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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #241
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    17. Februar 1704: Eine päpstliche Kommission beginnt damit, Vorarbeiten für die spätere Gründung einer Universität in Rom zu leisten. Außerdem sollen Planungen zum Bau einer eigenen Druckerei des Heiligen Stuhls durchgeführt werden.


    17. Februar 1704: Kurz vor Beginn der Schifffahrtssaison in der Nordsee gibt Olof Scholten in seiner Eigenschaft als Hansebürgermeister den Bau der „Britanic“ in Auftrag. Es soll ein Schiff von außergewöhnlicher Größe sein, das zugleich als Prototyp für die Konstruktion ähnlicher Fahrzeuge dienen kann. Die Zünfte der Schiffbauer sind begeistert von der Idee und machen sich rasch ans Werk. Schließlich verspricht der Bau eines so gewaltigen Handelsseglers nicht nur ein sicheres Einkommen für dieses Jahr, sondern auch viel Ansehen bei Zunftgenossen, wenn man seine Arbeit gut verrichtet.


    17.-27. Februar 1704: Die mit Hilfe von Eilboten informierten CTC-II-Schiffe im Indischen Ozean werden so schnell wie möglich aus der Region ins Mittelmeer zurückbeordert. In einigen Häfen grassieren seitdem Gerüchte, dass eine mächtige Piratenflotte aus Europa bereits das Arabische Meer erreicht habe. Offenbar haben einige der CTC-II-Agenten ihre Geschäftspartner (wenn auch meist etwas kryptisch) vor zunehmenden Gefahren gewarnt. Viele Händler bitten nun das Großkhanat Melaka um zusätzlichen Schutz, welcher aber angesichts der zahlreichen Verpflichtungen des Teilreiches nur schwer gewährt werden kann, ohne andere Seegebiete zu entblößen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:22 Uhr)

  2. #242
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    18. Februar 1704: Auf Nantucket beginnt der Ausbau des Handelshafens, und nur wenige Tage später wird auch auf Nova Scotia mit der Errichtung eines neuen Anlegeplatzes begonnen. Die britischen Mächte scheinen also weiterhin den Nordamerikahandel zu forcieren, der im vergangenen Jahr so hohe Gewinne eingebracht hat.


    19. Februar 1704: Eine Gesandtschaft des Kalifats von Cordoba unternimmt eine Reise nach Südmarokko und weiter in Richtung der südwestafrikanischen Flussgebiete. Mit dabei ist auch Kronprinz Umar, der aber nur bis zu den Berbervasallen seines Vaters an der Reise teilnehmen wird, wo er die Eheschließung mit der Tochter eines wichtigen Scheichs vorbereiten soll.


    19. Februar 1704: Nach dem Kuriltai in Mailand besucht Tenzin II. von Italien die Küste bei Porto Maurizio, wo die Kämpfe des Vorjahres besonders große Schäden verursacht haben. Unter dem Jubel der Bevölkerung gibt der Monarch bekannt, dass 100000 S zur Behebung der Not bereitgestellt würden. Zudem sollen die einberufenen Reiter und Milizaufgebote zum Dank für ihre Treue einen zusätzlichen Sold für 1704 erhalten.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:22 Uhr)

  3. #243
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    20.-29. Februar 1704: In einem überraschend schnellen, von einer starken Flotte aus Melaka mit kleineren Landeoperationen unterstützten Vorstoß nach Nordögedeiland gelingt es dem Heer Berkes I. (Negübeihafen), die Rebellion James Stuarts niederzuwerfen. Der Prätendent vermag es zwar weiterhin, einen großen Teil der Handwerker und Bauern auf seiner Seite zu halten, doch der Adel wird ihm während des Angriffs untreu und fällt den eigenen Truppen bei mehreren entscheidenden Gefechten in den Rücken. Als der Khan mit seiner Regierung in Gefangenschaft gerät, erbeuten die Sieger auch eine erstaunlich gut gefüllte Kriegskasse. Die Situation war also offenbar viel knapper als gedacht, denn die Rebellen sollen bereits Kontakte zu einem Söldnermarkt auf den indonesischen Inseln aufgenommen haben, um weitere Kämpfer anzuwerben. Weshalb die Adligen so rasch überliefen ist nicht ganz klar, aber es rettete das Teilreich möglicherweise vor dem Untergang. Auch das Eingreifen der Flotte Melakas gilt als kleine Überraschung.


