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Thema: Civ Forum User Film Top 10 2018

  1. #46
    Trollkönig Avatar von Questor
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    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Also Questor, das ist nicht Erbsenzählen was du machst sondern nach dem letzten Strohhalm greifen, nach dem allerletzten
    Norddorf auf Amrum ist mit über 300.000 Übernachtungen pro Jahr eine der größten deutschen Touristenhochburgen und rangiert im Tourismus-pro-Kopf Ranking deutschlandweit auf Platz 1, noch vor den großen Namen wie Binz, Boltenhagen und St.Peter Ording. Folgendes schreibt das Hamburger Abendblatt:



    Dorfkino? Eine reiche Kommune wie Amrum kann und muss sich ein Kino für die Saison leisten und btw. ist auch das Lichtblick eine Kinokette, hat Filialen in Büsum und Heide. Questor King? Netter Versuch, aber Questor Looser
    Du kannst nur eines von beiden kritisieren, entweder nimmst Du das Dorfkino wörtlich, dann passt Norddorf. Oder aber Du beziehst Dich auf kleine Kinos die vom System her der Idee des Dorfkinos gleichkommen - Und da passen dann die kleinen Kinos die Du ausgeschlossen hast weil sie nicht in Dörfern liegen.

    Oh, und das Wort ist "Loser", nicht "Looser"

    Äh, und was soll daran bitte "romantisch" sein? Kinobetreiber sind Dienstleister in der Kulturbranche, der Bezug zur Kundschaft ist bei Dienstleistungen selbstverständlich, Kultur wird ja nicht im luftleeren Raum veranstaltet sondern ist das Ergebnis eines ständigen Austauschs zwischen denen, die Veranstaltungen durchführen und denen die solche Veranstaltungen besuchen. Nennt man in der Wirtschaft Kundendialog, auch in der Wirtschaft mit Zapfhahn. Was hat du gedacht wie ich das meine? Kinobetreiber bietet zwecks Feedback das Gespräch zu seinen Besuchern über romantische Candlelight-Dinner an?
    Meine These ist dass es anders herum ist. Wenn Du in dein Exotenkino gehst und anregst doch mal F&F- und Schweiger-Nächte zu veranstalten, sagt der dann "Hey, Du bist meine Zielgruppe, wenn Du noch ein paar andere davon überzeugst startet das Ding", oder doch eher etwas in Richtung von "Tut mir Leid, das ist nicht so ganz unsere Ecke - geh dafür mal lieber zum Cinemaxx"?

    Die Sache mit den Kinoketten ist nun eben, daß ein solcher Dialog mit deren Mitarbeitern völlig entfällt. Du kannst da ansprechen wen du willst, der Einfluss des Personals vor Ort auf die Filmauswahl ist gleich Zero, Null komma null, es gibt noch nicht mal einen Austausch der Mitarbeiter mit der Zentrale über die Filmauswahl. Ich prangere das nicht an, ich stelle nur fest - Kundenbezug null. Friss was dir vorgesetzt wird oder bleib zuhause, ganz einfach
    Das würde gelten wenn es keine Konkurrenz gibt, anderenfalls haben wir eine Abstimmung mit den Füßen. Und naja, wenn es läuft wird da nichts daran geändert. Egal ob das ein Riesenkino ist das keinen Film unter 150Mio Budget nimmt oder das Metropolis das Wert darauf legt eben diese nicht zu bringen sondern nach anderen Gesichtspunkten auswählt.

