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Thema: [Cataclysm DDA] Gangster's Paradise?

  1. #226
    Kunst am Arier Avatar von Snup
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    Einkaufswagen fasst 400 Volumen.

  2. #227
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Da passt es nicht rein, also muss es entweder noch eine Gewichtsbegrenzung geben, oder es fasst <400.

  3. #228
    Kunst am Arier Avatar von Snup
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    Oh, sind tatsächlich nur 200.

  4. #229
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Teil 2 - Blake
    Der Weg des Kriegers
    Kapitel I: Das Ziel einer langen Reise


    Es ist heiß, die Hitze scheint über der Straße zu stehen. Weit und breit ist keine Wolke zu sehen. Kein Lüftchen rührt sich. Die Straße wird bereits langsam von der Natur zurückerbobert, seit einem halben Jahr ist hier kaum mehr jemand entlanggefahren. Man riecht den nahen Wald und, wie immer, hängt ein leichter Verwesungsgeruch in der Luft. Zwei Männer kommen die Straße entlang. Beide sind bewaffnet. Der kleinere der beiden trägt eine Schrotflinte und einen Knüppel. Dazu Kleidung, die schon einmal bessere Tage erlebt hat. Sie ist überall mit Leder- und Stofffetzen verbessert worden.
    Der größere schiebt einen Einkaufswagen vor sich her. Er trägt ein Messer und eine stark modifizierte Pistole im Gürtel. Vor seiner Brust hängt ein hochmodernes, ebenfalls modifiziertes Sturmgewehr. Er ist viel zu warm angezogen. Trotz mindestens 30°C trägt er seinen Trenchcoat geschlossen, offensichtlich eine Eigenanfertigung aus Leder und Kevlar. Darunter scheint er einen Anzug aus ebensolchem Material zu tragen. Seine Stiefel sind mit Knochen verstärkt und auf dem Rücken hat er einen Rucksack, wie ihn sonst Soldaten tragen. Von seinem Hals baumelt eine Maske. Es scheint ebenfalls eine Eigenanfertigung zu sein, wie der Rest der Kleidung aus Leder und Kevlar.
    Die beiden unterhalten sich, bis sie zu einigen aufgeschichteten Felsen kommen, eine Markierung. Dort zeigt der kleinere nach Nordwesten, er scheint eine Wegbeschreibung zu geben. Danach verabschiedet er sich. Der Große setzt sich auf den Stein, trinkt etwas Wasser aus einer Flasche, die er aus seinem Rucksack nimmt, und scheint sich etwas auszuruhen.
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    Schweißperlen rinnen über seine schwarze Haut. Dann richtet er sich auf, er lächelt, packt seine Sachen zusammen und geht zu dem Einkaufswagen. Scheinbar hatte er die Maske nur abgesetzt, um sich besser mit dem anderen unterhalten zu können, denn nun setzt er sie wieder auf. Nur noch seine Finger sind jetzt nicht von Kleidung bedeckt.
    Er geht weiter die Straße entlang. Aus dem Wald kommt ein Zombiehund gerannt, direkt auf ihn zu. Als der Hund zum Sprung ansetzt, reißt der Mann sein Messer aus dem Gürtel. Zwei schnelle Schnitte, mehr braucht er nicht. Der Zombiehund ist tot, bevor er sein Opfer überhaupt erreicht. Mit ein paar schnellen Schnitten zerlegt der Mann den Hund, auf dass dieser Tod sein letzter war.
    Blake Williams, so heißt der Mann, steckt das Messer weg und macht sich, seinen Einkaufswagen schiebend, wieder auf den Weg. Die Straße führt ihn nach Westen. Während er gewohnheitsmäßig die Umgebung nach Anzeichen von Gefahr scannt, lässt er in Gedanken noch einmal das letzte halbe Jahr Revue passieren.

