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Thema: Der Mongolensturm - Das 18. Jahrhundert

  1. #211
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    5. Oktober 1703: In Turku beginnt das internationale Bartmannballturnier, das bald auch als Europameisterschaft bezeichnet wird. Als Eröffnungsspiel ist das Duell zwischen den Suomen Lentopallolliitto Dynamite und Thors Haufen angesetzt, das viele Bürger aus der Stadt und auch Handwerker und Bauern aus dem Umland anzieht.


    5. Oktober 1703: In Enschede und einigen ostfriesischen Grafschaften treffen burgundische Gesandte ein. Über die Hintergründe wird zunächst nichts bekannt.

    Nur für das Herzogtum Burgund

    Achtung Spoiler:

    Der westfälische Regentschaftsrat entscheidet wie befürchtet, die vom erkrankten König sehr stark reduzierte Belagerungsartillerie nicht zu vermieten, da sie nicht mehr ersetzt werden kann. Selbst im Fall einer Finanzkrise wäre der wissenschaftliche Fortschritt bei der Zerlegung für das Khanat vorteilhafter als eine kleine Mietgebühr von 50000 S. Die friesischen Vasallen wären hingegen bereit, Schiffe der Stufe II zu verkaufen, die nicht für die Piratenabwehr benötigt werden. Das wären neben dem 100-Mann-Schiff bis zu sechs 50er oder 25er.




    5. Oktober 1703:
    Der junge ungarische Khan Arpad macht sich mit den meisten Mitgliedern seines Gefolges wieder auf den Heimweg. Seine Zwillingsschwester Erzsébet bleibt dafür zusammen mit mehreren erfahrenen Diplomaten in Dagomys, um mit dem italienischen Kronprinzen Urus über strittige Fragen des Tributs zu verhandeln. Da man vor Ort bleibt, kann jederzeit ein Vermittler aus dem Haus des Großkhans hinzugebeten werden. Zudem erhält Erzsébet die Aufgabe, die letzte Ruhestätte ihres Vaters auszuwählen und zu gestalten.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:09 Uhr)

  2. #212
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    6. Oktober 1703: In Santiago findet ein Landtag des Königreiches Galicien und aller Vasallen statt, der mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Grabmal des Heiligen Jakobus eröffnet wird und über den Krieg im Mittelmeerraum beraten soll. König Fernando hebt in seiner Eröffnungsansprache neben den bereits bekannten Vorwürfen gegen Italien und die mit diesem Khanat verbündeten Kanaren auch hervor, dass deren Piraten den Erlöser selbst beleidigt hätten, als sie seine Fahne in den Schmutz zogen.


    Nur für das Königreich Galicien


    Achtung Spoiler:
    König Fernando bittet den Landtag um die Vollmacht für eine Kriegserklärung an Italien oder die Kanarischen Inseln, und trotz einiger Kritik an der „Waffenbrüderschaft“ mit dem Kalifen stellt sich eine deutliche Mehrheit der Stände hinter den Monarchen. Angesichts der äußerst bedrohlichen Situation erhält er die Vollmacht und kann damit beiden Mächten den Krieg erklären, sobald er es für sinnvoll und notwendig hält. Einige Adlige kritisieren sogar, dass dies nicht bereits vor der Seeschlacht geschehen sei, schließlich schade ein unerklärter Krieg vielleicht sogar dem großen weltweiten Ansehen des Landes.



    7. Oktober 1703: Nachdem Kronprinz Bulat von Debul einer schweren Krankheit erlegen ist, ernennt der 68jährige Großkhan Ashoka I. einen seiner Enkel zum designierten Nachfolger. Dieser trägt ebenfalls den altindischen Namen Ashoka und findet sich sofort nach der mit einem Eilkurier überbrachten Nachricht bei der Nordarmee des Teilreiches ein, da der Herrscher selbst noch auf dem Rückweg von der Konferenz in Dagmoys ist.