    zu1 und zu 4) Ich habe nicht bestritten, daß die Ketten eine vernünftige Planung haben. Kinokette betreiben heißt Kohle machen, Kohle machen heißt genau so ein Konzept durchziehen. Billige Arbeitskräfte, größtenteils ohne Lohnnebenkosten, der Kunde entsorgt praktischerweiser selber seinen Müll, und die kleineren Kinosäalen mit 20-40 Plätzen,wo dann auch mal die Außenseiterstreifen laufen, die "Risikofilme", da darf man nicht unter Platzangst leiden Diese Zimmerchen sind schon optimal geheizt, wenn nur einer einen Furz lässt - da hält sich das Risiko aus Unternehmersicht in Grenzen
    Aber: Nur dadurch daß das Konzept aus Unternehmersicht vernünftig ist, muss es mir noch lange nicht gefallen. Alles was ich hier tue ist meine Meinung sagen: die Zielgruppe in der ich bin, wird in einem solchen Kozept als verzichtbarer Randfaktor angesehen. Nicht zuckersüchtig, will er etwa keinen Eimer Cola für den Sonderpreis von 7 Euro? Kann man auch kombinieren als Menü einem Wäschekorb voll Popcorn? Nicht? Na gut, gerade noch so geduldet.
    Hast Du ne Aufstellung zu den Arbeitsbedingungen in den Kinoketten oder ist das Spekulation?

    Und offenkundig decken diese Unternehmen die Kino-Bedarfe des überwiegenden Teils der Kinogänger ab, das ist doch grundsätzlich erstmal positiv - egal ob es jetzt konkret Dich anspricht oder nicht.

    zu 2) und3) Die Fakten sprechen eine andere Sprache, schaue dir einfach die Besucherzahlen an, dann weißt du wo der Hammer hängt. Til Schweiger? Wer war das noch gleich? Hieß der nicht Schweighöfer?
    Der korrekte Begriff lautet Schweigerhöfer^^

    Schauen wir mal die besten Platzierungen der lokalen Produktionen der letzten Jahre an (quelle Insidekino.de):
    2018: Platz 3 (Der Junge muss an die frische Luft)
    2017: Platz 1 (Fack Ju Göhte 3)
    2016: Platz 5 (Willkommen bei den Hartmanns)
    2015: Platz 2 (Fack Ju Göhte 2)
    2014: Platz 1 (Honig im Kopf)
    2013: Platz 1 (Fack Ju Göhte)
    Ist jetzt nicht so als ob die lokalen Produktionen bei uns eine Außenseiterrolle spielen würden.

    Til Schweiger macht sehr souverän seine Zuschauer, wenn Besucherzahlen das Maß der Dinge sein sollen braucht der sich vor fast niemandem zu verstecken. Und nur zur Erinnerung, da Du das völlig ignoriert hast: Harry Potter ist auch eine europäische Produktion und ist mehr als anständig gelaufen.

    Lokale Produktionen behaupten sich dahingehend dass Jahr für Jahr eine Menge Titel auf den Markt kommen die hochwertig produziert werden und den lokalen Markt aufrecht erhalten und wachsen lassen. Es läuft

    5) Darüber könnten wir lange debattieren, zum einen ist das geschmackssache, zum ich habe da einen anderen Blick auf die Branche, ich habe selber als Schauspieler gearbeitet (Rinz=King, so sieht die Gleichung aus, Questor ) und glaube einigermaßen beurteilen zu können, wo wirklich Leistung gebracht wird und wo einfach billig (re-)produziert wird. Jonny Depp hat 90 Millionen Gage bekommen für FdK 5 - er selbst sagt achselzuckend, es gibt keine andere Filmrolle bei der er so wenig als Schauspieler gefordert wurde. Aber wenn es für die Zuschauer funktioniert, was soll er machen? Dann torkelt er eben für eine Rekordgage von 90 Millionen durch einen mittelmäßigen Film
    Zweiffelos gibt es aber inder Flut der servierten Palette immer auch mal echte Schätze, keine künstlich animierten (2017 z.B.: Gifted, The Hut, auch LaLaLand war nicht übel). Bei diesen Filmen muss man sich dann halt in der Regel den Minisaal warmfurzen
    Wenn das Ergattern eines Vertrages über 90 Mio für ein bißchen Herumtorkeln keine Leistung ist, was bitteschön dann?

    Aber Spaß beiseite, Deine Kritik geht irgendwie am Punkt vorbei: Auch die großen Studios bringen neben den Blockbustern immer wieder einen großen Haufen an kleinen Produktionen auf den Markt oder bieten vielversprechenden Talenten einen relativ gut ausgestatteten Einstieg um diese zu fördern (wenn auch sicherlich nicht ganz uneigennützig). Karoline Herfurths Regieeinstieg wäre da ein relativ populäres Beispiel.

