
Zitat von
Jon Snow
Kalifat von Cordoba
Der zweite Basar unter direkter Aufsicht des Kalifats wird wie sein in diesem Jahr erweitertes Pendant in Cordoba ohne nennenswerte Verzögerungen errichtet. Auch in Tanger achtet die Hofverwaltung darauf, ausreichend Platz für die geplanten Vergrößerungen zu schaffen und bemüht sich überdies, den leichten Zugang zum Hafen sicherzusellen. Dies könnte künftig ein weiterer Baustein sein, um Spanien und Marokko zu einem Umschlagsplatz für viele fremde Kaufleute werden zu lassen.
Das Goldhandelsmonopol verlor dieses Jahr leider an Wert, nachdem die Iren mittlerweile eine feste Route an der westafrikanischen Küste einrichten konnten, die über die Kanaren nach Europa oder in den Mittelmeerraum hinein verläuft und dank der zusätzlichen, von Melaka und Dagomys zum Schutz des Truppennachschubs finanzierten Kriegsschiffe als besonders sicher gilt. Die gute Nachricht dabei ist, dass die erhöhte Sicherheit auch der Handelsverbindung zwischen Cádiz und Südamerika und damit einer Route nutzt, die gleichzeitig die Geschäfte auf der Handwerkermesse beflügelt. Diese blieb auch im vergangenen Jahr ein bedeutender Treffpunkt zahlreicher Kaufleute.
Die Regentschaft wird problemlos bestätigt, während die Diskussion um einen zinslosen oder sehr zinsgünstigen Zwangskredit äußerst kontrovers verlaufen ist. Die Mehrheit der Stände lehnt ihn letztlich zwar ab, man geht aber davon aus, dass die Regenten ihn dennoch für 1718 anordnen und durchsetzen könnten. Eine „Schmerzgrenze“ wird allerdings nicht genannt, da die Betroffenen dem Konzept kritisch gegenüberstehen, obwohl einige Fernhandelskaufleute darauf verweisen, dass es sich in Burgund und mit gewissen Abstrichen auch in Italien und Irland bewährt habe.
Unter den zahlreichen, hervorragenden Ideen des Kalifen werden der Ausbau des Hafens von Sevilla, die Börse und natürlich die Jubiläumsfeier hervorgehoben. Auch die übrigen Vorschläge seien aber gut umsetzbar, wobei man eine Beteiligung an der italienischen Schiffspostlinie allerdings nicht für lukrativ hält und bezweifelt, dass sie für das Kalifat überhaupt von Bedeutung sei. Die Akademie könne leicht gegründet werden, für eine dauerhafte Kooperation müsse aber zusätzlich ein Etat zur Verfügung stehen. Ob man dadurch wirklich schnell bessere Schiffe errichten könne, sei hingegen zweifelhaft. Ein wissenschaftlicher Fortschritt habe normalerweise viele verschiedene Grundlagen und beruhe nicht nur auf einer einzelnen Schule.
Die Rechtsreformen werden auf 1719 hin fortgeführt, sollten also noch zwei weitere Jahre laufen, bis man eine Bilanz ziehen kann.
Besonderheiten:
Der Goldhandel mit Afrika über Marokko sorgt für große Liquidität. Daher kann der Kalif weit höhere Schulden aufnehmen, bis dem „Binnenmarkt“ eine Krise droht.
An den Militärgrenzen Aveiro-Salamanca-Logrono und Logrono-Huesca-Tarragona wurden in den letzten Jahren moderne Burgen mit Festungsgeschützen errichtet.
Der mongolische Söldnermarkt Cádiz ist in Kriegszeiten für Feinde des Kalifats geschlossen.
Vom Kalifat kommandierte Geschwader aus den an den großen Manövern des Jahres 1704 beteiligten Ländern (Galicien, Frankreich, Hellas, Heiliger Stuhl, Schottland, England und Irland) kämpfen zwischen 1705-1724 ohne Malus für zusammengesetzte Schiffsverbände. Bei Flottillen unter merinidischem Kommando mit Schiffen aus anderen europäischen Ländern ist der Malus im selben Zeitraum deutlich gemindert und kann durch dreiwöchige Manöver vor dem gemeinsamen Einsatz nochmals reduziert werden. Beide Verbesserungen betreffen den Einsatz gegen Piraten wie auch gegen feindliche Kriegsschiffe.
