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Thema: Der Mongolensturm - Das neue Jahrhundert

  1. #481
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    14. März 1420: Die im Kalifat von Cordoba und Marrakesch gefangen genommenen und von den Behörden intensiv befragten Schausteller sind wieder auf freiem Fuß. Dem Vernehmen nach wurden sie gut behandelt und erhielten sogar eine relativ großzügige Entschädigung vom Kalifen. Einige von ihnen erklären, für diese Gage seien sie gern bei ihrem Landesherrn zu Gast gewesen.


    14. März 1420: Eine norwegische Expedition bricht von Oslo auf. Gerüchten zufolge soll es in den hohen Norden Europas gehen.


    14. März 1420: Die päpstlichen Truppen unternehmen einen Ausbruchsversuch aus Limassol in Richtung Paphos. Siricius II. feiert am frühen Morgen noch eine Heilige Messe mit allen in der Stadt eingeschlossenen Kämpfern und setzt sich dann in vollem Ornat an die Spitze der Streitmacht, was die Kampfkraft der Männer offenbar durchaus erhöht. Es gelingt den knapp 400 Päpstlichen, aus der Stadt zu entkommen. Im Laufe des Tages werden sie jedoch wieder eingeholt, da die Ritter beim Ausbruch viele der Pferde verloren, die 200 LN ja auch Teil der Streitmacht sind und die einheimischen Milizen sie immer wieder behindern. Etwa vierzehn Meilen nordwestlich der Stadt drängen die Mongolen ihre Feinde schließlich in die Enge. Im Westen haben die Milizionäre die Straße mit Baumstämmen und Felsen blockiert, im Osten steht eine mongolische Übermacht von gut 800 Mann, als die Nacht hereinbricht.

  2. #482
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    15. März 1420: In Gaza enden die Verhandlungen zwischen Hellas und dem Khanat Ägypten offenbar mit einem Missklang, und es kann keine Einigung gefunden werden. Streitpunkt soll vor allem der Status von Rhodos gewesen sein.


    15. März 1420: Die päpstliche Armee westlich von Limassol versammelt sich am Morgen zu einer Messe. Danach reitet der Heilige Vater den Mongolen zusammen mit den Rittern und seinem persönlichen Gefolge entgegen. Diese stellen sich in Schlachtordnung auf, greifen aber noch nicht an. Etwa 300 Schritte vor der mongolischen Schlachtreihe reitet Siricius II. allein weiter. Ungefähr 60 Schritte von den Mongolen entfernt öffnet er den Mantel und ruft laut (aber nur für die Mongolen wirklich vernehmlich): „Ich bin der Papst, euer Papst. Wenn es unter euch einen Christen gibt, der seinen Papst töten oder in Zwang setzen will der möge es tun. Hier bin ich. Ihm sei es vergeben!“. Zunächst geschieht nichts, dann tritt Kerek Khan als Kommandeur der mongolischen Streitmacht nach vorn. Er reitet ebenfalls ohne jede Begleitung zum Papst und ruft: „Wir werden euch keine Gewalt antun, denn so lautet unser Befehl. Doch bleiben dürft ihr auf der Insel nicht, denn ihr seid mit Heeresmacht gegen seine Bewohner vorgegangen. So nehmen wir euch in ehrenvollen Gewahrsam!“ Auf seinen Wink hin treten zwei Offiziere nach vorn und bitten den Papst, mit ihnen zu kommen. Kerek reitet hingegen zur päpstlichen Schlachtreihe weiter und bietet den Rittern und sogar den LN an, in ehrenvolle Gefangenschaft zu gehen und auf Ehrenwort sogar die Waffen zu behalten. Zwölf Ritter sollen außerdem befugt sein, den Papst die ganze Zeit über zu schützen. Die Ritter und Fußkämpfer scheinen froh zu sein, auf diese leichte Weise aus ihrer aussichtslosen Situation herauszukommen, ohne den Papst verraten zu müssen und kapitulieren auf Ehrenwort. Am Nachmittag trifft die mongolische Streitmacht mit dem Papst wieder in Limassol ein. Siricius wird in der Gouverneursresidenz untergebracht, und Kerek Khan verspricht ihm, dass er zu jeder Zeit die Insel verlassen darf. Bis dahin stehe er unter ehrenvollem Hausarrest und dem Schutz seiner eigenen Ritter.