    Das Handy klingelt, es ist der Boss. Er ist fuchsteufelswild. Nachdem er duch das Gebrülle und die Flüche ausgemacht hat, was los ist, kann er verstehen wieso. Der Bruder vom Boss liegt im Leichenschauhaus. Viel ist nicht mehr zu erkennen, er hatte einen ziemlich langen Fall auf den Beton hinter sich. Natsuki sollte etwas von ihm abholen. Nun war Natsuki verschwunden, und der Bruder war tot. Er, Blake, sollte Natsuki finden, tot oder lebendig. Dabei mochte er sie doch eigentlich ganz gerne.
    Blake seufzte, nachdem er aufgelegt hatte. Jeder wusste, dass der Bruder vom Boss ein Arschloch war. Bis vor kurzen hatte Natsuki nichts vor ihm zu befürchten gehabt, aber sie hatte irgendeinen Fehler begangen, und der Boss hatte ihr seinen Schutz entzogen. Klar, wenn irgendjemand anders sich an sie herangemacht hätte, wäre es diesem jemand immer noch schlecht bekommen. Aber für den Bruder war sie nun "verfügbar". Warum musste das gerade jetzt passieren? Die Stimmung war eh explosiv genug. Ständig drehten Leute durch und fielen einfach über ihre Mitbürger, meistens über ihre Familie her und zerfleischten sie regelrecht, mit ihnen zu reden war völlig unmöglich. Nicht, dass die neuen Robotercops es versuchten. Da die Lage, auch mit den Demos und so, immer weiter eskalierte schien man sie auf
    shoot first, ask questions later programmiert zu haben. Und bestechlich waren sie zu allem Überfluss natürlich auch nicht. Natsuki würde vermutlich die Stadt verlassen.
    Blake hörte Nachrichten und fluchte. Scheinbar schienen auf einmal alle aus New York zu flüchten, die Straßen waren völlig verstopft. Was war denn nun los? Dazu sagten die Nachrichten natürlich nichts. Zum Glück war er gerade nicht in Manhattan, dann hätte er es wohl vergessen können, die Stadt zu verlassen. Er fuhr so weit es ging an die nächste Ausfallstraße heran. Über die Nebenstraßen ging es erstaunlich gut. Dann ließ er den Wagen einfach stehen, und ging zu Fuß weiter. Er würde sich unterwegs, wenn sich die Lage beruhigt hatte, irgendwo ein Auto verschaffen können.
    In der Nacht machte Blake bei einem völlig überfüllten Motel halt. Die Besitzer, ein Ehepaar in ihren 40ern, konnten ihr Glück kaum fassen. Sie vermieteten alle Räume mehrfach, und verlangten noch Geld von denen, die auf dem Parkplatz in ihren Autos übernachten wollten, und keiner beschwerte sich. Inzwischen machten erste Gerüchte über Zombies die Runde, aber die Motelbesitzer lachten das weg. In New York mögen ein paar Leute durchgedreht sein, aber tun sie das dort nicht immer? Vermutlich die aufgeheizte Stimmung und die ungewöhnlich hohen Temperaturen für Anfang Frühling. Bald würden sich alle wieer beruhigen. Sie beglückwünschten ihre Gäste, denn hier auf dem Land würde so etwas nicht passieren. Oder?
    Das nächste, was Blake von ihnen sah, war wie die Frau durch die Tür brach und sich auf den Mann warf, der der Tür am nächsten war. Sie biss ihm in die Kehle bevor er wusste, was mit ihm geschah. Blake wusste nicht, was schlimmer war. Die Tatsache, dass diese nette ältere Frau auf einmal so etwas tat, oder die Tatsache, dass sie dies mit durchgeschnittener Kehle tat. Sie hätte bereits tot sein müssen.
    In der folgenden Panik ließ er sich mit aus dem Gebäude treiben. Auf dem Weg sah er, dass die Frau längst nicht die einzige war, die sich so verändert hatte, und jeden anfiel. Er entging nur mit Glück der Attacke eines seiner ehemaligen Zimmergenossen, der auf einmal kurz stehengeblieben war, gebrüllt hatte wie ein Tier, und dann mit plötzlich völlig schwarzen Augen auf ihn losging. Blake riss die Frau, die neben ihm ging, vor sich, und der Zombie nahm mit ihr Vorlieb.
    Er erinnerte sich nicht genau, wie er die nächsten Tage überlebte. Nur, dass er sich von Menschen möglichst fernhielt, vor allem Nachts. Er schlief in Autos, die irgendwo auf der Straße verlassen herumstanden und ging tagsüber durch die Wälder Neuenglands. Es dauerte nur ein paar Tage, dann hatte sich die Situation scheinbar geklärt. Zu einem neuen Zombie wurde nur noch, wer gebissen wurde.
    Das neue Leben war nicht toll. Aber hey, das alte war auch nicht unbedingt ein Party ohne Ende gewesen, und Blake kam klar. Er konnte kämpfen. Er kämpfte sogar gern. Und er war jemand, der nicht aufgab, niemals! Er begann, sich bessere Ausrüstung zusammen zu suchen. Von toten Soldaten kamen die meisten Dinge. Nur wenige Soldaten waren zu Zombies geworden. Sie waren später durchgedreht, hatten sich gegenseitig umgebracht, oder waren den Zombies zum Opfer gefallen.
    Es gab Überlebende. Die meisten zogen in kleinen Gruppen umher. Einige nahmen Farmen in Besitz und versuchten ihr Glück mit der Landwirtschaft, möglichst weit weg von den Städten. Aber der Säureregen, der einsetzte kurz nachdem die Zombies massenhaft auftraten, zerstörte die meisten dieser Hoffnungen wieder.

