Drachenboot“)
    Söldner: 0,4 Regimenter SI (Narwa), 0,6 Regimenter LI (Narwa), zum Jahresende noch 0,3 Regimenter SI (Narwa) und 0,4 Regimenter LI (Narwa)



    Im Felde stehende Einheiten:

    Insgesamt stehen Anfang Januar 1707 0,3 Minghan SR 0,1 Minghan LR und 0,5 Regimenter LI aus Dänemark auf dem Festland, 0,3 Minghan SR, 0,1 Minghan LR und 0,3 Regimenter LI in Norwegen sowie 0,4 Minghan SR und 0,3 Minghan LR aus Schweden in Schonen

    Im Sommer wurden 0,3 Minghan SR und 0,3 Minghan LR aus Dänemark als Verstärkung nach Norwegen geschickt, nachdem 0,3 Minghan LR und 0,3 Regimenter LI zur Abriegelung Oslos abgezogen worden sind, zudem wurden 0,3 Minghan SR aus Schweden aufgeboten, um vor Oslo auszuhelfen

    Am Jahresende stehen noch
    0,3 Minghan SR, 0,1 Minghan LR und 0,5 Regimenter LI aus Dänemark in Jütland
    0,2 Minghan SR und 0,3 Minghan LR aus Dänemark in Südnorwegen
    0,2 Minghan SR, 0,1 Minghan LR und 0,3 Regimenter LI aus Norwegen bei Oslo
    0,4 Minghan SR und 0,3 Minghan LR aus Schweden in Schonen

    Rebellenaufgebote 1707: 1,1 Regimenter LI und etwa 8500-10000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker auf Seeland und auf anderen dänischen Inseln mit einem gewissen Schwerpunkt in und um Kopenhagen; 0,7 Regimenter LI und etwa 4000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker im Süden Norwegens

    Am Jahresende wurden die Rebellen auf Seeland, Oslo und einige kleine dänische Inseln zurückgedrängt. Es sind noch 1,1 Regimenter LI und etwa 9000-11000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker auf Seeland und 0,5 Regimenter LI und etwa 3000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker in Oslo

    Verluste 1707:
    0,1 Regimenter SI (Söldner/Narwa), 0,2 Regimenter LI (Söldner/Narwa)
    0,1 Minghan SR (Dänemark), 0,1 Minghan SR (Norwegen)

    Verluste der Rebellen: 0,2 Regimenter LI und gut 1500 revoltierende Leibeigene (Norwegen)

  5. #20
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    Großfürstentum Finnland

    Der Bildungsplan für finnische Elementar-, Kloster- und Dorfschulen wird mit viel Motivation begonnen und dürfte Mitte 1709 ausgearbeitet sein. Man ist also deutlich schneller als vom verstorbenen Großfürsten erhofft, was vielleicht mit dem großen Ansehen des langjährigen Staatsoberhaupts oder mit der Unterstützung aus Narwa und Stettin zusammenhängt, die man erhält. Zwar fehlt es auf dem Land sehr häufig an den nötigen Schulen, doch der neue Bildungsplan ist so gestaltet, dass man ihn auch für häuslichen Unterricht bei einem Dorf- oder Stammesoberhaupt verwenden könnte. Da es in einigen Regionen der Satrapie Narwa ähnliche Strukturen gibt, konnte man von dort einige Berater übernehmen, um mögliche Schwachstellen und Chancen besser zu erkennen. Satrap Pjotr Khan war auch sofort bereit, sie zur Verfügung zu stellen.

    Die Memoiren des Großfürsten Kalevi I. erleben in diesem Jahr (besonders nach seinem Tod) eine weiter wachsende Nachfrage. Zwar bleibt der Großteil des Gewinns beim vertraglich an das Werk gebundenen Drucker aus Narwa, doch auch der Schatzmeister darf sich über eine schöne Summe freuen. Zudem wächst der finnische Einfluss in Schweden, Dänemark, Narwa, Stettin sowie an der Ostseeküste des Ordensstaates und Brandenburgs erkennbar an.

    Der ansehnliche Aufschwung im Ostseeraum sorgt auch in Finnland für eine wirtschaftliche Blüte und zusätzliche Silbereinnahmen. Das Land ist also in der neunjährigen Regierungszeit Kalevis I. auf einem guten Weg gewesen, wie man allgemein (auch über die Grenzen des Großfürstentums hinaus) anerkennt.

    Großfürst Kalevi wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Pori bestattet. Die Feier zu seinen Ehren führt dann beide Landesteile weiter zusammen, wie es wohl auch seinem Willen entsprochen hätte.


    Besonderheiten:
    Einige finnische LI* sind Waldläufer aus dem Norden mit Kampfvorteilen in Waldgebieten.
    Das finnische Großfürstentum besitzt noch die verbliebenen Dorfkassen aus dem Norden, die in Dagomys sicher zu einem Zinssatz von 4% bis Ende 1710 angelegt sind.
    Der Freihafen Stettin wurde dem Großfürsten anstelle von Uusima übertragen, das man auf Druck Narwas nicht abgeben konnte. Obwohl die Stadt als Vasall unter finnischer Suzeränität steht, trägt sie dank der engen Handelsbeziehungen zum finnischen Steueraufkommen bei.

    Herrschaftsgebiet: Finnland mit Ausnahme von Südkarelien, Kymenlaakso und Uusimaa
    Vasallen: Stettin
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 250 000
    Regionen: Nordfinnland, Südfinnland; Stettin ist Teil der Region Vorpommern

    Hauptstadt: Rovaniemi (Sitz der Eduskunta)
    Hauptresidenz: Oulu (Wasserschloss 1)
    Wichtige Festungen: Kalajoki (2), Närpes (3), Pori (3), Salo (3), Puumala (1),
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Großfürst Barsid I. (seit 1707, *1651)
    Ehrentitel der Spielfigur: König der Zahlen

    Verstorbene Monarchen: Großfürst Kalevi I. (1698-1707, *1625)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung einer Gesamtfinnischen Handelsbank
    1702: Finnisches Hoffest mit einer Präsentation aller Regionen des Landes
    1703: Bau eines Fischereihafens in Pori (1704 zu einem Regionalhafen ausgebaut)
    1704: Förderung des Sports in Finnland
    1705: Errichtung eines Handelspostens 1 in Genua
    1706: Druck der Memoiren von Großfürst Kalevi I.
    1707: Einführung eines Bildungsplans für Dorfschulen

    Besondere Gebäude:
    1704: Regionalhafen in Pori
    1705: Handelsposten 1 in Genua
    1706: Italienischer Handelsposten 1 in Pori

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine

    Steuereinnahmen: 310 000 S
    Dorfkassenfonds in Dagomys: 7 500 000 S
    Jährliche Einnahmen aus dem Dorfkassenfonds (4% bis Ende 1710): 300 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 4 200 S
    Zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf der Memoiren: 40 000 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Gesamtfinnischen Handelsbank: 250 000 S (davon 220 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 125 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 750 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 825 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 2,5 (effektiv 2,5) Regimenter LI*, 2,1 (effektiv 2,1) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 (effektiv 0,3) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze: 1,0 Regimenter Festungsgeschütze III

    Schiffe Anfang 1707: 10*50 III, 22*25 III
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1707: 10*50 III, 22*25 III

    Söldner: 2,5 Regimenter LI (Krakau)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Rebellenaufgebote: -

    Verluste 1707: -

  6. #21
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    Königreich Galicien

    Die Förderung religiöser Handwerkskunst ist ein Erfolg, auch wenn man deren Früchte wohl erst in einigen Jahren ernten kann. Santiago selbst kennt diese spezielle Form des auf die Bedürfnisse von Pilgern zugeschnittenen Handwerks zwar bereits, auf dem Weg dorthin müssen die Menschen aber erst einmal dafür ausgebildet werden. Schließlich erwarten Klöster, Pfarrgemeinden oder lokale Adlige andere Formen der Gebrauchskunst als die nunmehr als Käufer ins Auge gefassten Wallfahrer. Die Förderung des Kunsthandwerks könnte daher auch noch mit Erfolg einige Jahre fortgeführt werden.

    Die Jakobuspilgerfahrt erlebt nach dem Erfolg des Heiligen Compostelanischen Jahres einen gewissen Einbruch, zumal viele Adlige und reiche Bürger angesichts der Unruhen auf weite Reisen verzichten; die Steuer- und Zolleinnahmen bleiben aber weiterhin beträchtlich, was vielleicht mit dem allgemein gewachsenen Wohlstand zu tun haben könnte. Zudem waren mehrere Adlige im Frühjahr besonders bemüht, in ihre Güter zu investieren, um im Land keine bäuerlichen Unruhen aufkommen zu lassen. Die Auftragslage für Handwerker und Krämer bleibt daher weiterhin sehr gut.

    Der mozarabische Ritus gewinnt weiter an Ansehen und Beliebtheit und wird mittlerweile in einigen Regionen auch vom Volk eingefordert, wenn ein Dorfpfarrer sich noch nicht an ihm orientiert, sondern bei älteren Gewohnheiten bleibt. Bei der Vorbereitung des neuen Rituale kommt es hingegen zu gewissen Unstimmigkeiten zwischen Mitgliedern der Kommission. Es gibt Stimmen, die zunächst die geplante Konzilssessio des Jahres 1708 abwarten wollen, um mögliche größere Veränderungen sofort einpflegen zu können. Besonders die mittlerweile auch in Spanien aktiv gewordene „Quesnel-Schule“ hofft offenkundig darauf, dass der neu gewählte Papst Laurentius intensivere Reformen vornehmen wird.

    Prinzessin Eleonore lebt sich in der Familie ihres Mannes ein, scheint aber bislang noch keine echte vertrauensvolle Beziehung zu Prinz Roberto aufbauen zu können. Auch die Besuche in Südfrankreich sind leider von einer gewissen Kühle bestimmt. Die Ehe selbst und auch die damit hergestellte Verbindung zu den Vasallen der südfranzösischen Krone wird dadurch aber natürlich nicht in Zweifel gezogen.

    Die gegenseitigen Handelsprivilegien mit dem Kalifat von Cordoba scheinen vor allem den galicischen Vasallen sehr zu helfen, zumal die Grenzgebiete ohnehin einen deutlichen Aufschwung nehmen, seit man zur Friedenspolitik übergegangen ist. Aus Sicht der Handelsgilden und Handwerkerzünfte Galiciens spricht also nichts dagegen, die Privilegierung merinidischer Kaufleute fortzuführen.