    15.-30. März 1420: Eine von Emir Aadil Yazid persönlich angeführte Expedition versucht, den günstigsten Weg zur Vorjahr entdeckten Salzpfanne zu bestimmen. Außerdem soll mit den beiden Berberstämmen vor Ort eine Übereinkunft erzielt werden.

  3. #483
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    16.-30. März 1420: Die Streitmacht Seged Khans und Pa Nungs stößt in Richtung Quzhou vor, um in einiger Entfernung zur chinesischen Hauptstadt Unterstützer für den Thronanspruch des mongolenfreundlichen Herrschers zu sammeln. Tatsächlich gelingt es den beiden, einige Provinzgouverneure auf ihre Seite zu ziehen.


    17.-21. März 1420: In Venedig tagt der (nur selten zusammentretende) Große Rat. Thema ist sehr wahrscheinlich der Konzilsplan des Papstes. Gerüchten zufolge soll es nämlich in der Lagunenstadt durchgeführt werden.


    18. März 1420: Venezianische Kaufleute bringen die knapp 800 LN aus Rom und dem Latium nach Ostia, die sich den Mongolen auf Zypern ergeben hatten. Da sie dort auf Ehrenwort freikamen, lässt Kardinal Orsini ihre Demobilisierung zu.

  4. #484
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    19.-31. März 1420: In Europa verbreitet sich in diesem Frühjahr ein Nachdruck der Chronik des Johannes de Jandun, eines Gefolgsmann König Ludwigs von Bayern, die er im englischen Exil um das Jahr 1322 herum verfasst hatte und die lange nur in sehr wenigen Bibliotheken verfügbar gewesen war. Offenbar findet das Werk vor allem im Niederadel der Tributstaaten und sogar einiger Vasallenkhanate großes Interesse.


    20.-28. März 1420: Surgot Khan beruft erneut einen Hoftag nach Moskau ein. Mit Hilfe der loyalen Hofadligen und auf die Fürsprache seiner aus dem Lande stammenden Gemahlin Anna gelingt es ihm schließlich, die Bojaren zu einem weiteren Zugeständnis zu bewegen. Die Versammlung gibt ihm durch formellen Beschluss das Recht, auch ein Mädchen als Kronprinzessin des Großfürstentums zu designieren.


    22.-30. März 1420: Auf Rhodos tauchen italienische Gesandte auf, um die dort stationierten deutschen und italienischen Ritter abzuholen. Dies gelingt ohne Zwischenfälle. Auch die sehr wenigen noch nicht verschifften Gefangenen auf Zypern werden gegen Monatsende von Gesandten aus dem Königreich nach Hause gebracht.

  5. #485
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    24. März 1420: Ein schnelles Schiff der päpstlichen Flotte trifft in Limassol ein. Es scheint den Bericht Kardinal Orsinis an den Heiligen Vater mitzuführen.


    24. März 1420: Ein weiteres mongolisches Söldnerregiment trifft auf Zypern ein. Es heißt, die Männer seien bereits im Vorjahr angeworben und nach Gaza in Marsch gesetzt, dann aber zurückgerufen worden, als die Situation auf der Mittelmeerinsel sich veränderte. Tatsächlich umfasst die Einheit recht viele Reiter, was für die eher gebirgige Insel nicht optimal ist.


    24.-29. März 1420: Der bereits recht betagte Großprior Juan de Saldana, das Oberhaupt der spanischen Zunge des Johanniterordens besucht das Königreich Irun. König und Hofadel nehmen ihn freundlich in Empfang, bei seinem Abschied scheint der Ordensritter aber etwas enttäuscht zu sein.

