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Thema: PBEM - Geschichtsbuch

  1. #16
    ¡Olé! Avatar von Harleen
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    Am 12. August 2007 wurde das PBEM 53 nach 456 Tagen bzw. 163 Stunden Netto-Spielzeit durch einen Punktesieg von Lickwick beendet. Das entspricht im Schnitt etwa einem Zug pro Tag (bei 460 gespielten Runden).
    Außerdem handelt es sich bei diesem PBEM um das Spiel mit den mit Abstand meisten Beiträgen im entsprechenden Thread. Der Spielverlauf lässt sich deshalb auch anhand der dortigen Kommentare nachvollziehen.
    Bild

    Gespielt wurde mit Standard-Civ in der Version 1.61. Bei diesem Spiel handelte es sich um eine Archipel-Welt mit 4 menschlichen Mitspielern und 3 KIs. Die Länder und ihre Herrscher waren:

    Amerika: Lickwick
    England: Meldok, Markelix (Urlaubsvertretung), alpha civ (ab 1715)
    Russland: Harleen, Live (Urlaubsvertretung)
    Indien: dermaik
    Inka: KI
    Rom: KI
    Griechenland: KI


    Nachfolgend eine "kurze" Spielbeschreibung (kürzer war wirklich nicht möglich ).


    Auftaktphase – Die Blütezeit Indiens: Aufstieg und Fall einer Großmacht… (geschrieben von Lickwick)
    Ein Archipel-Spiel beginnt langsam. Man braucht schon etwas Geduld, bis was passiert. Und das Wachstum ist stark vom Zufall der Insellage, -Beschaffenhbeit und Größe abhängig. Im PBEM 53 haben die Inder unter ihrem Führer dermaik den besten Start geschafft: ihre Blütezeit beginnt mit der scheinbar mühelosen Eroberung der durch die Inka-KI bewohnten Nachbarinsel. Indien wuchs zum größten Machtfaktor der Welt, sowohl militärisch als auch in der Produktion und den Punkten. Delhi wird zu der Metropole der Welt.

    Die Jahrhunderte der indischen Hochkultur enden, als sich die Militärs gegen die Diplomaten durchsetzen: nach dem einfachen Sieg über die Inka-KI auf ihrer Nachbarinsel im Westen begannen sie einen Angriffskrieg gegen die Engländer (damals unter dem Monarchen Meldok), deren Hauptinsel gleich im Osten benachbart liegt.

    Eine taktisch kluge Entscheidung: die Inder sind den Engländern, dem Schlusslicht in allen wesentlichen Graphen, militärisch haushoch überlegen, nehmen im Überraschungsangriff York, die zweitgrößte englische Stadt, ein und belagern London auf Anhieb. Die Engländer haben dem nichts entgegen zu setzen.

    Dennoch erwies sich der Angriff als schwerer Fehler: er wurde nicht diplomatisch abgesichert. Die Engländer bekamen ausländische Unterstützung, wenn auch indirekt, so doch wesentlich: es wurden Truppen übergeben, Militär-Forschung, strategische Ressourcen, sogar Gold bekamen die Engländer in ganz großem Maßstab geliefert, um die eigenen Truppen mit den neuen Techs aufzurüsten.

    Und so standen die Inder plötzlich einem Gegner gegenüber, der teilweise moderner ausgerüstet war als die große indische Armee. York wurde zurück erobert, der Angriffskrieg zu einem Stellungskrieg. Dann, nachdem sie genug aufgerüstet hatten, schlugen die Russen unter ihrem Herrscher Harleen zu, die ihrerseits südwestlich der Inder lagen: in einem plötzlichen Überraschungsschlag nahmen sie Delhi von See her ein und brannten es nieder. Die Heilige Stadt des Buddhismus, der weitverbreitetsten Regligion der Welt mit ihren vielen und mächtigen Wundern, sie ging unter. Mit dem Verlust dieser Metropole verloren die Inder auf Anhieb ein Drittel an Wert in allen Graphen!