    Im wesentlichen gab es drei Gruppen von Überlebenden. Kämpfer und Abenteurer wie Blake, die durch die Gegend zogen und für Nahrung oder andere Dinge anderen Überlebenden halfen. Er hatte ein paar andere getroffen, aber es waren wenige. Die zweite große Gruppe waren die Bauern, wie Blake sie nannte. Auch wenn lange nicht alle sich an der Landwirtschaft versuchten, waren sie doch sesshaft und versuchten meist in einer Gruppe zu arbeiten. Die dritte große Gruppe waren die Gypsies, sie waren im Grunde genommen wie die Bauern, nur mobil.
    Und dann waren da noch die Loonies. Diejenigen, deren Psyche irgendwann aussetzte, die mit dem täglichen Horror nicht mehr klarkamen, die daran zerbrachen, dass die Welt so wie wir sie kannten zuende war. Die meisten Loonies zogen sich an, wie vor der Katastrophe und liefen durch die Gegend. Ohne jeden Sinn für ihre eigene Sicherheit griffen sie fast alles an, was ihnen über den Weg lief, von Zombies bis Hasen. Dabei nutzten sie alles mögliche und unmögliche als Waffe. Eben was sie gerade in der Hand hatten. Die meisten von ihnen ließen Menschen in Ruhe, aber nichts anderes war vor ihnen sicher. Die meisten überlebten höchstens ein paar Tage. Jeder konnte zum Loonie werden, es gab keine Garantie dafür, dass man sich für immer mit der neuen Welt arrangieren konnte.
    Der Mann von dem er sich gerade verabschiedet hat, gehört zu einer Gruppe Überlebender, die im Wald in der Nähe Unterschlupf gesucht haben. Blake hat für sie das nächste Dorf von Zombies befreit, damit sie sich dort versorgen können. Im Gegenzug haben sie ihm Informationen gegeben. Nun wähnt er sich nah an seinem Ziel. Es wäre zwar nicht das erste Mal, dass er einer falschen Spur nachgeht, aber dieses Mal scheint wirklich alles zu passen.
    Nach einiger Zeit hatte er sich entschieden, trotz allem nach Natsuki zu suchen. Nicht, um sie umzubringen. Der Boss war eh tot. Blake glaubte aber nicht, dass die Zombies Natsuki aufhalten könnten, wenn sie schon weit genug von New York weggewesen war, als das Schlimmste begann. Also hatte er begonnen, die anderen Überlebenden nach ihr auszufragen. Und was er von den Bauern hier im Wald gelernt hatte, passte zu ihr. Das Aussehen, das Verhalten. Dieses Mal musste es einfach stimmen.


    Ein Zombär riss ihn aus seinen Gedanken. Zombären waren gefährlicher als die Hunde, aber Blake machte sich keine Sorgen. Er wusste, dass er diesem Gegner überlegen war.
    Jeder Mensch konnte lernen, sich zu verteidigen. Aber nur wenige waren als Krieger geboren. Auch meisten Soldaten waren es nicht, und die Bauern und die Gypsies noch weniger. Blake schon, er war ein Krieger.


    Der Krieger:
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    Die Ausrüstung:
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  5. #230
    Benutzter Registrierter Avatar von jeru
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    Schöner Start!

  6. #231
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    Wo hast du denn das Whiskyfass gefunden? Ist mir in allen Versuchen noch nie über den Weg gerollt .

    Nebenbei : Hattest du mal eine Mega-Mall zum leerräumen?

