Der außenpolitische Rat ist einhellig der Auffassung, dass der Khan recht damit hat, Italien in dieser Situation nicht als Vasallen anzunehmen. Hier steht man also voll hinter seiner Politik. Ähnlich sieht es beim zweiten Vorschlag aus. Arpads Skepsis in Bezug auf die zahlreichen, im Augenblick auch kaum zu klärenden Unwägbarkeiten bei einer Übernahme von italienischen „Werten“ (etwa CTC-Anteilen, Handwerkerausbildung etc.) dürfte sehr berechtigt sein. Allein eine Privilegierung ungarischer Händler verspräche einen sicheren Vorteil, wobei bei einem Friedensschluss vermutlich auch die andere Seite eine solche Forderung stellen könnte. Den vom Khan präferierten Vorschlag sieht man aber eher skeptisch. Italien habe seinen Tribut ordnungsgemäß bezahlt, und es sei kaum wahrscheinlich, dass dies 1704 nicht geschehen werde. Die Verhandlungsvollmacht für eine Erhöhung hat man dem Khan ja gegeben, im Augenblick seien also keine konkreten Angriffspläne nötig. Mit dem Großkhan könne man sicherlich sprechen, enge Kontakte seien aber nicht mehr vorhanden. Ungarn ist schon seit nahezu 80 Jahren unabhängig, so dass die persönlichen Bindungen mittlerweile weitgehend abgebrochen sind. Es sei aber gewiss vorteilhaft, wieder engere Bande zu knüpfen.