    Und ganz am Rande: Wo ist Dein Problem mit kleinen Kinosälen? Ich liebe die Dinger. Ich esse allerdings auch offensichtlich nicht so viele Hülsenfrüchte wie Du
    Geändert von Questor (19. Februar 2019 um 07:25 Uhr) Grund: Platzierung aktualisiert
    In fearful day, in raging night,
    With strong hearts full, our souls ignite.
    When all seems lost in the War of Light,
    Look to the stars, for hope burns bright!


    Damit Du Frieden finden kannst, musst Du den Krieg erleiden

  2. #47
    rezivilisierter Benutzer Avatar von Rinz
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    Zitat Zitat von Questor Beitrag anzeigen
    1 Du kannst nur eines von beiden kritisieren, entweder nimmst Du das Dorfkino wörtlich, dann passt Norddorf. Oder aber Du beziehst Dich auf kleine Kinos die vom System her der Idee des Dorfkinos gleichkommen - Und da passen dann die kleinen Kinos die Du ausgeschlossen hast weil sie nicht in Dörfern liegen.

    2 Und das heißt Loser nicht Looser

    3Meine These ist dass es anders herum ist. Wenn Du in dein Exotenkino gehst und anregst doch mal F&F- und Schweiger-Nächte zu veranstalten, sagt der dann "Hey, Du bist meine Zielgruppe, wenn Du noch ein paar andere davon überzeugst startet das Ding", oder doch eher etwas in Richtung von "Tut mir Leid, das ist nicht so ganz unsere Ecke - geh dafür mal lieber zum Cinemaxx"?

    4Hast Du ne Aufstellung zu den Arbeitsbedingungen in den Kinoketten oder ist das Spekulation?
    Und offenkundig decken diese Unternehmen die Kino-Bedarfe des überwiegenden Teils der Kinogänger ab, das ist doch grundsätzlich erstmal positiv - egal ob es jetzt konkret Dich anspricht oder nicht.

    5Schauen wir mal die besten Platzierungen der lokalen Produktionen der letzten Jahre an (quelle Insidekino.de):
    2018: Platz 3 (Der Junge muss an die frische Luft)
    2017: Platz 1 (Fack Ju Göhte 3)
    2016: Platz 5 (Willkommen bei den Hartmanns)
    2015: Platz 2 (Fack Ju Göhte 2)
    2014: Platz 1 (Honig im Kopf)
    2013: Platz 1 (Fack Ju Göhte)
    Ist jetzt nicht so als ob die lokalen Produktionen bei uns eine Außenseiterrolle spielen würden.
    Til Schweiger macht sehr souverän seine Zuschauer, wenn Besucherzahlen das Maß der Dinge sein sollen braucht der sich vor fast niemandem zu verstecken. Und nur zur Erinnerung, da Du das völlig ignoriert hast: Harry Potter ist auch eine europäische Produktion und ist mehr als anständig gelaufen.
    Lokale Produktionen behaupten sich dahingehend dass Jahr für Jahr eine Menge Titel auf den Markt kommen die hochwertig produziert werden und den lokalen Markt aufrecht erhalten und wachsen lassen. Es läuft

    6Wenn das Ergattern eines Vertrages über 90 Mio für ein bißchen Herumtorkeln keine Leistung ist, was bitteschön dann?
    Aber Spaß beiseite, Deine Kritik geht irgendwie am Punkt vorbei: Auch die großen Studios bringen neben den Blockbustern immer wieder einen großen Haufen an kleinen Produktionen auf den Markt oder bieten vielversprechenden Talenten einen relativ gut ausgestatteten Einstieg um diese zu fördern (wenn auch sicherlich nicht ganz uneigennützig). Karoline Herfurths Regieeinstieg wäre da ein relativ populäres Beispiel.