  7. #232
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Mega Mall: schon lange nicht mehr.

    Fass: in einem liquor store, war auch mein erstes. Jetzt ist es immer noch da, weil man es nicht transportieren kann...

  8. #233
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Blake folgt der Straße weiter nach Westen. Manchmal flucht er, wenn der Einkaufswagen nicht so über ein Hindernis will, wie er es möchte. Es ist nicht sein erster Einkaufswagen, vermutlich ist es auch nicht der letzte. Irgendwann wird auch dieser irgendwo steckenbleiben und Blake wird gucken, was er wirklich benötigt, und was er eigentlich nur herumschleppt ohne es jemals zu benutzen. Dann wird er sich vollpacken, bis er das nächste Gefährt findet.
    Die schlimmste Hitze ist vorbei als Blake zu einer Abzweigung kommt. Er überlegt kurz, nickt dann wie zur Bestätigung und folgt dem Weg nach Norden. Er muss den störrischen Einkaufswagen um ein abgestürztes Flugzeug herummanövrieren, und kommt ein paar hundert Meter weiter zu einem Militärbunker.
    Blake hat keine ID Karten, aber der Haupteingang ist offen. Wohl bereits geplündert denkt er sich, während er über den Zaun klettert. Aber mal nachsehen schadet nie.
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    Unten stellt er fest, dass er sich geirrt hat. Wer auch immer den Bunker oben geöffnet hat, hatte wohl nicht genügend ID-Karten um auch die Lager hier unten zu öffnen. Da hat sich vermutlich jemand geärgert, eine der kostbaren Karten für nichts aufgegeben zu haben. Während Blake sich umsieht, fällt ihm ein besonderes Stück auf.
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    Ein scheinbar noch funktionierender automatischer Geschützturm. Das könnte man den Bauern sicher teuer verkaufen. Andererseits brauchte Blake gerade nichts, und wusste nicht, was er dafür verlangen sollte. Viel hatten sie meist nicht zu bieten, Informationen waren oft das wertvollste, was sie hatten. Und wenn er bald wirklich Natsuki treffen sollte, bräuchte er auch so schnell hoffentlich keine Informationen mehr. Die Gedanken waren eh müßig, ohne ID Karte oder schweres Gerät konnte man hier nichts ausrichten, aber Blake beschließt, sich die Stelle zu merken.
    Er geht wieder nach oben, klettert zurück über den Zaun. Er wirft einen Blick auf den Einkaufswagen und seufzt leise: der Rest des Weges führt nicht über Straßen, sondern quer durchs Gelände.
    Direkt nördlich des Bunkers greifen drei Zombiehunde ihn an.
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    Er bringt sie mit dem Messer um, es hat keinen Sinn, hierfür Kugeln zu verschwenden.

    Nach einem anstrengenden Marsch kommt Blake wieder bei einer Siedlung heraus. Hier irgendwo soll Natsuki ihr Quartier aufgeschlagen haben.
    Am späten Nachmittag findet er ein Haus, welches durch viele Fallen geschützt wird. Von drinnen hört er einen Schrei. Er geht erst einmal vorsichtig ums Haus, um die Lage zu sondieren. Den Einkaufswagen lässt er hinter dem Haus stehen.
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  9. #234
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Viele Fenster sind kaputt. Der Zaun hinter dem Haus sieht so aus, als wären Teile vor nicht allzu langer Zeit erneuert worden, aber als hätte der Besitzer dann aufgegeben, weil er eh immer wieder niedergetrampelt wird.
    Wieder ein Schrei. Blake beschließt, durch die Terassentür ins Haus zu gehen. Sicherheitshalber klopft er: "Natsuki? Hier ist Blake. Ich habe von einigen Leuten gehört, dass du hier sein sollst. Kann ich reinkommen?"
    Er hört, wie drinnen jemand flucht, ein Mann, dann hört er Glas splittern und schnelle Schritte. Blake macht die Tür auf, sieht nur noch, wie jemand die Vordertür zuschlägt. Eine zerbrochene Spritze und ein paar leere Glasflaschen sowie einige Splitter liegen herum, daneben sind Blutflecken zu sehen.
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    Die Flaschen identifiziert Blake als starke, gezielte Mutagene. Vermutlich war es also ein Loonie. Einige von ihnen fingen an, Mutagene zu trinken oder zu spritzen. Die meisten konnten dann nicht mehr damit aufhören, wollten immer "perfekter" werden. Armselige Gestalten, Blake hatte welche gesehen, die kaum noch als Menschen zu erkennen waren. Es selbst hat bisher extremes Glück gehabt, das weiss er. Es gibt nur noch sehr wenige Überlebende, die nicht irgendwie mutiert waren, und er ist keine Ausnahme. Bisher aber ist es für ihn gut ausgegangen. Ok, dass er besser hören kann ist ein zweischneidiges Schwert. So wird er auch gerne mal von irgendwelchen harmlosen Geräuschen geweckt. Aber ansonsten macht es ihn bisher wirklich nur besser. Es macht ihm aber auch Angst. Die nächste Mutation kann immer schlecht sein. Irgendwann wird sie schlecht sein. Sich das Zeug freiwillig reinpfeifen? Nein, Blake hatte andere Absichten. Zur Sicherheit hat er einen Purifier dabei, es ist eines seiner wertvollsten Besitzstücke. Es ist zwar nicht 100% zuverlässig, aber immerhin hat der Mensch so eine Chance sich zu wehren.

