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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #361
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    28. Juni 1705: Kurur Khan von Barbados nimmt die umkämpfte Insel mit Zustimmung seiner Gefolgsleute – die sich ganz nach mongolischer Tradition als Kuriltai bezeichnen – von der französischen Krone zu Lehen. Dabei macht der Kommandeur des Hilfsgeschwaders, der stellvertretend den Vasalleneid annimmt, allerdings deutlich, dass Paris dem noch offiziell zustimmen müsse. Die Verbindung zu einem der führenden europäischen Reiche könnte Kurur dabei helfen, zusätzliche Unterstützung aus der Karibik zu mobilisieren, zumal man dort Frankreichs Stellung in Europa als besonders stark einzuschätzen scheint.


    30. Juni 1705: Die SI- und LI-Söldner des Khanats der Kanarischen Inseln und des Königreichs Italien sollen in Absprache mit den rebellischen Leibeigenen der Fischerhäfen St. Lucia und Rockfield vollständig an Land gehen. Da die Nahrungsmittelversorgung im von weitläufigen Plantagen dominierten Nordteil der Insel bereits jetzt recht kritisch ist, verweigern beide Gruppen allerdings zunächst ihre Erlaubnis.

    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln und das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Der größere Teil der Flotte liegt mit 800 Mann SI und 700 Mann LI vor St. Lucia, kann aber im Augenblick nicht ohne Widerstand anlanden. Wenn man die Landung erzwingen will, muss man wohl etwas südlich des Hafens mit Beibooten die Schiffe verlassen. Ein kleinerer Teil der Schiffe befindet sich vor Rockfield, wo bereits 100 Mann SI und 100 Mann LI auf der Insel stehen. Man hat also noch 100 Mann SI und 700 Mann LI an Bord, wobei die dortigen Verbündeten ebenfalls keine Kämpfer mehr in die Stadt lassen möchten. Hier wäre es vielleicht möglich, den kleinen Fischerhafen von der Landseite her im Handstreich zu besetzen.


    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Die neuerworbenen Vasallen berichten, dass man in St. Lucia einige Agenten eingeschleust hat, die versuchen werden, die früheren Leibeigenen gegen den Khan der Kanaren und seine Verbündeten aufzubringen. In Rockfield ist ein ähnlicher Versuch hingegen gescheitert, dort scheint man ganz auf die Zusage zum Ende der Dienstpflicht und zur Verteilung des Landes zu vertrauen. Außerdem bemüht man sich, zusätzliche Unterstützung von den Zheng-Königen der Inseln unter dem Winde und vielleicht sogar von den Großen Antillen (wo allerdings die Kontrolle Quitos deutlich stärker ist) zu erhalten. Kurur selbst stammt von Domenica und damit wie ein Großteil seiner Gefolgsleute von den (südlicheren) Inseln über dem Winde. Gegenüber den nördlichen Kleinen Antillen ist man hingegen eher zurückhaltend, da die Kaperschiffe, die Barbados so schwer geplündert haben, den dortigen Adelssippen und Piratenbanden unterstehen und sogar von einem Prinzen aus Saint-Martin angeführt wurden. Man könnte sie den Einheimischen also kaum als Verbündete präsentieren.



    1. Juli 1705: Nach dem Auslaufen des Amnestieangebots von Kabul I. nehmen die Mongolen ihren Feldzug auf Honshu wieder auf. Dabei ignorieren sie das Landesinnere zunächst und erobern im Laufe der zweiten Jahreshälfte allmählich die Häfen im Norden zurück. Go-Murakami-Tenno weicht einer Schlacht weiterhin aus, hat aber mit Desertionen seiner Soldaten zu kämpfen. Besonders die Aufgebote aus den von den Mongolen bedrohten Küstenregionen lösen sich teilweise regelrecht auf.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:47 Uhr)

  2. #362
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    2.-10. Juli 1705: Der brandenburgische Landtag tritt in Schwerin zusammen, um über das Reichskriegsgesetz und den Ungarnvertrag zu beraten. Dabei befürwortet eine deutliche Mehrheit die Zustimmung der Markgrafschaft zu beiden Vereinbarungen. Zudem wird mehrere Tage lang über die Situation im Ostseeraum beraten.


