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Thema: [CivCol] Turo de Pauline in Neufrankreich

  1. #1
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    [CivCol] Turo de Pauline in Neufrankreich

    Die folgende Geschichte erzählt von Turo de Pauline, Entdecker und Staatsmann Neu-Frankreichs, der am Ende des 15. Jahrhunderts die erste Expedition des Königreichs Frankreich in die neue Welt anführte.

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    (Fotografie des Reiterstandbildes von Turo de Pauline in Quebec)

    Bevor es beginnt, kurz die Einstellungen des Spieles:
    Spielversion: Ich habe das normale Col und mir den offiziellen Patch von Firaxis runtergeladen.
    Schwierigkeitsgrad: Eroberer
    Spielgeschwindigkeit: Episch
    Karte: A New World / Zufällige kontinentale Karte
    Nation: Frankreich
    Anführer: Louis de Frontenac
    Computerspieler: Standartmäßig sind die anderen drei Europäer sowie sämtliche Indianerstämme mit dabei.

    Dies hier ist meine erste Story überhaupt von irgendeinem Spiel. Habe CivCol seit ein paar Wochen und bin alter Col1 Spieler. Die Franzosen liegen mir sehr gut, da ich in der Regel nicht von mir aus gegen Indianer vorgehe, sie aber rege als Ausbildungsstätte nutze.
    Habe bisher nur im Schwierigkeitsgrad Kundschafter die Unabhängigkeit geschafft, dies hier ist mein erster Versuch unter Eroberer. Schließlich soll die Story auch spannend werden

    Tauchen wir nun ein in die Geschehnisse des ausgehenden 15. Jahrhunderts, die uns durch zeitgenössische handschriftliche Aufzeichnungen Turo de Paulines sowie Aktenvermerken aus den ehemaligen königlichen Archiven überliefert sind.


    Endlich wurden meine Bitten erhört. Seit Monaten studiere ich voller Begeisterung und Neugier die Berichte über die Entdeckung eines neuen Landes, die es aus Spanien bis nach Paris geschafft haben. Erzählungen über Schätze, Reichtümer, seltsame Ureinwohner, weites fruchtbares Land und scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten habe ich gesammelt und versuche seit langem, seine Majestät den König davon zu überzeugen, dass Frankreich diese Reichtümer nicht anderen Nationen überlassen kann, sondern selbst eine Expedition ausrüsten muss. Nun endlich ist es mir gelungen, seine Herrlichkeit zur Zustimmung und Finanzierung einer Überfahrt zu bewegen.


    Zur Zeit befindet sich in La Rochelle eine Karavelle in Ausrüstung für die gefährliche Fahrt gen Westen. Ich selbst werde die Unternehmung leiten und habe einige Getreue überzeugen können, mit an Bord zu gehen. Dies sind mein alter Weggefährte Jean-Jacques Roussel, ehemaliger Offizier in den Reihen der königlichen Streitkräfte sowie Pierre Leclerc, Gutshofbesitzer in der Provence, welcher sich schon lange für meine Forschungsreisen interessierte und des Lebens auf seinen Ländereien überdrüssig ist und ein neues Abenteuer sucht. Ich bin sicher, dies werde ich ihm bieten können. Uns ist es gelungen, mit der finanziellen Unterstützung des Königs einige freiwillige Milizionäre unter Waffen zu stellen sowie handwerklich geschickte Bauarbeiter zu rekrutieren. Diese werden uns auf der Reise begleiten.
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  2. #2
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    1. Land in Sicht

    Endlich, nach langer entbehrungsreicher Fahrt kam die erlösende Nachricht vom Ausguck: "Land in Sicht". Jean-Jacques vermutete bereits, dass die spanischen Posten auf den Kanarischen Inseln, wo wir Zwischenstation auf dem Weg in den unbekannten Westen machten, um Proviant aufzunehmen, uns in die Irre geleitet hätten. Doch nun war klar: Wir haben die Ufer eines in den königlich-französischen Karten nicht verzeichneten Landes vor Augen. Doch wo genau sind wir gelandet? Ist es, wie die Portugiesen behaupten, das ferne China oder Indien, oder befinden wir uns tatsächlich an den Stränden eines bisher völlig unbekannten Gebietes, wie es die Spanier nach ihren Seereisen nach Westen behaupten? Ich persönlich glaube und hoffe auf die zweite Möglichkeit.


