Die siegreichen Griechischen Truppen bahnten sich ihren Weg durch die dichten Japanischen Wälder, die Tokyo umgeben. Die vortrefflichen Straßen, die die Japaner schon vor Jahrhunderten angelegt hatten und die sie nach wie vor pflegen und dann und wann ausbauen, könnten Tokyo zum Verhängnis werden: ohne sie wären die Griechischen Truppen niemals vor Wintereinbruch nach Tokyo gelangt, hätten das eroberte Oouzu wahrscheinlich erst gar nicht verlassen. Un wer weiß, wie sich die Lage bis zum nächsten Frühling entwickelt hätte?
Nun aber steht Parmenion an der Spitze einer 16.000 Mann starken Armee vor der Königsstadt Kyoto. Bei sich hat er die Veteranen so manch glorreicher Schlacht wie Illion, Satsuma oder Tokiosos, aber auch Regimenter, die sich in den jüngsten Schlachten um Oouzu oder Kargos bewährt haben. Die Verteidigung Tokyos schätzen Griechische Informanten auf gut 12.000 Mann, die zum allergrößten Teil aus Bogenschützen bestehen, die sich vortrefflich auf die Verteidung von Städten verstehen.
Parmenion lässt ein großes Lager vor dem Westtor der Stadt errichten. Er macht sich nich die Mühe, auch die östliche Straße zu sichern - ohne eine Flotte kann er den Kontakt zur Außenwelt nicht verhindern, die Versorgung Tokyos nicht unterbrechen. Tokyo besitzt zwar keine groß angelegte Stadtmauer wie zum Beispiel Tokiosos vor seiner Eroberung, aber die alte Königsstadt ist nach recht kriegerischen Aspekten errichtet worden - die wehrhafte Bauweise, von dicken Mauern umgrenzte Grundstücke, terrassenartige Anlagen - mit einem weniger erfahrenen Heer hätte Parmenion eine langwierige Belagerung ins Auge gefasst.
Er weiß aber, dass er nur mit wenig Verstärkung rechnen kann - lediglich Verwundete und eine Basis-Verteidigung sind in Oouzu und Tokiosos zurückgeblieben. In wenigen Wochen würde der Winter beginnen, aber bis dahin wären sie längst verhungert. Sollte er die Stadt innerhalb der nächsten zwei Wochen nicht einnehmen können, so müsste er unverrichteter Dinge abziehen.
Nur wenige Zeit nachdem die Griechen mit dem Aufschlagen eines Lagers begonnen haben, wird ihnen eine Delegation der Stadt gesandt. Tokugawa fordert den Abzug der Griechischen Truppen, im Gegenzug stellt er jegliche Kampfhandlungen ein. Daraufhin lässt Parmenion die Gesamtschaft töteten und schickt den Pferdejungen mit der Botschaft zurück, dass Tokugawa sich im Meer ersäufen solle um seinem Volk das Unheil zu ersparen, dass mit einer Erstürmung der Stadt einhergeht.
Im Laufe des restlichen Tages wurde verständlicherweise keine zweite Delegation der Japaner ausgesandt. Parmenion aber ordnet ein Festmahl an - seine Truppen sollen feiern und wohlgenährt in den nächsten Tag starten. Einen Ausfall der Japaner fürchtet er in keinster Weise: die Japanischen Bogenschützen mochten sich meisterhaft darauf verstehen aus der Deckung der großen Stadt heraus die Angreifer mit Pfeilmassen zu überschütten, aber zum offensiven Angriff auf eine Übermacht von Infantrie waren sie nicht zu gebrauchen. So saufen und fressen die Griechischen Soldaten bis tief in Nacht hinein, während die Japanischen Verteidiger vor Angst nicht schlafen können, Verteidigungsgräben ausheben, Wälle errichten und die Bevölkerung evakuieren...
Auch am folgenden Tag verfällt Parmenion nicht in Aktionismus, die Armee ist erst vormittags vollends auf den Beinen, erst am Mittag ist sie zur Zufriedenheit Parmenion's aufgestellt: die Schwertkämpfer und 6 Bataillone im zentralen Block, die Phalanx auf der linken Seite, 4 Bataillone als Reserve hinter den Reihen. Gerade hat er sich mit seinem Sohn, Nikanor, auf dem rechten Flügel besprochen und reitet nun gemächlich zum zwei Kilometer entfernten linken Flügel; dabei macht er sich ein Bild von der Japanischen Verteidigung: heute erscheint ihm die Stadt noch bedrohlicher und erneut kommen ihm Zweifel. Das viele Soldaten sterben können - und wohl auch werden - ist ihm bewusst. Er weiß zwar, dass Alexander einen Sieg verlangt, aber er ist nicht dazu bereit diese Männer zu opfern, wie Alexander es bei Edo getan hatte.