    Besonderheiten:
    Das Kronland Galiciens umfasst nur einen kleinen Teil des Reichsgebietes. Da das Prestige der Eroberer Spaniens aber außerordentlich hoch ist, wirken galicische Schwerpunkte stets auf das ganze Reich, wobei die Finanzierung zu 80% aus den Grafschaften erfolgt.
    Söldnertruppen (nicht aber Schiffe und Artillerieregimenter) werden ebenfalls zu 80% aus Mitteln der Grafschaften bestritten.
    Die Grafschaften unterhalten an der Militärgrenze Aveiro-Salamanca-Logrono selbständig mehrere moderne Burgen mit Festungsgeschützen.

    Herrschaftsgebiet: Region Galicien
    Vasallen: Nordwestspanien nördlich der Linie Aveiro-Salamanca-Logrono
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 100 000
    Regionen: Galicien (Kronland und Vasallen gemeinsam)

    Hauptstadt: Santiago de Compostela (Stadtbefestigung 4)
    Hauptresidenz: Vigo (Burgschloss 1, Stadtbefestigung 4)
    Wichtige Festungen: Aveiro (4), Viseu (3), Almeida (4), Salamanca (5), Toro (3), Lerma (4),
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Fernando V. (seit 1707, *1668)

    Verstorbene Monarchen: König Fernando IV. (1690-1707, *1644)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Galicischer Landtag, um Grafen, Adel, Klerus und Volk näher zueinander zu führen
    1702: Gründung der Jakobusbruderschaft und eines Pilgerhospitals in Santiago
    1703: Gründung einer königlichen Schule auf einem Landgut bei Vigo
    1704: Einführung des Missale secundum usum almae ecclesiae S. Iacobi pro tota Hispania
    1705: Förderung des Landesausbaus im galicisch-merinidischen Grenzgebiet
    1706: Große internationale Jakobuswallfahrt zum Heiligen Compostelanischen Jahr
    1707: Förderung religiöser Handwerkskunst

    Besondere Gebäude:
    1702: Pilgerhospital in Santiago
    1703: Königliche Schule bei Vigo


    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1707: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Kalifat von Cordoba (mit Vasallen)


    Steuereinnahmen: 550 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 1 300 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 80 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite:
    900 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10%, Zinsen insgesamt also 990 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 1,5 Minghan SR, 0,1 Minghan LR, 0,6 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 4,0 Minghan SR, 1,0 Minghan LR, 1,0 Regimenter DR, 1,7 Regimenter LI
    Zusätzliches Vasallenaufgebot: 3,0 Regimenter Festungsgeschütze III

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe II

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III

    Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 1*100 II, 13*50 III, 4*50 II, 7*25 III, 7*25 II
    Schiffe am Jahresende: 1*100 II, 13*50 III, 4*50 II, 7*25 III, 7*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 1*100 II, 13*50 III, 4*50 II, 7*25 III, 7*25 II

    Söldner: 1,5 Minghan LR (Lyon), ab 1707 wieder zu 80% aus Mitteln der Vasallen bezahlt

    Rebellenaufgebote: -

    Im Feld stehende Einheiten: -

    Verluste 1707: -
    Geändert von Jon Snow (26. November 2024 um 20:51 Uhr)

  7. #22
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    Kalifat von Cordoba

    Die Reduzierung der Frondienste und der neu erarbeitete islamische Verhaltenskodex sorgen zusammen mit der deutlichen militärischen Übermacht dazu, dass die Revolten rasch und in vielen Fällen sogar fast unblutig beendet werden können. Die Erwartungshaltung der Bauern ist aber natürlich durch die Ankündigungen recht hoch, so dass man das Reformprogramm zumindest partiell in den nächsten Jahren in Angriff nehmen sollte. Da die Zeit bis zum Mitte April vollendeten Aufmarsch der beiden Heeresgruppen noch mit Verhandlungen überbrückt wurde, bleiben auch die Verluste auf beiden Seiten begrenzt, selbst dort, wo es dennoch zu Kämpfen kam. Nachdem man zahlreiche Söldner unter Vertrag genommen hat, könnte man sie auch für 1708 noch zum Teil behalten, um eine befürchtete Zunahme des Banditentums zu begrenzen oder sogar zu unterbinden.

    Da sich der Kalif im Frühjahr bei seinem Heer aufhielt und dort Gesandte des Adels und der Bauern empfing, erschien eine Reise durch das Land zunächst noch nicht nötig. Es dürfte in den kommenden Jahren aber durchaus möglich sein, einige Güter zu besuchen und mit den Autoritäten vor Ort zu sprechen. Man muss Yaqub I. aber bereits im Vorfeld für zu großen Erwartungen warnen: Landgüter können nur einmal verteilt werden, und wenn man sie an Bauern überträgt, wird eine Schwächung des Niederadels kaum zu vermeiden sein. Das gilt auch für ein Ende oder eine merkliche Reduzierung der Frondienste.

    Die Hofverwaltung übernimmt wie gewünscht mit 10 000 S die Versorgung der Veteranen, hat damit aber weiterhin gewisse Schwierigkeiten. Erstens ist nicht ganz klar, wer von den vielen Tausend Männern, die in den letzten Jahren in Adels- und Volksaufgeboten, auf den Schiffen der Flotte oder gar als Söldner für den Kalifen im Dienst waren, überhaupt einen Anspruch darauf haben soll, versorgt zu werden. Zweitens sind die kleinen Residenzen des Herrschers nicht darauf ausgelegt, ohne die Mitglieder des Hofstaates bewirtschaftet zu werden. Und drittens sind die Verwalter dieser Güter nur selten bereit, raue Soldaten mit ihren nicht immer angenehmen Gewohnheiten in den ihnen anvertrauten Gebäuden zu versorgen, und in zahlreichen Fällen wären sie auch ganz objektiv damit überfordert.

    Der Abbau von Sonderregeln für jüdische und christliche Untertanen des Kalifen ist dagegen wieder ein Erfolg. Die meisten Kadis unterstützen den Befehlshaber der Gläubigen darin, und mancherorts sorgt dies zunächst auch für eine geringere Unruhe. Mittelfristig könnte es das nichtmuslimische Element im Land aber auch zahlenmäßig wieder stärken und den Einfluss äußerer Mächte (wie etwa des Heiligen Stuhls oder Galiciens) erhöhen, was allerdings nicht unbedingt zum Problem werden muss. Die Autorität des Kalifen scheint jedenfalls keinen Schaden genommen zu haben. Über christliche und jüdische Untertanen hat er aber natürlich nicht dieselbe religiöse Macht wie über Muslime.

    Die gegenseitigen Handelsprivilegien mit dem Königreich Galicien nutzen den Vasallen des nördlichen Nachbarn wohl etwas mehr als dem Kalifat; da man mittelfristig so die bereits weit vorangeschrittene Friedenspolitik absichern könnte, kommt es aber kaum zu Kritik daran. Zudem ist es durchaus möglich, dass auch die Kaufleute des Kalifats künftig etwas stärker davon profitieren werden.


    Besonderheiten:
    Der Goldhandel mit Afrika über Marokko sorgt für große Liquidität. Daher kann der Kalif weit höhere Schulden aufnehmen, bis dem „Binnenmarkt“ eine Krise droht.
    An den Militärgrenzen Aveiro-Salamanca-Logrono und Logrono-Huesca-Tarragona wurden in den letzten Jahren moderne Burgen mit Festungsgeschützen errichtet.
    Der mongolische Söldnermarkt Cádiz ist in Kriegszeiten für Feinde des Kalifats geschlossen.
    Vom Kalifat kommandierte Geschwader aus den an den großen Manövern des Jahres 1704 beteiligten Ländern (Galicien, Frankreich, Hellas, Heiliger Stuhl, Schottland, England und Irland) kämpfen zwischen 1705-1724 ohne Malus für zusammengesetzte Schiffsverbände. Bei Flottillen unter merinidischem Kommando mit Schiffen aus anderen europäischen Ländern ist der Malus im selben Zeitraum deutlich gemindert und kann durch dreiwöchige Manöver vor dem gemeinsamen Einsatz nochmals reduziert werden. Beide Verbesserungen betreffen den Einsatz gegen Piraten wie auch gegen feindliche Kriegsschiffe.


    Herrschaftsgebiet: Spanien südlich der Militärgrenze, Marokko nördlich von Agadir, Balearen
    Vasallen: Die meist halbnomadisch lebenden Stämme Süd- und Ostmarokkos
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 7 400 000
    Regionen: Iberien-Westwüste, Iberien-Zentrum, Iberien-Ost-Süd, Nordmarokko, Südmarokko-Berbergebiete (mit den kanarischen Vasallen)

    Hauptstadt: Cordoba
    Hauptresidenz: Granada (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: Coimbra (4), Bejar (4), Avila (5), Soria (4), Saragossa (4), Tortosa (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Kalif Yaqub I. (seit 1703, *1649)

    Verstorbene Monarchen: Kalif Ibrahim IV. (1661-1703, *1627)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Islamische Bank von Cordoba zur Handwerkerförderung
    1702: Feier zum Freiheitstag des Kalifats 1622
    1703: Küstenschutzkonferenz gegen die Piraterie
    1704: Flottenmanöver in vier Küstenregionen mit sieben weiteren Ländern
    1705: Förderung des Landesausbaus im galicisch-merinidischen Grenzgebiet
    1706: Handwerkermesse zu Cordoba
    1707: Reduzierung der Frondienste und islamisch geprägter Verhaltenskodex

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1707: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Königreich Galicien (mit Vasallen)

    Steuereinnahmen: 1 310 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 11 500 S, teilweise für die Mobilisierung im Frühjahr verwendet
    Nicht verwendete Mittel: -
    Entrichtete Tribute: -

    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Islamischen Bank von Cordoba: 840 000 S (davon 750 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 310 000 S (mit Abgabebonus), 30 000 S fließen der Armenhilfe zu, 10 000 S der Veteranenversorgung
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 4 600 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 5 060 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 1,2 (effektiv 0,6) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 5,8 (effektiv 1,5) Regimenter LI (zu Jahresbeginn 6,4 Regimenter)
    Vasallenaufgebote: 5,1 (effektiv 1,7) Minghan LR

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III, 1,0 Regimenter Belagerungsartillerie III, 1,0 Regimenter Festungsgeschütze IV


    Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 2*250 III, 2*150 III, 12*100 III, 20*50 III, 50*25 III, 9*25 II
    Schiffe am Jahresende: 2*250 III, 2*150 III, 12*100 III, 20*50 III, 50*25 III, 9*25 II
    Flottenneubau: -
    Schiffe Anfang 1708: 2*250 III, 2*150 III, 12*100 III, 20*50 III, 50*25 III, 9*25 II


    Söldner: 2,0 Minghan SR (Konstantinopel), 2,0 Regimenter DR (Cádiz), 1,0 Regimenter SI (Cádiz), 2,0 Regimenter LI (Cádiz);
    Ankunft im Kalifat und Standort: Siehe Truppenverteilung
    Am Jahresende noch 2,0 Minghan SR (Konstantinopel), 1,9 Regimenter DR (Cádiz), 1,0 Regimenter SI (Cádiz), 1,9 Regimenter LI (Cádiz);

    Im Feld stehende Einheiten: 0,5 Minghan SR (Kalifat), 4,0 Regimenter LI (Kalifat), 3,4 Minghan LR (Vasallen)
    Am Jahresende noch 0,5 Minghan SR (Kalifat), 3,9 Regimenter LI (Kalifat), 3,3 Minghan LR (Vasallen)

    Truppenverteilung des Kalifen beim Vorstoß gegen die Bauern:

    Heeresgruppe Süd (bei Sevilla) unter dem persönlichen Oberbefehl von Yaqub I.
    2,0 Minghan SR (Söldner, Konstantinopel, ab April), 1,0 Regimenter DR (Söldner, Cádiz), 1,0 Regimenter SI (Söldner, Cádiz), 1,0 Regimenter LI (Söldner, Cádiz), 1,0 Minghan LR (Vasallen), 0,5 Regimenter LI (Kalifat), 1,0 Regimenter FA III,
    Dazu kommt eine Reserve von 0,5 Regimenter LI (Kalifat) und 1,0 Regimenter BA III

    Heeresgruppe West (bei Lissabon)
    1,0 Regimenter DR (Söldner, Cádiz), 0,5 Minghan SR (Kalifat), 0,5 Regimenter LI (Kalifat), 1,0 Minghan LR (Vasallen)

    Beide Heeresgruppen wurden nach dem Sieg über die Rebellen aufgelöst und die Truppen in kleineren Kontingenten zur Banditenbekämpfung abgeordnet


    Rebellenaufgebote: 0,9 Regimenter LI und etwa 15500-17500 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker bei Sevilla und Lissabon, häufig unter dem Banner des Kalifen, im Mai und Juni größtenteils besiegt und zerstreut

    Verluste 1707:
    Bei Sevilla: 0,1 Regimenter DR (Söldner, Cádiz), 0,1 Regimenter LI (Söldner, Cádiz), 0,1 Minghan LR (Vasallen), 0,1 Regimenter FA III
    Bei Lissabon: 0,1 Regimenter LI (Kalifat)

    Verluste der Rebellen: 0,5 Regimenter LI und etwa 10500 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker bei Sevilla und Lissabon (meist Gefangene)

  8. #23
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    Khanat der Kanarischen Inseln

    Die Abschaffung der Leibeigenschaft, die ein knappes Sechstel der Bevölkerung umfasst, ist im Sommer überraschend schnell und geräuschlos beschlossen worden. Da der Adel keine Möglichkeit sieht, dem Druck des Kronprinzen, der städtischen Unterschichten und der im Khanat stehenden Söldner zu widerstehen, bemüht er sich nur darum, eine angemessene finanzielle Entschädigung zu erhalten. Da die Krone klugerweise bereits eine Summe zur Verfügung gestellt hat, ist auch eine Ankerzahl geschaffen worden, an welcher man nur schwer vorbeikommt. Einige Adlige fordern zwar zunächst ein 1000 pro Fronpflichtigem, wodurch man eine hohe Millionenentschädigung hätte zahlen müssen; da dies offenbar unmöglich ist und der Druck auf den Adel und die übrigen Grundherren wächst, geben sich deren Vertreter schließlich mit 50 S pro Leibeigenem zufrieden. Von den 13500 Betroffenen werden zudem noch die Fronpflichtigen der Krone (etwa ein Viertel) abgezogen, so dass man mit 10125 Menschen rechnet. Die Kosten betragen also 506250 bzw. gerundet 500000 S, so dass die Bauernbefreiung bereits zum Jahresende durchgeführt werden kann, da die Hälfte der Entschädigungssumme schon bereitsteht. Der Rest könnte über die nächsten Jahre aus Mitteln der Krone übernommen werden, beispielsweise 50000 S pro Jahr. Eine Verteilung von Land ist hingegen nicht vorgesehen, aber auch hier könnte die Krone natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Aus der früheren Kopfgeldkasse wurden zudem Gelder an mehrere Familien ausgezahlt, die auf dem Kronland bereits befreit worden sind.

    Die „Hofalchemie“ hat in diesem Jahr erstaunlich hohe Gewinne erzielt, da man in Europa im Allgemeinen noch nicht auf Münzen besonderer Qualität eingestellt war und die meisten Marktaufseher den Handel nicht zu sehr behindern möchten. Man warnt aber Kronprinz Schinab vor überzogenen Erwartungen, denn mittelfristig wird man sicherlich auch mit Gegenmaßnahmen rechnen müssen.

    Auch die Diversifizierungskasse konnte in diesem Jahr gut genutzt werden, und über einige Mittelsmänner gelang sogar die Erwerbung weiterer Anteile an einer Gesellschaft.

    Die Erkundungsfahrten wurden weiter fortgeführt, und auch mit den neuen Khanaten auf südamerikanischem Boden konnten erste Kontakte geknüpft werden. Man scheint den Kanaren dort aber noch zu misstrauen.

    Der Pachtvertrag wird Ende 1709 auslaufen, so dass man vielleicht bereits im nächsten Jahr Kontakt zum Großkhanat Dagomys aufnehmen könnte, um über eine Verlängerung gegen klingende Münze zu sprechen. Je länger man damit wartet, desto wahrscheinlicher wären die Mongolen vielleicht dazu geneigt, sich anderweitig umzusehen. Andererseits hätte das Khanat dann die volle Kontrolle über La Palma, wo auch der Badepalast steht.

    Die Maskenbälle in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria wurden wieder mit schönem Erfolg gefeiert, wobei die Hauptstadt den Herbsttermin wählen musste, weil die Unruhen im Frühjahr noch nicht beendet waren.

    Trotz all dieser guten Nachrichten bleibt leider ein großer Wermutstropfen: Die Inseln sind weiterhin stark überschuldet, und die Zinssätze steigen erneut deutlich an. Mittlerweile ist ein Teil der Ständevertreter auf dem Kuriltai sogar der Ansicht, dass man eine militärische Abrüstung in Betracht ziehen müsse. Neben dem Schuldendienst sei dies der einzige große Posten, bei dem echtes Sparpotential bestehe. Andere Räte schlagen vor, die Gewerbekasse wieder stärker zu nutzen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.


    Besonderheiten:
    Die Khane haben gute Verbindungen in die Karibik und können dort jederzeit bezahlte Schmuggler und Seeräuber anwerben.
    Der Pachtvertrag von Santa Cruz de La Palma läuft 1709 aus und kann mit Einverständnis des Khans dann gegen eine hohe Summe verlängert oder eben beendet werden.
    Halblegale Aktivitäten schmälern das Ansehen des Khans auf den Kanaren nicht.


    Herrschaftsgebiet: Kanarische Inseln
    Vasallen: Agadir, El Khabta, Ad-Dakhla;
    Die Vasalleninsel Barbados wurde wenigstens zeitweilig aufgegeben
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 90 000 (Barbados wurde nun abgezogen)
    Regionen: Kanaren; Barbados ist der Region Karibik Ost zugeordnet, die afrikanischen Stützpunkte gehören zur Region Südmarokko-Berbergebiete

    Hauptstadt: Santa Cruz de Tenerife (Stadtbefestigung 4)
    Hauptresidenz: Las Palmas de Gran Canaria (Burgschloss 1, Stadtbefestigung 4)
    Wichtige Festungen: Arrecife (5), Corralejo (3), Agulo (3), La Frontera (3),
    Staatsoberhaupt: Khan Bertai III. (seit 1694, *1644), Spielfigur ist Thronfolger und Regierungschef Schinab Khan (*1669)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Lizenzierung und Besteuerung des Gewerbes
    1702: Einführung der Kanarischen Maskenbälle auf Teneriffa und Gran Canaria
    1703: Hymne der Kanaren: „He’s a Canarian“ (1704 in verschiedene Textvarianten aufgefächert)
    1704: Bau eines Badepalastes in Schlossgröße an der Südspitze von La Palma
    1705: Einführung einer Handelsdiversifizierungskasse zur besseren Nutzung der Anteile an Handelsgesellschaften
    1706: Einführung einer neuen, flexibleren Münzprägestätte des Khanats in Las Palmas de Gran Canaria
    1707: Vollständige Abschaffung der Leibeigenschaft

    Besondere Bauwerke:
    Seit 1704/05: Badepalast bei Santa Cruz de La Palma (in der Größe eines Schlosses 1)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine


    Steuereinnahmen: 670 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Einnahmen aus der Hofalchemie: 425 000 S
    Einlagen der freien Gewerbekasse: 22 000 S (unverändert)
    Einlagen der Diversifizierungskasse: 45 000 S
    Verbliebene Mittel der Gewerbeaufsichtsbehörde: 29 000 S
    Verbliebene Mittel der „Freiheitskasse“: 65 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr:
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 16%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -

    Fällige Kredite: 8 000 000 S aus dem Inland zu 14% Zinsen, insgesamt also 9 120 000 S


    Eigenkapital der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA) Anfang 1707: 1112 Anteile (davon Burgund 737, Deutsche Hanse 344, kanarische Kaufleute 31), 310 000 S, dazu 2*800 III, 1*300 III, 1*250 III, 1*150 III, 1*100 III (Handelsschiffe) mit jährlichen Kosten von 144 000 S und 6*50 (Kriegsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 18 000 S.
    Eigenkapital der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA) Anfang 1708: 1112 Anteile (davon Burgund 737, Deutsche Hanse 344, kanarische Kaufleute 31), 220 000 S, dazu 2*800 III, 1*300 III, 1*250 III, 1*150 III, 1*100 III (Handelsschiffe) mit jährlichen Kosten von 144 000 S und 6*50 (Kriegsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 18 000 S.
    Seit 1706 besteht kein Handelsmonopol der Gesellschaft mehr
    Geplantes Eigenkapital ohne Schiffe: 60% der Gewinne bis zu einer Grenze von 1 000 000 S, 40% werden ausgeschüttet (kann von den Gesellschaftern jederzeit geändert werden)
    Ausschüttung der CBCA 1707/08 (85% für die Anteilseigner, 15% für die Kanaren): Keine