    Ich habe Anweisung gegeben, alles für einen Landgang vorzubereiten. Wir wollen uns schnell umsehen und feststellen, ob die spanischen Berichte stimmen und einen geeigneten Platz für einen Stützpunkt suchen. Schließlich habe ich Seiner Majestät in Aussicht gestellt, größere Gebiete zu erwerben, und ich hoffe, dass die Spanier noch nicht die besten Gebiete besetzt haben.
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  3. #3
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    2. Der erste Kontakt

    Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, die erste Gruppe Franzosen, welche das unbekannte Land betritt, selbst anzuführen. Mit einem Beiboot setzten wir ans Ufer über und begannen, das umliegende Land zu Fuß zu erkunden. Die Vegetation war sehr mannigfaltig, das Land machte einen fruchtbaren Eindruck. Jean-Jacques ging mit einigen Bewaffneten etwas weiter nördlich an Land, während Pierre auf der Karavelle das Kommando übernahm und die Mannschaft einige sonderbare Früchte und Frischwasser aus nahen Quellen an Bord brachte.

    Bei einer kleinen Rast am Rande eines Waldstückes wurden wir plötzlich überrascht: Seltsame Gestalten mit Federn in den Haaren und schweren Ketten um den Hals umstellten uns. Ich gab sofort Anweisung, die Waffen liegen zu lassen: Wären sie uns feindlich gesonnen, die Begegnung wäre für uns wohl sehr blutig geendet. Diese Menschen, die offenbar hier lebten, entpuppten sich nach anfänglichen Gesprächen jedoch als sehr freundlich. Sie nahmen uns mit in ihr ganz in der Nähe befindliches Dorf und boten uns reichhaltige Speisen an. Die Eingeborenen verfügen über zahlreiche Krieger, welche mit Pfeil und Bogen der Jagd nachgehen. Im Umfeld ihres Dorfes wird vereinzelt der Landwirtschaft nachgegangen.
    Nach einiger Zeit brachen wir wieder auf, jedoch nicht ohne dem Häuptling unsere friedlichen Absichten zu versichern.



    Wieder zurück an der Ankerstelle unseres Schiffes, berichteten wir sofort von unseren Erkundungen. Pierre, ein begnadeter Zeichner, fertigte nach meinen Beschreibungen erste Zeichnungen der Eingeborenen sowie einen Plan der erkundeten Umgebung an. Diese Dokumentationen würden uns am Hofe des Königs hoffentlich helfen, das Interesse Seiner Majestät zu wecken und uns die weitere Finanzierung der Erkundungen zu sichern.
    Einige Tage später kehrte Jean-Jacques von seinem Landgang im Norden zurück. Auch erberichtete von freundlichen Eingeborenen. Ferner hatte er einen geeigneten Platz für einen ersten Stützpunkt an Land ausgekundschaftet. Ich ließ sofort die Segel setzen und an der von Jean-Jacques empfohlenen Stelle begannen wir mit der Einrichtung einer kleinen Niederlassung. Die Siedlung wurde "Quebec" genannt und in einer kurzen Zeremonie durch Anbringung der königlichen Hoheitszeichen und Insignien für Frankreich in Besitz genommen. Auch dort gab es ganz in der Nähe ein Dorf der Cherokee, wie sie sich selbst nannten. Großzügig boten sie uns die unmittelbar um die neue Siedlung gelegenen Ländereien zur Nutzung an. Dort gab es süßlich schmeckende Pflanzen. Möglicherweise ließ sich aus ihnen dieses weißliche Pulver herstellen, welches die Eingeborenen zum verfeinern ihrer Speisen verwendeten.
    Es wurden zunächst einige behelfsmäßige Unterkünfte eingerichtet - Bauholz war ausreichend vorhanden. Alsdann begannen wir mit dem Bau eines Landungsstegs, um zukünftig mitgebrachtes Material der Karavelle einfacher entladen zu können und effektiver nach den dort vorhandenen Krabben fischen zu können.