    26.-29. Februar 1704: Die Suche nach dem versteckten Hort Henry Morgans wird mit großer Begeisterung fortgesetzt. Als erste Abenteurer nehmen die beiden nordischen Prinzen Björn und Harald mit ihren Kriegsschiffen Kurs auf die Neue Welt, wo das Gold verborgen sein soll. Die übrigen Schatzjäger setzen dann einige Tage später Segel.


    27. Februar 1704: Das Kalifat von Coroba gibt bekannt, dass man einen Teil der im Norden stationierten Festungsgeschütze aufgeben wird. Diese Entscheidung gilt als Zeichen dafür, dass die Spannungen auf der iberischen Halbinsel weiter zurückgehen, denn bislang wurden die Festungen an der alten Militärgrenze zwischen dem muslimischen Gebiet und den christlichen Reichen mit großem Aufwand geschützt.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:22 Uhr)

  4. #244
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    29. Februar 1704: In Cádiz trifft ein Gesandter des Kalifats von Cordoba ein, um mit dem dortigen Gouverneur Yesun Khan zu sprechen. Der mongolische Amtsträger gilt als Freund der Meriniden und hatte bereits großen Anteil am Sieg über eine Piratenflotte im Jahr 1702, als er mehrere Schiffe weiter nördlich als üblich patrouillieren ließ.


    1. März 1704: In Jerusalem wird nach einer kurzen Pause die zweite Konzilssessio eröffnet. Papst Siricius III. verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Versammlung klar strukturierte Riten für die verschiedenen Regionen erarbeiten, dabei aber auch auf gemeinsame Elemente Wert legen werde.


    3. März 1704: Eine mächtige Kriegsflotte der Kanarischen Inseln passiert offenbar die Straße von Cádiz. Es heißt, dass die Kommandeure ihre Stärke und ihren Weg zwar unauffällig zu verschleiern suchten, der aufmerksame Küstenschutz des Kalifats von Cordoba aber mit einer gewissen Verspätung reagierte und nun zwei schnelle Segler den Kanariern folgen sollen. Diese Gerüchte wurden von den beiden Regierungen noch nicht bestätigt, in den Städten des Mittelmeerraumes werden sie aber bald zum Tagesgespräch.

  5. #245
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    4. März 1704: Im Piraterieprozess von Palermo werden die ersten Urteile gegen die Seeleute und einfachen Piraten verkündet. Wie es bei den Mongolen schon seit vier Jahrhunderten üblich ist, verhängt man gegen diese gewöhnlichen Seeräuber keine Todesstrafen, sondern siedelt sie als Leibeigene in Inlandsprovinzen weitab vom Meer an. Als Bestimmungsort wählt Satrap Yurul Khan einige Wochen später in Absprache mit Dagomys die Satrapie Samara aus. Gegen die Offiziere und Piratenkapitäne soll hingegen weiter verhandelt werden, wobei vielleicht auch ihnen der Galgen erspart bleiben könnte. Viele von ihnen waren immerhin geständig, was ihnen nun zugutekommen könnte.


    5. März 1704: Das Großkhanat Dagomys erhebt die Provinz Kabulstad zusammen mit der weiter im Osten der Karibik gelegenen Insel Trinidad zur Satrapie. Diese soll künftig von Aruba aus regiert werden, wo der Hafen von Azurstad mit großem Aufwand modernisiert worden ist. Da die Teilreiche Dagomys und Quito mittlerweile eng zusammenarbeiten, dürfte man in der Alten Welt damit vorwiegend wirtschaftliche Ziele verfolgen.


