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Thema: [DB] Das Großherzogtum Oldenburg - Schlösser und andere Nebensächlichkeiten

  1. #1
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    [DB] Das Großherzogtum Oldenburg - Schlösser und andere Nebensächlichkeiten

    Alle Mitspieler, die gerne dieses Lustschloss besuchen möchten, bitte hier oder per Thurn und Taxis-Einschreiben Kontakt aufnehmen.



    Dieser Thread ist für den gemeinen Pöbel und nichts für Blaublüter.



    Zeitleiste (ToDo):
    1827 - Schiffsantrieb
    1830 - Aufstellung einer Artillerie-Komapnie (150 Mann)
    1831 - Aufstockung der Infanterie um zwei Regimenter (900 Mann)
    1835 - Erste Eisenbahn in Deutschland
    1837 - Erfindung der Morsetelegraphie
    1840 - Dünger für die Landwirtschaft
    1841 - Aufstellung einer zweiten Artillerie-Komapnie (150 Mann)
    1844 - Dichtung der Oldenburger Hymne
    1846 - Aushebung Dragoner-Regiment (800 Mann)


    Ideensammlung.
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post4599526
    Geschichte Oldenburgs:
    http://www.stadt-land-oldenburg.de/zeittafel9.htm

    Verfassung:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post4497917
    Die Soldaten werden nur auf den Großherzog und das Großherzogtum eingeschworen, nicht auf die Verfassung.

    Vertrag mit Lippe:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post5096672
    Schwerpunkte Lippe für die kommenden Jahre:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post5117952

    Thema Patriotismus:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post5263050

    Joker bei Unruhen:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post5275641
    + nächsten beiden Posts

    Aktionsplan bis 1846:
    http://www.civforum.de/showthread.ph...=1#post5619090

    Zollvereinbarungen
    1826 - Abschaffung der Zölle zwischen Hannover und Oldenburg

    Zeitleiste:
    1830 - Hafen und Werft werden fertig gestellt (Baubeginn 1820)
    1830 - Infrastruktur Teil 2/3 ist fertig (Baubeginn 1818, letzte Zahlung 1820)
    1831 - Schulen sind gebaut (Baubeginn 1821)
    1832 - Anwerbeprogramm bei den Hansestädten läuft aus (zehn Jahre von 1823-1832)
    1835 - Parzellenzuschussprogramm endet (zehn Jahre von 1826-1835)
    1836 - Infrastrukturprogramm 3/3 ist fertig. Fortan keine Investitionen mehr durch den Großherzog in diesen Bereich. Kommen und Regionen kozentrieren sich nun auf Bildung und Senkung Arbeitslosigkeit.
    1836 - "Die Gemeinden veranstalten einen gemeinsamen Festtag, die Bürger des Landes scheinen momentan sehr zufrieden zu sein."

    Schwerpunkt für später:
    Achtung Spoiler:

    Reaktion
    Die Hochzeitsfeierlichkeiten in Oldenburg werden, obwohl das Brautpaar bewusst auf eine pompöse Feier verzichtet hatte, zu einem rauschenden Fest, für das nicht nur viele Besucher aus ganz Oldenburg sondern auch dänische Adlige in die Stadt reisen. Nachdem der kostenlosen Essensausgabe aufgrund des großen Andrangs bereits am zweiten Tag die Mahlzeiten auszugehen drohen, legen die wohlhabenden Bürger Oldenburgs sogar spontan zusammen und sichern so die Fortsetzung des Fests.
    Der Großherzog ist ob der spendablen Bürger Oldenburgs mehr als beeindruckt und gründet auf Anregung seiner Frau den Rhododendronorden. Dieser an die Lieblingsblume der Großherzogin angelehnte Orden gewährt allen Ordensmitgliedern das Recht, das Kürzel "RO" dem Namen nachfolgen zu lassen, dies gilt ausdrücklich auch für amtliche Schreiben und ist bei den entsprechenden Personen ins Kataster zu übernehmen.
    Die Großherzogin wird die Initiatoren und Großspender des letzten Jahres persönlich im Rahmen des Rhododendronballs zum Ritter oder zur Dame schlagen.

    Betimmungen zum Orden:
    • Fortan sollen mit diesem Orden diejenigen Personen geehrt werden, die sich durch persönliche Bemühungen um das Gemeinwohl aller Oldenburger verdient gemacht haben.
    • Das Vorschlagsrecht besitzt jeder Oldenburger, eine Kommission, bestehend zur Hälfte aus Parlamentariern und zur Hälfte aus Ordensträger, hat eine Vorauswahl zu treffen und diese dem Großherzog und seiner Frau vorzulegen. Ordensträger können Vorschläge direkt einreichen.
    • Vorsitzende des Rhododrenordens ist ab sofort immer die aktuelle Gattin des Großherzogs.
    • Der Rhododendronball wird jährlich während der Rhododendronblüte abgehalten, Zuritt nur für Ordensträger und die jährlichen Neumitglieder.
    • Die Leistungen der Neumitglieder sind in einer Laudatio durch die Großherzögin zu würden, die Laudatio selbst ist in der Folge in den Oldenburger Nachrichten zu veröffentlichen, um weitere Menschen zu wohltätigen Leistungen zu ermutigen.
    • Der Titel ist nicht vererbar, er erlischt mit dem Tode des Trägers.
    • Im Schlossgarten wird ein eigenes Areal für Rhododendron angelegt, jedes Jahr soll ein Busch zusätzlich gepflanzt werden. Vor jeder Neupflanzung ist eine Plakette anzubringen, auf der die in diesem Jahr ernannten Ordensmitglieder genannt werden.
    • Der Orden darf in der Öffentlichkeit getragen werden, er ist auf der rechten Seite der Brust anzubringen, das Tragen ist zu offiziellen Anlässen Pflicht.
    • Finanzielle Vorteile sind mit dem Orden nicht verbunden, dies würde dem Sinn des Ordens widersprechen.