    3. Juli 1705: Nach einer mehrwöchigen Sitzungspause tritt der Kanarische Kuriltai wieder zur Diskussion über die Situation in Barbados zusammen. Kronprinz Schinab legt den Ständen die neusten Entwicklungen dar, die bis Anfang Juni dort stattgefunden haben.

    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln

    Achtung Spoiler:
    Über ein Eingreifen Frankreichs in den Krieg ist bislang nichts bekannt geworden, aber sollte sich diese Befürchtung des Kronprinzen bewahrheiten, würde man einer Kriegserklärung an die französische Krone nicht widersprechen. Eine Aufgabe von Barbados fiele den Ständen äußerst schwer, sie tendieren aber eher dazu als zu einer Unterwerfung unter den Kalifen. Dieser wird von den meisten Rednern als Feind der Kanaren bezeichnet, und manche von ihnen fürchten auch, dass der Einfluss von Klerikern auf den Inseln dann wieder deutlich zunehmen würde.



    4.-31. Juli 1705: Gerüchten zufolge sollen italienische Beamte im Mittelmeerraum vor einem Anlaufen der südfranzösischen Küste warnen, da diese angesichts der Chamborder Politik in der Karibik künftig wieder unsicherer werden könne. Es gibt dazu aber bislang keine offizielle Stellungnahme, nur entsprechende Berichte diverser Kaufleute, die angeblich auf diese Weise angesprochen worden sind.

  3. #363
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    5.-13. Juli 1705: Die italienisch-kanarische Flotte vor Barbados unternimmt zwei gut geplante und von den kleineren Fahrzeugen gesicherte Landungsunternehmen. In Rockfield kann man dabei den Hafen selbst nutzten, den man im Handstreich einnimmt. Der Oberbefehlshaber der kanarischen Streitkräfte verspricht aber, dass man Nahrung und andere Gebrauchsgüter nach Möglichkeit aus Europa beziehen werde, um die Insel zu schonen. Dadurch gelingt es, zumindest einen Teil der rebellierenden Leibeigenen Rockfields auf der eigenen Seite zu halten und die Operation in weniger als vier Tagen abzuschließen. An der Westküste ist das Landungsunternehmen etwas schwieriger und wird von feindlichen Schiffen leicht gestört, aber auch hier sind nach acht Tagen alle Truppen angelandet worden. Allerdings geht dabei eines der 250-Mann-Schiffe Italiens, das die Streitmacht relativ nahe an die Küste zu bringen versucht, nach einem überraschenden Brandnerangriff verloren. Dafür gelingt aber noch am selben Tag – dem 11. Juli – die Einnahme des Fischerhafens St. Lucia.


    6.-27. Juli 1705: In Ulm findet der große Hansetag des Städtebundes statt, auf welchem Olof Scholten seine Reformpläne vorstellt. Da er schon zu Beginn Hamburg und Ulm auf seine Seite ziehen kann und seine „Sonderfähigkeit“ besonderer Überredungskunst aufgrund eines Fehlers des Lübecker Stadtschreibers Hans Schnee nicht eingeschränkt ist, gilt die Annahme des Projekts als sicher. Die Beratungen sind größtenteils öffentlich, und Scholten hat zudem zahlreiche Kaufleute und Regierungsvertreter der umliegenden Länder eingeladen, was Ulm und der bairisch-schwäbischen Grenzregion zu einem schönen wirtschaftlichen Aufschwung verhilft.


    7. Juli 1705: Das Herzogtum Burgund überprüft angesichts der aktuellen Krise den Küsten- und Hafenschutz. Dabei werden aber nur geringe Mängel festgestellt, die sich sicherlich leicht beheben lassen werden.