    6. März 1704: Das Großkhanat Melaka gibt bekannt, dass es zusätzliche Patrouillen zwischen Ceylon und der Arabischen See einrichten werde, um die Kaufleute der Region zu beruhigen. Da man außerdem bereits im Südpazifik engagiert ist, dürfte dies zu Lasten der Versorgung und Seeunterstützung für die an der südchinesischen Küste operierenden Streitkräfte des Teilreiches gehen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:23 Uhr)

  6. #246
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    8. März 1704: Nach einigen recht kritischen Worten gegenüber der Politik des Großkhanats Dagomys bei einer zweiten Audienz verlässt der französische Gesandte die Hauptstadt und kehrt nach Hause zurück. Man ist nicht direkt im Streit auseinandergegangen, aber Paris hat doch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man in Westeuropa mehr Unterstützung gegen Länder erwartet, denen man Piraterie vorwirft. Kronprinz Yesun soll hingegen darauf hingewiesen haben, dass er den Frieden von 1651 mit den Europäern erhalten wolle.


    9.-19. März 1704: Auf Las Palmas de Gran Canaria findet der Frühjahrsmaskenball statt, der sich mittlerweile zu einer kanarischen Tradition entwickelt hat. Einige Kriegsschiffe und von Bürgern besonders gestaltete Themenboote erinnern an die militärischen Erfolge vor der ligurischen und galicischen Küste, wegen der kurzen Vorbereitungszeit ist die Ausstattung aber noch sehr ausbaufähig. Da die Schiffsparade große Aufmerksamkeit auf sich zieht, könnte in diesem Jahr der Herbsttermin von Santa Cruz de Tenerife zum ersten Sieg der Hauptstadt beitragen, denn dort dürfte man bessere Themenboote gestalten können.


    10. März 1704: Einige Franziskanermönche, die vom Heiligen Stuhl mit erheblichen Mitteln ausgestattet worden sind, beginnen in Südfrankreich damit, eigene Projekte zur Besserung der Situation durchzuführen. Da sie bereits über gute Verbindungen zum Klerus vor Ort verfügen, könnte ihr Wirken einen besonders großen Effekt haben.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:24 Uhr)

  7. #247
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    11. März 1704: Während der Reise der ungarisch-italienischen Delegation nach Buda nimmt Urus Khan, der Kronprinz des Khanats Italien, an einem Dankgottesdienst für die Genesung des Großkhans Putraq VI. in der Kathedrale von Warna teil. Dabei ist er erkennbar darum bemüht, ausreichend wahrgenommen zu werden, was auch gelingt. Es dürfte also in den Städten der Satrapie West-Taman und mittelfristig sicherlich auch in Dagomys bekannt werden, dass der italienische Thronfolger sich um die Gesundheit des Großkhans sorgt.


    11. März 1704: Das zweite Jahr des Wasserkunstprojekts wird von Kaiser Benedikt I. feierlich in München eröffnet. Die Kasse des Reiches wird auch in diesem Jahr die Kosten für alle beteiligten Länder tragen und stellt dazu die beeindruckende Summe von 500000 S zur Verfügung.


    13. März 1704: Der Satrap von Kairo bittet den hellenischen Botschafter um ein Gespräch zu verschiedenen Themen von Interesse.

    Nur für das Khanat Hellas

    Achtung Spoiler:
    Da der Satrap weiß, dass Hellas starke wirtschaftliche Interessen im Indischen Ozean hat, will er versichern, dass bislang keine ungewöhnliche Flotte durch den Großkhankanal gefahren sei. Im Vorjahr seien allerdings einige kanarische Kriegsschiffe unterwegs gewesen, die man im Arabischen Meer aus den Augen verloren habe.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:24 Uhr)

  8. #248
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    14. März 1704: Ein italienischer Gesandter trifft in Palermo ein, um mit Satrap Yurul Khan zu sprechen. Hintergrund könnte die italienische Bereitschaft sein, eine größere Rolle beim Schutz des Mittelmeerhandels zu übernehmen.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:

    Yurul Khan ist äußerst reserviert und lehnt es ab, italienische Schiffe von Häfen der Satrapie aus operieren zu lassen, wobei man ihnen natürlich in der Not keine Hilfe verweigern würde. Er rät Italien dazu, zunächst mit dem Heiligen Stuhl und dem Khanat Hellas zu sprechen, um deren Häfen anlaufen zu dürften. Mittelfristig könne man dann darüber nachdenken, diese Operationen nach Süden zu erweitern und beispielsweise Sizilien einzubeziehen, sobald gewisse Vorbehalte ausgeräumt seien.