    Weitere Anteile an Handelsgesellschaften: 50 Anteile an einer ungenannten Gesellschaft (über Mittelsmänner)


    Waffentragende Bevölkerung: 4,6 (effektiv 4,1) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze: 4,0 Regimenter Festungsgeschütze III, recht gleichmäßig auf die verschiedenen Inseln (außer La Palma) verteilt

    Schiffe Anfang 1707: 15*100 III, 40*50 III, 80*25 III
    Schiffe am Jahresende: 15*100 III, 40*50 III, 80*25 III
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 15*100 III, 40*50 III, 80*25 III

    Söldner: 2,0 Regimenter LI (Cádiz), auf die Inselfestungen verteilt

    Im Feld stehende Einheiten: -

    Rebellenaufgebote: 0,5 Regimenter LI und etwa 1500 revoltierende städtische Handwerker und Arbeiter in Santa Cruz de Tenerife, die aber seit der Ankündigung des Kronprinzen im Oktober 1706 friedlich bleiben. Seit November kommt es dann auch auf Gran Canaria, La Palma, Fuerteventura und Lanzarote zu Demonstrationen, die ebenfalls weitgehend ohne Gewalt verlaufen und bei denen häufig das Bildnis des Kronprinzen mitgetragen wird. Mit der Einigung Ende Juli 1707 zerstreuen sich die Rebellen dann endgültig.

    Verluste 1707: -

  9. #24
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    Khanat Italien

    Die „Föderalismusreform“ wird von den Vertretern fast aller Kommunen befürwortet, auch wenn einige kleinere Städte fürchten, dadurch ein wenig ins Hintertreffen zu geraten. Da in Italien bereits überall kommunale Räte bestehen, in denen normalerweise auch der lokale Adel vertreten ist oder über Einfluss verfügt, gestaltet sich die Reform sogar noch einfacher. Es müssen nur die Provinzen neu als eigenständige politische Einheiten gegründet und mit Räten versehen werden. Dabei dürften sich die Machtverhältnisse in den Städten (die man zunächst nicht von Seiten des Khanats ändern kann) voraussichtlich auch in den Provinzen abbilden. Die Lombardei und die Toskana dürften also vorwiegend von Adel, Klerus und Stadtpatriziat, Ligurien nach den Zugeständnissen an die Aufständischen stärker von Adel, Klerus, Handwerkerzünften, Handelsgilden und vielleicht sogar einigen sehr wohlhabenden Bauern getragen werden. Für das Piemont nimmt man an, dass der Adel die größte Macht haben wird und allenfalls noch vom Klerus eingeschränkt werden könnte. Sollte der Khan diesen Plänen zustimmen, könnten die Provinzräte schon im Frühjahr besetzt werden.

    Für die Besetzung des Kuriltai/Föderationsrates (über die Bezeichnung könnte man dann von den Delegierten abstimmen lassen) arbeiten die Hofbeamten zusammen mit Vertretern der Kommunen zwei Vorschläge aus: Nach dem „Mailänder Modell“ erhalten alle vier Provinzen jeweils 100 Sitze, die sie auf gerechte Weise nach eigenen Regeln vergeben können. Dadurch wäre besonders das Piemont überrepräsentiert. Das „Florentiner Modell“ sieht hingegen 150 Mandate für die drei größeren Provinzen und 100 Delegierte für das Piemont vor. Dies würde die Bevölkerungszahl etwas besser abbilden. Da die Kommunen der Lombardei und des Piemont eher für das Mailänder, diejenigen der Toskana und Liguriens hingegen zum größten Teil für das Florentiner Modell eintreten, dürfte das Votum des Khans wohl die Entscheidung herbeiführen. Im Hinblick auf die Machtverteilung zwischen Rat und Khan bleiben beide Modelle bei der gegenwärtigen Regelung, nach der Kuriltai und Monarch gemeinsam für alle Belange des Reiches zuständig sind, so dass (zumindest gegenwärtig) kein Machtverlust für Urus I. zu befürchten stünde.

    Wirtschaftlich begann das Jahr wegen der Unruhen in Genua eher schwierig, nach zähen und vom Khan mit großer Energie geführten Verhandlungen und dem Sieg über einige nicht zum Einlenken bereite Bauernhaufen kann der Hafen dann aber Ende Mai wieder öffnen. Damit enden die ökonomischen Schwierigkeiten in der zweiten Jahreshälfte bereits wieder, und Italien kehrt auf den Wachstumspfad zurück.

    Die CTC II wird schweren Herzens aufgelöst, und die vom Khanat an die beteiligten Kaufleute verteilten Mittel stärken deren Position im Land ein wenig. Dies kommt nicht zuletzt Urus I. selbst zugute, da es sich vorwiegend um ihm besonders treu ergebene Männer handelt. So wird auch die Föderalismusreform nochmals erleichtert.
    Die Landesreise des Khans begann in Genua, wo er an der Spitze der ungarischen Reiter die unbeugsamen Aufständischen besiegte, bevor er dann auch die übrigen Regionen aufsuchte und die Föderalismusreform vorstellte.

    Der „Tag des Seemanns“ konnte in diesem Jahr angesichts der erheblichen Zerstörungen im Umland Genuas nur in eingeschränkter Form gefeiert werden, sorgte aber dafür, dass die Wunden der Kämpfe ein wenig zu heilen begannen. Der Handwerkerwettstreit in Pisa konnte hingegen in der üblichen feierlichen Form begangen werden.


    Besonderheiten:
    Die oberitalischen Kommunen haben eine lange Tradition der Selbstverwaltung, was die Effizienz von städtischen Schwerpunkten deutlich steigert.
    Dank der hervorragenden Geschützgießerei in Mailand ist die Aufstellung eines Regiments Feldartillerie oder Belagerungsartillerie 10000 S günstiger als üblich, Belagerungsartillerie sogar um 15000 S (bei den ersten drei Regimentern pro Jahr).
    Der Söldnermarkt Genua stellt dem Khanat ein Regiment SI kostenlos zur Verfügung

    Herrschaftsgebiet: Oberitalien ohne die Romagna und die Küste von Venedig bis Triest
    Vasallen: Grafschaft Barcelona nördlich von Logrono-Huesca-Tarragona, Südtirol, Korsika
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 9 100 000
    Regionen: Lombardei-Piemont, Ligurien, Toskana, Katalonien-Korsika, Cisleithanien (mit Ungarn, Böhmen, Baiern und Schwaben)
    Provinzräte (geplant): Lombardei, Toskana, Ligurien, Piemont

    Hauptstadt: Mailand (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Como (Wasserschloss 4)
    Wichtige Festungen: Logrono (1), Huesca (1), Tarragona (1), Genua (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Urus I. (seit 1706, *1670)

    Verstorbene Monarchen: Khan Tenzin II. (1677-1706, *1640)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Compagnia Transcontinentale für den Orienthandel (gemeinsam mit Hellas und Rom)
    1702: Italienischer Handwerkerwettstreit
    1703: Antipiraterieakt (Stärkung des inneren Zusammenhalts)
    1704: „Tag des Seemanns“ (Seesieg am 14. September 1703 bei Porto Maurizio)
    1705: Bau eines Flusshafens bei Pavia (an der Mündung des Tricino in den Po)
    1706: Bau eines Handelspostens in Pori (Großfürstentum Finnland)
    1707: „Föderalismusreform“, Einteilung Italiens in vier Provinzen

    Besondere Bauwerke:
    Seit 1705: Flusshafen bei Pavia (an der Mündung des Tricino in den Po)
    Seit 1705: Finnischer Handelsposten in Genua
    Seit 1706: Handelsposten in Pori (Großfürstentum Finnland)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1706: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 im Khanat Ungarn (ohne Vasallen)

    Steuereinnahmen: 920 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -

    Entrichtete Tribute: 150 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 450 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Mobilisierungskosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: 10 000 S (Bekanntmachung der Siege anderer Adelsgruppen über die Bauernhaufen, um die Genuesen zum Einlenken zu bewegen)

    Fällige Kredite I: 7 700 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 8 470 000 S
    Fällige Kredite II: 320 380 S zu 12% Zinsen im Inland, insgesamt also 358 826 S
    Fällige Kredite III: 10 000 S zu 12% Zinsen im Inland, insgesamt also 11 200 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,6 (effektiv 0,6) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 6,9 (effektiv 6,9) Regimenter LI (zu Jahresbeginn noch 7,4 Regimenter LI)
    Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,0) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,5) Minghan LR (davon 0,2 aus Tirol, 0,1 aus Korsika), 0,2 (effektiv 0,2) Regimenter LI (zu Jahresbeginn noch 0,5 Regimenter LI)

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III

    Geschütze:
    3,5 Regimenter Feldartillerie III
    0,8 Regimenter Festungsgeschütze III (davon ab dem Frühjahr je 0,1 Regimenter in den drei Festungen Kataloniens und 0,5 Regimenter in Mailand)

    Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 3*250 III, 12*100 III, 20*50 III, 40*25 III in verschiedenen Küstenstädten südöstlich von Genua
    Schiffe am Jahresende: 3*250 III, 12*100 III, 20*50 III, 40*25 III wieder größtenteils in Genua
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 3*250 III, 12*100 III, 20*50 III, 40*25 III


    Söldner: 1,0 Regimenter SI (Genua, kostenfrei), Anfang des Jahres 1707 zum Teil in Pisa (0,6 R) und zum Teil (0,4 R) auf den Kanaren, seit Anfang April ist der kleinere Teil in Katalonien, der später von weiteren Kontingenten verstärkt wurde, am Jahresende sind noch 0,9 Regimenter übrig
    Hilfstruppen: 1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR aus Ungarn zu Jahresbeginn im ligurischen Umland, zum Jahresende noch 1,4 Minghan SR und 0,5 Minghan LR aus Ungarn
    Im Feld stehende Einheiten: 0,5 Minghan SR, 0,1 Minghan LR der Vasallen in Katalonien (dazu das Söldnerkontingent aus Italien), am Jahresende noch 0,3 Minghan SR und 0,1 Minghan LR

    Rebellenaufgebote: 0,6 Regimenter LI und etwa 10000-12000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker und Arbeiter in Genua und an der ligurischen Küste, zum Teil unter dem Banner des Khans; wurden nach der Kapitulation Genuas bis Ende Juni zerstreut
    0,3 Regimenter LI und etwa 6000-7000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker und Arbeiter in Katalonien, wurden bis Ende Juni unterworfen

    Verluste 1707: 0,1 Minghan SR aus Ungarn, 0,2 Minghan SR (Vasallen, Katalonien), 0,1 Regimenter SI (Genua, kostenfrei),

    Verluste der Rebellen: 0,3 Regimenter LI und etwa 4500 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker und Arbeiter in Genua und an der ligurischen Küste, 0,2 Regimenter LI und etwa 3000 revoltierende Leibeigene und städtische Handwerker und Arbeiter in Katalonien (jeweils meist Gefangene)

  10. #25
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    Heiliger Stuhl

    Die im Heiligen Land geplanten Pilgerprojekte des Heiligen Stuhls (Handelsposten 2) und der Zisterzienser (Stadtkloster 2) stärken die Versorgung von Jerusalemwallfahrern aus allen Teilen der Welt erheblich, wodurch Pilgerreisen ins Heilige Land vielleicht bald wieder eine ähnliche Größenordnung erreichen könnten wie zu Zeiten der mongolischen Weltherrschaft. Der Heilige Stuhl gewinnt dadurch in dieser Region und auch in vielen Teilen Europas, Asiens, Arabiens und Nordafrikas weiter an Ansehen. Schließlich nutzt er seine Mittel, wie sie (aus der Sicht frommer Adliger und Handelsherren) gedacht sind. Dies sorgt auch für weiter steigende Erträge aus dem Peterspfennig.