    Damit endet die Blütezeit der Inder. Sie nahmen noch eine russische Ehrenstadt ein und brannten sie nieder, dann verging nicht viel Zeit bis es zu einem globalen Friedensschluss kam. Doch die Vorherrschaft der Inder über die Welt sollte für alle Zeit gebrochen sein…


    Phase 2: Die russische Weltmacht (geschrieben von Lickwick)
    Nach dem Fall Indiens teilten sich die Amerikaner unter Lickwick und die Russen unter Harleen die Führung der Welt - erstere technologisch, letztere als die größte Militärmacht der Welt. England, abgeschlagen und winzig, spielte keine Rolle mehr. Dabei hatten die USA in der Punkteskala die Nase vorne. Vielleicht deshalb entschloss sich Russland, den Coup von Delhi mit Washington wiederholen zu wollen.

    In einem Archipelspiel sind die Reichweiten der Angriffstruppen ungemein vergrößert, das sei allen Archipel-Spielern eine Lehre

    Aber auch Russland, dem Amerika militärisch nicht das Wasser reichen konnte, scheiterte an der Diplomatie: ihr Aufmarschweg nach Washington war lang und man wöhlte die kürzeste Route - direkt über indisches Territorium hinweg. Die Inder, nicht gut auf die Russen zu sprechen, sabotierten das Projekt im entscheidenden Moment, warnten die Ami's und schlossen sogar einen Verteidigungspakt mit den USA. Als Harleen dann angriff, stieß er auf zusammengezogene Verteidigungskräfte und durch den automatischen Kriegseintritt Indiens wurden seine Nachschubkräfte bunt verteilt.

    Das russische Invasionsheer konnte Amerika dann zwar nicht mehr aufhalten (die Russen waren wirklich irre stark in dieser Phase), aber von Washington zur (inzwischen strategisch unbedeutenden) Stadt New Horizon ablenken, dass niedergebrannt wurde.

    Danach begann der Vernichtungskrieg Russlands gegen Indien; er zog sich indes hin. Gegen die USA war zunächst nichts mehr zu machen. Derweil sich die Kosaken also in Indien gütlich taten, wuchs der technologische Vorsprung Amerikas rasant.

    Mit den neuen Zerstörern brachen sie schließlich die Vorherrschaft Russlands auf See. Für 20, 30 Runden beherrschte die US Navy die Weltmeere und konnte sogar in rusisschen Küstengewässern ungestört plündern, zwei russische Städte niederbrennen und sich gut fühlen. Für den Durchbruch reichte es aber nicht: zwar hatte die russische Marine in dieser Zeit keinen Stich machen können, doch die russischen Landstreitkräfte waren der US Army weiterhin weit überlegen...


    Phase 3: Das Comeback der Engländer (geschrieben von Lickwick & Harleen)
    Noch immer befinden sich Russland und die USA im Krieg. Derweil wechselt der englische Thron: Zuerst setzt sich Markelix die Krone auf und gibt sie schließlich weiter an alpha civ, der England bis zum bitteren Ende führen wird. Diese neuen Herrscher führen England zu einer erstaunlichen Blüte: Unbeachtet von den beiden Weltmächten expandiert England, indem es sich die benachbarte Griechen-KI einverleibt. Dann übergeben die Russen zwei bedeutende indische Beutestädte an England für einen Kriegseintritt gegen Indien. Nach der Abdankung des indischen Oberhauptes (dermaik wurde in hoffnungsloser Situation durch eine KI ersetzt) zerbrach Indien innerhalb kurzer Zeit. England hatte zwar offiziell Frieden mit den USA, aber durch enge Zusammenarbeit der russischen und englichen Geheimdienste wurde zielstrebig darauf hingearbeitet, den amerikanischen Technologievorsprung aufzuholen und schließlich Präsident Lickwick zu stürzen. Als die Kriegserklärung Englands an die USA schließlich erfolgte, stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die amerikanische Seeüberwachung zu gut ist, um nennenswerte Fortschritte erzielen zu können. Also wurde der verwegene Plan gefasst, alle verfügbaren Einheiten für einen Harakiri-Angriff auf die amerikanische Hauptstadt zusammenzuziehen. Die komplette russische Flotte und alle nicht zur Stadtverteidigung notwendigen Einheiten wurden dazu an England übergeben, dass schließlich den Angriff durchführte

