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Thema: (RL)...and the Tronde goes to....Trondes Kino Lounge goes 2016

  1. #16
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    The Revenant

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    Der Trailer



    Der Plot

    Hugh Glass ist ein Trapper, der in den 1820iger Jahren sein Geld mit einer Expedition in North und South Dakota verdient. An seiner Seite ist sein Sohn. Eines Tages wird die Expedition von Indianern überfallen und nur wenige der Männer können entkommen - allerdings werden sie verfolgt. Nach einem Zwischenfall muss Glass zurückgelassen werden, sein Sohn und zwei Männer sollen bei ihm bleiben - solange bis er einen Verletzungen erliegt. Einem der Männer geht dies nicht schnell genug, bei dem Versuch Glass zu töten wird er von Glass Sohn überrascht und tötet diesen - um dann den sterbenden Glass zurückzulassen. Nur Glass will einfach nicht sterben...

    Die Bewertung:

    The Revenant - Der Rückkehrer ist einer der gefeierten Filme dieser Oscar Saison. In 12 Kategorien wurde er nominiert, man wird sehen wieviele es am Ende werden. Die Frage stellt sich natürlich, wieso wird dieser Film so gefeiert? In meinem Fall ist das recht einfach. Dem Regisseur Alejandro G. Iñárritu (bekannt für Babel, 21 Gramm, Biutiful und Birdman) gelang es größtenteils mich den Film über zu fesseln (bei 156 Minuten ist das nicht einfach), bei einer doch recht simplen Story. Dem Wunsch nach Rache.

    Wie hat er dies in meinem Fall geschafft? Die Härte und Unbarmherzigkeit der Natur und der Menschen werden in diesem Film schonungslos gezeigt, sodass ich den Großteil des Films wirklich mit Glass "mitgelitten" habe. Sei es der Tod seines Sohnes, sei es der wirklich unglaublich inszenierte Kampf gegen den Bären (der lange gezeigt wird, ich habe bei jedem Schlag und Biss des Bären das Gefühl gehabt, er attackiert mich) oder sei es der wirklich beeindruckende Kampf zu Beginn des Films - zwischen den Indianern und den Männern rund um Glass. Die Intensität in diesen und vielen anderen Szenen ist einfach unglaublich und hat mich vollkommen gefangen genommen. Ein wichtiger Punkt neben der Regie ist zweifelsfrei Leos darstellerische Leistung, mit dem es ihm gelingt ganzen Schmerz und das Leid zu transportieren. Neben ihm zeigen auch Gleeson und Hardy gute Leistungen, verblassen aber meiner Ansicht neben Leonardo.

    Welche Schwächen hat der Film? Insgesamt ist er dann doch ein bisschen lang. Der Film hat viele Landschaftsaufnahmen, die zweifelsfrei notwendig sind um das Gefühl der Weite und Unbarmherzigkeit zu transportieren, an wenigen Stellen ist es dann aber doch ein bisschen zuviel. Die Story selbst ist ansonsten einfach recht simpel.

    Allerdings ist das schon Kritik auf sehr hohem (subjektiven) Niveau - am Ende komme ich zu einer wirklich sehr hohen Wertung

    Ich vergebe für den Film

    9,0 Trondes
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  2. #17
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    Zitat Zitat von Prod Beitrag anzeigen
    Interessante Auswahl für den Kinolounge-Start ins Jahr!

    Das ist ein Film, der definitiv unter meinem Radar durchgeschwupst wäre, daher fürs Draufaufmerksammachen.
    Ja, der Film ist am "frischesten" - deswegen habe ich mal mit dem angefangen. Ich habe jetzt aber mal den 2. Beitrag auf Vordermann gebracht. Da stehen dann auch die nächsten Filme die ich noch hier bewerten will.

  3. #18
    Fragwürdig
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    Ich bin auf The Big Short gespannt!
    Zitat Zitat von Shakka Beitrag anzeigen
    Mindestens drei User tragen schon Zitate von mir in ihrer Signatur. Bin ich jetzt ein Guru?

  4. #19
    begossener Pudel Avatar von Des Pudels Kern
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    Bei "The Revenant" für mich persönlich, da ich den Film gesehen habe, nicht so von Bedeutung, aber du solltest zumindest im Startpost eine Spoilerwarnung rausgeben.

    Zur R.-Kritik:
    Ich stimme dir zu, was die Intensität angeht. Das ist der Film tatsächlich. Ich stimme dir nicht zu, was Leo angeht Gerade Hardy spielt ihn völlig an die Wand. Bei "Glass" sehe ich halt einfach nur Leo als Trapper verkleidet, der die Leber oder was das war von nem Büffel isst. Bei dem Fitzgerald (Hardy) sah ich tatsächlich einen Mann aus der damaligen Zeit und seine Probleme.
    Das tut mir leid für Leo (und auch für mich als Zuschauer), aber so ist das nunmal.
    Tatsächlich empfinde ich die "Reduktion" auf Leos Charakter als ziemlich herabwürdigend für den Film. Zum einen, da der eigentliche Hauptdarsteller das "Land" ist - ich persönlich mochte die Landschaftsaufnahmen sehr. Sie beschränkten sich nachher ja quasi nur noch auf Übergangseinstellungen von Leo zu Hardy und zurück - und zum anderen wie der "Weiße" als Eindringling sich verhält bzw. die Indianer korrumpiert (s. Franzosen und Indianer).
    Der Film rückt da einiges zurecht, was die Eroberung des Westens/Frontier angeht.
    Close your eyes ladies! I'm comin' in!