    Pierre segelte mit der Karavelle unterdessen nach Norden die Küste entlang, um einen Eindruck von der Größe des entdeckten Landes zu gewinnen. Dabei machte er eine höchst beunruhigende Entdeckung. Nur wenig nördlich von Quebec wurden andere Europäer gesichtet, erkennbar an ihrer unverwechselbaren Kleidung. Offenbar handelte es sich um einen kleinen bewaffneten Trupp, welcher im Begriff war, die Küstenregion zu erkunden. Pierre sah aus Sorge um eine frühzeitige Entdeckung unserer Siedlung von einem Landgang ab und beobachtete das Geschehen zunächst aus sicherer Entfernung. Ich vermag nicht zu sagen, ob die Europäer, möglicherweise eine spanische Patroille, uns gesichtet haben. Wir müssen jedoch davon ausgehen, bald Besuch zu bekommen...
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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von d!plomat
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    Erstmal Willkommen
    Super Einstieg, ich freu mich auf den Rest. Bei mir wars genauso: Meine erste Story war zu CivCol, auch mit den Franzosen, in ganz ähnlichem Stil geschrieben (Tagebucheinträge des Kommandanten).
    [Babylon 5 : IFH] Danger and Opportunity (pausiert)
    2. Webring-Story des Monats[Ja2 v1.13] Arulcanisches Tagebuch (abgeschlossen)
    [CivCol] China. Was wäre, wenn... (abgeschlossen)
    [CivCol] Die Franzosen am Sankt-Lorenz-Strom (abgeschlossen)

  5. #5
    Papierchenschweizer Avatar von Aterianer
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  6. #6
    vom Werwolf gebissen Avatar von Kampfhamster
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    Herzlich willkommen!
    Bei einer CivCol-Geschichte lese ich doch immer begeistert mit.
    Die aktuelle Story:

    [Col2 Werewolves] Nich lang schnacken, Seesack packen!


    Die Story des Monats Juli 2010:

    Tom Driscoll und seine Gefährten begeben sich in das Testgewölbe.
    letzte Aktualisierung: 31.1.2013, 20:19 Uhr

  7. #7
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    Freut mich, dass ich schon ein paar Mitleser habe.
    Die Story von d!plomat von den Franzosen am St.-Lorenz-Strom war ne kleine Inspiration für mich, hat mir sehr gut gefallen, auch das ganze "drumherum".

    Kommentare sind übrigens jederzeit erwünscht, auch Kritik.
    Gerade gestartet:
    Aktuell: [CivCol | TAC 2.02a] Turo Paulinez - mit Gottes Segen

    Meine erste Story:
    Beendet: [CivCol] CivCol - Turo de Pauline in Neufrankreich

  8. #8
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    3. Nachbarn aus der alten Welt

    Turo de Pauline saß im provisorischen Gebäude der Kolonialverwaltung von Quebec und organisierte den Aufbau der Kolonie, als ein Bote eintraf und die für ihn überraschende Nachricht brachte: Die nördlich von Quebec gesichteten Europäer waren nicht, wie er erwartete, Spanier, sondern Engländer! Ein englisches Schiff hatte die Karavelle unter Pierres Kommando abgefangen und ein Treffen erwirkt. Es wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet und sich gegenseitig gute Nachbarschaft und Unterstützung versichert. Weiterhin befindet sich in dieser Gegend ein Dorf von Eingeborenen, die sich Inka nennen. Das Dorf macht einen im Vergleich zu den Cherokee vortschrittlichen Eindruck. Auch hier wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet.

