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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #556
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    16. Oktober 1707: Großkhan Tohtu V. verzichtet in einem Brief an den Heiligen Stuhl und die zehn betroffenen Staatsoberhäupter für dieses Mal auf die ihm zustehende Designation des Patriarchen von Shikawo. Stattdessen schlägt er vor, ein päpstlicher Legat möge eine große Wahlsynode mit Vertretern aller Kirchenprovinzen des Patriarchats einberufen, um einen für alle Kleriker akzeptablen Kandidaten zu bestimmen.


    17. Oktober 1707: Hannover kapituliert nach einer längeren Belagerung vor den Truppen des Deutschen Ordens und des Khanats Westfalen. Friedrich I. erklärt dem Rat daraufhin, man werde über eine Strafzahlung nach burgundischem Vorbild nachdenken und alle bisherigen Privilegien der Kommune aufheben. Die Hofverwaltung und der Hochadel erarbeiten angeblich bereits ein entsprechendes Gesetz.


    18. Oktober 1707: Nach einer etwas unruhigen Überfahrt treffen 4*250 III der französischen Krone auf Barbados ein und beginnen damit, das (in den Sommerkämpfen leicht reduzierte) SI-Söldnerregiment an Land zu bringen. Im Norden und in der Mitte der Insel haben die aus ihrer Fronpflicht entflohenen Rebellen mittlerweile das Übergewicht gewonnen, so dass die Neigung zu einem Kompromissfrieden immer mehr zunimmt.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:23 Uhr)

  2. #557
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    19.-25. Oktober 1707: In Paris findet erneut die (diesmal wegen der Kriegsfolgen recht spät begonnene) Käse- und Warenmesse statt, zu der aber etwas weniger Händler erschienen sind als in den letzten Jahren. Dies dürfte weniger am Termin und viel eher an der Krise liegen, die auch im Herbst noch nicht vollständig überwunden ist. Die Handelsgilden der Hauptstadt sind aber dennoch recht zufrieden mit dem Ergebnis.


    21. Oktober 1707: Papst Laurentius I. erhält auf eigenen Wunsch eine Ausgabe der Schriften des Sidonius Apollinaris, die in Nordafrika neu aufgelegt worden sind. Offenbar interessiert auch er sich für den spätantiken Gelehrten auf dem Bischofsstuhl.


    24. Oktober 1707: Ein hochrangiger Priester der antikisierenden hellenischen Religion wird am Hof zu Tarent zum Berater des Khans ernannt. Da ein nicht geringer Teil des Adels dieser Glaubensrichtung folgt, kommt es auch im christlichen und islamischen Klerus nicht zu Kritik an dieser Maßnahme. Schließlich sei es durchaus sinnvoll, alle Stände des Landes anzuhören, wenn es um Entscheidungen für das ganze Khanat gehe.

  3. #558
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    26. Oktober 1707: Auf Anweisung König Heinrichs VIII. von Frankreich werden alle Bauern, die nicht als Rädelsführer der Aufstände gelten, wieder auf die Felder geschickt. Diejenigen, denen schwere Vergehen vorgeworfen werden oder die Rebellengruppen angeführt hatten, erwartet die Hinrichtung. Über die Bestrafung der Bürger von Paris ist hingegen noch nicht abschließend entschieden worden. Es soll aber bei Hofe bereits Ideen geben, wie man die Freiheiten der Kommune einschränken könnte.


    27. Oktober 1707: Mit einer inspirierenden Rede gelingt es Großkhan Tohtu V. zunächst, den nordamerikanischen Kuriltai hinter sich zu scharen. Daraufhin legen alle Satrapen und auch die führenden Adligen einen neuen Treueeid auf den Monarchen ab. Offiziell wird dies mit den Gebietsverlusten begründet, denn dadurch seien viele Regionen nicht mehr in Shikawo vertreten. Hinter vorgehaltener Hand wird aber kolportiert, dass eine Absetzung Tohtus im Raum gestanden, man sich aber nun auf die Fortsetzung seiner Herrschaft geeinigt habe.