    Blake guckt sich in Natsukis Haus um. Er findet Beweise, dass es wirklich ihr Haus ist. Sie scheint auch noch nicht lange weg zu sein, die Asche im Ofen ist noch warm. Blake bedient sich an ihren üppigen Wasservorräten um seine Flasche wieder aufzufüllen und brät sich etwas Fleisch. Vorher legt er noch ein Laken vor die Tür und schreibt drauf, wer er ist. Nicht, dass sie ihn, wenn sie in der Nacht zurück kommt, für einen Einbrecher hält.
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    Nach dem Essen macht er es sich auf dem Sofa bequem und liest. Sie hat zwar einen großen Stapel Bücher herumliegen, aber Blake möchte nicht mehr als nötig in Unordnung bringen. Jedenfalls nimmt er an, dass es eine Ordnung gibt, nicht überall kann er eine erkennen. Er hat selbst noch etwas zu Lesen.
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    Es ist drei Uhr Nachts. Blake hat das Buch durch, aber von Natsuki keine Spur. Er beschließt, ins Bett zu gehen. Dafür wählt er das Schlafzimmer aus, welches unbenutzt erscheint. Leider ist es auch das mit den zerbrochenen Fensterscheiben.
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    Tatsächlich kommt in der Nacht ein Zombär vorbei. Blake kann ihn rauslocken und draußen töten.
    Gegen 9 Uhr wacht er wieder auf. Von Natsuki ist nichts zu sehen, er beginnt, sich Sorgen zu machen.
    Nach dem Frühstück fängt Blake an, nun doch in Natsukis Sachen zu wühlen. Er versucht herauszufinden, wo sie hingegangen sein könnte. Dabei stößt er auf ihre Audioaufzeichnungen. Er beginnt, sie anzuhören, auch wenn er sich etwas unwohl dabei fühlt, denn es ist schon sehr privat.
    Fast den ganzen Tag macht er nichts anderes.
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  10. #235
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Am Ende des Tages ist Blake durch mit den Aufzeichnungen. Er weiß jetzt, wo Natsuki als letztes hinwollte. Morgen wird er ihr folgen, falls sie bis dahin nicht wieder auftaucht.
    Bevor er ins Bett geht denkt er noch über das Gehörte nach. Das Natsuki keine Kriegerin wie er war wusste er, aber sie war eine Kämpferin, und zwar eine verdammt gute, so wie sich das angehört hatte. Sie hatte hier ganz alleine durchgehalten. Hier im Norden gibt es nur sehr wenige Überlebende, die meisten sind weiter südlich. Warum also musste sie die verfluchten Mutagene schlucken? Gut, nach ihren Aufzeichnungen hatte sie jede Menge Purifier, aber totzdem, war es das Risiko wirklich wert? Die CBMs konnte Blake ja noch verstehen, da weiss man, was man bekommt. Da hatte er auch schon drüber nachgedacht. Bisher aber immer widerstanden. Die, die er gefunden hatte, hatte er größtenteils verkauft. Zwischendurch musste er auflachen, als Natsuki erzählte, dass die die führenden Wissenschaftler umbringen möchte. Für eine Idealistin hatte er sie nie gehalten. Etwas später, nachdem sie von mehr Laborbesuchen berichtet hatte, war er nicht mehr sicher, ob das wirklich so eine blöde Idee war. Wenn sie auf ihre Ausrüstung zu sprechen kommt, ist Blake meistens etwas fassungslos. Ihre Waffenauswahl klingt ja vernünftig. Aber bei ihrer Kleidung scheint sie kaum auf Schutz zu achten. Dabei müsste sie besseres leicht selbst herstellen können. Blake sieht, was sie mit Nadel und Faden hinbekommt, es liegen einige ihrer Sachen im Haus herum.