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  5. #20
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    Zitat Zitat von Des Pudels Kern Beitrag anzeigen
    Bei "The Revenant" für mich persönlich, da ich den Film gesehen habe, nicht so von Bedeutung, aber du solltest zumindest im Startpost eine Spoilerwarnung rausgeben.
    Was meinst du mit Spoiler? Also im Startpost des gesamten Threads "hier können Spoiler enthalten sein" oder im jeweiligen Filmbeitrag? Wo ist deiner Meinung nach ein Spoiler bei The Revenant?

  6. #21
    begossener Pudel Avatar von Des Pudels Kern
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    Naja. Ging konkret darum, dass bei The Revenant der Sohn ermordet wird. Ich persönlich wusste das nicht, bis ich den Film gesehen hatte. Ich dachte, dass es darum ging, dass die Crew ihn zurücklässt und er ihnen das nicht verzeiht. Generell ne Spoilerwarnung zu Inhaltlichem ist mMn. angebracht, wobei du im Grunde nicht viel verrätst, was der Rezension natürlich gut tut. Die Kunst einer guten Kritik besteht ja gerade darin, wenig Filminhalt zu verraten, dabei aber zu versuchen, das "Gefühl" des Films dem Leser nahezubringen. Das gelingt dir gut.

    Zu der Länge des Bärenangriffs: Fandst du den echt zu lang? Insgesamt dauert der eventuell 2 Min inkl. Pause als der Bär von ihm ablässt.

    Insgesamt erinnerten viele Einstellungen, vor allem der Anfang, im Film an "Thin red line", wobei dessen Machart (personaler Erzähler) natürlich grundlegend anders ist. Die Einbeziehung der Natur, der beinahe schon dokumentarische Stil, zeichnet jedoch ein hohes künstlerisches Niveau aus, das man selten erlebt. Die 9 Trondes sind auf jeden Fall angemessen.
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  7. #22
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    Zitat Zitat von Des Pudels Kern Beitrag anzeigen
    Naja. Ging konkret darum, dass bei The Revenant der Sohn ermordet wird. Ich persönlich wusste das nicht, bis ich den Film gesehen hatte. Ich dachte, dass es darum ging, dass die Crew ihn zurücklässt und er ihnen das nicht verzeiht. Generell ne Spoilerwarnung zu Inhaltlichem ist mMn. angebracht, wobei du im Grunde nicht viel verrätst, was der Rezension natürlich gut tut. Die Kunst einer guten Kritik besteht ja gerade darin, wenig Filminhalt zu verraten, dabei aber zu versuchen, das "Gefühl" des Films dem Leser nahezubringen. Das gelingt dir gut.
    Das war bei der Formulierung auch mein Problem, ich hatte länger überlegt ob ich den Mord erwähnen soll - mir ist allerdings dann keine bessere Variante eingefallen. Am Ende habe ich mich am Trailer gehalten. Da in meiner "Besprechung" ja der Trailer zeige - gehe ich max. auf das dort gezeigte ein. Dort ist der Mord zu sehen bzw. ist Thema - deswegen habe ich mich schlussendlich es mit in die Plotbesprechung reinzupacken.

    Zu der Länge des Bärenangriffs: Fandst du den echt zu lang? Insgesamt dauert der eventuell 2 Min inkl. Pause als der Bär von ihm ablässt.
    Nicht zu lang im Sinne von "das zieht sich und es hat mich gelangweilt". Ich fand die Szene nur extrem überragend gemacht und hab quasi körperlich mitgelitten mit Glass. Deswegen habe ich mir quasi "an seiner Stelle" (oder eben an meiner) "gewünscht", dass der Bär ihn endlich killt .

  8. #23
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    Die Bärenszene

  9. #24
    Registrierter Benutzer Avatar von nephrom
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    Ich fande den Spoiler okay, stand in den meisten Rezensionen, die ich gelesen habe, ebenfalls drin.

  10. #25
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    Wer Rezensionen liest bevor er den Film sieht ist selbst Schuld wenn er gespoilert wird.