    Nur für das Herzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:
    Das Heereskommando hat mit Hilfe einer angeblichen Überprüfung des Küstenschutzes 0,2 Regimenter FG nach Süden in Marsch gesetzt. Wenn der Herzog es wünscht, kann man die übrigen 0,3 Regimenter an die Küste verlegen. Bislang schützte man jede der vier Festungen und Gent, aber natürlich gibt es gegenwärtig keine Hinweise auf einen Angriff. Es wäre also vermutlich nicht riskant, die verbleibende Artillerie ans Meer zu bringen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:48 Uhr)

  4. #364
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    8. Juli 1705: Der hellenische Khan informiert mehrere hochrangige Adlige darüber, dass man sich symbolisch am Schutz des Handels mit der südfranzösischen Küste beteiligen werde. Es würden drei Schiffe (1*100 II, 2*50 III) nach Westen verlegt.


    8.-14. Juli 1705: Eine kanarische Flotte, die man mit den Revolten auf Japan und der Piraterie in den umliegenden Seegebieten in Verbindung bringt, umrundet im südlichen Winter Kap Hoorn vor der Südspitze Amerikas. Trotz der großen Gefahren der Passage geht dabei nur ein Schiff (1*50 III) verloren, was den Ruf der kanarischen Seeleute weiter verbessert. Da mittlerweile fast alle Vorräte aufgebraucht sind, wird man wohl wieder versuchen, kleine Häfen anzulaufen, wo die Bürgermeister eher geneigt sein dürften, eine Konfrontation zu vermeiden und keine Anstalten zu unternehmen, die Schiffe und ihre Besatzungen zu internieren.


    8.-18. Juli 1705: Ein massiver tibetischer Vorstoß im Südteil des Kriegsgebietes wird von den Truppen Kaiser Lizongs nordöstlich von Chuxiong nach erbitterten Kämpfen aufgehalten. Die Angreifer werden danach mehrere Tage lang zurückgedrängt und schließlich sogar vom Ufer des Erhai-Sees vertrieben.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:49 Uhr)

  5. #365
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    9.-17. Juli 1705: Der italienische Kuriltai findet in diesem Jahr in Como statt, wohin sich Khan Tenzin meist für die heißen Sommertage zurückzieht. Hauptthema ist in diesem Jahr neben der Situation der CTC II das Vorhaben des Monarchen, engere Beziehungen zum Khanat Ungarn herzustellen, was angesichts der massiven Kriegspropaganda als umstritten gilt.


    10. Juli 1705: Eine hellenische Gesandtschaft beginnt mit der Einrichtung einer Botschaft in Melaka. Die Diplomaten werden von Großkhan Batu V. mit großer Freundlichkeit begrüßt. Offenbar ist ihm der gute Ruf bekannt, den die merinidische Nebenlinie in Ostafrika und darüber hinaus genießt.


    10. Juli 1705: Das Kalifat von Cordoba entscheidet sich, dem hellenischen Vorbild zu folgen und den Südfrankreichhandel zu schützen. Da die merinidischen Seefahrer sich vor Ort gut auskennen und dank der Manöver im Vorjahr zusammengesetzte Flotten effektiv zu leiten vermögen, dürfte ihr Einsatz besonders hilfreich sein. Nach Informationen aus Adelskreisen soll es sich um sechs Fahrzeuge (1*100 III, 1*50 III, 4*25 III) handeln.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:49 Uhr)

  6. #366
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    11. Juli 1705: Als dritte Seemacht schließt sich Schottland dem Kalifat von Cordoba und dem Khanat Hellas an und entsendet sechs 100-Mann-Schiffe nach Südfrankreich. König Robert macht vor einigen Parlamentsabgeordneten und Hofadligen allerdings deutlich, dass man damit nicht direkt in den kanarisch-französischen Konflikt eintrete, sondern die Fahrzeuge vermieten werde.