    2.-30. November 1707: Die Fälle von Vampirismus auf dem Balkan und nun erstmals auch in Mähren und der Slowakei nehmen wieder zu. Hintergrund dürfte wohl die Unruhe in Ungarn und der benachbarten Satrapie Konstantinopel nach dem Ende der Bauernaufstände sein, so dass der Aufschwung der Vampirangst vielleicht auch bald wieder enden könnte.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:23 Uhr)

  4. #559
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    4. November 1707: Der dänische Adel, dessen Aufgebote in Jütland stehen, bittet nach einer Versammlung seinen König darum, das Hilfsangebot des Deutschen Ordens anzunehmen zu dürfen. So könne man die Rebellen deutlich schneller besiegen als im Alleingang.


    6. November 1707: Im Nord- und Ostseeraum und im Atlantik endet die Seefahrtsaison für dieses Jahr. Mitte November suchen dann auch die Schiffe im Mittelmeerraum ihre Häfen auf. Die Fischereierträge waren nach ersten Rückmeldungen sehr ansehnlich.


    7. November 1707: Der neu gegründete Stamm der Hitachi wird von Tohtu V. anerkannt. Es heißt zwar, dass der Stammesname in aller Eile von einem japanischen Schiff übernommen worden sei, doch das nordamerikanische Großkhanat möchte offenbar jede weitere Krise vermeiden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:23 Uhr)

  5. #560
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    12. November 1707: Die Großkhanate Quito und Melaka vereinbaren eine enge Kooperation vor der Küste Südwestafrikas. Weil die südostamerikanischen Atlantikprovinzen unabhängig geworden sind, soll zum Jahresende ein Teil der Flotte Quitos an Melaka übergeben werden, wodurch man die Sicherheit der Region zu wahren hofft. Dennoch vermuten Kaufleute aus den afrikanischen Satrapien, dass der dortige Handel etwas abnehmen wird.


    17. November 1707: Die Belagerung von Oslo wird wegen des hereinbrechenden Winters unterbrochen. Da die königlich-norwegische Armee mit ihren Hilfstruppen aber in der Nähe der Stadt überwintert, kann man eine gewisse Kontrolle der Zugangswege aufrechterhalten. Mit Beginn des Frühjahrs soll dann ein neuer Anlauf unternommen werden, die Rebellen zur Aufgabe zu bewegen oder die Festung zu erstürmen.


    19. November 1707: Am Gedenktag der heiligen Elisabeth rufen mehrere Äbte aus Hessen, Thüringen und Sachsen in Predigten dazu auf, barmherzig zu den Bauern und städtischen Unterschichten zu sein. Die Reformen im Erzbistum Köln, im Hochstift Konstanz und im Königreich Schottland könnten so vielleicht zum Vorbild für andere Länder werden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:24 Uhr)

  6. #561
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    22. November 1707: Die Delegierten von Bauern, Bürgern und überraschend auch einige Niederadlige und einfache Kleriker treffen sich in Kopenhagen zu einem Landtag. Wenige Tage später wird die „freie Wikingerrepublik Seeland“ ausgerufen, die künftig von einem siebenköpfigen Rat regiert werden soll, in welchem alle landwirtschaftlichen Inselregionen und Kopenhagen vertreten sein werden. In ersten Reformgesetzen wird die Leibeigenschaft aufgehoben, das Grundeigentum der Kirche enteignet, die Religionsfreiheit hergestellt und den „altnordischen“ Kulten ein ehemaliges Kirchengebäude als Tempel überlassen.


    22. November 1707: Am Gedenktag der heiligen Cäcilia predigt Bischof Luitpold von Freising im Dom zum Thema der gottgewollten Ordnung und ruft das einfache Volk zu Gehorsam und Arbeitseifer auf. Die Welt sei vom Schöpfer so geordnet worden, dass alle Stände ihren Teil zu seiner Ehre betrügen, wenn sie ihre Aufgaben treu erfüllten.


    24.-29. November 1707: Ein erster Feldzug der französischen Söldner auf Barbados bleibt trotz kleinerer Anfangserfolge schnell stecken. Offenbar sind die Truppen Kurur Khans im Augenblick kaum mehr kampffähig, so dass die Last der Offensive allein auf den Schultern der königlichen Streitmacht ruht.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:24 Uhr)

  7. #562
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    26. November 1707: Aus dem brandenburgischen Grube wird berichtet, dass die Rassekatze Hilderich IV., die dem örtlichen Grundherrn Elkim von Rodin besonders ans Herz gewachsen ist, nach einer außer Kontrolle geratenen Tanzveranstaltung und einem Feuer geflohen ist. Angeblich sollen sich zuvor mehrere zwielichtige Personen in der Umgebung des Schlosses aufgehalten haben. Die Klosterbothin entsendet daraufhin eine Schwester nach Grube, um rasch über die weitere Entwicklung berichten zu können.