    Der 15. März (Heirat von August und Caroline) wird fortan ein gesetzlicher Feiertag in Oldenburg sein in Erinnerung an die noblen Spenden reicher Oldenburger. Der Feiertag wird offiziell "Tag der Gemeinnützigkeit und des Ehrenamtes" heißen. Der Feiertag soll es allen Oldenburgern ermöglichen, sich über soziale, karikative, kulturelle und ähnliche Einrichtungen im Großherzogtum zu informieren. Sämtliche Einrichtungen werden am Feiertag einen "Tag der offenen Tür" veranstalten. Die großherzögliche Familie wird an diesem Tag ausgewählte Projekte besuchen.
    Im Vorfeld des Feiertages haben alle Oldenburger das Recht, sich via Petition an das Parlament zu wenden und auf Missstände hinzuweisen oder Vorschläge einzureichen. Am 16. März wird das Parlament zu seiner Sondersitzung zusammenkommen und über die allgemeine Förderpolitik und die Aufnahme oder Streichung von Projekten beraten.
    Des Weiteren wird der Lehrplan der oldenburger Schüler etwas angepasst. Im vorletzen Jahr vor dem Schulabschluss hat jeder Schüler ezwei Praktika zu machen.
    1. Berufspraktika: Drei bis vier Wochen "reinschnuppern" in das spätere Berufsleben, egal ob auf dem Bauernhof, beim Bäcker oder in einer Verwaltung.
    2. Soziales Praktikum: Drei oder vier Wochen Praktikum bei einer sozialen oder gemeinnützigen Einrichtung, um den geistigen Horizont zu erweitern und die Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.


    Schwerpunkte
    • 1815: Verfassung, Bildung, Infra
    • 1816: Infra, Messe, Expedition
    • 1817: Messe, Verlag, Kataster
    • 1818: Börse, Lotto, Messe
    • 1819: Infra, Beamtenschule, Messe, Lipper Beamte
    • 1820: Infrastruktur/Hafen
    • 1821: Unigründung, Schulenausbau
    • 1822: Anwerbung Arbeitskräfte
    • 1823: Parzellen Landwirtschaft
    • 1824: Identitätsstiftung
    • 1825: Parzellen Landwirtschaft
    • 1826: Moorkolonilaisierung
    • 1827: Krankenhäuser und Arztpraxen
    • 1828: Geld für Bankkredite
    • 1829: Modernes Gerichtswesen
    • 1830: Regionalparlamente und Bürgermeister
    • 1831: Binnenfischerei
    • 1832: Einführung des metrischen Systems
    • 1833: Der Großherzog hält eine Rede
    • 1834: Stiftung Orden
    • 1835: Eisenbahnförderung
    • 1836: Exportversicherungen
    • 1837: Nochmal Moorkolonilaisierung
    • 1838: Gewerbebücher und Arbeitslosenzahlen
    • 1839: Infrastrukturausbau
    • 1840: Telegraphie
    • 1841: Modernisierung Verwaltung


    Zeitleiste Familie:
    1815-1828 Herrschaft von Peter Friedrich Ludwig
    1828 Heirat von Thronerbe August I. und Caroline von Dänemark
    1829 Tod PFL
    1829 Thronbesteigung August I.
    1829 Geburt Thronfolger Anton Friedrich Christian
    Geändert von zerialienguru (25. Oktober 2015 um 09:38 Uhr)

  2. #2
    Unbekannter Nr 17984 Avatar von Walahan
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  3. #3
    Puhuhu Avatar von Slaan
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  4. #4
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Zielsetzungen:
    1. Nicht vom eigenen Volk gelyncht oder von den Palastwachen erstochen werden.
    2. Dem Oldenburger Lustschloss zu Ruhm und Ehre verhelfen: Was in Oldenburg passiert, bleibt auch in Oldenburg
    3. Oxford bis Ende des Spiels beibrigen, wie man meinen Nick schreibt.
    4. Überleben, also dafür sorgen, dass weder Preußen noch Hannover auf die Idee kommt, Oldenburg zu erobern (wehren kann ich mich in keinem der beiden Fälle auf militärische Art, dafür habe ich einfach viel zu wenig Einwohner und damit Soldaten). Hier bin ich mir allerdings generell unsicher, wie das laufen wird. Laut Oxofrod steht der militärische Aspekt nicht im Vordergrund, ich hoffe darauf, dass Hannover und Preußen das ähnlich sehen und mich nicht nach zehn Jahren annektieren.