    7Und ganz am Rande: Wo ist Dein Problem mit kleinen Kinosälen? Ich liebe die Dinger. Ich esse allerdings auch offensichtlich nicht so viele Hülsenfrüchte wie Du
    1 Wenn es dir partout so wichtig ist, daß du dort tatsächlich noch ein Dorfkino vorfindest, ungeachtet dessen daß in diesem Dorf in der Saison mehrere Hunderttausend Übernachtungen gebucht werden, dann will ich dir dieses Verständnis von Realität nicht nehmen
    2 Punkt für dich, Questor.

    3 Wohl eher letztere, allerdings sehe ich das Problem nicht. Ein Kundendialog muss nicht darin münden, daß man auf die allerletzten obskuren Wünsche der Kunden eingeht. Vergleiche das einfach mit nem guten DJ. Ein guter DJ hebt wenn überhaupt höchstens die Augenbrauen, wenn du ihm sagst du willst jetzt mal so richtig abdancen, er möge doch mal Chris de Burgh oder Modern Talking auflegen. Und anschließend legt er - vielleicht, wenn es in sein Konzept passt - einen Song auf, den auch du richtig gut finden wirst, von dem du vielleicht gar nicht wusstest daß du ihn gut findest, bei dem du aber auch abhotten kannst, nur eben ohne den Begleiteffekt, daß 99% der Gäste fluchtartig den Club verlassen.
    Und wenn nicht, wenn dir seine Musik und sein Konzepot nicjht passt, dann bist du vielleicht in einem anderen Club besser aufgehoben, solche Dinge klären sich von alleine.

    Ein guter Kinobetreiber bzw. ein guter DJ macht nämlich genau das, was die Algorithmen erst noch im Begriff sind zu übernehmen: im Wohlwissen, mit welcherm Klientel er es zu tun hat, sagt ihm die Erfahrung, was du haben willst, u.z. ohne daß du es dir wünschen musst. Und er weiß es deswegen, weil er weder abgehoben noch abgedreht ist, sondern ein ganz normaler Mensch, dessen Stärken Ahnung von der Materie und Einfühlvermögen sind, das ist also weder romantisch noch Hexenwerk und ganz und gar nichts Ungewöhnlihces, es ist wohl leider bezeichnend für die heutige Zeit, daß man solche alltäglichen Dinge und Strukturen des Lebens noch lang und breit erklären muss - siehst du ihn jetzt Questor, den Punkt? Falls nicht, besser kann ich es nun wirklich nicht ausdrücken.

    4 Sicher weiß ich das vom Cineplex. Cineplex betreibt 91 Kinokomplexe in 69 Städten Deutschlands. Woher ich das weiß? Vom Personal, auch ich unterhalte mich gerne und komme leicht ins Gespräch mit Leuten.
    5 Alles eine Frage der Sichtweise. Die genannten Filme waren ja auch allesamt gut und größtenteils auch sehr witzig, es ist eben unserer spezieller Humor, nichts gegen Mr.Bean, aber es ist logisch und sollte wohl selbstverständlich sein, daß das deutsches Publikum über spezifisch deutsche Themen mehr zu lachen hat als über Themen von amerikanischen, französischen oder englischen Filmen, oder?
    Nur: Die Komödien sind, was das Genre angeht, eine Ausnahme. Der Marktanteil insgesamt von deutschen Produktionen ist in Deutschland vielleicht nicht vernachlässigbar, aber dennoch insgesamt gegenüber Hollywood doch mickrig. Wie hoch ist der Anteil deutscher Filme in den US-Kinos? Wirklich interessant wäre es einen vergleich zu haben, wieviel Anteil Hollywood in Asien hat, in Russland oder in Skandinavien.
    Zudem: Wieviele asiatischen Filme laufen in unseren Kinos? Vielleicht einer pro Jahr. Französische, skandinavische Filme? Schon öfter, aber für meinen Geschmack viel zu wenige, ich liebe das skandinavische Kino und werde da auch deutlich seltener enttäuscht als von Hollywood.
    6 Falsch Questor. Meine Kritik ist nicht meine Kritik sondern einfach nur meine Meinung. Ich sehe die Dinge so wie ich sie sehe, beschreibe meine Wahrnehmung. Du magst eine andere Wahrnehmung zu haben, aber statt dich darauf zu begrenzen, einfach deine Meinung dagegenzusetzen, willst du mir irgendwie einreden, ich müsste das anders sehen. Das könnte ich vielleicht auch (es anders betrachten), ich sehe es aber nunmal so wie ich es sehe

