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Thema: Der Mongolensturm - Runde 6 - 1706

  1. #1
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    Der Mongolensturm - Runde 6 - 1706

    Abgabetermin: Freitag, der 9. 8. um 20.00 Uhr (Achtung, veränderter Termin!)


    Allgemeines

    Die Ernte des Jahres 1705 war in Europa und Nordwestafrika erneut gut oder sogar sehr gut und stärkte daher die Binnennachfrage der Länder deutlich. Auch die Bemühungen vieler Regierungen um die Förderung des Handels trugen ihre Früchte. Da diesmal einige Staaten auf protektionistische Maßnahmen oder Privilegien setzten, veränderten sich mancherorts die Handelsströme ungewöhnlich stark. Besonders die weltweit tätigen irischen Kaufleute litten unter diesen neuen Bedingungen, während die Krise im Ostseeraum stärker mit dem Teilabzug der Mongolen aus Narwa und der Verkleinerung der Hanseflotte zusammenhing. Wie schon im Vorjahr von einigen Beobachtern befürchtet, könnte der Machtverlust der Großkhanate andere Länder dazu zwingen, mehr in den Schutz ihrer Handelswege zu investieren.

    Die mongolische Welt stabilisierte sich 1705 wieder ein wenig. So kam es nicht zu größeren Revolten, und der japanische Aufstand scheint kaum mehr Erfolgsaussichten zu haben. Die Europäer erwiesen sich außerdem als bemerkenswert uneinig, als es um den Konferenzort für die Bestätigung oder Revision der Krakauer Liberation ging, und diese Uneinigkeit setzte sich dann in Venedig fort. Dadurch wächst in einigen mongolischen Hauptstädten (vor allem in Quito und Melaka) das Selbstvertrauen des Adels wieder ein wenig, und auch die kürzlich unabhängig gewordenen Staaten neigen wieder stärker dazu, einen modus vivendi mit den einzelnen Teilreichen zu suchen, da man deren Politik mittlerweile wieder als etwas stetiger und berechenbarer wahrnimmt.

    Der Aufstieg Europas setzte sich aber insgesamt weiter fort, und die Regierungen können in der Regel erneut auf steigende Steuer- und Zolleinnahmen zurückgreifen. Nur Irland und England müssen sich mit deutlich schrumpfenden Mitteln abfinden, was aber zumindest im englischen Fall eher eine Momentaufnahme sein dürfte. Die Iren könnten hingegen von der Tendenz zum Protektionismus auch längerfristig stark getroffen werden, selbst wenn dieses außergewöhnlich schlechte Jahr trotzdem eine Ausnahme bleiben dürfte.

    Auf Barbados entwickelte sich ein Aufstand zu einem echten Krieg, in den mittelbar auch die französische Krone und Italien verwickelt wurden. Dennoch ist es bislang gelungen, Europa aus dem Kampf herauszuhalten und den Friedensvertrag zwischen Mailand und Paris zu bewahren.
    Geändert von Jon Snow (28. Juli 2024 um 19:21 Uhr)

  2. #2
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    Khanat Ungarn

    Der neue Handelshafen von Buda wird mit Hilfe mongolischer, bairischer und böhmischer Baumeister im Lauf des Jahres errichtet, was in dem eher rückständigen Land als großer Erfolg gilt. Viele Freibauern und Leibeigene können sich so ein Zubrot verdienen, und natürlich darf man in den nächsten Jahren auf einen Handelsaufschwung hoffen. In Notzeiten könnte es so zudem leichter fallen, Nahrungsmittel effektiv zu verteilen.

    Die Schulen von Szeged und Buda sind mittlerweile im Normalbetrieb angekommen und helfen dabei, junge Menschen mit formaler Bildung vertraut zu machen. Auch die sehr beliebten Reiterspiele sind erneut ein Erfolg. Nur die Pferdemesse scheint als bloße Nebenaktion nicht besonders effektiv zu sein, wäre aber vermutlich ein geeigneter Schwerpunkt für kommende Jahre.

    Zizys Auslandsreise trägt dazu bei, diplomatische Präsenz zu zeigen und den politischen und gesellschaftlichen Horizont zu weiten. Immerhin ist man im hohen Norden mit einem König konfrontiert, der bewusst auf die vormongolischen Traditionen seines Landes zurückgreift und damit erfolgreich Teile des Adels an sich bindet.

    Wirtschaftlich setzte sich der Aufschwung auch in diesem Jahr weiter fort, selbst wenn die in Ungarn vorherrschende Bevölkerungsstruktur das Wachstum der Staatseinnahmen etwas verlangsamt. Möglicherweise böte der Verlauf von Handelsprivilegien an finanziell potente Handelsnationen eine Gelegenheit, die Einkünfte der Krone zu steigern.

    Die Unterstützung der Reiterlehen reichte in diesem Jahr zum wiederholten Male aus. Da die Ernte erneut gut ausfiel, dürfte eine ähnliche Summe auch 1706 ihren Zweck erfüllen. An dieser Stelle scheint also eine gewisse Stabilisierung eingetreten zu sein. Nur in echten Krisenjahren könnte man künftig noch gezwungen sein, etwas mehr Geld einzusetzen.

    Da die Schatzkammer nicht genug Geld enthielt, um 1000 Reiter aufzubieten, verzichten die Adligen zunächst auf einen Teil ihres Handgeldes. Es muss nun Anfang des Jahres entrichtet werden, womit das Khanat immerhin die Zinsen gespart hat. Außerdem zeigt der Vorschlag, dass man in der Oberschicht offenbar recht zufrieden mit der Regierung Arpads V. ist. Die Streitmacht für Italien muss dann aber sofort finanziert werden, weil ein „Auslandseinsatz“ nochmals etwas belastender für die beteiligten Krieger ist. Die Moral bleibt aber auch dort verhältnismäßig gut.


    Besonderheiten:
    Die starke militärische Tradition des Landes und die niedrigen Preise im eher armen Ungarn ermöglichen es dem Khan, seine Reiter für 10 S aufzubieten.
    Berittene Söldnerregimenter kosten für Ungarn in Krakau 10000 S weniger als angegeben.
    Ungarn erhält hohe Tribute von mehreren europäischen Staaten und einer Satrapie.

    Herrschaftsgebiet: Entspricht weitgehend dem Gebietsstand Transleithaniens von 1867 (ohne Kroatien-Slawonien und Fiume)
    Vasallen: Kroatien (außer der Küstenregion), Slawonien, Steiermark, Kärnten, Ostslowenien
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 3 300 000

    Hauptstadt: Buda
    Hauptresidenz: Buda (Landschloss 4)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Arpad V. (seit 1703, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Arpad IV. (1696-1703, *1657)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Ungarisches Fest mit Reiterspielen
    1703: Bau einer Schule in Buda
    1704: Bau einer Landwirtschaftsschule in Szeged
    1705: Bau eines regionalen Flusshafens in Buda

    Besondere Gebäude:
    1703: Allgemeinbildende Schule in Buda
    1704: Landwirtschaftsschule in Szeged
    1705: Flusshafen in Buda

    Abgeschlossene Projekte:
    1701-1704: Mittlere Straße zwischen Buda und dem Ostufer des Balaton (20/120 Meilen), danach als einfache Straße fortgeführt (100/120 Meilen)


    Steuereinnahmen: 290 000 S
    Tributeinnahmen: 150 000 S (Italien), 90 000 S (Satrapie Krakau-Stettin), 60 000 S (Böhmen), 60 000 S (Burgund), 30 000 S (Hessen), 30 000 S (Österreich+Tirol), 25 000 S (Brandenburg), 25 000 S (Westfalen), 15 000 S (Schwaben), 15 000 S (Pfalzgrafschaft bei Rhein)
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 6 500 S (bereits verwendet)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 13%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 250 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: 6 500 S Handgeld (dazu eine Forderung von 3 500 S, die noch offen ist) für das Cluj-Kontingent und 30 000 S Handgeld für die Italienarmee
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 1 300 000 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 1 430 000 S
    Zusätzlicher Kredit für die beiden SR-Minghan und das DR-Regiment in Höhe von 30 000 S aus dem Inland zu 13% Zinsen, insgesamt also 33 900 S
    Offene Forderung: 3 500 S für die „Cluj-Reiter“

    Waffentragende Bevölkerung: 5,3 (effektiv 3,3) Minghan SR, 12,4 (effektiv 8,4) Minghan LR, 0,4 (effektiv 0,4) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 (effektiv 0,4) Minghan SR, 2,0 (effektiv 2,0) Minghan LR, 1,8 (effektiv 0,8) Regimenter DR, 0,7 (effektiv 0,7) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: -
    Geschütze: 1,1 Regimenter Feldartillerie III
    Schiffe: -
    Söldner: -


    Im Felde stehende Einheiten:

    Von den Aufgeboten des Landadels stehen 1,0 Minghan LR seit Jahresbeginn 1701 in der Markgrafschaft Brandenburg und 2,0 Minghan LR seit Anfang 1702 im Khanat Baiern.
    Zu Jahresbeginn wurden 5,0 Minghan für den Dienst im Inland einberufen und wie üblich zum Jahresende wieder entlassen.
    Im Sommer wurden außerdem 1,0 Minghan LR zur Untersuchung der Vorfälle in Ostungarn aufgeboten sowie 2,0 Minghan SR und 1,0 Regimenter DR (Vasallen) mobilisiert und nach Italien geschickt

    Verluste 1705: -

  3. #3
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    Khanat Böhmen

    Die beiden Botschaften bei der Föderation von Induru und dem Großkhanat Debul werden wie geplant eingerichtet. Dabei ist man bei den freien Indern sehr willkommen, während die Mongolen eher vorsichtig sind. Es kommt aber auch dort nicht zu unangenehmen Vorfällen oder gar einem diplomatischen Eklat. Ähnlich wie andere Botschaften können die beiden böhmischen Vertretungen kein Land erwerben, so dass man Räumlichkeiten anmietet. Die Audienzen verlaufen ebenfalls freundlich, wenn auch (insbesondere in Debul) unverbindlich. Die Diplomaten berichten außerdem, dass man vor Ort noch viel zu lernen hat, da Indien über eine altehrwürdige Kultur verfügt, die man in Europa bislang nur unzureichend kennt.

    Francke freut sich, dass der Khan ihn zu sich ruft und seine Expertise zu schätzen scheint. Er schlägt natürlich sofort zahlreiche kostspielige Maßnahmen vor, die aber durchaus einen guten Effekt haben könnten.