    Die britische Invasionsflotte kann nur mit Mühe von Washington abgelenkt werden; sie brennt stattdessen die beiden nächstwichtigsten Industrienzentren der USA nieder. Die USA liegen am Boden.

    Doch dann erklären sich die Russen zum Frieden bereit - vielleicht, um nicht gegenüber England ins Hintertreffen zu geraten, wenn diese zuviel Amerika schlucken. Nach dem Friedensschluss mit Russland erklären sich auch die Engländer zu Frieden bereit. Der große Russisch-Amerikanische Krieg (1630-1955) war damit vorüber.

    Am Ende dieses Krieges, vielleicht 50 Runden vor Spielende, sind die drei verbliebenen Spieler nach Punkten eng beieinander. Militärisch sind Amerika und England gleichauf, während Russland aufgrund der Militärhilfe etwas schwächer dasteht.


    Das Endspiel (geschrieben von Harleen)
    Nach dem globalen Friedensschluss ist klar, dass dieses Spiel erst 2050 enden wird. Die letzten Runden sind geprägt von ständigem Misstrauen und gegenseitigem Belauern. Da jeder noch gewinnen kann, gibt es keine Machtblöcke mehr, nur noch drei Einzelkämpfer.

    Amerika und England verstärken massiv ihre Streitkräfte für einen finalen Showdown, während Russland alle Inseln in Reichweite besiedelt um Punkte zu sammeln. England nimmt die letzten verbliebenen Griechenstädte ein.
    Nachdem Russland durch die Stadtneugründungen die Führung nach Punkten übernommen hat, rächt sich das Vernachlässigen des Militärs. Amerika erklärt den Krieg und nimmt Russland relativ mühelos viele Kleinstädte ab. England fürchtet wohl eine neue Vormachtstellung der Amerikaner und tritt an Seiten Russlands in den Krieg ein. Gegen die englischen Streitkräfte kommt Amerika nicht an. Nach einigen Verlusten ist schließlich wieder Frieden auf der Welt. Nun ist England die führende Nation, Russland Zweiter und dahinter das durch den letzten Krieg arg gebeutelte Amerika.

    Während des Krieges errichtet Russland die Vereinten Nationen, das wahrscheinlich nutzloseste Wunder in einer ausgeglichenen Mehrspielerpartie. Lediglich eine Resolution wurde angenommen. Zweimal konnte Lickwick zwei Wähler für den UN-Sieg auf sich vereinen. Beide Male hatte der verbliebene Spieler eine Sperrminorität.

    Etwa 25 Runden vor Schluss folgt der Auftakt zum Endkampf. Russland erklärt trotz unterlegenem Militär England den Krieg. Die Offensive bleibt nach einer eingenommenen Stadt stecken, stattdessen frisst sich nun England durch das Zarenreich. Nun, etwa 20 Runden vor Schluss passiert das unglaubliche: Amerika unterstützt das erste mal in diesem Spiel Russland in einem Krieg. Durch die überlegene Militärtechnologie nimmt Amerika schnell englische Städte ein. England wiederum zerstört einige amerikanische Städte und plündert amerikanische Felder. So verliert Amerika trotz militärischer Erfolge immer mehr Punkte. Im Gegenzug erobert Russland nun die verlorenen Städte von den anderweitig beschäftigten Engländern langsam wieder zurück und holt auf Amerika auf. Vor der letzten Runde trennen die beiden Großmächte noch 100 Punkte, England ist geschlagen. Russland setzt auf die Holzhammer-Methode: Zwei ICBMs werden in der letzten Runde fertiggestellt und sollen mit einem Überraschungsschlag die amerikanische Vorherrschaft brechen. Doch Amerika macht da nicht mit und zerstört in einem cleveren Manöver in der letzten Runde Moskau (und damit eine ICBM). Die letzten russischen Allmachtsphantasien sind geplatzt. Zur Ehrenrettung wird Washington noch mit einem Atomschlag bedacht, dann ist das Spiel aus.