    Zu den harten Fakten:
    1. Oldenburg hat 1815/6 220.000 Einwohner, 1865 sind es 302.000 Einwohner. Quelle
    Dieses Ergebnis möchte ich übertreffen.
    2. Zudem ist Oldenburg nach Oxford als "schwach bis unterdurchschnittlich" klassifiziert, was auch hinkommt. Bis 1865 hat sich geschichtlich gesehen nicht viel daran geändert. Hier möchte ich ebenfalls besser abschneiden, indem ich versuche, die Industralisierung früher starten zu lassen.
    3. Ein weiteres Ziel ist die Bildung und die soziale Absicherung. Oldenburg hatte nicht gerade die besten Herrscher, wenigstens hier in diesem Spiel soll es etwas besser laufen. Die Uni Oldenburg etwa wurde 1973 gegründet, Vechta verfügte zwar schon seit 1830 über eine Art Hochschule, zur Uni wurde sie allerdings auch erst letztes Jahr.
    Bei der sozialen Absicherung bzw. überhaupt bei den sozialen Belangen kann Oldenburg immerhin für sich rühmen, die zweite deutsche Rotkreuz-Gesellschaft gegründet zu haben (1864). Ansonsten ist mir nichts weltbewegendes bekannt, ich werde versuchen, hier ein wenig zu punkten und allgemein nicht nur einem kleinen Kreis, sondern einem großen Teil der Bevölkerung zu mehr Wohlstand zu verhelfen.
    Letztlich ist es mein Ziel, bis zum Spielende dafür zu sorgen, dass aus einem ziemlich armen und rückständigen Land ein vorzeigbares kleines Juwel entsteht.

    Da mir bisher nichts über Budget und generell die Spielmöglichkeiten bekannt ist, wird sich noch zeigen, ob das überhaupt in irgendeiner Art und Weise realistisch ist. Das mit dem Lustschloss meine ich übrigens ernst, gute Arbeit soll sich lohnen, auch für den Großherzog!

  5. #5
    Möhrchen Avatar von Oxford
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    Zitat Zitat von zerialienguru Beitrag anzeigen
    3. Oxford bis Ende des Spiels beibrigen, wie man meinen Nick schreibt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zerealien
    Nicht ich, du schreibst deinen Nick falsch
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  6. #6
    Möhrchen Avatar von Oxford
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    Zitat Zitat von zerialienguru Beitrag anzeigen
    1. Oldenburg hat 1815/6 220.000 Einwohner, 1865 sind es 302.000 Einwohner. Quelle
    Das ist sehr schön passend, die Bevölkerung kommt nämlich etwa 1865 heraus, wenn du nichts tust
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  7. #7
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Zitat Zitat von Oxford Beitrag anzeigen
    Das ist sehr schön passend, die Bevölkerung kommt nämlich etwa 1865 heraus, wenn du nichts tust
    Sehr gut. Wie man dem Link allerdings auch entnehmen kann, wuchs Oldenburg um 0,6% p.a., der Bund insgesamt um 0,9% p.a. Hoffentlich passt es bei den anderen auch.
    Dazu kommt noch, dass 1818 die Herrschaft Jever geerbt wurde, die dementsprechend 1816 noch nicht enthalten ist (nehme ich mal an), also noch weniger Wachstum. Ist schon echt ne karge Gegend hier.

  8. #8
    Möhrchen Avatar von Oxford
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    Zitat Zitat von zerialienguru Beitrag anzeigen
    Hoffentlich passt es bei den anderen auch.
    Man kann nicht alles haben
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  9. #9
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Geschichtlicher Abriss zum Großherzogtum Oldenburg:

    1091 Das bis heute existierende Haus Oldenburg ist erstmals nachweisbar, es hat somit eine fast tausendjährige Geschichte. Entstanden ist das Haus Oldenburg aus einem friesischen Stamm.

    1108 Ältester Nachweis der "alte Burg" (=Oldenburg), einer Burg an der Hunte. Wurde etwa ab Mitte des zwölften Jahrhunderts Stammsitz der Grafen von Oldenburg. Zu Beginn stehen die Grafen von Oldenburg unter der Oberherrschaft des Bischofs von Bremen.

    1234 Kriegerischer Erwerb des Landes der Stedinger im Rahmen des einzigen Kreuzzuges auf deutschem Boden. Entscheidend ist die Schlacht bei Altenesch. Es folgen weitere friesisches Gebiete, die sich kurz zuvor selbständig gemacht hatten, nachdem Heinrich der Löwe an Macht verlor.

    1448 Christian I., Sohn des Grafen Dietrich von Oldenburg, wird zum König von Dänemark, Norwegen und Schweden gewählt. 1863 erlischt diese Linie, wird aber durch eine andere Seitenlinie des Hauses Oldenburg ersetzt. Somit sind die beiden Königshäuser in Dänemark und Norwegen Nebenlinien des Hauses Oldenburg.
    Ansonsten sind auch noch der Ehemann von Großbritanniens Königin Elisabeth II., Prinz Philip und die Ehefrau von Spaniens König Juan Carlos, Sophia, Nachkommen des Hauses Oldenburg. In beiden Ländern werden zukünftig somit weitere Oldenburger auf dem Thron sitzen. Zwischendurch waren auch die Königswürden in Schweden, Griechenland und der Zarenthron Russlands mit Nachkommen des Hauses Oldenburg besetzt.