  6. #486
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    24.-31. März 1420: Die Synoden in vielen europäischen Ländern werden mit feierlichen Gottesdiensten beendet. Folgende Beschlüsse wurden getroffen:


    In Burgund fand keine Synode, sondern ein Treffen der Bischöfe mit König Johann IV. statt, was den Einfluss des Monarchen natürlich verstärkte. Dem Vernehmen nach legte dieser den versammelten Bischöfen Dokumente vor, welche die Machtpolitik des Heiligen Vaters in schlechtem Licht erscheinen ließen und stellte diesem Verhalten das von Christus kündende und zum Guten mahnende geistliche Amt gegenüber, das ein Bischof zum Nutzen der Welt ausüben sollte. Die burgundischen Bischöfe treffen im Anschluss an die sehr wirksame Rede des Königs den Beschluss, dem Papst noch bis zum Jahresende Zeit zu geben, seine Politik zu revidieren. Andernfalls müsse er als schlechter Hirte betrachtet werden, der die Herde des Herrn den Wölfen überlässt, und die Kirche sei gezwungen, ihn abzusetzen. Darüber hinaus verlangt die Versammlung, den Papst in seinen weltlichen Geschäften und Aufgaben stärker zu kontrollieren, etwa durch gewählte (und nicht ernannte) Kardinäle und möglicherweise ein periodisch zusammentretendes Konzil. Die burgundische Position gilt als radikalste Ablehnung der päpstlichen Politik im europäischen Raum.


    Die Bischöfe im Königreich Frankreich (die zum Teil mit denjenigen Burgunds identisch sind) stellen angesichts der Haltung der Johanniter, der meisten anderen Orden und der Regenten die Einheit der Kirche heraus. Diese dürfe keinesfalls wegen weltlicher Interessen der Päpste in Gefahr gebracht werden. Außerdem wird kritisch angemerkt, dass territoriale Expansion und Machtpolitik nicht die Aufgabe des geistlichen Standes sei. Offenbar spielte dabei die burgundische Position eine nicht geringe Rolle, auch wenn der zentralfranzösische Klerus ähnlich radikale Beschlüsse verhindern kann.


    In England drohen die Bischöfe mit der Absetzung des Papstes, sollte die Zypernpolitik und generell das weltliche Machtstreben von Siricius II. nicht beendet werden. Außerdem wird von der Synode die Einberufung regelmäßiger Konzilien gefordert, um die Kirchenleitung weniger monarchisch zu gestalten. Einige Bischöfe fordern auch, den Domkapiteln überall das Wahlrecht zurückzugeben, aber dieser Vorschlag findet – wenn auch knapp – keine Mehrheit in der Versammlung, da besonders die Reformer vermeiden wollen, dass sich weltlich gesinnte Kapitel unangefochten einen unwürdigen Hirten wählen. Auch in England hat der Vertreter des Königs angeblich ein Dokument vorgelegt, das die päpstliche Machtpolitik in schlechtem Licht erscheinen lässt.


    Die Schotten, bei denen der König offenbar eher zurückhaltend eingriff, rufen in recht allgemeiner Form zu einer „friedlichen Lösung“ auf, ohne wirklich Position zu beziehen.


    Die Deutschen (die auf dem statt einer echten Synode stattfindenden Hoftag auch Fürsten und Vertreter der Städte zu den Beratungen zuließen) beauftragen den Erzbischof von Mainz offiziell damit, eine Kompromisslösung zwischen den beiden streitenden Kardinalskollegien zu finden. Mit ihm sollen die angesehenen Erzbischöfe von Köln, Magdeburg und Salzburg nach Süden reisen. Da es sich um einen „gesamtdeutschen“ Auftrag handelt, werden dafür 100 000 S (meist von den Handelsstädten) bereitgestellt. Das Geld wird durch Erasmus von Magdeburg verwaltet, alle Beschlüsse sollen von den vier Oberhirten möglichst einmütig (zur Not auch mehrheitlich) getroffen werden. Als Überraschung gilt, dass die klare Verurteilung der päpstlichen Zypernpolitik, die der Kanzler des Reiches vorschlug, von den Bischöfen und Äbten befürwortet, von den Adligen aber meist abgelehnt wurde. In der Frage wird also nur in sehr allgemeiner Art eine „friedliche Lösung“ gefordert. Die Einheit der Kirche und die geistliche Bedeutung des Papstamtes werden hingegen von allen Ständen hervorgehoben.