    Endstand:
    Amerika/Lickwick: 3194 Punkte
    Russland/Harleen: 2901 Punkte
    England/alpha civ: 1923 Punkte
    (Rest vernichtet)



    Das Punktediagramm der letzten 100 Runden gibt einen Eindruck von dem Kampf um den ersten Platz gegen Spielende.

    Bild
    Geändert von Harleen (13. August 2007 um 20:52 Uhr)

  2. #17
    Love Is A Battlefield Avatar von Kaffeesatzleser
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    Das PBEM 86 - Altvordere und Freunde wurde im Jahr 1860 abgeschlossen. Unten stehen die wichtigsten Daten und ausführlichere Kommentare gibt es ab Post 1405 hier:

    http://www.civforum.de/showthread.php?t=38986&page=94

    - Kaffeesatzleser (Ramses)...ins All gestartet 1860 AD
    - divine (Montezuma)..........knapp geschlagen
    - Striker (Mansa Musa)........ausgeschieden 1490 AD
    - Honer (Mao)....................ausgeschieden 1240 AD
    - Dudjän (Peter).................ausgeschieden 900 AD
    - Rob Anybody (Isabella)......ausgeschieden 775 BC
    - HUSch (Huyana)...............ausgeschieden 2560 BC

  3. #18
    Pünktliche Intelligenz Avatar von Malv Roeller
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    PBEM 13

    PBEM 13 ist nach knapp 2 Jahren Spielzeit am letzten Wochenende zu Ende gegangen.

    Die Teilnehmer und ihre Civs stehen dort im Eingangspost, wie auch die Karteneinstellungen.

    Ich gebe hier meine subjektiven Eindrücke wieder. Falls einer der Spieler was ergänzen möchte oder anders sieht - ich bitte drum!


    Die Späher meiner Mitspieler traf ich in den unterschiedlichsten Richtungen an.
    Auch gab es nur einen Fluß, an dem zu siedeln sich lohnte, und das auch nur in einer Richtung. Ich glaubte also, es in diesem Spiel nicht so gut getroffen zu haben. Ich befand mich in der Mitte der Karte, im Westen manoeuvres' Frankreich, im Nordwesten Markelix' () Rom, dahinter Blackbytes Indien. Im Osten von mir Wylaryzels Aztekenreich, dahinter Deutschland, angeführt von Weili.
    Parallel zum Lesen könntet ihr euch das Replay des Spiels zu Gemüte führen.