    7 Geschmackssache, auch hier wieder meine Meinung: Wenn ich eine intime Kinoatmosphäre haben will, dann mache ich Homecinema, dafür brauche ich kein Kino.
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  3. #48
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    Meine Liste kommt noch, spätestens übernächstes Wochenende.

  4. #49
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    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Nur: Die Komödien sind, was das Genre angeht, eine Ausnahme. Der Marktanteil insgesamt von deutschen Produktionen ist in Deutschland vielleicht nicht vernachlässigbar, aber dennoch insgesamt gegenüber Hollywood doch mickrig. Wie hoch ist der Anteil deutscher Filme in den US-Kinos? Wirklich interessant wäre es einen vergleich zu haben, wieviel Anteil Hollywood in Asien hat, in Russland oder in Skandinavien.
    Du hast ja viel geschrieben wo ich den Kopf schüttel, hier wird es aber schlimm. Questor geht vom deutschen Markt aus. Und das deswegen, weil wir hier über das Kino in Deutschland reden. Und da hat er halt recht, heimische Produktionen schlagen sich in Deutschland durchaus gut. Auch wenn ich kaum einen dieser Filme schauen würde. Der Marktanteil von deutschen FIlmen in den USA ist natürlich mickrig, so wie fast von allen Filmen die nicht in englischer Sprache laufen. Da Amerikaner sehr ungerne Synchronisationen anschauen. Deswegen werden erfolgreiche europäische Produktionen (abseits GB) ja auch "neu aufgelegt auf Englisch".

    @toby

    Hab mir jetzt auch noch ein paar Filme aus 2018 zugelegt, die muss ich nun nur noch ansehen

  5. #50
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    Aber gibt es denn deutsche Filme mit englischer Syncro?

    Deutschland produziert ja extrem hochwertige Synchronisationen (und dass wir uns trotzdem ständig drüber ärgern, zeigt vor allem wie unmöglich das ist, nicht wie schlecht die sind ).
    Aber im englischsprachigen Raum kenne ich eher das Original mit UT und das ist ja auch bei uns die unbeliebteste Variante.

    Es kann natürlich sein, dass Amerikaner keine Syncro mögen und es deswegen keine gibt, aber ich bin da bisher eher von einem Henne Ei Problem ausgegangen und weniger einer klaren Ablehnung einer guten Synchronisation.

  6. #51
    rezivilisierter Benutzer Avatar von Rinz
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    Zitat Zitat von Tronde Beitrag anzeigen
    Du hast ja viel geschrieben wo ich den Kopf schüttel, hier wird es aber schlimm. Questor geht vom deutschen Markt aus.
    Ja, es ging auch mir um den deutschen Markt, ist ja ganz schlimm sich die Dreistheit rauszunehmen auch andere Märkte zum Vergleich heranzuziehen und Fragen aufzuwerfen. Schlimm, ganz schlimm Tronde.
    Zum Verständnis: Der grundlegende Unterschied ist, daß potenzielle Kassenschlager in Deutschland fast ausnahmslos auf den einheimischen Markt zugeschnitten sind, es also zwangsläufig einen gewissen Marktanteil gibt. Und es ging dabei (auch) wie stark sich in anderen Ländern der einheimische Film behaupten kann. In den USA behauptet sich das US-Kino logischerweise gut, der gewaltige Unterschied ist, daß Hollywood-Filme so konzipiert sind, daß sie sich weltweit gut vermarkten lassen.
    Daß beispielsweise in Indien mehr Bollywood als Hollywood geguckt wird ist wohl ebenso ohne Frage, die Frage ist warum. Also wie sehr es im Vergleich zu uns am Geld liegt (Bollywood kann extrem aufwändige Filme produzieren) oder einfach an der doch sehr verschiedenartig gelagerten Kultur. Meine These ist: wir sind was den Konsum von Kultur angeht deutlich amerikanisierter, und das eben nicht nur (was selbstverständlich ist) als in den asiatischen Ländern, sondern auch in den allermeisten anderen europäischen Länder.