Truppen des Kalifats (auch Söldner) sind zwischen 1712 und 1731 auf heimischem Boden im Hinblick auf die Ausnutzung des Geländes und die Zusammenarbeit verschiedener Minghan und Regimenter deutlich stärker als gewöhnlich
Herrschaftsgebiet: Spanien südlich der Militärgrenze, Marokko nördlich von Agadir, Balearen
Vasallen: Die meist halbnomadisch lebenden Stämme Süd- und Ostmarokkos, Agadir (seit 1713/14), El Khabta (seit 1713/14)
Ungefähre Bevölkerungszahl: 7 450 000 (leicht gewachsen)
Regionen: Iberien-Westwüste, Iberien-Zentrum, Iberien-Ost-Süd, Nordmarokko, Südmarokko-Berbergebiete (mit den kanarischen Vasallen)
Hauptstadt: Cordoba
Hauptresidenz: Granada (Residenz 1)
Wichtige Festungen: Coimbra (4), Bejar (4), Avila (5), Soria (4), Saragossa (4), Tortosa (4)
Staatsoberhaupt (künftige Spielfigur): Kalif Yaqub II. (seit 1716, *1713)
Aktuelle Spielfigur: Prinz Omar (*1695), Onkel des Kalifen, führt die Regentschaft zusammen mit seinen Schwägerinnen Sumeija und Subh
Verstorbene Monarchen:
Kalif Ibrahim IV. (1661-1703, *1627)
Kalif Yaqub I. (1703-1714, *1649)
Kalif Ahmad I. (1714-1716, *1682)
Bisherige Schwerpunkte:
1701: Islamische Bank von Cordoba zur Handwerkerförderung
1702: Feier zum 80. Freiheitstag des Kalifats 1622
1703: Küstenschutzkonferenz gegen die Piraterie
1704: Flottenmanöver in vier Küstenregionen mit sieben weiteren Ländern
1705: Förderung des Landesausbaus im galicisch-merinidischen Grenzgebiet
1706: Handwerkermesse zu Cordoba
1707: Reduzierung der Frondienste und islamisch geprägter Verhaltenskodex
1708: Galicisch-merinidische Handelsgesandtschaft nach West- und Nordafrika
1709: Bauernfreundliche Reform der Frondienste, Strafen und Schutzverpflichtungen
1710: Eröffnung mehrerer Botschaften und Konsulate
1711: Große Landmanöver der Landesaufgebote, Vasallen und Söldner
1712: Feier zum 90. Freiheitstag des Kalifats 1622
1713: Einrichtung einer Münzprägeanstalt für Goldmünzen in Cordoba
1714: Einführung eines Goldhandelsmonopols
1715: Handelsfahrt in die Hansestädte, um Kontakte zu knüpfen
1716: Bau des „unendlichen Basars“ von Cordoba
1717: Bau eines weiteren Basars in Tanger
Botschaften und Konsulate:
Seit 1710: Feste Gesandtschaft in der Satrapie Goreé (10 000 S)
Seit 1710: Konsulat in Tunis (5 000 S)
Seit 1710: Konsulat in Algier (5 000 S)
Seit 1710: Konsulat in Cádiz (2 500 S)
Seit 1710: Konsulat in Santiago (2 500 S)
Seit 1711: Konsulat in Limerick (2 500 S)
Seit 1712: Konsulat in Athen (2 500 S)
Seit 1715: Konsulat in Hamburg (2 500 S)
Seit 1715: Konsulat in Lübeck (2 500 S)
Besondere Gebäude:
Seit 1713: Münzprägestätte für Goldmünzen in Cordoba (250 000 S)
Seit 1716: „Unendlicher Basar“ in Cordoba (Marktplatz 2, soll laufend erweitert werden)
Seit 1717: Basar in Tanger (Marktplatz 1)
Handelsprivilegien und Monopole:
Seit 1707: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Königreich Galicien (mit Vasallen)
Seit 1710: Einseitige Handelsprivilegien für das Herzogtum Burgund (ohne Vasallen), bereits 1711 wieder aufgehoben und durch Vorrechte für Hellas ersetzt
Seit 1711: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Khanat Hellas (ohne Vasallen), 1715 auf Stufe 2 erhöht, 1717 durch Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Kalifat ergänzt
Seit 1715: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit dem Khanat Italien (mit Vasallen)
Seit 1715: Gegenseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 mit der Deutschen Hanse (mit Vasallen)
Seit 1717: Einseitige Handelsprivilegien der Stufe 1 für das Königreich Frankreich (ohne Vasallen)
Steuereinnahmen: 1 960 000 S
Tributeinnahmen: -
Verpachtung des Goldhandelsmonopols: 180 000 S
Rücklagen aus dem Vorjahr: -
Nicht verwendete Mittel: -
Entrichtete Tribute: -
Kreditzinssatz: 12%
Einlagen der Islamischen Bank von Cordoba: 1 050 000 S (davon 1 050 000 S verliehen)
Hofhaltungskosten (Vorjahr): 600 000 S (mit Abgabebonus), 47 000 S fließen der Armenhilfe zu, 13 000 S der Veteranenversorgung
Soldkosten: -
Weitere feste Ausgaben: 35 000 S (Diplomatische Vertretungen)
Ausgaben während des Jahres: -
Forderungen von Kaufleuten (0,05 von 0,25 S Verlust der geminderten Münzen): 800 S
Fällige Kredite:
4 000 000 S aus dem Großfürstentum Finnland zu 9,5% Zinsen, insgesamt also 4 380 000 S
6 961 901 S aus der Schweizer Eidgenossenschaft zu 10% Zinsen, insgesamt also 7 658 091 S
Waffentragende Bevölkerung: 1,2 (effektiv 1,2) Minghan SR, 0,6 (effektiv 0,6) Minghan LR, 6,0 (effektiv 6,0) Regimenter LI
Vasallenaufgebote: 5,1 (effektiv 5,1) Minghan LR, 0,1 (effektiv 0,1) Regimenter LI
Geschützproduktion: Stufe III (2500 Mann)
Schiffsproduktion: Stufe III (4000 Mann)
Geschütze: -
Schiffe zu Jahresbeginn 1717: 1*1000 III (Flaggschiff „Kalif Ibrahim III“), 1*400 III, 6*250 III, 1*150 III, 15*50 III, 110*25 III, davon 1*150 III, 10*50 III bei den östlichen Kanaren
Abgemusterte oder verkaufte Schiffe: 1*400 III, 4*250 III, 1*150 III, 15*50 III, 300*25 III
Schiffe am Jahresende 1717: 1*1000 III (Flaggschiff „Kalif Ibrahim III“), 80*25 III
Flottenneubau: -
Schiffe Anfang 1718: 1*1000 III (Flaggschiff „Kalif Ibrahim III“), 80*25 III
Söldner: 1,0 Minghan LR (Lyon)
Verbündete: -
Im Feld stehende Einheiten: 0,6 Minghan SR, 0,4 Minghan LR, 2,0 Regimenter LI, dazu 2,0 Minghan LR von den Berbervasallen zur Banditenbekämpfung, Ende des Jahres wieder demobilisiert
Verluste 1717: -