"...und stell sicher, dass die Proben von Projekt Mia mit dem zweiten Shuttle rausgehen."
Wo stehen wir bei diesen Flaks, von denen vorhin die Rede war?
"Ich warte noch auf Rückmeldung von Jacob."
Wie viele Leute befinden sich eigentlich in dieser Basis?
"43 Wissenschaftler und eine Reihe Forschungsassistenten. Dazu kommen noch die Familienangehörigen."
Moment, die Cerberus-Deserteure haben ihre Familien in diese Basis mitgebracht?
"Ja. Ehepartner, Eltern und total 17 Kinder. Wir mussten sie mitnehmen, sonst hätte Cerberus sie nach unserem Untertauchen aufgespürt."
Das wird die Evakuierung nicht gerade vereinfachen, sie muss sehr vorsichtig vor sich gehen.
Ah Jacob, da bist du ja. Hast du rausfinden können weshalb die Flaks nicht funktionieren?
"Leider nicht. Ich kann nur sagen, dass das Problem bei der Hardware selbst auf dem Dach liegen muss. Ich werde da rauf gehen."
Jacob, du kannst dich ja kaum noch auf den Beinen halten. Lass dich verarzten, wir kümmern uns um das. Denn ich würde drauf wetten, dass es ein Trupp Cerberus-Soldaten ist, der die Flaks da oben deaktiviert hält.
"Keine Chance, das hier sind meine Leute. Ich werde gehen."
Mach keinen Scheiss, bloss weil du eine Selbstmordmission überlebt hast, macht dich das nicht immun gegen weitere.
"Na schön. Dann werde ich dich halt eben per Funk einweisen."
Während Jacob zum Sanitäter humpelt, habe ich auch noch kurz die Gelegenheit mit Brynn Cole zu reden. Sie gesteht mir, wie sie seinerzeit vor allem die scheinbar unbegrenzten Ressourcen und fehlenden Regulierungen gereizt haben, um für Cerberus zu arbeiten. Mittlerweile bereut sie die Entscheidung ein Stück weit, doch die Einsicht kommt freilich etwas spät.
"Verrückte Welt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich noch mal wiedersehen würde. Schien mir wegen des Kriegs und unserer Flucht vor Cerberus mehr als unwahrscheinlich."
Jacob kam zu seinem Job als 'Bewacher' dieser Gruppe, weil er Dr. Cole von seiner früheren Arbeit für Cerberus her kannte. Ausserdem haben die zwei wohl was miteinander, wie ich aus seiner Geschichte schliesse.
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Praktisch lief es so, dass die Kerle mich kaum haben kommen sehen und vom Angriff völlig überrumpelt werden. Bevor sie begreifen, was da los ist, habe ich mit dem Scharfschützengewehr schon drei von ihnen ausgeschaltet. Das ganze Gefecht dauert nicht mal eine Minute.
Bei der ersten Batterie hat noch alles wunderbar funktioniert, aber bei der zweiten hat jemand wohl kurzerhand die Sicherungen und eine handvoll Kabel raus gerissen. Das lässt sich reparieren, Liara setzt sich sofort daran, aber sie braucht ein paar Minuten.



Als die Typen endlich das Feuer eröffnen, sehen sie schon nur noch unsere Rücklichter. Das letzte Shuttle mit meiner Wenigkeit an Bord verabschiedet sich in den Himmel über Gellix.
Brynn Cole kann es immer noch kaum fassen, dass wir am Ende fast alle lebend aus der Basis evakuiert haben. Sie stehe tief in meiner Schuld, ebenso wie die übrigen Wissenschaftler. Nun, das Tiegel-Projekt kann zweifellos ein paar zusätzliche Leute gebrauchen, die sich mit fortschrittlicher Technologie auskennen. Selbst wenn das Design der Protheaner und das der Kollektoren nicht überall übereinstimmen wird. Ich habe sogar versucht Jacob einen Job auf der Normandy schmackhaft zu machen, doch er will vorerst in der Nähe seiner neuen Flamme bleiben und die abtrünnigen Cerberus-Wissenschaftler weiter beschützen.