    Erstaunlich, dachte sich Turo de Pauline. Mir war nicht bekannt, dass bereits weitere europäische Staaten Unternehmungen in Übersee durchführen. Tröstlich war da nur, dass die Engländer ebenfalls erst seit kurzem in diesen Gefilden unterwegs waren und gerade am Aufbau eines ersten Stützpunktes arbeiteten - unglücklicherweise nördlich von Quebec.
    Zunächst sollte jedoch die Kartographie des Landes und der Ausbau Quebecs im Mittelpunkt stehen. Die Engländer würden erstmal mit sich selbst beschäftigt sein. Allerdings ordnete ich unverzüglich die Rückreise der Karavelle nach Europa an, um dem König vom neu entdeckten Land zu berichten und Informationen am Hofe bezüglich etwaiger Aktivitäten anderer Seemächte Europas zu erlangen. Ich möchte nicht noch einmal derart überrascht werden. Weiterhin soll Pierre seine Beziehungen in Frankreich nutzen, um auswanderungswillige Bürger oder niederes Volk anzuwerben, die uns bei der Erkundung und dem Ausbau unserer Siedlung behilflich sein können.
    In Quebec wird inzwischen das neuartige Zuckerrohr angebaut. Wir hoffen, bald eine größere Menge dieser Ware geerntet zu haben, um damit neue Geldmittel aquirieren zu können.



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  9. #9
    d73070d0
    Gast
    Spielt man da eigentlich immer auf derselben Karte?

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von d!plomat
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    Ganz im Gegenteil.

    Neben einigermaßen realistischen Karten von etwa Nord-, Süd- und Gesamtamerika, der Karibik und der Nordwestpassage gibt es (wie schon im Original) Zufallskarten mit einstellbaren Parametern wie etwa Temperatur und Verhältnis Land/Wasser.

    Leider sind auf den realitätsnahen Karten die Siedlungsgebiete der Europäer und Indianer aber nicht im entferntesten glaubwürdig.
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  11. #11
    Talking Bull Avatar von Writing Bull
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    Auch von mir ein "Herzlich willkommen!" hier im Forum, Turo!

    Die Geschichte lässt sich ja richtig gut an. Sehr hübsche Texte, schlank und trotzdem stimmungsvoll, gefällt mir sehr! Ich hab mal in den Storyübersichten im CivCol-Unterforum und in der CivWiki ein bisschen Werbung für dich gemacht ...

  12. #12
    Scharfmetze Avatar von Turo
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    4. Erste Entdeckungen (1498-1510)

    Im Jahr 1498 erreichte uns endlich Nachricht aus der alten Heimat. Seine majestät der König hatte Kenntnis von unseren Entdeckungen erhalten und war begeistert. Sogar derart begeistert, dass er weitere Hilfe nicht für nötig hielt und uns stattdessen anbot, gegen die Zahlung von 20 Goldstücken das Recht auf Gründung einer Kolonie unter dem Namen "Neufrankreich" zu erwerben. Damit einher gehen würde das Recht, die Gebiete Neufrankreichs zukünftig als Governeur eigenständig zu verwalten. Angesichts der Tatsache, dass der geforderte Betrag gering war und uns eine Selbstverwaltung flexibler machen und stärken würde, nahmen wir dieses großzügige Angebot an.


    Wir erhielten Besuch von den Cherokee, unseren nördlichen und südlichen Nachbarn. Sie machten sich einen Eindruck vom Aufbau unserer Siedlung und überbrachten uns 54 edle Tierfelle als Geschenk. Eine wahrhaft kostbare Spende!