    Am nächsten Morgen macht Blake sich auf den Weg. Natsuki ist nicht aufgetaucht. Er nimmt eine Schubkarre aus dem Geräteschuppen mit. So muss er seinen Einkaufswagen nicht leeren und kann trotzdem mehr schleppen. Die Schubkarre kommt auch besser durchs Gelände.
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    Um halb zwölf kommt Blake an dem Labor an. Er erkennt Natsukis Wagen anhand ihrer Beschreibungen. Ein ungutes Gefühl macht sich in ihm breit.
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    Aus ihren Berichten weiss er um die Türme, deswegen geht er vorsichtig durch den Laborkomplex, immer den offenen Türen folgend. So hat sie sich schließlich selbst auch die meiste Zeit orientiert wenn, sie nach längerer Abwesenheit mal wieder in ein Labor kam. Das Sturmgewehr hat er stets im Anschlag.
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    Eine funktionierende Computerkonsole! Vielleicht kann er von hier aus auf das Überwachungssystem zugreifen und Natsu...
    BANGBANGBANG
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    Drei Kugeln verfehlen Blake haarscharf. Harmlos prasseln Betonsplitter auf seinen Anzug. Blake reisst die Waffe hoch, zielt kurz, und drückt zwei mal ab. Die Angreiferin, eine Frau, fällt tot zu Boden. Es wird doch nicht Natsuki gewesen sein...
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    Nein, er atmet auf, die hier sieht anders aus. Aber was machte sie hier? Und wo ist Natsuki? Blake sieht sich genauer um. Seine Taschenlampe ist fast leer und liefert nicht mehr viel Licht. Aber dort hinten in der Ecke liegt noch etwas. Etwas, das wie eine Leiche aussieht.
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  11. #236
    nonchalant Avatar von max2k
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    Nur mal 'ne kleine Frage mit wie vielen Charakter Punkten Startes du? Normal sind es 6 oder 8. Das dürfte aber bei den Attributen und Vorteilen bei den paar Nachteilen nicht hinhauen.

  12. #237
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Ich glaube, 8 Startpunkte und bis zu 14 Punkte bei Vor- und Nachteilen. Die nutze ich auch voll aus und nehme 14 Punkte Nachteile. Blake hatte ziemliches Glück beim mutieren. Eigentlich hatte er z.B. poor hearing. Bis auf robust genetics und fast learner sind die positiven Sachen durch Mutationen gekommen. Ich habe ihn ja in dem Haus von Natsuki "gezüchtet", damit er bis zum richtigen Datum etwas macht (wie man sieht ist es Mitte des Sommers, Blake ist an dem Tag in Natsukis Haus angekommen, an dem sie gestorben ist). Habe da also alles gelesen, was da war (und so die Skills hochgezogen) und mich an ihrem Giftschrank aus Mutagenen und Sera sowie Purifier (-Sera) bedient.
    Mit dem debug Modus habe ich dann die Sachen weggemacht, die durch die lustige Eskapade mit dem Atomic Nightlight kamen. Wollte den Char nicht verlieren und das mit den positiven Mutationen ist (noch ) besser für die Story. Padded Feet kam dann noch später irgendwann dazu, als ich durch Ubahntunnel lief und dort jede Menge Radioaktivität war.
    Ich hatte den Char auch ein gutes Stück vom Haus wegteleportiert, damit ich in der Story dorthin gehen könnte, ich hatte eigentlich überlegt, zwei oder drei Tage früher anzufangen. Aber irgendwie boten sich die Ereignisse in der Stadt dann nicht für die Story an.

    Debug mode werde ich auch weiter für Storyelemente verwenden, falls nötig (z.B. mehrere NPC an einem Ort spawnen, wie einer Farm), aber ich werde ihn nicht nutzen um mir Gegenstände oder Mutationen zu verschaffen.

