Prinz Dieter musste sich wegen der Thronfolge im Reich ja auch noch mit den Kräften der Welfen und vor allem der Staufer, namentlich Herzog Friedrich, messen. Und als ob das nicht genug wäre, erhoben sich im Herzogtum des abwesenden Königs die slawischen Wenden gegen ihren Herrn. Dieter musste rasch ein Heer sammeln und nach Magdeburg eilen, damit nicht auch noch hier die Autorität seines Vaters weiter demontiert wurde. Wohlgemerkt, nicht aus Loyalität zum Vater, sondern aus Sorge um die eigenen Chancen auf die Krone.
Die Aufständischen waren Angehörige der unterworfenen Slawenstämme, die wegen der harten Herrschaft der Deutschen ihre Differenzen beilegten und sich gegen die Okkupanten zusammenschlossen. Dieter agierte im Vorfeld geschickt und konnte die Wenden zum Kampfe stellen. Diese Schlacht war die erste Bewährungsprobe des Prinzen auf militärischem Gebiet. Dieter wählte eine Anhöhe, um seine Truppen aufzustellen. Die Wenden führten Schwerbewaffnete ins Feld, denen es dafür an Beweglichkeit mangelte. Es kam darauf an, die Berittenen und die Armbrustschützen des Gegners auszuschalten, während die eigenen Bogenschützen die schwere Infanterie der Wenden dezimierte.
Die Schlacht wurde auf Dieters linker Seite eröffnet, wo die königlichen Ritter einen Vorstoß der gegnerischen Berittenen auf Dieters Trossknechte abfingen und sie in den Zweikampf verwickelten. Die Bogenschützen ließ der Prinz ins Zentrum feuern, wo die Rebellen die leichten Fußtruppen hinführten. Im rechten Augenblick befahl Dieter seinen Schützen, die nahenden Hellebardiere unter Beschuss zu nehmen und ließ seine eigene Infanterie gegen die vom Pfeilhagel verunsicherten Feinde stürmen.
Das Groß der feindlichen Truppen wandte sich angesichts dieses aufeinander abgestimmten Schlags zur Flucht zurück in die versumpften Wälder. Die schwerfälligen Hellebardenträger waren danach ein leichtes Ziel für die Bogenschützen. Die Wenden mussten sich nach der deutlich verlorenen Schlacht unterwerfen und dem König erneut die Treue schwören.
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