    1.-24. Dezember 1707: In vielen europäischen Ländern beginnt starker Schneefall, und um die Monatsmitte herum sinken dann auch die Temperaturen. Es wird allgemein erwartet, dass das Weihnachtsfest schneereich und kalt werden dürfte.


    2. Dezember 1707: Ein päpstlicher Gesandter überwintert auf Rat der örtlichen Kleriker, die von ersten Schneestürmen im Mittleren Westen Nordamerikas berichtet haben, in einer am Mississippi gelegenen indigenen Stadt, die man mittlerweile in „Natchez“ umbenannt hat. Offenbar bemühen sich auch die Konföderierten Satrapien darum, einige vormongolische Traditionen aufzunehmen, um so den inneren Frieden zu sichern.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:24 Uhr)

  8. #563
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    4. Dezember 1707: Ein bairisches SI-Regiment, wird während des Rückmarschs aus Burgund von starkem Schneefall überrascht und muss eilends Winterquartiere aufsuchen. Dank der Unterstützung des Bischofs von Trier kann man aber größere Verluste vermeiden und alle Kämpfer notdürftig unterbringen.


    6. Dezember 1707: Der Kalmarer Hofberater Ragnar trifft auf Seeland ein. Er soll im Winter weitere Verhandlungen führen, die vielleicht zu einem friedlichen Ende der Bauernrevolte beitragen könnten. Der „Siebenerrat“ empfängt ihn zwar etwas misstrauisch, lässt ihn aber in einem gut bewachten Dorf im Inselinneren überwintern. Daher dürften die Gespräche fortgesetzt werden können.


    7. Dezember 1707: Auch in Südamerika gelingt es den neuen Khanaten allmählich, die Ruhe wiederherzustellen. Offenbar ist der Apinajé-Bund weiterhin bereit, fliehende Leibeigene an die benachbarten Staaten zurückzugeben, was die Neigung zur Flucht deutlich senken dürfte und die Legitimität der neuen Regierungen stärkt. Auch das Großkhanat Quito stabilisiert sich auf diese Weise wieder ein wenig.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:25 Uhr)

  9. #564
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    8. Dezember 1707: Am Hochfest der Empfängnis Mariens predigen zahlreiche Bischöfe und Äbte über die Tugend der Demut, wobei manche sie eher von der Oberschicht einfordern, während andere stärker auf die Achtung gottgewollter Unterschiede eingehen.


    10. Dezember 1707: Die Banditenbanden in der Balkanregion der Satrapie Konstantinopel, welche sich zum Teil aus ungarischen Bauernhaufen entwickelt haben, erobern trotz des kalten Wetters überraschend den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Mostar. Die Truppen Osman Khans (des Satrapen von Konstantinopel) ziehen sich in Richtung Westen zurück. Offenbar sehen sie im Augenblick keine Gelegenheit, die Stadt sofort zurückzuerobern, zumal die Neretva noch nicht zugefroren ist und deshalb schwer passiert werden kann. Mittlerweile soll die Unruhe auch Osmans Ansehen in der Hauptstadt in Mitleidenschaft ziehen, denn Yesun I. hat natürlich kein Interesse, seine Herrschaft mit einer Niederlage gegen Bauern und Banditen zu beginnen.