    Meine zweite Stadt New York setzte ich bereits in die Nähe Roms ( wie gesagt der einzige optimale Standort in der Nähe). Blackbyte schien es ähnlich zu gehen, auch er siedelte auf Rom zu. Er schien da aber aggressiver zu wirken, so daß sich Markelix entschloß, diesem Treiben ein Ende zu bereiten, und das, ohne Prätorianer bauen zu können. Er vertraute wohl darauf, nach baldiger Entdeckung der Eisenverarbeitung ganz klar der Stärkere zu sein. Mir gab Markelix zwei Techs als Bezahlung, damit ich ihm bei seiner Mission nicht in den Rücken falle.
    Nun, es zeigte sich, daß Markelix kein Eisen hatte. Nach der schnellen Einnahme einer Heiligen Stadt an seiner Grenze bewegte er seine Armee Richtung indischer Hauptstadt, die leider auf einem Hügel gegründet war.
    Er hatte massig Axtkämpfer dabei, traute sich aber nicht anzugreifen. Derweil baute Blackbyte natürlich Bogenschützen in Masse: Pattsituation. Etliche Runden später erst schlossen die beiden Frieden. Der Krieg hatte ihre Entwicklung aufgehalten.
    Zwischenzeitlich erklärte auch ich Blackbyte den Krieg, da mein Erkundungskrieger die Gelegenheit hatte, sich einen seiner Bautrupps zu schnappen. Eine Runde später hatten wir wieder Frieden.
    Als meine Erkundungstour im Westen durch eine Kulturerweiterung manoeuvres ' jäh beendet wurde und er auch keine Offenen Grenzen wollte, erklärte ich ihm auch kurzerhand den Krieg, um den Krieger bewegen zu können. Einige Runden später hatte er ein Einsehen, und wir schlossen Frieden - und Offene Grenzen.

    Die Barbaren hatten 3 Städte in meiner Umgebung gegründet. Eine davon holte sich manoeuvres, die anderen bekam ich, auch wenn sich um eine dieser auch Wylaryzel bemühte. Markelix hatte seine 2.Stadt in direkte Nähe zu meiner 2. gesetzt. Da letztere aber zur Religionsgründerstadt wurde, sah sich Antium bald immensem Kulturdruck ausgesetzt. Da Markelix sich sowieso westlich orientierte, vernachlässigte er diese Stadt komplett. So konnte sie von Barbaren erobert werden. Auch mir gegenüber hatte er indirekt sein Desinteresse an der Stadt bekundet, so eroberte ich die Stadt von den Barbaren und behielt sie - auch wenn sie nun wiederum unter dem Kulturdruck Roms stand.

    Damit hatte ich nun eine Landbasis, aus der sich doch einiges machen ließ. Zumal ich mit der Mitte der Karte auch das grünste Land erwischt hatte. Kartentyp war ja Frost, und unter solchem hatten die Ländereien von Blackbyte und manoeuvres besonders zu leiden.

    Die frühen Religionen gingen an Blackbyte (2x) und Weili. Ich baute das Orakel und holte mir mit Gesetzgebung meine eigene Religion, die dann auch nach Frankreich rüberschwappte. manoeuvres baute indes den Parthenon, wohl weil er Marmor hatte, und ließ den später dadurch entstandenen Großen Künstler in seiner Barbstadt eine Kulturbombe zünden, die gegen meine Hauptstadt gerichtet war. Der Bau weiterer Wunder ließ auf sich warten, so daß ich mich meiner industriellen Eigenschaft besann und - recht spät - die Pyramiden in Angriff nahm. Weitere Wunder sollten folgen; ich bekam sie fast alle. Meine Spielweise war somit aufs Buildern ausgelegt, aber ich betrachtete das Verhalten meiner Nachbarn aufmerksam. So entging mir nicht, daß manoeuvres deutlich aufrüstete. Ich versuchte, meinen Machtgraphen immer knapp über dem seinen zu halten - ein Wettrüsten im begann im frühen Mittelalter.

    Ich konnte schon früh einen deutlichen Techlead herausholen, nicht zuletzt dank Markelix' Bezahlung. Dieser wuchs aber noch weiter. Das Christentum wurde dann aber doch von Wylaryzel begründet, da ich Theologie mit meiner friedlichen Spielweise vernachlässigte. Durch Handel bekam auch Markelix diese Tech und bot sie mir wiederum im Handel an. Ich hatte kein Interesse und gab ihm stattdessen den von ihm gewünschten Kalender als Dank für frühere Leistungen gratis. Markelix baute dann die Sixtinische Kapelle und brachte Antium so noch stärker in Bedrängnis.