    7. Oktober 1703:
    In Jerusalem tritt eine informelle Bischofsversammlung zusammen, um die Situation im westlichen Mittelmeerraum zu besprechen. Die Initiative ging von Papst Siricius persönlich aus, der sich angeblich in vertraulichen Gesprächen für einen Frieden einsetzt, zugleich aber auch unter dem Druck der verschiedenen Kriegsparteien und seiner geistlichen Aufgaben steht.

    Nur für den Heiligen Stuhl

    Achtung Spoiler:

    Die Bischöfe und Kardinäle sind wie befürchtet gespalten. Die vielen Italiener an der Kurie, die trotz ihres oft jahrelangen Aufenthalts in Rom häufig noch von heimischen Pfründen leben, familiäre Verbindungen pflegen und am Schicksal ihrer Heimat Anteil nehmen, setzen sich meist für eine echte, unparteiische Vermittlung ein. Ihrer Ansicht nach liegt die Schuld auf beiden Seiten, vielleicht sogar noch stärker bei der Koalition, die mit Galicien, Ungarn und sogar dem Kalifat gänzlich unbeteiligte Mächte in den Krieg hineinzuziehen versuche. Die französischen und auch die meisten hellenischen und spanischen Bischöfe sehen das Ganze natürlich völlig anders. Ihnen zufolge müsse der Heilige Stuhl ein klares Zeichen gegen diese Zusammenarbeit der „Piratenkhane“ setzen. Etwas überraschend schließen sich – vielleicht wegen der engen Verbindungen nach Hellas – sogar einige Bischöfe aus der Satrapie Sansibar dieser Ansicht an. Die meisten Orientalen und Mongolen können kaum etwas dazu sagen, und in Europa ist die Meinung entweder unentschlossen oder geteilt, jedoch meist mit gewissen Sympathien gegenüber der französischen Seite. In den Alpenländern neigt man wiederum eher Italien zu, was als Überraschung gilt.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:09 Uhr)

  3. #213
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    8. Oktober 1703: Kalif Yaqub I. zeigt sich sichtlich betroffen von den Verlusten seiner Flotte und ordnet einen großen Trauergottesdienst in der Mezquita an. Dabei flehen die Gläubigen gemeinsam für den Sieg der gerechten Sache, woraufhin der Kalif allen Hinterbliebenen die Hilfe der Gemeinschaft der Gottesfürchtigen zusagt und danach noch lange alleine betet.


    9. Oktober 1703: Ein Eilbote der Grafschaft Barcelona, der mit einem Passierschein A 38 aus Galicien unterwegs ist und den die Koalitionstruppen deshalb (wenn auch unter gewissen Vorsichtsmaßnahmen) weiterreiten lassen, trifft in Genua ein. Er überbringt angeblich Vorschläge für eine Neutralität Kataloniens unter künftiger Fortdauer der italienischen Lehnshoheit.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Galicien und das Kalifat bieten an, eine Neutralitätserklärung der Grafschaft zu akzeptieren, wenn dafür die Kaperbriefe zurückgenommen würden. Das Angebot könnte möglicherweise auf die übrige Koalition erweitert werden, dazu seien aber noch Gespräche nötig. Im Kuriltai gibt es zu dem Thema sehr unterschiedliche Ansichten. Einerseits könne man Barcelona nur schwer gegen einen entschlossenen Angriff von Süden her halten, andererseits gebe man mit den Kaperbriefen ein durchaus recht mächtiges Instrument aus der Hand. Am Ende kommt keine klare Mehrheit zustande, so dass die Entscheidung letztlich bei Tenzin Khan liegt.



    9.-15. Oktober 1703: Die italienische Flotte setzt ihre Angriffe auf Marseille fort, hat aber mit Störaktionen der kleinen südfranzösischen Seestreitkräfte zu kämpfen. Da der Beschuss von ummauerten Hafenanlagen vorwiegend durch schwere Schiffe durchgeführt werden muss, genügen dafür manchmal schon geschickt vorgetragene Manöver, die als Brandnerangriff erscheinen und die großen italienischen Einheiten zu Ausweichmanövern zwingen. Daher bleiben die Schäden in Marseille in diesen Tagen sehr gering. Allerdings gelingt es einem kanarischen Schiff, eines der südfranzösischen Fahrzeuge (1*50 III) zu versenken.