    11. Juli 1705: Die Delegation des Kalifen in Kalmar erhält die Zusage König Eriks, dass die von seinen Söhnen angerichteten Schäden bezahlt werden. Damit kann das geistliche Oberhaupt der Muslime einen unblutigen diplomatischen Erfolg erzielen, den man durchaus auch ein wenig der klugen Auswahl seiner Gesandten zuschreibt. Neben dem Kalifen gewinnt aber auch der nordische Monarch an Ansehen, da er seine Ehre wahrte, ohne einen unnötigen Konflikt mit einem weit entfernten Land auf die Spitze zu treiben.


    11.-22. Juli 1705: Die italienischen Gesandten um Kronprinz Urus Khan nutzen die Zeit bis zur Rückkehr eines Meldereiters des Gouverneurs, um sich in Nouakchott umzusehen. Die Stadt scheint über besonders begabte Goldschmiede zu verfügen, wie man rasch bemerkt.

  7. #367
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    12. Juli 1705: Der ungarische Khan Arpad V. entscheidet sich angesichts seiner hohen und vielfältigen Arbeitslast, die Außenpolitik einigen vertrauten Hofbeamten zu überlassen, behält dabei aber ein Informations- und Vetorecht. Der Budaer Hof akzeptiert diesen Vorschlag und wird den Versuch unternehmen, ihn probeweise umzusetzen.


    12.-14. Juli 1705: Angesichts der wachsenden Spannungen entscheiden sich die Königreiche Frankreich und England, ihre Land- und Seestreitkräfte umzugruppieren. Aus den englischen Festlandslehen werden 2000 Reiter (1,5 Minghan SR und 0,5 Minghan LR) nach Zentral- und Nordfrankreich entsandt, während die verbliebenen SR*-Söldner der französischen Krone sich auf den Weg nach Süden machen. Außerdem werden 1,0 Regimenter Feldartillerie III und 0,5 Regimenter Belagerungsartillerie III nach Südfrankreich transportiert, während die englische Flotte 1*100 II und 6*50 III zur Unterstützung der dortigen Küstenverteidigung zusagt. Damit hat sich Frankreich bereits die symbolische und reale Hilfe von drei oder vier mächtigen Nationen gesichert, was als großer diplomatischer Erfolg gilt.


    12.-17. Juli 1705: Innerhalb einer knappen Woche müssen nicht weniger als drei bedeutende irische Handelshäuser ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Zwei von ihnen waren im Handel zwischen Südamerika und Europa engagiert und litten stark unter dem neuen Monopol der burgundischen Krone, eine dritte hatte ihre Geschäftsfelder vorwiegend in Nordwestafrika, wo man aufgrund wachsender Piraterie gegenüber Italien und den Kanaren zurückfiel.

  8. #368
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    14.-22. Juli 1705: Nach dem Anlanden im Norden von Barbados stoßen die SI- und LI-Söldner des Khanats der Kanarischen Inseln an der Küste entlang vor, wobei sie anscheinend recht hohe Verluste in Kauf zu nehmen bereit sind. Die Leibeigenen ziehen sich aber in aller Regel ohnehin rasch ins Landesinnere zurück, da sie sich am Meer nur schwer verteidigen könnten. Nach einer guten Woche stehen die Kanarier damit erstmals den Streitkräften Kurur Khans gegenüber, die sich ungefähr an der Mitte der Westküste beim Fischerhafen St. Jakob eine Verteidigungsposition geschaffen haben. An der Ostküste kommt man hingegen langsamer voran, da man dort nicht direkt am Meer marschieren kann und immer wieder mit kleineren Überfällen der Leibeigenen konfrontiert ist. Bei Boscobelle wird die Streitmacht dann sogar durch eine verschanzte Einheit der bäuerlichen Rebellen aufgehalten.