    14. März 1704: Die Landgrafschaft Hessen entsendet fünf Gesandtschaften in alle ihre Nachbarländer, um über bessere Handelskontakte zu sprechen und so die günstige geografische Lage des Landes stärker nutzen zu können.


    16. März 1704: Die Schweizerische Eidgenossenschaft setzt den Bau der Handelsmagistrale von Zürich nach Bern fort, was wieder zu einer verstärkten Nachfrage nach verschiedenen Gütern im Land führt. Zugleich gibt Bundesammann Frisching bekannt, dass in diesem Jahr nach schottischem Vorbild eine Handwerker- und Handelskasse eingerichtet werden soll. Beide Projekte könnten sich durchaus gegenseitig verstärken, wie man hofft. Außerdem erläutert der Regierungschef, dass man die Verwaltung durch die Einrichtung einer echten Fachschule verbessern werde, deren Bau man im Vorjahr bereits begonnen habe.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:25 Uhr)

  9. #249
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    17. März 1704: Papst Siricius III. gibt in einem Brief an die Bischöfe Italiens und Frankreichs seiner Freude über den wiedergewonnenen Frieden Ausdruck. Im Hinblick auf die vom Krieg und der Piraterie verwüsteten südfranzösischen Gebiete beschreibt der Heilige Vater den Einsatz der Franziskaner, welcher bereits begonnen hat. Zudem gibt er bekannt, dass der italienische Khan zugesagt habe, die Zusammenarbeit mit den Kanaren zu beenden und der Bekämpfung von Piraten eine neue Priorität einzuräumen. Vor diesem Hintergrund könne auch der Heilige Stuhl die italienischen Ermittlungsergebnisse zu den Vorfällen in Genua anerkennen, die vom Erzbischof von Genua unterzeichnet worden seien.


    19.-31. März 1704: Ein Landtag der Grafschaft Barcelona dankt dem italienischen Khan und der „tapferen italienischen Nation“ für die zusätzlichen Mittel, die man den Aufgeboten des Vorjahres zur Verfügung gestellt hat und auch für die Bereitschaft, den Frieden zu suchen, bevor das Khanat und seine Vasallen von zu schweren Verwüstungen heimgesucht worden seien.


    21. März 1704: An einem kalten, aber angenehm sonnigen Frühlingstag ehrt Herzog Johann von Burgund die Offiziere, welche am Italienfeldzug teilgenommen oder die Ostgrenze des Landes gegen die Eidgenossen bewacht hatten. Außerdem schüttet er bei dieser Gelegenheit etwas von den recht hohen Steuereinnahmen alle treuen Kämpfer aus.

  10. #250
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    23.-31. März 1704: Auf den Maskenball folgt in diesem Jahr erstmals direkt der kanarische Kuriltai, da man den Friedensvertrag mit dem Heiligen Stuhl bestätigen lassen möchte. Als weitere Themen sind das geplante merinidische Großmanöver, das prachtvolle Bad, das auf der nordwestlichen Insel La Palma gebaut werden soll und ein Vorschlag des Kronprinzen zur Hymne vorgesehen. Die Suche nach einer verschütteten Quelle wurde offenbar bereits begonnen.

    Nur für das Khanat der Kanarischen Inseln

    Achtung Spoiler:
    Friedensvertrag und Hymnenänderung werden ohne große Debatte bestätigt, und auch das neue Bad findet fast nur Zuspruch. In Bezug auf den geplanten Einsatz der Kriegsschiffe im Pazifik und vor der australischen Küste rät der Kuriltai hingegen zur Vorsicht. Man dürfte nicht in einen Krieg mit den mongolischen Teilreichen geraten, da man ihrer Seemacht vermutlich nicht gewachsen wäre und auch in Europa wohl nicht nur Freunde habe.