    Auch der Kuriltai verläuft zufriedenstellend, obwohl der böhmische Hochadel über die eher traditionelle Form mit Jurten und der Tagung im Freien ein wenig belustigt gewesen sein soll. Da Bohuslav noch ein recht junger Mann ist, geht man damit aber recht entspannt um und residiert wie vorgesehen einige Tage im Zeltlager.

    Die Kollegienverwaltung macht weiterhin ihre Arbeit und verstärkt den Effekt der Universität ein wenig. Auch das Commercium ist erneut ein Erfolg.

    Der Einsatz der französischen Reiterei in Böhmen verlief wieder ohne größere Probleme, und das Volk scheint die Autorität dieser Söldner weiterhin zu respektieren. Im Adel wächst sogar die Bewunderung für den französischen Hof ein wenig.

    Die hessisch-böhmischen Handelsprivilegien verlagern den Schwerpunkt einiger böhmischer Kaufmannsgilden etwas stärker nach Westen, was angesichts der Krise im Ostseeraum von Vorteil sein dürfte.


    Besonderheiten:
    Die vergleichsweise hohen Preise in Prag und der gute innere Zusammenhalt des Landes behindern feindliche Spionagenetzwerke in hohem Maße.
    Die traditionsreiche Universität zieht außergewöhnlich viele bedeutende Wissenschaftler an, was bei einer prachtvollen Hofhaltung zu ansehnlichen Synergieeffekten führt.
    Viele deutsche Adlige und Bürger bewundern den böhmischen Hof und die böhmische Alma Mater, so dass sie ihre Söhne gern dort studieren lassen. Amir I. führte 1695 daher ein sehr erfolgreiches Stipendienprogramm ein, das bei ausreichender Finanzierung zahlreiche vielversprechende Talente nach Prag holen kann.

    Herrschaftsgebiet: Böhmen, Mähren
    Vasallen: Ober- und Niederösterreich
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 700 000

    Hauptstadt: Prag (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Prag (Stadtschloss 3)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Bohuslav I. (seit 1704, *1679)

    Verstorbene Monarchen: Khan Amir I. (1685-1704, *1644)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einführung des „Bildungsplans II“ nach englischem Vorbild für alle Altersstufen
    1702: Verknüpfung von Hof und Universität zur Förderung der Hochschulbildung
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Einführung einer Kollegienverwaltung für die Bursen der Prager Universität
    1705: Einrichtung zweier Botschaften in Debul und Induru

    Besondere Gebäude:
    1703: Adalberts-Kolleg (Burse und universitärer Veranstaltungsort)
    1704: Ludmilla-Kolleg (an der Moldau vor den Toren der Stadt)

    Botschaften und Feste Gesandtschaften:
    Seit 1705: Botschaften beim Großkhanat Debul und der Föderation von Induru (je 15 000 S)

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Landgrafschaft Hessen


    Steuereinnahmen: 590 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 2 000 S

    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 200 000 S (wissenschaftlicher Fokus; mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Stipendienprogramm (Vorjahr): 30 000 S

    Weitere feste Ausgaben: 2 000 S für die Verwaltung des Ludmilla- und des Adalbertkollegs, 30 000 S für die beiden Botschaften
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 230 000 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 257 600 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 Minghan SR, 0,1 Minghan LR, 1,8 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 Minghan SR, 0,1 Minghan LR, 2,2 Regimenter DR, 0,5 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan französische Reiterei (SR*), direkt von der französischen Krone zur Verfügung gestellt


    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  4. #4
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    Khanat Westfalen

    Der „Bildungsplan 05“ wird erarbeitet, kann aber vermutlich erst im Winter 1706/07 in den einzelnen Schulen eingeführt werden. Offenbar ist man doch noch ein wenig hinter England und vor allem Böhmen zurück, was die wissenschaftliche Ausrichtung von Verwaltung, Hof und Landadel angeht.

    Wirtschaftlich erlebte man trotz der Einbußen im Englandhandel ein gutes Jahr, was gewiss auch mit der Blüte mehrerer Hansestädte und der Stabilität des Heiligen Römischen Reiches zu tun hat. Sogar die Krise im Ostseeraum könnte sich positiv ausgewirkt haben, weil viele Güter nun bereits im Elbe-Weser-Gebiet entladen und dann auf dem Landweg nach Ostmitteleuropa verbracht werden.

    Der junge Khan hat sein Amt problemlos angetreten, bleibt bislang aber eher zurückhaltend und verlässt sich stark auf die Ratgeber seines Vaters.

    Besonderheiten:
    Dank der Erfahrungen des Khanats mit Geheimdiensten ist es den Westfalen möglich, jedes deutsche Land für 25000 S und jedes andere europäische Reich für 50000 S jährlich intensiv zu beobachten. Die Einrichtung des Geheimdienstes benötigt keinen Schwerpunkt mehr, so dass eine Infiltration jederzeit zum Jahresbeginn aufgenommen werden kann.
    Die politische und wirtschaftliche Nähe zur Hanse, zum Königreich England und zu den burgundischen Ländern lässt das Khanat von den Handelsbeziehungen zwischen diesen Mächten profitieren.
    Das Khanat verfügt noch über Belagerungsgeschütze aus dem 16. Jh., die man wegen der zahlreichen städtischen Unruhen erworben hatte. (Mittlerweile stark reduziert)

    Herrschaftsgebiet: Westfalen, Drenthe, Overjissel, südliches Niedersachsen,
    Vasallen: Nördliches Niedersachsen, Groningen, Grafschaft Kleve
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 2 200 000

    Hauptstadt: Bielefeld (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Enschede (Stadtbefestigung 1, Stadtschloss 1)
    Wichtige Festungen: Braunschweig (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Khan Friedrich I. (seit 1704, *1687)

    Verstorbene Monarchen: Khan Heinrich I. (1698-1704, *1651)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung von Sonntagsschulen
    1702: Einrichtung von Zuchtgestüten
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Einrichtung einer Geschützgießerschule in Braunschweig
    1705: Einführung des „Bildungsplans 05“ nach englisch-böhmischem Vorbild

    Besondere Gebäude:
    1704: Geschützgießerschule in Braunschweig


    Steuereinnahmen: 680 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 179 S

    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 11%
    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 110 000 S

    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 565 000 S zu 11% Zinsen, also insgesamt 627 150 S


    Waffentragende Bevölkerung: 1,1 Minghan SR, 0,6 Minghan LR, 2,9 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,5 Minghan LR, 1,5 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen)

    Geschütze: -
    Besondere Geschütze: 1,2 Regimenter Belagerungsartillerie V
    Schiffe zu Jahresbeginn 1705: 1*100 III, 4*50 III, 4*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Neubauten: 4*50 III, 2*25 III (Vasallen)
    Schiffe Anfang 1706: 1*100 III, 8*50 III, 6*25 III, 12*25 II (Vasallen)
    Söldner: 1,5 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten:

    Verluste 1705: -

  5. #5
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    Landgrafschaft Hessen

    Die Arbeit am „Bildungsplan III“ wird mit großer Motivation begonnen, dürfte aber sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den deutschsprachigen Ländern Hessen und Schwaben deutlich leichter als diejenige mit Frankreich. Man weiß aber bereits aus Böhmen und England, dass die Erarbeitung eines solchen Planes eine längerfristige Angelegenheit ist. Zudem hat man noch genug Geld zur Verfügung. Es wäre also kein Problem, die Arbeit einfach geduldig fortzuführen.

    Die böhmischen Handelsprivilegien erweisen sich als außerordentlich nützlich und helfen dabei, Hessen noch stärker zu einem Zentrum des mitteleuropäischen Warenaustauschs werden zu lassen.

    Auch die Krönung des neuen Landgrafen und der Weiterbau der Kaiser-Kebek-Straße gelten als wichtige Erfolge dieses Jahres. Man weist aber erneut darauf hin, dass der Landgraf in Bezug auf die Baufortschritte mit veralteten Zahlen operiert. Die korrekte Länge ist in der Jahresauswertung angegeben.


    Besonderheiten:
    Der Söldnermarkt Kassel ermöglicht es dem Khan, Truppen zu einem vergünstigten Satz unter Vertrag zu nehmen. Alle Regimenter zu Fuß kosten 10000 S weniger als angegeben.
    Die Messe Frankfurt und die nach der Exilierung vieler Loyalisten geschwächten Zünfte in den Städten des Khanats ermöglichen es dem Khan, in anderen deutschen Ländern jedes Jahr Handwerker durch finanzielle Anreize abzuwerben.
    Die Universität Marburg mit einer sehr angesehenen juristischen Fakultät kann auf Wunsch wirksame „Gefälligkeitsgutachten“ ausstellen, um die Politik des Khans zu untermauern.


    Herrschaftsgebiet: Hessen, Westthüringen, Unterfranken
    Vasallen: Ostthüringen, Sachsen-Leipzig, Nordwürttemberg (etwa die Kreise KÜN, TTB, SHA)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 900 000

    Hauptstadt: Marburg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Kassel (Stadtschloss 3)
    Wichtige Festungen: Frankfurt (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Landgraf Shibani I. (seit 1704, *1667)

    Verstorbene Monarchen:
    Kaiser Kebek II. (1668-1701, *1619)
    Landgraf Kebek III. (1701-1704, *1641)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes, Planung einer Kaiser-Kebek-Straße
    1702: Umwandlung des Khanats in die Landgrafschaft Hessen
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Handelsgesandtschaften in die fünf umliegenden Länder und nach Frankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“

    Offene Projekte:
    1702-17XX: Mittlere Straße (Kaiser-Kebek-Straße) zwischen Marburg und Kassel (35/100 Meilen // 525 000 S / 1 500 000 S)

    Bisherige Rechtsgutachten:
    25. 4. 1703: Feststellung, dass Italien den Landfrieden von Barcelona gebrochen habe


    Steuereinnahmen: 530 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 35 000 S
    Sonstige Einnahmen: -
    Entrichtete Tribute: 30 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S (kein Abgabebonus)
    Soldkosten:
    Weitere feste Ausgaben:
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: -

    Waffentragende Bevölkerung: 0,2 Minghan LR, 0,5 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,3 Minghan SR, 0,1 Minghan LR, 2,4 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Feldartillerie III, 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Regimenter LR (Kassel)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  6. #6
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    Khanat Baiern

    Das Jahr 1705 stand in Baiern ganz unter dem Eindruck der Hofmusik, die als Ergänzung zum gesungenen Stundengebet und zur liturgischen Musik mit bedeutenden Mitteln ausgestattet wurde. Dabei stehen sakrale und weltliche Gesänge und Instrumentalstücke nicht einfach nur nebeneinander, sondern werden mit Erfolg zu einem größeren Ganzen vereint. Baiern gewinnt dadurch den Ruf einer kulturellen Hochburg, und erstmals gelingt es sogar, einige Gelehrte, Künstler und andere wichtige Höflinge aus Gent und Paris abzuwerben. Gerade deutschsprachige Amtsträger finden so manchmal den Weg zurück nach Osten.

