Ich habe mir auch ein paar Gedanken wegen der geplanten Handelsgesellschaft gemacht und auch mal geschaut, wie andere es getan haben.
Die Briten hatten zuerst eine große gemeinsame Gesandtschaft nach Shikawo geschickt und damit durchschlagenden Erfolg. 1 zu 1 ist es nicht vergleichbar z.B. haben wir keine Kolonien und auch keine Superhandelsmacht wie Irland an Bord, aber die Vorgehensweise ist dennoch als Blaupause nützlich.
Ich würde vorschlagen, dass wir per Schwerpunkt mehrere Gesandtschaften schicken: Eine nach Quito und eine nach Dagomys. Jede Gesandtschaft wird mit 60.000 S ausgestattet und von zumindest einem hochrangigen Mitglied (Kronprinz, Herrscher) einer unserer Dynastien angeführt. Die Gesandtschaften sprechen in einem ersten Schritt mit Dagomys und Quito direkt über unsere Pläne. Denn wenn wir die Unterstützung der Großkhane haben, werden die örtlichen Autoritäten auch eher dazu geneigt sein zu kooperieren und uns zu unterstützen.
Im Anschluss suchen die Gesandtschaften Satrapen und Gouverneure, sowie Stammesoberhäupter in dem noch abzusteckenden Einflussgebiet auf, um dort vor Ort Handelskontakte und Unterstützung zu gewinnen.
Ich gehe davon aus, dass die Gesandtschaften ein bis zwei Jahre unterwegs sind, bis sie alles abgeklappert und auch bindenden Vereinbarungen/Kontakte geknüpft haben.
Warum sowohl mit Dagomys als auch Quito sprechen? Zum einen liegen die Karawanenrouten auf den Gebieten von beiden Großreichen. Zum anderen habe ich mir auch Gedanken über das Einzugsgebiet gemacht. In Westafrika haben wir Sim als Konkurrenten, in Südamerika Papa, in Ostafrika Capo. Das wäre noch nicht so schlimm, da ich kaum glaube, dass eine Gesellschaft so ein großes Gebiet alleine abstecken kann. Jedoch wäre es am lukrativsten, wenn wir unsere eigene Nische finden. Alle schauen in die Ferne, jedoch werden Nod- und Zentralafrika bisher weitgehend ignoriert. Direkt vor unserer erweiterten Haustür ist ein Markt, in welchem keine Handelsgesellschaft tätig ist: Nordafrika (Algerien, Tunesien, Liben, Ägypten) + Zentralafrika (Sahelzone, Mali, Niger, Sudan, runter nach Nigeria, Kongo und Äthiopien). Das genannte Gebiet ist vermutlich schon zu groß, um alles mit einer Gesellschaft zu beackern.
Ab Minute 7 sieht man die historischen Karawanenrouten in Nord- und Zentralafrika, welche sich bis ins Kolonialzeitalter hinein gehalten haben.
https://www.youtube.com/watch?v=fiD24uEvY1U
Wichtig ist, dass dort zum Großteil keine andere Spielergesellschaft mitmischt (westafrikanische Küste ausgeklammert) und wir sowohl den See- als auch den Landweg über die Karawansereien nutzen können. Das ist sowohl ein Alleinstellungsmerkmal als auch zugleich ein Wettbewerbsvorteil. Alle rein seegestützten Gesellschaften müssen über die Wintermonate pausieren, unsere kann das ganze Jahr über aktiv sein.
Zur Handelsgesellschaft an sich: Die Briten haben je Mitglied 125 k reingebuttert. Dazu kam noch mal die etwas höhere Summe von 450 k durch private Investoren. Insgsamt ca. 825 k Gründungskapital. Wenn jeder von uns 200 bis 250 k reinbuttert und wir etwas Glück mit der Gewinnung privater Investoren haben, könnten wir auf eine ähnliche Summe kommen und es wäre nicht so krass, wie wenn wir jetzt insgesamt eine Million in die Hand nehmen.
Was die Gewinnung privater Investoren angeht, würde schiele ich neben unseren eigenen Händlern auch darauf Investoren aus Frankreich, Irland und der Hanse zu gewinnen. Vielleicht auch unter den Wüstenstämmen, die von dieser Planung massiv profitieren würden.