  11. #26
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    The Danish Girl

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    Der Trailer



    Der Plot

    Das Malerehepaar Einar und Gerda Wegener leben in den zwanziger Jahren in Kopenhagen. Einar ist dort einer der „Stars“ der Kunstszene – unterstützt aber seine Frau bei deren Karriere nach Kräften.
    Eines Tages verspätet sich ein Model seiner Frau und kurzerhand steht Einar als weibliches Model parat um auszuhelfen. Das Bild verändert alles – zum einen ist es der Durchbruch für Gerda, zum anderen erkennt Einar seinerseits eine Vorliebe die bisher schlummerte…


    Die Bewertung:

    Der Film behandelt die Thematik Intersexualität recht unaufgeregt, ohne mit übertriebenen Darstellungen für einen Skandal sorgen zu wollen. Der Film will also nicht schockieren - mit Tom Hooper hat man einen Regisseur (The Kings Speech; Les Miserables) dem dieser Balanceakt von Anfang bis Ende gelingt. Die beiden Hauptdarsteller haben meiner Meinung nach eine gute Chemie miteinander und spielen ihre Rolle überzeugend, wobei die Leistung von Vikander mich noch mehr beeindruckt hat als die von Redmayne. Der Film fußt auf reellen Ereignissen – auch wenn einige Dinge anders dargestellt werden als sie wirklich passiert sind. Zu Beginn des Films fehlt mir etwas das Tempo bzw. die Ereignisse ziehen sich ein wenig dahin, die „Entdeckung“ wirkt ein Stück weit inszeniert. Danach nimmt der Film aber Fahrt auf und unterhält bis zum Schluss – eine durchaus beeindruckende Geschichte wird erzählt.
    Belohnt wurden das Werk und die Darsteller dadurch mit einer Vielzahl von Preisen bzw. Preisnominierungen, für die morgigen Oscars steht das Darstellerpaar ebenfalls auf der Nominierungsliste.
    Ich wurde (bis auf den Anfang) wirklich gut unterhalten mit guten Darstellern, einer interessanten Geschichte und einigen durchaus interessanten Denkansätzen – dafür belohne ich den Film mit

    8,0-8,5 Trondes
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    Geändert von Tronde (27. Februar 2016 um 09:26 Uhr)

  12. #27
    Regenerierter Benutzer Avatar von Rinz
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    Trondes Filmlounge, cool
    Wie schaut es aus mit The Hateful 8?
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    "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen. Aber das sollte sie nicht." Warren Buffett, 2006.

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  13. #28
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    Da wird es relativ sicher keine Bewertung meinerseits in 2016 geben. Ins Kino gehe ich da nicht und auf BD kaufe ich ihn mir irgendwann mal 2017 oder 2018 . Wenn ich den Film aber gesehen habe, werde ich es hier aber dann natürlich reinschreiben. Ich mag Tarantino Filme nicht wirklich.

    Im Laufe dieser Woche sollte eine Bewertung von einem Film kommen den ich letzte Woche gesehen habe.

  14. #29
    Sweet but Psycho Avatar von fuchs87
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    Kino

  15. #30
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    Colonia Dignidad

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    Der Trailer



    Der Plot

    Wir befinden uns im Jahr 1973 in Chile. Daniel lebt und arbeitet dort als Fotograf, mit Verbindungen zu einer Studentengruppe die den Präsidenten Salvatore Allende unterstützt. Seine Freundin Lena überrascht ihn dort und bleibt einige Tage bei ihm. Am 11. September kommt es zu einem Putsch, unter der Führung von Pinochet. Daniel und Lena versuchen zu fliehen, werden aber gefangengenommen und getrennt. Lena wird in die Freiheit entlassen - Daniel hingegen verschwindet und man munkelt, man hätte ihn ins Colonia Dignidad gebracht...

    Die Bewertung:

    Der Film beginnt recht ruhig, der Anfang konnte mich nicht so begeistern. Zum einen stimmt die Chemie zwischen Watson und Brühl nicht wirklich. Zum anderen springt der Film handlungstechnisch zu Beginn zu viel herum. Es wirkt nicht in einem Fluss - sondern eher das "abhaken" von gewissen Handlungsorten.
    Sobald der Film sich aber mehr in Richtung Colonia Dignidad verschiebt, gewinnt er an Fahrt und auch die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache deutlich besser. Zum Ende hin ist der Film dann recht spannend.
    Wichtig anzumerken bezüglich des Films ist, die Geschichte von Daniel und Lena ist fiktiv - die Hintergründe der Siedlung Colonia Dignidad als auch die Person des Sektenführers Paul Schäfer und dessen politische Verwicklungen beruhen auf wahren Tatsachen. Es wird also nicht eine wahre Geschichte erzählt - nur gewisse Dinge im Bezug auf "das große Ganze" sind korrekt. Die seltsame Lebensart der Sektenmitglieder ganz gut in die fiktive Handlung eingearbeitet - die Neigungen von Paul Schäfer werden allerdings nur angedeutet, da sie eben im Bezug zu den beiden Hauptfiguren eher wenig Sinn ergeben. Mikael Nyqvist (bekannt als Hauptdarsteller in der Verfilmung der Millennium Trilogie) hat mir als Paul Schäfer gut gefallen.

    Im Großen und Ganzen hat mich der Film gut unterhalten, abgesehen von dem eben erwähnten Schwächen zu Beginn.

    7,0-7,5 Trondes
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Tronde (09. März 2016 um 20:52 Uhr)

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