    Dem dient auch die Bekämpfung von Raubdrucken der „Zwölf Nächte“, denn auch hier kann Baiern kulturell und wirtschaftlich von seiner Führungsrolle profitieren. Man hofft, dass der höhere Hofetat das Ganze nochmals verstärken wird, sobald er sich auswirkt. Mallersdorf erhält jedenfalls zahlreiche Anfragen nach einer Neuauflage des Werkes.

    Die kaiserliche Familie aus der Region um Altötting und Burghausen nimmt an der Hochzeit zu Gent teil, nur Benedikt I. fügt sich wie üblich der Generaloberin und verzichtet auf eine Reise. Dabei bemühen sich die wichtigsten Mitglieder des Adelsgeschlechts, mit Burgund mitzuhalten, was aber nicht ganz gelingt. Dadurch verliert der Kaiser ein wenig an Prestige gegenüber dem mächtigen Herzog, der zudem dank seiner persönlichen Anwesenheit ganz anders hervortreten kann. In diesem Jahr stagniert der Gemeine Pfennig so erstmals, während die bairischen Steuer- und Zolleinnahmen weiter steigen.

    Das Projekt zur Römisch-Deutschen Wasserkunst wird mit einem Schwerpunkt im Bereich der städtischen Wasserversorgung fortgeführt und erneut mit 600000 S ausgestattet, was eine gute Weiterentwicklung des Projekts ermöglicht.

    Insgesamt spricht man also erneut von einem guten Jahr für Baiern und auch für das ganze römisch-deutsche Reich, selbst wenn aus dem Ostseeraum schlechte Nachrichten kommen. Es wäre aber vermutlich möglich, in der Region an Einfluss und Prestige zu gewinnen, wenn man Brandenburg, den Deutschen Orden und die Hanse bei der Sicherung ihrer Seewege unterstützen würde.


    Besonderheiten:
    Das Khanat verfügt über eigene SI-Einheiten, die von den Klöstern ausgerüstet werden.
    Das bairische Kunsthandwerk gilt als außergewöhnlich vielfältig und relativ krisensicher.
    Die Bildung der Jugend erfolgt fast ausschließlich an lokalen Klosterschulen für Mädchen oder Knaben. Im Land können daher sehr viele Menschen lesen und schreiben.

    Herrschaftsgebiet: Ober- und Niederbayern, Salzburg, Schwaben, Oberpfalz, Mittelfranken
    Vasallen: Oberfranken, Südwestsachsen (Plauen-Freiberg), Osttirol (Innsbruck-Hochfilzen)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 900 000

    Hauptstadt: München
    Hauptresidenz: Abtei Frauenchiemsee (Klosteranlage 6)
    Wichtige Festungen: Landshut (3)

    Staatsoberhaupt (repräsentatives Wahlamt): Kaiser Benedikt I. (seit 1692/1701, *1645)
    Bairische Generaloberin (Spielfigur): Mutter Adelburga Maria (seit 1694, *1622)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ratgeber für selbstbewusste Frauen
    1702: Reichssynode in Herrenchiemsee
    1703: Federführende Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Veröffentlichung der Märchensammlung „Zwölf Nächte“ aus dem Kloster Mallersdorf
    1705: Einführung einer bairischen Hofmusik aus sakralen und weltlichen Elementen


    Steuereinnahmen: 460 000 S
    Einnahmen aus dem Gemeinen Pfennig (Kaiserreich): 950 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 414 000 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 400 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: -

    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 Minghan SR, 5,7 SI, 0,5 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 Minghan SR, 0,3 Minghan LR, 1,9 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: -
    Schiffe: -
    Söldner: -
    Seit dem Frühjahr 1702 stehen 2,0 Minghan LR aus Ungarn im Khanat Baiern

    Im Felde stehende Einheiten:

    Verluste 1705: -

  7. #7
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    Markgrafschaft Brandenburg

    Die Kollegien werden wie geplant eingerichtet und sollen Anfang 1706 die ersten Studenten aufnehmen können. Um Böhmen nicht vollständig zu kopieren und eine eigene Tradition zu bilden, wurde der Zuschnitt der Kollegien leicht verändert. Interessant ist dabei, dass viele junge Männer aus Ungarn, Böhmen, Baiern, Finnland und auch aus der Markgrafschaft sich für das „mongolische“ Kolleg entscheiden, das daher als etwas prestigeträchtiger gilt.

    Der Handelsposten wird weiter eingerichtet und könnte mit 100000 S fertiggestellt werden. Man leidet aber ähnlich wie die Kalmarer Union und Lübeck stark unter dem Abzug großer Teile der Narwa-Flotte. Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Landes verlagert sich daher etwas ins Inland, wo man vom Handel mit Böhmen, Hessen, Westfalen und den Satrapien profitiert. Auch die Präsenz des Deutschen Ordens wirkt sich vorteilhaft aus. Dennoch wäre es vermutlich sinnvoll, die Schiffsbaukapazitäten aus Narwa in diesem Jahr für Brandenburg selbst zu nutzen und sich vielleicht auch mit den übrigen Ostseeanrainern abzustimmen.


    Besonderheiten:
    Die Markgrafschaft hat aufgrund eines Vertrages Albrechts III., der unter Albrecht IV. im Jahr 1702 stark abgewandelt wurde, Anspruch auf Subsidien aus der Satrapie Krakau in Höhe von 90000 S zuzüglich eines Anteils der Zolleinnahmen aus dem Handel zwischen Krakau und der Region Stettin (natürlich zu Lasten von Krakau, nicht von Finnland), der abhängig vom Handelsvolumen zwischen 10000 S und 60000 S beträgt.
    Die Universität Rostock bildet besonders gute Verwaltungskräfte für den Hofdienst aus.
    Die Flotte des Landes kann in Narwa jedes Jahr drei Schiffe zum Normalpreis bauen lassen.

    Herrschaftsgebiet: Brandenburg, Mecklenburg, Schleswig, Holstein, Sachsen-Anhalt
    Vasallen: Ostsachsen (Freiberg-Görlitz)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 750 000

    Hauptstadt: Berlin
    Hauptresidenz: Schwerin (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Markgraf Albrecht IV. (seit 1688, *1651)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Vorbereitung einer Balleigründung des Deutschen Ordens als Wirtschaftsförderung
    1702: Diplomatische Gesandtschaft nach Krakau
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Bau eines Handelspostens in Narwa
    1705: Einrichtung zweier Kollegien für die Universität Rostock

    Besondere Gebäude:
    1705: „Heiliger-Großkhan-Putraq-Kolleg“ und „Kaiser-Kebek-Kolleg“ in Rostock

    Offene Bauprojekte: Handelsposten in Narwa (400 000 S/ 500 000 S)


    Steuereinnahmen: 210 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Subsidien aus der Satrapie Krakau: 100 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 13 000 S

    Entrichtete Tribute: 25 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S
    Soldkosten:
    Weitere feste Ausgaben: 40 000 S pro Jahr von 1701 bis 1710 (Schuldendienst) sowie 2 000 S (Verwaltung für die beiden Kollegien)

    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: -


    Waffentragende Bevölkerung: 2,2 Minghan SR, 0,7 Minghan LR, 2,2 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 Minghan LR, 1,5 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: Stufe II im Land, Stufe IV in Narwa (bis zu drei Schiffe pro Jahr)

    Geschütze: -
    Schiffe: 11*25 II
    Söldner: -

    Im Land stehende Truppen: 1,0 Minghan LR aus dem Khanat Ungarn, seit Januar 1703 außerdem 1,0 Minghan LR aus der Satrapie Krakau (bis Ende 1711 kostenfrei)

    Im Felde stehende Einheiten:

    Verluste 1705: -


    Länder, für die man Stufe-IV-Schiffe aus Narwa bestellen würde (für 15000 S bei einem 50-Mann-Schiff IV und 8000 S bei einem 25-Mann-Schiff IV)

    Deutscher Orden
    Deutsche Hanse
    Großfürstentum Finnland
    Khanat Baiern/ Römisch-deutscher Kaiser
    Khanat Westfalen
    Pfalzgrafschaft bei Rhein

  8. #8
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    Pfalzgrafschaft bei Rhein

    Die Handels- und Handwerkerbank, deren Statuten man nahezu wörtlich aus der Schweizer Eidgenossenschaft übernimmt, wird ohne Probleme eingerichtet und kann einen großen Teil der zur Verfügung gestellten Summe in das Kreditgeschäft investieren. Die „pfalzgräfliche Bank“ gewinnt schnell an Ansehen und kurbelt die Konjunktur deutlich an.

    Dasselbe gilt für den Ausbau des Straßennetzes, der in dem eher kleinen Land natürlich sehr schnell gute Ergebnisse verspricht. Mittlerweile gelingt es sogar, einen Teil des Handels aus Burgund nach Osten zu verlagern, weil man über die größere Sicherheit und die besseren Wege verfügt. Einige Handelsgilden raten daher zum Bau einer echten Handelsmagistrale nach hessischem oder schwäbischem Vorbild in Ost-West-Richtung.

    Die Forderungen mehrerer Städte wurden wie verlangt beglichen, und bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass es hier zu Betrugsversuchen kam. Es steht allerdings manchmal in Frage, ob Diebstähle oder Sachbeschädigungen wirklich von Fahrendem Volk begangen wurden oder ob sich die Behörden hier teilweise von Vorurteilen leiten lassen. Es ist vermutlich aber ein annehmbarer Preis für den starken Geheimdienst, den man im Balduinsbund gewonnen hat. Die eigenen Kontrollen sorgen zudem dafür, dass einige kommunale Behörden mittlerweile deutlich vorsichtiger sind, das fahrende Volk bei eher unklarer Beweislage anzuklagen. Dadurch sinken auch die Forderungen der Städte an den Balduinsbund auf weniger als die Hälfte.