  13. #238
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Langsam geht Blake näher ran. Auch im schwachen Licht der Taschenlampe kann er sie erkennen, diese hübsche Mischung aus Asiatin und Latina. Nicht einmal die Metallplatten am Kopf konnten sie wirklich verunstalten. Nun leider tot. Er flucht. Lehnt sich dann an die Wand und würde am liebsten weinen. Aber es kommen keine Tränen. Am Ziel angekommen, nur ist das Ziel nicht mehr lebendig. Einen Tag zu spät, einen einzigen Tag zu spät war er bei ihr.
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    Dann steht er auf, fast schon zärtlich hebt er die Leiche an, legt sie sich vorsichtig über die Schulter, und geht mit ihr raus. Eine vernünftige Beerdigung ist das einzige, was er noch für sie tun kann.
    Es dauert eine Weile, bis er wieder aus dem Labor kommt, die Leiche ist schwer und unhandlich. Nördlich des Eingans legt er sie auf den Boden, jetzt erst schließt er ihre Augen. Dann drapiert er die Kleidung so, dass man ihre Wunden nicht sieht.
    Als er fertig ist, geht er los, geht in Richtung des Flusses und sammelt alle größeren Steine die er finden kann. Mehrfach bringt er die Steine zu Natsukis Leiche zurück, und schichtet sie über ihr auf. Als er zufrieden ist, geht er in das nahe Wäldchen, dort sucht er zwei kräftige Stöcke, die er, zurück beim Grab, zu einem Kreuz zusammennagelt. In den Querbalken schnitzt er letzte Worte.
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    "Ruhe in Frieden!" murmelt er, dann dreht er sich um.

    Er geht wieder zurück ins Labor, in den Raum, in dem sie gestorben ist. Er beachtet die andere Leiche nicht weiter und guckt, was Natsuki wohl als letztes getan hat. Offensichtlich wollte sie an weitere CBMs herankommen.
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    Er nimmt einige an sich, und durchsucht dann ihre Sachen, alles nützliche, vor allem die ID Karten, nimmt er mit. Ein kleines Relikt, welches sie offensichtlich als Glückbringen dabei hatte, steckt er ebenfalls ein, er möchte es aufs Grab legen.
    Dann geht er zur anderen Leiche. Ein simpler, alter Ruger Redhawk war ihr Ende. Der Revolver ist leergeschossen. Die Tote schien erst wieder ans Nachladen gedacht zu haben, als sie ihn bemerkte. Jedenfalls waren vier Löcher in Natsukis Brust und die Frau hatte drei mal auf ihn geschossen. Zum Glück hatte sie ihn verfehlt. Seine Kleidung schützte ihn weit besser als Natsuki ihre, aber trotzdem war mit der .44er Munition nicht zu spaßen, vor allem nicht auf diese Entfernung.
    Wieder an der frischen Luft packt Blake die Dinge aus dem Labor in den Wagen. Es gab keinen Grund, jetzt auf das Schubkarre zurückzugreifen. Den Glücksbringer legt er auf das Grab.
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    Dann geht er wieder nach unten. Er hat sich entschieden, er wird Natsukis Mission fortführen. Ihr zuliebe. Aber auch, weil er inzwischen meint, dass sie wohl recht hatte. Er sucht einen der Schlafräume für die Wissenschaftler auf. Es ist zwar kühl hier unten, und er hat nicht, wie Natsuki, ein CBM welches in warm hält, aber in seiner Kleidung und mit zwei Bettdecken sollte es gehen. Der Tag war anstrengend, vor allem das Heraustragen der Leiche und das Zusammentragen der Steine hatten ihn mehr Kraft gekostet, als er vor anderen zugeben würde. Deswegen geht er zeitig ins Bett, sobald die Taschenlampe aus ist, ist es hier unten eh immer dunkel.
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    Geändert von Rince Wind (09. August 2014 um 01:43 Uhr)

  14. #239
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    Hat was .