  4. #214
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    10.-16. Oktober 1703: Einige Schwadronen Reiterei aus den englischen Festlandsgebieten beginnen mit der Besetzung der Pyrenäenpässe an der Grenze zur Grafschaft Barcelona. Dort treffen sie ungefähr an der Passhöhe auf katalonische LI, wobei beide Seiten keinen Kampf riskieren, sondern zunächst nur „ihre“ Passseite zu schützen versuchen.


    10.-29. Oktober 1703: Im Frühling der Südhalbkugel eskaliert der Konflikt zwischen der vom Teilreich Negübeihafen abgefallenen Insel Ögedeiland und den Großkhanaten weiter. James Stuart, der Khan des rebellischen Landes, lässt Kaperbriefe gegen alle mongolischen Reiche verteilen, um so südchinesische, japanische, indische, ostafrikanische und vielleicht sogar europäische und karibische Freibeuter für seinen Kampf zu gewinnen. Da Negübeihafen nicht über eine große Flotte verfügt, könnten Seeräuber in der Region tatsächlich gute Gewinne machen, wenn sie den weiten Weg auf sich nehmen.


    10.-30. Oktober 1703: Päpstliche und hellenische Truppen nehmen nach Berichten aus dem Mittelmeerraum neue Positionen innerhalb des weltlichen Gebiets des Heiligen Stuhls ein. Gerüchte über einen Angriff auf italienisches Gebiet bewahrheiten sich aber zunächst nicht.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:10 Uhr)

  5. #215
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    11.-30. Oktober 1703: Das öffentliche Friedensangebot des italienischen Khans kommt bei den Menschen der betroffenen und neutralen Länder ganz unterschiedlich an. Während in Italien, im Alpenraum und in Teilen Süddeutschlands von einem großzügigen Vorschlag die Rede ist, wird in Frankreich, Burgund, Hellas und dem Kalifat auf die viel größeren Verluste verwiesen, die Italien verursacht habe. Ansonsten ist die Stimmung offenbar geteilt.


    12.-17. Oktober 1703: Bei schon etwas kühlem, aber noch immer sehr sonnigem Wetter findet auf dem Heidelberger Schloss eine burgundisch-kaiserliche Verlobungsfeier statt. Prinzessin Louise von Burgund, die bald 17 Jahre alt wird, soll den 19jährigen Kaiserenkel Heinrich von Burghausen ehelichen. Die Vermählung ist für den kommenden Spätsommer geplant. In ihren Reden betonen Kaiser Benedikt I., Herzog Johann X. und der gastgebende Pfalzgraf Balduin I., dass man im Reich Schritte des Friedens und des Vertrauens gehe, um Entwicklungen wie im Mittelmeerraum zu verhindern.


    13.-22. Oktober 1703: Die Angriffe vor der galicischen Küste werden unbarmherzig und sehr effektiv fortgesetzt. Es zeigt sich, dass die Zusammenarbeit von (privaten) Kaperfahrern und Kriegsschiffen gegen eine eher schwache Küstenverteidigung ein mächtiges Instrument sein kann. Auch diese Entwicklung wird von den Seeoffizieren der europäischen Länder und der Großkhanate intensiv beobachtet. Schließlich sind die meisten großen Kriege bereits vor einem guten halben Jahrhundert zu Ende gegangen, was die militärischen Erfahrungen dieses Konfliktes besonders interessant macht.

  6. #216
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    14. Oktober 1703: Kurz vor Beginn des Sturmangriffs der französischen Koalition auf Porto Maurizio trifft ein Eilbote der Krone ein, um den Abschluss eines Friedensvertrages mit den Italienern bekanntzugeben. Die Offiziere sind äußerst überrascht, aber nachdem sie selbst einen zuverlässigen Reiter losgeschickt haben, wird die Sache bestätigt. Auch die Italiener und ihre kanarischen Verbündeten beenden alle Angriffe auf Marseille, so dass die Bürger beider Seiten aufatmen können. Einige Reiterkrieger scheinen sogar enttäuscht zu sein, möglicherweise weil sie auf Ruhm und Beute gehofft hatten. Die Offiziere der Koalition beginnen damit, den Rückzug von der ligurischen Küste zu planen, während die Italiener Vorbereitungen zum Abzug aus der Markgrafschaft Saluzzo treffen. Sobald die jeweiligen Monarchen den Befehl dazu geben, kann mit der Entflechtung der Truppen begonnen werden.