    1575 wird zum ersten Mal die Herrschaft Jever geerbt.

    16. Jahrhundert Die Grafschaft Oldenburg wird nach und nach lutherisch. Die Herrschaft Kniphausen wird allerdings reformiert.

    1618-1648 Graf Anton Günther gelingt es durch eine meisterliche Diplomatie, Oldenburg als so ziemlich einzige Region in ganz Deutschlan vor den Verwüstungen des Dreizigjährigen Krieges zu bewahren. Angeblich gelang es dem Grafen sogar, den Feldherrn Tilly von einem Angriff auf die Stadt Oldenburg abzuhalten, indem er ihm einige damals chon berühmte Pferde aus der oldenburger Zucht schenkte und ihm einen sicheren Weg durch die Moore der Umgebung verriet.

    1623 Die Grafen von Oldenburg, deren Terretorium inzwischen bis an die Weser reicht, erwerben durch geschickte Diplomatie das Recht, Zölle auf der Weser zu erheben. Dies betrifft insbesondere die Stadt Bremen, die darüber überhaupt nicht begeistert ist und sich weigert, die Zölle zu bezahlen.

    1647Erwerb der Grafschaft Delmenhorst, wiederum als Erbe.

    1653 Nach langen Auseinandersetzungen, unter anderem eine Reichsacht gegen die Stadt Bremen und militärische Drohgebährden, willigt die Handestadt Bremen ein, die Zölle zu bezahlen. Dieser Zoll brachte in manchen Jahren mehr als 100.000 Reichstaler!

    1667 Der Supergau: Graf Anton Günther stirbt ohne Thronfolger, Dänemark erbt somit die Grafschaft und lässt sie in der Folgezeit langsam vor die Hunde gehen (Bevölkerung sinkt). Oldenburg führt sogar die dänische Flagge. Die Herrschaft Jever ist davon nicht betroffen, über Umwege landet sie bei der Fürstin von Anhalt-Zerbst, später bekannt geworden als Katharina die Große.
    Die unabhängige Grafschaft Oldenburg existiert nicht mehr.

    1773 Durch einen Ländertausch im Vertrag von Zarskoje Selo, einem umfangreichen Ländertausch mit diversen Beteiligten (u. a. Dänemark und Russland) wird die Grafschaft Oldenburg dem Oberhaupt des Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf zugesprochen. Eine Nebenlinie des Hauses Oldenburg bekommt somit die Grafschaft des ursprünglichen Hauses Oldenburg. Das damalige Oberhaupt ist der spätere russische Zar Paul I., der die Grafschaft an seinen Vetter abgibt, den Fürstbischof Friedrich August von Lübeck . Ab diesem Zeitpunkt besteht die Grafschaft Oldenburg aus zwei räumlich voneinander getrennten Ländereien, der Grafschaft Oldenburg und dem 1803 säkuralisierten Fürstentum Lübeck (vorher ein Hochstift).

    1774 Kaiser Joseph II. erhebt die Grafschaft Oldenburg zu einem Herzogtum.

    1785 kommt Peter Friedrich Ludwig an die Macht, Nun beginnen wieder bessere Zeiten in Oldenburg.

    1803 Im Gegenzug für die Aufgabe des Weserzolls erhält das Herzogtum Oldenburg von Hannover das Amt Wildeshausen und aus dem aufgelösten Hochstift Münster die Ämter Vechta und Cloppenburg.
    Somit verdoppelt sich fast die Größe des Herzogtums. In den Ämtern Vechta und Cloppenburg leben vor allem Katholiken. zudem wird das neu geschaffene Fürstentum Lübeck erblich.

    1806 Oldenburg tritt dem von Napoleon gegründeten Rheinbund bei

    1810 Vier Jahre später wird Oldenburg trotzdem annektiert und ein Bestandteil Frankreichs. Herzog Peter Friedrich Ludwig lehnt die ihm als Ersatz angebotene Domäne Erfurt ab und emigriert nach Russland, wo die Schwester des Zaren mit einem Sohn von Peter Friedrich Ludwig verheiratet ist.

    1815 Wiederherstellung des Herzogtums Oldenburg auf dem Wiener Kongress sowie Erhebung zum Großherzogtum. Das Fürstemtum Birkenfeld wird als zweite Exklave Oldenburg zugeschlagen. Damit war der Herzog allerdings überhaupt nicht einverstanden, da er mit einem Gebietszuwachs an der Nordsee rechnete und nicht einer kleinen Exklave irgendwo im Süden. Daher verweigerte er sich auch dem Titel Großherzog. Wie klein die Exklave ist, kann man daran ermessen, dass dort 1829 die Wehrpflicht eingeführt wurde, danach bestand die Armee nominell aus 384 Mann, tatsächlich waren nur 32 Mann ständig unter Waffen. Immerhin gehörte das dort von oldenburger Beamten aufgebaute Schulwesen zum Besten im ganzen Deutschen Bund.


    Das ist die Vorgeschichte des Großherzogtums.


    Einige ausgewählte Ereignisse, die sich danach ereigneten:


    1818 Oldenburg erbt zum zweiten Mal die Herrschaft Jever.

    1829 Peter Friedrich Ludwig stirbt, sein Sohn Paul Fredrich August übernimmt den Thron und nimmt zugleich den Titel Großherzog an, was sein Vater stets verweigert hatte.