    Die Delegationen zum Deutschen Hansetag und zur Konferenz von Venedig stärken neben den internationalen Handelskontakten auch die diplomatische Position des mittlerweile sehr angesehenen Landes und seines Pfalzgrafen. Auch der Landtag war ein Erfolg und zeigte, wie beliebt Balduin I. geworden ist.

    Wirtschaftlich setzte sich der Aufschwung der Pfalzgrafschaft weiter fort, zumal die Krise in Westeuropa nicht so stark ausfiel wie befürchtet. Gerade die Handelsbeziehungen zu den Ländern der französischen Krone und ihrer Vasallen nahmen sogar nochmals deutlich an Intensität zu.


    Besonderheiten:
    Der Pfalzgraf hat direkten Zugriff auf das Erzbistum Mainz und damit zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Zudem kann er ein Veto gegen einen Kandidaten einlegen, da der Erzbischof das freie Krönungsrecht erhalten hat.
    Die Universität Heidelberg ist eine Einrichtung der Bürger. Daher studieren dort auch sehr viele Ausländer, die von den Handelshäusern der Stadt häufig angeworben werden und so die Verbindungen der Kaufleute in andere Regionen erweitern.
    Als Dank für die bedeutende Rolle des Landes bei der Erneuerung des Kaisertums erhielt die am Rheinufer vor Heidelberg gelegene Siedlung Mannheim als einziger Rheinhafen das Stapelrecht zugesprochen, das auf dem Rhein sonst vertraglich ausgeschlossen ist.
    Der Pfalzgraf wird als „Vater des fahrenden Volkes“ verehrt und hat über die erstaunlich gut vernetzten Gruppen dieser Gesellschaftsschicht Zugriff auf Informationen aus den meisten Ländern Europas. Dies wirkt sich wie eine Art Geheimdienst aus, der zwar (anders als eingerichtete Dienste) nicht überall frei einsetzbar ist, dafür aber eine viel geringere Vorbereitungszeit benötigt und außerdem nicht gesondert finanziert werden muss.

    Herrschaftsgebiet: Rheinland-Pfalz (ohne Mainz und Trier), Nordbaden, östliches Saarland
    Vasallen: Erzbistum Mainz
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 850 000

    Hauptstadt: Heidelberg (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Heidelberg (Stadtschloss 4)
    Wichtige Festungen: Speyer (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Pfalzgraf und Reichserztruchsess Balduin I. (seit 1684, *1647)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1702: Kaiserkrönung Benedikts I. in Mainz
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Unterstützung des Balduinsbundes, einer freien Organisation für Fahrendes Volk
    1705: Gründung der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk in Mannheim


    Steuereinnahmen: 690 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Rücklagen des Balduinsbundes für das fahrende Volk: 130 000 S
    Einlagen der pfalzgräflichen Bank für Handel und Handwerk: 195 000 S (davon 140 000 S verliehen)
    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 110 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Forderungen verschiedener deutscher Kommunen an den Balduinsbund: 40 000 S
    Fällige Kredite: 350 000 S aus der Eidgenossenschaft zu einem Zinssatz von 10%, insgesamt also 385 000 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,3 Minghan SR, 0,3 Minghan LR, 4,6 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 Minghan LR, 0,1 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 1,0 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Lüttich)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  9. #9
    Zurück im Norden
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    Herzogtum Schwaben

    Die Arbeit am „Bildungsplan III“ wird mit großer Motivation begonnen, dürfte aber sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den deutschsprachigen Ländern Hessen und Schwaben deutlich leichter als diejenige mit Frankreich. Man weiß aber bereits aus Böhmen und England, dass die Erarbeitung eines solchen Planes eine längerfristige Angelegenheit ist. Zudem hat man noch sehr viel Geld zur Verfügung, da es bislang keine staatlichen Schulen gibt, für die Lehrer in Dienst genommen werden müssten (oder könnten). Es wäre also kein Problem, die Arbeit einfach geduldig fortzuführen.

    Auch das zweite wichtige Projekt dieses Jahres geht gut voran, ist aber noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Straße sollte 1706 dann für den Verkehr geöffnet werden können. Wie beim Bildungsplan sind dafür keine weiteren Investitionen nötig. Die Kaufleute sind sehr dankbar, dass der Herzog sich des Themas annimmt.

    Die Handwerkerkasse hat den erhofften positiven Effekt auf den ländlichen Raum, der sich nach der Vervielfachung ihrer Einlage verstärkt. Zudem hoffen auch die Handwerker auf einen wirtschaftlichen Aufschwung, sobald die Straße fertiggestellt ist.

    Der Tod von Herzog Ulrich nach 21jähriger Herrschaftszeit stellt einen tiefen Einschnitt in der Landesgeschichte dar. Sein Sohn Eberhard übernimmt die Regierung mit dem Versprechen, die kluge und maßvolle Politik seines Vaters fortsetzen zu wollen. Zugleich zeigt sich, dass einige der bisherigen politischen Richtlinien wie die Austeritätspolitik etwas an Bedeutung verloren haben. Man darf also davon ausgehen, dass der neue Herzog durchaus einige Veränderungen anstreben und eigene Akzente setzen wird.

    Die wirtschaftliche Situation ist dank der stabilen Zusammenarbeit aller deutschen Fürsten, der Einnahmen des Hansestages und der guten Nachfrage nach Handwerksprodukten trotz der leichten Krise in Westeuropa weiterhin zufriedenstellend. Man darf also 1706 auf weiter steigende Steuer- und Zolleinnahmen hoffen. Auch die Sicherheitslage bleibt dank der angeworbenen Söldner fast überall stabil.

    Das Verbot von Nachdrucken der „12 Nächte“ wird weitgehend durchgesetzt, auch wenn es Vermutungen gibt, dass einige Drucker in den Vasallengebieten und in Oberschwaben das lukrative Werk dennoch weiter produzieren und einfach einen anderen Ort angeben. Die Bezeichnung „Frankfurt-Leipzig“ gilt dabei oft als Chiffre für einen Druck, bei dem man den eigentlichen Ort nicht enthüllen möchte.


    Besonderheiten:
    Die Erfahrung der Tiroler Invasion motivierte viele Stadtbürger dazu, ihre Heimat besser zu schützen. In Schwaben haben Festungsgeschütze immer die Wirkung der nächsthöheren Technologiestufe.
    Die Universität Tübingen hat eine gegenüber dem Heiligen Stuhl sehr kritische Fakultät für Theologie. Dadurch haben die württembergischen Pfarrer ein starkes Heimatgefühl und werden in Konfliktfällen häufiger die Position des Herzogs stärken.
    Da viele schwäbische Bauern nur wenig Land besitzen und lange mit wechselnden Gesetzen zum Erbrecht umgehen mussten, arbeiten sie häufig zusätzlich im Auftrag reicher örtlicher Handwerker. Die Bauern tragen dadurch erheblich zur Handwerksproduktion bei.

    Herrschaftsgebiet: Württemberg (ohne den hessischen Norden und den Kreis Konstanz)
    Vasallen: Südbaden, Kreis Lindau, Vorarlberg, Westtirol (St. Anton – Völs)
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 900 000

    Hauptstadt: Stuttgart
    Hauptresidenz: Urach (Stadtbefestigung 2, Burgschloss 2)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog Eberhard III. (seit 1705, *1670)

    Verstorbene Monarchen:
    Herzog Ulrich I. (1684-1705, *1647)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Landesreise des Herzogs durch alle Regionen Schwabens
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Einführung einer Handwerkerkasse
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“

    Abgeschlossene Bauprojekte:
    1705/06: Mittlere Straße von Urach nach Ulm (60 Mongolische Meilen)


    Steuereinnahmen: 440 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Verbliebene Mittel der Bildungsplankommission: 108 000 S
    Einlagen der Handwerkerkasse: 250 000 S (davon 215 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: 15 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 100 000 S
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: Inlandskredit über 1 069 000 S zu 12% Zinsen, insgesamt also 1 197 280 S


    Waffentragende Bevölkerung: 0,4 Minghan SR, 0,3 Minghan LR, 2,9 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,1 Minghan SR, 0,1 Minghan LR, 0,4 Regimenter DR, 1,9 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 1,0 Regimenter Festungsgeschütze III
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Pilsen)


    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  10. #10
    Zurück im Norden
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    Schweizerische Eidgenossenschaft

    Die Professionalisierung der vor vier Jahren eingeführten Fest- und Wettkampfspiele dürfte dank des sehr hohen Preisgeldes und der Teilfinanzierung besserer Wettkampstätten in den nächsten Jahren deutlich vorankommen. Schließlich darf ein Handwerker- oder Bauernsohn nun hoffen, aller materiellen Sorgen enthoben zu werden, wenn er einmal Schwingerkönig oder Sieger eines anderen bedeutenden Wettbewerbs wird. Dadurch sind einige Familien sogar bereit, auf die Arbeitskraft eines talentierten jungen Mannes zu verzichten, um von einem möglichen Sieg profitieren zu können. In einigen wirtschaftlich fortgeschrittenen Städten wie Basel, Zürich und Bern gibt es sogar bereits erste Kreditsysteme, um die begabtesten Wettkämpfer zu unterstützen (und später einen Gewinn zu erzielen).

    Die Eidgenössische Bank für Handel und Handwerk setzt ihre Arbeit mit Erfolg fort und kann auch die zusätzlichen Mittel gut nutzen. Viele Handwerker profitieren auch von der höheren Nachfrage in Italien, so dass die Bundeskasse deutlich höhere Einnahmen erzielt.

    Der dritte Bauabschnitt der Prachtallee Bern-Zürich wird fertiggestellt und sorgt ebenfalls für ein günstiges wirtschaftliches Klima.

    Das Kreditgeschäft trägt weiterhin erheblich zu den Bundeseinnahmen und zur politischen Bedeutung der Eidgenossenschaft bei, auch wenn es in Venedig zu Kritik aus mehreren europäischen Ländern an der Vergabepraxis der Kredite kam.


    Besonderheiten:
    Der bedeutende Söldnermarkt des Landes untersteht der Kontrolle der Kantone. Wenn die Bundesversammlung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit ausruft, können bis zu fünf Regimenter jeder vorhandenen Waffengattung nach den üblichen Regeln rekrutiert werden.
    Die Eidgenossenschaft erkennt als letztes mitteleuropäisches Land den Großkhan als ihren Oberherrn an. Sie kann daher aus Dagomys vergünstigte Kredite abrufen.
    Als Gegenleistung für die Solddienste der Eidgenossen stellt der Söldnermarkt Kiew den Schweizern bis zu vier Minghan LR zum halben Preis zur Verfügung.