    Zitat Zitat von Tronde Beitrag anzeigen
    Und das deswegen, weil wir hier über das Kino in Deutschland reden. Und da hat er halt recht, heimische Produktionen schlagen sich in Deutschland durchaus gut. Auch wenn ich kaum einer dieser Filme schauen würde.
    Eben das ist relativ, genau darum geht es. Im Vergleich zu Asien ist der Marktanteil inländischer (bzw. europäischer Filme im Vergleich zu asiatischen) höchst mickrig. Und ich kann mir auch vorstellen, daß unsere Nachbarn in Frankreich oder auch die skandinavischen Länder einen weniger hohen Marktanteil von Hollywood ausweisen - das wäre mal interesssant herauszufinden, ob meine Vermutung zutrifft.
    Meine Kernthesen war, daß die Kinos vor allem die Profitinteressen der großen Hollywood-Filmstudios zugeschnitten sind. Wenn der Rubel erstmal rollt, ist das ein Selbstgänger. Es ist wie beim Fußball: schüttest du mit einem Eimer Geld über einen Verein ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, daß dieser Verein auch sportlichen Erfolg hat. Vergessen sollten wir dabei nicht, daß viele vermeintlich deutschen Filmproduktionen von Hollywoodstudios wie WB finanziert werden, so auch Willkommen bei den Hartmanns oder Ich bin dann mal weg.
    Das erfolgreichste deutsche Filmstudio Constantin, was ja u.a. auch Fuck ju Goethe produziert hat, ist eine mehr oder weniger kommerziell sehr erfolgreiche Ausnahme, liegt aber in den Händen eines Schweizer Medienkonzern, das nurmal am Rande.
    Und jetzt kannst du wieder auf meine Sichtweise einprügeln. Vergiß dabei aber bitte nicht, daß es meine Meinung ist - niemand, wirklich niemand verlangt von dir, sie zu deiner zumachen.
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  7. #52
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    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    Ja, es ging auch mir um den deutschen Markt, ist ja ganz schlimm sich die Dreistheit rauszunehmen auch andere Märkte zum Vergleich heranzuziehen und Fragen aufzuwerfen. Schlimm, ganz schlimm Tronde.
    Das hat nichts mit Schlimm zu tun, es ist nur eine Veränderung der Diskussionsgrundlage. Und wenn du das Thema einfach änderst, sind die Kommentare die davor formuliert worden halt nicht relevant. Und das merkt man deiner Gesprächsführung halt nicht an. Du tust dann trotzdem so, als würden Questors Argumente nicht mehr passen. Und das ist nicht der Fall.

    Zum Verständnis: Der grundlegende Unterschied ist, daß potenzielle Kassenschlager in Deutschland fast ausnahmslos auf den einheimischen Markt zugeschnitten sind, es also zwangsläufig einen gewissen Marktanteil gibt. Und es ging dabei (auch) wie stark sich in anderen Ländern der einheimische Film behaupten kann. In den USA behauptet sich das US-Kino logischerweise gut, der gewaltige Unterschied ist, daß Hollywood-Filme so konzipiert sind, daß sie sich weltweit gut vermarkten lassen.
    Daß beispielsweise in Indien mehr Bollywood als Hollywood geguckt wird ist wohl ebenso ohne Frage, die Frage ist warum. Also wie sehr es im Vergleich zu uns am Geld liegt (Bollywood kann extrem aufwändige Filme produzieren) oder einfach an der doch sehr verschiedenartig gelagerten Kultur. Meine These ist: wir sind was den Konsum von Kultur angeht deutlich amerikanisierter, und das eben nicht nur (was selbstverständlich ist) als in den asiatischen Ländern, sondern auch in den allermeisten anderen europäischen Länder.
    Ich wüsste niemanden der dieser Deutung widersprechen würde, dass wir amerikanisiert sind


    Eben das ist relativ, genau darum geht es. Im Vergleich zu Asien ist der Marktanteil inländischer (bzw. europäischer Filme im Vergleich zu asiatischen) höchst mickrig
    .