    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln
    Achtung Spoiler:

    Der größere Teil der Armee (0.8 Regimenter SI und 0,7 LI) rückt wie angeordnet im Westen vor, wo man es nun direkt mit einem Stützpunkt der Adelsrebellen zu tun hat. Man musste aber einige Kämpfer zum Schutz der Fischerhäfen und der Straße im Hinterland lassen, da man den dort lebenden Leibeigenen nicht vertrauen kann. Im Osten stehen weitere 1000 Mann (0,2 Regimenter SI und 0,8 LI). Hier kommt man eher schlecht voran, darf aber wenigstens auf die Unterstützung vieler Fischer und Bauern aus Rockfield bauen.



    15.-31. Juli 1705: Die Piraterie im Ostseeraum lässt nach einer starken Umgruppierung der Anrainerstaaten und einiger Verbündeter wieder etwas nach, bleibt aber noch immer deutlich über dem Niveau der letzten Jahre. Die Handelsgilden der Hanse, der Kalmarer Union und Brandenburgs sind dennoch recht zufrieden, dass mehrere Staatsoberhäupter bereit waren, auf diese Weise zu kooperieren.


    16. Juli 1705: Der schottische König Robert trifft in Galway ein, um dort mit dem irischen Hochkönig über die Entwicklungen der britisch-mongolischen Verhandlungen zu sprechen. Der irische Monarch dürfte daran sehr interessiert sein, da die WMC in den Konflikt mit hineingezogen worden ist, was Irland paradoxerweise zum am stärksten geschädigten britischen Reich machte.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:50 Uhr)

  9. #369
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    17.-19. Juli 1705: Die kanarisch-italienische Flotte vereinigt sich nach der erfolgreichen und nahezu verlustfreien Landungsoperation vor Khansbruck im Süden der umkämpften Insel. Die Rebellen ziehen ihre Schiffe allerdings in westlicher Richtung zurück und gehen einer Schlacht damit zunächst aus dem Weg.


    18.-31. Juli 1705: Die kanarische Flotte vor der Südostküste Amerikas nimmt mit Hilfe einer geschickten Mischung aus Drohgebärden und finanziellen Anreizen Proviant, Wasser und einige notwendige Ausrüstungsgegenstände an Bord, obwohl das Großkhanat Quito keine fremden Kriegsschiffe mehr anlegen lassen möchte. Anfang August kann die (unfreiwillige) Weltumseglung daher fortgesetzt werden.


    19. Juli 1705: In Reaktion auf die Unterstützung Südfrankreichs durch das Kalifat zieht das Khanat Italien seine Kriegsschiffe wieder von der spanischen Küste zurück. Dadurch dürfte Cordoba sich genötigt fühlen, seine Flotte stärker zu konzentrieren, was der „Verschiebung“ burgundischer und hanseatischer Fahrzeuge in Richtung des Ostseeraums die Grundlage entziehen würde. Das gemeinsame militärische Projekt droht damit bereits nach einigen Wochen zu scheitern.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:51 Uhr)

  10. #370
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    20. Juli 1705: Der hellenische Khan wird von einem Boten des Großkhans Putraq VI. besucht. Einige Wochen später kann auch der Kalif von Cordoba einen Gesandten aus Dagomys im Empfang nehmen.

    Nur für das Khanat Hellas und das Kalifat von Cordoba

    Achtung Spoiler:
    Der Großkhan dankt für das Vertrauen der beiden befreundeten Länder. Allerdings sei es ihm und seinen Getreuen in der gegenwärtigen Situation kaum möglich, sich an einem Krieg der europäischen Mächte zu beteiligen. Anders als einige europäische Länder hält man einen offiziellen Kaperkrieg an sich nicht für verwerflich, und ein Eingreifen gegen Schiffe einer kriegsführenden Macht würde unweigerlich als Parteinahme gewertet werden.



    20. Juli 1705: Die irische Föderation gibt öffentlich bekannt, dass dem Schreiber des Kalifen von Cordoba nach der Konferenz zu Sevilla ein unbeabsichtigter Fehler unterlaufen sei. Die Föderation habe den Vertrag zur Ächtung aller Kaperei nicht unterzeichnet, da man im Ernstfall nicht auf dieses Mittel verzichten könne, um Irland wirksam zu schützen.