    Herrschaftsgebiet: Schweiz, Liechtenstein, Oberelsass
    Vasallen: Aostatal, Bistum Konstanz, Nordostsavoyen
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 1 100 000

    Hauptstadt: Keine
    Bundesstadt mit mongolischem Residenten: Bern (Stadtbefestigung I)
    Wichtige Festungen: -
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Bundesammann Samuel Frisching (seit 1698, *1638)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schweizerische Fest- und Wettkampfspiele (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Einrichtung eines Chausseeamtes
    1703: Einrichtung des Schweizer Verwaltungsamtes (1704 zur Schule umgewidmet)
    1704: Gründung der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk in Zürich
    1705: Professionalisierung der Schweizerischen Fest- und Wettkampfspiele (künftig alle fünf Jahre geplant)

    Besondere Gebäude:
    1704: Verwaltungsschule in Bern

    Offene Bauprojekte (1703-17XX): Prachtallee zwischen Bern und Zürich (39 von 130 Meilen, 1 000 000 S von 3 550 000 S)


    Steuereinnahmen: 440 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 5 000 S
    Einlagen der der Eidgenössischen Bank für Handel und Handwerk: 135 000 S (davon 135 000 S verliehen)

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 8% (aus Dagomys, reduziert)

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 150 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben:
    Ausgaben während des Jahres: -

    Aufgenommene Kredite (zu 8% Zinsen aus Dagomys): 23 790 140 S, mit Zinsen 25 693 351 S
    Vergebene Kredite (zu 10% Zinsen): 22 898 226 S, mit Zinsen 25 188 048 S
    Verluste aus dem Kreditgeschäft: 505 303 S (wegen des eigenen Kredits von 891 914 S)

    Waffentragende Bevölkerung: 0,1 Minghan LR, 10,4 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 Minghan LR, 0,3 Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe II
    Schiffsproduktion: -

    Geschütze: 0,5 Regimenter Feldartillerie II
    Schiffe: -
    Söldner: 1,0 Minghan LR* (Kiew, vergünstigt)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  11. #11
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    Deutsche Hanse

    Die vollkommen außergewöhnliche und unerwartete Idee des Hansebürgermeisters stößt zu Beginn auf erheblichen Widerstand, doch da er Ulm und Hamburg auf seine Seite zu ziehen vermag und seine „Sonderfähigkeit“ besonderer Überredungskunst aufgrund eines Fehlers des Lübecker Stadtschreibers Hans Schnee nicht eingeschränkt wurde, gelingt es ihm, den Ulmer Hansetag zur Billigung des Vorhabens zu bringen. Nun fangen die Schwierigkeiten aber erst an: Bislang wurden die Steuer- und Zolleinnahmen von den Städten eingezogen und dem Bund anteilig übertragen. Zudem wurden die Bürgerrechte von Stadt zu Stadt nach unterschiedlichen Kriterien vergeben. Alles Gejammer der geplagten Amtmänner hilft aber nichts, die Reform muss umgesetzt werden. Mit Hilfe der reichen Kölner Kaufmannswitwe Sidonie Steinbergerin gelingt es am Ende doch, die Kommunen rechnerisch zu trennen und so Stimmrecht und Steueraufkommen annähernd in Übereinstimmung zu bringen. Nur das Bürgerrecht wird weiterhin unterschiedlich restriktiv vergeben, doch auch hier hat die kluge Kauffrau eine Lösung parat: Da es sich bei der städtischen Bevölkerung ohne Bürgerrecht ohnehin überall um das einfache Volk handelt, wird die Gesamtzahl der Stimmen sehr hoch angesetzt, wodurch Städte mit kleiner Bürgerschaft nur geringe Nachteile erleiden.

    Als das Steuer- und Zollaufkommen für 1705/06 berechnet wird, zeichnet sich ab, dass sechs Kommunen auf besonders wohlhabende Bürger zählen können, und zwar Hamburg, Lübeck, Köln, Ulm, Duisburg sowie (mit einem kleinen Abstand) Bremen. Neuss, Lüttich, Aachen und Metz sind hingegen deutlich ärmer. Diese vier Städte schicken daher nur noch wenig Geld nach Lübeck, da sie ohnehin kaum eine Chance haben, ein nennenswertes Stimmrecht zu bekommen. Zwischen den übrigen Räten (besonders den „Großen Fünf“ Hamburg, Lübeck, Köln, Duisburg und Ulm) entbrennt hingegen ein regelrechter Wettbewerb um den Einfluss im künftigen Hansetag, so dass die Mittel des Bundes sprunghaft ansteigen. Lübeck gerät dabei wegen der Krise im Ostseeraum ein wenig ins Hintertreffen, aber da die Stimmrechte variabel sind, könnte sich das auch schnell wieder ändern. Um das Stimmrecht nun ständig nutzen zu können, wird ein „Immerwährender Hansetag“ in Lübeck eingerichtet, auf dem Vertreter der Kommunen und ihrer Steuerzahler vertreten sind. Der Hansebürgermeister kann damit jederzeit eine Abstimmung über wichtige Fragen durchführen lassen – allerdings wird dies nun von den wohlhabenden Bürgern auch erwartet, nachdem sie viel Geld für ihre Stimmen bezahlt haben.

    Der Ulmer Hansetag ist auch ansonsten ein Erfolg: Die offene und öffentliche Diskussion zur Struktur des Bundes und zur Erschließung neuer Märkte sorgt für großes Vertrauen im In- und Ausland und führt zu einem günstigen Investitionsklima, und die Städte im Süden und Westen fühlen sich politisch etwas aufgewertet. Angesichts der irischen Krise schlagen die Delegierten zwei mögliche Strategien vor: So könne man den Handel ganz allgemein fördern und auf freien Warenaustausch setzen; man hätte aber auch die Option, eine Region mit ähnlichen Mitteln wie Burgund zu monopolisieren.

    Prinzipiell böten sich dabei der Ostseeraum, Westafrika oder die amerikanischen Teilreiche an, während Indien und Südosteuropa weniger gewinnträchtig erscheinen. Dabei wäre man möglichen europäiscghen Mitbewerbern (außer den Iren) wohl wirtschaftlich recht klar überlegen, was man außerhalb der Großkhanate durch den Erwerb von Privilegien noch verstärken könnte. Der eher kleine Binnenmarkt der Hanse dürfte den Bund aber unter Umständen dazu zwingen, Kompromisse mit möglichen Absatzmärkten einzugehen. Beide Strategien wären also möglich und könnten je nach Situation Erfolg haben.

    Das Reichskriegsgesetz wird (auch dank Scholtens Ansehen) problemlos befürwortet, so dass man militärisch ebenfalls eine gewisse Sicherheit gewinnen würde. Zum Ausgleich wären die meisten Städte sogar bereit, auf ihrem Gebiet gegen Raubdrucke vorzugehen, die gegen kaiserliche Privilegien verstoßen.

    Die Handelsbank konnte die neuerlich erhöhte Einlage nutzen und für den Handel verfügbar machen. In Süddeutschland ist man zudem für die gespendeten Handelswaren dankbar, die im Umfeld des Hansetages zur Verfügung gestellt werden.

    Die Handelsexpedition in den Ostseeraum erbrachte einen kleinen Gewinn, zumal man dank der Kriegsschiffe weniger stark von Piraten bedroht ist als andere Kaufleute. Schiffe können ähnlich wie Artillerieregimenter und Söldner ohne Mobilisierungskosten ausgesandt werden, so dass die Expedition mühelos vonstattenging. Allerdings muss man Olof Scholten mitteilen, dass der Unterhalt für das Handelsschiff leider nicht gemindert werden kann. Auch die CTC, die RNC und die WMC müssen wie die Hanse und der Heilige Bimbam die vollen Kosten für diese Fahrzeuge tragen.

    Die älteren Schiffe wurden wie angeordnet zu Jahresbeginn aufgegeben, was aber ein wenig dazu beitrug, den Ostseeraum in eine Krise zu stürzen. Zwar merkte man das in diesem Jahr an den Steuereinnahmen durch die Einführung der Timokratie nicht direkt, der Wohlstand Lübecks, Bremens und Hamburgs ist aber zurückgegangen. Die Hafenstädte verlangen daher, dass die Flotte in diesem Jahr wieder ausgebaut werden soll, zumal man die nötigen Mittel zur Verfügung habe. Köln und Duisburg haben bereits ihre Unterstützung für diese Position angekündigt, so dass die Räte und die wohlhabenden Bürger dieser Bundesmitglieder eine deutliche Mehrheit für ein Schiffsbauprogramm hätten. Zudem hofft man, im Ostseeraum weiteren politischen Einfluss gewinnen zu können, wenn man den Schutz der Seewege mit Schiffen der Hanse sicherstellt.

    In den übrigen Hansestädten ist die wirtschaftliche Situation in diesem Jahr hingegen sehr günstig, und man darf 1706 auf einen weiteren Aufschwung hoffen.


    Besonderheiten:
    Der Städtebund hat zahlreiche Handelsprivilegien im mongolischen Ostseeraum und in den drei nordischen Königreichen dauerhaft vertraglich vereinbart.
    Jede Hansestadt unterhält auf eigene Kosten zwischen 0,5 und 2,5 Reg. Festungsartillerie.
    Der Bürgermeister von Lübeck bekleidet stets einen unbetitelten mongolischen Adelsrang.