    1849 Im Zuge der Liberalen Revolution bekommt Oldenburg eine Verfassung

    1852 Die Verfassung wird widerrufen

    1854 Auch Kniphausen kommt zum zweiten Mal an Oldenburg. Somit sind auf dem relativ kleinen Herzogtum Oldenburg alle drei Religionen vertreten: Reformierte in Kniphausen, Protestanten in Oldenburg, Katholiken in Vechta und Cloppenburg. Religiöse Konflike gab es allerdings nie. Ein Oldenburg existierte zudem eine jüdische Gemeinde.

    1854 Ebenfalls in diesem Jahr tritt Oldenburg dem Deutschen Zollverein bei

    1867 Beitritt zum Norddeutschen Bund

    1918 Der letzte Großherzog von Oldenburg, Friedrich August, muss man dem verlorenen Ersten Weltkrieg und den daraus folgenden Revolutionswirren auf Druck der Bevölkerung abtreten.
    Aus dem Großherzogtum Oldenburg wird der Freistaat Oldenburg

    1934 Gleichschaltung durch die Nazis

    1946 Die Briten schlagen Oldenburg dem Land Niedersachsen zu

    1975 Per Volksentscheid beschließen die Bewohner des ehemaligen Freistaats Oldenburg, aus Niedersachsen auszutreten und wieder selbständig zu werden. Der Bundestag lehnt dieses Vorhaben per Gesetz im Folgejahr ab. Somit bleibt es beim Status eines Verwaltungsbezirkes in Niedersachsen

    1978 Der Regierungsbezirk Weser-Ems wird gegründet mit Oldenburg (und nicht Osnabrück) als Hauptstadt mit relativ großer Selbständigkeit (eigenes Oberlandesgericht und andere Institutionen in Oldenburg). 2,4 Mio. Menschen leben in diesem Regierungsbezirk.

    2005 Auflösung aller Regierungsbezirke in Oldenburg, somit endet die fast tausendjährige Geschichte der Grafschaft, des Herzogtums, des Großherzogtums, des Freistaats und des Verwaltungs- und Regierungsbezirkes Oldenburg.


    Karten des Großherzogtums Oldenburg 1815


  10. #10
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Zu Diplomatie:

    Dank diesem Link, der den Inhalt der Bundesakte von 1815 enthält, sind jetzt die Grundregeln bekannt.
    Demnach gilt, was für mich besondern interessant ist, zum Beispiel Folgendes: Alle Mitglieder des Bundes garantieren sich gegenseitig ihre Unabhängigkeit und werden diese militärisch im Zweifelsfall auch schützen. Ich bin also davor sicher, plötzlich angegriffen zu werden, umgekehrt darf ich auch niemanden angreifen.
    Weiterhin dürfen sich die Herrscher im Bund frei bewegen, ich kann also jeden besuchen, den ich besuchen will.
    die Bürger des Bundes dürfen sich innerhalb der Grenzen des Bundes frei bewegen.

    Daher werde ich meine Außenpolitik wohl vor allem auf folgende Punkte hin ausrichten:
    1. Behaltung des Status Quo
    2. Aufbau des Deutschen Zollvereins (historisch gesehen wurde der 1833 gegründet)
    3. Konfliktvermeidung. Ich möchte mich mit niemanden prügeln. Falls Oxford den historischen Rahmenbedingungen folgt und es etwa zum Krieg zwischen Dänemark auf der einen und Preußen und Österreich auf der anderen Seite kommen wird, werde ich versuchen, mich neutral zu verhalten oder als Vermittler aufzutreten. Historisch gesehen hat sich der Großherzog neutral gehalten, Preußen hat sich allerdings etwas daneben beommen und Oldenburger Soldaten zwangsrekrutiert.


    Innenpolitik:
    Ziel ist es auf jeden Fall, möglichst früh das Bildungsniveau nachhaltig zu steigern. Ich werde, wie es das Geld so hergibt, die allgemeine Schulpflicht ausbauen, mindestens eine Universität gründen, und den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben. Das Großherzogtum verfügt zu Beginn mit Brake, Nordenham und Elsfleth über drei größere Ortschaften an der Weser, die auch alle bereits einen Hafen besitzen. Nordenham liegt am nächsten zur Nordsee, diesen Hafen werde ich ausbauen.
    1818 kommt Jever hinzu als Erbe, hier soll der alte Hafen ebenfalls wieder ausgebaut werden.
    Unklar ist mir noch, was ich mit Rüstringen mache. Das ist die Vorgängerstadt von Wilhelmshaven, damals bereits eine Hafenstadt. Außerhalb des Stadtgebietes wurde Land an Preußen verkauft, die dort einen Hafen gebaut haben. Später wurden beide Orte dann vereinigt. Ich werde mich mit Preußen in Verbindung setzen und mal nachfragen, inwiefern Berlin Interesse daran hat, der Geschichte zu folgen. Mir ist da im Grunde alles recht, Erzielung eines Verkaufspreises genauso wie eine anders aussehende Vereinbarung. Da ich gerade gesehen habe, wie groß mein Haushalt ist, werde ich im nächsten Post mit der Haushaltsplanung für die erste Runde beginnen. Da der Zug erst Sonntag abgegeben werden muss, findet sich vielleicht der einen oder andere (Wahl-)Oldenburger, der sich dazu äußern möchte.