    20. Juli 1705: Auch die italienische Armee beginnt mit einer Umgruppierung ihrer Kräfte und scheint Feldgeschütze, Reiterei und LI nach Turin und an die ligurische Küste zu verlegen. Nur wenige Tage später trifft zudem ein Gesandter beim Markgrafen von Saluzzo ein und drückt das Bedauern des Khans aus, erneut seine Grenzen verteidigen zu müssen. Sollte man sich nicht erneut auf dem Feld der Ehre gegenüberstehen müssen, lade Italien die „Markgräfler“ herzlich zur Eröffnung des Hafens von Pavia ein. Sollte man sich gezwungen sehen, erneut die Grenzen zu überschreiten, um sich zu verteidigen, werde man dies dem Markgrafen eine Woche vorher ankündigen. In Saluzzo tritt daraufhin sofort ein Landtag zusammen, um die kritische Situation zu besprechen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:51 Uhr)

  11. #371
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    21.-24. Juli 1705: Die mächtige italienisch-kanarische Flotte beginnt mit einem Beschuss der Westküste von Barbados, um die Streitmacht Kurur Khans bei St. Jakob zu schwächen, was offenbar zum Teil gelingt. Zumindest ist der Fischerhafen hernach fast vollständig zerstört, und die Söldner des Zheng-Herrschers ziehen sich teilweise nach Süden und teilweise ins Landesinnere zurück, so dass die Kanarier vorsichtig vorrücken können. Die Flotte der europäischen Verbündeten setzt nach ihrem Erfolg Segel, um auf die Kanaren zurückzukehren.

    Nur für das Khanat Italien und das Khanat der Kanarischen Inseln

    Achtung Spoiler:
    Der Vormarsch der Söldner soll zunächst vorsichtig erfolgen, weil man mit Störangriffen aus dem Landesinneren rechnet und nicht von den Truppen im Norden abgeschnitten werden möchte. Die Flotte fährt derweil in Formation nach Europa zurück. Falls man während der Abwesenheit der Schiffe einen Hafen im Süden von Barbados einnehmen kann, wäre es bei der Rückkehr vielleicht möglich, auch die Feldgeschütze mitzuführen und zu versorgen. Im Osten der Insel hat man sich während der Kämpfe vor St. Jakob defensiv verhalten.


    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Kurur Khan meldet einen Teilerfolg des Gegners, der aber dank des Rückzugs der eigenen und französischen Schiffe nicht so durchschlagend war, dass er die Revolte beenden würde. Man wird nun versuchen, wie vom König gewünscht die Kanarier und Italiener auf dem Rückweg immer wieder überraschend anzugreifen und so deren Flotte zu schwächen.



    22. Juli 1705: Papst Siricius III. spricht bei einem ad-limina-Besuch italienischer, französischer und süddeutscher Bischöfe offen an, dass er die Zunahme an bewaffneten Konflikten in den Ländern Europas und in Übersee mit Sorge betrachte. Der Schlüssel für den Frieden sehe er in Paris und Mailand, deren Monarchen wegen ihrer Macht große Verantwortung trügen. Die Oberhirten der beiden angesprochenen Reiche nehmen zunächst nicht direkt Stellung, scheinen aber durchaus beeindruckt von den Mahnungen des Heiligen Vaters zu sein.


    23.-31. Juli 1705:
    Eine Hitzewelle in Südeuropa sorgt während der Haupterntezeit für einige Todesfälle unter den Bauern. Besonders betroffen sind die Satrapien Konstantinopel und West-Taman, das Khanat Hellas sowie das Khanat Ungarn. Die Ernte wird aber dennoch vollständig eingebracht, wie Rückmeldungen der Fronvögte deutlich zeigen. Es sollte also keine Nahrungsmittelknappheit entstehen.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:52 Uhr)