    24. März 1704: Großkhan Putraq VI. (Dagomys) trifft nach einer ruhigen Überfahrt im Hafen von Konstantinopel ein. Dort wird er einige Wochen auf einem Landgut der Krone verbringen und sich von den Strapazen erholen. Der schlechte Gesundheitszustand des Monarchen gilt mittlerweile als politisches Hindernis für das mächtigste Teilreich.


    24. März 1704: Bei einem Osterempfang im Prager Schloss weist Khan Amir I. auf die beiden italienischen Feiern im Herbst – den „Tag des Seemanns“ und den Handwerkerwettstreit – hin. Da Italien im Land einen sehr schlechten Ruf zu genießen scheint, ist das Interesse eher verhalten, zumal man dann entweder im Süden überwintern oder die Alpen im Spätherbst überqueren müsste, wenn man zurückkehren will. Der Monarch deutet daraufhin an, dass er keinen Druck ausüben möchte, es handle sich nur um eine freundliche Einladung. Schließlich bietet ein nachgeborener Sohn der Linzer Habsburgerlinie an, die Aufgabe zu übernehmen. Der junge Johann Leopold wird sich im Frühsommer auf den Weg machen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:25 Uhr)

  11. #251
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    25. März 1704: Die Festungsartillerie aus der Pfalzgrafschaft bei Rhein, die man dem Herzog von Schwaben zur Verfügung gestellt hatte, ist zurückgekehrt. Pfalzgraf Balduin I. hat damit seine gesamte Streitmacht wieder im Lande vereint.


    26. März 1704: Satrap Tenzin Khan von Kairo beruft dem Vernehmen nach mehrere Offiziere der in seinem Amtsbereich stationierten Flottillen und einiger Reiterminghan zusammen. Nähere Informationen dringen zunächst nicht nach außen.


    27. März 1704: Wenige Tage nach seinem 41. Geburtstag gibt der Oberpfarrer der Krakauer St.-Georgen-Kirche August Hermann Francke nach einem heftigen Streit mit dem Erzbischof sein Amt auf. Francke erlebte im späten 17. Jh. eine innere Bekehrung, die zu den Konflikten mit der Ortskirche beitrug. Seither predigt mit er großer Beredsamkeit und in deutscher oder polnischer Sprache eine verinnerlichte Frömmigkeit, die von allem äußeren Pomp absehen und sich der Mildtätigkeit und der Begleitung junger Menschen (besonders der Waisen) widmen soll. Da man ihm die Sammlung von Geldern für einen geplanten Schulbau im Erzbistum untersagte, sucht er nun eine neue Wirkungsstätte.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:25 Uhr)

  12. #252
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    28. März 1704: Kronprinz Yesun von Dagomys begibt sich nur wenige Tage nach Ostern auf See, um seinen Onkel Putraq – den regierenden Großkhan – aufzusuchen und mit ihm über einige wichtige Entscheidungen zu beraten, die nicht mehr weiter aufgeschoben werden können. Mittlerweile sollen ihn einige Adlige bedrängen, offiziell die Regentschaft zu übernehmen, was aber vermutlich zu einer Krise der Dynastie führen könnte.


    1. April 1704: Ein italienischer Gesandter trifft auf Rhodos ein, um mit Satrap Arkim Khan zu sprechen. Der Empfang bei Hofe ist ungewöhnlich frostig, was man sich zunächst nicht recht erklären kann. Arkim selbst scheint aber keine Abneigung gegen Italien zu hegen und gibt dem Gesandten ohne überlange Wartezeit eine Audienz.