    12. Dezember 1707: Das Großkhanat Melaka gibt offiziell bekannt, dass man europäischen Kriegsschiffen das Anlegen in Häfen des Reiches wieder gestatten werde. Einige Tage später schließen sich auch Quito, Negübeihafen und Debul an, so dass es im Jahr 1708 wieder wie zuvor möglich sein wird, in den Indischen Ozean, die Karibik oder gar den Pazifik zu segeln und dabei die Häfen der mongolischen Teilreiche zu nutzen. Allerdings soll die Passage der beiden großen Kanäle mit bewaffneter Macht vorher angekündigt werden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:25 Uhr)

  10. #565
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    14. Dezember 1707: Der kanarische Kronprinz Schinab gibt bei einem Kunsthandwerker zwei goldene Trinkhörner in Auftrag, um die nordischen „Wikingerprinzen“ Björn und Harald zu ihrer Eroberung eines eigenen Reiches zu beglückwünschen. Offenbar nimmt man vor der afrikanischen Küste an, dass Seeland eine neue Provinz sei, welche von Männern erobert wurde, die den Kriegern der „Wilden Fahrt“ glichen und unter dem Befehl der beiden Weltumsegler standen.


    21. Dezember 1707: Der Kalmarer Hofberater Ragnar trifft sich zu einer Verhandlungsrunde mit Vertretern der Rebellen, die angeblich bis weit in die Nacht hinein andauert, aber von gegenseitigem Respekt geprägt sein soll. Möglicherweise kommt doch noch eine friedliche Übereinkunft zwischen der Krone einerseits und den Bauern, Handwerkern und Arbeitern andererseits zustande. Öffentlich wird aber von beiden Seiten Stillschweigen bewahrt, so dass keine Informationen über Art und Umfang der Gespräche nach außen dringen.


    24.-25. Dezember 1707: Das Weihnachtsfest steht in diesem Jahr stark unter dem Eindruck der zu Ende gehenden Unruhen. Viele Prediger rufen zur Verständigung und zum Frieden auf, und in aller Regel wird der Verzicht der Fürsten auf überharte Strafen sehr gelobt. In Frankreich, Burgund und im Khanat Westfalen weisen einige Bischöfe aber auch dezidiert darauf hin, dass ihre Herrscher die gottgewollte Ordnung gemäß ihrer Pflicht verteidigt hätten, ohne zu viele Kompromisse einzugehen. In Freising trägt Kaiser Benedikt I. wie mittlerweile üblich das Weihnachtsevangelium nach Lukas persönlich vor.

  11. #566
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    2. Januar 1708: Herzog Johann X. von Burgund kündigt an, die Uhrmacherkunst im Land mit einer beträchtlichen Summe zu fördern und auch besondere Stücke in Auftrag zu geben, die an befreundete Monarchen verschenkt werden können. Die Handwerkerzünfte zahlreicher Städte danken ihrem Herrn daraufhin in Petitionen für sein Interesse an der Herstellung hochwertiger Produkte.


    4. Januar 1708: Der Immerwährende Hansetag tritt im tief verschneiten Lübeck zusammen, um über die weitreichenden Pläne von Chrysostomos Baur zu beraten. Mit Hilfe der Ulmer, Kölner und Duisburger Stimmberechtigen und den Delegationen der kleineren Städte wird zunächst die Vergabe von Handelsprivilegien für die Kalmarer Union für 1708 beschlossen. Hernach bestätigen die Vertreter der Kommunen das ambitionierte Brandschutzkonzept grundsätzlich, behalten sich in den nächsten Jahren aber Veränderungen vor, sollten sich nicht alle Ideen umsetzen lassen. Zuletzt wird sogar die „Bauernauslosung“ bestätigt. Vor allem die Kölner Delegierten machen sich dabei für eine gerechtere Verteilung der Güter zwischen den Ständen stark, was die Position des Ersten Hansebürgermeisters deutlich verbessert.


    6. Januar 1708:
    Am Dreikönigstag macht Papst Laurentius die Agenda für die nächsten zwei Sitzungen des Konzils von Jerusalem bekannt. Dabei wird deutlich, dass der begonnene Kurs einer „Einheit in Vielfalt“ wohl fortgeführt werden soll, um etwaige Abspaltungstendenzen nach ostafrikanischem Vorbild zu vermeiden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:26 Uhr)

  12. #567
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    7.-17. Januar 1708: Die Regierungen in Kalmar, Mailand, Bern und Buda kündigen an, in enger Absprache miteinander die Suche nach Bodenschätzen verbessern zu wollen. Die italienisch-ungarisch-eidgenössisch-nordische „Erforschung der Berge“ soll mit einer Konferenz erfahrener Gelehrter und Bergleute in der Toskana beginnen, die in den kommenden Monaten angeworben werden dürften.