    Der Aufbau der Universität (auf die doppelte Größe) und des Petersdoms geht weiterhin gut voran. Nur die Spendenbereitschaft hat angesichts der Krise in manchen europäischen Ländern und den damit verbundenen Reformen etwas nachgelassen.

    Die Vorbereitung der VI. Konzilssessio geht ebenfalls gut voran, und Schimon Khan von Jaffa ist auf Anweisung des Großkhans weiterhin bereit, die Bemühungen organisatorisch und bei politischen Unstimmigkeiten zu unterstützen, obwohl er selbst dem Christentum ein wenig skeptisch gegenüberstehen soll. Das Konzil sollte also im Jahr 1708 problemlos fortgeführt werden können. Nur die ständige Vertretung ließ sich noch nicht einrichten, weil es noch keinen entsprechenden diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls gibt (also bislang noch kein Schwerpunkt für die erste Botschaft oder das erste Konsulat gesetzt wurde). Ein Konsulat in Jerusalem würde aber ohnehin nur 2500 S kosten.

    Der neue Papst Laurentius I. gewinnt bei der römischen Bevölkerung rasch an Ansehen und wird wegen seiner langen Amtszeit als Kurienkardinal manchmal sogar als „echter Römer“ bezeichnet, obwohl er in Urbino geboren wurde. Auch sein Versuch, im Konflikt zwischen Adel und Bauern ausgleichend und versöhnlich zu wirken, wird von vielen Klerikern und sogar von einigen Mitgliedern der Oberschicht unterstützt. Schließlich sei alle Obrigkeit zweifellos von Gott verliehen, Macht bringe aber große Verantwortung für das Wohl der Herde Gottes mit sich, die den Fürsten anvertraut sei.

    Die Reise durch den Kirchenstaat wird angesichts der zahlreichen Projekte dieses Jahres, der Einarbeitungszeit vieler Mitarbeiter und vielleicht auch wegen der Unruhe in vielen Ländern Europas von der päpstlichen Verwaltung zunächst auf den Spätsommer verlegt und dann ganz verschoben. Man rät dem Heiligen Vater eher dazu, solche Begegnungen gut von den Kardinälen vorbereiten zu lassen, um einen positiven Effekt zu erzielen (also einen eigenen Schwerpunkt zu setzen).

    Auch die RNC bleibt stabil und findet sogar neue Anteilseigner unter den Kaufleuten Athens, Roms und sogar der unter mongolischer Kontrolle stehenden griechischen Inseln. Auf den Erwerb weiterer Schiffe verzichtet man aber.


    Besonderheiten:
    Der Heilige Stuhl verfügt über vier Regimenter der Schweizergarde. Der Sold für diese sehr frommen Männer liegt nur bei einem Viertel des auf dem Söldnermarkt gezahlten Preises. Der Papst kann diese Regimenter allerdings nicht entlassen. Für weitere Verbände werden die gewöhnlichen Preise fällig.
    Der Peterspfennig wird mittlerweile in der ganzen Welt am 29. Juni erhoben und bis zum Ende des Jahres nach Rom gebracht. Er wird im Etat eigens ausgewiesen und erhöht die Mittel des Heiligen Stuhles ganz erheblich.
    Der päpstliche Jurisdiktionsprimat ist mittlerweile durch Privilegien vieler Fürsten, Bischöfe und Klöster deutlich eingeschränkt worden. Dennoch ist der Heilige Vater auch weiterhin allein dafür zuständig, Diözesangrenzen zu verändern, neue Bistümer zu erheben und die Statuten von Ordensgemeinschaften zu genehmigen. Außerdem kann er unwürdigen oder simonistischen Bischöfen die Bestätigung verweigern oder sie absetzen.

    Herrschaftsgebiet: Territorium des Kirchenstaates im Italien des 17. Jh.
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 500 000
    Regionen: Latium-Marken, Romagna

    Hauptstadt: Rom (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Rom (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Laurentius I. (seit 1706, *1649)

    Verstorbene Päpste:
    Siricius III. (1697-1706, *1635)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Compagnia Transcontinentale für den Orienthandel (mit Hellas und Italien)
    1702: Baubeginn der neuen Peterskirche (Kathedrale der Stufe 4)
    1703: Eröffnung des Zweiten Konzils von Jerusalem
    1704: Fortsetzung des Zweiten Konzils von Jerusalem
    1705: Gründung einer Päpstlichen Druckerei in der Größe einer Schule der Stufe 2 in Rom
    1706: Bau einer päpstlichen Universität in Rom
    1707: Errichtung eines Handelspostens 2 in Jaffa zur Pilgerversorgung

    Besondere Gebäude:
    Seit 1705: Päpstliche Druckerei in der Größe einer Schule der Stufe 2 in Rom
    Seit 1707: Handelsposten 2 in Jaffa zur Pilgerversorgung

    Offene Projekte:
    1702-17XX: Bau des Petersdomes (373 000 S/ 10 000 000 S)
    1706-17XX: Bau einer Päpstlichen Universität in Rom (1 000 000 S/ 5 000 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Keine

    Steuereinnahmen: 240 000 S
    Einnahmen aus dem Peterspfennig: 1 270 000 S
    Nicht verwendete Mittel: 50 000 S (nicht errichtete Botschaft in Jerusalem)
    Tributeinnahmen: -
    Spenden für den Petersdom: 10 000 S (bereits verbaut)
    Spenden für die päpstliche Universität: zunächst noch keine
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 1 308 260 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 1 439 086 S


    Eigenkapital der Roma-Napoli-Compagnia (RNC) zum Jahresbeginn 1707: 1630 Anteile (Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 230), 410 000 S, dazu 1*400, 1*350, 1*250, 1*100 und 3*25 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 70 500 S.
    Eigenkapital der Roma-Napoli-Compagnia (RNC) zum Jahresbeginn 1707: 1630 Anteile (Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 251), 440 000 S, dazu 1*400, 1*350, 1*250, 1*100 und 3*25 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 70 500 S.
    Stimmverteilung der Roma-Napoli-Compagnia (RNC):
    Stammanteile: Hellas 333, Heiliger Stuhl 333, Handelskonsortien 251
    Vorteilsaktien: Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 251
    Stammanteile ermöglichen die Mitbestimmung auf den Gesellschafterversammlungen, sind aber finanziell ohne Wirkung. Ihre Zahl ist auf 1000 begrenzt.


    Waffentragende Bevölkerung: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan LR, 0,7 (effektiv 0,7) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: -
    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe II

    Geschütze: 1,5 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: 1*250 I, 6*50 III, 4*50 II, 12*25 II
    Söldner: 0,5 Minghan LR (Genua), 0,5 Regimenter DR (Konstantinopel)
    Besondere Söldner: 4,0 Regimenter SI (Schweizergarde, Viertelsold), davon stand die Hälfte zu Jahresbeginn in Südwestfrankreich bei Bordeaux und in Galicien (je ein Regiment). Beide wurden im Frühjahr wieder nach Rom zurückgezogen.

    Rebellenaufgebote: -

    Verluste 1707: -
    Geändert von Jon Snow (26. November 2024 um 21:03 Uhr)

  11. #26
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    Khanat Hellas

    Der Tarenter Adelstag stärkt wie erhofft das Ansehen des Khans in dieser Schicht, die sich bei der Konzentration auf den Ostafrikahandel in den letzten Jahren oft ein wenig zurückgesetzt fühlte. Zudem wächst das Verständnis des Adels für die Probleme seiner Standesgenossen in anderen Regionen, so dass die beiden Landesteile etwas enger zusammenwachsen. Daher ist es in den nächsten sieben Jahren (1708-1714) leichter, Reformen auf eigenem Krongut als Vorbild für die Adelsgüter wirken zu lassen, und natürlich wächst auch die Chance, durch weitere Schwerpunkte Sondersteuern erheben zu können, da das Ansehen des Khans in dieser Schicht gewachsen ist.

    Die Athener Börse wird wie geplant erweitert gegründet und trägt dazu bei, Hellas weiterhin einen schönen Anteil am Ostafrikahandel zu sichern und die Afrikanikí Agorá weiter zu einem wichtigen Handelsmarkt im Jahreskalender europäischer Kaufleute zu machen. Die Unruhen in vielen Ländern und die damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Reformen der jeweiligen Regierungen schwächen den Import von Luxusgütern allerdings ein wenig ab, so dass die Zuwächse etwas geringer ausfallen.

    Auch die RNC bleibt stabil und findet sogar neue Anteilseigner unter den Kaufleuten Athens, Roms und sogar der unter mongolischer Kontrolle stehenden griechischen Inseln. Auf den Erwerb weiterer Schiffe verzichtet man aber.

    Auch die Gesandtschaften in Melaka und Debul gehen weiterhin erfolgreich ihrer Tätigkeit nach und festigen die Kontakte des Khanats Hellas in die beiden Regionen und zu den dort befindlichen Höfen.