Als er am linken Flügel ankommt, bricht sein Heer in wildes Gebrüll aus und beginnt mit dem Ansturm auf die Stadt. Verwirrt wendet Parmenion sein Pferd und erkennt, dass der rechte Flügel schon mit dem Angriff begonnen hat...
Kurz nachdem Parmenion ihn verlassen hatte, erblickte Nikanor eine Schwachstelle in der Japanischen Verteidigung nahe am Hafen. Dort fanden sich keine Bogenschützen, lediglich die Spitzen von Japanischen Speerträgern waren zu sehen. Nikanor blickte seinem Vater nach - wenn die Japaner ihn genauso aufmerksam verfolgten wie er, würde das seine Absichten vereiteln. Also packte er sein Schwert fest in die Hand und befahl den sofortigen Angriff...Parmenion lässt sofort zum Rückzug blasen; nach der zweiten Aufforderung ziehen sich auch alle - bis auf Nikanor's Bataillone - zurück. Am Hafen scheint ein wilder Kampf zu toben, aber Parmenion kann nur wenig Gegenwehr erkennen - anscheinend hatte Nikanor eine Schwachstelle gefunden. Gespannt richtete Parmenion seine Aufmerksamkeit der Stadt zu. Dort war einiges an Bewegung erkennbar, anscheinend versuchte Tokugawa, seine linke Seite zu verstärken. Parmenion, vom Tatendrang Nikanor's angestachelt, reagiert unverzüglich: zur Ablenkung beordert er die Phalanx weiter nach rechts und lässt sie einen Scheinangriff durchführen, während er mit der Infantrie der ersten Reihe gegen die Stadt anstürmt.
Die Griechische Infantrie stößt mit Leichtigkeit in die Stadt hinein und erschlägt viele Bogenschützen, bevor die Japaner sich organisieren und - da Nikanor, nachdem die Speerträger-Bataillon erschlagen ist sich wieder zurückzieht, da er den tatsächlichen Angriffsbefehl nicht vernommen hat - sich nun mit voller Kraft der Griechischen Infantrie entgegenstemmen. Antipater, der vor der Stadt zurückgeblieben ist, kann nur schwer ausmachen, wie die Schlacht verläuft.
Nach mehreren Stunden des Kampfes und vielen Berichten der Front-Offiziere wird offenbar, dass sich die Japaner auf die zentrale Palastanlage, die auf einem Hügel im Zentrum der Stadt steht, zurückziehen. Antipater erkennt, dass in den beengten Verhältnissen eine Übermacht nicht zur Entfaltung kommt, dass die Bogenschützen mit der nahenden Dunkelheit weitere Vorteile auf Ihrer Seite hätten und bläst daher zum Rückzug.
In der Nacht sind alle Berichte beisammen. Zwar gibt es viele Verwundete zu beklagen, aber es sind weit weniger Soldaten gefallen, als Parmenion befürchtet hatte. Während auf Japanischer Seite nur noch geschätzte 4-5.000 Soldaten am Leben waren, so hatten nicht einmal 1.000 Griechen ihr Leben gelassen.
In der Offiziersbesprechung wird Nikanor für seinen Mut und seinen Scharfsinn gelobt - durch seinen Überraschungsangriff hatte er die komplette Verteidigung der Japaner in Panik versetzt und somit den erfolgreichen Angriff ermöglicht. Da die Erstürmung der Palastanlage vorraussichtlich unter ungleichmäßig hohen Verlusten erfolgen würde, bietet man den Japanern noch in der Nacht eine Kapitulation an. Doch die Japaner lehnen ab.
Parmenion löst die Besprechung also auf und legt sich, ermüdet von den Strapazen des Tages, zum Schlaf nieder. Die Schlacht hat ihn völlig erschlagen, er braucht Ruhe und Kraft, um auch die letzte Schlacht erfolgreich zu führen. Plötzlich reisst er die Augen auf, wirft die Decken von sich, kleidet sich hastig an und sucht seinen zweiten Sohn, Philotas, auf.
Dieser hat, da er normalerweise die Reiterei befiehlt, heute die Reservetruppen befehligt, die nicht zum Einsatz gekommen sind. Parmenion erklärt ihm kurz seinen Plan, schickt Nachricht an die anderen Befehlshaber und begibt sich schließlich wieder zur Ruhe. Zufrieden grinsend schläft er mit den Trompetenklängen ein, die zum Angriff blasen.