    8.-31. Januar 1708: Kronprinz Ahmad von Cordoba, der im Frühjahr zusammen mit seinem galicischen Pendant zu einer großen Expedition aufbrechen soll, wird von seinem Vater für einige Zeit von allen zeitraubenden Arbeiten freigestellt. Stattdessen darf er Zeit mit seinen beiden Frauen und seiner Enkeltochter verbringen, die er ja danach monatelang nicht mehr sehen wird.


    12. Januar 1708: Die Sklavenaufseher der Kalmarer Union beginnen mit der Freilassung aller Zwangsarbeiter, die ihre Strafe abgebüßt haben. König Erik hatte entschieden, sich auf die Arbeitsdienste zu beschränken, die man bei den Urteilen ausgesprochen hatte, so dass kein dauerhafter Sklavenstand in den nordischen Königreichen entstehen dürfte. Angesichts der Aufstände auf Seeland und in Oslo könnte sich diese Entscheidung als richtig erweisen, da unter den Zwangsarbeitern so die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit bestehen bleibt.

  13. #568
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    14. Januar 1708: Das Herzogtum Burgund gibt eine Erhöhung zahlreicher Geldstrafen für das beginnende Jahr bekannt. Zudem soll es möglich sein, bei Vergehen durch die sofortige und vollständige Zahlung einen Strafnachlass zu erwirken. Die Auswanderung aus Burgund wird ebenfalls mit einer Gebühr belegt, die konsequent eingetrieben werden soll.


    18. Januar 1708: Der Kalmarer Hof tritt an König Erik heran, um über die Finanzierung der in diesem Jahr möglicherweise geplanten militärischen Operationen zu sprechen. Handgelder oder Soldkosten sind aus dem Staatsetat bislang nicht vorgesehen. In Schweden bieten die Balleien des Deutschen Ordens an, die „Schonenarmee“ (0,4 Minghan SR und 0,3 Minghan LR) für dieses Jahr zu finanzieren. Da dort auch die meisten Zwangsarbeiter beschäftigt sind, wäre die militärische Präsenz auch abseits der Republik Seeland sehr nützlich. In Dänemark erklären sich erneut die Bistümer bereit, die beiden Heere (0,3 Minghan SR, 0,1 Minghan LR und 0,5 Regimenter LI in Jütland sowie 0,2 Minghan SR und 0,3 Minghan LR aus Dänemark in Südnorwegen) aus ihren Mitteln zu unterhalten. Für Norwegen zeichnet sich zunächst noch keine Lösung ab, man könnte dort aber vielleicht die Klöster fragen, ob sie die Handgelder für das Heer bei Oslo (0,2 Minghan SR, 0,1 Minghan LR und 0,3 Regimenter LI) übernehmen.


    24. Januar 1708: Auf einem Konzil in Nagqu wird in diesem Jahr über die Leibeigenschaft und die Dienstpflichten der Bauern diskutiert. Die regierenden Landesherren der Föderation, die aus 18 Klosterstaaten und 11 weltlichen Fürstentümern besteht, einigen sich zwar rasch auf eine Fortsetzung der Frondienste, es gibt aber einige jüngere Äbte, die auf Höchstgrenzen und eine rechtliche Fixierung dieser Verpflichtungen drängen. Bis Herbst sollen daher erste Untersuchungen zur Situation in verschiedenen Regionen Tibets durchgeführt werden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:26 Uhr)

  14. #569
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    26. Januar 1708: Kurur Khan von Barbados empfängt zusammen mit einigen hochrangigen Adligen eine Delegation der Bauern, die den Norden und das Innere der Insel kontrollieren, bislang aber noch keine Anerkennung durch ein anderes Land gefunden haben. Ihnen soll besonders der südamerikanische Apinajé-Bund als Vorbild vor Augen stehen, doch Kurur Khan macht schon zu Beginn der Gespräche deutlich, dass eine echte Unabhängigkeit von der französischen Krone nicht zu erwarten sei.


