Die ungewohnte Form der Verhöre und die Wiedereinführung der (zumindest offiziell) schon seit langer Zeit nicht mehr praktizierten Folter sorgen dafür, dass die meisten Gefangenen recht viel sagen. Zugleich wird aber auch deutlich, dass selbst die Folter eine Art Kunst ist, welche man ein wenig üben muss. Zwar findet der Hof nach mehreren Absagen schließlich doch einige Wachmänner, die diese Pflicht übernehmen, ihre Methoden führen aber bei mehreren der ersten Verhöre zu verfrühten Todesfällen. Insgesamt ergibt sich dennoch ein recht klares Bild: Die Piraten stammen größtenteils aus Flandern und der Bretagne, wo sie meist als Fischer oder Gehilfen auf Handelsschiffen arbeiteten. Aus Not oder Habgier (sie behaupten natürlich Ersteres) begannen sie später zu unterschiedlichen Zeiten damit, zu schmuggeln und sich für andere gesetzeswidrige Aufträge zu melden. Im Frühjahr 1704 erwarben sie dann von einem irischen Kaufmann ein Schiff, mit dem sie selbst Piraterie betreiben wollten. Den Handelssegler, den sie in der Biskaya aufbrachten, beobachteten einige von ihnen bereits bei der Einfahrt in den Hafen von Brest, wo sie als Schauerleute arbeiteten. Angeblich gibt es viele einfache Arbeiter in der Hafenstadt, die sich auf diese Weise ein Zubrot verdienen oder sogar selbst ab und zu Piraterie betreiben, und einige Seeräuber nennen unter der Folter auch zahlreiche Namen. Als sie sahen, dass recht wertvolle Güter unter Deck gebracht wurden, wollten sie das Schiff einige Seemeilen außerhalb des Hafens kapern, doch die Verfolgung zog sich deutlich länger hin, was burgundisch-englischen Streitkräften die Ergreifung der Piraten gestattete.