    Bundesstädte: Lübeck, Hamburg, Bremen, Köln, Duisburg, Neuss, Lüttich, Metz, Aachen, Ulm
    Vasallen: Hochstift Köln, Hzm Jülich, Friesland (NL), Amsterdam, Gotland, Aland, Helgoland
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 550 000

    Vorort (eine Art Bundeshauptstadt): Lübeck (Stadtbefestigung 4)
    Wichtige Festungen: Köln (4), Ulm (5), andere Bundesstädte (3), Aland (3), Gotland (4)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Erster Hansebürgermeister Olof Scholten (seit 1697, *1631)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Jahrhundertbuch der Hanse
    1702: Gründung der Hanseatischen Handelsbank
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Bau der „Britanic“ (800-Mann-Handelssegler III) als Prototyp der neuen Taurus-Klasse
    1705: Hansetag in Ulm zur Umwandlung des Bundes in eine Art Timokratie

    Stimmenanteile auf dem Immerwährenden Hansetag zu Lübeck (1706):
    Lübeck: 6%+3%
    Hamburg: 5%+9%
    Bremen: 5%+6%
    Köln: 5%+11%
    Duisburg: 5%+7%
    Neuss: 5%+0%
    Lüttich: 5%+1%
    Metz: 5%+0%
    Aachen: 5%+0%
    Ulm: 5%+12%


    Steuereinnahmen: 1 440 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Einnahmen der Handelsfahrt: 17 000 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 11%
    Einlagen der Hanseatischen Handelsbank: 280 000 S (davon 280 000 S verliehen)

    Hofhaltungskosten: (Vorjahr): 90 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten:
    Weitere feste Ausgaben:
    Zusätzliche Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite:
    Kredit zu Jahresbeginn: 300 000 S im Inland zu 11% Zinsen, also 333 000 S
    Sonderkredit für den Unterhalt der Britanic: 36 000 S im Inland zu 11% Zinsen, also 39 960 S

    Waffentragende Bevölkerung: 5,5 Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,4 Minghan LR, 0,5 Regimenter LI
    Städtische Festungsgeschütze II: 0,1 (Ulm, Bremen, Neuss, Aachen)
    Städtische Festungsgeschütze III: 0,9 (Ulm), 0,8 (Köln), 0,6 (Hamburg, Lübeck), 0,5 (Duisburg, Lüttich, Metz), 0,4 (Bremen, Neuss, Aachen)

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe III


    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III
    Schiffe Anfang 1705: 3*300 III, 1*200 II, 3*100 III, 24*50 III, 11*50 II, 10*25 III, 14*25 II
    Neubauten: -
    Aufgegebene Schiffe: 1*200 II, 11*50 II, 14*25 II
    Schiffe Anfang 1706: 3*300 III, 3*100 III, 24*50 III, 30*25 III
    Staatliche Handelsschiffe: 1*800 III (Prototyp der Taurus-Klasse)
    Anmerkung: Handelsschiffe fahren normalerweise mit etwa einem Viertel oder einem Fünftel der Besatzung eines Kriegsschiffes; es handelt sich also um eine Größenrelation, nicht um die Mannschaft, die man bei Handelsunternehmungen wirklich einsetzt. Dennoch werden für diese Schiffe die üblichen Unterhaltskosten fällig.
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Kiew)

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  12. #12
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    Deutscher Orden

    Der Bau eines Handelshafens 1 bei Stralsund wird mit großer Motivation begonnen. Er sorgt auch für zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten in der Region, doch schließlich führt die Krise im Ostseeraum zu einer erheblichen Verzögerung. Diese kann zwar im Herbst wieder aufgeholt werden, aber der Rückgang des Handels könnte den Nutzen des Projekts in Frage stellen. Die Küste Vorpommerns selbst bleibt von den Seeräubern aber weitgehend verschont, da die Ordensflotte zu ihrem Schutz ausreicht.

    Das Musterlandgut auf Rügen nimmt seine Tätigkeit auf, wird aber von den Bauern bislang eher kritisch beäugt.

    Auch die Untersuchungen zur Wasserkunst in den außerdeutschen Balleien wurden recht erfolgreich fortgesetzt. Zudem nahm die Zahl der Wismarer Ritter erneut leicht zu.


    Besonderheiten:
    Der Orden erhält die Überschüsse aus den Balleien in Schweden, Deutschland und England.
    Die berittenen Ordensaufgebote erfordern nur 10 S Handgeld, das an die Balleien fällt.
    Der Orden verfügt über SI, die von den Balleien unterhalten und ausgebildet wird.

    Herrschaftsgebiet: Vorpommern, Balleien in Schweden, Deutschland und England
    Vasallen: -
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 60 000

    Hauptstadt: Keine
    Sitz des Hochmeisters: Stockholm (Balleifestung 1)
    Tagungsort des Generalkapitels: Uppsala (Balleifestung 4)
    Wichtige Festungen: Stralsund (2)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Hochmeister Louis-Thomas von Savoyen (seit 1699, *1657)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Schulförderung/ Christliches Schulwesen
    1702: Aufbau der Ballei Wismar
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Bau eines Musterlandguts (mittel) auf Rügen
    1705: Bau eines Handelshafens 1 in Stralsund

    Besondere Gebäude:
    1704: Musterlandgut auf Rügen

    Offene Bauprojekte: Handelshafen 1 in Stralsund (200 000 S/ 1 500 000 S)


    Steuereinnahmen (mit den Balleien): 330 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 20 000 S

    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 40 000 S
    Soldkosten:
    Weitere feste Ausgaben:
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: -


    Waffentragende Bevölkerung: 5,2 Minghan SR + 0,1 Minghan SR (Wismar), 0,3 Minghan LR, 2,5 Regimenter SI
    Vasallenaufgebote: -

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe II

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie II

    Schiffe zu Jahresbeginn 1705: 5*100 III, 5*50 III, 5*25 III, 5*25 II
    Schiffe am Jahresende: 5*100 III, 5*50 III, 5*25 III, 5*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1706: 5*100 III, 5*50 III, 5*25 III, 5*25 II

    Söldner: -

    Im Felde stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  13. #13
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    Haus Burgund

    Die Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA) wird trotz der zahlreichen Sonderregeln, die der Herzog festgelegt hat, bereits im Frühjahr gegründet, was als bedeutender Erfolg gilt. Der Hof weist aber erneut darauf hin, dass ein Monopol auf ausgewählte Waren nicht möglich ist, sondern nur ein Gesamtmonopol für alle Handelsgeschäfte Burgunds mit dem Zielgebiet. Da man anders als die frühere CTC I und die WMC nicht auf starke Handelspartner bauen kann, wäre es vermutlich zu Beginn sinnvoll, entweder den karibischen Raum oder Südamerika zu priorisieren. In der Karibik könnte man das herzogliche Patent zu diplomatischen Verträgen und später vielleicht sogar die Erlaubnis zur Truppenanwerbung besser nutzen, während in Südamerika ein etwas größerer Markt zur Verfügung stünde. Angesichts der zahlreichen Unwägbarkeiten und des Barbados-Krieges haben sich bislang noch keine privaten Investoren eingebracht, so dass die Entscheidung vom Herzog getroffen werden kann. Die ersten Absprachen dauern ebenfalls noch an, wodurch es ausreichen würde, den Zielraum mit Jahresbeginn (also im Jahreszug) festzulegen.

    Die Berechnung des kanarischen Gewinnanteils und die Übergabe der Geschäftsanteile sind hingegen problemlos möglich und wurden bereits durchgeführt. Anders als WMC, CTC II und RNC wird die CBCA als Monopolgesellschaft sämtliche Gewinne direkt an die Anteilseigner ausschütten, sobald das Eigenkapital ohne Schiffe 400 000 S (oder eine andere, von den Gesellschaftern festzulegende Summe) erreicht hat. Da die Werbemaßnahmen außerdem recht erfreulich verliefen und man den kanarischen Schutz dabei ebenfalls herausgestellt hat, könnte man damit künftig durchaus recht viele Anleger anziehen. Als nach Abzug der ersten Investitionen noch 412 000 S übrig waren, wurden bereits 12 000 S ausgeschüttet, was man ebenfalls öffentlich bekanntgab, um Investoren anzulocken.

    Das Burgunder Modehaus setzte seine Tätigkeit mit Erfolg fort und profitierte auch davon, dass der Herzog Uniformen für seine Ehrenwache bestellte und damit ein Beispiel für den Adel gab. Die im Herbst 1706 geplante zweite Burgundische Modische Woche könnte daher ein großer Erfolg werden. Man sollte sie aber vermutlich eigens finanzieren und nicht nur auf den Hofetat vertrauen. Die klugen Maßnahmen des Herzogs sorgten so dafür, dass der von vielen Kaufleuten befürchtete wirtschaftliche Einbruch eher eine leichte Konjunkturdelle blieb und man für das folgende Jahr bereits wieder mit einem Aufschwung rechnen kann, sofern keine unerwarteten Ereignisse eintreten.

    Der Schutz der französischen Westküste hilft auch in diesem Jahr dabei, Handelsgewinne abzuschöpfen, wenn Waren aus Amerika über Burgund ins Reich verschickt werden, zumal dies mittlerweile fast nur noch über die CBCA möglich ist. In den englischen Lehnsgebieten wächst der burgundische Einfluss außerdem leicht an.

    Nur die Sicherheitslage im Inland gibt inzwischen ein wenig Anlass zur Sorge. Die Stände sind aber bereit, dieses Problem gemeinsam in Angriff zu nehmen, da man um die Verschuldung des Herzogtums weiß. Angesichts des hohen Ansehens von Johann X. erklären sich mehrere Handelsgilden daher bereit, Handgelder für bis zu drei Minghan Reiterei aus eigenen Mitteln für fünf Jahre (1706-1710) zu finanzieren.

    Dazu trug sicherlich bei, dass der Herzog sich bei der Hochzeit seiner Tochter Luise mit einem Enkel des Kaisers großzügig zeigte und den Wohlstand des Landes öffentlich demonstrierte. Dies kommt in besonderem Maße den städtischen Zünften und Gilden zugute, so dass ihnen eine zusätzliche finanzielle Unterstützung der Krone berechtigt erscheint – zumal man von einem Rückgang des Banditentums natürlich ebenfalls stark profitieren dürfte. Auch die aus mongolischer Zeit stammenden Gerätschaften mit ihren beeindruckenden Effekten wie die veränderte mechanische Uhr kommen bei der Hochzeitsfeier mit Erfolg zum Einsatz.