    Pierres Karavelle war unterdessen in den Gewässern der Neuen Welt angelangt und hatte erfahrene Späher nebst Pferden dabei, welche er in Frankreich zur Überfahrt bewegen konnte. Nach Anlandung in Quebec übernahm Jean-Jacques das Kommando über den leicht bewaffneten Spähtrupp und ritt unverzüglich nordwärts, um dem nahe gelegenen Indianerdorf einen Gegenbesuch abzustatten. Die Eingeborenen hatten uns derart freundlich empfangen, vielleicht konnten wir dort wichtige Erkenntnisse über die Neue Welt gewinnen.
    Pierre machte sich mit der Karavelle wieder auf den Weg nach Europa, diesmal allerdings mit einer Ladung Waren: Der Zucker, welcher vor den Toren Quebecs seit einiger Zeit angebaut wurde, sowie den Fellen der Cherokee.


    Erneut wurden wir herzlich empfangen. Als Jean-Jacques 1501 aus Tuskegee (dem Cherokeedorf) zurückkehrte, hatte er wertvolle Perlen im geschätzten Wert von 520 Goldstücken mitgebracht. Die Indianer hatten ihm angeboten, uns in der Kunst des Fischens zu unterweisen. Wir werden bei nächster Gelegenheit gern darauf zurückkommen, da vor Quebec reiche Krabbenvorkommen gesichtet wurden.
    Nachdem der Besuch in Tuskegee derart erfolgreich verlaufen war, sandte ich Jean-Jacques an der Spitze der Späher unverzüglich nach Süden. Dort gab es mindestens ein weiteres Indianerdorf, dem er einen Besuch abstatten sollte. Weiterhin sollte er das Land erkunden und feststellen, ob wir uns auf einer Insel oder einem größeren zusammenhängenden Gebiet befinden.


    1504: Froher Kunde aus dem Süden - Jean-Jacques Spähtrupp hat Schätze im Wert von 2524 Goldstücken von Den Cherokee überreicht bekommen. Zum Abtransport musste noch vor Ort ein Handkarren gefertigt werden. Dieser ist nun auf dem Weg nach Quebec. Sollten die Funde von Gold und Schätzen in diesem Tempo weitergehen, ist mir nicht bange um unsere Finanzen. Dies hat sich offenbar auch in Europa herumgesprochen, denn es melden sich freiwillig gut ausgebildete Meisterweber zur Überfahrt. Nun ja, Baumwolle zählt zur Zeit nicht zu unserem Anbau, allerdings gibt es viel Arbeit in Quebec. Wir werden die Arbeitskraft gut gebrauchen können. Ach ja, auch im Dorf Keowee wird die Fischerei gelehrt.


    Durch die Perlenfunde und den Verkauf des Zuckers und der Felle konnte die Kolonialkasse derart gefüllt werden, dass es Pierre in La Rochelle gelang, eine ganze Zahl neuer Kolonisten anzuwerben. Leider sind die Transportmöglichkeiten unserer kleinen Karavelle sehr beschränkt, sodass lediglich junge Siedler sowie angeheuerte Meisterzimmermänner mit auf die Rückfahrt gehen.


    Das Transportproblem macht mir sehr zu schaffen. Nicht nur, dass dringend benötigte Arbeitskräfte, die in Frankreich willig zur Überfahrt bereit stehen, dort zurückgelassen werden mussten, auch der in Quebec eingetroffene Schatz ist derart schwer, dass ich befürchte, dass die Karavelle beim Transport Schaden nehmen würde. Offensichtlich ist ein wesentlich größeres Schiff erforderlich, zumal wir auch noch die Erträge Quebecs in Europa gewinnbringend verkaufen wollen. Hilfesuchend wendete ich mich an unseren Monarchen, der anbot, den Schatz mit königlichen Schiffen abzutransportieren, allerdings gegen eine Gebühr von 50 % des Verkaufserlöses. Zwar wäre dies schnelles Geld für Neufrankreich, jedoch benötigen wir früher oder später ohnehin ein größeres Schiff. Daher lehnte ich schweren herzens das Angebot ab und plane nun die Anschaffung einer Galeone, welche von der hiesigen Werft in La Rochelle für 4500 Goldstücke zum Kauf angeboten wird. Der Spähtrupp war derart erfolgreich, dass diese Geldsumme in absehbarer Zeit zusammen kommen sollte.