    In Italien tragen die „rebellischen“ Kardinäle ihren Standpunkt vor, was die Versammlung in ihrem Sinne beeinflusst. Da man sich zudem angesichts der schweren Verluste in Ägypten und der Waffenstillstandsvereinbarung vom Papst regelrecht verraten fühlt, stellt sich der italienische Klerus klar hinter die Kardinalspartei von Viterbo und geht sogar noch einen Schritt weiter: Das Konzil müsse den Papst als Schismatiker und Häretiker absetzen, wenn er bis Jahresende seiner Machtpolitik nicht abgeschworen und Buße geleistet habe.


    Der Klerus des Königreichs Norwegen trifft keine klare Entscheidung. Die Bischöfe und Äbte scheinen sich stärker vor der heidnischen Expansion zu fürchten und bitten Papst Siricius und die Kardinäle darum, den Frieden in der Kirche zu sichern und ihre Schafe vor den Wölfen zu schützen, die sonst in die Herde des Herrn eindringen könnten.


    In Dänemark scheinen die Differenzen innerhalb des Klerus besonders ausgeprägt zu sein. Der Papst gilt vielen Bischöfen als Garant gegen eine Ausbreitung des altnordischen Kultes, der aus Schweden ins Land gelangen könnte. Andererseits ist die Anlehnung an Sarai und den Großkhan ein wichtiges Element dänischer Politik und Prosperität. Da viele Bistümer und Klöster im Laufe der Zeit recht wohlhabend geworden sind, erweist sich auch der Versuch der Regenten, die „arme Kirche“ ins Zentrum zu stellen, als wenig inspirierend. Letztlich wird daher nur ein sehr allgemeiner Beschluss gefasst, in dem „nach Möglichkeit“ die Berufung eines allgemeinen Konzils und eine friedliche Lösung der Zypernfrage gefordert wird.


    Sehr heftig wurde dem Vernehmen nach in Schweden diskutiert, wo es nicht zuletzt um die mögliche Rückkehr der 100 Orientritter ging. Letztlich setzt sich die Gruppe um Harald von Lund durch, die vor allem auf Wunsch des Adels für die Rückkehr nach Schweden eintrat. In der Zypernfrage wird hingegen kein klarer Beschluss gefasst, sondern nur allgemein die Hoffnung auf eine friedliche Lösung ausgedrückt.


    Die Synode im Khanat Hellas – bei welcher der Khan nur sehr zurückhaltend seinen Einfluss zur Geltung bringt – ruft vor allem zur Einheit in der Kirche auf. Die Redebeiträge der aus Griechenland stammenden Bischöfe sind dabei meist etwas kritischer als die der Italiener.


    In Nowgorod und Livland stellen sich die Bischöfe voll und ganz hinter den Großkhan. Die Synode, an der auch einige russische Bischöfe teilnehmen, nennt den päpstlichen Zugriff auf Zypern „unwürdig für einen Geistlichen und sogar einen weltlichen Edelmann“. Man fordert Papst Siricius in relativ deutlichen Worten zu Umkehr und Buße auf und droht mit seiner Absetzung durch die Kirche.


    Die Bischöfe des Khanats Böhmen setzen (auf massiven Druck Temujin Khans und mit Hilfe der Johanniter) eine Verurteilung der päpstlichen Politik durch. Da man sich um den meist deutschstämmigen Niederadel sorgt, wird aber anders als in Nowgorod keine Absetzung des Papstes gefordert; man merkt einigen Bischöfen allerdings deutlich an, wie empört sie über den „Zypernraub“ und die machiavellistische Politik Siricius II. sind.


    Auch im Khanat Hessen stellt man sich hinter den Großkhan. Die Verurteilung der Politik des Papstes fällt sogar noch ein Stück deutlicher aus, was wohl auf die Prägung des Landes durch den traditionell-mongolisch gesinnten Alim zurückzuführen ist. Jedenfalls wird in vielen der Redebeiträge spekuliert, „was Alim wohl dazu sagen würde“ – und das ist für den Papst in aller Regel nicht schmeichelhaft.