    Nur für das Khanat Italien


    Achtung Spoiler:
    Arkim sagt zu, die Bitte um einen Zugang zu Häfen der Satrapie mit Dagomys zu besprechen. Zwar gebe es wegen der Vorfälle vor Südfrankreich gewisse Bedenken bei vielen Offizieren des Großkhanats, diese könnten aber vielleicht überwunden werden, wenn auch einige der früheren Kriegsgegner bereit wären, die italienische Piratenbekämpfung auf diese Weise zu unterstützen. Namentlich nennt er Hellas und das Kalifat, die beide einen sehr guten Ruf bei mehreren hochrangigen mongolischen Adligen hätten. Den frostigen Empfang durch mehrere subalterne Mitarbeiter der Satrapie spricht man nicht direkt an, um keinen Streit auszulösen; man könnte aber vielleicht versuchen, die Sache mit Hilfe von kleineren Bestechungsgeldern aufzuklären.



    4. April 1704: In Santiago beginnt der Landtag des Königreichs Galicien. Hauptthemen sollen der Umgang mit den freiwilligen Kriegsabgaben, der militärische Schutz des Landes und die Ergebnisse der Konferenz von Sevilla sein. Am Rande der Eröffnungszeremonie ehrt König Fernando IV. außerdem die Kämpfer, die im Vorjahr für das Land ihr Leben riskierten.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:26 Uhr)

  13. #253
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    6. April 1704: König Robert IV. von Schottland besucht überraschend eine kleine Buchmesse in Kilmarnock, um sich die Neuerscheinungen anzusehen. Die Gelehrten des Landes sind sehr erfreut von seinem Interesse für Wissenschaft und Kultur.


    10.-19. April 1704: Berke I. hält in Negübeihafen einen Kuriltai ab, um den knappen Sieg auf Ögedeiland zu feiern. Dazu sind zahlreiche Adlige von beiden neuseeländischen Inseln in die Hauptstadt gekommen, was das Rätsel um die Überläufer ein wenig lüftet. Offenbar hat der Großkhan des Teilreiches den Khanen einen sehr vorteilhaften Vasallenstatus mit starker innerer Autonomie unter Führung des regionalen Adels versprochen. Der Kuriltai stimmt diesem Vorhaben zu, so dass Anfang Mai die Vasallenkhanate Ögedeiland (Nordinsel) und Chellebayaland (Südinsel) gegründet werden können. Berke erspart James Stuart sogar die Todesstrafe und lässt ihn unter scharfer Bewachung auf einem Landgut einige Wegstunden südwestlich von Negübeihafen unterbringen. Auch die übrigen Mitglieder seiner Regierung werden auf australischen Landgütern interniert, aber nicht getötet. Der Großkhan, der in Dagomys immer als etwas leichtlebig und naiv belächelt worden war, gewinnt mit seinem beeindruckenden diplomatisch-militärischen Erfolg großes Ansehen unter den Mongolen, zumal bislang nur die beiden mächtigsten Teilreiche echte Siege gegen Rebellen erringen konnten, als sie 1701 die äthiopischen Reiche und die Zheng-Könige in der Karibik zur (wenigstens formellen) Unterwerfung zwangen.


    11. April 1704: Die um französische Geschütze ergänzte galicische Belagerungsartillerie ist in ihre Heimatstandorte zurückgekehrt, so dass das kleine Königreich wieder seine gesamte Streitmacht zu Lande und zu Wasser zur Verfügung hat.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:26 Uhr)

  14. #254
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    12.-30. April 1704: Nach der Ankunft der Schiffe aus sieben befreundeten Reichen beginnt der erste Teil der merinidischen Manöver an der Ostküste des Kalifats, vor den Balearen sowie in der Nähe der südfranzösischen Häfen. Beteiligt sind neben den Gastgebern die Flotten Galiciens, Frankreichs (samt seiner Vasallen), des Khanats Hellas, des Heiligen Stuhls, Irlands, Schottlands und Englands.


    14. April 1704: Die kanarische Kriegsflotte, deren Erscheinen so viel Unruhe ausgelöst hatte, scheint mittlerweile in kleinen Gruppen unterwegs zu sein, vielleicht um mögliche Verfolger abzuschütteln. Etwa zehn Fahrzeuge unter der Flagge von Barbados treffen in Rosette ein, doch die Beamten der Satrapie Kairo verwehren ihnen die Einfahrt ins Nildelta und bitten sie, stattdessen in Alexandria zu ankern. Möglicherweise wollen die Mongolen damit neue Unruhe im Indischen Ozean vermeiden.