  11. #11
    Feuer und Blut Avatar von Bolivar
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    Werde mal auf ignore gehen und viel Glück sonst
    Bitte lesen!

    Achtung Spoiler:


    Zitat Zitat von Nightmare Beitrag anzeigen
    Yaci wurde von Yeah5000 aufgeschlizt
    Yeah5000: oh sorry
    Zitat Zitat von Sarim Beitrag anzeigen
    NEIN! WENN DU DAS MACHST WAS ICH DIR SAGE!
    GEH IN DAS GOTRTVERDAMMTE MP MENU UND ÄNDERE DORT DEINEN NAMEN!
    DANN KLICKST DU AUF ZURÜCK UND LADEST DEIN SPIEL VERDAMMT NOCH MAL!

  12. #12
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Der König von Preußen scheint ein schneller Zeitgenosse zu sein, der nichts auf die lange Bank schickt.
    Der Großherzog hat bereits eine Einladung nach Berlin erhalten und wird diese natürlich annehmen.
    Nebenbei hat er in seiner Antwort gleich noch einen weiteren Punkt "unauffäliig" mit eingeflochten:
    Achtung Spoiler:

    Werter König von Preußen,
    der Großherzog freut sich sehr über diese persönliche Einladung und nimmt sie selbstredend an. Dem Plenum vorenthalten war bei der öffentlichen Einladung zum Gespräch der Programmpunkt über den Bau eines Tiefwasserhafens am Jadebusen. Sollte Eure Hoheit diese Pläne eines Tages verfolgen wollen, so steht der Großherzog Verhandlungen darüber wohlwollend gegenüber. In Oldenburg vertreten einige Gelehrte die Meinung, das solch ein Hafen bei entsprechender militärischer und zivilier Nutzung nicht nur dem Königreich Preußen zu mehr Anerkennung in und außerhalb des Deutschen Bundes verhelfen könnte, sondern allgemein auch die Wirtschaft beider Staaten fördern könnte. Solch ein Tiefwasserhafen würde die wirtschaftliche Entwicklung sowohl im preußischen Gebieten an Ruhr und Rhein, denen es an einem Tiefwasserhafen mangelt, als auch im Großherzogtum Oldenburg fördern. Der Großherzog schlägt vor, dass sich preußische Gelehrte ebenfalls mit dem Thema beschäftigen. Hinsichtlich der Vertragsmodalitäten wäre der Großherzog in keinster Weise im Voraus auf irgendwelche Bestimmungen festgelegt.
    Möglicherweise ergibt sich so auch, wer der passende Ansprechpartner ist.
    Bis dahin verweilt der Großherzog mit den besten Wünschen an den König Friedrich Wilhelm und seine Familie.
    gez. Peter Friedrich Ludwig


    Die Haushaltsplanung wird noch ein wenig aufgeschoben, da ich darauf hoffe, dass Oxford sich vertippt hat. Andernfalls würde der Großherzog direkt mit dicken Problemen starten, da sich aktuell ein Defizit im Haushalt anbahnt:
    4400 Soldaten *3 G Sold macht 13.200 Sold, bei einem Etat von 10.636.
    Das wäre gleich mal eine Unterdeckung von über 20% des Haushalts, was so manchen krisengeplagten EU-Staat vor Neid erblassen lassen würde.
    Entsprechend müsste ich, um überhaupt irgendwie auf einen grünen Zweig kommen zu können, direkt massenhaft Soldaten entlassen womit Punkt eins meiner Planung, von den Palastwachen nicht erstochen zu werden, bereits arg in Gefahr gerät.

  13. #13
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Gemäß der Bundesakte hat jedes Fürst eine Verfassung zu erlassen.

    Der umstrittenste Artikel ist Artikel 13 ”In allen Bundesstaaten wird eine landständische Verfassung stattfinden. ” Wenn ihr euch nun fragt, was das zu bedeuten hat, dann geht es euch nicht wesentlich anders als den Zeitgenossen, denn das war nirgends genau definiert. Das gibt euch, liebe Fürsten, damit auch die Gelegenheit, darauf nach eurem Belieben zu reagieren. Da es etwas Zeit braucht so eine Verfassung auszuarbeiten, werdet ihr sie dieses Jahr noch nicht erlassen, aber dennoch sollt ihr diese Runde beantworten, wie ihr auf den Artikel 13 reagiert/ wen ihr mit der Ausarbeitung einer Verfassung beauftragt. Ihr könnt die alte Ständeversammlung bitten, einen liberalen Professor, einen praktisch orientierten Reformer aus eurem Beamtenaparat, eine Art von Komitee, von euch handverlesen, oder gar eine gewählte Volksversammlung. Ihr könnt Vorgaben über den Inhalt der Verfassung machen, oder gar anordnen, dass nur die alte ständische Ordnung aufgeschrieben werden soll. Die letzte Alternative ist natürlich den Artikel vollständig zu ignorieren und nichts zu tun.
    Der Großherzog wird sich damit auseinander setzen. Aus den Wirren der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen hat der Herrscher den Schluss gezogen, dass ein absolutistisch regierender Herrscher nicht mehr zeitgemäß ist. Statt dessen soll es dem Volk ermöglicht werden, an der Regierung zu partizipieren. Sein Ziel ist die Gründung einer Volksversammlung, in der alle Gemeinschaften und Regionen vertreten sind.
    Folgende Vorgaben stellt der Großherzog an den Rat, der ein entsprechendes Gesetz für die Schaffung der Volksversammlung zu erstellen hat:

    1. Achtung aller vier (Reformierte, Protestanten, Katholiken, Juden) Religionen im Reich, jede Religion soll einen ständigen Vertreter in die Versammlung entsenden dürfen und genießt das Recht, ihre Religion frei und ungehindert auszuüben. Zudem wird keine Religion bevorzugt oder benachteiligt, es wird keine Extrasteuern etwa für Juden geben. Die Grenzen der freien Religionsausübung sind durch die Volksversammlung zu bestimmen.

    2. Die neu hinzugewonnenen Gebiete sollen eine innere Autonomie genießen, das heißt, gewisse Entscheidungen werden auf kommunaler Ebene gefällt. Welche genau, hat die Volksversammlung zu bestimmen. Die weiteren Punkte dieser Vorgabe, ausdrücklich Finanzen und Militär, müssen hierbei berücksichtigt werden. Des Weiteren erhalten auch die einzelnen Regionen das Recht, jeweils einen Vertreter in die Volksversammlung zu entsenden.
    Die Regionen sind:
    1) Grafschaft Oldenburg: Ländereien nördlich von Oldenburg, entspricht in etwa den heutigen Regionen Ammerland, Wesermarsch, Friesland, mit Ausnahme der Region Kniphausen. Hier leben ausschließlich Protestanten
    2) Das Oldenburger Münsterland: Entspricht den Ämtern Cloppenburg und Vechta. Hier leben ausschließlich Katholiken
    3) Fürstentum Lübeck
    4) Fürstentum Birkenfeld
    5) Stadt Oldenburg mit der jüdischen Gemeinschaft
    6) Amt Wildeshausen und Stadt Delmenhorst
    7) Kniphausen mit seinen Reformierten

    3. Das Wahlrecht zur Volksversammlung ist so auszugestalten, dass jeder volljährige männliche Bürger ab 25 Jahren wahlberechtigt sein soll, der zum Zeitpunkt der Wahl mindestens seit vier Jahren im Großherzogtum Oldenburg ansässig ist, unabhängig von seinem Stand und dem Ort seiner Geburt, sofern dieser Ort innerhalb der Grenzen des Deutschen Bundes bzw. Preußens oder Österreichs liegt. Liegt der Ort der Geburt außerhalb dieser Grenzen, so soll die Volksversammlung per Gesetz bestimmen, ab wann diese Person wahlberechtigt sein soll. Jede Stimme soll gleich viel Gewicht besitzen. Die genaue Ausarbeitung obliegt der Volksversammlung. Dies gilt insbesondere auch für die Registrierung der Wähler.
    Weiterhin wird der Volksversammlung die Pflicht aufgetragen, alle fünf Jahre ein Gremium zu benennen, dessen Aufgabe darin besteht, die Volksversammlung und die Wahlen zu eben solcher zu überprüfen und ggf. Verbesserungsvorschläge an den Großherzog zu richten, etwa hinsichtlich der Ausweitung des Wahlrechts auf Frauen oder einer Änderung des Wahlalters. Jedes Mitglied der Volksversammlung hat zudem das Recht, das Gremium bei Verdacht auf Amtsmissbrauch oder Korruption hin anzurufen und eine Untersuchung der Vorfälle durch das Gremium zu verlangen.

    4. Der Großherzog wird der Oberbefehlshaber des Militärs bleiben.

    5. Die Außenpolitik sowohl gegenüber dem deutschen Bund als auch gegenüber dritten Mächten obliegt allein dem Großherzog. Der Volksversammlung wird zugestanden, dem Großherzog Vorschläge zu machen.

    6. Weiterhin erhält der Großherzog das Recht, die Volksversammlung aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen, wenn diese in der Regierungsbildung scheitert oder daran zerbricht und es keine Mehrheit mehr gibt und die Beschlussfähigkeit nicht mehr gegeben ist.

    7. Die Haushaltshoheit obliegt weiterhin dem Großherzog, sein persönliches Budget wird allerdings durch die Volksvertretung festgelegt. Ansonsten steht es dem Großherzog frei, wie er das Geld verwendet. Allerdings ist es ihm untersagt, den Sold der Armee zu senken, sofern die Volksversammlung dies nicht fordert oder dem zustimmt.

    8. Zur Wahrung der von der Volksversammlung erlassenen Gesetze und zur Stärkung der Judikative wird die Gründung einer Universität in Oldenburg mit einer juristischen Fakultät beschlossen, in der Richter für die Gerichte ausgebildet werden sollen.

    9. Gerichte: Alle sieben Regionen erhalten ein Gericht, das Streitfälle innerhalb dieser Region zu bearbeiten hat. Zudem wird in Oldenburg ein weiteres Gericht bestellt, dessen Aufgabe überregionale Konflikte. zusätzlich können Revisionen der vorherigen Instanz hier verhandelt werden.
    Die Benennung der Juristen an den Regionalgerichte hat durch die Regionalräte zu erfolgen, für die Benennung de rJuristen am oberen Gericht ist die Volksversammlung zuständig. Der Großherzog besitzt ein Vetorecht gegenüber einem der vorgeschlagenen Kandidaten.