    In Tirol, wo besonders die klösterlichen Orden eine starke Position haben, findet die Position Minku Khans viel Anklang, in welcher die Einheit der Kirche betont und die päpstliche Politik auf Zypern abgelehnt wird. Überraschenderweise sind die Benediktiner nicht auf Seiten des Heiligen Vaters, vielleicht weil sie den Kreuzzugsaufruf noch verteidigten und sich inzwischen von Siricius II. hintergangen fühlen. Einige Geistliche treten sogar offen für seine Absetzung ein, ihre Ansicht wird aber nicht Teil der Synodenbeschlüsse.


    Im spanischen Teil des Kalifats von Cordoba und Marrakesch schlagen einige als kalifentreu bekannte Bischöfe vor, die „Militarisierung“ des Christentums und die Übertragung wichtiger päpstlicher Aufgaben (wie die Oberhoheit über Jerusalem) an die Ritterorden zu verurteilen, doch sie finden keine Mehrheit. Kardinal Augustin setzt als Erzbischof von Toledo durch, dass die christlichen Orden nur in ganz allgemeiner Weise erwähnt werden. Dadurch muss er aber auch Kompromisse im Hinblick auf die päpstliche Politik eingehen, so dass letztlich auch in dieser Frage eine allgemein gehaltene Formulierung gewählt und auf die Bedeutung des Friedens für die Kirche hingewiesen wird.


    Die Synode des Sultanats Izmir, an der auch der Erzbischof von Trapezunt teilnimmt, spricht sich recht deutlich für ein Konzil und eine Einschränkung der päpstlichen Macht aus. Einige Oberhirten (darunter auch der Erzbischof von Trapezunt) sprechen vorsichtig auch die Eigenständigkeit der „griechischen“ Kirche an, was aber keinen Niederschlag in den offiziellen Beschlüssen findet. Der Patriarch von Konstantinopel weist außerdem darauf hin, dass eine solche Spaltung die Kirche Kleinasiens wohl auch von den mongolischen Christen trennen würde, da diese ja eher (mongolisch-)lateinisch als griechisch geprägt seien.

  7. #487
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    25. März 1420: Der englische König Heinrich V. verstirbt nach einer Fiebererkrankung auf dem Weg nach Mailand und wird in der Grablege einer niederburgundischen Adelsfamilie beigesetzt. Sein jüngerer Bruder Thomas (*1388) übernimmt unangefochten die Nachfolge.


    25.-30. März 1420: In Kopenhagen findet ein kleiner Hoftag des Königsreichs Dänemark statt. Hauptthema dürfte die Haltung der Synode und der Umgang mit der päpstlichen Politik sein. Einige Adlige aus Kopenhagen möchten angeblich auch die „Schwedenfrage“ besprechen.


    25.-31. März 1420: In Pisa findet ein großer Städtetag des Königreichs Italien statt. Vertreter der mächtigen Kommunen versuchen, gemeinsam den künftigen Kurs des Landes und die nötigen Maßnahmen zu seinem Aufblühen festzulegen. Die Politik des Königs wird meist sehr gelobt, nur die Verluste im Orient trüben ein wenig die Harmonie.

  8. #488
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    26. März 1420: In der spanischen Hafenstadt Valencia bricht auf einem Schiff eine Seuche aus. Die Hafenverwaltung sorgt zwar sofort für eine Quarantäne, die Krankheit greift aber dennoch auf das Hafenviertel über.


    27. März 1420: In Kairo trifft eine Gesandtschaft des Großkhans ein, um für den Kuriltai die von der aufständischen Regierung geforderten Bedingungen zu erfragen. Die Männer geben aber deutlich zu verstehen, dass mit dem Gespräch weder eine Anerkennung des Sultanats noch ein Verzicht auf eine (mögliche) militärische Lösung verbunden sei.


    27.-29. März 1420: Yunus Khan sendet persönliche Briefe an alle acht Khanate in Osteuropa. Der Inhalt wird zunächst nicht bekannt, es dürfte aber mit Sicherheit um die Situation in Rom und auf Zypern gehen.