    16.-19. Oktober 1703: An der westafrikanischen Küste finden die verschiedenen Gruppen von Schatzjägern Hinweise darauf, wo die Hinterlassenschaft des Henry Morgan verborgen sein könnte. Da die nordische Gruppe über militärisch erfahrene Seeleute verfügt, kann sie zunächst die meisten Kartenfragmente an sich bringen. Allerdings macht ein Zwischenfall um den Prinzen Björn den Vorteil wieder zunichte. Dieser gilt als Anhänger „altnordischer“ Kulte, die in den letzten Jahren bei Hofe etwas an Boden gewonnen haben. Daher versucht er, die entdeckten Hinweise durch magische Praktiken besser einzuschätzen, was bei den Berbern der Region schlecht ankommt. Diese unterstützen einige der anderen Gruppen und helfen ihnen, den Nordmannen einen Teil ihrer Schatzkarten wieder abzunehmen. Die nunmehr verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass der Schatz auf Barbados liegt.


    17.-31. Oktober 1703: Die Nachricht vom Friedensvertrag zwischen der französischen Krone und ihren Verbündeten auf der einen Seite und dem Khanat Italien auf der anderen Seite wird in Europa rasch bekannt, was größtenteils Erleichterung bei den Bürgern, Handwerkern und Bauern der betroffenen und auch vieler neutraler Länder auslöst. Schließlich ist nun die Gefahr einer europäischen Krise deutlich geringer geworden. In Galicien und im Kalifat bitten die Handelsgilden darum, das Embargo gegen Italien nun ebenfalls aufzuheben. Die Ausgabe von italienischen Kaperbriefen wurde hingegen schon von der dortigen Hofverwaltung sofort mit Unterzeichnung des Friedensvertrages beendet. Nur die kanarisch-galicisch-päpstliche Krise ist damit weiterhin ungelöst.

  7. #217
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    18. Oktober 1703: Prinz Donald von Schottland trifft am böhmischen Hof in Prag ein, wo er den Winter verbringen und die beiden jüngsten Töchter Amir Khans aus dessen zweiter Ehe kennen lernen soll. Besonders die 18jährige Katharina gilt als mögliche künftige Braut für den gleichaltrigen Prinzen. Donald erklärt jedenfalls gleich bei seiner Ankunft, er sei aus Schottland, dem großartigsten Land der Welt hergekommen, um über die wichtigsten Themen zu sprechen, die es in Böhmen jemals gegeben habe.


    18. Oktober 1703: Der italienische Kuriltai, der während der Krise immer wieder tagte und dem Khan Rückendeckung verschaffte, tritt zur Diskussion über den Friedensvertrag und seine Umsetzung zusammen. Die Stimmung ist trotz der Zugeständnisse gut und zum Teil sogar regelrecht fröhlich.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:

    Es herrscht allgemein die Ansicht vor, dass man sehr glücklich aus einem aussichtslosen und potentiell zerstörerischen Krieg herausgekommen sei. Man lobt Tenzin Khan für seine kluge Verhandlungsführung. Alle Kommunen bieten sogar von sich aus die Stellung von Geiseln ihrer jeweiligen Führungsschicht an, so dass man ohne jeden Druck fast 500 Adlige und Großbürger zusammenbekommt, die sich noch im Herbst auf den Weg machen können. Damit ist die Zustimmung zum Friedensvertrag nur noch Formsache und fällt sogar einstimmig aus.



    19. Oktober 1703: In Paris tritt ein Kronrat zusammen, um über die weiteren Schritte und die Folgerungen aus dem Friedensvertrag zu beraten. Auch hier ist Erleichterung zu spüren, dass die Krise nun abgewendet wurde.