Am nächsten Morgen wacht Parmenion erfrischt auf. Nach einem kurzen, hastig eingenommenen Frühstück lässt er seine Armee antreten. Zwar stehen vor ihm nur rund 8.000 Mann, aber er ist siegessicher: gerade eben erst zieht sich Philotas mit den Reservetruppen zurück - die ganze Nacht hindurch bis jetzt hat er die Japaner wach gehalten, Scheinangriff um Scheinangriff durchgeführt.
Mit einem wilden Grinsen befiehlt er seinen ausgeruhten Truppen den Angriff, und mit einem Kriegsgebrüll, dass die Japaner in ihrer Festung aufschrecken lässt, beginnen die Griechen ihren Ansturm auf die Palastanlage...
Die Spielmechanik ist recht durchschaubar; ich mache also problemlos mit einem Axti, hernach als Speerzersplitterer bekannt, den Speer nieder.
Die 3 Recken der ersten Stunde haben eine Erfolgswahrscheinlichkeit von ~66%, das Schwert ~69%.
Ich halte Illion's Wegbereiter zurück (Medic) und lasse die 3 angreifen - alle 3 überleben knapp, aber siegreich.
Soviel Glück ist ja schon fast peinlich. Ich fordere es auch nicht weiter heraus und lasse die Jungs heilen...
In Runde 343 werden in Thermopylae das Gericht (→ Archer → Tempel) und in Sparta die Hängenden Gärten fertig - daraufhin wird in Illion und Corinth das Gericht erpeitscht → alle Tempel. Unterdessen wurde die Gesetzgebung erfunden, ich forsche weiter Richtung Metallverarbeitung → Maschinen.
Nächste Runde wird in Athen der Tempel fertig → Gericht. Dank der Gerichte kann ich wieder auf 20% Forschung (yeeha!)
Die Städtestürmer Fackelmann, Pfeilefresser und das neu getaufte Schwert Bogenschreck machen bei nun 70% & 76% die verbleibenden 3 (da ist einer neu gebaut worden) Bogis platt, sammeln Siedler und Worker ein. Unheimlich. Außerhalb der Stadt ist noch ein Bogi, der von einer weiteren Axt (nun Kampf V, daher Sternenaxt) geplättet wird.
Dank Großem Leuchtturm kann ich sogar auf 30% hochgehen.
Ich schließe Frieden mit Toku. Soll er in Barcelona glücklich werden. Tokyo wird umbenannt in Alexandria Kios.
In Runde 346 wird auch in Tokiosos das Gericht erpeitscht → Tempel; 40% Forschung.
In Runde 348 geht Alexandria Kios "ans Netz" → Gericht, Bibliothek.
In Runde 350 wachsen Corinth's Grenzen, der Biber liegt endlich im Einflußbereich.
In Runde 351 kündigt Louis die Offenen Grenzen. Dann kriegt er auch kein Elfenbein mehr.
In Runde 353 beginne ich den Handel mit Friedrich. Weniger wegen dem, was er liefert (Seide gegen Marmor), als vielmehr in der Hoffnung, ihn die nächsten 100 Jahre bei Laune halten zu können, Technologien zu tauschen und wegen der Handelswege.
In Runde 357 wird in Alexandria Kios das Gericht erpeitscht → Bibliothek.
Die Runde darauf wird in Sparta ein Tempel fertig → Gericht.
Dann gibt es erneut einen GW in Athen - ich siedle ihn dort an - der Hammer tut auch nicht weh. In Thermopylae wird ein Tempel fertig &arr; Katapulte; in Oouzu wird nach einer Waldrodung das Gericht gepeitscht → Tempel und wieder auf 40%.
So, dann sind 360 Runden durch: 30% des Spiels...
Ich hoffe eigentlich darauf, dass Louis mich angreift. Der Kerl ist militärisch recht stark und leiden kann mich sowieso keiner. Komscherweise hat auch er eine ziemliche Delle in der Power? Wenn ich Isa jetzt angreife, wird Friedrich wieder sauer, dass wäre auch nicht optimal. Daher baue ich zunächst noch ein paar Katas und Elefanten, dann werde ich großflächig aufräumen. Am liebsten zuerst gegen Isa, da das am meisten einbringt.
Ach ja: irgendwann in den 350ern wurde auch der Aztekisch-Ägyptische Krieg ergebnislos abgebrochen - Respekt, Hatsche!




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- alles klar !



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