    Nur für Böhmen, Ungarn, Bayern, Tirol, Schwaben und Hessen:

    Achtung Spoiler:
    Der Großkhan entbietet den treuen Freunden aus den acht europäischen Khanaten (auch Nowgorod und Livland erhielten solche Briefe) seinen Gruß. Es gilt in diesen Tagen, ein neues Indien zu verhindern und allen zum Aufruhr neigenden Tributstaaten deutlich die mongolische Macht zu zeigen. Deshalb wird das Khanat Hessen beauftragt, etwa 2500 Mann aufzubieten und bis zum Jahresende unter Waffen zu halten. Im Fall eines Aufruhrs, der aus Sicht Bembyl Khans nicht mit diesen Truppen allein niedergeschlagen werden kann, ist Hessen berechtigt, für die Dauer eines notwendigen Feldzuges Reiter aus den übrigen europäischen Khanaten anzufordern und unter den eigenen Befehl zu stellen. Dabei anfallende Kosten können in Sarai abgerechnet werden.

  9. #489
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    28. März 1420: König Johann von Burgund übernimmt die Kosten für die Beerdigung König Heinrichs von England auf burgundischem Boden. Da auch der örtliche Niederadel etwas beisteuert, kann sogar eine schöne Grabkapelle finanziert werden.


    28. März 1420: Die Gespräche zwischen den Khanaten Hellas und Ägypten werden nun doch weitergeführt. Es soll mittlerweile um finanzielle Fragen gehen.


    1.-22. April 1420: Die ersten Rompilger verlassen die Ewige Stadt wieder, nachdem sie durch ihre Fahrt das Kreuzzugsgelübde abgelöst haben. Offenbar gibt es kaum Männer, die Papst Siricius‘ Angebot annehmen, weiter unter seinem Befehl zu kämpfen. Hauptgründe dürften wohl die Spaltung des Kardinalskollegiums, die völlige Zurückhaltung der christlichen Orden, die moralische Fragwürdigkeit des „Zypernraubes“, die massiven Verluste der unter päpstlichem Kommando stehenden Armeen im Vorjahr und die Haltung fast aller Monarchen Europas (soweit man sie kennt) sein.

  10. #490
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    2.-12. April 1420: In England beginnt das erste Parlament unter König Thomas I. Huldigung und Treueeid beider Häuser werden gleich zu Beginn der Sitzungen geleistet, die Krönung soll dann im kommenden Jahr stattfinden. Das Parlament legt auch eine Unterbrechung der Trauerzeit für die geplante Hochzeit im Herbst fest.


    2.-30. April 1420: Angesichts der bald erwarteten Offensive Bahadur Khans opfern viele der in der Konföderation von Mankal organisierten Fürsten den Schutzgottheiten ihrer Länder und einigen überregional bedeutsamen Göttern. In acht zentralindischen Reichen wird die jeweilige Gottheit sogar im Rückgriff auf frühmittelalterliche Traditionen als „Samraja“ des Landes investiert und gilt damit als eigentlicher Landesherr.


    3.-22. April 1420: Sultan Mesud VII. unternimmt eine Reise durch die griechischen Städte an der westanatolischen Küste, die ihm als Vasallen unterstehen. Er wird überall mit großer Freundlichkeit empfangen.

  11. #491
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    4. April 1420: Der schwedische König taucht in der Verkleidung eines „Barons von Bassewitz“ in Kopenhagen auf und fordert den Regenten und Schatzkanzler Berthold von Ebberup dazu auf, seine Behauptungen über die schwedische Königin mit der Waffe zu verteidigen.


    4.-22. April 1420: Der syrische Khan sucht einige arabische Stämme im Hedschas auf, die ihn höflich empfangen. Die meisten scheinen dem Scherifen von Mekka verbunden zu sein, im Grenzraum zur Wüste gibt es zudem andere (lokale) Bündnisse oder Vasallen des Großkhans, die sich nach Bagdad hin orientieren.


    4.-30. April 1420: In diesem Frühjahr treffen zahlreiche Wallfahrer in Rom ein. Viele Adlige und Gemeine, die das Kreuz genommen hatten, wollen dadurch den päpstlichen Ablass gewinnen. Auch im Mai und Juni erwartet man mehr Pilger als gewöhnlich, was den Profit der Kaufleute und Handwerker in der Stadt erhöhen dürfte.

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