  12. #372
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    24. Juli 1705: Als Großkhan Batu V. von Melaka erfährt, dass Satrap Hasan Khan von Sansibar zwei Kriegsschiffen der Kalmarer Union den Hafen seines Amtssitzes geöffnet hat, droht er vor einigen Höflingen damit, ihn zur Verantwortung zu ziehen und hinrichten zu lassen. Es zeigt sich aber rasch, dass der Kronrat unter Führung seines Schwagers Elkim und seines Vater Jagun mittlerweile über großen Einfluss verfügt und derartige Entscheidungen, die früher zu schweren Krisen geführt hatten, zu unterbinden vermag. Batu verzichtet daher (wenn auch wiederwillig) auf jede Strafe und belässt Hasan Khan sogar im Amt.


    25. Juli 1705: Das Großkhanat Negübeihafen hebt als erstes mongolisches Teilreich bereits zum 1. August das Embargo gegen die britischen Mächte wieder auf, nachdem der in Debul ausgehandelte Vertrag im Land bekannt wird. Nur wenige Tage später befürwortet auch der Kuriltai des Landes die Vereinbarung und die damit einhergehende Verpflichtung, sich bei den übrigen Großkhanaten für ein Ende der Handelsrestriktionen einzusetzen.


    26. Juli 1705: Die Offensive der kanarischen Söldner im Westen von Barbados gerät wegen ständiger Angriffe verschiedener Rebellengruppen aus dem Inland und der dadurch weiter verschärften Nachschubschwierigkeiten ins Stocken, so dass man sich schließlich schweren Herzens entscheidet, in die Ausgangsstellungen zurückzukehren. Ein kleines Kontingent der Angreifer bleibt aber in St. Jakob stationiert, um bei einer möglichen Rückkehr der Truppen Kurur Khans rechtzeitig reagieren zu können.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:53 Uhr)

  13. #373
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    27. Juli 1705: Das Kalifat von Cordoba beginnt mit einer Verlegung seiner Seestreitkräfte, um den Wegfall der italienischen Schiffe zu kompensieren. Dabei legt man großen Wert darauf, den Handelsgilden vor Ort zu erklären, weshalb diese Maßnahme nötig sei. Es kommt aber ohnehin nicht zu größeren Unmutsäußerungen, da ja eher der Ostseeraum betroffen sein dürfte.


    27.-30. Juli 1705: In mehrtägigen Gefechten greifen Schiffe unter der Flagge Kurur Khans, die man aber teilweise den Zheng-Königen zuschreibt, immer wieder die kanarisch-italienische Flotte auf dem Rückweg aus der Karibik an, stören deren Formation und versenken dann die dabei kurzfristig isolierten Fahrzeuge. Zwar kämpfen die Europäer tapfer, doch die Kariben erweisen sich als ebenbürtige Seeleute und setzen sogar einige moderne Fahrzeuge (Stufe IV) ein. Auch die Angreifer erleiden aber hohe Verluste, so dass die Gefechte nach drei Tagen zunächst wieder abflauen. Zu diesem Zeitpunkt sind sieben kanarische (3*100 III, 1*50 III, 3*25 III) und fünf karibische (2*100 III, 3*50 III) Schiffe versenkt worden.


    27.-31. Juli 1705:
    Die meisten europäischen Gesandtschaften treffen in Venedig ein, um sich auf die bald beginnende Konferenz vorzubereiten. Neben den Vertretern der mongolischen Großkhanate sind auch die britischen Delegationen bereits einige Zeit früher angereist und haben eigens Räumlichkeiten angemietet, um die reiche europäische Kultur darzustellen. In der ersten Augustwoche reist dann auch Großkhan Putraq VI. persönlich an, der trotz seiner angeschlagenen Gesundheit die Eröffnungsansprache selbst halten möchte. Mit ihm kommt auch sein Neffe und Kronprinz Yesun, der die europäischen Gesandtschaften stets persönlich und mit einer ihrem Rang angemessenen Höflichkeit begrüßt. Ausgerechnet das Großkhanat Dagomys, dessen Rechtsnachfolge des geeinten Mongolischen Reiches bislang noch von keiner europäischen Macht in Zweifel gezogen worden ist, scheint ein besonders großes Interesse an der Erneuerung der Krakauer Liberation zu haben.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:53 Uhr)

