Hallo zusammen.
Eine so scheinbar goldene Weisheit habe ich schon oft gehört: Ghaldaklein, sagten sie, du schreibst doch nicht für uns, du schreibst für dich. In den letzten Monaten drehte ich diesen Spieß um und befolgte sie einfach – und zwar genau so, statt den implizierten Schritt zu gehen und gerne und aus sich aus zu schreiben, was andere gerne lesen wollen. So hielt ich Grandia am Leben – schnell zusammengeschraubte Karte, übernommene Regeln aus meinem ersten Civ3-Mod, zwei Geschichten. Nun folge ich weiter diesem Pfad und bin gespannt, wie viele ihn mit mir gehen. Ich möchte euch diesmal meinen RPG-Mod, der schon in Grandia Eingang fand, in seiner Urform vorstellen.
Fasse ich es mal kurz: Es handelt sich dabei um ein P&P-Rollenspiel, welches von mir am Ende meiner Schulzeit als anti-archetypisches DSA-System und unter Einbeziehung der Corsaia-Geschichte (siehe meine HOMM3-Geschichte „Orkleichen im Keller“) erstellt und seitdem immer neu hervorgekramt, bearbeitet und verändert wurde. So spielte ich dessen Weltkarte in Civ2 und es sollte nicht überraschen, dass ich mir – gleich zu Beginn meiner Modderkarriere – Stift und Papier zur Hand nahm, ein Gitternetz schwang, einige Entscheidungen traf und zum Ende einen spielbaren (wenn auch qualitativ unter dem für mich möglichen liegenden) Civ3-Mod vor mir sah. Dann erst folgte Dune, dann erst Rath, dann erst Zeitenwechsel… und es folgten auch Szenarien, die wieder neue Einheiten in den Hauptmod brachten, wodurch die ursprünglich recht klare Form zusehends verpatchworkte. Spielbar bleibt er, aber… ja. Für die Karte nahm ich mir die Zeit, sie vor einigen Tagen neu aufzulegen, sie dabei von ihrer Verzerrung zu befreien und in anderen Dingen zu bearbeiten, auf die ich noch kommen werde. Ich möchte diesen Weg allerdings nicht zu Ende gehen, denn für eine vollkommene Neuauflage von Einheiten, Ressourcen, Technologiewegen und Regierungsformen fehlt mir der praktische Nutzen. Der Mod ist mir gut genug.



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