    27. Januar 1708: In Südafrika kommt es erneut zu Kämpfen zwischen einheimischen Fürsten und den Truppen der Satrapie Maputo, welche dem Großkhanat Melaka untersteht. Es soll erneut um die Minen bei Simbabwe gehen, wo schon seit vielen Jahren Gold abgebaut wird, wo aber 1706 beträchtliche neue Funde gemacht worden sind. Satrap Jawas Khan kann die Kontrolle über die Region zunächst halten, zumal er im faktisch unabhängigen Tiefland über zahlreiche Verbündete unter den mongolischstämmigen und einheimischen Viehzüchtern und Bauern verfügt. Diese dürften von einem stärkeren Engagement des Großkhanats im südafrikanischen Bergbau durch die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln profitieren.


    29. Januar 1708: Die Frage der diesjährigen Handgelder in der Kalmarer Union scheint nach einem Gespräch des schwedischen und norwegischen Adels mit König Erik gelöst zu sein. In Dänemark nimmt man das Angebot der Bistümer an, während der Monarch den Vorschlag des Deutschen Ordens ablehnt. Da er zudem deutlich zu verstehen gibt, dass er über die Norweger sehr enttäuscht wäre, sollten sie für die gottgewollte Ordnung nicht selbst ein Opfer bringen wollen, bleibt dem dortigen Adel kaum etwas anderes übrig, als offiziell auf die Handgelder für 1708 zu verzichten. Die Schweden schließen sich dieser Entscheidung kurz darauf an, um Unmut zwischen den Königreichen zu vermeiden.
    Geändert von Jon Snow (18. Oktober 2025 um 15:26 Uhr)

  15. #570
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    1. Februar 1708: Der Rat der Wikingerrepublik Seeland ruft die Vertreter der verschiedenen Bevölkerungsgruppen nach Kopenhagen, um sie über „neueste Entwicklungen in Bezug auf den Weg in die Zukunft“ zu informieren. Nach außen hin wird zunächst nicht bekannt gegeben, worum es geht.

    Nur für die Kalmarer Union

    Achtung Spoiler:
    Ragnar von Dalby berichtet, dass die Götterbefragung zugunsten der Rebellen ausgefallen sei und ergeben habe, dass sie sich im Recht befänden. Ein Teil der verwendeten Methoden hält der Skalde zwar für fragwürdig, will das Ritual als Ganzes aber nicht in Zweifel ziehen. Nach der Weitergabe des Ergebnisses gegenüber dem Rat habe er darauf bestanden, noch keine öffentliche Bekanntmachung durchzuführen, doch diese könne allenfalls verzögert werden. Schließlich sei es für die Autoritäten der Republik eine gute Möglichkeit, sich als legitime politische Anführer darzustellen.


    Nur für die Deutsche Hanse

    Achtung Spoiler:
    Der Lübecker Rat berichtet dem Hansebürgermeister und einigen führenden Vertretern der übrigen Bundesstädte, dass er über einen Informanten im Seeländer Rat verfügt. Dort habe ein enger Vertrauter von König Erik das Angebot unterbreitet, durch eine Befragung der Götter über die Rechtmäßigkeit ihrer Forderungen zu befinden. Diese Befragung habe nun stattgefunden und sei zugunsten der Rebellen ausgefallen. Weitere Schritte seien zwar im Augenblick noch nicht absehbar, viele Ratsmitglieder plädierten aber dafür, rasch öffentlich bekanntzumachen, dass man auch aus Sicht der Alten Götter des Nordens auf der rechten Seite stehe. Der lübische Vertreter hält die ganze Idee zwar für recht außergewöhnlich, sie könne aber vielleicht zum Gesinnungswandel bei nichtchristlichen Adligen beitragen und dadurch der Krone einige neue Optionen eröffnen.



    2. Februar 1708: Am Lichtmesstag kündigt das Herzogtum Schwaben eine „Reformation“ der Leibeigenschaft an, deren Kernstück die genaue Festlegung der Fronpflichten sein wird. So sollen die Bauern entlastet und vor willkürlicher Behandlung geschützt werden. Der Adel scheint das Projekt zu unterstützen, zumal die Krongüter als erste von der Reform erfasst werden sollen.


    2.-16. Februar 1708: In vielen Ländern Europas setzt die Schneeschmelze ein, so dass man wohl bald wieder mit den Vorbereitungen zur Aussaat und der Seefahrt beginnen kann.

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