    Die Sicherheitslage im Inland hat sich wieder etwas verbessert, vor allem im Umland großer und mittelgroßer Städte und in den Küstengebieten. Das Inland und die schwer zugänglichen Bergregionen bleiben hingegen weiter in der Hand von zum Teil sehr wohlorganisierten und mächtigen Banditenbanden, mit denen die örtliche Bevölkerung aber mittlerweile meist einen Modus Vivendi gefunden hat.

    Bei den Bauern ist das Ende der stets drohenden Fronpflicht bei Baumaßnahmen beliebt, da man mit dem Anwachsen der Staatseinnahmen natürlich auch eher neue Projekte erwarten musste. Auch der Adel unterstützt diese Maßnahme sehr, da er davon nur selten profitierte, aber im Fall einer größeren Baumaßnahme immer mit dem Verlust von Leibeigenen durch Unfälle, Überanstrengung oder Flucht zu rechnen hatte. Zudem wird dem Khan sehr hoch angerechnet, dass er mögliche Unruhen bereits im Vorfeld zu verhindern sucht.

    Der vom Herrscher ausgesandte Hofbeamte ist mit der Überprüfung der Güter hingegen noch nicht besonders weit vorangekommen, dafür ist das Land vielleicht auch zu groß und heterogen.

    Besonderheiten:
    Im süditalienischen Adel ist eine antikisierende Religion sehr verbreitet, die den Khan als Schutzherrn vor den Christen ansieht. Dadurch ist die dortige Oberschicht äußerst loyal.
    In Athen sind noch Söldner (SI*) mit besonders effektiven Waffen aus mongolischer Zeit ausgerüstet.
    Als merinidischer Prinz erhält der Khan jährlich eine Apanage aus seinen spanischen Gütern.


    Herrschaftsgebiet: Süditalien, Griechenland südlich der Linie Olymp-Parga ohne die Inseln
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 000 000
    Regionen: Südgriechenland, Süditalien

    Hauptstadt: Athen
    Hauptresidenz: Tarent (Stadtschloss 1)
    Wichtige Festungen: Salerno (4), Bari (2), Tropea (2), Larisa (2), Piräus (3)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Ibrahim I. (seit 1704, *1670)

    Verstorbene Monarchen: Khan Uthman I. (1667-1704, *1629)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Compagnia Transcontinentale für den Orienthandel (gemeinsam mit Italien und Rom)
    1702: Gesandtschaft zur Förderung von Handel und Diplomatie mit der Satrapie Sansibar
    1703: Einrichtung diplomatischer Vertretungen in Kairo und auf Sansibar
    1704: Bau eines Handelspostens auf Sansibar (für die RNC)
    1705: Handelsmesse Afrikanikí Agorá (als dauerhafte Veranstaltung geplant)
    1706: Einführung der Athener Börse, die den Außenhandel des Landes unterstützen soll
    1707: Tarenter Adelstag zur stärkeren Zentralisierung des Khanats

    Besondere Gebäude:
    Seit 1704: Handelsposten 1 der RNC auf Sansibar (von Hellas geplant und finanziert)
    Seit 1706: Börse in Athen in der Größe eines Marktplatzes 1, 1707 auf Stufe 2 erhöht

    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1703: Feste Gesandtschaften in Kairo und auf Sansibar (je 10 000 S)
    Seit 1705: Botschaften bei den Großkhanaten Melaka (25 000 S) und Debul (15 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole: Keine
    Besondere Gesetze und Regelungen: Das Khanat verzichtet seit 1707 auf außerordentliche Frondienste für Bauprojekte

    Steuereinnahmen: 910 000 S
    Einnahmen aus der Apanage: 150 000 S
    Einlagen des Fonds zur Ausrichtung der Afrikanikí Agorá: 34 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Nicht verwendete Mittel: 25 000 S (Beteiligung der Handelsgilden am Börsenausbau)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 210 000 S (mit Abgabebonus), davon 10 000 S speziell zum Erwerb von Luxusgütern
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 60 000 S (Botschaften)
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 2 225 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 2 447 500 S


    Eigenkapital der Roma-Napoli-Compagnia (RNC) zum Jahresbeginn 1707: 1630 Anteile (Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 230), 410 000 S, dazu 1*400, 1*350, 1*250, 1*100 und 3*25 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 70 500 S.
    Eigenkapital der Roma-Napoli-Compagnia (RNC) zum Jahresbeginn 1707: 1630 Anteile (Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 251), 440 000 S, dazu 1*400, 1*350, 1*250, 1*100 und 3*25 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 70 500 S.
    Stimmverteilung der Roma-Napoli-Compagnia (RNC):
    Stammanteile: Hellas 333, Heiliger Stuhl 333, Handelskonsortien 251
    Vorteilsaktien: Hellas 950, Heiliger Stuhl 450, Handelskonsortien 251
    Stammanteile ermöglichen die Mitbestimmung auf den Gesellschafterversammlungen, sind aber finanziell ohne Wirkung. Ihre Zahl ist auf 1000 begrenzt.


    Waffentragende Bevölkerung: 1,8 (effektiv 0,8) Minghan SR, 1,5 (effektiv 1,5) Minghan LR, 3,8 (effektiv 3,8) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: -
    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe II
    Geschütze: 0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III


    Schiffe zu Jahresbeginn 1707: 1*350 III („Atalante“), 2*250 III („Castor und Pollux“), 5*100 III, 10*50 III, 5*50 II, 20*25 III, 7*25 II
    Schiffe am Jahresende: 1*350 III („Atalante“), 2*250 III („Castor und Pollux“), 5*100 III, 10*50 III, 5*50 II, 20*25 III, 7*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1708: 1*350 III („Atalante“), 2*250 III („Castor und Pollux“), 5*100 III, 10*50 III, 5*50 II, 20*25 III, 7*25 II

    Söldner:
    2,3 Regimenter SI* (Athen), davon 2,0 Regimenter in den größeren Städten und den wichtigsten Festungen sowie 0,3 Regimenter als Leibgarde in Tarent
    1,0 Minghan LR (Konstantinopel) zur Banditenbekämpfung
    Im Feld stehende Einheiten: 1,0 Minghan SR

    Rebellenaufgebote: -

    Verluste 1707: -

  12. #27
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    Schwerpunkt: Uhrenhandwerk

    Förderung des Handwerks
    Der Herzog von Burgund hat beschlossen, das Uhrenhandwerk im Herzogtum verstärkt zu fördern. Ziel ist es, Burgund als Zentrum der besten, modernsten und kunstvollsten Uhrenherstellung zu etablieren. Neben Turmuhren, Standuhren und Pendeluhren sollen auch exklusive Taschenuhren gefertigt werden.

    Besondere Belohnung
    Der Herzog hat ein besonderes Interesse an der Entwicklung eines Marine-Chronometers zur Bestimmung der geografischen Länge. Für denjenigen, der eine effektive und nachweisbare Lösung für dieses Problem entwickelt, lobt der Herzog ein Preisgeld von 50.000 Silber aus. Die Auszahlung erfolgt jedoch erst nach der wissenschaftlichen Bestätigung der Methode, wodurch zwischen der Einreichung und der endgültigen Auszahlung bis zu ein Jahr vergehen kann.

    Werbung und Geschenke für Burgundische Uhren
    Um den Ruf burgundischer Uhren zu verbreiten, werden für 20.000 Silber repräsentative Uhren gefertigt, die als Geschenke an europäische Höfe von Irland bis zum Kalifat, von Italien bis Hellas, gesendet werden sollen. Auch der kalte Norden und die Höfe des Deutschen Kaiserreichs sollen bedacht werden. Die Uhren sollen, wo möglich, landesspezifische Dekorationen tragen – für den Khan von Ungarn beispielsweise Pferdemuster.

    Zusätzlich werden für weitere 20.000 Silber besonders hochwertige Uhren aus edelsten Materialien hergestellt. Diese exklusiven Stücke werden dem Deutschen Kaiser, dem französischen und englischen König sowie dem eigenen Hof des Herzogs überreicht. Das Ziel ist es, Begehrlichkeiten zu wecken und die Nachfrage nach burgundischen Uhren zu steigern.

    Man legt großen Wert auf die Uhren für den französischen König und den deutschen Kaiser und möchte sich symbolträchtig für ihre Unterstützung beim Bauernaufstand bedanken.

    Notiz zur Militärintegration
    Achtung Spoiler:
    Für eventuelle spätere Militärreformen könnten Burgunds Befehlshaber den Nutzen von Uhren für das Militärwesen bedenken. Sollte es möglich sein, Taschenuhren herzustellen, werden Befehlshaber des burgundischen Militärs solche im Gesamtwert von 10.000 Silber erhalten.


    Story: Die tickende Tyrannei: Wie Herzog Johann seine Familie und das Schloss mit seiner neuen Uhr in den Wahnsinn trieb
    Achtung Spoiler:
    Im Jahr 1708 erhielt Herzog Johann eine neue, präzise Taschenuhr, ein Meisterwerk des burgundischen Uhrenhandwerks. Begeistert von der minutiösen Genauigkeit, begann der Herzog, jeden Moment seines Tages exakt zu planen – vom Frühstück um 7:02 Uhr bis zur Abenddämmerung um 19:17 Uhr. Bald war das gesamte Schloss in Aufruhr.

    Sein Kammerdiener Jacques hatte kaum Zeit, dem Herzog das Morgenmantel-Anziehen um 8:23 Uhr zu erleichtern, bevor Johann schon beim Friseur antanzte – auf die Minute pünktlich, versteht sich. Der Küchenchef, der es gewohnt war, das Frühstück „irgendwann am Morgen“ zu servieren, verzweifelte an den exakten Zeiten. „Noch 32 Sekunden, Jacques!“ flüsterte der Herzog am Frühstückstisch, während alle Diener mit den Augen rollten.

    Doch nicht nur die Dienerschaft spürte die neue Tick-Tack-Tyrannei. Seine Frau, Herzogin Sophie, die ihre Morgentee-Zeremonie stets in Ruhe genoss, musste sich nun an Heinrichs Zeitplan halten. Jeden Morgen klopfte er um exakt 9:03 Uhr an die Tür ihres Salons und drängte darauf, gemeinsam pünktlich den Morgenspaziergang anzutreten. Sophie verdrehte die Augen und begann, absichtlich eine Minute zu spät zu erscheinen, um sich nicht dem ständigen Ticken der Uhr zu beugen.