    14. April 1704: Auch der zweite Teil des Piraterieprozesses in Palermo gegen die die Offiziere und Piratenkapitäne endet mit Verbannungsstrafen. Um sie daran zu hindern, ihre früheren Untergebenen um sich zu scharen, wird ihnen die Satrapie Maschhad als Bestimmungsort zugewiesen. Zwei Angeklagte (darunter auch der Kommandeur der Flottille) konnten einen Adelstitel (aus Galicien bzw. dem Großkhanat Quito) nachweisen, so dass deren Angehörige sie später nach einer angemessenen Zeit der Festungshaft freikaufen dürfen.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:27 Uhr)

  15. #255
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    15. April 1704: Großkhan Putraq VI. (Dagomys) und sein Neffe und Kronprinz Yesun schicken gemeinsam ein Rundschreiben an die Satrapen und den übrigen Hochadel des Reiches. Darin bekräftigen sie ihr gutes Einvernehmen und die Treue Yesuns zum Monarchen. Vereint mit anderen klugen und rechtschaffenen Khanen könne man das Reich gewiss stabilisieren und durch alle Fährnisse lenken. Da Putraqs schlechter Gesundheitszustand nicht erwähnt wird, sind einige Hofbeamte und Satrapen angeblich etwas enttäuscht von dem Brief. Sie hatten offenbar darauf gehofft, dass dem Thronfolger zusätzliche Kompetenzen verliehen würden, um drängende politische Fragen schneller entscheiden zu können. Putraq und sein Neffe kündigen zudem an, in einigen Tagen zusammen nach Dagomys zurückzukehren, was vermutlich ihre Eintracht zu bekräftigen soll.


    15.-30. April 1704: In der zweiten Aprilhälfte flammen die Kämpfe in Südchina wieder auf, nachdem die Seeunterstützung Melakas deutlich nachgelassen hat und die mongolischen Truppen in Südchina sich nur noch auf die Defensive beschränken. Offenbar haben sich die chinesischen Fürstentümer auf die größere Bedrohung aus dem Norden eingestellt und nutzen nun die innere Linie und die Terrainvorteile, um die aus mehreren Satrapien des Großkhanats Dagmoys entsandte Reiterei in kleineren Gefechten in Bedrängnis zu bringen. Anfang Mai entscheidet der kommandierende General daher, seine Streitmacht wieder auf eine besser zu verteidigende Position zurückzunehmen. Einige der rebellischen Provinzen wurden von den Plünderungen aber dennoch sehr hart getroffen, was möglicherweise die Bereitschaft erhöhen könnte, einen Kompromissfrieden anzustreben. Einige Offiziere des eurasischen Teilreiches kritisieren, dass Batu V. auf bloße Gerüchte hin die Seeunterstützung für seine Truppen im Küstengebiet reduziert habe, zumal von der angeblichen Piratenflotte bislang nichts zu sehen sei. Tatsächlich melden die Kaufleute, Fischer und Reeder noch keine wachsende Bedrohung der Seewege im Indischen Ozean.


    18. April 1704: Khagana Eltiana schließt im Auftrag des Großkhans Putraq VI. von Dagomys einen Vertrag mit den Khanen der Alten Lande. Darin wird ihnen für die nächsten sieben Jahre (1705-1711) zusätzliche finanzielle Unterstützung für ihre Reiterlehen versprochen. Einige der Adligen aus der Region haben offenbar mit erheblichen Schulden zu kämpfen, so dass die Zusage sie der drängendsten Sorgen enthebt. Zugleich könnte die Vereinbarung in anderen Satrapien des Teilreiches zu Konflikten führen, die sich möglichweise zurückgesetzt fühlen werden.
    Geändert von Jon Snow (10. Oktober 2025 um 11:28 Uhr)

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