    Mag alles sein, hat aber mit der grundlegenden Diskussion nichts zutun. Du kannst ja mal Zahlen raussuchen wie hoch der inländische Marktanteil ist.

    Und ich kann mir auch vorstellen, daß unsere Nachbarn in Frankreich oder auch die skandinavischen Länder einen weniger hohen Marktanteil von Hollywood ausweisen - das wäre mal interesssant herauszufinden, ob meine Vermutung zutrifft.
    Möglich, kann ich nicht beurteilen. Ich habe mal im Zusammenhang der Diskussion bezüglich europäischer Produktionen bei Neflix (bei der Quote) gelesen, dass Netflix kein Problem damit in Deutschland hätte - also die Vorgaben zu erfüllen. Da war die Quote ähnlich hoch wie in Frankreich. Das kann ich aber nicht belegen und bin mir da auch nciht sicher.

  8. #53
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    Zitat Zitat von tobyps Beitrag anzeigen
    Es kann natürlich sein, dass Amerikaner keine Syncro mögen und es deswegen keine gibt, aber ich bin da bisher eher von einem Henne Ei Problem ausgegangen und weniger einer klaren Ablehnung einer guten Synchronisation.
    Das ist ja das Problem, dass dies dann schon seit Jahrzehnten so geht. Wer also die Henne und wer das Ei ist .

  9. #54
    rezivilisierter Benutzer Avatar von Rinz
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    Zitat Zitat von Tronde Beitrag anzeigen
    Das hat nichts mit Schlimm zu tun, es ist nur eine Veränderung der Diskussionsgrundlage. Und wenn du das Thema einfach änderst, sind die Kommentare die davor formuliert worden halt nicht relevant. Und das merkt man deiner Gesprächsführung halt nicht an. Du tust dann trotzdem so, als würden Questors Argumente nicht mehr passen. Und das ist nicht der Fall.
    "Schlimm" war ja ein Kommentar von dir. Und Ausgangspunkt war ja, daß ich Malv Roellers Post aufgegriffen habe. Die Diskussion die entstanden ist nicht nur ein einer Stelle so geartet, daß der eine versucht, den anderen auf andere Aspekte hinzuweisen, das ist aber völlig normal bei Diskussionen, man könnte sogar sagen, genau das macht Diskussionen aus, sie verlaufen ganz selten mal nach einem anderen Muster wie "Nein, weil" oder "Ja, aber". "Schlimm" ist es nur, wenn man sich dadurch die gute Laune verdirbt.
    Ansonsten bin ich leider weder der französischen, noch der indischen und auch nicht der asiatischen Schriftzeichen mächtig, ich kann also bei der Recherche zu weiteren Zahlen nichts beitun.
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  10. #55
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    Falls du Englisch kannst findest du die Zahlen für Indien (deren Amtssprache ja auch Englisch ist) und Frankreich, aber Vorsicht die Ziffern sind in der Regel arabisch

    Ziemlich sicher gibt es auch die Zahlen der übrigen großen asiatischen Märkte auf Englisch. Zumindest nutzt die ein amerikanischer Filmkritiker regelmäßig zur weltweiten Boxofficeanalyse und der beherrscht laut eigener Aussage keine Fremdsprachen.

  11. #56
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    Zitat Zitat von Rinz Beitrag anzeigen
    "Schlimm" war ja ein Kommentar von dir.
    Kontext. Weil du vom Thema abweichst und dann die Äußerungen von Questor kritisch bewertest, obwohl sie nichts mit der veränderten Thematik zu tun hatten.