    Nur für das Königreich Frankreich

    Achtung Spoiler:
    Die Diplomaten, Berater und Adligen bei Hofe sind größtenteils zufrieden mit dem Ergebnis des Krieges. Zwar habe man auf einen möglichen Triumph verzichtet, damit aber auch die eigenen militärischen und finanziellen Kräfte geschont und dennoch eine Entschädigung für Südfrankreich und die Verbündeten erzwungen. Da die Südfranzosen direkt betroffen seien und die englischen und burgundischen Vasallen treu ihre Lehnspflichten erfüllt hätten, sei vielleicht die Einberufung der Generalstände noch im Herbst sinnvoll. Dann könne man den Frieden auch offiziell bestätigen lassen und den Erfolg miteinander feiern. Gerade der Adel aus der Markgrafschaft Saluzzo wäre gewiss dankbar, seine Befreiung gemeinsam mit den Bündnispartnern begehen zu dürfen.

  8. #218
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    20. Oktober 1703: Der galicische Landtag, der eigentlich nach zwei Wochen zu Ende gehen sollte, wird wegen des Friedensschlusses im Mittelmeerraum nochmals verlängert. Zwar ist damit zu rechnen, dass das Wetter den kanarischen Angriffen bald ein Ende machen wird, doch man möchte trotzdem über eine mögliche Strategie für das Frühjahr 1704 beraten.


    20. Oktober 1703: Das Finale des Bartmannballturniers begeistert die Menschen in Turku, zumal die Heimmannschaft auch noch den Titel gewinnt. In Zukunft könnte die Sportart zusammen mit einigen Innovationen wie Trikots oder Cheerleader als Besonderheit der finnischen und auch der gesamteuropäischen Kultur an Bedeutung gewinnen. Zugleich wurde auch deutlich, dass einige Regeländerungen nötig sind, um für klare und faire Begegnungen zu sorgen.


    21.-31. Oktober 1703: Etwa eine Woche nach dem überraschenden Friedensschluss beginnt in einigen Ländern bereits die Demobilisierung von Truppen. Den Anfang macht das Khanat Hellas, das die im April und Oktober aufgebotenen Männer nach Hause schickt, wobei einige der zuletzt einberufenen Handwerker und Bauern wegen der sehr kurzen Dienstzeit sogar einen Teil der Handgelder zurückzahlen. Das Kalifat von Cordoba entlässt die zusätzlichen Aufgebote an der Grenze zur Grafschaft Barcelona, hält aber den Küstenschutz weiterhin aufrecht, während die Flotte in ihre Friedensposition zurückkehrt. So soll ein Angriff von ehemaligen Freibeutern oder Piraten verhindert werden.

  9. #219
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    22.-30. Oktober 1703: Ein zweiter Angriff auf Kaschgar ist von Erfolg gekrönt, nachdem die mongolischen Satrapen zahlreiche Reiterkrieger aus den Alten Landen nach Süden geschickt haben und außerdem tibetische Hilfstruppen einsetzen konnten. Es stellt sich aber heraus, dass sich die Kämpfer aus beiden sehr armen Regionen vor allem große Beute erhofft haben und diese Erwartung nun auch gegen den Willen ihrer Kommandeure zu erfüllen suchen. So kommt es zu zahlreichen wilden Plünderungen, die zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden können.


    24.-31. Oktober 1703: Im Atlantik beginnen erste schwere Herbststürme, die Händler und Fischer in ihre Winterquartiere zwingen, aber für die galicische Küste eine große Entlastung bringen. Schließlich müssen nun auch die Piraten und die sie begleitenden Kriegsschiffe ihre Raubzüge einstellen. Ende Oktober kommt es sogar zur Havarie eines Seeräuberschiffs, das an der Nordostspitze der Costa da Morte auf Grund läuft. Mehr als 30 Geiseln werden von Fischern aus der Umgebung befreit, während die meisten Piraten (vermutlich vorwiegend durch Lynchmorde) umkommen. Im Südwesten Europas tritt damit für den Winter ein unsicherer Friede ein.