  15. #240
    Sozialschmarotzer Avatar von Rince Wind
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    Kapitel 2 - Neue Erkenntnisse


    Blake wacht auf. Ein Blick auf die Uhr verrät ihm, dass es kurz nach vier ist. Er hat Hunger, das Fleisch, was er dabei hat, sieht nicht mehr sehr appetitlich aus.
    Draußen regnet es. Nur im Licht der Taschenlampe zu jagen ist gar nicht so einfach. Es dauert eine Weile, und der Regen macht es nicht einfacher, das Fleisch dann auch zu kochen. Schließlich gelingt es und gesättigt geht er zurück ins Labor. Die oberste Ebene scheint erkundet zu sein. Deswegen geht er gleich ins zweite Untergeschoss. Hier ist es verdammt kalt, fast -20°. Blake friert, seine Kleidung ist nicht für solche Temperaturen gemacht.
    "Verdammt, " murmelt er, als er in einem Schlafzimmer Kokain und Cannabis findet "die waren hier wirklich auf Drogen."
    An einem Rechner kann er eine Karte der Umgebung herunterladen, leider hatte Natsuki ihre Karten nie ausgedruckt. Dann hackt er sich in das Dateisystem. Es ist nicht einfach, aber er kann einige Dateien lokalisieren, die Natsuki offensichtlich noch nicht kannte.

    Leider ist kein Datum in den Dateien vermerkt, aber anscheindend wussten die Wissenschaftler zumindest kurz vor dem Beginn der Apokalypse Bescheid.
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    Schlimmer aber als die drohende Zombieinvasion fanden die Wissenschaftler offensichtlich, dass XE037 mutierte (Ob das wohl damit zu tun hatte, dass sie es selbst Rasioaktivität aussetzten? überlegt Blake) und sich in mehrere Varianten aufspaltete. Das hinderte sie offensichtlich nicht daran, gleich mit den neuen Varianten herumzuspielen.
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    "Hmm...PE062? Das war in Natsukis Auflistung glaube ich nicht dabei."

    Weitere Dokumente belegen, dass PE012 tatsächlich das Mutagen, und PE018 der Purifier sind.

    Das nächste Dokument, welches er findet, hat es in sich: "WTF?! Die ganze Scheiße scheint noch schlimmer zu sein, als ich, oder Natsuki, angenommen hätte. Vierte Dimension? Lebensformen aus der vierten Dimension? Ob das die Dinger sind, von denen sie sagte, dass sie in ihrem Kopf sprechen? Und man kann offensichtlich hin und herreisen. Dann wird man nicht mehr zum Zombie, aber irgendwelche Viecher kommen hierher. Klingt super. Ich glaube eh nicht, dass sie es geschafft hätten, schnell genug mal eben alle Befallenen in die vierte Dimension und zurück zu beamen. Natsuki hatte wirklich recht, verdammt noch mal, falls von den Wissenschaftlern noch welche Leben, müssen sie dieses Wissen mit ins Grab nehmen. Ein frühes Grab, wenn es nach mir geht."
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    Bevor ihn das System mit einem schmerzhaften Stromschlag rausschmeißt, findet Blake noch ein letztes Dokument. Es scheint die Bombenabwürfe, deren Spuren man dann und wann findet, zu verteidigen. Scheinbar wollte man alle umbringen, um den Ausbruch zu verhindern. Was den Schluss zulässt, wenn es auch nicht notwendigerweise so sein muss, dass es immer noch sein kann, dass der Ausbruch lokal einigermaßen begrenzt war. Denn wenn die ganze USA betroffen waren, hätten Bombenabwürfe auch nichts gebracht, da wären wohl die Chancen besser, so dagegen an zu kämpfen.
    Die Bomben kamen eh zu spät, die meisten Flugzeuge stürzten ab, Atomsprengköpfe wurden nur wenige abgefeuert, es war völlig sinnlos.
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    Blake läuft ein Schauer über den Rücken, und das liegt nicht nur daran, dass es immer kälter wird. Inzwischen sind seine Finger so steif, dass er kaum noch sein Gewehr abfeuern kann, weswegen er auch einen Geschützturm mehrfach verfehlt. Der Schmerz durch den Elektroschock wird auch eine Rolle spielen. Um sich aufzuwärmen, und auch um einiges von der Beute loszuwerden, geht er wieder an die Oberfläche. Es regnet immer noch. Natsukis Kleidung mag sie schlechter vor Kugeln geschützt haben, sie war aber auch definitiv leichter als seine kevlarverstärkten Lederklamotten. Da er im Labor den Presslufthammer benötigt, um überall hinzukommen, ist er schnell überladen.
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