  12. #57
    rezivilisierter Benutzer Avatar von Rinz
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    Irrtum, denn deine Wahrnehmung ist ein subjektiver Gradmesser was Thema und Kontext angeht. Eine Thematik einzugrenzen oder zu erweitern ist nicht die Sache eines Einzelnen sondern entwickelt aus dem Gespräch heraus. Wenn es aus deiner Sicht dir nicht hilfreich erscheint, deine Sicht der der Thematik durch Quervergleiche und Hinzufügung anderer Aspekte ergänzen zu lassen, so wäre es aus deiner Sicht zumindest ratsam, sachlich zu bleiben und nicht aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
    Mir in diesem Fall lediglich darum, weitere Aspekte zusammenzutragen um Malv Roellers und meine Grundthesen zu untermauern. Teil dieses Grundgedanken ist nunmal aus meiner Sicht die These, daß hier ein Verdrängungswettbewerb stattfindet, so wie in jeder anderen Branche auch. Man kann geteilter meinung sein darüber, wie vielfältig die Filmlandschaft Hollywoods und die insgesamt heute ist, aber eines sollte klar sein - hoffe ich zumindest: wie bei jeder anderen monopol/oligopolgefährdeten Branche gibt es eine ganz einfache Rechnung: wer die Vielfalt erhalten will, muss die Kleinen unterstützen. Das gilt für fast alle Lebensbereiche, für Einkaufsläden, für Stromanbieter ebenso für Platten/Buch/-Musikindustrie und selbstverständlich gilt das auch für die Kinoindustrie. Wie sehr es diese Vielfalt erhält und ergänzt, wenn im Dorfkino auf Amrum neben Ami-Blockbustern auch Otto Waalkes und Charlotte Link-Filme laufen, das ist ein Aspekt, aber eben nur einer am Rande, denn wie gesagt es handelt sich um eine der Touristenhauptstädte in Deutschland überhaupt.
    Viel mehr ins Gewicht fällt der Schaden den die hohen Grundstücks-und Pachtpreis in den deutschen Innenstädten anrichten, denn sie vertreiben nicht nur etliche kleinbetriebliche Läden sondern eben auch die letzten "unabhängigen" (im Sinne von nicht Ketten angehörigen) Kinobetreiber.

    Das sage eben nicht um hier politisch zu agitieren sondern weil diese Faktoren nunmal seit längerem eine Rolle spielen bei meiner persönlichen Auswahl, was ich esse, trinke, kaufe, höre und gucke und ich mir selbstverständlich wünsche, daß diese Dinge mehr noch ins Bewußtsein rücken und kleine, besondere Filmprojekte wie z.B. "Die Unsichtbaren", "Die dunkle Seite des Mondes", "In Zeiten des abnehmenden Lichts" nach wie vor eine Chance bekommen. Denn diese Filme sind kleine Meisterwerke, großartige Filme mit ausgezeichneten Schauspielern die ein viel breiteres Publikum verdient gehabt hätten, tatsächlich wurden sie aber von den Kinobetreibern nahezu komplett ignoriert während nebenan in der 247.Woche die Leute mit zähen, mittelmäßigen 120 Minuten des Oscarbaiters "****" gequält wurden - also eben dem anspruchsvollen Hollywood-Kino, eben dem was in den USA selbst nur in den Programmkinos/unter ferner liefen läuft, nicht daß es heißt ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen.
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    "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen. Aber das sollte sie nicht." Warren Buffett, 2006.

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  13. #58
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    Du verwechselst halt weiterhin das Interesse der Gesamtheit mit deiner persönlichen.

    Aber dafür ist ja der Civ Forum Titel da. Um ein für alle mal festzustellen was die wirklichen Highlights sind.

  14. #59
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    Kann man bitte den Thread anheften, so wie das bein letztjährigen Thread auch der Fall gewesen ist?

  15. #60
    ReCrab Avatar von Rasta
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    Das machen die Mods, die du in regelmäßigen Abständen beschimpfst, doch bestimmt sehr gerne für dich
    You're pro, or you're a noob. That's life!

    Andreas, 33, hat seine Karriere in der Industrie frühzeitig beendet und steht seiner Frau und dem Haushalt somit 24 Stunden am Tag zur Verfügung

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