    27. Oktober 1703: Im lange umkämpften Porto Maurizio unterzeichnen Vertreter Burgunds, Frankreichs und Italiens den vor etwa zwei Wochen völlig überraschend auf höchster Ebene vereinbarten Friedensvertrag. Die Zeremonie ist schlicht, aber dank der Zerstörungen in der Stadt sehr eindrücklich. Offiziere beider Seiten schlagen außerdem einen eng abgestimmten Rückzug aus Ligurien und Saluzzo vor, wodurch Ende November beide Regionen gleichzeitig geräumt wären, sollten die Monarchen dem zustimmen.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:11 Uhr)

  10. #220
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    29. Oktober 1703: Der Putraqstag wird in vielen mongolischen Ländern erneut mit großem Aufwand gefeiert. Auch viele Kirchen in Ober- und Mittelitalien, der Eidgenossenschaft, einigen Teilen Spaniens und in Finnland begehen ihn wieder sehr festlich. In Südchina, Zentralindien und Ostafrika wird die Feier des Heiligen hingegen verboten.


    29. Oktober 1703: Auch das Königreich Frankreich beginnt mit der Demobilisierung aller für den Krieg einberufenen Truppen. Dazu gehören neben den Streitkräften der Krone auch die Reiter und Volksaufgebote aus den Lehnsgebieten. Die Sicherung der Grenzen und Pässe wird von Söldnerregimentern übernommen.


    31. Oktober 1703: Als die Nachricht vom französisch-italienischen Friedensschluss bei den Delegationen der Khanate Ungarn und Italien in Dagomys bekannt wird, enden die dort geführten Gespräche über eine Tributerhöhung zunächst. Kronprinz Urus und Prinzessin Erzsébet bleiben aber auf Einladung des Hofes noch in der mongolischen Hauptstadt, um eine gefahrvolle winterliche Heimreise zu vermeiden.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:11 Uhr)

  11. #221
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    1.-6. November 1703: Angesichts des immer schlechter werdenden Wetters entscheiden die meisten Schatzjägergruppen, auf den Kanaren zu überwintern, da eine Überfahrt nach Barbados mit großen Risiken verbunden wäre. Die Schatzsuche dürfte also erst im kommenden Jahr weitergehen.


    2. November 1703: Hansebürgermeister Olof Scholten beansprucht in einer Ansprache zum Allerseelentag einen Teil des Verdienstes für den Friedensschluss im Mittelmeerraum für seine Regierung und den Städtebund. Die Furcht vor einem Einsatz der hochmodernen Hanseflotte habe letztlich dazu geführt, dass der Seekrieg beendet worden sei, was dann wiederum den Weg zum allgemeinen Frieden freigemacht habe.


    2.-12. November 1703:
    In der „Dritten Schlacht von Kaschgar“ stehen sich nunmehr Truppen der Satrapen, loyale Hilfskontingente aus den Alten Landen und Tibet und Milizaufgebote aus der Region (darunter sehr viele frühere Rebellen) auf der einen und plündernde, unter eigenen gewählten Offizieren kämpfende Tibeter und Mongolen auf der anderen Seite im Kampf gegenüber. Die zehn Tage andauernden Gefechte werden äußerst brutal geführt, da sich alle Beteiligten im Recht fühlen und eine Niederlage schwerwiegende Konsequenzen hätte. Schließlich gelingt es dem neuen Satrapen Batjargal Khan, die Plünderer vernichtend zu schlagen und größtenteils gefangen zu nehmen. Einige tibetische Kämpfer entkommen der Niederlage jedoch und kehren in ihre Heimat zurück, wo sie nun möglicherweise neue Unruhe stiften werden.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:12 Uhr)

  12. #222
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    3. November 1703: Auch das Khanat Italien beginnt damit, seine Streitmacht zu entlassen. Neben den Aufgeboten des Adels und der Kommunen werden auch die Vasallen und sogar einige Söldner demobilisiert, was vor allem die LR zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft nutzen, wo sie offiziell noch unter Vertrag stehen. Der Frieden scheint nun auch im am stärksten betroffenen Land angekommen zu sein.