  14. #374
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    29. Juli 1705: Bei strahlendem Sommerwetter geben sich Prinzessin Louise von Burgund und der Kaiserenkel Ludwig von Burghausen im Luxemburger Stadtschloss das Jawort. Johann X. ist persönlich erschienen, während Baiern vorwiegend von Ludwigs Familie vertreten wird, die aber ebenfalls mit großer Prachtentfaltung zu glänzen versucht. Man rechnet bei Hofe damit, dass besonders der burgundische Herzog weiter an Ansehen gewinnen wird.


    29.-31. Juli 1705: Nach dem Rückzug der kanarisch-italienischen Flotte nehmen Schiffe Kurur Khans und seiner Verbündeten den Fischerhafen Rockfield mehrere Tage lang unter starken Beschuss, so dass er ähnlich wie St. Jakob fast völlig zerstört wird. Dabei erweisen sich (wie bereits im Westen der Insel, wo die italienischen Fahrzeuge großen Anteil am Erfolg hatten) die 250er der französischen Krone als besonders effektiv. Die kanarische Streitmacht, die im Osten von Barbados steht – angeblich soll es sich um 200 Mann SI und 800 Mann LI handeln – könnte dadurch in eine schwierige Lage geraten.


    31. Juli 1705: Das Khanat Ungarn beginnt damit, zwei Minghan SR und ein Regiment DR (aus den Vasallengebieten) einzuberufen. Gerüchten zufolge soll diese Armee in Italien stationiert werden, was wohl bedeutet, dass die beiden Khane, die sich noch vor wenigen Jahren feindselig gegenüberstanden, eine freundschaftliche Einigung erzielt haben.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:54 Uhr)

  15. #375
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    1. August 1705: In der Markgrafschaft Saluzzo werden drei Männer festgenommen, die sich an den Passeingängen verdächtig verhalten haben und die man für italienische Spione hält. Der Markgraf entscheidet, sie unter strenger Bewachung nach Chambord zu schicken, damit der König selbst über ihr Schicksal befinden kann.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:

    Zwei der Spione wurden von den „Markgräflern“ enttarnt und gefangen genommen, weitere zwei konnten sich aber in der Nähe das Passeingänge einnisten. Der dritte Gefangene war wohl wirklich nur ein unbescholtener Krämer, der sich irgendwie verdächtig gemacht hat. Nach ersten Berichten der Spione rückt noch keine größere Armee im Pass vor. Man wird weiterhin wachsam bleiben und feindliche Bewegungen melden.



    2. August 1705: Nach zähen Verhandlungen einigen sich die mongolischen Teilreiche auf ein Auslaufen des Handelsembargos gegen die Königreiche England und Schottland und die von ihnen und Irland getragene WMC zum Jahresende. Dabei soll es sich um einen Kompromiss handeln, für den vor allem Kronprinz Yesun von Dagomys eingetreten war. Er und sein nach Venedig gereister Onkel Putraq VI. wollten angeblich schon vor Beginn der Konferenz mit den Europäern ein wichtiges Hindernis für eine Verständigung aus dem Weg räumen, da mehrere Nationen im vergangenen Jahr England und Schottland unterstützt hatten.


    3.-4. August 1705: Ein weiterer Angriff der Schiffe Kurur Khans auf die kanarisch-italienische Flotte bleibt erfolglos, was wohl auch mit der größeren Entfernung von Barbados und der Karibik zu tun haben dürfte. Während die Europäer diesmal verlustfrei bleiben, wird auf Seiten der Kariben ein 100-Mann-Fahrzeug III versenkt und ein weiteres so schwer beschädigt, dass es einige Tage später aufgegeben werden muss.
    Geändert von Jon Snow (11. Oktober 2025 um 22:54 Uhr)

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