    1505-1507: Der Spähtrupp entdeckte 236 Goldstücke in alten Ruinen. Die Eingeborenen leben scheinbar schon lange auf diesem Gebiet, sind aber nicht annähernd so weit entwickelt wie Europa. Es sollte uns leicht fallen, diese Gegenden im Namen Frankreichs zu besetzen. Gleichwohl ist mir am Konflikt mir den Cherokee nicht gelegen, zu wertvoll scheinen ihre Kenntnisse über Geographie und Anbautechniken in der Neuen Welt.
    Ein weiteres, drittes Cherokee-Dorf erbrachte erneut Perlen im Wert von diesmal 852. Dieses Dorf betreibt rege Landwirtschaft, entsprechend gut sind die dortigen Kenntnisse über Ackerbau.
    Die Karavelle ist zurück, die jungen Siedler werden zur Ausbildung als Fischer zu den Eingeborenen geschickt, während die Zimmermänner Holz in den nahen Wäldern schlagen, um den Ausbau Quebecs zu beschleunigen. Sogleich geht es für unser Schiff beladen mit Baumwolle und Zucker zurück nach Europa.


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  13. #13
    vom Werwolf gebissen Avatar von Kampfhamster
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    Sehr schön!
    Die aktuelle Story:

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    Die Story des Monats Juli 2010:

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    letzte Aktualisierung: 31.1.2013, 20:19 Uhr

  14. #14
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    Turo de Pauline befindet sich in der neuen Kolonialverwaltung in Quebec und wertet die Ergebisse der bisherigen Entdeckungen aus. Südlich und westlich Quebecs befinden sich noch einige von Cherokee bewohnte Gebiete, dahinter erstreckt sich jedoch offenes Meer. Möglicherweise befinden sich die französischen Kolonisten auf einer größeren Insel, allerdings ist der Nordrand noch nicht erkundet. Besorgt schaut er auf Jamestown, die englische Kolonie. Diese hat inwischen ein beachtliches Bevölkerungswachstum hinter sich und seine Einwohnerzahl verdreifacht.
    Bei Chota befindet sich ein potentielles Siedlungsgebiet, da durch Tabakvorkommen und den Fluss dort reiche Ernten zu erwarten wären.
    Jean-Jacques ist unterdessen nordwärts geritten und hat ein weiteres Cherokee-Dorf entdeckt, welches durch einen Gebirskamm von Jamestown getrennt wird.



    1508-1509: Weitere 236 Gold in alten Ruinen und 484 Gold durch Perlen der Cherokee aus Tellico füllen die Kolonialkasse. Die Indianer dort bearbeiten reiche Baumwollvorkommen.

    Fast wäre Jean-Jacques mit seinem Spähtrupp vor lauter Gier nach Entdeckung neuer Gebiete vorbei geritten, aber die plötzlich Präsenz englischer Siedler ließ ihn gerade noch rechtzeitig innehalten. Zwar gaben die Engländer an, lediglich die nähere Umgebung ihrer Siedlung kartographieren zu wollen, aber das Fehlen von Papier, Tinte und Feder, welche sie auch nach mehrmaligem Auffordern seitens der berittenen Kundschafter nicht vorweisen konnten, ließ das Misstrauen Jean-Jacques aufblitzen. Als er sich die nähere Umgebung anschaute, wurde ihm langsam klar, was die Engländer dort vorhatten: Das Gebiet, welches die Späher noch gerade eben durchritten hatten, war ein hervoragender Siedlungsstandort! Reiche Baumwollvorkommen, sowie bedingt durch den Fluss hervoragende Anbaumöglichkeiten in der Landwirtschaft und vor allem von Erzen und nicht zuletzt Silber. Noch bevor die Engländer handeln konnten, ritt Jean-Jacques zurück, ließ absitzen und begann mit dem Aufbau eines zweiten Stützpunktes in Neufrankreich: Die Siedlung Montreal. Die Cherokee zogen ihre Einwände, welche um ihre Baumwollplantage fürchteten, nach Zahlung von 396 Goldstücken als Entschädigung zurück.