    10. Sozialgesetzgebung: Die Sozialgesetzgebung wird durch den Großherzog vorgeschlagen und durch die Volksversammlung angebommen oder abgelehnt. Im Falle einer Ablehnung hat der Großherzog das Recht, einen geänderten Vorschlag vorzulegen. Bei erneuter Ablehnung durch die Volksversammlung hat diese die Ablehnung ausführlich zu begründen und sich dabei mit den Regionalräten zu einigen.

    11. Sollte das Oldenburger Gericht oder die Volksversammlung feststellen, dass sich Vorgaben des Großherzogs widersprechen, so ist dem Großherzog dies mitzuteilen und dieser hat das Recht, den Widerspruch in seinem Sinne aufzuheben. Er kann hierzu aber auch eine einzelne Person oder die Volksversammlung als solche zur Problembehebung benennen.

    Die sieben Regionen werden auf Befehl des Großherzogs innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 1815 einen Regionalsrat gründen. Diesem Rat haben anzugehören:
    1) Ein Vertreter der örtlichen Miliz/Militär
    2) Ein Vertreter der örtlichen Kaufleute und Industriellen
    3) Ein Vertreter der örtlichen Bauern und Arbeiter
    4) Ein Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaft
    5) Ein Vertreter des Großherzogs.
    Der Vertreter des Großherzogs ist nur bei einem Patt (2:2 oder 1:1 bei doppelter Enthaltung, vierfache Enthaltung ist verboten) mit dem Stimmrecht ausgestattet und hat ansonsten nur eine beratende Funktion gegenüber dem Rat und eine berichtende Funktion gegenüber dem Großherzog.
    Diesem Führungsrat obliegt die kommunale Verwaltung der jeweiligen Region, er hat Weisungen der Volksversammlung umzusetzen mit Ausnahme des Passus zur Sozialgesetzgebung, in diesem Fall ist er gleichberechtigt.

    Dieser Rat hat sich zusätzlich einmalig auf jeweils zwei Personen zu einigen, die zur Gemeinschaft derer gehören werden, welche die großherzöglichen Vorgaben (siehe oben, Punkte 1 bis 11) im ein Gesetz formen, welches die Wahlen und die Rechte der Volksversammlung bestimmt. Zu den 14 von den Regionalräten bestimmten Gesandten ernennt der Großherzog weitere neun Gesandte, so dass insgesamt 25 Personen diese einmalige Institution umfassen.
    Alle 25 Mitglieder sind am 1. Juli des Jahres 1815 öffentlich bekannt zu geben. Sie werden innerhalb der nächsten sechs Monate die Bestimmungen für die Wahl zur Volksversammlung verfassen und diese am Neujahrstag des Jahres 1816 öffentlich zu verkünden.
    Zum 1. Juli 1816 haben dann die ersten Wahlen zur Volksversammlung stattzufinden, dem Militär obliegt es in diesem Fall, für die Sicherheit eines jedes Wählers zu sorgen und jedwede Form der Beeinflussung und/oder Bedrohung der Wähler zu verhindern.

    Die neun Gesandten des Großherzogs:
    1. Professor für Kulturgeschichte Hans Peter Müller, Göttingen
    2. Landadeliger Reinhard von Bloh, Stadtland (liegt in Oldenburg)
    3. Jurist Hermann Gebot, Oldenburg
    4. Jurist Friedrich Ernst, Bremen
    5. Jurist Heinrich Feist, Bremen
    6. Jurist Karl Theodor zu Miesenberg, Bayreuth
    7. Professor für Juristerei Wilhelm Monnsen, Heidelberg
    8. Autorin Henriette zu Füllerwagen, Ansbach
    9. Kaufmann Gustav Hagen, Oldenburg
    Geändert von zerialienguru (24. November 2011 um 19:52 Uhr)

  14. #14
    Möhrchen Avatar von Oxford
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    Beiträge
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    Ohje, du solltest eine Verfassung in Auftrag geben, nicht selber Schreiben
    Ich zähl das als mehr als 4 Aktionen, wär also gut, wenn du die Inhalte im Spiel über die ersten paar Jahre verteilst
    Entdecke die Kraft deiner Ideen, mit Heften und Blöcken von Oxford

  15. #15
    Tanzt Avatar von zerialienguru
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    Was meinst Du denn mit vier Aktionen? Gibt es da eine Begrenzung?
    Ansonsten habe ich ja keine Verfassung geschrieben, der Großherzog gibt nur den groben Rahmen vor.
    Wenn Du so willst, sind die Aktionen die Folgenden:
    1. Edikt zur Gründung der sieben Regionen samt Wahl eines jeweiligen Regionalrats (1. Januar 1815)
    2. Regionalräte bilden zusammen mit den neun großherzöglichen Gesandten den Rat, der die Bestimmungen und die Wahlen für die Volksversammlung regelt (1. Juli 1815)
    3. Vorstellung des Ergebnisses (1. Januar 1816)
    4. Wahl zur Volksversammlung (1. Juli 1816)

    Das wären in 1815 zwei Aktionen.

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