    4. November 1703: Der Festungskommandant der „Neuen Burg“ bei Palermo meldet seinen Vorgesetzten die Flucht von etwa 20 Piraten, die man im Vorjahr vor der südfranzösischen Küste gefangen genommen hatte. Sie waren zum Ernteeinsatz in den Südwesten Siziliens abgeordnet worden, weil man auf der Festung selbst keine sinnvolle Tätigkeit für sie fand, ein Prozess oder ein Freikauf aber noch in weiter Ferne zu liegen scheint. Auf dem Land gelang es den Piraten dann anscheinend, in den Bergen zu verschwinden. Möglicherweise haben sie sich einer Banditenbande angeschlossen oder sind sogar in einer Hafenstadt untergetaucht. Satrap Yurul Khan von Palermo, dessen Karriere unter solchen Vorfällen leiden könnte, sendet den Staatsoberhäuptern der betroffenen Länder (Frankreich, das Kalifat von Cordoba, Galicien, Hellas und der Heilige Stuhl) daraufhin einen Brief, um sie darüber zu informieren, dass man im Januar einen Prozess durchführen werde. Der noch immer auf der Insel weilende Gesandte des Zeniketes von Olympos schlägt erneut vor, Lösegelder für die Gefangenen zu bezahlen, was Yurul Khan aber aus außenpolitischen Erwägungen heraus ablehnt.


    6.-16. November 1703: Auch im Mittelmeerraum machen Herbststürme den militärischen Operationen zur See für dieses Jahr ein Ende. Trotz der schweren Verluste an Seeleuten und Schiffen sind die beiden Bündnisse stolz auf die Tapferkeit und Geschicklichkeit, mit der ihre Männer zu Werke gingen, und auch viele hochrangige Offiziere anderer Länder blicken voller Interesse auf die südfranzösische und ligurische Küste. Dort wurde nicht nur die größte und verlustreichste Seeschlacht seit vielen Jahrzehnten ausgefochten, sondern es wurden auch Brandner eingesetzt und mit Marseille sogar ein Seehafen vom Meer her angegriffen und leicht beschädigt. All das hilft dabei, die Möglichkeiten und Grenzen der gegenwärtigen Schiffe, Schiffsgeschütze und taktischen Innovationen besser einschätzen zu können.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:13 Uhr)

  13. #223
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    7. November 1703: In Galicien kommt es zu Verhandlungen über die Lösegeldzahlung für den Bischof von Ferrol, der von Kaperfahrern aus dem marokkanischen Raum gefangen genommen worden ist. König Fernando IV. möchte ihn persönlich freikaufen, was den veranschlagten Preis wohl etwas erhöhen dürfte, aber auch auf viel Zuspruch stößt.


    8.-18. November 1703: Die Novembermitte ist nochmals von recht warmen Wetter und sehr ruhiger See geprägt, so dass die Schiffe der meisten Nationen wieder in ihre Heimathäfen zurückkehren können. Auch einige mutige Fischer fahren nochmals aus.


    9. November 1703:
    Papst Siricius III. eröffnet in der unter Großkhan Putraq I. ausgebauten Grabeskirche vor etwa 1500 Bischöfen und Gästen das Zweite Konzil von Jerusalem (nach dem Apostelkonzil). Als wichtigster weltlicher Herrscher ist überraschend Großkhan Putraq VI. persönlich erschienen, was angesichts seiner äußerst angeschlagenen Gesundheit zwar als großes persönliches Risiko gilt, aber das Konzil enorm aufwertet. Auch die Anwesenheit aller Patriarchen der Weltkirche zeigt, wie wichtig man das Konzil überall nimmt und wie groß die Hoffnungen sind, die man damit verbindet. Sogar der Oberhirte von Shikawo, der als äußerst unabhängig gilt, hat den weiten Weg auf sich genommen, was wohl auch mit einer Ermutigung des nordamerikanischen Großkhans Tohtu V. zusammenhing. Da die nichteuropäischen Patriarchen wegen schwieriger Reisebedingungen erst kurz vor dem geplanten Beginn erscheinen konnten, soll das Treffen des Heiligen Vaters mit ihnen nunmehr am Rande des Konzils stattfinden.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:13 Uhr)