    Auch die kleine Tochter Isabella, die erst sieben Jahre alt war und das Spielen mehr liebte als Zeitpläne, geriet bald in das Visier ihres Vaters. Johann bestand darauf, dass ihre Reitstunde jeden Nachmittag genau um 14:47 Uhr begann, und konnte es nicht fassen, wenn Isabella ein paar Minuten verspätet auftauchte. Doch Isabella war nicht auf den Kopf gefallen. Eines Nachts schlich sie sich in das Arbeitszimmer ihres Vaters und stellte seine Uhr ein paar Minuten vor. Seitdem ließ Heinrich alle ständig „rechtzeitig“ erscheinen, ohne zu merken, dass die Familie im Hintergrund die Uhren nach ihrer eigenen Zeit laufen ließ.

    So gelang es Herzogin Sophie und Isabella schließlich, sich ein wenig Freiheit zu bewahren, während Johann stolz glaubte, seine minutiöse Ordnung im Schloss durchgesetzt zu haben – bis auf seine eigene Uhr, die er mit wachsender Skepsis betrachtete.


    Nebenaktionen:
    - Sichere Handelswege: Es werden 2.0 SR aufgeboten, um die Handelswege zu sichern > Bezahlung durch den Adel/ Gilden
    - Durchführung der Genter Fashion Week unter der Leitung der Herzogin. Der Herzog wünscht jedoch, dass an einigen Ausstellungsstücken und Models eine griffbereite Uhr präsentiert wird – für den Herren von Welt und die Dame mit Geschmack.
    - Handelsgesellschaft: Der Staat plant, sich nicht weiter einzumischen, es sei denn, es wird allzu auffällig.
    - Genter Fashion Week Teil 3
    Achtung Spoiler:
    Genter Fashion Week – Glamour und Diplomatie in Burgund

    Die Genter Fashion Week steht in diesem Jahr erneut unter der Leitung der Herzogin von Burgund und hat sich zu einem hochkarätigen gesellschaftlichen Ereignis etabliert. Die Jury in diesem Jahr, bestehend aus der Herzogin von Burgund, der Königin von Schottland und der Königin von Galicien, wird die besten und innovativsten Designs küren. Gegründet vor vier Jahren, setzt das Event in diesem Jahr verstärkt auf Diplomatie und internationalen Austausch, mit Einladungen an den Hochadel aus England, Frankreich und dem Deutschen Kaiserreich. Burgunds Residenz wird eigens für diese prestigeträchtigen Gäste hergerichtet, um jedem Gast das Gefühl zu geben, als König oder Königin empfangen zu werden.

    Um den Glanz des Anlasses zu unterstreichen, werden die hochrangigen Ehrengäste von einer prachtvollen Ehrengarde an der Grenze Burgunds empfangen und in die herzogliche Residenz begleitet. Für die Vorbereitung, Ausstattung und Durchführung der Fashion Week stehen 20.000 Silber zur Verfügung, während für den kreativen Wettbewerb Preisgelder und Förderungen in Höhe von 15.000 Silber ausgeschrieben sind. Der Sieger der Fashion Week erhält zudem einen exklusiven Zwei-Jahres-Vertrag für die Ausstattung des burgundischen Hofstaats – eine begehrte Auszeichnung und ein Prestigegewinn für jeden Schneider.

    Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet der abschließende Hofball, für die Planung des Balls werden 10.000 Silber eingesetzt, und die besten Schneider des Landes bereiten exklusive Muster und Kleider samt Schmuck für die Ehrengäste und Frauen von Staatsoberhäuptern vor, die sie als Geschenke erhalten werden. Diese edlen Stücke spiegeln nicht nur Eleganz, sondern auch das reiche Handwerk Burgunds wider.

    Ein zusätzlicher Betrag von 4.000 Silber bleibt als Reserve, um weitere hochrangige Gäste, die kurzfristig anreisen, angemessen und standesgemäß unterbringen zu können. Die Genter Fashion Week zeigt damit nicht nur modischen Einfallsreichtum, sondern ist auch ein Zeichen für Burgunds Engagement im internationalen Austausch und der Pflege diplomatischer Beziehungen.

    - Zusätzliche Einnahmequellen Erschließen
    Achtung Spoiler:

    1. Einnahmequelle: Erhöhung von Bußgeldern

    Einführung oder Verschärfung von Bußgeldern für gesellschaftliche Regelverstöße, z. B.:
    Nicht-Teilnahme an kirchlichen Festen. Schwarzhandel oder Steuerumgehung. Schaffung von höheren Mindeststrafen und optional eines Rabatts bei sofortiger Zahlung, um schnelle Einnahmen zu sichern, was sogar mit Straferlass versehen werden kann. Nicht bei Schwerverbrechen!

    2. Einnahmequelle: Verkauf von Adelstiteln
    neue Ehrenbezeichnungen (wie „Edler von [Ort]“) werden an wohlhabende Bürger verkauft.
    Käufer verpflichten sich gleichzeitig zu einer jährlichen Abgabe (Adelssteuer. Keine Zusätzliche Besteuerung von bestehenden Titeln!).

    3. Einnahmequelle: Verkauf von weniger wichtigen Krongütern

    Teile des königlichen Besitzes (Ländereien, Forstgebiete, Jagdrechte) werden verkauft, die für den Staat von geringer strategischer Bedeutung sind. Langfristige Nutzungskonzepte sichern ein Mindestmaß an Kontrolle, z. B. durch Pachtrechte.

    4. Einnahmequelle: Um Burgund vor Abwanderung zu schützen, werden zukünftig Ausreisegenehmigungen verlangt bzw. Gebühren erhoben. Die Gebühren gehen zu 50% in die Stadt/Adel und zu 50% an den Herzog.


    Kassensturz;
    + 760.000 Steuereinnahmen
    + 150.000 Sonderzahlung
    + 4.799.100 Kredit Schweiz
    - 4.650.100 Kredit Schweiz - Davon 418.100 an Zinsen
    - 250.000 an Frankreich
    - 150.000 für Irgendein Prestigeding
    - 60.000 an Ungarn
    - 30.000 Festungsartillerie III
    - 220.000 an Hofhaltung
    - 100.000 Schiffsunterhalt
    - 1.000 an Brandenburger UNI (Stipendien)
    - 250.000 Schwerpunkt
    - 49.000 Genter Fashion Week
    ------------------------------------
    0 Silbermünzen
    Geändert von PaPaBlubb (27. November 2024 um 17:19 Uhr)

  13. #28
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    Herzogtum Schwaben

    Einnahmen
    • Steuereinnahmen: 460.000 S
    • Rücklagen: 5.920 S
    • Kreditaufnahme Inland (12%): 1.250.00 S
    • Gesamt: 1.715.920 S



    Ausgaben
    • Reformation der Leibeigenschaft: 50.000 S
    • Flächendeckende Bibliotheken Abdeckung im Herzogtum: 120.000 S (165.000 / 200.000)
    • Tribut an Ungarn: 15.000 S
    • Hofhaltungskosten (Vorjahr): 160.000 S
    • Hofhaltungskosten (Folgend): 170.000 S
    • Pilsen Söldner Minghan 1,0 LR: 75.000 S
    • Aufstockung Handwerkerkasse: 50.000 S
    • Kreditrückzahlung: 1.232.000 S
    • Gesamt: 1.712.000 S


    Schwerpunkt
    Reformation der Leibeigenschaft
    Das vergangene Jahr hat dem jungen Herzog gezeigt, dass in Teilen, dem einfachem Volke die Ausübung der ihnen auferlegten Pflichten zu groß erscheinen. Ja, sogar ungerecht. Nicht für ihr eigenes Sein, sondern nur das ihres Herren arbeiteten sie. Und weil der Konflikt in Südbaden friedlich beigelegt werden konnte, wurden dennoch Konzessionen gemacht. Das englische Modell soll den Bauern reichen. Fronpflichten festgelegt, Rechte verewigt werden, um Sicherheit für die Bauern zu schaffen. Und mehr Zeit für die Ausübung anderer Tätigkeiten? Wie dem auch sei, diese Änderungsbedrängen, seien sie gut oder schlecht, gingen sie zu weit oder nicht weit genug, scheint in Gang gesetzt und ein Aufhalten dessen sollte nur mit erheblichen Aufwand möglich sein. Doch der Herzog versteht sich als ein mit der Zeit gehender Fürst. Ein gebildeter Fürst der fortschrittlich denkt. Und als solches will er sich den Änderungen nicht verwehren, insbesondere wenn sie in Teilen seinem Herzensprojekt, der Weitergabe von Bildung an den geringsten Bettler, förderlich sind. Daher hat der Herzog beschlossen aktiv voranzuschreiten und Unruhen und die damit einhergehenden Forderungen zuvorzukommen. Doch die Befürchtnisse und Unsicherheit seiner Adligen stoßen nicht auf taube Ohren. Nein, Nein. Als ein guter Fürst und Anführer, ist es auch des Herzoges Pflicht mit gutem Beispiel voranzugehen und seine Adligen dadurch den richtigen Weg zu weisen, sei es dadurch, dass sie seinem Beispiel folgen oder durch die Erfahrungen seinen Pfad meiden mögen.

    Daraus folgend, soll auf allem jetzigen und zukünftigen Krongute (i. e. alles folgende soll nur auf das Krongut angewendet werden) eine Anpassung der Beziehungsverhältnisse zwischen Leibeigener und Fürst stattfinden. So soll wie es auch Südbaden nun getan hat, ein Vorbild an England genommen werden und die essentiellsten Frontpflichten festgeschrieben werden, während weniger wichtige Fronpflichte ab sofort eine direkte Bezahlung der Leibeigenen erfolgen. Weiters ist eine Verschriftlichung der Gemeinderechte und ähnlichem längst überfällig um auch die vor kurzem eingeführte Justizreform weiterzuführen.

    Doch noch weitere Erkenntnisse die über das englische Voribld hinausgehen sollen nun auf dem Krongute des Herzoges zu Tage treten. So ist es dem Herzog ein spezielles Anliegen, Unruhen nicht durch auf bloßen Annahmen der Bedürfnisse des einfachen Volkes basierende Maßnahmen zu zerstreuen, sondern solche potentiellen Probleme im Vorfeld zu erkennen. Dazu soll einmal mehr die Anzahl an direkt dem Herzogtum dienenden Beamten gesteigert werden. Denn es sollen, vorzugsweise aus der lokalen Bevölkerung kommend, weitere Beamte rekrutiert werden, dessen Hauptaufgabe in der Überbringung von Beschwerden und Probleme des einfachen Volke liegt. Wie sonst soll der Herzog Entscheidungen im Interesse seiner Untertanen treffen, wenn er nichts von dessen Sorgen und Ängsten weiß? Hierzu soll ab sofort, für die Besoldung dieser so wichtigen Personen, die Hofhaltung um 10.000 Silber steigen.