    Besonderheiten:
    Burgund verfügt über zahlreiche technische Spielereien aus dem 16. Jh., die beeindruckende Effekte hervorrufen und gegenwärtig nicht mehr gebaut werden können. Wenn man sie mit 150000 S jährlich unterhält, stärken sie das Prestige des Hauses Burgund beträchtlich (seit 1704 fester Bestandteil der Burgunder Modewoche).
    Die Genter Residenz ist zu mongolischer Zeit ungewöhnlich prachtvoll ausgebaut worden.
    In Gent befindet sich noch Feldartillerie aus der Zeit Yunus‘ IV. (zunächst reduziert, 1704 dann vollständig zur wissenschaftlichen Begutachtung aufgelöst)

    Herrschaftsgebiet: Entspricht ungefähr dem Besitzstand des Hauses Burgund um 1477
    Vasallen: Erzbistum Trier, Bistum Utrecht, Bistum Verdun, Bistum Toul, Bistum Cambrai
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 6 000 000

    Hauptstadt: Dijon (Stadtbefestigung 1)
    Hauptresidenz: Gent (Residenz 6)
    Wichtige Festungen: Amiens (1), Breda (1), Dinant (1), Luxemburg (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): Herzog und Reichserzkämmerer Johann X. (seit 1690, *1661)

    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ständeversammlung zu Wirtschaft und Handel
    1702: Konferenz zur Bekämpfung der Piraterie im Nordseeraum und im Kanal
    1703: Beteiligung an der Römisch-Deutschen Wasserkunst
    1704: Eröffnung eines Modehauses mit Modewoche in Gent
    1705: Gründung der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA)

    Besondere Gebäude:
    1704: Genter Modehaus in der Residenzstadt

    Handelsprivilegien und Monopole:
    Seit 1705: Monopol der CBCA für den Süd- und Mittelamerikahandel


    Steuereinnahmen: 710 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Ausschüttung der CBCA an die Krone: 9 693 S
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Sonderzusage der Handelsgilden: Finanzierung der Handgelder von 3,0 Minghan Reiterei zur Banditenbekämpfung bis einschließlich 1710
    Entrichtete Tribute: 60 000 S (an Ungarn)
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 220 000 S (davon 20 000 S zur Förderung der Mode bzw. der Musik bei Hofe; mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: 250 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: 3 000 000 S zu 10% Zinsen bei der Schweizer Eidgenossenschaft, insgesamt also 3 300 000 S


    Eigenkapital der Compagnie bourgogne pour le commerce des Amérique centrale / sud-américain (CBCA) Anfang 1706: 624 Anteile (davon Burgund: 593, kanarische Kaufleute: 31), 400 000 S, dazu 1*300 III, 1*250 III, 1*150 III, 1*100 III (Handelsschiffe) mit jährlichen Kosten von 48 000 S und 6*50 (Kriegsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 18 000 S.
    Geplantes Eigenkapital ohne Schiffe: 400 000 S (kann von den Gesellschaftern jederzeit geändert werden)
    Ausschüttung der CBCA (85% für die Anteilseigner, 15% für die Kanaren): 12 000 S (damit also 507 S für die Kaufleute, 9693 S für die burgundische Krone und 1800 S für die kanarische Krone)


    Waffentragende Bevölkerung: 4,0 (effektiv 4,0) Minghan SR, 1,4 (effektiv 1,4) Minghan LR, 4,9 (effektiv 4,9) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 0,5 (effektiv 0,5) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe II
    Geschütze: 0,5 Regimenter Festungsgeschütze III, davon 0,2 Regimenter in Südfrankreich und 0,3 Regimenter im flandrischen Küstengebiet
    Besondere Geschütze: Mitte 1704 vollständig aufgelöst und wissenschaftlich untersucht

    Schiffe Anfang 1705: 4*100 II, 6*50 III, 18*50 II, 30*25 II, davon 2*100 II, 3*50 II und 10*25 II vor der französischen Westküste (Lehen der englischen Krone)
    Abgabe von Schiffen an die CBCA: 6*50 III
    Schiffe am Jahresende: 4*100 II, 18*50 II, 30*25 II
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1706: 4*100 II, 18*50 II, 30*25 II

    Söldner: -
    Aufgebotene Truppen: Im Frühjahr 1,0 Minghan SR/LR zur Banditenbekämpfung, im Herbst wieder entlassen

    Im Feld stehende Einheiten: -

    Verluste 1705: -

  14. #14
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    Königreich Frankreich

    Die Arbeit am „Bildungsplan III“ wird mit großer Motivation begonnen, dürfte aber sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den deutschsprachigen Ländern Hessen und Schwaben deutlich leichter als diejenige mit Frankreich. Man weiß aber bereits aus Böhmen und England, dass die Erarbeitung eines solchen Planes eine längerfristige Angelegenheit ist. Obwohl Frankreich im Verhältnis zum deutlich kleineren Herzogtum Schwaben eher geringe Mittel eingesetzt hat, dürften diese auch hier zunächst einmal ausreichen, um die Arbeit fortzuführen.

    Die Idee des Königs, einen prozentualen Anteil am südfranzösischen Wohlstand zu erhalten, erweist sich leider in praktischer Hinsicht als undurchführbar. Man müsste einen anderen Weg finden, um der Krone einen zusätzlichen wirtschaftlichen Vorteil zu erwirken, etwa durch eine ähnliche Regelung wie in Nova Scotia. Man übt jedenfalls einen großen Einfluss auf den südfranzösischen Adel aus und kann daher auf dessen Kooperation bauen.

    Auch in Böhmen wuchs das Ansehen der französischen Krone ein wenig, was sicherlich mit der Vermietung des Söldnerminghan zusammenhängt. Da man möglicherweise auch einen zusätzlichen Einfluss auf Hessen und Schwaben gewinnen könnte, falls dort tatsächlich die französische Sprache als Teil des Schulunterrichts durchgesetzt werden sollte, würde Paris dann vielleicht sogar im römisch-deutschen Reich als Führungsmacht anerkannt werden. Mittlerweile scheint sich nämlich eine besonders starke Konkurrenz zum kaiserlichen Hof Münchens zu entwickeln.

    Der Mercure Galant konnte seine Marktposition in diesem Jahr verteidigen, obwohl weniger dramatische Ereignisse stattfanden als 1703 und 1704. Man scheint also inzwischen eine treue Lesergemeinde an sich gebunden zu haben.

    Die Belagerungsartillerie aus Galicien wurde wieder zurückgeschickt. Zwar spotten einige Bürger ein wenig über das hin und her, doch angesichts des erst kürzlich zurückliegenden Krieges und des verbreiteten Misstrauens gegenüber Italien und den Kanaren ist man natürlich froh, dass die Krone militärisch gerüstet bleibt.

    Auf Barbados gewann Frankreich erstmals auch einen außereuropäischen Vasallenstaat, der nach dem Sieg über eine mächtige kanarisch-italienische Flotte weiter Bestand haben könnte. Dabei erwies sich die aktive französische Außenpolitik als sehr hilfreich, so dass außer Italien kein europäisches Land den Kanaren zu Hilfe eilte.


    Besonderheiten:
    Die französische Krone erhält jährlich 250000 S vom Haus Burgund und 300000 S von der englischen Krone für die 1651 übertragenen Lehen.
    Die Universitäten Paris, Orleans und Reims umfassen das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaften. Frankreich erhält daher stets die höchste Technologiestufe für Artillerie, die mindestens drei andere spielbare Länder besitzen.
    Frankreich hat noch Söldner (SR*) mit Ausrüstung aus dem 16. Jh. zur Verfügung.

    Herrschaftsgebiet: Pariser Becken, Loiretal, Hzm. Champagne, Gft. Blois, Berry, Bourbon
    Vasallen: Hzm. Savoyen, Vienne, Gft. Forez, Rodez, Toulouse, Provence, Venaissin, Saluzzo
    Spielervasallen: Haus Burgund, Festlandsbesitz der englischen Krone
    Zusätzliche Vasallen seit Mitte 1705: Barbados
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 500 000

    Hauptstadt: Paris (Stadtbefestigung 3)
    Hauptresidenz: Chambord (Wasserschloss 4)
    Wichtige Festungen: Albi (1), Carcassonne (1), Arles (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Heinrich VIII. (seit 1702, *1649)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Waren- und Käsemesse in Paris (als regelmäßige Veranstaltung geplant)
    1702: Umfassende Förderung der Schönen Künste, besonders der Komödiendichtung
    1703: Gründung des Mercure Galant, einer höfischen, sehr vielfältigen Monatszeitschrift
    1704: Wiederaufbauhilfe für Südfrankreich
    1705: Erarbeitung des schwäbisch-hessisch-französischen „Bildungsplanes III“

    Besondere Gebäude:
    1703: Feste Gesandtschaft des Großkhanats Quito in Paris

    Verstorbene Monarchen: König Heinrich VII. (1638-1702, *1627)

    Steuereinnahmen: 640 000 S
    Einnahmen aus den Lehen (E+B): 550 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: -
    Verbliebene Mittel der Bildungsplankommission: 43 000 S
    Überschüsse des Mercure Galant: 13 000 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 350 000 S (mit Abgabebonus)
    Soldkosten: -
    Weitere feste Ausgaben: -
    Ausgaben während des Jahres: -
    Zusagen an verschiedene Zheng-Könige: 50 000 S
    Fällige Kredite: 783 037 S im Inland zu 12% Zinsen, insgesamt also 877 001 S

    Waffentragende Bevölkerung: 2,2 (effektiv 1,8) Minghan SR, 1,1 (effektiv 1,0) Minghan LR, 1,8 (effektiv 1,8) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 1,5 (effektiv 1,2) Minghan SR, 0,3 (effektiv 0,3) Minghan LR, 1,9 (effektiv 0,3) Regimenter LI

    Geschützproduktion: Stufe III (durch die Besonderheit)
    Schiffsproduktion: Stufe III (Vasallen am Mittelmeer)

    Geschütze: 1,0 Regimenter Feldartillerie III, 0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III, beide seit August in Südfrankreich


    Schiffe Anfang 1705:
    Krone: 2*250 III, 5*100 III, 20*25 III, ab Mai sind davon 2*250 III, 5*100 III, 8*25 III auf dem Weg in die Karibik und ab Juni/Juli in Khansbruck auf Barbados stationiert; dazu kommen noch 15 irische und 44 karibische Fahrzeuge, die ebenfalls vom französischen Admiral vor Ort kommandiert werden.
    Vasallen: 4*100 III, 11*50 III, 13*25 III, 1*25 II

    Krone: Keine Veränderungen
    Vasallen: Keine Veränderungen

    Neubauten:
    Krone: -
    Vasallen: 2*25 III

    Schiffe Anfang 1706:
    Krone: 2*250 III, 1*100 III, 20*25 III, davon 2*250 III, 1*100 III, 8*25 III in der Karibik
    Vasallen: 4*100 III, 11*50 III, 15*25 III, 1*25 II