    Irgendwann erklärte Weili Wylaryzel den Krieg. Wylaryzel war klar unterlegen, und da sich Weili so in Richtung meiner Grenzen ausdehnte, beschloß ich, dies zumindest zu begrenzen, und erklärte meinerseits Wylaryzel den Krieg. Etwas riskant war es, Truppen vom Westen abzuziehen, da ja manoeuvres relativ mächtig war. Ich bekam eine Grenzstadt von Wylaryzel, dann standen Weili und ich gemeinsam vor seiner vorletzten Stadt. Weili eroberte sie mit Truppen, die meinen unterlegen waren - so erklärte ich Weili auch noch den Krieg und nahm ihm die Stadt in derselben Runde wieder ab. Dann bot ich ihm für die Hälfte des von ihm vermutlich aus der Stadt erbeuteten Goldes Frieden an - er ging darauf ein. Kurze Zeit darauf waren die Azteken Geschichte

    Dann ging uns Markelix verloren, und Rob übernahm Rom. Seine Regentschaft währte nur kurz, denn Blackbyte hatte sich inzwischen erholt und setzte nun zum Gegenschlag an: Krieg gegen Rob Anybody, der die Suppe seines Vorgängers auslöffeln mußte!
    manoeuvres stieg auf Seiten Blackbytes in den Krieg ein - vermutlich hatten sie sich abgesprochen. Bei mir gingen die Alarmglocken an: Nach der Vernichtung Robs würden sie sich mich vornehmen! (Btw @ Blackbyte & mano: Hattet ihr das vor? )Ich unterstützte also Rob, indem ich ihm Schießpulver (welches ich selbst erst schnell noch erforscht hatte, da ich bisher dem friedlichen Forschungsweg gefolgt war) und Nationalismus überließ, plus zwei Pikeniere, da Blackbyte hauptsächlich mit Rittern zu Werke ging.
    Nützte aber nicht viel, ein paar Runden später war Rom indisch/französisch.

    Blackbyte und manoeuvres schienen sich aber gar nicht so einig zu sein. Jedenfalls hatte ich in den letzten Runden massiv aufgerüstet. Hatte mit der Erforschung des Liberalismus gewartet, bis ich Stahl dafür bekam, und mit dem Großen Händler vom Wirtschaftswesen ein Goldenes Zeitalter ausgelöst, welches sich direkt an das Goldene anschloß, das durch den Bau des Taj Mahal zustande kam. So sprudelten die Einheiten nur so heraus.

    Mit Kavallerie, Grenadieren und Kanonen im Gepäck erklärte ich Blackbyte den Krieg, denn nun wollten diese Einheiten auch was zu tun haben.
    Er hatte dem nicht viel entgegenzusetzen, Stadt um Stadt fiel. Blackbyte schied aus. Nun konnte ich eigentlich kriegerisch weitermachen, doch ich zögerte. Ich hatte einen Gegner im Osten, einen im Westen. Der Großteil meiner Truppen war noch im Norden, da erkärte mir manoeuvres den Krieg. Einfach so, weil es ja eh schon egal war. Ich hatte ihn fast schon vernichtet, da erst tat Weili es ihm gleich und griff mich an. Da hatte ich schon genügend Einheiten im Osten, Weili aber auch. Er machte es mir von allen am schwersten, ihn zu besiegen, deshalb finde ich, hat er den zweiten Platz wohlverdient. Gegen Ende bot er sogar noch Schützen auf, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.


    Ich bin verunsichert, daß ich so leicht gewonnen hab. Woran lag's? Hatte keiner sonst Ambitionen auf den Sieg? Einerseits schöne Sache, so weit voraus zu sein, andererseits kommt mir der Sieg irgendwie unverdient vor.
    Würd mich freuen, hier noch Meinungen zum Spiel zu lesen, von Teilnehmern oder Außenstehenden.

    Auf jeden Fall toll, daß dieses Spiel, als eines der wenigen, so kontinuierlich weitergeführt wurde. Deshalb ist es auch schon jetzt zu Ende
    .