  14. #224
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    12. November 1703: Die nordischen Gelehrten, die im Auftrag König Eriks nach erhaltenen Gegenständen aus der Wikingerzeit forschten, können ihrem Herrn die Funde vorstellen. Es scheint, als seien viele Objekte umstritten, da ihr Alter nicht mehr genau festgestellt werden kann. Die Wikingerzeit endet nach verbreiteter Ansicht um das Jahr 1000 herum, und häufig kann man nicht sagen, ob ein sehr altes Schwert nun 500 oder 700 Jahre zählt. Einige Dinge wurden aber mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit datiert. Dazu zählen etwa 100 noch sehr gut erhaltene Silberdirham aus Bagdad und Damaskus, die man in Uppsala entdeckte, ein aus der Stockholmer Region stammender skarabäusförmiger Karneolanhänger (vielleicht aus Ägypten), ein Ring mit arabischer Inschrift aus Nordjütland, eine auf Island entdeckte, kleine Thorsfigur mit dem charakteristischen Hammer und eine in der Finnmark gefundene Bronzekette mit einem Kreuz. Die Funde sind meist im Besitz von Adligen, konnten also nur für einige Zeit geliehen werden.


    15.-19. November 1703: Bei frühlingshaftem Wetter und sehr ruhiger See landen mehrere Regimenter SI und LI im Süden Ögedeilands an. Die neuseeländische Insel wird von James Stuart als Khan gelenkt und versucht, sich vom Großkhanat Negübeihafen abzuspalten. In den ersten Tagen erhalten die Invasoren militärische Unterstützung durch einen Teil des regionalen Adels, der offenbar die nötige Reiterei zur Verfügung stellt. Die Eskalation des Krieges könnte unter Umständen mit den angekündigten Kaperbriefen zu tun haben und wäre dann vielleicht sogar eine Verzweiflungstat.


    24. November 1703: Kurz vor dem Erreichen der galicischen Gewässer legt die arg gerupfte Flotte des Königreichs nochmals an der Küste des Kalifats an, um einen Trauergottesdienst für die Gefallenen und Vermissten zu feiern. Die Stimmung ist ernst und würdevoll, aber auch ein wenig trotzig. Schließlich konnte man sich bislang nicht an Italien für die hohen Verluste rächen, und angesichts des Friedens wird man dazu vielleicht auch nicht mehr kommen.
    Geändert von Jon Snow (09. Oktober 2025 um 15:14 Uhr)

  15. #225
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    29. November 1703: Überraschend spät im Jahr taucht ein päpstlicher Legat in Irland auf, um mit dem Hochkönig und dem Föderationsrat zu sprechen. Zunächst halten ihn einige Fürsten sogar für einen Hochstapler, doch seine Dokumente erweisen sich als echt. Man beruft daher auf Mitte Dezember eine Sitzung ein.


    1.-31. Dezember 1703: Der italienische Kronprinz Urus nimmt an zahlreichen Vergnügungen in der mongolischen Hauptstadt Dagomys teil und scheint von der dortigen Prachtentfaltung sehr beeindruckt zu sein. Es ist auch erkennbar, dass er – vielleicht auf Wunsch seines Vaters – auf der Suche nach einer passenden Heiratskandidatin sein könnte.

    Nur für das Khanat Italien

    Achtung Spoiler:
    Trotz des Prestigeverlustes durch die Piraterievorwürfe und die politischen Zugeständnisse im Friedensvertrag scheint das Khanat Italien noch immer einen klangvollen Namen zu besitzen. Man wird zwar vermutlich keine Braut aus der regierenden Dynastie oder einer Seitenlinie für Urus finden, eine führende Adelsfamilie läge aber sicher im Bereich des Möglichen.



    6. Dezember 1703: Am Nikolaustag feiern die Zisterzienser im Nordatlantik ihren Patron und nehmen die neuen Postulanten und Novizen in ihre Gemeinschaft auf. Die Zahl der Mönche ist in den letzten Jahren offenbar deutlich gewachsen.

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