    Wie es aussieht, befinden wir uns doch nicht, wie ursprünglich befürchtet, auf einer Insel. Zwar befindet sich auch im Norden das offene Meer, jedoch erstreckt sich im Nordwesten weiteres Land. Leider kann die Entdeckung zunächst nicht fortgesetzt werden, da Jean-Jacques mit der Sicherung von Montreal beschäftigt ist. Eine Ablösung dort hat jedoch hohe Priorität, sodass die Erkundungen fortgesetzt werden können.

    Besorgt um das Wachstum und die gerade noch verhinderte Expansion der Engländer fastte ich einen Entschluss: Ich ließ dem englischen Gouverneuer ein offizielles Schreiben überbringen, welches in Bezugnahme auf die zeremonielle Hissung der französischen Flagge aus Anlass der Gründung Quebecs die gesamte Halbinsel unter französischen Besitz stellte. Ferner erlaubten wir England die Nutzung der Siedlung Jamestown vorläufig und bis auf Widerruf, verboten jedoch ausdrücklich jegliche Art der Expansion oder Grenzerweiterung darüber hinaus unter Androhung ernster Konsequenzen. Zwar glaube ich nicht, dass England sich dauerhaft daran halten wird, jedoch werde ich nicht tatenlos zusehen, wie rechtmäßig von Frankreich erworbenes Land nach und nach den englischen Plünderungen anheim fällt.

    Pierre konnte unterdessen in La Rochelle niederes Volk und weitere berittene Späher an Bord nehmen, damit die Erkundungen alsbald fortgesetzt werden können. Weiterhin boten sich ehemalige Mitglieder der königlichen Streitkräfte zum Dienst in den Kolonialtruppen an, diese werden aber noch einige Zeit auf die Überfahrt warten müssen.
    Immerhin ist die Kolonialkasse durch die Warenverkäufe inzwischen auf etwa ein Viertel des Wertes einer Galeone angewachsen.



    Die bei den Cherokee ausgebildeten Fischer sind derweil auf dem Rückweg nach Quebec, wo sie nach Krabben fischen werden.
    Zwar geht der Bau des Landungsstegs nur langsam voran und wir haben in Quebec inzwischen 51 Bäume geschlagen, jedoch benötige ich Unterstützung bei den wachsenden Aufgaben der Verwaltung, sodass der Zimmermann nun übergangsweise im Rathaus von Quebec beschäftigt ist.
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    Meine erste Story:
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    Deine Geschichte entwickelt sich ja wirklich reizend!
    Auf welcher Kartengröße spielst du eigentlich, Turo?

    Hoffentlich gelingt es dir, möglichst bald einen anderen Bürger in die zweite Siedlung zu transportieren, damit du deinen Routinierten Späher dort wieder loseisen und weiter auf Erkundung schicken kannst. Es wäre ja jammerschade, wenn die Engländer vor dir die Begrüßungsgeschenke in den Eingeborenendörfern abgrasen würden ...

    Ein kleiner Tipp, wenn du erlaubst: Du kannst auf der Karte der Spielwelt einzelne Geländefelder markieren, um für deine Screenshots z.B. die Bauplätze geplanter Siedlungen zu markieren. Dafür musst du nur den Mauszeiger über das betreffende Geländefeld halten und dann Alt+S drücken. Dann erscheint ein Textfeld, das du beschriften kannst. Auf dieselbe Weise kannst du diese Markierungen wieder löschen.
    Und noch ein letzter Tipp: Mit der "Fliegenden Kamera" kannst du nach kurzer Eingewöhnungszeit auch Screenshots aus anderen Perspektiven schießen.

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