    Mechanismus: (Interstationärer Transfer unter Berücksichtigung des kürzesten sichtbaren Weges)
    Expedition: (Möglichkeit der Aufnahme von Schaltbetriebsstellen außerhalb von Mechanismen)

  4. #19
    ¡Olé! Avatar von Harleen
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    Bereits am 16. August wurde das PBEM 132 durch einen Kultursieg von Live im Jahr 1760 beendet.

    Das Spiel dauerte 248 Tage und endete in Runde 262, was einem Schnitt von knapp über einem Zug pro Tag entspricht. Die Netto-Spielzeit betrug 126 Stunden.
    Gespielt wurde mit der Erweiterung Beyond the Sword auf einer Big-and-Small-Karte mit überlappenden Inseln mit 5 Mitspielern und ohne KI.

    Die Spieler waren:
    Live / Äthiopien - Kultursieg, 3960 Punkte)
    Harleen / Persien - 2528 Punkte (Urlaubsvertretungen durch Yggdrasil)
    manoeuvres / Sumerien - 1543 Punkte (Urlaubsvertretung durch Eliminierer)
    Saladin, KI / Arabien, persische Kolonie - 1187 Punkte
    alpha civ / England - 1091 Punkte
    Lickwick / Amerika - 1053 Punkte (Urlaubsvertretung durch JohnCiv)

    Alle gestarteten Spieler haben auch das Ende erlebt.

    Das Big ans Small-Script erzeugt sehr reizvolle Karten, die allerdings nicht besonders ausgeglichen sind. In diesem Spiel fanden sich England und Amerika auf einem Kontinent wieder, während Äthiopien, Sumerien und Persien sich auf der anderen großen Landmasse wiederfanden. Es gab einen ohne Astronomie schiffbaren Korridor zwischen den Kontinenten, der allerdings erst duch Stadtgründungen auf kleinen Inseln schiffbar gemacht werden musste. Deshalb entwickelten sich beide Kontinente lange Zeit isoliert.

    Die Entwicklung des kleineren Kontinentes lässt sich schnell zusammenfassen: England (alpha civ) erklärte Amerika (Lickwick) zu einem frühen Zeitpunkt (da hatte alpha schon Streitwagen und ich keine Speerträger , Anm. von Lickwick) den Krieg, der sich sehr lange hinzog (und der den lieben Engländern null Erfolg brachte gez. Lickwick). Als sich beide Parteien auf einen Frieden einigten (Einigen? hat er "einigen" geschrieben...??? ), hinkten sie der aktuellen technologischen Entwicklung meilenweit hinterher (ich hinkte den Krieg lang alpha hinterher, aber genutzt hat's ihm nix ) und das Spiel war kurz danach vorüber (Glück für die Briten. Ich hab' euch alle lieb ). Wie weit diese beiden Völker abgeschlagen war wird dadurch deutlich, dass ich (Persien) bereits am Apollo-Programm gebaut habe, während Amerika in der letzten Runde erst das Schießpulver erforscht hat. Äthiopien war zu diesem Zeitpunkt sogar nur ein ganzes Ende weiter...

    Auch auf dem großen Kontinent gab es recht früh einen Krieg. Sumerien (manoeuvres) griff Persien (Harleen) an, konnte aber zurückgeschlagen werden. Dieser Krieg endete ziemlich schnell ohne Gebietsveränderungen. Der Nutznießer dieser Kriege war Live, der völlig unbehelligt ein Weltreich aufbaute.
    Von allen errichteten Weltwundern baute Live nur 5 nicht selber: Die Hagia Sophia und Artemis-Tempel standen in Sumerien, der große Leuchtturm in Persien, Sonehenge und Orakel baute Amerika. Die restlichen 26 Weltwunder baute Äthiopien.

    Einen Eindruck dieser äthiopischen Dominanz gibt die Demographie der letzten Runde aus meiner Sicht:
    Bild
    Geändert von Lickwick (05. September 2008 um 17:59 Uhr)

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