    Sonstiges
    • Die Handwerkerkasse wird aufgestockt.
    • Die angeheuerten Söldner sollen erneut auf Banditenjagd gehen.
    • Die Arbeiten am Bildungsplan sollen weiter fortgesetzt werden.
    • Es sollen weitere Bibliotheken, nach dem Vorschlag überwiegend in Landstädten, errichtet werden.


    Endjahresbilanz: 3.920 S

  14. #29
    Registrierter Benutzer Avatar von Jerry Demmings
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    Kgr. Galicien

    Jahreszug 1708

    Link zur Auswertung

    Einnahmen Ausgaben
    Rücklagen 1.300 S
    Steuereinnahmen 550.000 S
    Kredit von der Schweiz 720.000 S

    Summe Ein 1.271.300 S
    Hofhaltungskosten 80.000 S
    Soldkosten 15.000 S
    nachrichtlich: 80% zahlen die Grafschaften 60.000 S
    nachrichtlich: Sold ges. 75.000 S
    (1,0 Minghan LR in Lyon)
    Artillerie 60.000 S (1,0 Reg. Feldartillerie III)
    Schiffe 68.500 S (1*100 II, 13*50 III, 4*50 II, 7*25 III, 7*25 II)

    Schwerpunkt 10.000 S
    nachrichtlich: 80% zahlen die Grafschaften 40.000 S
    nachrichtlich: SP ges. 50.000 S


    Kreditrückzahlung Inland keine
    Kreditrückzahlung Schweiz 990.000 S

    Kommission Liturgische Bücher 3.000 S (Budget um 1.000 S erhöht)
    Spende Bistum Kanaren (Jahr 3/10) 3.000 S
    Spende Jakobikirche Valencia 1.000 S
    Spende Petersdom 1.000 S
    Zusätzliche Mittel an die Jakobus-Bruderschaft 10.000 S

    Fernandos Erbe: 1.300 S

    Fahrt nach Gent: 5.000 S

    Weitere Förderung religiöse Handwerkskunst 20.000 S

    Konzilsfahrt/Kardinalsfeier: 3.500 S

    Summe Aus 1.271.300 S
    Ergebnis: 0 S

    -------------

    Schwerpunkt (ges. 50.000 S / mit Cordoba 100k): Handels-Gesandtschaft nach West- und Nordafrika

    Das Königreich Galicien und das Kalifat von Cordoba stellen eine gemeinsame Gesandtschaft für die westafrikanischen Satrapien und bedeutenden Statthalter zusammen. Die Delegation besteht nicht nur aus hochrangigen Diplomaten, sondern auch aus Händlern und Gelehrten beider Reiche und wird von den Kronprinzen angeführt, um die Bedeutung zu unterstreichen, welche die iberischen Mächte den Großkhanaten und ihren afrikanischen Satrapien beimessen. Die Reise nimmt in Lissabon ihren Anfang, wo sich die Delegationen beider Länder zusammenschließen, um anschließend mit dem Flagschiff der Kalifenflotte und einer angemessenen Eskorte in Richtung Westafrika aufzubrechen, wo man zunächst entlang der westafrikanischen Küstenlinie die bedeutenden Statthalter- und Satrapensitze aufsucht, ehe man über eine geeignete Route den Weg ins Landesinnere in den Mali einschlägt, wo man das Jahr womöglich überwintern wird, ehe man im folgenden Jahr von dort aus entweder die freien Stämme in der Wüste besucht und über die Vasallengebiete des Kalifats an die nordafrikanische Küste gelangt oder den Rückweg stattdessen über Mauretanien einschlägt.

    Die Ziele der Delegation bestehen darin:

    Kontakte mit den dortigen Autoritäten zu knüpfen und die diplomatischen Verbindungen zu vertiefen,
    Handelsvereinbarungen zu treffen und neue potenzielle Märkte und Bezugsquellen exotischer Waren für iberische Händler zu erschließen,
    einen Austausch von Wissen und Kenntnissen anzuregen,
    die Etablierung dauerhafter Präsenzen für Handel und Diplomatie auszuloten.


    Zur Finanzierung der Gesandtschaft und um nicht nur einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sondern die Knüpfung von neuen Handelskontakten zu begünstigen, stellen das Kalifat und Galicien zusammen die Summe von 100.000 S als Reisekasse zur Verfügung.

    Nebenaktionen und Reaktionen
    Tod des Königs Fernando IV.: Nach einem Wunsch des Verstorbenen verteilt Fernando V. die in der Staatskasse zum Jahresende vorgefundene Summe (1.300 S) als "letztes Geschenk Fernandos IV." an die Bettler in Santiago. Darüber hinaus hält der König ein Trauerjahr und bereitet sich im häufigen Gebet und Gesprächen mit klugen Beratern auf seine Krönung im nächsten Jahr vor. Da die diplomatischen Bemühungen aber niemals ruhen und Kontakte zu den befreundeten Mächten stets gepflegt sein wollen, fahren die Königin und Prinzession Eleonore nach Gent zur Fashion Week. Dafür 5.000 S.

    Die religiöse Handwerkskunst wird weiter gefördert, nun mit 20.000 S. Heißer Tipp: auch mal auf der Messe in Cordoba anbieten, da ist bestimmt Bedarf

    Liturgische Kommission: Etwaige Konzilsentscheidungen des kommenden Jahres sollen abgewartet werden, der König lässt einige Kommissionsmitglieder kommen, die ihm die Erwartungen an das Konzil in diesen Fragen erklären. Die Kommission soll die gewonnene Zeit nutzen, um einen Ritus für die nächstes Jahr geplante Krönung auszuarbeiten, der an vorige Krönungen anknüpft, aber auch den Pilger-Gedanken und das Vorbild des Königs als oberster Christ von Spanien betont. Auf dem Konzil sollen noch mehr führende Gelehrte für die Kommission angeworben werden, damit die weiteren Arbeiten noch leuchtendere Vorbilder für die Welt sein können (+1.000 S jährliches Budget, also nun 3.000 S).

    Den Bischöfen des Landes werden 3.500 S zur Verfügung gestellt, um ihre Präsenz beim Konzil zu unterstützen, besonders, um die erwartete Verleihung der Kardinalswürde zu feiern.

    Die üblichen Ausgaben werden fortgesetzt: 10.000 S für die weitere Förderung der Jakobusbruderschaft; 3.000 S für die Mission auf den Kanaren (Tranche 3/10); je 1.000 S für den Petersdom und die Jakobikirche Valencia.

    Die Handelsprivilegien für Cordoba werden verlängert.
    Mit den englischen Festlandsbesitzungen werden ebenfalls gegenseitige Handelsbeziehungen der Stufe 1 vereinbart.

    Militär
    Die Söldner werden auf 1,0 Minghan reduziert.

    nachgehalten: Freiwillige Kriegsabgaben von 1704: keine Veränderungen, es bleiben 105.500 S für militärische Zwecke.
    Geändert von Jerry Demmings (16. Dezember 2024 um 09:39 Uhr) Grund: SP-Text ergänzt
    Zitat Zitat von Meister Wilbur
    Junge lies doch mal! Es geht um Katholiken und nicht irgendwelche Ketzer!

  15. #30
    Registrierter Benutzer Avatar von Caporegime
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    Abgabe Runde 8: Hellas






    Finanzen


    Einnahmen:
    • Steuern: 910 000 S
    • Apanage: 150 000 S
    • Nicht verwendete Mittel: 25 000 S (Beteiligung der Handelsgilden am Börsenausbau)


    Zudem wird ein Kredit in Höhe von 2 200 000 S aufgenommen aus der Schweiz zu 10%.

    Ausgaben
    • Fällige Kredite: 2 225 000 S in der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 2 447 500 S
    • Schwerpunkt: 75 000 S
    • Einlagen des Fonds zur Ausrichtung der Afrikanikí Agorá: 13 500 S (vorher 34 000 S + 13 500 S = 47 500 S)


    Fixkosten (734 000S)
    • Hofhaltung: 200 000 S
    • + zusätzlicher Gütererwerb zur Handelsstimulation: 10 000 S
    • Unterhalt der Gesandtschaften: 60 000 S
    • Söldner: 276 000 S
      276 000 S - 2,3 Regimenter SI* (Athen)
    • Marine: 158 000 S
      21 000 S - 1*350 III
      30 000 S - 2*250 III
      30 000 S - 5*100 III
      30 000 S - 10*50 III
      30 000 S - 20*25 III
      10 000 S - 5*50 II
      7 000 S - 7*25 II
    • Geschütze: 30 000 S
      30 000 S - 0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III
    • Handgeld: 15 000 S


    Rest: 0 S




    Schwerpunkt: Hellenisch-Melakische Gesellschaft für Kommerz

    Der Khan ordnet die Gründung einer Gesellschaft an, in die die hellenischen Handelsgilden eingeladen werden. Sie soll als Interessenvertretung und Plattform zur Kontaktpflege für den Handel mit Melaka dienen.

    Unter der Schirmherrschaft des Khans und seines Botschafters in Melaka sollen Kontakte angebahnt werden. So können die hellenischen Händler bspw. auf melakische Handelsgilden treffen und mit ihnen den lukrativen Austausch von Luxusgütern abstimmen. Die hellenischen Händler können gute Absatzmärkte eröffnen und gleichzeitig wertvolle Güter aus Europa anbieten. Umgekehrt ist Melaka ein reicher und potenter Markt. Auch Zusammentreffen mit melakischen Entscheidungsträgern oder großen Marktakteuren können organisiert werden.

    Aufwendungen: 75 000 S





    Weiteres
    • Der Khan ordnet an die bisherige Untersuchung zur Situation der Leibeigenen auf besondere Härten zu richten. Diese Härten sollen abgestellt werden.
      Außerdem soll eine Höchstzahl an Arbeitstagen für Dienste der Leibeigenen gefunden und festgesetzt werden.

      So soll die Situation der Domänenbauern verbessert werden.

    • Der Khan schreibt einen Brief - SL
      Achtung Spoiler:
      An Yesun I. richtet der hellenische Khan besorgte Worte über die Sicherheitssituation in der Nachbarsatrapie. Er bietet an durch eine stärkere Einbindung Hellas die Sicherheit auf dem Balkan wiederherzustellen. Dafür könnte man Belagerungsartillerie abstellen.

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