    Söldner: 2,5 Minghan SR* (Paris), davon stehen 1,0 Minghan seit Jahresbeginn im Khanat Böhmen und 1,5 Minghan seit Ende Juli in den Pässen zur Markgrafschaft Saluzzo und an der südfranzösischen Küste (von 2000 englischen Reitern ersetzt);
    Vor der südfranzösischen Küste erhält man seit Juli die Unterstützung hellenischer (1*100 II, 2*50 III), merinidischer (1*100 III, 1*50 III, 4*25 III), schottischer (6*100 III) und englischer (1*100 II und 6*50 III) Schiffe

    Im Feld stehende Einheiten: 1,5 Regimenter LI (Vasallen) in den Alpenpässen an der Grenze zur Markgrafschaft Saluzzo, dazu 0,2 Regimenter FG aus Burgund in Südfrankreich

    Verluste 1705: 4*100 III (im November vor Barbados)

  15. #15
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    Königreich England

    Die Bank of England/ Banque d’Angleterre wird von den englischen Parlamentariern und den Landtagen der französischen Lehen sehr positiv aufgenommen. Leider krankt sie aber noch ein wenig an der sehr offenen Aufgabenbeschreibung. Die „heimische Wirtschaft“ lässt sich schließlich auf vielerlei Weise fördern, denn dazu tragen Kaufleute, Handwerker und Bauern gleichermaßen bei. Die Konzentration auf die Festlandsgebiete lässt sich hingegen nicht wie erhofft durchhalten, da Kaufleute beider Regionen eng vernetzt sind und man damit einen wichtigen Vorteil – den großen Binnenmarkt – aus der Hand geben würde. Die Bank ist aber dennoch gut ausgestattet und könnte in einem konkreten Bereich (etwa für Handwerker, Kaufleute oder jede andere Gruppe) künftig sehr vorteilhaft sein. Der Schwerpunkt war daher ein sehr schöner Erfolg, der sich 1706 auch noch stärker auswirken dürfte.

    Auf der französischen Handelsmesse gelingt es tatsächlich, die englische Präsenz etwas zu verstärken, zumal gerade die Kaufleute der Festlandsgebiete gute Kontakte nach Paris und Chambord pflegen.

    Da die Europäer sich nicht auf einen Konferenzort einigen können und einige Länder Paris bzw. Bern sogar als Affront bezeichnen, laden die Mongolen letztlich zu einem Treffen aller interessierten Länder in Venedig ein. Dennoch gelingt es den geschickt umdisponierenden Hofbeamten, dort sowohl die Stuart-Genealogie als auch einige europäische Traditionen vorzuführen. Weitere Mittel sind dafür nicht mehr erforderlich, zumal man immerhin die Gesamtsumme von 70000 S dafür aufwandte, was bei Weitem ausreicht.

    Auch in Brest kann man dem König (und bretonischen Herzog) eine positive Rückmeldung zu den Prozessen geben. Tatsächlich waren die Urteile sogar verhältnismäßig streng, wenn man die äußerst dünne Beweislage und die ein wenig wahllosen Beschuldigungen der Piraten in Rechnung stellt. Da der städtische Rat alle möglichen Privilegien beibringt, die zum Teil aus vormongolischer Zeit stammen sollen, verzichtet die Kommission letztlich darauf, die Urteile anzufechten. Man kann aber auf jeden Fall mitteilen, dass Brest nicht unbedingt eine echte Hochburg der Seeräuberei sein muss, jedenfalls nicht stärker als andere Hafenstädte auch.

    Die Diskussion mit den irisch-englischen Vasallen gestaltet sich hingegen etwas schwieriger. Der dortige Landtag stellt sich hinter Herzog Edgar und behauptet, nur ein altes Vorrecht aus der Zeit Yunus‘ I. wieder in Anspruch nehmen zu wollen. Zudem sei das Londoner Parlament überhaupt nicht für Dublin zuständig. Die Angloiren können aus Dubliner Archiven im Lauf des Jahres tatsächlich eine Fülle von Privilegien vorlegen, die englische Könige während der Bürgerkriege des 15. Jh. und des Großen Europäischen Krieges (1632-1651) verliehen hatten, um sich nach Westen hin abzusichern.

    Das Parlament neigt offenbar dazu, den Rechtsstandpunkt der Dubliner Stände erst einmal ohne prinzipielle Anerkennung hinzunehmen. Zur Not könne man immer noch auf Irland hinwirken, um den Beobachterstatus möglichst klein zu halten. Immerhin sei die Föderation wirtschaftlich deutlich stärker in eine Krise geraten als die britischen Mächte und müsse ihnen daher vielleicht gewisse Zugeständnisse machen.

    Das zeigt sich auch darin, dass Irland sich bereiterklärt, sich am Treffen der Admiralitäten zu beteiligen, obwohl das Land dem Sevillavertrag zunächst nicht beitritt. Die Zisterzienser sind hingegen im Augenblick nicht bereit, sich mit den britischen Flotten abzustimmen, da man sich Shikawo verpflichtet fühlt.

    Da die Konferenz in Venedig statt in Paris durchgeführt wurde, lädt man die Mitarbeiter der Botschaft Quitos in der französischen Hauptstadt nach Caen ein, wo man sie zusammen mit den Schotten nach allen Regeln der Kunst verwöhnt und umschmeichelt.

    Das wissenschaftliche Austauschprogramm mit Gelehrten aus Shikawo liegt zwar noch auf Eis, doch einige Dozenten aus Cambridge und Oxford beginnen trotzdem damit, einige der gemeinsam geplanten Projekte in schriftlicher Form niederzulegen. So könnte man sofort wieder mit der Arbeit beginnen, wenn die Vertrauenskrise überwunden wurde oder wenigstens abgeflaut ist.

    Das Parlament senkt angesichts der Krise die Zivilliste erneut ein wenig, stellt aber noch immer recht hohe Mittel zur Verfügung. Das Land ist außerdem noch immer schuldenfrei, kann also auch eine längere Durststrecke beim Etat gut verkraften.


    Besonderheiten:
    Die englische Krone erhielt die Festlandsgebiete des Angevinischen Reiches von 1154/66 auf unbeschränkte Zeit für eine Gebühr von 300000 S übertragen. Die Einnahmen aus diesem Gebiet stehen allein in der Verfügungsgewalt des Königs, dem dort nur die Landstände der einzelnen Herzogtümer und Grafschaften gegenüberstehen.
    Im englischen Landesteil besteht eine gesetzlich abgesicherte Machtteilung zwischen König und Parlament. Die Krone kann zum Schutz des Landes Aufgebote von Adligen und Bürgern des Inselreiches einberufen und erhält die Handgelder dazu zusätzlich zum Etat ausbezahlt. Für alle anderen Aufgaben hat er jeweils im Herbst ein Parlament einzuberufen, das den Haushalt der Krone für das kommende Jahr bewilligt.
    Die Universitäten Cambrigde und Oxford wetteifern untereinander um wissenschaftliche Meriten, was die allgemeine Forschung des Landes erheblich verbessert.

    Herrschaftsgebiet: England (E), Angevinisches Reich/Festlandsbesitz der Krone (A)
    Vasallen: Wales, Region Dublin
    Ungefähre Bevölkerungszahl: 5 400 000 (E), 8 700 000 (A)

    Hauptstadt: London
    Hauptresidenz: Caen (Residenz 1)
    Wichtige Festungen: Carlisle (2), Rouen (3), Poitiers (1), Bordeaux (1), Limoges (1)
    Staatsoberhaupt (Spielfigur): König Eduard VI. (seit 1668, *1637)

    Steuereinnahmen (A): 650 000 S
    Bewilligte Mittel des Parlaments (E) für 1706: 300 000 S
    Tributeinnahmen: -
    Rücklagen aus dem Vorjahr: 20 000 S
    Entrichtete Tribute: -
    Kreditzinssatz: 12%
    Einlagen der Bank of England: 450 000 S (davon 160 000 S verliehen)


    Bisherige Schwerpunkte:
    1701: Ausarbeitung und Einführung eines Bildungsplanes für alle englischen Schulen
    1702: Gesandtschaft der drei britischen Reiche und der Zisterzienser nach Nordamerika
    1703: Gründung der British West Mongolia Company (WMC) mit Schottland und Irland
    1704: Wissenschaftliches Austauschprogramm mit Gelehrten aus dem Großkhanat Shikawo
    1705: Einrichtung der Bank of England, zunächst mit der allgemeinen Stärkung der Binnenwirtschaft betraut.

    Hofhaltungskosten (Vorjahr): 300 000 S
    Soldkosten: 30 000 S (2,0 Minghan Reiterei)
    Weitere feste Ausgaben: 300 000 S an die französische Krone für die übernommenen Lehen
    Ausgaben während des Jahres: -
    Fällige Kredite: -

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1705: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 340 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.

    Eigenkapital der British West Mongolia Company (WMC) Anfang 1706: 824 Anteile (Irland: 125, Schottland 125, England 125, Handelskonsortien 449), 110 000 S, dazu 1*400, 10*100, 6*50 (Handelsschiffe III) mit jährlichen Kosten von 102 000 S.


    Waffentragende Bevölkerung E: 2,4 (effektiv 2,4) Minghan SR, 0,5 (effektiv 0,5) Minghan LR, 6,1 (effektiv 6,1) Regimenter LI
    Waffentragende Bevölkerung A: 6,1 (effektiv 4,4) Minghan SR, 1,3 (effektiv 0,8) Minghan LR, 3,3 (effektiv 3,0) Regimenter LI
    Vasallenaufgebote: 0,8 (effektiv 0,8) Regimenter LI (davon 0,2 in Irland und 0,6 in Wales)

    Geschützproduktion: Stufe III
    Schiffsproduktion: Stufe II

    Geschütze: -
    Schiffe zu Jahresbeginn 1705: 1*100 II, 16*50 III, 6*50 II, 24*25 III, 7*25 II
    Schiffe im Hochsommer 1705: 1*100 II, 16*50 III, 6*50 II, 24*25 III, 7*25 II, davon 1*100 II und 6*50 III vor der südfranzösischen Küste
    Schiffe am Jahresende 1705: Keine Veränderungen
    Neubauten: -
    Schiffe Anfang 1706:
    Söldner: 1,0 Minghan LR (Lyon)

    Im Feld stehende Einheiten: 1,5 Regimenter SR und 0,5 Regimenter LR befinden sich seit Juli in Nord- und Zentralfrankreich

    Verluste 1705: -

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